bei bem Qanbgerirbt der Provinz Ob«whetten unb bei AmtSg.r^chisrat vei bem LmtSgerich: Offenbad) Dt Wilhelm TB o b a e g c zum Am's- gerichtSrat bei dem ArntSgerich: (Biegen.
* Die ®etoerbeau»He[lung Bi«- fjen 1 9 2 7 hak gestern abenb ihre Pforlen gc- chloffen. Der gestrige Lag brachte ben Aus- 'kellung-hallen unb der VvlkShalle noch einmal shr harten Belach 3n ber Gesamt hc" be- rachtek bürste bte Aussteldmg hinsichtlich bei Besuch» zur vollen Zusrieberrheit ihrer Ber- anBalter ausgefallen feir. wurden insgesamt -erkauft: 1502 Dauerei nlrittskcrrt en baxu 2042 Beitarten. 46366 Lageseinl ritt starten für Et- nachseno 4209 Tageskarten für Kinder 8306 suschlagskarten bei brtanderen BeranS alt ungen. 7171 Eintrittskarten beim gefchlvl lenen Besuch non Schulen, ferner wurden noch 962 Aussteller- 'arten verausgabt 2tr UuöfteU .ng»führern würben rund 5000 6lud verfault Dic elektrische Straßenbahn beförderte während der Jeit der Ausstellung vom 1. bis 19 Juni insgesamt runb 165 000 Personen nach und von der Aus- 'tellung. Wie wir hören, ist auch für die Aussteller die Veranstaltung als befriedigend an- zusehen. denn teilweise wurde auf der Ausstellung bereits gut verkauft, zum anderen sind dort wertvolle Verbindungen angeknupft worden, von denen man sich vorteilhaften Warenabsatz versprich
"Die Di ebener Hochschulgesell« djaft hat ihre Äluglieder setzt zur Hauptver- ammlung unb Festsitzung auf den 2. Juli etn- qeladen 3m Anschluß an die Hauptvertarnrn- lung, in der die üblichen geschälilichen Punkte auf der Tagesordnung stehen, werden in ber Fest» 'itzung in der Tleuen Aula zwei Vorträge gehalten Prof Dr. H a u e r - Marburg fprtcht üb?r Sin indischer Macchiavelli", Prof Dr Lewh- Fießen über .Die 5t ei Il(f>rtft leite der Universität Liesten"
•• Das neue Z l u g h a f e n g e b ä u da luf unterem Flugplatz ist jetzt im Aohbau vollende k. Es macht in feiner architektonischen Ge» ilaltung einen vvrtrJfllchen Ombrud und paht sich, unmittelbar am Waldrand gelegen, harmonisch dem Landfchaftsbild em. Bekanntlich soll bas Debäude bis Anfang August zur Benutzung fertiggesteNt fein.
ei Aenovterungsarbeiten in und bet ber Stadtkirche. Der westliche Trep- aennulgang zu ben Emporen der Slablkiiche wird gegenwärtig durch einen neuen Anstrich frisch stergerichtet, ebenso werden auch bet Markus- und ber Matthäussaal im Evang Gcmeindehau» m der Kfrchstraste renoviert. Die alle Türmer- ovhnung. die vor vielen Jahren vor der Gin- übrung der Feuerwache vo.i bem Turmwächler ewohni wurde, wirb ebenfalls durch Jnftanb- yung vor Ihm Verfall geschützte sie erhält •inen neuen Anstrich 3m vorigen Bahre wurden 'kst das Geländer und die Fenster von allsten trstrichn.
" Die beiden letzten Bauplätze in »ec Johannes st raste werden in absehbarer teil bebaut sein Wie schon mitgeteilt, wird gegenüber dem Stadtth?ater dos an der Jo- )anne»ftraste gelegene unschöne Haus, das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Wiener Hofes, endlich verschwinden unb an seiner Stelle ein KulissenhouS für bas Stadttheater erstehen. Der andere und letzte Bauplatz, das Gelände des früheren SIS- oder Kühlkeller» ber eingegangenen Brauerei Friedel P< Asprion. das sich im Besitz de» Ghana Schwesternhauses befindet, soll einem Erweiterungsbau bei Evong. Schwestern- haufes nach Entwürfen des Architekten Baurat Hans Meyer dienen. Sobald die Finanzierung dieses Bauvorhabens gelöst ist. dürfte wohl noch im Lause dieses Jahr«S mit dem Dau begonnen werden.
“ Vefihwechsel. Der 3nhaber der Finna Kühn Vachs. Otto Georg hat den Garten des ehemals Gutsleischschen Anwesens in der Alicen» stmste käuflich erworben, um dort ein Wohnhaus zu errichten.
,e ,Gngfah" Gemeinnützige A k t- Gel für A n g e st e 111 en - Äe l m ft ä 11 en. Man schreibt uns Aus Veranlassung der Ortsgruppe des Deutschnationalen §>andlungSgehilsen- iit.- ui ein« ui Orts aussckust bei .Dagfah" zusammengeschlossen. >jwed de» ÄuSschuffe» ist der Bau von Angestellten- Heimstätten in größerem Umfange. Da auch der Bund der technischen Angestellten und Beamten, Deutsche»' Bankbeamtenverein. Deutscher Werkmeister-Verband. Gewerkschaftsbund der Ange-
fteflleT’ Verband kakhvl taufm Vereinigungen Deutschlands. Verband redender Aaidkuit und der Zentralverband der 2ngeftelhen der .Gag« sah ac.geschloffen find, dürfte mit einer baldigen Ausführung de» Bauvorhabens in größerem Umfange gerechnet werden können
" Eine totale Sonnenfinsternis werden totr am 29.Jun erleben. Zur genauen Beobachtung des Himmelsvorgangs Itnb von allen Ländern zahlreiche Eipedlnonen nach bem äußeren Vorbei Aortvegen» unterwegs weil von dort aus die Finsternis am besten beob- : htel werden kann Auch bie deutsche Wisten- fchatt bat eine Aeihe von Astronomen mit zahlreichen Meßinstrumenten nach Vorweaen <nt-
Io ri.'l wie nur irgend möglich ' liche» ur die Wissenschaft aus diesem Ereignis herauszufchlagen 3n Norwegen wird dir Son- nensinsternis in ihrer Totalität etwa dreiviertek Minuten zu fehen fein D»? Disienschaftler muffen allo alles daran fetzen um m dieser kurzen Zett so viel wie nut irgend möglich Berechnungen und Messungen vernehmen zu können. Bei uns in Deutschland wird die Sonne etwa bis zu 87 Prozent bebetfi fein, so bah etwa nur noch ein Achtel von ihr unbededt bleibt Dir werden also, wenn bas Wetter günstig »st auch noch recht viel von der Finsternis sehen müssen dafür aber, wenn wir 3nter- effe daran haben, schon früh aus den Febern kriechen, da die Finsternis 5.22 Uhr beginnt und um 6,20 Uhr wieder beendet ist
" Der Glelbetaverein veranstaltete gestern auf der Burg Gleiberg cm Sommersest. das trotz ber zweifelhaften Witterung außer- ordentlich gut besucht war Der Burghof war mit Fahnen. Wimpeln und Tannengrün festlich geschmüikt. Aach einer Begrüstung durch Fabrikant Fr eh, Gießen. gelangte ein kleines Festspiel .Die vier Jahreszeiten" unter Leitung unseres Heimatdichters Heh zur Ausführung: die hierbei bargebetenen Volkstänze waren von Fri.
A u m p l e r einstudieri und fanden ebenso wie die Aufführung selbst allgemeinen Beifall.
Ferner wurden eine Deklamation und ein
. Zwiegespräch zwilchen Stadt und Land" lehr beifällig aufqenonrmen. Allerliebst waren auch
die von Georg Heh. Leihgestern, ein- ftubierten Bauerntänze von vier Bindern unter Verwendung alter Volksltebmelodien. Viel Heiterkeit löste ber Ballonaufstiey aus 3n einer weiteren Ansprache des Fabrikanten Frey. Gießen, wies dieser auf die Aufgaben unb Ziele des GleibergvereinS hin, und betonte tns- befonbere, bah eS Hauptaufgabe des Vereins fei. Heimatlinn in weiten Äreifen zu wecken unb auf die Schönheiten ber engeren Heimat hinzuweifen. Ein grober Teil der übrigen Darbietungen war der Jugend gewidmet, die sich beim Kafjxde- Heater, Wurftfchnappen und BretzelVerteilung köstlich amüsierte Erwachsenen war auf)erbem auch durch Prei-fchiehen und Ballwerfen Abwechslung geboten. Die Tanzlustigen kamen im Freien und m Saal hinreichend auf ihre Kosten. Bei emlrctenber Dunkelheit wurde em Feuerwerk abgebrannt und die Burg bengalisch beleuchtet. waS auch von Giesten auS gut sichtbar war
•• Die Fünfziger deS Jahrgänge» 1 8 7 7 samt ihren Familienangehörigen waren am Samstagabend zu einer zwanglosen Abendgesellschaft auf ber Karlsruhe zufammengekvm- men. ES galt, auch Frauen und Kinder im Hinblick auf daS bevorstehende Sommersest miteinander befanntAumad)en. Die Veranstaltung nahm bei sehr groner Beteiligung einen zu f rieben- stellenden Verlauf. — Wie auS dem Anzeigen- teil hervvrgeht. findet die Monatsveriammlung am 25. Juni im Hotel Köhler statt, allo nicht auf ber Bergschenke.
•• Auftrieb auf dem Frankfurter Cchlachivi eh markt : 291 Ochsen, 80 Bullen, 663 Kühe, 321 Färsen, 555 Kälber, 90 Schafe und 5100 Schweine.
Oberhessen.
Landkreis Wiefien.
ck. Heuchelheim. 19. 3uni. 3n der WasserleitungSsrage kommt man hier nicht so recht vorwärts. Aachdem man einen Bohrversuch in ber Aähe der früheren Schlagmühle auf ber „Bleiche , bei dem man nach wochenlanger, mühevoller Aroeit in etwa 30 Meter Tiefe immer noch nicht die gewünschte Menge Wasser fand, wieder eingestellt hat.
scheint man letzt ba» Provcem aobere .2 en zu wollen. Man bat ,etzt ant Helfe etne» Dun- schelrurengängers ;m Heuchelhe imer Wald nach Quellen ge'-t: und angeblich auch deren UDt: gefunden. Bvhrvertuche werden das Bor- Handente:n genügenden Walsers erst noch bestätigen müssen. Die Quellen liege« I» hoch daß bet natürlichem Zulauf em genügend hoher Drud vorhanden wäre. — D e Gemeinde hat das Anwesen des Herrn W. Schmidt .Arn Kreuz" für bte Summe von 5500 MI. fäuf- l i ch erworben. Durch diesen Erwerb ist nun der ganze Kvmple, der m Vollsmund die -Jufel" he.hr. in ben Besitz der Lernetnde ge- 'omm en. Geplant wird, diele Ulen Häuf er ab» zureißen und auf bem Gelände ein neues Hat> haus zu erbauen
Areie Artcdderg
Friedberg 19. 3uni Der Gast - Witte-Verein der Wetterau -ant bem Sitz in Friedberg, erhebt in einer Entschließung öffentlich Protest gegen bte Einführung einer städtischen Biersteuer ES sei ungerecht und unsozial, ausschließlich das Getränk der größeren Vvlksgemetnschaft mit einer Steuer zu belasten
4 Bad-Aauheim 18. 3uni. Die Beratung de» Haushaltsvoranschlags der Stadt für 192 7 stand in den letzten Amtstagen deS Bürgermeisters Dr Kayser fchon zweimal aus ber Tagesordnung der Stadtoer- ordnetenversammluna. 3n der ersten Sitzung führte die Aussprache zu den gestellten Abände- rungSantrögen zu heftiger- per'önlichen Aus- einandertehungen zwischen der Uinfen unb ber Mitte die zur Folge hatten baß der größte Teil der Stadtverordneten ben Sitzung»!aal verließ und die Versammlung befchlußunfabig wurde 3n der AbschiedStetzung de» Bürgermeister» Di. Kayser fand gegen seinen Willen, wie wir seinerzeit berichteten, ein Vertagungsantrag die Mehrheit. Sv blieb es geftern der ersten geschäftlichen Stadtverordnetenfitzung, die ber neue Bürgermeister Dr 2 h 1 leitete, vorbehalten, ben Voranschlag zu verabschieden. Er lag im Druck vor unb wurde mit einigen Abänderungen in dieser Form nach längerer Beratung mit großer Mehrheit angenommen. Die Aussprache befaßte sich weniger mit den Einzelposten ber Ausgabenseite. als mit ber Gestaltung ber Einnahmen. Die verschiedensten Steueranträge, die zumeist eine Senkung ber Steuersätze im Auge hatten, lagen vor unb wurden von ben Antragstellern eingehend begründet Drei verschiedene .Stcuersenkun^Santräge" allein wollten eine Herabsetzung de» im Voranschlag vorgesehenen Sa?..» der (1.50 Mk. auf je 1 Mk. staatliches Gewerbesteuersoll j Gewerbesteuer vom Ertrag. Angenommen wurde ber Beschluß be» Finanzausschusses. bte Gewerbesteuer vom Ertrag von 1L0 Mk. auf 1.35 Mk. herabzufetzen. Bet ber Orunbfteuer fah ber Voranschlag einen Ausschlag von 15 Pf . uf 100 Ml. deS G'bäude- tirui.btrrrtc» und 30 Pf. auf 100 Mk. de» unbebauten Grundbesitzes vor Annahme fanden aber bie Anträge die die vorjährigen Sätze beibehalten wissen wollten, b. h. 12 P s bzw. 2 4 P f. Dagegen würbe ein Antrag, bte Sondersteuer vom bebauten ^Grundbesitz von 38.6 auf 37,6 Prozent herabzusetzen, abgelebt. während die Erhebung einer Bier- ft euer in Höhe von 7 Prozent beschlossen wurde. Für bie genehmigten verschiedenen Steuerermäßigungen mußte durch entsprechende Streichungen ‘Ärdung geschaffen werden Eine längere AnSfprache entspann sich in diesem Zusammenhang über einen von einem Abgeordneten ber Linken gestellten Antraa, die für Errichtung eine» Gesallenen-Shrenmals angelegten 5000 Mk zunächst zu streichen. Der Antrag sand mit großer Mehrheit Ablehnung. Der Etat schließt ab in ber Betriebsrechnung in Einnahmen und Ausgaben mit 1 455 400 Mk. (im Vorjahre 1 257 500 Mk -. in ber Ber - mögen-rechnung mit 138 000 Mk. (im Vorjahre 723 050 Mk.> An Einnahmen sind u. a vorgesehen Anteil an her Beichsetnkom- men- unb Körperschafts steuer 129 719 Mk. Anteil cm der Umsatzsteuer 35 281 Mk, Gemeindesteuern: Filialfteuer 1500 Mk. Grunberwerbs- fteuer 18000 Mk. Hundesteuer 5000 Mk, Vergnügungssteuer 15000 Mk, Biersteuer 15 000 Mark. Gemeinde umlagen: HauSsteuer von 0,12 auf 100 Mk. Gebäudewert und 0.24 auf 100 Mk. unbebauten Grundbesihwert zusammen 85 000 Mk, Gewerbesteuer vom Anlage- unb Betrieb-kapital bei einem Ausschlag von 0.70 auf 100 Mk
Steuertap«al ammer y? (XX) Jh"! ^ewerkch» heuet vom Ertrag bei einem Aus schlag von 1 35 Mk au' je I Mk. staatlicher Gewerbestru« deich 67 500 Mk. Sonber steuer vom bebauten rmchtigstrt Ausgabeposten < mb folgende alIgrncnw Verwaltung 200 000 Mk Polizei ,tu<chuß an bte Hauvtstaaislasfe für 26 Stellen» 31 200 Mk. Wähl'ahrtsp'lege 137 XC Mk Volksschule 48 100 Mk i?b<rrealschule 67 TM Mk P.ranten- dau» 45 000 Mk 3u<chuß allgemeine Fwecte deS Bades 10000 Mk Sir aber 50 000 Mk. Straßenbeleuchtung 31OOC M'. Strabenretni- 4tmg 66 003 Mk Irbet leeabtet Umg Löhne f
175000 Mk ^ueTWdxrc'en KOO Mk Für ir-rberung be» Kleinwohnungsbaues nb städtischerterts 136000 M« ■.•-rwkbe» zu welch r Summe noch der staatliche Ante.l mit annähernd 181 CiX) Mk btn^utoeimrr soll. SNe Voranschläge der städtische» Betriebe 'chließen tpw folgt ab Gaswerk 365CW Mk. in Einnahmen und Ausgaben.Elektrizitätswerk 406 003 Mk in 3<r.nahmen unb Ausgaben Wasserwerk 137 000 Mk nt G,n.
ahme, und Ausgaben. ÄranJenbau» 107 XO Mart in Einnahmen unb Ausgaben^ 3n der Einleitung zum V7»ran'a^ag west Bürgermeister Dr. Kayser auf b-.e besonderen kommunalen Aufgaben hin. bte bie Stadt im 3meresfe beä staatlichen Bades zu lösen hol. Der Wegfad der "VberbeTkUngeftrue: H30 XX) Mk > unb ber bedeutend« ?.üdgan^ anderer Gemeindesteuern Getränte unb Vergnügen» Haden einen bedeutenden Ernnahmeaussall gebracht, für den Ersatz in euer Beteiligung an bet staatlichen Äurtare -llertvenigstens die Zulassung einer st 5. blich e n Ä u r t a f e an gestrebt worden fei Gs leiht dann weiter . Vielleicht tragen die iahten de» Voranschlags zur jxi»labmra bei. daß die finaniteilvn Kräfte der Stadt Baid-Aaubeim mit Einschluß der Steuern bie das Bad kraft v^rtenc» zahlt, nicht aus reichen, die ihr als Badestadt obliegenden .lemein blichen Pflichten zu erfüllen unb zugleich den Kleinwohnungsbau 'v zu fördern, daß dem Bad tn< Fremdenzumner . rhalten Nethen. Dir erheben fernen Xechts- n'pruch und wünschen keinen Vorzug vor aiw
<A'rm Gemeinden aber wir stellen fest, daß manche uns aufgeMpungnu* Uni afsung auch dem Bade eine* -tage» fühlbar «•,rben muß. Möge endlich btt Erkenntnis zum Durchbruch erlangen, daß man nicht dem Bad alliährtich ixt Mittel entziehen bart, die es notwendig hätte, um gemeinsam mit der S: d'. bte natur* gegebenen großen Aufgaben zu löten T
Pb Butzbach 18. 3u i. De gestrig» Stadtverordnetenver'ammlung nehmigte bie Einführung rner Bier st euer in Höhe von 7 v. H. dee> HerstellerprrtfeS und -<n Crlab einer Ortef.iBunj o erüber. bie am '‘Jud» deS Reichsbanners Schwarz« Kvl-Gvld. cuf dem Schrenzenberg ein Denkmal m Gefüllt rtneS Sie nlodeU mit Säule unb Flamme«* iteden. das mit den Beliess von Ebert, Erz» > erg e r, A a t h t n a u und Weidtg vertehen werden soll, zu errichten, entspann sich ein» längere Debatte Da» Gcfuch wurde gegen 'leben Stimmen genehmigt Der Bür'.,erm«nster Idirn n<b. daß ber Plan der Errichtung eines Hallenschwimmbades vorerst ber hohen Kosten ttK'th'n 4uni^acftd(t 7
Heute nachmittag fanden Holzfäller im Tlteber- tovifelet Wald, etwa 50 Meter von der Butz- biicher Stadtt» in von etwa 18 wahren erhängt vor.
Die Ermittelungen ergaben daß eS f b um einen Lehrling namens Engel von Ivetzlar handeil. Warum der junge Mann llch das Leben genommen bat. formte noch nicht fest gestellt werden.
«rciS «ltzstld.
L Qber-Ohmen, 13 3tmi. 3n der Verwaltung deS hiesigen Ätedeselfchen Ae- v i e r s tritt demnächst eine Aenderunq ein. Ae- viersörster Ha nsult ist mit Wirkung vorn 1. 3uli nach Stockhausen bei Lauterbach versetzt, um das dortig» bedeutend umfangreichere Aevier zu verwalten. Förster Falk ist in gleicher Eigenschaft ebenfalls nach Stockhaufen versetzt Aus Ersparnisgründen K-* hiesige Aevier ist nicht sehr umfangreich fall in '.ukunst mir ein Förster hier stationiert und das Aevier ber Ae- vierverwaltung Engelrod unterffefll werden TKon lieht die beiden Forstleute ungern aus opferte Gemeinde scheiden, haben sie es doch verstandet^ sich Achtung und Beliebtheit bei allen Ortet-
Kinder als Helden
ES ist nicht ganz feiten in der Geschichte hotgeloinmcn, daß kleine Kinder durch ihreGei- ftrtgegentiHirt und ihren naiven Wagemut groszeS llnglitd verhinderteii Einige solche Fälle feien hier angeführt.
Der westiitdischc Zackertabiikant 3oleph Marlin bewohnte eine Billa in Kingston auf 3amaila. Tiefer stattete eines Nachts ein berüchtigter Einbrech.r einen Besuch ab. Schon batte er den Geldfchrank aufgeräumt und war mit feinem reichen Fange recht zufrieden, als fich auf einmal leite die Tür zu einem anftofamben dünmec aus- tat unb ein sünsjäbrtges Mädchen auf der Schn elle rfchien ES hatte munter in seinem Bettchen gelegen, al» ihm ein leichte» Geräusch im Neben- »immer auf fiel. Ohne JÖgern stand b<ii Heine Fing aus unb sah nach, was da geschah. Der unangenehm ilberraschte Bäubcr wollte auf die kleine losstürzen Diese ober trat in ihrem ^achtröckchen an einen Tisch mit seinen Porzellan- Iurtn. der neben der Tür stand, unt) tagte laut:
öenn Sie nicht auj der Stelle weggeben, ftofte ch den Tifch um! Der Verbrecher stand einen lugenbhd unschlüssig da. Daß sie ihre Drohuirg :uifubren würde. Iah er ihr an und daß das flirren der herab stürzenden Figürchen in der Stille ber Nacht bas ganze Haus aufgeldtrerft ■ Alte, konnte er sich auch sagen. Gr halte einen geladenen Aeiwlver bei sich, und es durchzudte bn: Schieß sie nieder' DaS aber widerstrebte 'hm. gerade weil sie Io mutig da stand Dieter Augenblick der Unenttchlotfenheit war fein verderben Der Haus hei r uxit noch auf und hatte m einem angrm.icnbm dimmet mit feinem Ber- wolfer gerechnet 3n bem großen Schweigen ringsum war bie Stimme feine» Kmbes vornehmlich an fein Ohr gedrungen. 3m achsten Augenblick war er mit feinem Angestellten hi dem dtmnier, von ivvher fte zu kommen schien, und wiederum einen Augenblick später war der Einbrecher überwältigt. SXi» Bericht sprach später ossentiich dem mutigen Kinde kint Anerkenn»iag aus.
Die viereinhalbzährige Tochter deS Kapitäns vom Amerikadämpfer .WikdganS' rettete nicht
nur ihr und ihrer Familie Leben, Hab und Gut, sondern die ganze Pemannunci und alle Passagiere ihres Schisse» dazu. Da» kam so. 5>ie ^Wildgans wurde aus ossener See von einem Blitzttrahl getroffen und angezündet. Eine ungeheure Panik ergriff die Ttf i'cnben Alle» stürzte an Deck, jeder wollte ber erste fein, um in eine» der AettungSbote zu gelangen. Alt» das kleine Töchterchen be» Kapitän» aus seiner Kajüte trat, sah eS sich einem drängenden, stoßenden heulenden Haufen, anscheiitend 3rrtinniger. gegenüber. Die Kleine war ganz gefaßt unb begriff nicht, warum die Menge fo außer sich war. Sie stellte sich ihr dreist entgegen und rief in beruhigendem Tone .Aber fo l.id doch ruhig! Papa ist ja schon gegangen und IMdrt da» Feuer f Da» Feuer löschen cm diese Möglichkeit batte noch niemand gedacht Alle hatten ohne weiteres daS Schiff auf gegeben und mir an ihre eigene Bettung gedacht Erst die Mahnung de» kleinen Kinde» brachte sie auf den Gedanken selbst föfchen zu helfen, eine Aufgabe, welcher ber Kapitän mit ber SchiffSlefatzimg allein nicht gewachten war. bie aber jetzt, ba bunbert willige Helfer fich ihnen zugefellten, wohl zu löschen war
Eine andere Rettungttat ging von einem vierjährigen Heinen Jungen auS Dieser, der Sohn eine» bretonischen doHklbatcn. hatte die üble Angewohnheit, bed Abend» nicht gern schlafen zu geben So trieb er such auch einet Abend» spät noch am MeereSufer umher Da bemerkt« er zwei ihm unbekannte Bkänner. die emsig an ber Van Mette be» großen Damme» Erde wegschautelten. Das siel ibm aus Gr rannte zu feiner Mutter und erzählte eS ihr. Diese fragte, ob denn der Schleusenwärter dabei gewesen ki DaS verneinte ber Knabe Ser Wächter habe aus ber Bank vor 'einen Häuschen gelegen und feil geschlafen Darauf weckte die <yrau ihren Mann. Sofort schlüpfte ber 3e(l- •oltMt in lerne Uniform unb stürzte an ben bedrohen Damm Der Mann kam gerade noch zurecht, um die Untat zu verhindern Bei feiner Annäherung sprangen bte Schurken davon Sie hatten in den Damm cm Loch gegraben, ba» groß genug war. um etn mächtige» Stück Dynamit aufnehmen zu fMnen, das Ite in bet Elle vor bem Weglauten hinetngepreßt hatten An
dem Dynamit war eine Zündfchnur befestigt. Hätte sich einer ber schlimmen Gesellen nachdem hinschleichen unb bte Schnur anzünben können, so wäre eine Geplosion erfolgt, bte ba» Walser in ungeheurem Strome auf bas ahnungslose Tal loSgelassen hätte. Aus Grund ber Beschreibung, bie der betäubte Wächter und der Heine Junge von den beiden Unholden gab. konnten diese zwei Tage daraus oerbattel werden.
K E K.
Eine afrikanischeElefaMenschule
Während man in 3ndien den Elefanten seit alten Feiten als Arbeitstier abgerichtet bat. war dieS bisher mit den afrikanischen Stefan Um nicht gelungen. Aun find aber zu Api im belgischen ^ongo sehr aussichtsreiche Versuche unternommen worden, den afrikanischen Elefanten zum Haustier zu machen, unb zwar geschieht dies m einer Eltfantenschul«. über bie der englische Kapitän Ealdwell. der eine ähnliche Anstalt in Uganda errichten will, in den .Times' eingehend berichtet. Die Schule besteht gegenwärtig aus zwei Europäern. 416 Jägern unb Mahauts ober Elesantensuhrern und 50 Elefanten Bon den Tieren wurden 'echs noch unterrichtet, 25 waren bereits ausgebildet, aber zu jung zur Arbeit, und 19 dienten bereits als Arbeitstiere. Di« Schul«, di« nahe am Fluß und einem schönen Badeplatz liegt, besteht bereits wenig <?r’nlflt. daß man ft« schli«ß«n wollt«. Hut durch das Elnge«is«n des Königs der Belgier wurde st« erhalten unb zeigt« Mer« Grgrbniss«. teilbem 1920 fieben inbifcde Mahauts als Lehrer angenommen wurden St« Verständigung zwifchen ben Belgiern und ben .Inbem war recht schwierig ober nachdem st« di« in Jndien üblichen Methoden der Zähmung und des Unterrichts angegeben hatten, konnten the» Stellen von Eingeborenen deS Azanbe-StammeS übernommen werden, di« stch zu btefeni Beruf als einer ehrenvollen . Männerorbelt' drängen. Di« Jagdsaifon b«ginnt im Januar und «nbet Infong Mai Di« Jäger folgen ben Spuren eines jungen Elefanten, töten etter vertreiben Ne Mutter und blühen dann das Jungtier an ben nächsten Baum. Ein zahmer Elefant wirb dann von dem Haupt- lager auigetoidt, das gefangen« Jungtier gewöhnt
stch an Ihn und wirb von Ihm Ins Lager gebracht, wo es io gebunden wird, daß «s stch nur wenig bewegen kann. Bei Snd« der Saison kehrt bie Jagdgesellschaft nach Api zurück, wobei immer an einen alten Stefanien ein ober zwei junge gebunden werden. Di« Erzichuna ber gefangenen Elefanten beginnt mit bem Tag«, an dem st« gefangen werden. Zunächst gewöhnt man bie Tiere an ben Menschen durch «in« Zeremonie, bie früh am Morgen unb bei Sonnenuntergang vor stch geht. Der junge Elefant wirb von einem halben Dutzend von Mahauts umgeben, von denen jeder einen Zweig In bet Hanb hüll Der Obermahaut stngt ein Sfteb, unb Die andern schlagen Vas Tier mit ben Zweigen, wobei sie im Ehor elnflimmcn. Das dauert so 10 Minuten, bann wirb der Elefant mtt Lederbisten, wi« Maniok and Ananas gefiltert. Während der sähmung Ift bas Tier noch gefesselt, wenn eS aber bann zugänglicher wted. krtrrtt man c». Der Mahaut besteigt eS unb füttert r<. Zwei vis drei Monate nach der Gefangenschaft haben die Stefanien gelernt, stch nl«ber»utegm der Unt. tr cht erfolgt durch einfaches Stoßen an die Beine, bis Vas Tier bi« Bebrütung des Befehls gelernt bat. Dann lernt ber Elefant in wenig en Tagen, den Hefter geduldig ,u tragen Das Au'- nehmen von Eegenständrn ml» bem Allste! wirb bem ungefügen Schuler durch einen reitenden Mahaut beigebracht. Damit das Tier dem Heiter gehorcht, wirb es zunächst mit einem alten Elefanten tutemmengebunbfn Dieser führt bi« Befehl« aus. bas |ung« Tier folgt geduldig und begreift allmählich felbfl ben Sinn bet Worte Dirter Unterridit bauert etwa 2 Wochen. Dann muß da« junge Tier allein marschieren, wobei bi« Bordet- fuße ^inächst noch zusammengebunben flnb. Xe schwereren Arbeiten werben den Schülern erti hei- g«braht. wenn st« kräftig genug stnd Durchschnittlich oex bringt ein Elefan: 10 Jahre In bei Schul«, bevor er als Lrhrttstier Verwendung slnbet X« Sterblichkeit ist 1«br gering. 3w ber Schule herrscht die mildeste Ttebanblung. Alemals Xrb ein Tier geschlagen, sondern bet einzige Anreiz besteht in bet Verabreichung von fftdrr- biflcn. Dihet stnb bie sungen Elefanten auch saß immer gutmütig unb leicht lenkbar.


