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Schotten.
9. Jan. Am Montag und Solrnser Hof die beiden igerungen des gtäf* ß statt. Am Montag wurde en Kreusteierl'Ng, Alten« dann Dr. Aaade die wahre SternbaulenS W 19 000 öe 30 8 Dillionen Kilometer enifpricht-SaeinWjahr (et gleichlommt, 'siafo daS ^00 Kilometer zuni-kegenr .epenen Sternhaufen 6 000 }nf es bei uni anlangl 3» ir Sietes Stern/Pstem Me T als in Europa noch A s' "mpnfA noch ein hvwn il-14» ,8 wrilmelito.«»«»’“ dm 8««Srt eiS e ergab M »« f1.,6" t,,.n Da er zweifellos tm
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hau. Tränkbach. Ziegenberg. Wetterauerberg. LtßewLldchcn des Försterbezirls Frer- en s een versteigect. Die Preis« Loren verhällnismähig niedrig. ES kamen im Durchschnitt d«r Raummeter Duchensche.t auf 11 biS 12 Mark. Knüppel auf 7 bis 8 Mark, Glorie auf 5 biS 6 Mark: Reiferknüppel auf 4 biß 5 Mark. Gestern wurde Hol- aus den Distrikten Lenzes- berg. Hirschrod, Hubberg des Försterbe-rrks Ruppertsburg versteigert. Dabei waren die Preise etwas höher, da viele Käufer aus der nördlichen We'terau crsch enen waren. Es kamen im Durchschnitt der Raummeter Buchenfcheit auf 12 LU 14 Mark. Knüppel auf 8 biß 9 Mark. Stöcke auf 5 LU 6 Mark, Zopfreifer auf 3 bis 4 Mark. Reisig aus ISO Mark. — Montag wurde hier vom „Rotenberg" auß ssüdlich der Stadt) wieder ein starker Zug Schneegünse beobachtet, der vom oberen Horlofftal auß in südlicher Richtung flog. Ruf einer Wiese diese- Tales sanden sich die deutlichen Spuren des Lagernß dieser Q5ögel (ausgefallene Federn usw ).
T Ober-Lais, 19. Ian. Der Krieger» verein halbe die Gemeinde am Sonntag zu einem Ünlerhallungßabend geladen, in dessen Mittelpunkl ein Vortrag des Lehrers Ströhinger über die Kümpfe bei Verdun und an der Somme im Jahre 1916 stand. An Hand zahlreicher Lichtbilder gab der Dortragend« ein außerordentlich anschauliches Bild der damaligen Ereignisse in diesen Drohkampsgebieten. Der Ort-geistliche. Pfarrer W et bner. gedachte nach dem Dortrag der Opfer des Welt» kriegeß und gab der Hoffnung Ausdruck, bah sich Mittel und Wege finden würden, den Krieg mit all seinen Schrecknissen endgültig auß der Well »u schaffen. Der Gesangverein ^Lieder- freund" und die Ortßkapelle bereicherten den Abend mit ihren cmSgezrichneken Darbietungen. Die Deranstaltung hat der Gemeinde gezeigt. wie wertvoll daß durch die Schule angeschaffte Spidiaßkop ist.
Kreis Alsscld.
«■er. Homberg a. d. Ohm, 19. Ian. Der hiesige Krtegerverein nahm am Samstag in der Stadthalle gelegentlich der Wintcrveran- staltung durch seinen Dorsihenden. Oberamtsrichter D u n d r u m . eine Ehrung langjähriger Mitglieder vor. ES erhielten Ehren- tafeln: für 50jährige Mitgliedschaft: Heinrich Rühl IV. und Heinrich Pfalzgraf: für 40jährige Mitglieds cho ft: Ee^rg Wilhelm II., Ludwig Kaus, Heinrich Seih II., Wilh. Pfalzgraf Ul., Ludw. Dr.i'kowski. Michael Geist und Apotheker öuf'ert: für 35jä hrige Mitgliedschaft: Dürgermeister Spamer, Ludw. Wilhelm, Karl Rühl fen., Gg Hch. Kuhl, Hch. Köhler V.. Dan. Köhler. Wilh. Fett 1.. Lehrer Hedi ich und Förster Wilh. Christ: für 30jäb- rige Mitgliedschaft: W. L. Schepp II., Wust. Rühl I.. Karl Hisserich II., Karl Deltmar, Karl Echepp. Will). Paul und Pfarrer Prae- lortuß: für 25jährige Mitgliedschaft: Ludw. Maar I, Dan. Mensdorf, Karl Christ, Hch. Paul Moritz Kohlhagen, Wilh. Rühl V., Karl Fleischhauer, Aug. Ginolf, Wilh. Fischer, Ludw. (Seibel 111, Iohß. Fuhr. Heinr. Langstrvff, Friedr. Fuhr, Konr. Krug und Heinrich Dromm. 3m Hamen der Geehrter? sprach PsarrerP r a e- t o r i u s herzliche Dankcsworte. Die Milgliederzahl deS Vereins hat sich im kehlen Jahre vermehrt. die Kriegervereinßsache ist hier und In der Almgegenb sest begründet.
Kreis Lauterbach.
Q Schlih, 19. Ian. Dorgestern abend fand hier ein Kirchenkonzert statt, veranstaltet von dem Hvrnquartett des PfarrerS Kalb- h e n n auß Grohen-Duferi bei Diesten und seinen Sühnen. Unsere Kirche toieß einen überraschend guten Desuch auf, ein Beweis dafür, dast der Ruf des bekannten Quartetts auch bis in die nordöstlichste Ecke Oberhessenß gedrungen ist. Mit großer Freude und Ergriffenheit lauschte die Gemeinde den wundervollen Klängen der meist alten Choräle und Motetten. Der Dortrag zeugte davon, dast haß Blasen neben groster Kunst auch Herzenssache sein kann und muß. Daß eß als solche geboten und von den Hörern empfunden wurde, brachten die kurzen Schlußworte des Oberpfarrerß Boeckner zum Ausdruck.
Q DernShausen, 19. Ian. Am Sonntag verstarb dahier einer unserer ältesten Mitbürger. Herr Konrad M a-r x. Er war Mitkämpfer des Kriegeß 1870,71 und hatte lange
Jahre an einer im Feldzug sich zugezogenen Krankheit zu leiden.
Starkenburg.
• Darmstadt. 18. Ian. Die Technische Hochschule veranstaltete heute vormittag eine Reichsgründungsfeier in der Dito» Berndt, Halle. Der Rektor der Hochschule, Prof. Knipping, betonte in einer Ansprache die Rotwendigkeit, "baß sich die Anhänger der alten und der neuen Staatsform in Duldsamkeit einigen. damit sei d.c Grundbedingung für die Auferstehung und die Freiheit des deutschen Dolles erfüllt Die Festrede hielt Prof. Dr. P. Luchtenberg über das Thema .Dom Schöpfertum der Gegenwart". Der Redner fetzte sich nament- lich mit SpenglerS »Untergang des Abendlandes" auseinander und enttoideltc eine Reihe von Gedanken. die wieder an die Philosophie Hegels an» lnüpften Der Feier wohnten außer den Kreisen der Hochschule auch zahlreich: Ehrengäste bei.
WSR. Groß-Gerau, 19. 3an. Die Ober- postdirellion Darmstadt hat dem Antrag der Bürgermeisterei auf Einrichtung des ununterbrochenen Fernsprechdiensteß ab 1. Februar 1927 zugestimmt.
Rheinhessen.
WSN. Worms, 19. Jan. In einen Wasch- kübel mit kochendem Wasser ist am Sonntagabend hier ein fünfjährige r Junae gefallen. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er kurz darauf verstarb.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
—Dutenhofen, 19. Ian. Sein Goldenes Jubiläum, verbunden mit einem G e - fangsmettftrelt, begeht am 11., 12. und 13.Juni der hiesige Gesangverein .Lieder- k ra n z". Der Sclegiertentag ist auf den 6. Februar festgelegt
~ Dorlar, 19. Ian. Wohl kaum in einem Jahr zuvor war die Holzfällung so schnell erledigt. als diesmal. Tagtäglich zogen 37 Arbeiter, meist Arbeitslose, in den Wald, und so konnte bei der günstigen Witterung im Zeitraum von 20 Tagen sämtliches Holz geschlagen werden.
~ Ah buch. 19. Jan. Gegenwärtig läßt die Bahnverwaltung sämtliche Schuhhecten anden Böschungen der Strecke W e h l a r—L o I ( a r von Garbenheim ab bis zur Lahnbrücke bei Lollar biß auf 30 Zentimeter Höhe zurückschneiden. Man sucht auf diese Weise diese Weistdornhecken von Grund aus dichter zu machen, damit sie für die Folge allen freibrütenden Vögeln als Unterschlupf und Brutstätten dienen können.
T Lützellinden. 19. Jan. Die Arbeiten an dem elektrischen Ortsnetz der hiesigen Gemeinde, bei denen ein Teil des früher in Eisen erbauten Rehes in Kupfer umgewandelt wurde, sind nunmehr beendet. Es wurden insgesamt rund 8000MeterSlsenleitungen durch solche von Kupfer ersetzt Die Arbeiten wurden durch den Ingenieur Fritz Groh von Leun ausgeführt. Die Bauleitung lag in Händen der Ueberlandzentrale der 2u- derusschen Eisenwerke in Wetzlar.
<> Dornholzhausen. 19. Jan. 3m Gegensatz zu früheren Jahren haben die Holzfällungen im hiesigen Gemeindewald In diesem Jahre schon jetzt ihr Ende erreicht, waß darauf zurürizuführen ist. daß Infolge der allgemeinen Erwerbslosigkeit mit den Arbeiten früher begonnen wurde und auch die Zahl der Holzhauer diesmal eine wesentlich größere war. als in früheren Jahren. Der Einschlag beträgt etwa 60 Festmeler Ruhholz. 120 Rm. Brennholz unb über 1000 Rm. Reiser. Der Derkaus soll durch zwei Qkrftdgcrungen erfolgen. Während der heimische Bedarf an Brennholz durch die Fällungen nicht gedeckt ist. besteht am Reisern Ueberschuß, so daß solche von auswärtigen Käufern hier erstanden werden. Die bei den Holz- sällungen beschäftigten Erwerbslosen fallen jetzt wieder der allgemeinen Erwerbslosenfürsorge zur Last. Die Zahl der Erwerbslosen ist in der Gemeinde auf über 20 gestiegen. Die Erwerbslosen werden von der Gemeinde an zwei Tagen in der Woche mit Pflichtarbeilen beschäftigt.
O Aus dem Kleebachtal. 19. 3an. Allgemein hört man hier Klagen über das zahl
reiche Auftreten von Rattern Eß handelt fich um die Wanderratte (Mus decumanus). die sich besondrrß in Dieh- und Schweineställen einnistet und hort in Futterkrippen. Schweine- trögen u. dgl. die Ucbcrtcfte an Diehfutter verzehrt. Da die Ratte bekanntlich nicht nur ein gefährlicher Rager, sondern auch ein Derbreiter von ansteckenden Krankheiten sowohl unter den Menschen, alß auch dem Vieh ist. lassen sich die Landwirte die Vertilgung mit allen zu Gebote stehenden Mitteln angelegen fein.
TittkreiS.
,5 Herborn. 19. Ian. Der 36. Deutsche Wandertag, d. h. die diesjährige Hauptversammlung des Verbandes Deutscher Ge- birgs - und Wandervereine, findet hier statt. Die Tagung, die TDanöcrfreunbc auß allen Teilen des Reiches zu uns führen wird, wurde auf den 1. biß 5. September fcflgelegt. Was der Tagung einen besonderen Reiz und eine besondere Bedeutung geben wird, ist die Tatsache, daß am 4. September, einem Sonntag, ein D e u t- scher Trachtentag im Rahmen der vielseitigen Deranstaltungen vorgesehcm ist.
bl. Herborn, 19. Ian. Don Oberndorf nach SlnShausen, quer durch den Scheider Wald, wird eine neue Landstraße erbaut. Mil den Derrnessungsarbellen hat man jetzt begonnen.
Kreier <R3cftctbnrq.
00 Rennerod, 19. Jan. Unsere Gemeinde hat erreicht, daß ab 1. Januar allmonatlich wieder Markt abgehalten wird. Damit ist einem dringenden Bedürfnis und lange gehegtem Wunsche Rechnung getragen. Die Märkte von Rennerod waren schon immer gut besucht. Deshalb ist Au erwarten, daß der Austrieb noch stärker wirb als seither.
Kreis Ltmbnrg.
WSR. Limburg, 19. Jan. In dem benachbarten Orte Frickhofen fiel in einem unbewachten Augenblick das zweijährige Kind eines Arbeiters in ein Gefäß mit kochendem Wasser und rourtic so stark verbrüht, daß es in der darauffolgenden Rocht 0 e r st a r b.
))!aingau.
WSR. Frankfurt a. M.. 19. Ian. Auf der Zeil wurde gestern nachmittag 5 Uhr einer Frau von einem unbekannten Mann die Geldbörse aus der Handtasche gewaltsam entrissen. in der sich 140 Mk. besanden. Der Täter entkam unerkannt in der Menge. — 3n einer Wirtschaft in der Weißadlerstraße entstand gestern nachmittag eine schwere Schlägerei. Der hinzulommende Polizei beamte wurde von den Rausenden zu Boden geschlagen und m 11 dem Messer bedroht. Durch Derstärkung der Polizei konnten die Täter sestgenom- m en werden: zwei davon wurden inß Polizei- gefängniß, einer in die Heilanstalt eingeliefert. Das Publikum leistete den Beamten Hilfe. — Der 15jährige Lehrling Karl Kämpfer auß Ried wird feit zwei Tagen vermißt. Er verließ morgens 7 Uhr die elterliche Wohnung, um die Berufsschule zu besuchen. Dort ist er aber nicht eingetroffen und ist seitdem spurloß verschwunden.
Wirtschaft.
Die Deutsche Bank zur Börsen- und Geldmarktlage.
Im Januarheft ihrer Wirtschasllichen Mitteilungen gibt die Deutsche Bank ein Bild von der Entwicklung des Berliner Börsengeschäfts in den ersten Januar-Wochen 1927. Wir entnehmen diesem Artikel folgende Ausführungen:
Im neuen Jahre hat die Aufwärts- betoegung der Kurse nach dem leichten Rückgang in der ersten Dezemberhälfte wieder sehr erhebliche Fortschritte gemacht. Der Durch- schnittskurs aller an der Berliner Börse gehandelten Aktien war am 10. Januar um 15 Punkte höher als am entsprechenden Dezembertermin, und übertrifft den von uns errechneten Höchstkurs im Jahre 1926 um 7 Punkte. Besonders kräftig war in der abgelaufenen Berichtszeil die Steigerung der melften Bankaktien, und ebenso waren die Kurserhohungen auf dem Kassa- markt außerordentlich. Für den Verlauf der Börsen ist In erster Linie die überaus leichte
Destaltuna des Geldmarktes ausschlaggebend gewesen und weniger Momente, von denen sonst errübrungßgemäß starke psychologische Wirkungen außgehen timnen. Die Regierungskrise hat nickt hemmend auf die Haussebewegung cingctoirft Ebenlo hat die rapide Zunahme der Erwerbslosigkeit Im Monat Dezember nicht weiter beunruhigend auf die Börse eingewirkt. In einem offiziellen Kommentar ist darauf hingewle'en worden, daß e-5 sich um eine faifonmäßige Verschlechterung des Arbeitsmarktes handle, und die Statistik der Freien Gewerkschas.en zeigt eben** falls, daß die starke Zunahme der Erwerbslosigkeit noch keinen entsprechenden Schluß aus den Konjunkturverlaus zuläßt. Allerdings fußten andere Konjunkturmerkmaie zum Schluß, daß ein Aufschwung der Wirtlchasl noch nick' aus der ganzen Lime eingesetzt hat. So weist die Umsatz- steuer (die allerdings das eigentliche Weihnachtsgeschäft noch nicht einschließls für Dezember einen leichten Rückgang auf. ebenso die Wagenge st e l l u n g der Reichsbahn, währcnd die Einkommensteuer auß Lohnabzügen erheblich gestiegen ist. Der um 5.5 Punkte gestiegene GtoßhandelSinder ist diesmal alß Konjunklurzeichen nicht zu verwerten, weil er auf neuer Grundlage festgostellt ist. Daß reckt gute WeihnacktSgefchäfl. noch mehr vielleicht die rege Kauflust im Zeichen der Inventurausverkäufe haben aber bock r?cht deutlich die aufsteigenbe Linie als Grundtendenz deS eigentlichen Wirtschaftßverlaufß gezeigt. Anß diesem WeihnachtSgeschäst und den Ausverkäufen mögen recht bedeut?nde Summen dem Geldmarkt zugeflvssen fein, abgesehen davon, daß derzeit die össenllichen Kassen durch Steuer* fällig!eiten kräftig gespeist werden. Diese Flüssigkeit deß G?ldmark!eS für kurzfristige Anlagen hält nun die Wechsel von der Reichsbank fern und gibt ihr daher Veranlassung, durch Herabsetzung deS Diskontsatzes zu v-rluchen, größere Beträge In ibr Portefeuille zu leiten. Obwohl diese Maßnahme nicht unerwartet kam. hat sie doch anregend gewirkt, nammtlich auf dem Markte der festverzinslichen Werte, wo in Pfandbriefen und Anleihen außge- svrochene Materialknapphell herrscht. Daß der Lombardsah der Reichsbank nickt gleichzeitig herabgesetzt wurde, hat seinen Grund in dem Bestreben, der Effektenspekulation keine Unterstützung zuteil werden zu lasten. Weder der moralische Eindruck einer durch eine srlcke negative Maßnahme bekräftigten Ansicht, noch die tatsächlich teuren Bedingungen, die der Spekulation bet Prolongationen von Engagemen'ß auferlegt werden, haben jedoch ihr Ausmaß reduzieren können. Es zeigt sich allo, daß die Meinung von einer entscheidend gebesserten Wirtschaftslage sehr verbreitet und gefestigt ist
Die Kohlenproduklion in Hessen.
Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Dolksstaates Hessen weist für den Monat Dezember 1926 folgende Zahlen nach: An Roh- br aunkohlen wurden gefördert im Dezember 1926: 39 439 To., im Jahr 1926: 423 538 To., verkauft wurden davon im Dezember 1926: 13 043 To. unb im Jahr 1926: 121 330 To. Der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet.
Auß den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: im Dezember 715 To. Braunkohlenbriketts. Im Jahre 1926: 7134 To., tm Dezember — To. Raßpreß- steine, im Jahr 1926: 5836 To. Unter Berücksichtigung der auß Vormonaten übernommenen De- stände sowie beß Absatzes und Selbstverbrauchß verblieben am Monatsschluß absatzfähig:
11 856 To. Rohkohlen, 695 To. CB; iic U. 1826 Tonnen Raßpreßsteine. zusammen 14 377 To. Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwert von 101 937 Reichsmark.
• Zinsermäßigung der Deutschen Rentenbank und-der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt. Die Deut che Rentenbank und die Deutsch; Rentenbank-Kreditanstalt lLandwirtschastliche Zentralbank) haben im Anschluß an die Herabsetzung des Reichßbank- sahes beschlossen, die Zinsen für die von ihr aus- gegebenen Personalkredite gleichfalls auf 5 Proz., für diejenigen Institute, die mehrere Zwischen- slellen haben, auf 4l/t bzw. 4 Proz. herabzusehen. Die Zinsermäßigung tritt gegenüber den Kreditinstituten mit Wirkung vom 11. Januar
OepFrosch mit derMaske
Roman von Edgar Wallace.
45. Fortsetzung. Nachdruck verboten
„Und wagen Sie wirklich zu hofsen, daß Sie den Froich fangen werden, Hauptmann (Borbon?"
Dick Gordon verbeugte sich und lächelte.
Ueber den Mord an Maitland und seiner Schwester liefen keine neuen Nachrichten ein, und Dick benützte die kurze Ruhepause mit Enthusiasmus.
Ella Bennett war gerade im Gemüsegarten mit der prosaischen Aufgabe des Kartoffelausgrabens beschäftigt, als Dicks Rolls vor dem Gartentor hielt. Ella streifte ihre ledernen Handschuhe ab, während sie ihm entgegenlief.
„Das ist \a eine herrliche Ueberraschung!" faate sie und wurde rot, als ihr ihre eigene Freude bewußt ward „Es muß jetzt eine schreckliche Zeit für Sie sein. Ich habe heute morgen die Zeitungen gelesen. Ist cs nicht entsetzlich? Der arme Herr Mail- lind! Er ist zweimal hier gewesen und war jebesmal völlig verzweifelt."
„Wissen Sie, baß er Herrn Johnson fein ganzes Vermögen vermacht hat?"
„Aber das ist doch herrlich!" jubelte Ella.
„Mögen Sie Herrn Johnson so gut leiden?" fragte er.
„Ja, er ist ein netter Mensch." nickte sie. „Ich l;nne ihn ja nicht allzu gut, aber er war immer sehr leb zu Ray unb hat ihm viel Unannehmlichkeiten erspart. Ob er wohl jetzt, da ihm das Bankhaus gehört, Ray bewegen wird, zu den Bereinigten Maitlands zurückzugchon?"
,Tich möchte mißen, ob er et e dazu bewegen wird---" Er stockte.
„Wozu?" fragte sie erstaunt.
.Hohnson hat Sic sehr gerne. Er hat diese lat- fache nie verheimlicht. Und jetzt ist er ein sehr reidjer Mann. Richt, daß ich glaubte, daß es für Sie einen Unterschied ausmachen würde!" jügle er hastig hinzu. Unb bann sagte er leise: ,Lch bin nicht sehr reich, aber---"
Die zarten Finger, die er mit seiner yand umschloß. preßten die seinen in kurzem Druck, bann aber ließen sie plötzlich los.
„Ich weiß nicht,---" sagte sie und wendete
sich ab. „Vater hat gesagt---" Sie zögerte.
„Ich weiß nicht, ob Vater damit einverstanden wäre. Er glaubt, daß in unserer gesellschaftlichen Stellung ein so riesiger Unterschied liegt"
„Unsinn!" sagte Dick ungezogen.
„Unb dann ist da noch etwas —" es kostete sie Anstrengung zu sagen, was es wäre. „Ich weiß nicht, was Vater für einen Beruf hat, aber es muß eine Arbeit (ein, über die er nie sprechen will. Etwas, das er selbst als entehrend ansieht."
Die letzten Worte sprach sie so leise, baß er sie kaum zu vernehmen vermochte.
„Run, unb oorausaefeßt, daß ich das Schlimmste über Ihren Vater wissen würde?"
Sie trat zurück und sah chn mit gerunzelten Brauen an.
„Oh Gott, was ist es, Dick?
Er schüttelte den Kops. „Vielleicht weiß ich gar nichts, cs ist nur eine wilde Vermutung. Aber Sie dürfen nichts darüber lagen, daß ich etwas weiß ober in irgendeiner Weife Verdacht geschöpft hätte. Dollen Sie mir, bitte, diesen Gefallen tun?"
„Und wenn Sie alles wüßten, würde sich dann irgendetwas verändern?" fragte ihre kleine stimme.
..Nicht das geringste."
Sie hatte eine Blume gepflückt unb zerrupfte sie nun abwesend Blatt für Blatt. ,Lst es--— Hot
er---nein, nein, sagen Sie mir lieber nichts!
Er schlang seinen Arm um ihre schauernden Schultern unb legte seine Hand unter ihr Sinn.
„Mein Liebling", murmelte er, und der jugendliche Staatsanwal: vergaß, daß es den Mord auf der Wett gab.
John Bennett freute sich. Dick zu sehen, weil er ihm gerne eine große Neuigkeit mitteilen wollte, die für ihn einen Triumph bedeutete. Er zeigte Dick Zeitungsausschnitte, die den Titel „Wundervolle Na- turftubien*. — ..Bemerkenswerte Filmaufnahmen eines Amateurs!" trugen. Auch hatte er einen Scheck erhalten, besten Höhe ihm den Atem verschlug.
„Sie wissen gar nicht, was das für mich bedeutet, Gordon," jagte er. „Pardon, Hauptmann Gordon. Ich vergesse immer, baß Sie einen militärischen Titel haben. Wenn mein JunZe nur seine Besinnung erlangt und nach Hause zuruckkehrt, so soll «e ihm ganz )o gut gehen, wie er es sich immer gewünscht hat. Er ist in einem Atter, in dem die meisten
Jungen Narren sind. Manchmal läuft es auf Pickel unb Jnsichgekehrtsein hinaus, aber manchmal wird daraus ein Leben, auf das man nicht gerne zurück- sieht. Ray hat sicherlich den weniger schlimmen Kurs ‘genommen."
Es erleichterte Dick, den alten Mann so sprechen zu hören, denn er hatte immer an Ran Bennett als an einen gedacht, der die unverzeihliche Sunde begangen habe.
„Wenn es so fortgeht, roerbe. ich von heute in einem Jahr ein Künstler fein, der nur dem eigenen Vergnügen lebt", sagte John Bennett, der von der Freude um zehn Jahre verjüngt worden war.
Er hatte einen Besuch in Dorking zu machen. Anscheinend wurden die Briese, die sich auf seine mysteriösen Ausflüge bezogen, für ihn nach jener Stabt adressiert. Dick bot ihm an, ihn im Auto hinzufahren, aocr Bennett wollte davon nichts wissen.
Dick verließ Horsham mit viel leichterem Herzen, als er in die kleine Stadt gekommen war und beinahe war er in der Laune, Inspektor Elk der tiefen Derdüsteruny wegen zu verspotten, die sich feiner bemächtigt hatte, weil er Balder nicht den Prozeß machen konnte.
XXX.
Die Landstreicher.
Lew Brady saß trostlos in Lolas Salon und es war unmöglich, sich eine unpassendere Figur in jenen zarten Rahmen zu denken. Achttägiger Bart- wuchs hatte ihn in einen unappetitlich aussehenden Raufbold verwandelt und die beschmutzten alten Kleider, die er trug, die zerrissenen Stiefel, die ihre Farbe verloren hatten, das schmierige Hemd, machten ihn tm Verein mit seinem unreinlichen Aeußern zu einer abstoßenden Figur.
Das dachte auch Lola, die ihn mit böser Ahnung im Herzen anfah.
„Ich mache Schluß mit den Fröschen!" brummte Lew, „er zahlt — ja natürlich zahlt er, aber wie- lange wird das noch so weitergeben, Cola? Du bist es, die mich in ole Patsche gekracht hat!" Er blickte sie finster an.
.Ich habe dich in die Patsche gebracht, als du hineinaebracht xu werden wünschtest", sagte fi« ruhig. „Du kannst nicht dein ganzes Leben lang von meinen Ersparnissen zehren unb es war höchste Zeit, daß du auch etwas auf die Seite zu legen anfingst."
Er spielte mit einem silbernen Petschaft, bas er zwischen den Fingern hin- unb herrollte unb hielt die Augen düster gesenkt.
„Balder ist eingesteckt und der Akte tot", sagte er. „Unb bas waren die Großen. Was für Chancen bleiben mir?"
„Wie lauten deine Instruktionen?" fragte sie zum zwanzigsten Male an jenem läge. Er schüttelte Den Kops.
Ich setze mich keiner Gefahr aus, Lola. Ich oer- traue keinem, nicht einmal dir." Er nah» ein Fläschchen aus seiner Tasche und hielt cs prüfend ans Licht.
„Was ist das?" fragte sie neugierig.
.Irgendeine Art von Schlafmittel.
„Gehört das auch zu deinen Instruktionen?" Er nickte. „Wirst du deinen eigenen Namen tragen?"
„Nein, bas nicht," sagte er kurz. „Frag mich nicht mehr. Du siebst, baß ich dir nichts verraten will. Der Ausflug soll vierzehn Tage dauern, aber wenn er vorbei ist, dann ist es auch vorbei mit den Fröschen."
„Unb der Junge? Geht der mit dir?"
„Wie soll ich bas wissen? Ich soll irgendwen irgendwo treffen, bas ist das Ganze."
Er sah auf die Uhr und erhob sich mit einem Grunzen.
„Das letzte Mal, für die nächsten vierzehn läge, daß ich In einem anständigen Salon sitze? Er nickte ihr kurz zu unb ging zur Tür. Es gab eine Diener- fliege, einen Ausgang, ben man von der Küche her erreichte, unb er ging ihn unbeobachtet hinab und In die Nacht hinaus.
Cs war von neuem Nacht, als er Samet er- reichte. Die Füße schmerzten iyn, ihm war heiß, und er fühlte sich sehr elend. Er hatte die Schmach erduldet, durch einen Polizeimann vom Gehsteig oer» jagt zu werden, den er mit einer Hand hätte nieder- schlagen können. Er verfluchte den Frosch bei jedem Schritt, den er tat. Als er Samet verließ, lag noch ein langer Weg vor ihm, und die Dorsuhr schlug bereits elf, als er auf eine Gestalt fließ, die am Straßenrande faß. Sie war im blaffen Mondlicht gerade noch sichtbar, aber er erkannte sie erst, aLf der Wartende zu sprechen begann.
„Sind Sie das?" fragte eine Stimme.
.Ja, jch bin es. Und du bist Harter, nicht wahr?* (Fortsetzung folgt)


