Ausgabe 
19.9.1927
 
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Mich en), das Mitglied der Kirchenregierung .Pfarrer Bembeck (Okarben) und gedachte in tzhrenben Worten der verstorbenen DeLrnats- mitglieder Pfarrer Roth (Butzbach). Direktor PnHessor Dr. Zimmer (Bad-Rauheim). Dekan Kleeberger (Friedberg), sowie des verstor­benen Vizepräsidenten der Kirchenregierung und des Landeskirchenamtes Geh. Rat D. Dr. Be ra­tz eck. Pfarrer Z a h m a n n (Friedberg- Fauer­bach) trug hierauf den Rechenschafts­bericht des Detanatsausschusses vor. Daraus ist hervorzuheben, daß die 27 Dekanatsgemeinden 37 039 evangelische Gemeindeglieder zählen. Der Kirchenbesuch der Erwachsenen hat sich auf der seitherigen Höhe gehalten. Doch ist der der Schulkinder etwas zurückgegangen. Der Durch­schnitt beträgt 16,7 Proz. Der Abendmahlsbesuch hat gegen 1925 zugenommen, er betrug insgesamt 15673 Personen. An Gaben für Werke der christlichen Barmherzigkeit wurden 39 456 Mark eingenommen, das sind 69 Pf. auf den Kopf der Evangelischen im Dekanat. Rach Prüfung der Rechnung und Genehmigung des neuen Vor­anschlags wurde Pfarrer M ö b u s (Ostheim) als Stellvertreter für den Dekan und denDekan- stellvertreter in den Dekanatsausschuß gewählt. Pfarrer Rühl (Reichelsheim i. d. W.) erstattete hierauf ein tiefgründiges Referat über u5> i e religiös-sittliche A ot der Gegen­wart". Was der Redner aussührte, war tiefes Erlebnis und machte starken Eindruck aus alle Hörer. Ein Antrag auf Aenderung des kirchlichen Wahlrechts fand e i n st i m - mi g c Annahme. Er sei im Wortlaut wie­dergegeben : ..Der am 15. September 1927 in Bad-Rauheim zusammengetretene Dekanatstag des Dekanats Friedberg richtet an den Landes- kirchrntag die Bitte, bei seiner nächsten Tagung eine Aenderung des kirchlichen Wahlrechts da­hin ins Auge zu fassen, daß die Listenwah­len in Zukunft beseitigt werden, weil sie ein störendes und besonders von den Laien entschie­den ab gelehnt es Hineintragen der Richtungs- streitigkeiten in die Gemeinden im Gefolge haben."

Amtsgericht Wietzen.

* Gießen, 15. Sept. Die Wohnungsnot spiegelt sich bisweilen in Privatklagen wider. Die Hartnäckigkeit der Parteien läßt dann nichts zu wünschen übrig. Bereits drei Privatklagen sind zwischen dem Vermieter K. und dem Mieter B. bzw. zwischen Angehörigen von diesen aus­gefochten worden. In der nunmehrigen vierten Privatklage verklagte das elfjährige Töchterchen des Mieters die erwachsene Tochter des Ver­mieters, weil es von dieser geschlagen worden sei. Die Angeklagte bestritt dies nicht. Sie hat aus dem Fenster gesehen. Ohne Grund rief ihr die Privatklägerin, das elfjährige Kind, ein Schimpfwort vom Hof aus zu. Sie eilte hinunter und schlug dem Kind, wie sie behauptete, einmal, wie ein Zeuge angab, mehrmals mit der Hand auf den Rücken. Die Angeklagte gab an, sie habe sich hierzu für berechtigt gehalten. Sie berief sich auf einen Richterspruch, der kürzlich imGießener Anzeiger" abgedruckt gewesen sei. Danach dürften auch dritte Personen Kinder anderer züchtigen, wenn dies angebracht sei. Sie hatte jedoch mit diesem Einwand kein Glück. Denn ein solches Züchtigungsrecht eines Dritten kommt dann nicht in Frage, wenn dem Züch- tis,enden bekannt ist, daß die Eltern die Schläge mißbilligen. Dies war hier der Fall. Die An­geklagte hat geschlagen, obgleich sie bestimmt Mißte, daß die Eltern die Schläge nicht gut- heißen werden. Auch befand sich die Mutter des Kindes in unmittelbarer Rähe, so daß zu ei'.erStellvertretung" kein Anlaß bestand. Die Angeklagte muhte deshalb wegen leichter Körper­verletzung bestraft werden. Andererseits hat das K^nd die Schläge, die nicht übermäßig heftig waren, verdient. Deshalb wurde auf die geringste Strafe von 3 Mark erfannt. Da hier eine Be­leidigung mit einer leichten Körperverletzung auf der Stelle erwidert worden ist, hätte ganz von Strafe abgesehen werden können. Die An­geklagte hätte dann nur die nicht unerheblichen Kosten zu tragen gehabt. Aber das schien mit Rücksicht auf die beiderseitigen Beziehungen von Verinieter und Mieter nicht angebracht. 3m Laufe der Verhandlung gab's heftige Ausein­andersetzung zwischen der Mieter- und der Ver­mieterseite. Die letztere stellte eine weitere Privat­klage gegen das Oberhaupt der ersteren in Aussicht, ülnd so wird denn der Privatklage Mieter gegen Vermieter nun erneut eine solche der Vermieter gegen die Mieter folgen und so weiter. Dis auf weiteres ist ein Ende nicht ab­zusehen, es sei denn, das Wohnungsamt hat ein Einsehen und trennt die streitbaren Haus­genossen.

Wirtschaft.

gur Kapitalnrarkt- und Vörsenlage.

2m Monatsbericht der Direktion der Dis- conto-Gefellschaft wird u. a. ausgeführt:

Die Lage am deutschen Kapital­markt läßt sich unverändert auf die Formel bringen: Versagen der heimischen Emissions- märkte gegenüber einem durch die Kapital­zerstörung der Kriegs- und Inflationszeit be­gründeten. neuerdings aber durch die Bedürfnisse der Produktionserweiterung und der Ralionali- fierung noch ständig verstärkten Kapitalshunger. Ausbau und Vervollkommnung des industriellen Apparates, Stärfung der landwirtschaftlichen Produktionskräfte unt) Wohnungsbau sind die drei großen wirtschaftlichen Forderungen, deren Erfüllung im erstrebten Ausmaß immer noch an der ülnzulänglichkeit des verfügbaren Kapitals scheitert. Die Statistik der im Inland e aufge­legten deutschen Anleihen verzeichnet für die ersten vier Monate dieses Jahres 955 Mill. Mk., für die folgenden vier Monate 3 Mill. Mk. Zwar haben die Spareinlagen weiter durchschnittlich um 100 Mill. Mk. im Monat zugenommen, und die Reugründungen und Kapitalserhöhungen von Aktiengesellschaften haben bis einschließlich Juli monatlich 120 bis 130 Mill. Mk. neues Kapital beansprucht. Aber die Unmöglichkeit der Hinter­bringung neuer Obligationen und Pfandbriefe zeigt eine Erschöpfung des Inlands- m a r k t e s an, die sich nicht allein daraus er­klärt, daß in den Emissionen der früheren Monate sehr viel vorweggenommene Kapitalbildung ge­steckt hat, und die auch nicht allein mit der veränderten Börsenstimmung zusammenhängt. Der Rationalisierungsprozeh erfordert nicht nur orga­nisatorische Maßnahmen, sondern vor allem tech­nische Betrieösverbesserungen und Reuanlagen, die Kapitalinvestitionen größten Ülmfanges be­dingt haben und noch weiter bedingen. Außerdem müssen dabei auch Kapitalverluste, die durch Stillegung von Betrieben bei Zusammenschlüssen usw. entstanden sind, erseht werden. Das Tempo der Kapitalbildung hat nicht mit dem der Kapitalbedarfs steige- rung Schritt zu halten vermocht. Die Folge des beschwerten Zustandes war ein erneu­tes starkes Zurückgreifen auf die Hilfe des Aus­landes. Deutschland brauchte Kapitaleinfuhr, diese verursacht aber zum erheblichen Teil direkt oder indirekt den Einfuhrüberschuß und damit die Ge­fahr einer konsumptiven Verwendung der Kredite. <Ls bleibt die Frage entscheidend, wie weit das fremde Kapital eine rationelle Verwendung fin­det, d. h. eine Verwendung, die privatwirtschaft­lich richtig ist und zugleich auch der Hebung der heimischen Produktionskräfte (in der Richtung der Exportsteigerung) dient.

Zur Börsenlage heißt es in dem Bericht: Das lustlose Aussehen der Effektenbörse ist weit­gehend durch die passive Haltung des Publikums bestimmt. In Börsenkreisen brach sich eine zu­nehmende Nervosität Bahn, die durch schwarz­malende Meldungen und Gerüchte verschiedenster Art genährt wurde. Cs ist aber nicht ohne Be­rechtigung darauf verwiesen worden, daß man die Konjunktur auch psychologisch erschlagen kann, und daß eine Lage, die zwar nicht uneinge­schränkt günstig und in ihren Grundvoraussetzun­gen durchaus nicht frei von Bedenken ist, deshalb doch noch lange nicht gleich die Krisis bedeutet. Wenn auch kein Anlaß zu über­schwenglichem Optimismus gegeben ist, so rechtfertigt anderseits die Ge­samtlage keineswegs einen derartig ausgeprägten Pessimismus, wie er in der letzten Börsenbewegung zeit­weilig zum Ausdruck kam. Volkswirt­schaftlich betrachtet ist es bedauerlich, daß öi£ Börse gerade in dem gegenwärtigen Konjunktur­stadium mit seinem starken Kapitalbedarf so weit­gehend die Fähigkeit eingebüßt hat. ihre wirt­schaftliche Funktion der Kapitalsammlung zu er- füllen. Zur Wiedererlangung dieser Funktions­fähigkeit gehört vor allem eine llebertoinöung fcer immer noch vorhandenen Vertrauenskrise.

*

* Die amtliche Großhandelsindex - Ziffer. Die auf den Stichtag des 14. September berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 139,8 gegenüber der Vorwoche (139,6) nahezu unverändert.

* Die 25-Millionen-Dollar-An- leihe der Deutschen Bank. Das hollän­dische Bankenkonsortium, das, wie gemeldet, von der 25-Millionen-Dollar-6proz.-Ausland-Anleihe der Deutschen Bank einen Betrag von 5 Millionen Dol­lar übernommen hat, wird hiervon am 21. Septem­ber 3 Millionen Dollar zum Kurs von 99,5 zur Zeichnung ouflegen.

* Elektri.zitäts-A. -G.. vormals W. Lahmeher & Ev. Im Geschäftsbericht der Elektrizitäts-A.°G., form. W. Lahmeher & Co.-Frankfurt a. M wird u. a. mitgeteilt: Die Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich auch bei den der Gesellschaft nahestehenden ülntemehmungen günstig fühlbar gemacht; die Ende 1925 und Anfang 1926 zurückgegangenen Betriebsleistungen erführen eine nennenswerte Steigerung. Diese Entwicklung hat sich im neuen Jahre fortgesetzt. Die Instanüsetzungsarbeiten als Rachwirkungen der Kriegs- und Rachkriegsjahre verursachen jedoch vermehrte Ausgaben, ebenso die durch die zunehmende Ausdehnung der Werke sich erhöhenden Leistungen, welche erst allmäh­lich entsprechende Erträgnisse bringen. Trotzdem konnten die Gesellschaften, an denen Lahmeher beteiligt ist (darunter Lech-Elektrizitätswerke A.-G., Augsburg, Mainkraftwerie A.--G., Höchst a. Main, Kraftwerk Altwürttemberg A.-G., Lud­wigsburg, Großkraftwerk Württemberg A.-G., Heilbronn, Thüringer Elektrizitäts-Lieferungs­gesellschaft A.-G., Gotha, Bayerische Elektri- zitäts-Lieserungsgesellschaft A.-G.. Bayreuth), ihre Dividenden aufrechterhalten. Diese Erträg­nisse. sowie die gute Beschäftigung der Bau- abteUungen ermöglichen die Dividendenerhöhung von 9 auf 10 Prozent. Zur Stärkung der eige­nen Betriebsmittel, zur Befriedigung der Be­dürfnisse der Tochterunternehmungen unb zur Bereitstellung von Mitteln für neue Unter* nehmungen wurde die bereits gemeldete 6proz. Anleihe in Höhe von 15 Millionen Schweizer- franken abgeschlossen. Die Aussichten für das laufende Jahr werden als befriedigend be­zeichnet.

Reugruppierung in der Ziga­rette n * 2 n ö u ft r i e. In Verfolg der von Ge­heimrat Zenh, dem früheren Vorsitzenden des Verbandes der deutschen Zigaretten-Industrie, eingeleiteten Beratungen haben sich jetzt mehr als drei Viertel der in der deutschen Zigaretten- Industrie bestehenden Betriebe, die über die Hälfte der gesamten Produktion umfassen, in der Reichsgemeinschaft Deutscher Zigaretten-Fabriken e. V. zur Wahrung ihrer Interessen zusammen- gefchlossen. Dieser Organisation gehören nunmehr, außer zahlreichen Betrieben kleineren Ülmfanges, die bekannten Firmen Abdulla, Austria, Haus Bergmann, Bulgarin, Enver Bey, Garbath, Iasmatzi u. Söhne. Kios, Kyriazi, Lande, Mal- Kah, Malzmann, Massarh. Miß Blanche, Mo­nopol, Restor Gianaclis. Osmanie, Patras, Pe- rusa, Problem und andere an. Einstimmig wurde auf der Tagung am Donnerstag in Berlin ein umfassendes Programm angenommen, das die er­strebte Gesundung aller Teile des Zigaretten­gewerbes herbeiführen und gleichzeitig eine zu­verlässige Sicherung des Steueraufkommens ge­währleisten soll. Die Vorschläge werden nun den zuständigen Ministerien und gesetzgebenden Kör­perschaften unterbreitet und dann veröffentlicht werden. Mit der Vertretung der Interessen der Reichsgemeinschaft wurde der Ministerialdirektor z. D. Deutelmoser betraut.

Frankfurter Börse.

Frankfurta M., 19. Sept. Tendenz: unein­heitlich. Die Börse eröffnete die neue Woche in uneinheitlicher Tendenz bei weiterhin ziemlich eingeschränkter Umsatztätigkeit. Der mangelnde Ordereingang von feiten der Privatkund­schaft verstimmte, und die Spekulation verhält sich auf Besorgnisse über die Gestaltung des Geldmarktes zum Quartalsultimo sehr reserviert. Demgegenüber konnten sich verschiedene anregende Nachrichten aus der Industrie nicht auswirken (befriedigender Kali- absatz im September, Zunahme der Ruhrkohlen­förderung, Rückgang der Arbeitslosenziffern usw.). Der Reichsbankausweis wurde mit gemischten Ge­fühlen aufgenommen; wenn er auch eine weitere Entspannung zeigt, so verstimmte doch die Zu­nahme der Lombardbestände. Eine Stütze erhielt das Kursniveau durch das Interesse für Elektro- werte, das sich im Zusammenhang mit der Ge­neralversammlung der AEG. und der guten Be­schäftigungslage dieser Industrie bemerkbar machte. Elektrowerte konnten daher unter Führung von AEG. 1,5 bis 2,5 Prozent anziehen. Bei zeitweise etwas lebhafteren Umsätzen bis zu 2 Prozent fester lagen ferner Schifsahrts werte, Gelsenkirchen, Mansselder, Riebeck und Holzmann. Scheideanstalt behauptet. Bis zu 3 Prozent schwächer lagen I.-G.- Farben und Deutsche Erdöl. Voigt & Haeff- ner konnten den Kurs von 235 Prozent gut be­haupten. Am Rentenmarkt lagen Ablösungs­schuld fester. Von fremden Renten zeigte sich nur für Türken weiter Interesse. Im Verlaufe wurde das Geschäft noch kleiner, und die Haltung allgemein schwächer. Am Geldmarkt war Tagesgeld etwas erleichtert bei einem Satze von 6 Prozent. Im D e - d i f e n d c r tel) r notierten die Reichsmark gegen Kabel 4,2025, gegen London 20,4280, Paris gegen London 124,02, Mailand 89,25 und Madrid 28,30.

Berliner Börse.

Berlin, 19. Sept. Trotz vieler anregender Mo mente zeigte der heutige Börsenbeginn eine schwä­chere Tendenz, während im Vorbörsenverkehr die Stimmung noch durchaus freundlich war. Gegen­über der Samstagbörse war das Kursniveau um 1 bis 3 Prozent gedrückt. Das Publikum blieb dem Markte weiter fern, und die Spekulation schritt, wenn auch nicht in erheblichem Maße, zu Realisa­tionen, besonders am Farben- und Montan markt. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld zu 5 bis 7 Prozent etwas gesucht, Monatsgeld 7,75 bis 8,75 Prozent. Verhältnismäßig gut gehalten waren nur Elektrowerte, für die die Generalver­sammlung der AEG. und die gute Beschäftigung in Diefer Industrie anregten. Am heimischen Ren­te n m a r k t zeigte sich für Ablösungsschuld größeres Interesse. Ausländer uneinheitlich. Oesterreicher lagen fest, dagegen Türken, Anatolier und Mexikaner gedrückt. Im Verlaufe blieb die Haltung weiter schwach, da man glaubt, daß der Prioatdiskontsatz heute erhöht wird. Das Kursniveau gab bis zu 1 Prozent nach. Nur Spritwerte konnten bis 2 Pro zent anziehen, ferner AEG. und Rheinstahl plus 1 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 19. Sept. Die Tendenz war abwartend. Weizen ist lebhaft angeboten, auch von südhairnvverifcher Gegend, aber noch zu teuer. Roggen ist sehr knapp und wird etwas hoher bezahlt. Trockene Ware wird sehr gesucht. Fitttergerste sindet bei niedrigen Preisen Qlb- nehmer. Hafer ist stark angeboten und gibt im Preise nach. Weizenmehl liegt rückläufig bei kleinem Geschäft. Roggenmehl behauptet. Kleie tonnte den Preis gut behaupten, dagegen sind Futtermittel etwas abgeschwächt. Allgemein ist das Geschäft in Futtermitteln klein. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 25 bis 26,50; inl. Roggen 24,75 bis 25; Sommergerste für Drau- zwecke 26 bis 28; inl. Hafer 22,75 bis 24; ausl. Hafer 24 bis 25; Mais (gelb) 18,75; Weizenmehl, inl., Spezial 0 38,75 bis 39; Roggenmehl 35,25 bis 35,75; Weizenkleie 13,25; Roggenkleie 13,75; Erbsen 40 bis 60; Linsen 45 bis 70; Heu, süd­deutsches, gut, trocken 5 bis 6; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 4,50 bis 5, gebündeli 3 bis 3,25; Treber, getrocknet 16,25 bis 17 Mark.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 19. Sept. Auftrieb: 1616 Rinder, 374 Kälber, 129 Schafe, 5282 Schweine. Cs kosteten Rinder: Ochsen: voll - fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts. 1. jüngere 61 bis 65, 2. ältere 57 bis 60; sonstige vollfleischige: 1. jüngere: 54 bis 56, 2. ältere 50 bis 53. Bullen: jüngere, Vollfleisch., höchsten Schlachtwerts 57 bis 61; sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 51 bis 56. Kühe, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwertes 51 bis 55; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 44 bis 50; fleischige 37 bis 43; gering genährte 30 bis 36. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 64; vollfleischige 55 bis 59; fleischige 50 bis 54. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 84; mittlere Mast- und Saugkälber 74 bis 79; geringe Kälber 65 bis 73. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weide- maste) 50 bis 54; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 44 bis 49. Schweine: Fettfchweine über 300 Pfd. Lebend- gewicht 75 bis 77; vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 74 bis 76; vollfleischige Schweine von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 74 bis 76; vollfleischige Schweine von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76; fteischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 65 bis 70; Sauen 63 bis 70. Marktverlauf: Rinder ruhig, Kälber und Schafe rege, ausverkauft. Schweine ruhig und etwas ileberftanö, Fettschweine gesucht, schwä­chere Ware vernachlässigt.

Nundfu: K-Programm.

Dienstag, 20. September.

15.3016.00 Ufjr: Die Stunde der Jugend.

16.3017.45 Uhr Konzert des Hausorchesters. Französische Komponisten. 17.4518.05 Uhr: Die Lesestunde. 18.3018.45 llfjr ^Übertragung von Kassel: Die Stunde der Frau. 18.4519.15 Uhr Hebertragung von Kassel:Was uns das Licht von den fernen Sternen erzählt", eine astro­nomische Plauderei von Dr. Dippel. 19.15 bis 19.45 Uhr: Tie Schachstunde. 19.45- 20.15 i^r: Die Selbstverwaltung der deutschen Kleinstadt",

Chinese!

verhütet Katarrhe und Entzündungen. Zu haben In allen Apotheken und Fachdrogcrien.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent.

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a.M

Berlin

Frankfurt a M

Berlin

Berlin. 17 Septbr._________

Meld

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Norwegische Noten......

Deutsch Oesterr , 5100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

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Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten......

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110,68

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112,64

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12,40

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Frankfurt

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Datum:

17. 9.

19. 9.

17. 9. | 19. 9

Datum:

19. 9.

17. 9.

19. 9.

Damm:

17. 9.

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17.9. 19.9.

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Scheid anstatt..... . .8

Goldschmidt ........5

RütgerSwerke........ o Mctallgesellschafl.....10

Telegraphische Auszahlung.

Äm,k.-Roti Buen.-?UreL Brss.-Antiv Christicmia Kopenhager. Stockholm . Helsingsorü. Italien. . London. . . Ncuyork . . Baris. . . . Schweiz . . Spanien . Japan . . . Rio de Jan Wien in T-- Tesi. abgest Prag .... Belgrad - - Budapest. Buliaften Lissabon . Danzig. . . fioiiftintm. ?Ithen. . . Canada Nruünah Kairo

17. Septbr.

19. Septbr.

Amtliche Nori-rung Geld Bries

168,20 168,54

1,793 1,797

58,445 58,665

110,92 111,14

112,38 112,60

112,80 113,08

10,583 10,60

22,87 22,91

0,413 20,453

1,1955 1,203.)

16,455 16,495

60,93 »1,09

71,58 71,72

1,967 1,971

,.498 0,500

,9,1b 59,28

:2,439 >2,459

7,396 7,410

78,42 73,56

3,083 3,039

20,56 20,60

61,36 81,5-

',139 .',113

5,591 | 5,696

., 197 ! 4,205

4.226 4.234

;0.94 ! '0.98

Amtliche Notierung Geld Briet .

168,18 , 168,5z

1,794 1 1,798

68,44 68,56

110,89 111,11

112,39 112,61

112,89 113,11

10,581 10,611

22,86 32,90

.0,415 .0,455

4,196 4,2.4

16,465 16,505

,0,935 ,1,095

72,18 72,32

1,954 1.958

1,4995 o.50lö

59,15 >9,27

-2,435 12,455

7,395 7,499

73,38 73,5-

1,032 1,038

20,53 .0,57

al,36 81,51

2,139 1,143

5,591 ),606

1.198 4.206

4,206 4,214

10.945 20.981

Berlin, 1. Septbr.

| ">e.d

Briei

21meritaunci,c Roten.....

BelgischeJlottn......

Dänische Noten ......

Englische Noten ......

| 4.181

58,33

1 112,13

1 20,395

4.201

.'0.475