Ausgabe 
18.11.1927
 
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Ur. 270 Erster Blatt

177. Jahrgang

greltag, 18. November (927

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Vrvck ivd verlaß: Vrithl'sche Uet»ertUl$-Bi<p eeö Stdibrideret R. Uny in Gieren. Schriftleit«,- AeschSftrffele: Schuftkratze I.

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Dr. «ynebt. svilh Cang« DrrafUmorth* fit Tal mit Dr %< Cane«, für %«aiflctoa Di H fir b«n ibrigtw Ted (trafl ,l8fR|4xte- ftr bra Ra- fdgcnttd Äurl '; Data an, IdwitfiCb m frühen

Der deutsch-polnische Wirtschaftskrieg.

rtt zwei Jahren besteh« jetzt zwilchen Deutsch km> und Polen rin i) o n b f I f r i t fl, e» soll ßy «in erneuter Der such gemocht werden, ihn zu m><n und zu normalen Beziehungen zuruckzu- lehren Vie polnische Regierung ha, zu dem Zweit einen öonderg, sandten nach Berlin ge- W<ft dessen «ufaab, es ist. in Besprechun­gen mit bim Neichsoustenminister den Boden abiuftfrfrn. auf dem bu sacht,chrn Verband- langen gesuhn werden. Ganz einfach wird do» nicht fein, und ,» ist schwer au sooen, ob di, Bespre­chungen diesmal gröber, Aussicht aus Erfolg haben. Obwohl vermutlich die Polen, al» Amerika ihnen dl, kanieru na »anleihe gab, die Srrpllutihmg Gtngeoonyen find, ui nächst einmal für eine Ord­nung ihrer Wirtschaftsbeziehungen tu Deutschland AU soraen. Do» Echiiinm, Ist nur, tzoh Polen und Deutschland gerade in einem wesen,» lchen Dell Ihrer wichtigsten «usfuhrprodukl, Aon- turrtnte n sind Dir «uvfuhr Polens wie über- tzoupt sein ganzer handel ist an sich nicht grosz. fttzenfall» gemessen an dem Umfange d,s Londes, der fefl zwei Drittel Deutschland» umfaßt; die ganze Bonbelsbiianz schwankt etwa um zwei Milliarden herum Do» Polen ausführen kann, sind im we- ftntllchrn nur «grarprodukl» und Kohlen. ,n Kohlen Hoden wir selbst genug, von den Agrar- rsbuftm wieder ist e» In erster Linie das

chwein und daneben die Karlos sein, die wir beide hinreichend erzeugen. In oll diesen Pro­dukten wurde also ein, Einfuhr von aufzen di, Lage unser.-r eig,nrn Erzeugnisse erschweren. Dor- nehmt ich de» bald erschweren, weil Polen n i e d « riger» Ldhn» Hot und keinerlei soziale Belastungen kennt, also stark unterbieten

?hm ist von der polnischen Seite her eingcwen- tzrt worden dasz fa gerade die Gebiete, die nach leuttchland ltesern wollen, früher jum Deut- tj r n Reich gehörten, dos, also auch früher deren Produknon bei im# Unterart nmmrn ist und kwfz ea sich "iso um polnifche «toolsbürger beut- .cher Zunge handel 1 di, von der Fortsetzung des Zollkriege» in erster Linie betroffen würden. Da» ist wr beblngt richtig, eben well nicht nur bie ,bemal» Bratschen Provinzen, sondern da» ganz« polnische Reich nach Deutschland exportieren will. Autzrrdem Ober Jun dach die Polen olle», wo» sie können, um

deutschen Ansiedler au» ihrem Land, heraus- ^treiben und den ganzen Grundbesitz In ihre Kinb zu dringen S, haben zudem durch ihr, Lohn- pdtnf dafür gesorgt d-isz auch in den ehemaligen glichen (Brt>let,n Weslprinis^n und Posen heul, billiger erzeugt werden kann, al» bn un».

Trotzdem f* gibt in Deutschland wohl nie­manden. der nicht an stch f Ü r den Akllchiust cineü »andeliioertru^cS mit Polen zu haben wäre. Da aber der Handel mit Polen im Rahmen un­terer gesamten Effportwirtscho I feit aurschlog- ybcnheHolle spielt nur für den Osten Ist er 7»?n grd erer Debenluna sprechen für den Adschluh vornehmlich politische Gründe Ader eoen weil da» so ist. muh Deutschland auch txt- kngen bah die polnische:, DorauSs etzun- ge n für einen normalen Wirrste;iZperkehr ge« schaffen werden, wenn Polen sich bereit erDärt, feine Schikanen gegen die Deutschen einAuftellen. wenn e* sich dazu versteht, auch die Deutschen als vollberechtl.zre Staatsbürger zu bebnnbeln unb den R,ich-»dcu:f <en den Hande'.Soerkehr mit fjoleu ,rm-glicht. Sind diese Borbedingungen gegeben, dann können dafür wirtschestliche Rach- trilc in Kauf genommen werben selbstverstSnd- skch nur insoweit a!S dadurch die Lebens- dedingunaen der bcu I x r. Landwirtschaft i nb her deutschen Industrie nicht gefährdet werden. 3n di.sen Grenzen'fen sich b;e Derb and- Iwiu'C.i bewege i und es wird sich nun zriaen vürer. ob die Polen bereit sind darauf ein- Mfl*ber.

Die Wiederaufnahme der Verhandlungen.

Ttgene vrahnneldimg de» Gi,Heuer fliyftger»* 'Berlin, 18. Aon Ac chcaiHenn >n er Dr.

Ltrefemann hat la um au-* 22.cn zurück- ¥ kehrt. die erste B.fcrechung tem po.i,ischen ntet^än^ler. Dhnine ulOirehcr Jackowsly. E^abt. Dieser ist ihm Cem Fremder denn er hat n^ere Zeit hi durch aU ifcflaiionüral und 0e- fääHeträ e. au, Ut htes.ge' polnischen Grsandt- shaft flcar.'dtet uni) ist in dieser S genschait txellad) mit dem AeichHauhenmin-'rer In Te- rährung ge.ommen 3nf.~n.eit sind a.fo b:e Dor- aulfefiungvn für ei..ea besseren Verlaus der »nw.«. r d. allert i igs zunaar: nur m Zonn »n vor. e. ei ter den D<s.rechungen. neu au ge-

Wnmcnen Der a .Ölungen g^e en. De..n scibst- Hrrstündlich sind dem Auhe.rminister persönlich ; <i KabtnehSmilzlled n cht so er.ae Dtndungen i «xftdeat. wie nekwend gerweise en?m bestell- , Kn und tr.il b«st mm en3J< lun^en aui^ertreten LnterhLndier. Aus der anderen Seite a^er ge­tutet weder die Zeit ntxi# die ouSzelrrochen politische .Kapnziiät Dr. Ltrefemann^ d-c Durch­führung ;t: sehr komp.iz erten ur.-? ' - ^7 .gen Terbantlungcn durch ibn pc.scmi ch Zs L-nn 1H also, wie gefugt, hier et nur um den pv11 - tischen Auftakt, um die Hung gewißer Daraussetzungen für sachliche, in» Detai gelxil-e Verhandlungen öre;en. die in diesen Vorbe­sprechungen zwi chen ihm und beri üH:enden pol- n^fchen Delegierten geschalsen werden sollen. So­

wie man zu den La ns Positionen gelangt, werden sich andere Onftan^cn einschalten müssen

Dabei bars nicht vergessen werden, bah <» sich b,; diesen Positionen rnn solch, handelt, die He­bet so grobe Schwierigkeiten nwchten boh ,» rtien noch nicht gdana, zu einem Uebereinkommen zu kommen. 3n erster Ltnie handelt t» sich bubet um di» polnisch, ftolz und da» polnisch, Schwein, bei dessen Sontinflentknma namentlich von Gelten bet steichs<rnahruna»mlnisterium» Einwendungen gemacht wunden, die für Polen wiederum nicht trag­bar schönen. Schließlich gilt e» noch bte Frage be» polnischen Heber» zu Hären, Ne aber schon m .Qüry erledigt sein dürfte.

von beutscher Seite tritt man mit dem ernsten Willen an diese Verhandlungen heran, bieomal jum Ziel zu kommen. Vielleicht ist da» persSnliche Ein­greisen de» Auhenmirnfter» ein Brtoei» für die dr- lenntni». buh man auch auf unserer Seite bie» unb da» versaunst oder verdorben hat. al» man früher vor unb nach 8rgmn be» Zollkriege» eine Verstän­digung mit Polni suchte. Boer wenn man da» rela­tive beiderseitige 2nIeresse vergleicht, da», ge­messen cn der ©eiomkiuofubr beider Länder. I n Polen sieben ober achtmal fo groß ist.

al» bei un». so wird man füglich erwarten dürfen, bah Polen ebensall» durch Zl.tfgabf der früher be- hmbefen Intransigenz zum Gelingen be» für beide Völker wichngen Werke» beiträgt.

Die Deutschen in Aattowih.

Äa 11 o ö i tu 17. Uloo. (DB ) Die Dertrrier der Deutschen Wahlgemeinschast verhandel­ten gestern mit dem Woiwoden Drazynski über bie Letzingungen einer Mitarbeit der Deutschen an ber kommis so rischen Stadtverwaltung in Kattowitz Die VeNreter der deutschen Dahl- aemeinschast verlangten eine Erhöhund der Mandat» za hl sowie bie Nichtauflosung be» Magistrate». Der Woiwode erflarlt. den Wünschen nicht ganz entsprechen zu tonnen. Er werbe seboch di, von der deutschen Wahlgemeinschast benannten Kandidaten bepatigen. Daraufhin wurde von der Deutschen Dah'.gemeinschaft erklärt, an ber kommissarischen Stadl Verwaltung unter Protest Mitarbeiten zu wollen. Bei bieler Gcieaenheit oerficheNe auch ber Woiwode, bah er für die Sicherheit sowie für bi, Versammlung--!reihest der deutschen Minderheit in Dsloberschlesten künftig Vorsorge treffen würde

OieAcheilderReichsiaasausschüffe

3n parlamentarischen Schwierigkeiten.

(Eigener Drahtbericht be» ..Giehener Anzeiger»'.) Berlin. 18. Aov. llDa« wir bereits vvr-

auSsahen, rst nunmehr zur Dewlsthcit geworben. Die Ausschüsse brt AeichSta»» ftnb selbst- perstündlich mit ihren Arbeiten an Den dies­bezüglichen Delenentwürh-n nicht fertig ge- wort-en. 3a, sie sind mit ihren Arbeiten n«tz fo rückständig, das» man wohl heute kaum wagen darf, einen wach nur annähernd richtigen Ter­min für bereit Beendigung zu nennen. Der Ha uptau» schuh, der sich mit brr Desol- dungSvvrlage ahquält. hat sich bis auf Montag, ben 21. tK TBL vertagt und will da erst mit der Sehaltgrup^e X feine Besprechun­gen fortfoen. der BlldungSauSschuh be­wegt sich erst im ersten Drittel d-r Arbeit am Aeich-lchulgesetzentwurf, kurzum, der Beschluh d«S Aeltestenraie«. bie ersten S'.düngen bw Beicht tags in der näch^m Woche immer erst um 4 Uhr nachmittag« beginnen zu lassen, dürste wvh^ zu e.ner Mahnabme werden, die sich noch über eine ganze Aeihe von Tagen unb r».eil«cht gar Wochen erstrecken wird. 3n manchen Äreifen trägt man sich sogar schon m.t dem CbcbanJen, all diese Gesenentwürfe auf bas neue 3 ahr z u vertagen. WaS daS bedeutet, wird begre.s.ich wenn man sich dnlger- masten pariarnentarische Bräuche und 6.tien ins Sei achinw zurückruft. Aecht betrüblich ist e«. dah dadurch vor allem die BesoldungS- Vorlage 'tfange hinauSg^zögeN wird, zu der drch taS Ae.chSlchulgeseh. gemeffen am prak- tischen Werte, in gar keinem BerhülmiS steht Allem An<ch. 7i nach bürste dadurch ur.cber bi: Auhenvol.tik etwas in den Dordergründ rüden, so da st in nicht allzu ferner Zeit auch wieder e.nmal mit einer austenpolstlschen De­batte im Reichstag zu rechnen IfL

Internationale Sozialabkommen.

Tie Ztfllnnfl

der beukschen Nnsaliversicherung

Berlin 17. Aov. lD.D.A.) Der Retchs- taaSauS'chun für die sozialen Ängclegercheuen behände.tc D i, Genfer Uebereinlom- m< n und Bor^chläge zur Llnfaliverstche- r u n fl m Ber^tndung mit der Denlfchr.ft deS R<ichSarXrtS-n.nisteri.um- zu den diesbezüglichen De'chlüsten der Internationalen Ar- beltSkonferenz. Dabei handelt eS sich um den Entwurf ei eS lleberein.onnr.enS über die Sn.'^chäl k jungen auS Anlast von Betriebs­unfällen zwci.enS um den Snnourl eine- Ikvcreir.lonrr.eiU über die Snftchäd^gung auA Anlast von Berufskrankheiten, und drit­tens über tu Hleichbebandlung ein- b e i m i f d) e r und auL ländischer Ar­beitnehmer bet Entschädigung aus Aniah von Berrirbsunfällen.

3u dem ersten Beschluß führte Minifterial- btrettor ® r i e b c r vom AeichsarbeitSimnisterium aus. daß die deu^che Lknfatlverficherurt unb daS llcbcrcinlcnnnri im Au,bau Gegensätze Aetg- ten. TaS Deutsche Reich habe sich in jahrz<chn:e- langer Bntwldlung zwar darauf beschränkt, die wirklich aefährlichen Betriebe zu er- fassen, erfasse sie auch vielleicht von wenigen Ausnahmen abgeleben lückenlos and I'gt ben Haup:wert auf Bvrdeugung. Wiederherstellung und auSgl.-ichende Snkfchä2tgung. Die Rati: ac-er Genfer Abko:mnen tr-trb durch daS niS zwi chen dem ilm ang deS Enftchä- digungSsystemS und dem Inhalt der Leistun-xn erckLvert denn durch die Rati izlerung bmbet ich daS Reich mit feiner hochwertigen Dcrstche- rang vertraglich auch gegenüber den ratifizieren­den Staaten, cle zwar ;-enUmfang der Berstcherung

ebenso weit bieten, aber In ihren Entschä­digungsleistungen stark Aurüdblel- ben. Tte Erweiterung der deutschen llrtfallver- sicherung im Sinne der Genfer Beschlüsse wurde die Aeuerfassung von 1 bis 2 Blillio- n en Bet riebe bedeuten. Gegen eine Ratifi­zierung des Uebereinkommen- Über die Be­rufskrankheiten bestehen keine De- beirfcn. Bei der Ratifizierung des Genfer lleber- etnkommen». das die Gleichbehandlung einheimischer und ausländischer Ar­beitnehmer bei Entschädigung cruS Anlaß von Betriebsunfällen zum Inhalt hat. bedarf eS ke-iner formellen Aenderung des deutschen dies- bezügllchen Geseyes. denn durch die Ratiftzierung wird der Inhal, deS Uebereinkommen- Inner- staatliches Recht deS deutschen Reiche-.

In der Generaldebatte kam zum Vuodrulk. daß die deutsche Uusallorrsicherung Im vergleich Au der­jenigen anderer Staaten durchaus vorbildlich sei. Schließlich wurden in der Aussprache interessant, Zahlen über die deutsch, Sozialversicherung von Re- gierungsseit, mitytcilt. Danach betrug der Auf­wand au» Beiträgen und Umfaflm für die deutsche Sozialoersicherung im Jahre 1913 invgestmt 1312 Millionen Mark, im Iühre 1926 310 M.U Mark und wird schätzungsweise im Jahre 1927 3540 Mil­lionen Mark betragen. 3m weiteren Verlauf der Aussprach, erregten die Angaben eine» sozialdemo- kratischcn Rrtmers Aufsehen, wonach in ber beut- schen Unfallversicherung bie Verwaltung»- kosten zehn Prozent der Leistung»- au»gaben ausmachten. Die» wurde al» uner­hört hoch bezeichnet.

Oie Bekenntnisschule.

Berlin. 17. Bov (DDZ.) Der Bll- dungsausschust deS Reichstage- feste Ne Beratung t<s Reichsschulgesrtzenrwurle- b^m §4 fort, der Ne Bekenntnisschule behandelt. Ab« Dr Runkel lD. Bp - setzte sich für Ne Bekenntnisschule' ein. dort, wo sie h l t o r i s ch geworden fei. Bei lr.net Regrerunr-partei bestehe Ne Ab ichk. eine Kirchen schul, zu schassen. Gegen den volk-parteilichen Redner wandten sich rle Abg. Dr Bäumer lDem./ und Löwenstein (Loz tle den Reli- fltoru

Lchulverhä tnifs, Desiimmungen zu treff-n. Rach weiterer Ausiprach, wurde unter Ablehnung sozialdemokratischer und demokrutscher Anträge >er Regierung»^ trtcivn angerunmnen. der folgende Fassung rorkieht:

.Di, Bele-ntnisschule b.eni zur Auf..^hme von Kindern d-iet bestimmten D-.enntn s t», für dellen gerneu lchaftliche Pflege e.ne Rcli lon-^e- sellfchafk besteht. N< In dem'betreffenden Lande die Rechte einer Äörp:r*4>aft Les öf entl.chen Recht- hat. (Art. 137. AN. 5 RB.) Sh« Schul, steht auch Rindern eines verwanltr-n B-- kenTttnisses ofien. AuS bdonbrren Gr. n'en kön­nen auch andere Äituer cing 'chulf werden. (J.n besonderer Grund liegt dann vor wenn ohne Ausnahme in di, Bekenntn.Sschul« bt, Rinder nicht oder nur mit besonderen Svo er.gleiten eingeschult werden können. Durch N: Au>ahme solcher Rinder verliert bie schule nicht den iLhavalter alS Bekenrittn-schule."

Dle Äovtlle <um Seich-v: rsoraun-s.rsetz.

Berlin, 18. Roo. kV DZ.)' 3m .strieg-belchä- biglenausschuh des Rcichsiag^ begründet, bei der Fonfetzung bet Beratung b,r fünften Novell, -um Reich^verforgung-gefetz ber sozia.^emokraliich, Abo B o g m a n r einen Antrag, der bi, Zusatz. I r , n t , n in bi, Grundrenten em bau en unb bami! * bi, Ausgleichszulagen uberfluffig machen will. Ein R,gierungso«rtret,r erklärte, bi, Durchs.chrung die» j« Antrages würde über 40 > Millionen mehr erfordern, al» für bie Vortag, bereitgefteül seien. Di, VeNreter der Regierungss aneun eftuch ttn um Zi ruckstclluna ber Abstimmung über ben Antrag, bis vorn Rrtchsslnanzministerium seine finanzielle Rückwirkung jestgeftellt wer­

den könne Geheimrat Kerfchensteiner stellt, In Aus­sicht. datz ber R,lch»flnanA Minister sich am ßretlog über di» sinonzielle Wirkung der Portaoe unb be» Antrag,» ä u b , r n werd. Vorauf wurde di, Beratung auf Freitag vertagt

Sine Mahnung zur Selbstzucht.

Ter Rtichdbankpräsidrtik verlangt sofortige Reformen.

Berlin. 18. Aov. (Priv.-'rel.) In dem heute erscheinenden Heft der Wvchen'chriftDer deutsche DolkSwirf nimmt A, Ich -bank - Präsident Dr. Schacht Stellung zu dem Memorandum des Reparation Sagen »en Parker Gilbert unb sagt u a.: Wer von Bericht zu Bericht die immer deutlicher werdenden Aus­stellungen und Mahnungen deS Separation^- agrnten verfolgt hat. den muh es mft ernster Sorge erfüllen, wohin eine Politik bes Laislez faire treibt. Die erste Cbeabr vor dec wir stehen, ist. hast auch setzt wieder die Warnungen deS Memorandums im Sand, verlaufen. Di, zweite Gefahr ist. dast wir an Mc mit dem Bericht des Reparationsagenten verbundenen Fraaen. wie BerwaltunaS- r , f o r m . zentral, Aufsicht der lokalen Finanzen unb deraleichen herantreten. auS dem Gesichtswinkel grober innerpolitischer föderalckufchcr bzw. unllarischer Geqenfütze. unb haft wir unS in gründ südliche AuS- emanber1e6ung,n verlieren GS ist notwendig unb muh möglich sein, sofort, ohn, die grvsten fragen deS ^InftariSrnus aukzurollen. praktische ^inanzwirtschast zu treiben, die allein unS einer befinttiven Regelung des Dawesplanes aus fneb- !i.h<m Wege näherbringen tonn. Im Genf! zwei­felt kein Mensch an dem guten Willen Deutsch­lands. nach bestem Können Reparationen zu lei­sten. Selbstzucht und Selbstkontrolle ist dc»S. waS der Angelsachse von geistigen und wirtschaftlichen Führern verlangt. Zeigen wir. bah wir nicht nut im Kaufmännischen, sondern auch im politischen Geben Berank- wortungSgesühl besitzen, hast wir Seldst- . ixht und Srwstkontrolle kennen und zu üben ge­willt find.

Die Flagg,nrichtklnien des Kyffhäuserbundes.

Im Echo brr Prcffe.

(Stgener Drahtbench, deS ..Giestrner Anzeig,rs^^

Berlin, 18. Aov. Die in dem Organ btt Xeutfcfcen Krlegerver.lne erschiener.e örflarunq des Präsidenten deS Ky'fhuufcrvundes. General ber Artillerie a. 1. v. Hom. zur Flaggenfrage hat in der Berliner Prelle, belouber* in ben Recht »blättern, grobe Beachtung gefunfrm. In ber Deutschen Allgemeinen Zeitung werden bie -4cj Krängen des Generals v. Hom begrüßt. Der IToIfbaufcrbunL». so heiht es in dem Blatt, reiht sich mit seiner bedeutsamen Stellungnahme zur Flaggenfrage dem Borgeben anderer (terunaelrafe an. die wie oei- fpiclsweife die Ho» l^e'itzer sich durch ein, ehren- voil, Zwischenlösung über den u 'h.ilvollen Streit zwilchen den oeiben Farbenrichtungen zu erheben suchen. Das Blatt kommt dann noch einmal auf den von ihm anlählich des fttn.w- burg-Gebuf Stages be urtporteten Gedan.'en zu­rück. durch Gleichstellung der bd>en <^lag- gen den Flaggenstrett einstweilen zu paralylreren unb steht die EndlosUng In einem BollSent­scheid. 3in Gegensatz zur DAZ. ist die Deutsche Tageszeitung lehr u halten übet den Vorstoß des KyllhäuferdundeS in einer Frag, Ne Im Brennpunkt des Kamp rt der politischen Parteien stehe und erst von tiefen auüge'och en werden mübe, bevor die neu­tralen Gremien das Wort ergreifen. Es sei durch­aus nicht fo. bah dl, s hwarz-rot-g l en. Flagg, die R t--flagg, f.L Di-'» zu unter teilen he.^e be­reit- t-er endgültigen Klurung unb ®ni chnbunq eines Meinungsstreit- vorgreisen. Derfallungs- mdfifl hab, das Deut che Arth beide Flaggen, bie fchw-arz-rot-golden, und die schwarz-Weih-rot, und das Kamplzirt ber Linken geh, gerade dahin, dies, Tatsache zu verschleiern. Werm nunmehr General v. Horn als Führer einer Organisation, deren Symbol bie 'chvarz-weih- roten Farben sind, dir alleinig, olfh'.cfL Be­rechtigung der s^ worz-rot-goldenen Farben an­erkenne. so erlcichere er damit sicherlich un­bewusst der Linken ihr Spiel und fchroäche prak'.iich di, Stellung seiner nohonalen Fr -unbe. .Tarum bedauern wir", so fchirht daS Blatt, .außerordentlich einen Schritt der. ohne Rot geschehen. Derwirrung In der nationalen Front zur Folge haben muh."

Prenfkn» 3ierm lliard-o-Stat für 1928.

Berlin. 18. Rov. tPriv.-Trl., Der preu- stifche Haush^ltpton für bai Jahr 1^2: 1r4.l. nach einer deS .Demokrati chen Ze tungS-

bienUes . bereits morgen dem Staatsrat oor g e l e g t werr-en. Der Brutto.^at sieht vor an lausenden S i nnahmen 3d54 Mill., an einmaligen Einnahmen 183 Mill., allo insgesamt 4347 Mill, gegen 3345 M. im Jahr? 1927. An dauernden Ausgaben 3616 MM., an einmaligen Ausgaben 335 Mill., also i.'.»grtamt 4121 2Äu.onen ge en 3645 Mill, un Jahre 1927. Es bleibt also ein Zu-