Lp reise.
10 bis 15, Rotkraut 20, gelbe
»rlage.
5
Vermietungen*]
Wieseck, den 17. August 1927.
7525 D
mieten
iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
zr iiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiii
SchasmarKL
Sauhandwerter
^PfunS 50 Pfennig
Butter 180 bis 15, Weißkraut
Wobnung.4Zimm. » Küche, f Reichs-od. Staatsbeamte z. vm. Schr. Anaeb. unter 05987 a. d. Gieß.Anz.
modern eingerichtet, mit Waschgelegenheit zu Ver
des 3u- te- fol- von hat
(5- $6
am 1. September 1927 in Marburg a.d.L.^K" (Lämmer, Hümmel, Altschafe) ,S26D Skt Sihälet'Detein greis Blatüutfl
«Ile.
"fta SmJfej, TOM besetztes ■ m't einem M. W tonr sv Had W wurde. Eine o^^wei weitere In«
Vvlizeibeainte, einen 'Beamten ein 5® der andere in- Auherdern wurde ls und eine andere wurden dem Kran- 'N operiert wurden, itern ein AulvbuS »Ischen dem Wagen Mmt wurden. Tie Lhe heraus gezogen m bereits tot, zwei
7<u:D
seine Wohnung betreten. Rach dem Sprachgebrauch der Rechtsprechung „endet der Weg von der Arbeitsstätte" in der Wohnung des Versicherten, d. h. sobald er sie betreten hat. Es ist dabei ohne Belang, ob er nun noch seinen Rucksack und seinen Mantel aufhängen wollte. We'er Rucksack noch Monte' gehör, zum Arbeitsgerät. Wenn dex Versicherte sie aulhängen wollte, so war er nur im Begriff, eine Handlung im Interesse der häuslichen Ordnung auszuführen, und deshalb war der Anspruch auf die Dersicherungsleistung abzulehnen.
Berliner Börse.
Berlin, 18. Aug. (WTB. Funlspruch.) 3m heutigen Frühverkehr kann von Geschäft kaum die Rede sein. Man ist sehr zurückhaltend, doch verhältnismäßig freundlich gestimmt. Von Kursen hört man nur Farben mit 315—315,5 und Mannesmann mit 191. Am Devisenmarkt kommt London gegen Mailand auf 89,25, Madrid 28,82, Kabel 4,8614 und Brüssel 34,93.
< ’n
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Rau III.
Buntes Allerlei.
Tiere In Ferien.
Der Mensch ist nicht das einzige Geschöpf, das es liebt, seine Umgebung zu verändern und das Klima zu wechseln. So wie im Sommer bei uns die Völkerwanderung aus der Stadt aufs Land, ins Gebirge und ans Meer einseht, so gibt es auch Tiere, die seit unvordenklichen Zeiten zu einer bestimmten Jahreszeit „in Serien“ gehen. Dabei handelt es sich nicht um die großen Wanderungen, die von manchen Tieren zur Vollziehung ihres Brutgeschäftes angetreten werden oder die die Vögel alljährlich nach dem Süden führen. Es scheint sich vielmehr um eine Klimaveränderung zu handeln, die dem menschlichen Bedürfnis auffällig entspricht. So verlassen z. B. ganze Heere von Ratten gegen Ende des Sommers die Städte und verbringen einige Wochen auf dem Lande. Es ist nicht Mangel an Rahrung. was sie zur Reise veranlaßt, sondern augenscheinlich das unbezwingliche Verlangen nach anderer Rahrung. Sie wissen, daß alle willen Früchte jetzt reif sind, daß sie sich an Rüssen und Eiern den Leib recht voll schlagen können, und so nehmen sie denn ihren Landaufenthalt für einige Zeit. Auch die Otter, die überhaupt ein großer Wanderer ist, unternimmt gegen Sommersende ihre längsten Reisen. Die Ottern begeben sich zum Serienaufenthalt flußaufwärts nach den Quellwassern, weil es ihnen im unteren Strom zu heiß wird und sie die Kühle des oberen Flusses genießen wollen. Wenn die Witterung kalt wird, kehren sie wieder flußabwärts nach ihren alten Wohnungen zurück und befinden sich im Winter meist in der Rahe des Meeres. Ende August oder Anfang September kommen in Kanada die Bären aus dem Gebirge heraus und verbringen einen Monat oder länger an den Fluh ufern. Hier ist es besonders die große Menge von Lachsen, die die Bären anlockt. Das Remitier nennen die Indianer Mega- leep oder „den Wanderer“. Die Rcnntiere machen ganz erstaunliche Reisen, als deren Grund vielfach nichts anderes als Wohnungswechsel angenommen werden kann. Die Gemsen steigen im Sommer immer höher auf die Gipfel enrpor, weil sie hier noch Schnee in den Schluchten finden und der kältere Wind sie bei der sommerlichen Hitze erfrischt.
Die pfeifende Weinflasche.
Zu den eigenartigsten Sammlungen, die das an Museen so reiche London birgt, gehört dis Sammlung von Weinflaschen und Weinbehältern, die der Londoner Weinhändlerklub sein eigen nennt. Dort gibt es sogar eine pfeifende Weinflasche: sie stammt aus dem alten Peru und besteht aus zwei Porzellanflaschen, die etwa die Form von Chiantiflaschen haben und durch eine Porzellanröhre miteinander verbunden find. Wenn die alten Peruaner, die sich dieser Flossen bedienten, in den Hals der einen Flasche bliesen, gab die andere, wenn die verbindende Röhre leer war, einen schrillen, pfeifenden Ton von sich. Außerdem gibt es hier altrömische Weinkrüge, bauchige Lederflaschen, die im 15. Jahrhundert mitgeführt wurden und an die Handtasche einer modernen Dame erinnern, silberne Weingefäße, die nur zu Probstrunken benutzt wurden und alle möglichen Attrappen, deren sich schon früher Weinfreunde bedienten, die ihre Trinkfreuoig- feit nicht an die große Glocke hängen wollten. Da sieht man Bücher, ja sogar Bibeln, deren Inhalt ein bauchiges Branntweinfläschchen bildet, und andere solche Maskierungen, wie sie noch heute im „trockenen" Amerika beliebt sind.
IJ X,
empfiehlt 6879a
EdgarBorrmann
HciuS- und Küchen nerätc, Gießen.
Illillllllllllllllllllllllllllllllll
'Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt:
190, Matte 30 bis 35, Wirsing
Rundfunk-Programm.
Ireilag, 19. August.
13 bis 14 Uhr: Reue Schallplatten. — 16.30 bis 17.45 IHjr: Hausfrauennachmittag — 17.45 bis 18.05 Uhr: Die Lesestunde. — 18.15 bis 18.30 Uhr: Übertragung von Kassel: Stuirde Haus und Garten. — 18.30 bis 18.50 Uhr: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik: Wiederbelebung — Beförderung lebender Fische — Eine Staumauer aus Erde. — 18.50 bis 19 Uhr: Film-Wochenschau. — 19 Uhr: Hebertengung aus dem Frankfurter Opernhaus: Othello, Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi. — Anschließend: Uebertragung von Kassel: Spät- konzert.
litte getötet
r melden, würben bei ?n Artillerieregiments ei Franzensfeste drei ich! explodiertes alte; dem wollten, iüdstlmfrtilh.
anbouemben Waldaus Korsika, die burd) in, dauern an. Dos erreicht. Aus Korsika mvundete.
In vstsibirien.
laditovflvk und Ha- tegengüfie Hochwasser Dörfer sind über* Mine sind teilweise )en zerstört Die 3e« denen Gegenden auf > Personen ertranken, he in Armenien.
darunter auch Äto* e und Lieh wurden Urmemen von einem rt infolge eines 0r* war.
hem fltbet ranMche DaM« merikanifchtn M .wem amrikamW ird) bestimmtes L Hebel gehüllt ' ich der amenlamsip ;t erweisen soll.
nf*-
»griff® S« W
geben von diesen berichtigenden Mitteilungen unseren Lesern Kenntnis.
*• Militärkonzert. Die Reichswehrkapelle veranstaltete gestern abend auf der „ßie- bigshöhe" unter Leitung von Obermusikmeister L ö b e r ihr erstes Smrderkoirzert, nachdem am Freitag das Schlußkonzert der Abonnements- serie stattgefunden hatte. Auch diese Sonderver- anstaltung war sehr gut besucht und nahm in allen Teilen einen ausgezeichneten Verlauf. Don den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Darbietungen der Kapelle, denen sich zahlreiche Einlagen anschlossen, verdienen besondere Erwähnung die Große Fantasie aus der Oper „Troubadour". die Lyrische Suite von Grieg, die Melodien aus „Rheingvld", die Große Phantasie auS der Oper „Undine“ und der Walzer „Grüße von der Lahn“ von W. Gober. Den Schluß bildete ein militärisches Tongemälde, das ebenfalls außerordentlichen Anklang fand.
’• Aus dem Gießener Standesamt s r e g i st e r. Es verstärken in der Zeit vom 1. bis 15. August: 2. Heinrich Krieb, Gemüsehändler 85 Jahre alt, Seltersweg 31, 5. Antonie Gail. geb. Knorr, Wi'we, 63 Jahre alt, Löberstraße 24, 6. Elisabeth Schlitt geb. Loos, 52 Jahre alt, Mittelweg 2. 7. Hermann Jochem, Heilkundiger, 33 Jahre alt. Westanlage 27, 8. Luise Marie C l o o s, 6 Jahre alt, Kirchstraße 2, 11. Heinrich Böger, Rentner, 79 Jahre alt, Lessingstraße 18, 12. Elisobethe Dechert geb. Dörr, 62 Jahre alt, Wilhelm - straße 52, 13. August Biedenkopf, 11 Jahre alt, Sonnenstraße 3, 15. Johann E m i g, Postassistent, 57 Jahre al:, Hillebrandstraße 1, 15. Karl Klebe, Fellhändler, 65 Jahre alt, Mühlstraße 2.
" Bewaffnung von Teilnehmern an Aufzügen und öffentlichen Versammlungen. Das Hessische Polizeiamt teilt mit: Rach § 11 des Reichsvereinsgesetzes vom 19. 4. 1908 darf niemand in einer öffentlichen Versammlung oder in einem Aufzug, der auf öffentlichen Straßen und Plätzen stattfinden soll, bewaffnet erscheinen. Als Waffen im Sinne des ungezogenen Gesetzes sind alle Diejenigen Gegenstände anzusehen, die nach ihrer Besttm- mung zu einer Zufügung gefährlicher Verletzungen beim Angriff ober der Verteidigung gebraucht werden. Den Waffen sind demnach auch diejenigen Werkzeuge zuzuzählen, die zwar nicht ihrer natürlichen Vestimmung, aber doch ihrer Beschaffung nach zur Beibringung gefährlicher Verletzungen verwandt werden können, wenn sie nicht zufällig, sondern in der Absicht, zu verletzen — sei es auch nur im Derteidigungs- fatle - - oder um einen physischen Zwang durch Einschüchterung auszuüben, mitgeführt werden. Stöcke, Knüppel, Gummiknüppel, Schlagringe, Stahlruten, Spiralfedern und Spaten sind demnach als Waffen im Sinne des § 11 des Vereins- gesehes anzusehen. Für den Begriff als Waffe ist es aber nicht wesentlich, ob die Stocke mit Eisenspitzen versehen sind oder nicht. Die mit derartigen Waffen betroffenen Versammlungsoder Aufzugteilnehmer machen sich nach § 11 und 19 des Reichsvereinsgesetzes strafbar.
•• Der Wandervogel „Höhenflug" erfreute am Dienstagabend die Patienten des Jsolierhauses in der Chirurgischen Klinik mit musikalischen Vorträgen. Flotte Märsche wechselten ab mit gut einstudierten Konzertstücken. Die Darbietungen der jugendlichen Wandererschar fanden den reichen Beifall der angenehm überraschten Patienten.
•* Dre Maul- und Klauenseuche in Hessen fast erloschen. Rach einer amtlichen Mitteilung ist die Maul- und Klauenseuche im Lande Hessen so gut tote erloschen. Sämtliche Kreise mit Ausnahme von Büdingen sowie eines Falles im Kreise Worms sind völlig seuchenfrei.
** Auf trieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Zwei Kühe, 941 Kälber, 326 Schafe, 543 Schweine.
ordnung hineingelomme.i. Die Entscheidung Reichsversicherungsamts versagte aber die billigung der Dersicherurrgsleistung und gründete den ablehnenden Bescheid mit den genten Ausführungen: Der Versicherte ist seiner Arbeitsstätte zurückaeiommen und
Die ^eintoftmaraarlne mir ösm größten Sßoltumfafy!
estzatb tjat 25laubanb in wenigen Jahren ihr—- rkfig.es Absatzgebiet erobert*? QBosljalb faufea Millionen Hausfrauen in nieten £änbern nur die ^eintoftmargaeine. 23laubanb-frifcfy getimt ?
Weit sie aus den. ob elften ^Rolrftoffen mit f)unborttau.- fenben fiter Milch täglich /risch hergestellt wird, unb raeil fie buccti itjte übecragenbe Qualität uab ihr föftlictjes Stroma tvofy itjres bebeuicnb billigeren föreifts felbft fünfte b£>utiee vollkommen ersetzte
Wer 53laubanb noch nicht tonnt, cnad]0 beshalb fctjleu- nigft einen Versuch-er mich flä] lohnen!
gÄ Opi», ? bi«
Otürfp.der Hrtin in > ^t. tn sich unb tuteten
-fcinb uni u.-V
INg.
M wurden Qu| Kenen Fried'. ' tz . alle Trab. ® ^.»erbrochen. " Serstort, so dah dei^ Trümmer.
Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen. Am Samstag, 20. August, vormittags 8V2 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgras-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt. Es werden folgende Punkte verhandelt: 1. Klage des Gustav Loh in Gießen gegen das Kreis amt Gießen auf Aushebung des Bescheids vom 31. Mai 1927 wegen Versagung des Wandergewerbescheins. — 2. Gesuch des Wilhelm Kretschmar II. in Atzenhain, Kreis Alsfeld, um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft. — 3. Gesuch des Otto Geiß in Reb- geshain, Kreis Schotten, um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft.
Der Berliner Schnellzug D 180 hatte heute früh eine Verspätung von 2 Stunden und 5 Minuten. Die Verspätung war entstanden durch die Entgleisung eines Güterzuges auf dem Bahnhof Brandenburg, wodurch die Durchfahrt versperrt und ein Zurückfahven des Schnellzuges nach Wannsee zur Umleitung auf eine andere Strecke notwendig gemacht wurde. Die Berliner Driefbestellung erlitt infolgedefsen eine erhebliche Verspätung.
*e Die Schwalben sind noch da. 3m Gegensatz zu der vor einigen Tagen gebrachten Mitteilung über frühen Wegzug der Schwalben wird im8 von verschiedenen Lesern mitgeteilt, daß die Schwalben in Gießen und Umgegend noch anwesend sind. Ganz bestimmt sei die Hausschwalbe noch hier: man sehe sie vereinzelt, oder auch in größeren Ansammlungen nach Insekten haschend über die Wiesen streichend, oder an Wegen, auf Ackern und freien Plätzen ausruhend. Heber den Wiesen am Schreiberwtg seien Schwalben noch in größeren Scharen zu sehen. Wir
toWiiüosSMöergew&e
Die bewährte Züsch neidelehran st alt F. H. O. Müller, Frankr- urt a. M., hält am hiesigen Platze, bei weitermäßigtem Honorar, ’inem vielseitigen Bedürfnis entsprechend, einen 4 wöchigen Fachvollkursus für Herren- und Damengarderobe ab.
Es ergeht auch besonders an die Damenschneiderinnen der Ruf, sich die Gelegenheit der Ausbildung im modernen Maßmd Modellschnittzeichnen nicht entgehen zu lassen, da es das trftemal ist, daß eine namhafte Lehranstalt den Unterricht hierin für Gießen und Umgegend erteilt. 05991
Genaue Auskunft erteilen und Anmeldungen nehmen mtgegen:
Schneidermeister S. Oppenheim, Bahnhof,tr. Schneidermeister Fritz Ortwern, Löberstr. 12 sowie die Werbeleitung der Schule.
stimmt allerdings der § 545a der Reichsversiche- rungscrdnung: „Als Beschäftigung in einem der Versicherung unterliegenden Betriebe gilt die mit der Beschäftigung in diesem Betriebe zusammenhängende Verwahrung, Beförderung, Instandhaltung und Erneuerung des Arbeitsge.äts, auch wenn es vom Versicherten gestellt wird." Auch diese Bestimmung ist erst durch das Gesetz vom 14. Juni 1925 in die Reichsversicherungs-
Aus der ProvinzialhaupistM.
Gießen, den 18. August 1927.
Regentag
Hebet den Dächern liegt ein feiner, blauer Schleier. Die Tropfen schlafen als leise Melodie auf mein Fenstersims, abwechslungsreich vom piano zum an schwell en den forte — es liegt auf einem solchen Mittsommer-Regentag eine leise Traurigkeitsstimmung, die ein Ahnen von Vergehen und Herbst in uns aufkommen läßt. Man wird nachdenklich in der St:Ile, die von den verlassenen Straßen aufsteigt, man sieht in den blauen Dunst, der über der Stadt steht und lauscht auf das leis-geheimnisvolle Rauschen, das durch die 'Bäume geht: in den Gärten stehen mit verwaschenen und hängenden Sternen die blassen Astern, die so sehr an den Herbst gemahnen. Wie scheidende Sonunergrüße leuchten sie ftill, ihre letzten Blüten wird erster Schnee ^decken. Bei der Sonne, dem blauen Sommerhimmel, fünften wir uns vor wenigen Tagen noch so wintersern. so ganz sommerumflutet, mitten in aller Schönheit. Und ein einziger Tag brachte uns allem Grauen so nahe. Die Dunkelheit kommt 'rüh aus den Silhouetten der dunllen Häuser leuchten die hellen Fenster wie freundliche Tröster ins Weite. Durch die Stille der nun beginnenden Rächt singt den müden Menschen der Regen sein eintöniges, stilles Wiegenlied. E. v. M.
Der Berussgang
in der Unfallversicherung.
Es dürfte bekannt fein, daß die Unfall- ve sicherung durch das Gesetz vom 14. Juli 1925 ahin erweitert worden ist, daß die Versiehe- XungSleiftungen auch für diejenigen Unfälle gezahlt werden, die auf dem Wege zu und von der Arbeitsstätte eingetreten sind. Das Gesetz lagt jedoch nicht ausdrücklich, was unter dem Tbege zu und von der Arbeitsstätte zu verstehen ist: die Reichsregierung wollte vielmehr die Entwicklung dieses Pegrisses der zuständigen Rechtsprechung überlassen. Im Einzelfall wird es manchmal sehr schwierig sein, sestzustellen, wann der Weg zu der Arbeitsstätte begonnen hat, und wann der Weg von der Arbeitsstätte beendet ist. Als feststehend kann vorerst angenommen werden, daß die Bezeichnung „Weg" nicht in dem Sinne von „Straße" gebraucht worden ist, sondern als die Betätigungsform des Sich-fori-Bewegens auf das Ziel der Arbeitsstätte bzw. von der Arbeitsstätte auf das Ziel der Wohnung hin. Wenn also dec § 545a der Reichsversicherunasordnung bestimmt: „Als Beschäftigung in einem der Versicherung unterliegenden Betrieb gilt der mit der Beschäftigung in diesem Betrieb zusammenhängende Weg nach und von der Arbeitsstätte". so bedeutet das Wort ,Weg" das Sich-Hin-Bewegen von der Wohnung zur Arbeitsstätte und von der Arbeitsstätte zur Wohnung. Dieser Weg kann schon beginnen auf einem Grundstück oder in einem umfriedeten Gelände: nur ist stets die Voraussetzung dabei, daß der häusliche Wirkungskreis verlassen ist und der Weg nach der Arbeitsstätte angetreten.
In diesem Sinne lautet die endgültige Entscheidung des Reichsversicherungsamts vom 12. August 1926. Der Fall, um den es sich handelt, lag folgendermaßen: Ein Arbeiter, der mit dem Fahrrad zu seiner Arbeitsstätte zu labten pflegte, war im Begriff, sein Fahrrad nach Verlassen der Wohnung die Treppe hin- uiiterzutragen. Er glitt hierbei auf der Treppe aus und brach sich den linken Unterschenkel. Er hatte die Absicht, sich zur Arbeitsstätte zu begehen, er befand sich mithin auf dem Wege nach der Arbeitsstätte im Sinne des § 545a RVO.. auch wenn er sich noch in seinem Hause befand. Er war jedoch bereits außerhalb der Wohnung und hat somit Anspruch auf die Leistung her Versicherung gemäß dem dritten Buche der Reichsversicherungsordnung.
Wie verschieden die Unfälle auf dem Wege ;u und von der Arbeitsstätte liegen und wie verschieden daher guch die endgültigen Entscheidungen des Reichsversicherungsamts ausfallen können, zeigt ein anderer Unfall. Ein Arbeiter kommt in der Dunkelheit von feiner Arbeitsstätte zurück. Er hat bereits seine Wohnung betreten und teilt in der Küche seinen Rucksack aufhängen: dabei stürzt er in die offenstehende Kelleröffnung und wird durch den Fall getötet. Run be»
Rüben 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 30, Römischkohl 10 bis 15, Dohnen (grüne) 10 bis 15, Bohnen (gelbe) 15, Erbsen 25, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 100, Rhabarber 10 bis 15. Pilze 30, Kartoffeln 6, Frühäpfel 12 bis 40, Falläpfel 6 bis 8, Birnen 15 bis 50, Kirschen 35, Stachelbeeren 30, Johannisbeeren 30, Zwetschen 22 bis 35. Mirabellen 30 bis 60, Reineclauden 30 bis 35, junge Hahnen 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis HO Pf. das Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 130 Pf.: Eier 13 bis 14, Blumenkohl 20 bis 60, Salat 5 vis 10, öalatgurfen 10 bis 50, Einmachgurken 2 bis 3, Endivien 10, Ober-Kohlrabi 5 bis 10, Rettich 10 Pf. das Stück: Radieschen 10 bis 15 Pf. das Bund.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Palast-Lichtspiele: „Die Frauengasse von Algier". — Astoria-Lichtspiele: „Das Todeslasso".
— Der Gießener Ruderklub „Has- fi a“ 1906 veranstaltet am nächsten Sonntag auf der Schüßler'schen Bleiche ein Wassersportfest. Räheres im heutigen Anzeigenteil.
Marburger Stt. 7.
| Mietgesuche j
Schöne
2-3-5l«[-
VMM auch im 9iem au, aeßicht. Schriftliche Angebote unt. 05983 an den Gteß Anz. Jung Ebevaar sacht 2 leer? ZiNMl ob Kiickc n.Jimmcr 5 dir. An geb. unter 05981 a. d.Gieß.Anz [Wohnungstausch] Zu lamhen gesucht schöne sonnige
5 Zimmer-Wobu mit Badeztnnner in gut. Lage neß. schöne 4 Zimmer Wohn. Schrtstl Angebote unter 05989 an den Gieß. Anz. erbeten.
•Sä
MS
M N


