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Turnen, Sport und Spiel

deutschen Meisterschaften 1927 ii

neue deutsche -Rekorde brachten, ein

Rheinhessen

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15,4 Sei., 2.

Sek., 3. Ku- Regensburger

Limburg.

16. Juli. Eine Ortsbeffchti- Wildererprozeh in

Fredebr.rg abgrhalten wurde, nahm einen ver­hängnisvollen Ilusgong. Ein als Zeuge hinzu- gezcgener Gutsbesitzer wollte mit einem Jagd­gewehr seine Beobachtungen demonstrieren, wo­bei sich die Waffe entlud und ein Gutsbesitzer auf der Stelle getötet wurde. Der Lokal­termin wurde sofort abgebrochen.

Obcrwesterwaldkreis.

Lpd. Hachenburg, 16. Juli. Eine 80jähr. Greisin in Hamm stellte sich mit ihrem Sohn und ihrer Enkelin bei einem Gewitter unter einen hohen Birnbaum. Der Blitz schlug in ben Baum ein und tötete die alte Frau.

WSR. Marienberg, 16. Juli. Im Hause deS Wagnermeisters Denker brad) aus bisher noch unbekannter Ursache Feuer aus. Das Feuer. daS an den reichen Heu- und Strohvor-

r *6'' SMtoiri jA y» er nach IMN werden muhte

breite zurück 400 Meier' 1. Büchner (Mag bürg) 48,8 Set'., 2. Reumann (DSC.-Derltt 49 Set., 3. Schmidt (Teutonia-Berlin) 49, Sek. 5000 Meter: 1. Kohn (Teutonia-Ber-

ein schweres Autounglück. Ein Auto des Mainzer Sägewerkes Gabriel geriet beim Ausweichen eines Fuhrwerks in den Chaussee-. graben und überschlug sich. Hierbei wurde der Führer D r o ft m a n n getötet, ein anderer Insasse leicht verletzt. Das Auto ist total zer­trümmert.

Deutsche Leichtathletik- Meisterschasten.

Sieben neue deutsche Rekorde.

Die deutschen Leichtathletik-Mei­sterschaften 1927, die am Samstag im Deutschen Stadion zu Berlin-Grunewald be­gannen, nahmen einen verheißungsvollen An­fang, wurden doch bereits am ersten Meister­schaftstage drei neue deutsche Rekorde aufgestellt. Körnig gewann die 200-Meter- Meisterschaft in 21,4 Sek. Kohn (Teutonia- Berlin) durchlief die 5000 Meter mit 15:03,2 in neuer Rekordzeit, und Hänchen (Polizei- Berlin) überbot im beidarmigen Diskuswerfen mit 77,66 Meter den alten Rekord. Die Er­gebnisse waren. Diskuswerfen: 1. Hänchen (Berlin) 44,67 Meter, 2. Paulus (Wetzlar) 44,06 Meter, 3. Seraidaris (Dresden) 41,17 Meter. Diskuswerfen (beidarmig): 1. Hän­chen (Berlin) 77,66 Meter (neuer deutscher Re­kord), 2. Seraidaris (Dresden) 72,38 Meter, 3. Schnüffele (Stuttgart) 70,97 Meter. Hammerwerfen: 1. Mang (Regensburg) 40,71 Meter, 2. Wenninger (Zuffenhausen) 39,71,5 Meter, 3. Kniese (BSC.) 38,51,5 Meter. Hochsprung: 1. Betz (DSC.-Berlin) 1,88 Meter, 2. Köpke (Stettin) 1,88 Meter (durch Stechen entschieden), 3. Skeczinski (Berlin) 1,85 Met. 200 Meter: 1. Körnig (SCC.) 21,4 Sek. (neuer deutscher Rekord), 2. Schüller (Kre­feld) 21,6 Sek., 3 Schlöftke (BSC.) Brust-

Preußen.

SUctö Wetzlar.

§ Krofdorf, 16. Juli. In der letzten G e - in e i n d e r a t s s i tz u n g wurde folgendes verhan­delt: Für die Instandsetzung des Gerüstes um die Dorflinde in Gleiberg wurde der Kredit auf 154 Mk. erhöht und gleichzeitig beschlossen, an dem Gleiberger Feld einen neuen Wegweiser aufzuslel- len. Die Finanzkommission hat den Entwurf einer neuen Vergnüaungssteuerordnung durchgeprüst. Dem Vorschlag der Finanzkommission entsprechend nahm der Gemeinderat die Ordnung mit der Abänderung an, daß im § 8 die Steuersätze in Gruppe 1 auf 10 Proz., in Gruppe 2 auf 15 Proz. und in Gruppe 3 auf 20 Proz. gesenkt wer­den. Die Hochwasserschäden a m Frohnbach sollen unter Inanspruchnahme der zur Verfügung stehenden Staatsbeihilfe von 700 Mark beseitigt werden. Die Beschlußfassung über die Aufteilung des Baugeländes an der Kinzenbacher Straße wurde nochmals vertagt. Der Vorsitzende gab Kenntnis von den Verhandlungen in Fellingshausen über die S p s x- r n n g d e r Straße K r o f d o r f Fellings­hausen auf hessischem Gebiet und Stillegung d e r K r a f t p o st l i n i e. Die Derhandlungen haben dahin geführt, daß die K r a f t p o st l i n i e er­halten bleibt. Im Anschluß hieran wurde über die Wünsche der Postverwaltung auf Beteiligung d.-r Gemeinde an einer Reparaturwerkstatt und Vergrößerung der Autohalle in Krosdors für zwei neue Waaen verhandelt. Der Gemeinderat konnte sich mit diesen Wünschen der Postverwaltung nur Tpenig befreunden, es wurde schließlich Vertagung ! b, schlossen, damit zunächst Fühlung mit der Be- oölkerung genommen werden kann.

I Münchholzhausen, 16. Juli. Der

Fürst zu Solms-Braunfels besaß in brr hiesigen Gemarkung einen Grundbesitz von insgr- samt 34 Hektar, der von der Fürstlichen Reut- kammer an hiesige Einwohner verpachtet war. Im vorigen Jahr hat die hiesige Gemeinde fänit- tiche Grundstücke käuflich erworben, und etwa ein Viertel der gekauften Ländereien an hiesige Ortsbewohner weiterverkauft, die die neuenPar- zrllen als Bau- und Sieblungsgelände oder iandwirtschaftlich nutzen. Der Rest der erworbe- neu Ländereien ist an einheimische Landwirte verpachtet.

. - Hochelheim, 16. Juli. Reben der Rachbargemeinde Klein-Rechtenbach besitzt unsere Gemeinde als einzige Gemeinde der .Umgegend größere Kirschbaumanlagen, die im südlichen Teil unserer Gemarkung gelegen sind. Augenblicklich ist dort die Kirschenernte in vollem Gange, die im Gegenteil zu den Vorjahren, welche nur mittlere Durchschnittserträge brachten, als sehr gut zu bezeichnen ist, ebenso wie in den Kirsch­baumstücken der Gemeinde Klein-Rechtenbach. Der Zentner Kirschen kostet etwa 40 bis 50 Mk., die­selben werden zum großen Teile von den Ein­wohnern direkt an die Berbrauchrr geliefert.

Aus dem Kreise Wetzlar, 16.Juli. Der kürzlich von dem Kreisausschuß herausge­gebene Bericht über die Verwaltung und den Stand der Kreiskommunalangelegen­heiten für das Jahr 1926 bietet eine Fülle von interessantem Material. So ist aus ihm zu ent­nehmen, daß der Kreis 53 624 Hektar groß ist, im Oktober 1926 71 926 Einwohner zählte und aus

Herberge für unsere geeignet fein.

Kreis

Lpd. Limburg, gung, die in einem

lin) 15:03,2 (neuer deutscher Rekord), 2. Dieck­mann (Hannover) 15:17,2, 3. Dvltz e (Preu- ften-Stettin) 15:22,7. 110 Meter Hürden.

1. Steinhardt (Karlsruhe)

Stockhaus auf dem Schloßberg soll eine moderne Jugendherberge eingerichtet werden. Die herrliche Lage des Haukes auf dem Berge mit dem Wilhelmsturm als Hintergrmrd, wird als wandernde Jugend sehr

Schulze (Pvlizei-Berlin) 16,1 rallus (Berlin) 16,4 Sek. (Jena) als Dritter qualifiziert.

fall bis 50 v. H. betragen. Andere Fruchtarten und Hackfrüchte haben weniger gelitten. Die Wal­ser des neueren Vogelsberges ffnd eben durch mbreiche H 'm b e e r s u ch e r belebt, die die süßen Früchte meist sür den eigenen Haushalt sammeln. Rur wenig Beeren werden für 50 bis 60 Pfennig sür bas Pfund verkauft. .

« Düftfelb, 17. 3uh. Für seine schwer erkrankte Schwester wollte gestern nachmrttag der 21jährige Sohn des Försters Schaaf m ter Apotheke zu Homberg die vom Arzt vei-

Solen. Un.-rw-gs tarn der hm£ TRann mit seinem Rade derart zu F a^l l daß er bewußtlos auf der Straße liegen blieb. Der Arzt, welcher gerade von fernem ersten Besuch wieder in Homberg angekommen Ar wurk^ benachrichtigt und war nut Auto in einigen Qttmuten an ber JnfaUM«, wo er einen schweren Schädelbruch des Verunglückten feftstellte.

Starkenburg.

In den am zweiten Tag ausgetragenen zwölf Meisterschafteir wurden nicht weniger als vier neue deutsche Rekorde ausgestellt, so daß die deuffchen Meisterschaften 1927 insgesamt sieben neue deutsche Rekorde brachten, ein Ergebnis, das

* Darmstadt, 16. Juli. D:e Hessische Handwerkskammer erhebt für das Rech' nunasjahr 1927 eine Umlag e Oon 36o000 Mk.-, für ie 1000 Mark Steuerwerk des Bettrebükap - lals gelten 34 Pfennig als Ilmlagesatz. DasMrm-

(jm für Arbeit und Wirtschaft hat letzt bie Umlage genehmigt. - Rach einer Mitteilung des Min'steriums für Arbeit und Wirtschaft werden ab 1. Juli 1927 die Zinssätze für bie noch aus- stchenden lcndwirtfchastliche-.r Rötst andskredrte wie folgt berechnet: 7V2 Prozent vom dritten Dar­lehensdrittel, sowie von den sällrg gewesenen, aber geftunbeten Beträgen: 8 Prozent von den fällig getretenen, jedoch nicht gestundeten Betra­gen. Der Festzug des 33. Mitte l r h e i - Nischen K r e i s t u r n f e st t s wird s-.ch am 31 Juli, nachmittags 1 Uhr. in Bewegung setzen. Er wird mit einer Länge von über 7 Kttoverer und mit einer Beteiligung von annähernd 30 000 Menschen das gröftte Ereign-s dieser Art fern, das Darmstadt bisher in feinen Mauern 'am. _

Lvd. Darmstadl. Juli. Die neue große 1 Fcsthalle in Darmstadt, die mit einem Kosten- 1 aufwand von 3400 000 Mark auf dem alten EL er zic. platz erstellt wird, ist bis auf einige Kleinig­keiten ferti ggeftedt. Der ganze Exerzierplatz ist einer gründlichen Um- und Ausgestaltung unter­worfen worden, so daß man ihn kaum wieder- erkennt. Am Eingang von der Rheinstraße zur Festhalle sind großzügige Anlagen , geschaffen.

Darmstadt. 1«. Juli. Gestern nachmittag gegen 4 Uhr wu.de Darmstadt von einem U n - Wetter heimgesucht, wie es hier in den letzten Satiren von solcher Heftigkeit kaum aufgetreten ist. Es strömte ein wo'Knbruchittttger Regen her­nieder, und ständig zuckten Blitze am Hnumel. Wieder wurden, wie schon vor einigen ^agen, mehrere Keller überschwemmt, so daß die Feuer­wehr eingnüfen mußte. Durch eine Kanalver­stopfung hatte sich in der Heidelberger Straße ein See von etwa 1 00 Meter Länge und V» Meter Tiefe gebildet, auch stellten sich wieder Crüsenkungen in mehreren Straßen ein, die ihre Ursachen in schadhaften Kanälen haben. In fast allen Stadtteilen schlugen Blitze ein, zum Glück ohne zu zünden. Eine dichtgefuilte gemeinsame Kabine des Frauenbades am Woog wurde von einem Blitzstrahl getroffen, der fernen Cffieg durch den Ofen nahm. Berletzt wurde nie- manb, aber den Besucherinnen wurde ein großer Gc'-reden eingejagt. Die Burschenschaft Rugia" hat sich als erste der Darmstädter studentischen Verbindungen einen eigenen Ten- ni £> - und Sportplatz geschaffen und darauf ein Svorihaus errichtet. Am Samstag bei der Feier des 25. Stiftungsfestes derRugia" fand die Einweihung statt, wobei Prof. Dr. Heide- brock im Ramen des Akademischen Amtes Leibesübungen v.nb ker Technischen Hochschule diesem Erfolg Glück wünschte. Reichsaußen-

Minister Dr. Slresemanu hatte aus Anlaß des Stiftungsfestes ein Glückwunschtelegramm ge­sandt. Heute vormittag fand auf dem Sporttllah die Weihe eines Ehrenmals für die im Welt­krieg gefallenen Rugier statt. - Durch gemein- famen Beschluß der Vertreter des Darmstadter Milchhandels und der Landwirtschaft ist der M i l ch p r e i s ab Montag, 18. Juli, von 30 auf 32 Pfennig erhöht worden.

täten gute RaHrung fand, breitete sich mit so elementarer Gewalt auf das angrenzende Wohn­haus und bie Stallungen aus, daß alles bis auf den Grund nlebetbrannte. Der Schaden ist sehr groh.

Maingau.

Lpd. Frankfurt a. M., 16. Juli. Gestern gegen */s8 Uhr rannte die 5'/rjährige Else Am- rhein vor dem Hause Ziegelhüttenweg 2 gegen ein vorbeifahrendes Personenauto und wurde sofort getötet. Den von auswärts stam­menden Kraftwagensührer soll nach Angaben von Augenzeugen keine Schuld treffen.

Lpd. Idstein, 17. Juli. Als Einleitung zu dem alljährlich stattsindenden, diesmaligen ach­ten Raffauischen 'Bauerntag fand am Samstag die Eröffnung der Maschinenausstel­lung und Tierschau im Gassenbacher Hof statt. Am heutigen Sonntagvormittag bleiten die Ver­treter der nassauischen Bauernschaft eine große Versammlung ab, in der Reichstagsabgeordneter Hepp-Selbach, als Vorsitzender der Bezirks bauernschaft einen Ueberblick über die wirtschafts­politische Lage gab. Am Rachmittag bewegte sich ein großer Festzug durch die Sttaßen Idsteins.

WSR. Bad Homburg, 16. Juli. Im Schwimmbecken des hiesigen Seedammbades ba­dete gestern mittag eine junge Dame, die an­scheinend noch unsicher im Schwimmen war. Plötzlich verließen sie die Kräfte und sie ging unter. Der Bademeister Link, der den Vor­fall beobachtet hatte, sprang nach und konnte die Dame noch rechtzeitig dem Wassertvde entreißen.

Kreis Usingen.

WSR. Ufingen, 16. Juli. In der Gegend von Usingen entlud sich geftem ein heftiges Gewitter, verbunden mit Wolkenbruch artigem Regen und Hagelschlag, wodurch an den Fluren beträchtlicher Schaden an gerichtet wurde. In Usingen wurden die Sttaßen stark über­schwemmt.

! Cleeberg, 16. Juli. Wegen In- zuchtgesahr fand dieser Tage die öffentliche Versteigerung des G e in e i nb c b u 11 en . -ebers. und -bvckes statt. Interessent" waren zahlreich erschienen. Besonders auswärtig'? Metzger waren Käufer. Während man bisher für das Pfund Ochsenfleisch Lebendgewicht 50 Ps. bezahlte, wurde für den hiesigen Bullen nir 48 Pf. pro Pfund Lebendgewicht geboten. Ääufr rin war die Groftschlächterei Löwenstein i' Rieder-Weisel. Der Eber wurde für den gering? Preis von 75 Mark von einem Metzger oh Gießen gesteigert und der Ziegenbock wurde br<- einem Einheimischen für 20 Mk. gekauft.

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ü. Uhler Bürgermeister lein 25jähriges ,5U Hm von der Dehn '"er und lehr zahlreich »erzlichsten Glückwünsch vermittelt toytben. Sie der Mgemeilte.

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'-eten ein Grendi^' >er Georg Heh d:i;

Bürgermeisterei Hohensolms im Vergleich zur Einwohnerzahl die größte, die Stadt Braunfels die kleinste Geburtenziffer, die Bürgermeisterei Atzbach- Launsbach die größte und Braunfels-Land und Wetzlar die kleinste Zahl von Eheschließungen, und 1925 die Bürgermeisterei Hohensolms und 1926 die Bürgermeisterei Aßlar die größte und die Bürgermeisterei Atzbach die kleinste Sterblichkeits­ziffer hatte.

Streik Biedenkopf.

xx Rvbheim a. b. Bieber, 16. Juli. Im Einvernehmen zwischen Schulrat unb Landrats- amt sind für die Schulen des früheren Schulauf­sichtsbezirks Rodheim (neun Ortschaften) die dies­jährigen dreiwöchigen Sommerferien auf die Zeit vom 18. Juli bis inkl. 7. August fest­gesetzt. Wiederbeginn des Unterrichts Montag, 18. August.

x. Frankenbach, 16. Juli. Rach der jüngsten Kreistagssitzung übernimmt der Kreis die selbstschuldnerische Bürgschaft für das von der deutschen Bodenkultur QL G. zu Berlin der hiesigen Gemeinde gewährte Darlehen von 30 000 Mk., sowie für das von der Rassauischen! Landesbank der Gemeind? Endbach bewilligte Darlehen von 20 000 Mk.

Dillkrcis.

bl. Dillenburg, 16. Juli. In dem im Besitz des Historischen Vereins befindlichen ehern.

er die Sachen in den Koffer zurück, so, wie er sie vorgefunden hatte. Darauf verließ er das Zimmer

Krag hatte noch ein seltsames Erlebnis an die­sem Tag, bevor die Nacht unb der Morgen darauf die entscheidenden Ereignisse brachten. Auch dieser neue Fall spielte sich im Viktoria-Hotel ab und trug dazu bei, die Lage für den Detektiv zu er­schweren, weil sie gewisse seiner Vermutungen über den Haufen warf.

Herr d'Albert kehrte um Punkt vier Uhr ins Hotel zurück. Er war gekleidet wie ein vollendeter Gentleman; es sah aus, als käme er von einem Frühstück in der Stadt. Er hatte eine weiße Rose im Knopfloch. Die leichtsinnige Blume stach seltsam ab von seiner todernsten, feierlichen Gelehrten- iniene. Krag dachte deshalb fofort an die Möglich­keit, daß er die Blume als eine Art Signal dort angebracht hatte.

d'Albert schloß sich in seinem Zimmer ein. Jens war jetzt Zimmerkellner geworden und konnte jeden seiner Schritte verfolgen und bann Krag darüber berichten. ,

In seinem Zimmer blieb b'Albert fast eine halbe Stunbe. Anfangs hörte man ihn unruhig hin unb her gehen, als ob er tief in Gedanken versunken wäre. Dann wurde da drinnen alles still. Endlich kam er heraus, schloß seine Tür sorgfältig zu unb ging in den Speisesaal hinunter, wo er Tee trank unb bie Zeitungen las. Darauf begab er sich in bie Telephonzelle. Hrag konnte nicht erfahren, mit wem er telephonierte, aber es mußte jemand im Stadt­bezirk sein. .

Während dieser alltäglichen Ereignisse stieg natür­lich bie Spannung bes Detektivs. Es lag etwas in der Luft. Diese Stille auf den Kornboren des Ho­tels, d'Alberts ruhiges Auf- unb Abwandern stach seltsam ab von den unruhigen Geschehnissen rings­um. Krag hatte jetzt das (Äfühl, daß man sich mit jeder Stunde einer Entscheidung in der einen ober anderen Richtung nähere. Mochte es eine Kata­strophe sein ober die Lösung irgend eines Rätsels, irgend etwas stand bevor.

D'Albert ging auf sein Zimmer zurück. Jens mel­dete, daß er sich mit seinen Koffern und Kleibern zu tun mache. Jens konnte nicht sehen, aber er konnte hören, wie der geheimnisvolle Gelehrte .Koffer auf- und zumachte, Stiefel auszog und so weiter.

bildet sei, daß die Polizei ihn umringt habe. Er­hielt er bann bie NachrichtLoch im Winkel", so hieß bas, daß er um jeden Preis suchen müsse zu entschlüpfen, weil es der letzte Augenblick sei.

Nachdem er diese drei Mitteilungen gelesen hatte, war Krag nicht länger im Zweifel darüber, daß Herr d'Albert einer gutorganisierten Verbrecher­bande angehörte unb wahrscheinlich ihr Anführer war. Dagegen war ihm durchaus nicht klar, ob Herr d'Albert die drei Nachrichten empfangen hatte, ober ob er sie abzuschicken gedachte.

Er begnügte sich vorläufig damit, die drei Aus­drücke zu notieren, unb setzte bann feine Unter­suchungen fort.

Der einzige Koffer, den er offen fanb, war b'Alberts Tollettenkosser. Unb ihn hatte der Ge­lehrte gewiß aus reiner Vergeßlichkeit nicht ver­schlossen, benn sonst waren alle Sachen mit einer Sorgfalt verwahrt und verrammelt, als wäre es die Wohnung eines Diplomaten ober eines Ein- brediers.

Dieser Hanbkosfer sah genau so aus wie ber, der aus dem Hotel Malmö verschwunden war und Thollons Herrn gehört hatte. Er war angefüllt mit eleganten, kostbaren Toilettensachen. Sem In­halt veriet, wie alles andere im Zimmer, den reichen, vornehmen Reisenden.

Unter den Toilettegegenständen fand Krag etwas, bas ihn befonbers interessierte, eine weiße Perücke unb graue Backenbärte. Als er beibes in ber Hanb hielt, glitt eine ferne Erinnerung durch fein Gedächtnis. Wo hatte er früher solches Haar und einen solchen Bart gesehen?

Er konnte sich nicht gleich darauf besinnen. Da stellte er sich vor den Toilettespiegel und setzte die Perücke auf. Die Erinnerung schien ihm naher- zurücken. Aber wo, wo hatte er einen solchen Bart ocfcf)cn ?

" Nun brachte er den Backenbart unter den Ohren an. Und als er sich jetzt im Spiegel betrachtete, wußte er auf einmal, wo er diese Maske, schon ge-

In ^Konsul Birgers Gesellschaft!

Das war ja ber Diener, ber falsche Jean, der mit so unvergleichlicher Geschicklichkeit alles Spiel- aeld gestohlen hatte. , . r ,

Krag sah auf feine Uhr. Er wagte seinen Au ent- I halt im Zimmer.nicht zu verlängern. Darum legte

Lpd. Mainz, 17. Juli. In der Rahe des ...... .....'H'X

Gutshvfes Mossel am Chausseehaus ereignete sich i man, daß in den beiden Jahren 19^ unb lJ2o bie

von feiner Seite erwartet worden ist.

Ergebnisse: 100-Meter-Lauf. Deutscher Meister Julius Körnig (SC. Charlottenburg) 10,8. 2. Hou den (Preußen-Krefeld) Brustweite zurück. 3. Dr. Wichmann (ST. Cinttacht- Frantfurt) 11,4. 800-Meter-Laus. Deutscher Meister B ö ch e r (Teutonia-Berlin) 1:55,1, 2. Engelhardt (I.SD. Darmstadt) 1:55,3, 3. Jakobs (Viktoria-Magdeburg) 1:55,6. 1500-Meter-Lauf. Deutscher Meister Boitze (Preuhen-Stetttn) 4:02,2, 2. Hoffmann (1860 München) 4:04,4. 3. Walpert (Teutonia-Ber­lin), 4,05,1. Böcher und Jenuwein aufgegeben. 400-Mtr.--Hürden: Deutsch. Meister Dr. P e Itz e r (Preuhen-Stetttn) 54:4 (neuer deutscher Rekord).

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Roman von Sven Elve st ad

Copyright bei Georg Müller, München.

33 Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Er las von neuem bie drei merkwürdigen Satze und lachte wieder. Dann fhibiertc er die Schrift genau. Die Sätze waren mit Bleistift geschrieben, die Schriftzüge waren sehr unsicher. Es fiel ihm dabei die Mitteilung des Chauffeurs ein, daß der Gelehrte, als er aus der Gegend der Ziegeleien zuriickkehrte, unter den Gaslaternen gelesen oder geschrieben habe.

Krag kannte die drei Ausdrücke. Sie gehörten dem Kristianiaer Verbrecherjargon an. In all ihrer Sinnlosigkeit bedeuteten sie eine ganze Menge für die Menschen, die bie Sprache verstiinben. Zivei von den Ausdrücken enthielten Mitteilungen, bie im gegebenen Augenblick von großer Wichtigkeit für den sein mußten, für den sie bestimmt waren. Der dritte enthielt einen Befehl.

Der AusdruckSpanisches Rohi wächst im Schatten" bedeutete einfach, daß die Polizei im Fahrwasser fei. Es war eine Warnung. Nimm dich in acht, bie Polizei (die Kriminalbeamten) sind hin­ter dir her, aber du kannst sie nicht sehen.

Er hat Tinte an den Fingern" war gleichfalls eu.e Mitteilung. Diese charakteristische Redewendung hieß im Nerdrecherjargon, daß der Betreffende vor­bestraft sei Vermutlich war der Ausdruck bem Fin­gerabdruckprozeß entnommen. Von jebem Ver­brecher wird ja >n ber Bertillonabteilung ein Fin­gerabdruck angefertigt. Unb später hieß es von einem solchen Mann unter den Kameraden: Er hat Tinte an den Fingern.

Aber der AusdruckLoch im Winkel" war doch für frm nicht Eingeweihten am aUcrrätfeltjaffeften. In all seiner Knappheit bedeutete auch er sehr viel. Er enthielt zugleich einen Befehl, eine Drohung und eine Warnung. Er bedeutete, baß Gefahr im An­zuge fei und an Flucht gedacht werden müsse. Asbjörn Krag hielt es nun für möglich, daß einer oder mehrere der Gehilfen des Anführers entdeckt hätten, daß ber Führer beobachtet wurde, vielleicht, daß Krag Wand an Wand mit ihm wohne. Diese Situation wurde in der Verbrechersprache so bar­gestellt, baß ein Winkel um ben Betreffenben ge-

Krag getuann sofort bie lieber je ugung, daß er im Begriff sei, sich umzukleiben ober zu verkleiden. Einige Minuten darauf kam Jens wieder unb teilte mit, er höre jetzt gar kein Geräusch mehr aus dem Zimmer bes Herrn unb glaube, baß dieser vor wenigen Augenblicken sein Zimmer verlafsen haben müsse.

Da ging Krag schnell auf ben Korrlbor hinaus. Durch das Schlüsselloch zu d'Alberts Zimmer konnte er bas Licht sehen. Es steckte also kein Schlüssel mehr darin. d'Albert mußte fort sein.

Krag eilte zur Portterloge hinunter.

Dor sich auf dem langen Gang sah er auf einmal eine Gestalt, die er zu kennen glaubte. Eine unter­setzte Gestalt, grauhaarig unb mtt grauem Backen­bart.

Unb plötzlich burchfuhr es ihn, wer das war, und ein hefttges Gefühl der Befriedigung bemächtigte sich bes Detektivs.

In Wirklichkeit glaubte er nun bestimmt, vor der Löfung aller Rätsel zu stehen unb zu ber Handlung schretten zu können, bie in den letzten Tagen das Ziel feiner Wünsche gewesen war: zu d'Alberts Ver­haftung.

Die Gestalt vor ihm, die sich gemessen unb mit schweren Schritten bewegte, konnte niemand anders fein als der geheimnisvolle Gelehrte.

Unb nun verstand er, warum Jens ben seltsamen Lärm aus dem Zimmer d'Alberts gehört hatte. Herr b'Albert hatte sich verkleibet.

Eine heitere Erinnerung durchzuckte bas Gehirn des Detektivs: die Erinnerung an ben Abend beim Konsul Birger, als die Spielgelder gestohlen würben.

Vor sich hatte er den Dieb. Es war Herr d'Albert, verkleidet als der alte brave Diener Jean.

Krag entsann sich, wie der verwegene Dieb an jenem Abend die Rolle des Dieners gespielt hatte und so Gelegenheit fanb, feine Taschendiebstähie aus­zuführen. _

Er entsann sich ferner, baß er vor ein paar Stun- bxn, während er das Zimmer des Gelehrten unter­suchte, zu seiner großen Ueberraschung das falsche Haar und den Bart in dem offenen Toiletten koste r fand, unb daß beibes auffallend an den alten Diener erinnerte. Schon da hatte er ja klar erkannt, daß d'Albert der Dieb von damals sein mußte.

(Fortsetzung folgt.)

zwei Städten unb acht tianbbürgermeiftereien be­steht, bie einschließlich 5 fürstlicher Gemeinden 82 Gemeinden umfassen. Von den Vürgermeistereien ist Atzbach-Launsbach mit 8539 Hektar am größten, Greifenstein mit 6020 Hektar am kleinsten. Gegen­über 1914 hat sich die Einwohnerzahl des Kreises von 65 098 auf 71 926 vermehrt. An dieser Zu­nahme sind alle Smdte unb Bürgermeistereien be­teiligt. Die Zahl ber Geburten betrug im gan­zen "Kreise 1925: 1502 unb 1926: 1425. Die Zahl ber Eheschließungen. hat 1925 im ganzen Kreise 648, 1926 620 betragen. In beiben Jahren stehen die Biirgermeistereien Atzbach unb Launsbach an ber Spitze.' Die Zahl ber Sterbe fälle be­trug im ganzen Kreise 1925: 726, 1926: 729. Ver­gleicht man bie Zahlen untereinanber, so findet

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Straße wieder 'm gutem Jahre fofl ber letzte Teil lenflrutt) gewalzt roerbeu. Ballung hat außerdem die ide-fRuppertenrob Borge feit der Herstellung ber lommen. Auch auf ber mentob ist der Verkehr freigegeben worben. -

er UBafferleitung Die aufgeworfenen M ;en verschwunben, (v baff wie. beseitigt ist. - Der yverein, ber seither hörte, hat sich dem Vhm- ngeschfosien, dessen Mu- angemadjfen ist. - Em an ürbeitelräiten in ber Landwirtschaft be i vergangenen Jahren sich ohe Zahl von Arbeife!°ien Tbanben war, bie in den *irHN M w°ren, rbsloier mehr aiyulrei-en, x-i gnbuftriegegetiben mit ijrt, im Siegerlaub u. fl. ' o lreiche Srlelter ein - auch bobenflan ige 2nn au? unseren ^gelsberp- ielien adgewonber d-> n mft ein W« '>l al5 m -i.ji mittag t>rc^e

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