her zu seiner Ueberioinbung qanA besondere An- strengungen und Leistungen erforderlich macht.
Die zweite Mannschaft Stehens trifit sich Avin ersten mal mit Alten-Bufeck I und wird daS 2Piel, da es sich hier um einen Heuling handelt, gewinnen. Huch Der Umstand, bah Dal Spiel in 2fitcn-Tuf«f ftaftfinbet. ändert hieran nichts.
Freier tarn- and Sportverein Meseck.
Bereits am kommenden Comuag findet das Meckspiel mit Butzbach in Wies«k statt. Die 1. Mannschaft des Playvereins wird hierbei aan- bestimmt das Dcstreben haben, das unentschiedene ZJ-atefuftat de- Vvrsonntaas zu verbessern. waS chr auch bei regulärem Spillverlauf gelingen mützre. Beiden Mannschaf len ift ein äußerlt lor- nerttl Zem>o eigen. Da» da» Spiel besonders lebhaft und htiettffanl gestaltet. Ta Dasbach trotz der kurzen Zeit feines Bestehens eine äußerst durchlchtagSträftt« Mannschaft ftellt und TBiefed infolge einer Umstellung ebenfalls sehr gewonnen hat, ist ein interessanter Stampf zu erwarten
Die Jugend Miesecls. die Butzbachs Jugend im Vvripiel 2:1 schlagen konnte, durfte sich auch diesmal infolge der überlegenen Spielte eile den Sieg nicht nehmen lassen.
O verhelfen.
L'nuDäcie Gictzcn
CO si lei N-L i n den. 17. Febr. Zufolge eines vor einiger Zeit geiahten Beschiuffes des OkmetnDeTabi wird gegenwärtig der Feldweg nach Allendor, (Lahn), der bei schlechtem TBatter kaum passierbar war, in ordnungs- gemähen Zustand versetzt. Hoffentlich folgt die Aachborgememde Allendvrf diesem Beispiel und latzt den Teil des Meges. der innerhalb der Gemarkung Mendorf liegt, ebenfalls aumbauen, Damit der jetzt gerade verkaufende Weg in Zukunft für den FuhrwertSverkehr benutzt werden kann. Bedeutet doch dieser Dsg gegenüber der Landstrahe an den Tvrgcnmüh.eu vorvci eine Zeitersparnis von einer halben Stunde.
l- TD i e fc d. 17. Aebr ©ine Pestalozzi- feier ganz eigener Art veranstaltete gestern aebnü die Volkshochschule Diesed für ihre Hörer. Die den geräumigen Vvrlefungs'aal bis aus Da6 letzte Plätzchen füllten. Dieser Abend fiel auS dem Aatzmen der sonst üblichen Arbeit der Volkshochschule heraus, aber der hundertste Todestag Pestalozzis, des TBagbereitert unseres heutiaen T^lWschulwesenS. solle auch für unsere Volkshochschule ein Punfi sein, an dem des großen TLannes festlich gedacht werden soll. Mit diesen TDorten leitete der Boriitzende Aeltor Dr. Bein fernen tief schürf enden B o r t r a g über das Lebe». TBirten und Mesen Pestalozzis ein. 3u der feinsinnigsten TD eise schilderte Dr. Lein den ganzen Lebern-weg Pestalozzis. 3n den Vortrag waren wie goldene 6ameiif6rner Deklama- üeaen singeklochron, Die den TBcrfen Pestalozzis cnlnonunen waren, und in Die sich Hörerinnen und Hörer der Volkshochschule (Die Damen Mootz. Frank. Lever^aps, Die Herren Stoll und Petri) tettten. Einige passende Sieberoorträge des FrauenchorS TDiefcd unter Leitung seines Dirigenten Lehrer Stoll verschönten die ein- drudsvolle Feier. Als Abschluß deS AbenDs. Der für alle Teilnehmer ein Gew.nn war. fangen Die Anwesenden bei Harmoniumbegscitung Dal Lied. .Brüder, reicht die Hand zum Bunde".
t. 2 eiskirchsn. LZ. Febr. Gestern fand im hiesigen Gemeindawald Die erst e H o l z- Versteigerung statt. Die Steigerer waren hauptsächlich fosche Leute, die fein eigenes Fuhrwerk besitzen. Bauersleute mit eigenem Gefährt steigern ihren Hvlzbedarf zum größten Teil in Öen entfernteren Staat swaldungrn. in Denen Die Preifst bedeutend niedriger liegen. Ts kam nur Buchenholz zur Versteigerung. Die Preise waren hoch: es wurden im Durchschnitt bezahlt für den
L Hörnsheim, 17. Febr. Bei der im hiesigen Denreindetoald stattgehabten Brennholzoersteigerung, bei Der auch ein Teil des Auyholzes mitverkauft wurde, erzielte man folgende Preise: Eichen schichtnuyholz (4 Meter lany) 28 bis 32 Ml. je 2 Raummeter, Sichen- lcheitholz 38 bis 42 Mk. je 2 Aaummeter.
er mit dem Zuge ab reifen müsse, und gwg in Die Garderobe, tun sich anzuziehen. Dort prüfte er in aller Arche Die Kleidungsstücke Der Turner und hieß alles, was chm der Mühe wert erschien, mit geh en. Er erbeutete auf diese Weise eine ansehnliche Geldsumme. Außerdem suchte er sich Den besten Anzug unb Mantel heraus, sowie Die besten Schuhe und verschwand. Aach Dem gerissenen Gauner wird gefahndet.
WSM Wetzlar, 17. gebt. Gin starkes Stück Diebesfrechheit hat sich hier zugetragen. 3n der Turnhalle deS Turnvereins erschien abends während der Turnstunde ein Mcmn. der sich als neu zu gezogener Turner vorstellte und bat. an Den Hebungen teilnehmen zu dürfen. Dies wurde chm gestattet. Gegen 10 1U)T abends entschuldigte er sich, daß
Aaummeter Buchenschei: 1Z bi# 19 Mk Knüppel 12 bis ir Mr.. Stockholm r bis 8 Mr. und Arifig 3 bis 4 Mk. 3n Den nächsten Wochen werden zwei weitere Holzverstmgerungen ht Den Gemeinde» Waldungen statt finden
C (Brüningen, 17. Febr Fetzt fand Die tritt Holzoersteigerung in dem Srüninger- Dorf GMer Markwald statt. Hierbei wurden ml- SnDe Preise erziel: B ruhen schricholz 30 bis 36 art. Budjenfnüppel 27 bis 29 Mark, Eichenscheit holz 18 bis 24 Mark, Eichenknüppel 15 bis 18 Mark. Kiefern knüppel 18 bis 24 Mark, Eichenstöcke 7 bis 8 Mark. Buche rfttöckb 10 bis 13 Mark je Iwei Aaummeter.
* Obbornhofen. 17 Febr Der feit zwei 3ahren hier bestehende Kleinkalider- Schützenverein veranstaltete dieser Tage einen Lichtbilderraben D. bei dem Major außer Dienst L i n d e n a u auS Giesten sprach. — Aach dem Anbriugen einer Pumpe ift nun unsre Aotwasserleitung in Betrieb genommen worden Auch nach Dem Unterhtrnf zu fangen jetzt Brunnen an zu versiegen, so daß die Aot- Wasserleitung erweitert werden muh.
KrciS Friedberg.
~ Butzbach, 17. Febr. Bei der im hiesigen Stadtwald vorgenommenen Eichen- und Du chennutzholzversteigerung wurden sehr hohe Preise erhielt. Es wurden bezahlt für Eichenstammholz 60 bcs LOO Mk. und für Buchenstämme 35 bis 40 Mk. je Festmeter.
Kreis Büdingen.
- Da d-Salzhausen. 17. Febr. Bei Der von 3ahr zu 3ahr sich steigernden Zahl Der Kurgäste reichten Die Bäume des Äurfjau- s e s öfters nicht aus. Besonders bei Veranstaltungen erwies sich der Kursaal als zu klein: als werterer Mangel kam das Fehlen einer Bühne hinzu. Diesem TIotftanD ist nun durch Den Anbau eines größeren Baumes an Den Ä u r f a al abgeholfen worden. Eine Bühne mit Ankleideräumen ist gleichzeitig mit erstanden. Der Anbau ist im Avhbau vollendet, durch künstliche Srodnung hofft man Den Innenausbau so beschleunigen zu können. Daß Das Haus mit Beginn Der Saison feiner Bestimmung übergeben werden kann.
*t- Borsdors, 17. Febr Hier fand jetzt die einzige Brennholzversteigerung der staatlichen Försterei Glaubzahl statt. ES hatte sich dazu eine große Zahl Käufer aus Den um- licgcnDcn Ortschaften und aus Der TBctterau cingefunDen. Obwohl über 600 Aaummeter Buchenfchetter und Knüppelholz zum Ausgebot kamen, waren Die Preise sehr hoch. ES tarnen Buchenscheiterholz 17 bis 21 Mk„ Buchenknüppel 12 biS 14 Ml.. 6töde unD Aeiser hatten auch entsprechend hohe Preise.
rl. B l e i ch e n b a ch , 17. Febr. Der Theaterabend Der hiesigen Bruderschaft des Iungdeutschen Ordens war'wieder sehr gut besucht. Das beweist, wie sehr sie in Den sechs Jahren ihres Bestehens mit Der Gemeinde verwachsen ist. Es wurde durchaus Gutes geboten. Stüde von Theodor Körner, Fritz Acuter und HanS Sachs brachten, gut Dargestellt, alte und Doch jungdeutsche Hochgedanken allen Zuhörem nahe. — 3n Der Leuten Woche traten auch in Stetiger Schule zahlreiche Grippeerkran- kungen auf; in Der Unterklasse fehlen bereits mehr als 50 Prozent der Schüler. — Die Zahl Der in diefem und in Den folgenden Jahren in die Schule eintretenden Kinder wächst Derart, daß Die Errichtung einer dritten Leh verstelle nicht zu umgehen fein wird. — Die Schafherde unserer Gemeinde war feit Anfang des Jahres stark von Der 2t ä u D c heimgefuchl die Krankheit ist zwar jetzt abgeflaut, doch wird Die diesjährige TBolüwtnmg ganz ausfallen. Die Ttentabititäi^ der Schafhaltung ist nach abgeschlossener Feldbereinigung in einem Gebiete
intenfwer Landwirtschaft wie hier übetfraufr: mehr als in Frage geWefit
Kreis Schotten.
■■ Schotten. 17. Febr. 3ui der jüngsten DemeinderatSsitzung Der Einrichtung eures lleineven. für Den Bezirk ausreichenden Krankenhauses will der Gemeinderat alsbald nähertreten. Verschiedene Angebote von privaten Häusern fanden bei dem Eemernderat keinen Anklang. So wird er Dai der Stadt gehörige, in der Aiddastraste in schöner, sonniger Lage gelegene Wohnhaus (früher Pension Postbäuschen) für Zwecke eineS Krankenhauses Herrichten lassen. A ege ballen. 3folierbarade können leicht einge- richt« werden, ein großer Garten g«chvn zum HauS. Tine gemeinsame Besprechung mit Kreis- gesundheitS-, KreiS- und Boa amt soll noch ftaU- sinden. auch muh zuvor für richtige Unterbringung deS landwirtschastüchen Amtes das sich zur Zett noch im Haus befindet, Sorge getragen werden. — Die erst« städtische Holz- verstetgerung. Verkauf auS zwei Schlägen der Stadtwaldes, hat ca. 6500 Ml. Erlös ergeben; sie wurde genehmigt. — Die städtischen Spiehwiesen. 40 Morgen für Die eine besondere Bewässerungsanlage geschaffen worden ist und Die guten Ertrag liefern, sollen auf Drei weitere 3ahre verpachtet werden. — Die HanDwerkSkammer Hal besondere Grundsätze für das DerDingu ngS- und Submifsionswefen auögearbeiiet und diese Den Gemeinden zur Beachtung empfohlen. Der Gemeinderat erfennt ftc im allgemeinen an, behält sich aber seine Entscheidung von Fall $u Fall vor. — Von Den ArichSftnanzbehörden toirD auf Zusammenlegung von Finanzamt unD Fi nanzkafse gebrannt. Die Stadt toirD Die notwendigen baulichen Veränderungen vornehmen, auch einen Bauplatz zum Bau einer Vor- stehertoohnung zur Verfügung stellen.
KreiS Lauterbach.
8 Engelrod, 17. Febr. Die Gemeinde hat ein neues, geräumiges und zweckmäßig eingertd)« tetes Feuerlöschgerätehaus gebaut, Das am Sonntag durch Den streisfeuerwehrinfpektor Bechtold (Lauterbach) feiner Bestimmung übergeben wurde. Anschließend hieran veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr einen Unterhaltungsabend, bei Dem außer gesanglichen Darbietungen Das Schauspiel „Andreas Hofer" zur Aufsichrung gelangte. Die Einübung Des Stüdes hatte Lehrer 8äff ler übernommen. Die Darsteller leisteten Vorzügliches.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
Bschenknüppei 32 W 34 Mark je 2 TUiui> metrr. Buchenstvdholz 10 bis 14 Mark je ter Raummeter. Buchenastwellen 18 bK 22 Mark ie 100 Stück. Durchfvrstungswellen 28 bis 32 Mark je 100 Stück, Fichtenftangen 1. ÄL 20 bi* 22 Mark, je 10 Stück. 2. Kl. 13 biS 17 Mark je 15 Stück unD 3 Kl. 10 bi* 14 Mk. je 15 Stück.
O Hochelheim. 17. Febr Die Arbeiten für Den Bau einer Autohall« Der Kraftpostlinie Gieße n—K l c eb a <61 a I finD nunmehr zur Vergebung ausgeschrieben Zu Der Submission sind nur Handwerker aus Den Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim zu- gelassen. Die Halle wird massiv erbaut und soll 10 Meter Lang und 7,50 Meter breit werden: sie soll zur Unterteilung von zwei Wagen Dienen.
<> Dornholzhausen. 17. Febr. Zur (Fr- gänzung Der Lehrmittel »ür Den Schulunterricht bat nun auch Die hiesige Gemeinde einen Licht bilboppa rat angeschafft. ts hanDett sich um ein Epidiaskop. Das oon Der Firma Ernst Leitz lWetzlar) geliefert ist. Zur Einführung Des 2Ippa» rotes fand oestern abenD in Der lurnhalle «in öffentlicher Lichtbildervortrag statt, mit Dem Lehrer Watz eine kurze Pestalozzi-Gedächtnisfeier verband. Äugendpfleger Engels zeigte an fianb schöner und deutlicher Bilder |t eine Reife nach Eisenach und auf die Wartburg sowie noch Den rtoroifdjen unD orientalischen Ländern.
0 Aiederkleen, 17. Febr. Die tveküh- ren für Die Entnahme von Wasser aut Der für Die biehge Gemeind« neu erbauten Wafferleitung. find von Der Gemeinde- Detitetung wie folgt festgesetzt: für einen HauS- anschlusi auf 24 Mark, für jcDen HauShaltungs- angehörigen auf 2,50 Mark, für Da« Stück Großvieh auf 3 Mark, für Da« Stück Kleinvieh auf 1 Mark, für einen Gartenbvbranten auf 10 Mark. Hausbesitzer, die an Den Snt- wässerungSkanal angeschlossen sind, haben eine besondere Gebühr von 21 Mark zu zahlen. 3n sämtlichen Fällen handelt e« sich um Die Sätze für ein Rechnungsjahr.
TI i e D e r b i e 1, 17. Febr. Die beiden hiesigen Gesangvereine — Männergesang, verein und Quartettverein — haben sich vor kurzem zu Dem .Männergesangverein Riederbiel' zusammengeschlossen: rin erfreu- licheS Zeichen Dörflicher Eintracht.
Kreis Fulda.
WER. 5u l Da, 17. Febr. Heute vormittag um 7 älhr wurde an Dem Schienenstrang Der Strecke Frankfurt a. M.—B ebra zwischen Dem Bahnhofsgebäude und Der Leipziger Straße Die Leiche eines von einem Zuge übersah retten unbekannten jungen Mannes gefunden. Man nimmt an. Daß es sich um einen Arbeiter aus Der näheren Umgebung oDet um einen blinden Passagier handelt. Der kurz vor Der Einfahrt Des Zuges beim Absprin- gen verunglückt ist. Bei Dem Toten, Der etwa 28 3ahre alt ist unD braune Manchester- sporthosen, blauen Rock, graubraune Sportstrümpfe. schwarze Schnürschuhe unD grünlich, LoDenjoppe trug, wurden keinerlei Aus- weiSpapiere und auch keine Fahrkarte gefunden.
Der Separatist als Landesverräter.
TD6TI. Mainz, 17. Febr. 3n Der LandeS- verratS-AnaelegenheitDes TlteDeringel- Heimer Separatisten Erbes weilte vor einigen Sagen im Auftrage DeS OberrrichsanwaltS ein älntersuchungsrichtcr in A ederingel-Ltm. um umfangreiche Zeugenvernehmungen vorzunehmen. Zwei Äriminalbcamte Durchsuchten Die Wohnung Des GrbeS und sanden sämtliche Woh- nungseinrichtungsgegenstänDe zum Transport vorbereitet vor. Die Haussuchung ergab schwer
Märtyrer der Liede.
Roman von 3. Schneider-Forsll.
3. Fortfetzung. Nachdruck verboten
(flifabetb wischte sich Vie letzten Tränenspuren oon den Wimpern, atmete ein paarmal aus aller liefe unD lief dann hastig die Treppt zum ersten Stock hinaus.
..Na. na, na, nal Willst mich wohl über den Haufen remren, du Vtldfang!"
Saran Merkens Hünengestalt kam ihr von oben emgeaen.
„Aerzeih, Vater, ich habe Dich nicht gesehen!"
..Natürlich nicht! Hab' ich schon gespürt I — Wo willst Dn Denn hin? — Zu mir? Ra also. Dann hmtnr! Friedrich ist so gut wie vvm Erdboden oer- schwunden. Da läut* und klingle ich in alle Ewigkeit für die Katz! Hat Die Hanna was zu elfen? — Was OrdttUlichcs? — Ich habe Hunger. Nimm mir Dann Mr Stiefel herunter. Liesl. unD bring mir meinen bequemen Hausrock. unD wenn Du noch eine Zigarre findest irgendwo. Aber eine gute? Sonst kann ich auch Darauf verzichten."
®ft schwerem Schritt trat er in das einfach müMiertp Eßzimmer. 2er bequeme Lehnstuhl krachte murr Der Bürde feines Leibes. Er flmfte Die mit schweren Schaftstiefeln beMeibeten Füße weit von sich und fuhr einige Make glättend durch Den noch mnner dich!cn dunklen Vollbart. Dabei streiften seine fingen — genau Dieselben, wie sie in Dem Gesichte feiner Tochter stunden — ungcöulDig durch Den 'Jtmmr. Merkens Gesicht mar gesund und gerötet und von starken, knochigen Formen. Alles an diesem Tfrrrm war massiv. Nichts störte die Harmonie. (Es pafite alles zusammen.
Herrgott, wo bfivb nur Da? Model wieder?
(Er trommckte mit schweren Fingern über die roe-fiübtrDerftt Plarte des großen Eichentisches.
Äm selben AugenDNck trat Esisaveth ein, das (3e> sicht uci gerötet und noch hastig atmend vom raschen Laufen, «ie brachte alles, was ihr für feine Bc quemlichkeir wünschenswert erschienen war. und legte zwei Zigarren auf Das kleine Tischchen neben dem Kamin. Saqtfid) streifte sie ihm die Stiefel von den Füfian, hals ihm in Den warmen Hausrock unD brach» Feuerzeug und Aschenbecher.
Als Friedrich erschien, war Der Baron bereits in seine Abendzeitung vertieft.
..Dec Herr Baron werden verzeihen . . "
-3a die Küche! Ich habe Hunger!" knurrte Merken. ..Zum Teufel auch! Nun sitze ich schon eine geschlagene Stunde!"
,,'Batcr, es ist noch keine zehn Minuten", be- schwichtigtr Elisabeth, um den Alten nicht w kränken.
„So? — Na also, Dann sitze ich eben zehn Mi nuten."
Das Abendefien verlies äußerst schweigsam. Elisabeth würgte an den wenigen Liffen, welche sie zu sich nahm. Das Gesicht Des Vaters war fast ganz oon Der Zeitung verdeck,. Er sah taum auf. als Friedrich den Tisch räumte. Nur einmal marf er einen stuchiigcu Blick zu der Tochter, hinüber. Die. über chr Haushaltbuch geneigt eine summe .gijam- menrechnete. Iks schien immer Die gleiche zu fein.
Wenn Georg morgen kam, mußte sie ihm Bescheid geben. Sie hatte sich ja erboten, mit Dem 3ater zu sprechen. Vielleicht war es gar nicht so schreckllch. als sie sich alles ausmalte. 'Barer hatte doch auch nichts Dagegen gehabt, als sie sich mit Dok tor Reichmann verlobte, ote überlegte hin und her. Ihr (BeDanfengang wurde immer verworrener. 'Wenn zwischen setzt und Der Zeit ihrer Verheiratung doch eine Spanne oon wenigen Wochen gelegen märe! 'Tiber in vierzehn Tagen schon' Wenn er nein sagte, was Dann? Georg war so rasch verletzt, und Ser 'Baier war fürchterlich in feinem Zorn.
Sie blickte oon ihrem Buche auf nach des Balers herabtzeneigtem Gesicht, sah die vielen tiefen Furchen und die zusammengezogenen Brauen, und aller Mut war wie meggeblafen.
firin, sie getraute es sich nicht zu sagen! Es er schien ihr ganz unerhört, was sie im Begriffe war zu tun. Wenn sie dem Manne ihrer Liebe folgte, dann blieb er ganz allein zurück. Abend für Abend ohne einen Wünschen! 'Jltdjts als feine Zeitung hatte er dann. Niemand, Der gesprungen tarn, türmt er heimkehrte, Der ihm die Lippen zum Gutenachtkuß dvt. So grausam war Das! So herzlos! O Kvtt, sie konnte nicht oon ihm gehen, das war ja ganz unmöglich.
Dieder sah fie M ihm hinüber. Sein Stopf er» Idjien ihr ganz plötzlich in einem anderen Lichte. <me am ihn ja lieb! Unsagbar lieb! Da« bißchen Furcht!
Warum mußte sie iHv auch fürchten? Das wollte er sicher nicht. Er war nun einmal so, mußte poltern und schimpfen, und meinte es nicht halb so schlimm. Ein Erinnern tauchte auf: sie »ar schwer krank ge- wasen. Fünfzehn Jahre hatte sie damals ge.jchlt ober sechzehn. Da hatte er vor ihrem Bett gekniet imh ihre Hände umklammert gehalten und war nicht von ihrem Lager gewichen in allen Den langen, toDee- bangen Nächten. Haltlos wie ein Sind hatte er ge- rneint, als der Arzt ihm sagte, sie würde die Krisis kaum überstehen. Und als der Tod Dann noch in Gnaden oorübergeganflen war. hatte er sie mit Küssen fast erstickt und ihr Blumen gebracht und Früchte und teuren Wein. Also mußte er sie doch liebbaben!
Liebe — und Liebe — trägt je ein anderes Gesicht und ist im Grunde genommen doch immer das gleiche.
Elisabeth fuhr erschrocken zusammen, als Merken ganz unvermittelt Das Blatt zusammen faltete.
„3d) möchte wissen, wovon Du so nervös wirst!" sagte er ärgerlich. „Macht Dir Dein Doktor so viel zu idjaffen? War er nachmittags hier? Za? Der rennt mir nächstens noch die ganze Bude über Den Haufen! Herrgott, hat's Der Mensch allzeit eilig. Der könnte auch einmal warten, bis ich nach Hause komme
Elftavech würgte tapfer ein« Antwort hinunter, (beorg hatte recht. Sie paßten nicht zusammen. Der eine war Das Pulverfaß, und Der andere Der Funke, Der Dareinflog. Hatte eines so viel Schuld wie bas anOerc. Sie mochten zusammen kommen, so ost fie wollten, immer platzten sie aufeinander. Da war es besser, sie einander semzuhatten.
„Hab' ich etwa nicht recht?" erctferie sich Merken. ..In zehn Minuten kann er mit feinem firaftroagen in Ludwigswl sein — wenn er will. 'Aber er will -ben nicht. Mach' dir nur keine allzu rosigen Hoffnungen. Liesl. Der ist fähig und bekommt mitten drin RückZugsgedanken. Schneller vielleicht, als Du glaubst. — Donnerwetter, ja! Tin Mädel ohne Geld! Warum soll er anders fein als Die große Meute" Würdest ihm nrobl gar noch nachweinen? — Wie?"
fius Elisabeths Gesicht war jeder 'Blutstropfen gewichen. Jetzt war Der Augenblick gekommen! Aun mußte sie foaen, was sie noch hatte verschweigen wollen. Die Ehre ihres Verlobten Durfte nicht be» 'adelt werden.
„Baier, ich--wir möchten dich bitten--
Georg will--* ..
..Na. dann los, was will er Derrn?"
„Dafi wir in 14 Tagen getraut werden!"
Merken starrte feine Tochter an, als habe er sie nicht recht verstanden. ,3n — 14 lagen?--Du
bist wohl verrückt?"
„Georg nimmt an einer Forschungsreise teil und mochte, daß ich noch vorher feine Frau werde!"
Elisabeth erhob sich unwillkürlich vor Der sich nahenden Hünengestalt Merkens. Sein« Hand fiel donnernd auf Den Tisch. Die Stirnabern erhoben ich bläulich.
„Hat er etwa? — Wie? — Sieh mir ms Ge sicht! -ich mir ins Gesicht, sag' ich dir!"
Lr griff nach Elisabeths firmen unD drückte sie in Den Stuhl zurück.
„Soll ich ihn holen? — Was? — Nichts? __
Haft Angst für Deinen Herzallerliebsten! Lebend kommt er mir nicht aus Den HänDen--wenn —
verstehst du mich?"
Mit schreckhaft geweiteten Augen sah sie zu dem Da ter auf.
- Was soll er Denn getan haben?" stammelte sie.
„Du hast mich wohl noch nicht ganz begriffen?" forschte er.
weiß nicht, Bater! — Was soll er denn getan Huben?" forschte sie mechanisch.
Merkens Hände fielen langsam herab.
Wenn zwei so Knall und Fall heiraten wollen — begreifst du —, Dann laß Dir von Hamm jagen, was man Darüber denkt!"
Eine tiefe (Blut färbte ihr Gesicht bis an die Schläfe.
„Bater!"
Mit beiden Händen Die Augen Deckend, Die in oerzehrender Scham brannten, brach fie in er* lchütterndes Weinen aus. Dann taumelte sie empor und juchte nach einem Halt. Friedrich, Der eben eintrat, sah angstvoll oon Merken zu Elisabech Was hotte es da gegeben? Wenn Doch Hanna hier wäre.
„Mrine Stiefel!" herrschte Merken. .Allein«, guten Anzug! sattle mir eines oon Den Pferden.
es geht! Ich kann auch ohne Sattel reiten.
_________________(Fortsetzung folgt)
Un erreicht
W an Feftgehaty Rejnheii u. Güie /s/
F das reine Cocos -Sp&sefeft. Nurethf/n derfaebuna mrr dem roten Sfre/fen u. dem A/anrenszug^r^g^^^ A


