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toar ein Schauturnen in der Turnhalle des Realgymnasiums. Die beiden letztgenannten Ver­anstaltungen fanden im Laufe dieser Woche statt.

Die Schwimmveranstaltung

am Montag bezeichnet man wohl am treffendsten mit einem Schauschwimmen, dem einzelne Wett- kämpse ungegliedert waren. 3n der Hauptsache galt es, die verschiedenen Stilarten des Schwim­mens in mustergültiger, einwandfreier Weise zur Darstellung zu bringen; ebenso sollten durch Lebensrettungsvvrführungen die Bestrebungen der Deutschen Lebensrettuugsgesellschaft (die ja be­kanntlich vor einiger Zeit auch hier eine Orts­gruppe gegründet hat) den Besuchern näherge­bracht werden. Ist schon dir Einschränkung der Wettkampfe auf ein Mindestmaß sehr anzu- etiennen, so ist doch die Darbietung eines regel- echten, formschönen Schwimmens, besonders noch im Rettungsschwimmen, doppelt zu begrüßen. Den Schwimmveranstaltungen wohnten als Gäste bei Sc. Magnifizenz der Rektor der Universität Prof. Dr. 3 to i d, Ministerialdirektor Dr. LIrftadt aus Darmstadt, Geheimrat Prof. Dr. Sommer, der Vorsitzende des Akademischen Ausschusses für Leibesübungen, einige Herrn des Akademischen Lehrkörpers der Hniversität und vornehmlich die Vertreter der akademischen Verbindungen, die Meldungen zu den Schwimmwettkämpfen abge­geben halten. Die Ergebnisse der Schwimmwelt- kämpfe waren folgende:

Brust staffel (3x4 Bahnen) für Verbin­dungen: 1. Agronomia 3 Min. 4'/- Sek.; 2. Fran­konia 3 Min. 12 , Sek.; 3. Germania 3 Min. 18 Sek.

Freistil-Schwimmen für Anfän­ger (4 Bahnen): 1. stiid. jur. Gerd Voß Ger­mania 58 Sek.: 2. sind. jur. Otto Christoffel Ger­mania 1 Alin. 1 . Sek.

Freistil-Schwimmen für Vorge­schrittene l6 Bahnen): 1. Günther Riemann Agronomia 1 Min. iy/.-. Sek.; 2. Hans Gebbers 1 Öllin. 20*/-Set.

Brustichwimmen (Anfänger 4 Bah­nens 1. Otto Weber Adelphia 1 Min. l*/.-,Sek.; 2. Rik. Geist Frankonia 1 Min. 2V. Sek.; 3. Luüw. Birkenholz Agronomia 1 Min. 3 ,10 S:i.

Bru st schwimmen (Vorgesa;rittene - 6 Bahnen): 1. Hans Geismar Alemannia 1 Min. 285/. <5ei; 2. Günther Riemann Agronomia 1 Min. 30*/i0 Sel.

Kopfweitsprung: 1. Aikolaus Geist Frankonia 10,80 Meter; 2. Hans Riemann Agro- nomia 10,70 Meter; 3. Hans Mohr Germania 10,60 Meter.

Lagen st affel (3x4 Bahnen): 1. Germania 3OKin. 6-/I0 ©cf.; 2. Agronomia 3Min. 8Sek.

Ein Wasserballspiel einer Llniversitätsmann- schaft gegen eine Mannschaft des Gießener Schwimmvereins brachte den Vereinsschwimmern einen 5:2-Sieg.

Das Schauturnen

folgte am Donnerstag in der Turnhalle des Real­gymnasiums. Man führte auch hier in gerader Linie die Einstellung bezüglich der Wettkämpfe durch und bot Aus- und Abschnitte der Arbeits­weise der einzelnen Abtellungen, während man den Wettkampfgedanlen ganz außer acht ließ; lediglich die Austragung desSommer-Wander­preises" als Mannschafts-Gerätekampf der Kor­porationen fand Aufnahme in der Turnfolge. Eine Riege des Turnlehrerkursus zeigte am quer- gestellten Pferd, wie die Teilnehmer für ihren Beruf vorgebildet werden: indem nicht Gipsel- übungen, sondern der Verlauf einer Hebungs- stunde vorgeführt wurde. Grundzymnastik und Gymnastik am Gerät und mit Widerstand wurde von zwei Gruppen dargeboten. Schulfechten in Florett und leichtem Säbel wurde von je einer Anfängerabteilung in guter Weise veranschau- . licht, während durch Vorgeschrittene je ein Gang

auf mehrere Treffer in jeder Fechtart die Dar­bietungen der Fechter zu Ende führte. Eine Reck- riege der Studentenschaft brachte einen wir­kungsvollen Abschluß der turnerischen Veran­staltung.

Zur Auskämpfung desSommer-Wan- bei Preises" traten an: Burschenschaft Ger­mania, Burschenschaft Frankonia und Burschen­schaft Arminia. Frankonia ging mit 92,2 Pkt. als Sieger aus dem Kampfe hervor. Die Lei­stung der Riege verdient ob ihrer Ausgeglichen­heit und auch wegen ihres guten Turnens alle _ Anerkennung. Eine ebenfalls sehr gute Leistung zeigte Burschenschaft Arminia, die es auf 83,2 Punkte brachte. 'Bedauerlicherweise traten zwei der gemeldeten Verbindungen nicht zum Kampfe an. 3m Vergleich zu dem im letzten Jahre gezeigten Turnen der Korporationen ist ein er­heblicher Fortschritt zu verzeichnen, nur hin­sichtlich der Zahl müßte eine ebensolche Zu­nahme zu vermerken sein. Der siegenden Mann-

Der Outsider.

Von Marie Henriette Steil.

Mit Dorgcftcedfem Bäuchlein, den Greif- schwanz lose um einen Korallenast gewunden, hielt ein grau-braunes Seepferdchen halb schwim­mend. hall> schwebend senkrecht im grünen Wasser. Aus flugen. großen Augen blickte es mit schief- geneigtem Köpfchen von seiner Höhe herab über die fette Seeviese, auf der seine Artgenossen zu Hunderten sich tummelten. Es hielt sich mit Msicht dem großen Haufen fern; nicht, daß es hochmütig gewesen wäre, sondern aus kluger Vorsicht. Denn es war ein aller 3unggeselle und daher unbeliebt. Alte 3unggefeilen ftfti> meist unbeliebt, das ist bekanntlich überall so. Aber bei den Seepferdchen sind sie geradezu verpönt. Die Seepferdchendamen sind nämlich durchaus emanzipiert, sie sind schon längst da angelangt, wo wir hinstreben. Die Erziehung der Kinder vom zartesten Alter an ist ganz und gar den Männern überlassen, während die Damen Sport treiben, wie Schwimmen, Jagen usw. Die junge Frau legt ihrem Erkorenen zur gehörigen Zeit die gehörige Zahl Eier in den Schoß, ganz ein­fach, da. nun tu deine Pflicht, alter Esel es sollte mich nicht wundern, wenn fte wirklichalter Esel" dabei dächte und segelt leichtsinnig und frivol von dannen, ohne sich auch nur einmal nach dem armen Gatten und den lieben Spröh- lingen umzusehen. Der Herr Gemahl aber brütet und betreut und erzieht mit Geduld. Liebe und Sachverständnis.

Linser Held also, der eingefleischte Jung­geselle und Weiberfeind, hielt sich dem großen Hausen, oder wie man bei uns sagt, der Ge­sellschaft. hauptsächlich deshalb so vorftchtig fern, um nicht eines schönen Tages unversehens, schwupp, mit einem Schock Eier im Schoß dazu- sitzen. Er spürte nämlich weder Reigung noch Fähigkeit zum Beruf eines hausfraulichen Fu° milienvaters. Denn sein Gedarckenflug ging höher, fein geistiger Horizont war weiter als der rciner

schäft wurde nach einer Ansprache deS Rektors der Wanderpreis überreicht.

Bei der Durchführung der Schwimmwett- kämpfe machte sich der Gießener Schwimm verein, bei den turnerischen der Männer-Turnve rein Gießen durch tä­tige Mithilfe verdient.

©eräteroetturnen des 4. Bezirkes im Gau Hessen der D. T.

st. Am Sonntag fand in Burg-Gemün- den das diesjährige Gerätewetturnen des 4. Bezirks statt. Am Samstag ging eine Kampfrichtersihung, sowie anschließend daran eine Sitzung der Vorstände sämtlicher Vereine voraus.

Der Bezirksvvrsihende © u n t r u m - Schlitz begrüßte die zur Kampfrichtersitzung Er­schienenen mit herzlichen Worten und würdigte dabei die Verdienste des Dezirksturnwarts Ba­st i a n - Alsfeld, sowie des Turners Helfen­de i n - Lauterbach. Der Vertreter von Alsfeld regte an, dafür zu werben, daß das nächstjährige Gauturnsest nach Alsfeld komme. Bezirksvor- sihender Guntrum unterstützt diesen Vorschlag. Darnach folgte eine eingehende Besprechung von Turnhallenfragen. Bezirksturnwart Ba­stian legte dar. daß Gemeinden, Länder und das Reich mehr für die Turnsache beisteuern müßten. Helfenbein-Lauterbach stellte fest, daß ein Turnverein, der Eigentümer einer Turnhalle ist, nicht in der Lage ist, diese zu unterhalten. Einer­seits sind die Hnterstützungen der Gemeinden uird die Mieten zu gering, andererseits aber die steuerliche Belastung der Turnhallen ganz enorm. Auf der einen Seite wird die Ertüchtigung der Jugend gefordert, auf der andern Seite belegt der Staat diese Stätten mit hohen steuerlichen Lasten. In dieser Angelegenheit wollen die im Besitze von Turnhallen stehenden Vereine demnächst ge­meinsame Forderungen ausstellen und an die be­treffenden Stellen herantreten.

Der Abend vereinigte die bereits anwesenden Turner, sowie eine große Anzahl von Gästen bei einem gut gelungenen Werbeabend unter Mitwirkung des Gesangvereins Burg-Gemünden. Bezirksvertreter Guntrum sprach über die Be­deutung des deutschen Turnens für Volk und Vaterland. Ferner zeigten die besten Geräte­turner des Bezirks ihre hochentwickel! en Hebun­gen. Eine Abteilung Butzbacher Turnerinnen zeigte sehr schöne rhythmische Freiübungen und einige Hebungen am Barren. Sämtliche Leistun­gen standen auf hoher Stufe. Gauobertumwart Will- Gießen gab in markigen Worten seiner Freude Ausdruck über die Fortschritte der Turn- sache im 4. Turnbezirk.

Unter Leitung des 1. Bezirksturnwarts Bastian ging am Sonntagvormittag das Ge- rätetoettur neu in zwei Sälen vor sich. Punkt 12 Uhr war das Turnen beendet. Um 5 Hhr fand die Preisverteilung statt. Von 238 Wett- turnern erhielten 156 Turner Preise.

Aktive Turner st ufe: Otto Henning. Lauterbach 175 Punkte. 1. Preis; Hans Jßlei, Lauterbach 173 P., 2. Pr.; Christian Geiß, Schlitz 173 P.. 2. Pr.; Ernst Södler, Lauterbach 169 P., 3. Pr.; Friede. Scharmann, Groß-Felda 164 P., 4. Pr.

Jugend-Oberstufe: Herrn. Kühne, Lauterbach 161 P., 1. Pr.; Erich v. Müller, Alsfeld 152 P., 2. Pr.; Heinrich Dahmer, Lauter­bach 148 P., 3. Pr.; Karl Beier, Lauterbach 147 P., 4. Preis.

Jugend-Unter stufe: Gg Schmier. Pfordt 117 P.. 1. Pr; Hans Seibert. Homberg a. ö. Ohm 110 P., 2. Pr.; Hch. Kraus. Homberg a. d. Ohm 110 P.. 2. Pr; Konr. Dickel. Lauter­bach 107 P.. 3. Pr; Dal. Röhl. Pfordt 106 P., 4. Pr

Schüler st ufe: Karl Geibel, Homberg 115 P., 1. Pr; Brusius Wilfried. Schlitz 114 P.. 2. Pr.; Karl Born, Homberg 109, 3. Pr.; Valentin Schmier, Hartershausen 109 P., 3. Pr; Willi Kehl, Homberg 107 P., 4. Pr

Siebener Schwimmverein.

Aach langer Ruhepause tritt der G. S. V. in kurzer Zeit wieder mit einigen Veranstaltun­gen im hiesigen Hallenbad an die Öffentlichkeit, um zu zeigen, was er in stiller Trainingsarbett erreicht hat. Am 22. Februar werden Wett­kämpfe gegen die Schwimmabteilung des V. f. B. 05-Kurhessen. Marburg, statlfinden. Diese Kümpfe werden eine Generalprobe darstel­len für den am 13. März ftattfinhenben Klub- zweikampf gegen den Wiesbadener Schwimmklub v. 1911. Auf diesen Klub- tamps richtet sich in diesem Frühjahr das Haupt­interesse. Am 15. März beginnt sodann die Karenzzeit, die bis zum 15. Mai dauert. Wäh-

Mitseepferdchen, er besaß Intellekt, aber man sah es ihm an. und das war ein Fehler, denn damit macht man sich bei seinesgleichen unbeliebt Ungesund ist baS viele Denken auch, und vom Denken ist noch keiner fett geworden.

Das spürte das nachdenlliche Seepferdchen am eigenen Bäuchlein, das ein trauriges, faltige^ Hängebäuchlein war. während feine Genossen auf der fetten Weide runde, pralle, ich möchte saft sagen, fröhliche, lachende Bäuchlein hatten wie alle Leute, die nichts denken, ober höchstens: ich habe Appetit her mit dem kleinen Krebs rasch hierhin dahin husch haps hinunter mit dem fetten Brocken!

Das einsame Seepferdchen auf der Koralle wiegte den Oberkörper rhythmisch hin und her, wie immer, wenn es in Gedanken war. Es starrte mit tiefsinnigem Gesichtsausdruck auf eine große, blaßgekbe Seeanemone, die sich eben langfam umstülpte.

Wie? Woher? Warum?" dachte das See­pferdchen. Das ist an sich nicht viel, aber für ein Seepferdchen ist das allerhand. Wie. woher, warum, so dachte es wohl hundertmal am Tage, ohne daß ihm je Antwort ward. Sein kühnster Gedanke war aber, einmal hinaufzusteigen in die grüne Unendlichkeit über seinem Haupte und zu erforschen, wie hoch und well die Welt und was etwa dahinter fei, dort, wo das Licht her- tam. Sehr well toar das Seepferdchen noch nicht berumgefommen. in feinem Leben. Furcht und Gewohnheit hiellen es in der Rahe der heimat­lichen Wiese fest. Aber kleine, kühne Streifzüge Halle es schon öfters unternommen. Bis jetzt aber war das einzige Ergebnis dieser Forschungs­reisen die Entdeckung, daß das Wasser Heller wurde, je höher man stieg.

Ohne Zweifel. Ligenötoo hoch oben mußte eine leuchtende, riesengroße Aktinie hängen, eine gewaltige Seeblmne, wenn es nicht gar ein ge­fährlicher großer Krake war.

Man begreift, daß Probleme dieser Art für ein intellektuelles Seepferdchen interessanter find als Öierau5brüten unh Kindererziehen.

Mit gerunzelter Denkerstime sah das See- pferdchen auf der Koralle und schaute mit großen Augen ins Grüne. Man sah es ihm an. es kämpfte um einen Entschluß: Soll ich es wagen? Oder soll ich nicht?? Cs toar immerhin ein gefährliches Unternehmen, auch für einen kinder­losen Junggesellen. Aber es wäre eine Tat, wie sie einzig dastände in der Geschichte der See­pferdchen. ...

Da war fein Entschluß gefaßt, fein Forscher­geist überwog. Und sollte es auch zugrunde gehen dabei was lag baran! Es sei! Aber erst wollte es noch frühstücken, denn kein For­scher, auch nicht der bedeutendste, zieht aus, ohne gefrühstückt zu haben.

Rasch schwamm darum das Seepferdchen herab auf den Meeresboden, wo es die spär­lichen Seegrashalme. die unter der Koralle wuch­sen. eifrig nach eßbaren Tierchen absuchte. Dann, endlich war es soweit der große Augenblick toar da. .

Eine Schirmqualle fegrite eben vorbei und schraubte sich vor seinen Augen in die Höhe. Eine gute Reisegesellschaft", dachte das See­pferdchen und schwamm langsam hinter ber Qualle her. höher und höher. Bald toar es in einer Höhe, die es noch nie beschwommen hatte, sonder­bare Tiere zogen vorbei und Fische, tote sie das Seepferdchen auf der heimatlichen Wiese nie er­blickt hatte. Das Wasser wurde immer heller, das Leuchten endlich so intensiv, daß es schmerz­haft in die Augen biß. Aber tapfer schwamm das Seepferdchen weiter, immer weiter und höher hinauf.

Solange die Qualle da toar. toar ja keine Gefahr!

Das Wasser toar allmählich goldengrün ge­worden und warm, unangenehm warm, und auf einmal sah das Seepferdchen, tote es erwartet halle, den Lichtspender in Gestalt einer riesen­großen. goldgelben Seeanemone hoch oben un Wasser schweben. Seine ÄaHulation war allo richtig gewesen! Erregt strebte es Wetter. Jetzt gab es rein Zurück mehr. Da sah es plötzlich, daß

rend dieser Zeit dürfen keine schwimmfpvrllichen Veranstaltungen stattsinden. abgesehen von bet- einsinternen Wettkämpfen. Aus diesem Grunde wird der G. E. V. im April als Abschluß der Hallenschwimmzeit ebenso wie im Vorjahre ein vereinsinternes Abschwimmen veranstalten, das den besten Ausschluß übet den Leistungs­stand der Wettkampsmannschaft geben wird.

Die Lage im Lahnkreis.

y. Rach wie vor führt Gießen 19 0 0 die Tabelle im Lahnkreis an. ohne jedoch in einwand­freier Führung zu sein, da d^s relative Punkte­verhältnis den Marburger Germanen immer noch die Möglichkeit des Ausgleichs gibt. Sonst zeigt die Tabelle nur noch als besonderes den An­

schluß des F. C. Weylar an die Spitzengruppe. Mit gleicher Punktzahl stehen F. C. und Stau­fenberg. Davon hat Wetzlar jedoch die wenigsten Spiele.

Verein

Spiele Puntte Tore

Gießen 1900

17

26

4427

Marburg Germania

16

24

55:27

Ockershausen

18

24

45:25

Herborn

18

20

44:40

B. C. Wetzlar

18

20

32.34

Butzbach

18

17

41:37

F. E. Wetzlar

13

15

35:28

Frnnkenberg

18

15

28:35

Dillenburg

19

11

40:47

Gladenbach

17

10

40.-62

Riedergirmes

18

10

27:65

Was der Sonntag bringt.

T. D. v. 1846.

Am Sonntag empfängt der T. V. v. 18 46 Gießen die erste Mannschaft des T. V. Lauterbach au einem Gesellschaftsspiel auf dem Waldsporftuatz des V. f. B. T. V. Lauter­bach, dec bisher nicht an den Verbandsspielen des Gaues Hessen teilgenommcn hat. verfügt über eine schnelle und eifrige Mannschaft, <o daß ein interessantes Spiel zu erwarten ist. (Siehe heutige Anzeige.)

Bezirksiigavorschau ?ür Hessen- Hannover.

Entscheidungsspiel: ßurhessenSpielv. Kassel.

y. Im Bor- unb Rüaipiel formte der Meister nicht ermittelt werden. Beide Anwärter blieben mit je 2:1 Sieger, und zwar jeweils auf des Gegners Platz (eine irrtet effantc Ausnahme­erscheinung !). Der kommende Sonntag soll njxn die Lage endgültig Hären. Der Ausgang des großen Lokalkampses ist völlig offen. Auf ber einen Seite die technisch besseren Kurhessen, die mit der Schablone des Paßspieles zugleich auch ein gut Teil Kampfgeist vermissen lassen, auf der anderen die Spieivereinler. die nur den kürzesten und zweckmäßigsten Weg zürn Erfolg Icnnen, unter Verzicht auf allcd Getändel, dagegen mit einer guten Dosis Kraft und Wucht versehen, die ihnen schließlich letzten Endes um eine ganze Kleinigkeit eher den Sieg bringen könnte. Eine große Tordifferenz, nicht einmal eine mittlere, kommt nicht in Frage, höchstens in Form einer Heberraschung, die aber nicht zu erwarten ist. Ganz knapp toirb das Spiel eher entschieden. Fest steht aut jeden Fall, daß beide Mannschaften den Bezirk in den W. S. V.-Endspielen vertreten, fest steht aber auch schon heute, daß beide wenig Lorbeeren ernten werden. So gleich sich beide Mannschaften in den letzten beiden Spielen, zeig­ten. so gleich schlecht und schwach zeigten sie sich auch, gemessen an den Spielstärken der anderen Bezirksmeister und -Vertreter. Wir haben dieses Jahr Weniger Hoffnung als je auf ein günstiges Abschneiden bei den Spielen um das grün-weiße Band der westdeutschen Meisterschaft. Der Wichtigkeit des sonntäglichen Kasseler Spieles entsprechend liegt dessen Leitung in den mehr und meljr bewährten Händen des Schiedsrichters Zutt, Gießen 1900.

Wer wird Lahnkreismeister, Marburg oder Gietzen 1900?

ö. Das Spiel am kommenden Sonntag auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe bringt die Begegnung zwischen den Ligamannschaften vom Wetzlarer Fußballllub 19 0 5 und der Spielvereinigung 1900 Gießen. Das Treffen ist insofern von großem Einfluß auf die Erringung der Meisterschaft, als es im Falle einer Riederlage der Einheimischen den Mar­burgern den Tttel bringt. Beide Mannschaften, der F. C-. wie 1900, sind 1925 aus der 1. Bezirks- klasse ab gestiegen. Zieldewuht hat die stark ver­jüngte Gießener Mannschaft die Spitze der Ta­belle erkämpft. Denselben Ziel, strebt auch Wetz­lar zu. nur mit dem Hnterschied, daß Wetzlar eine ziemlich alte, körperlich sehr kräftige Mann- schaft ins Treffen schickt, die sich jedoch^ be­sonders in den letzten Spielen, sehr gut bewährte. Das Spiel, das zugleich das letzte Treffen der Lahnkreisliga der Spielsaison 1923 27 in Gießen sein wird, dürste einen spannenden, womöglich auch harten Verlauf nehmen. Wenn nicht alles täuscht, müssen die Platzbesiyer mit mehrfachem Ersatz das Spiel beftreiien, da allein zwei Spieler mit der Reichswehr auf den Truppenübungsplatz Ohrdruf sind. Die Ehancen Wetzlars JteLgen damit natürlich, wird doch auch bei den Gästen

der Riefe Paulus das Tor hüten. Den Gieße­nern möchte man ans Herz legen, für dieses Treffen die in den letzten Spielen gezeigte Lau­heit abzulegen, damit dem Gegner da- Trium­phieren nicht so leicht gemacht wird.

Vor dem Ligaspiel spielt die Ligareserve in neuer, stark veränderter Aufstrilung gegen Butzbach. Rach der Liga tritt die- ugend- e lf den Marburgervorstädtern O ckersh ausen im Gesellschaftsspiel entgegen. Die 3a- und 3b- Mannschaft sind fbiclfrct, da die jeweiligen Gegner, B. E. 20 Gießen II. und .Hessen" Gie­ßen II., auf die Punkte verzichteten.

Eine kombinierte Handballmannschaft reift nachmittags nach Großen-Dufeck, während eine andere vormittags auf eigenem Platz gegen die hiesige Gewerbeschule antritt.

II. Bezirksklasse Lahnkrels.

h. In erster Linie interessiert hier das Zu­sammentreffen von Gießen 1900 als Platz­verein mit feinem Gast, dem F. C. 0 5 Wetzlar. Reben Ockershausen sind die beiden Gegner die einzigen, die den Spi^enführer Germania Mar­burg überzeugend schlugen und sich überhaupt in letzter Zeit den anderen Gegnern glatt überlegen zeigten. Der allgemeinen Ansicht von der Gleich­wertigkeit der Gegner zustimmend, muß man dem Gießener Sturm doch etwas bessere Stürmer- (eiftungen zuerkennen, so daß das Endresultat nach einem knappen Sieg der 1930er aussieht, wenn es diesen gelingt, des besten Wetzlarer Mannschastsleiles. der Läuferreihe, Herr zu toer­ben. In Butzbach treffen sich der V. f. R. und Frankenberg in einem Spiel, das die Butzbacher durch ihren besseren Angrift glatt gewinnen sollten. B. C. Wetzlar muß nach Dillenburg, um dort das Rückspiel zu lie­fern; der knappe B. C.-1H-Sieg im Vorspiel könnte sich allenfalls wiederholen, wenn eS den Wetzlarern auf dem Dillenburger Platz über­haupt zu einem Siege langt. In Rieder- g i r rn e s toirb sich Herborn Sieg und Punkte mit geringem Vorsprung holen.

Aus dem Arbeiter-Turn- und Sporrbund.

Jreie Turnerschast Gießen.

£ Am kommen!)en Sonntag treten Bier Mann­schaften der Freien Turnerschast Gießen in Tätigkeit. Die 1., 1 b und Jugendmannschaft messen mit der Freien Turnerschaft Vilbel chre Kräfte. Dabei wird die 1. Mann'chaft ber Gie­ßener aller Voraussicht nach leichter Sieger bLn- ben. Vilbel zählt zwar im Fraickfurter Bezirk nicht zu den schlechtesten Vereinen, Die Gie­ßener haben aber in ihrer neuen Ausstellung am vergangenen Sonntag ein solches Maß an Kön­nen bewiesen, das sie befähigt, auch stärkeren Mannschaften die Stirn bieten zu können. Der Tormann Vilbels, der als einer der fähigsten bekannt ist. wirb reichlich Arbeit bekommen und sein möglichstes beitragen, das Endresultat so niedrig wie irgend angängig zu gestatten. Sind die Vilbeler Platzverhältnisse einigermaßen gün­stig, so ist ein interessantes Spiel zu erwarten.

Richt ganz so günstig stehen die Aussichten ber Id-Mannschaft Gießens, sie toirb auf einen befähigten Gegner stoßen und mit einer Rieberlage rechnen müssen. Der Eifer, den die Gießener Mannschaft entwickelt, wird aus das Resultat seinen entsprechenden Einfluß ausüben, unb es möglicherweise zu ihren Gensten ge­statten.

Zeigt die Jugendmannschaft Gießens ein rationelleres Spiel als am Dorfonntag in Heuchelheim, so sollte ihr schon der Sieg zuzu- traucn sein. Vilbel stellt mit feiner talentierten Jugend allerdings einen sehr ernsthaften Gegner,

die Qualle verschwunden war. Hatte die große Anemone die Qualle verschlungen? Sollte eS trotzdem Wetter?

Das Seepferdchen stand einige Augenblicke zögernd unbeweglich an einer Stelle, bann schwirrte eS erschrocken settwäris. Da war Ge­fahr ein eigentümlicher Schatten toar blitz­schnell an ihm vorbeigehuscht. Schnelle Flucht! Mer da war fein Ausweg! Gin schattenhafter Ring umgab es von allen Seiten. Sturz in die Tiefe, mn unter dem rätselhaften Ring hindurch­zuschwimmen, aber der Schatten sank mtt unb ber Ring verdichtete sich nach unten zu einem dunklen, wimmelnden Knäuel. In diesem Augen­blick riß eine fremde Gewalt daS Seepferdchen in die Höhe. Hnb dann schoß grelles, blendendes Licht in ferne Augen.

,Dic gelbe Anemone! dachte bas Seepferd­chen, während seine Augen entsetzt in die helle Leere starrten. Ja. da toar die große gelbe Anemone, die brennend hoch oben in einer un­endlichen. unfaßbaren Leere schwamm . . .

Mit allerlei Hnrat und unbrauchbarem Ge­tier wurde bas Seepferdchen kurze Zett nachher über Bord zurück ins Meer geworfen. Aber es toar schon tot unb fein sonst so beweglicher Heiner Körper sank tief und starr auf die heimatliche Wiese nieder. Da lag es im Seegrase, unbeachtet von den Genossen, mit verglasten, toten Fisch­augen. Lein rüsselähnlicher Mund toar weit geöffnet tote erstarrt in einem stummen Schrei des Grauens. Hnb über seiner kleinen Leiche spielten und jagten unbekümmert die Verwandten mit Den fetten, lachenden Bäuchlein.

Der Frosch mit der Maske" in Buchform erschienen.

Hitler vor einigen Tagen, beendeter Roman Edgar Wallace: .Der Frosch mit 6er Maske" ist in der Hebersctzung von Frau Alma Johanna König auch in Buchform erschienen im Ri kola Verlag. Wien-Leipzig.