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OerFrosch mit derMaske

Roman von Edgar Wallace.

43 Fortlegung Nachdruck verboten

Gordon machte Elk ein Zeichen, Johnson zu ver- obschieden, und als dieser sie verließ, sagte er:Wir müssen heute noch zwei von unseren Leiten in Maitlands Haus bringen. Aber was für Entfchul- Digungen können wir um Gottes willen erfinden, wenn wir sie hinkommandieren?"

Ich weiß nicht", gestand Elk und kratzte ver­zweifelt sein Kinn.Bevor wir ihn verhaften, müssen wir ja erst eine Vollmacht haben. Wir kön­nen leicht eine Hausdurchsuchung durchsetzen, aber darüber hinaus können wir kaum gehen, falls er nicht selber um Schutz bittet."

Dann müssen Sie ihn verhaften! antwortete Dick heftig.

3a, aber unter welcher Anklage?

Beschuldigen Sie ihn, mit Balder in Verbin­dung zu stehen, bringen Sie ihn, wenn nötia, auf das nächste Polizeikommissariat, aber es muß sofort geschehen."

Elk geriet außer sich.Es ist keine Klemigkeit, einen .Millionär' zu arretieren, müssen Sie wissen. In Amerika ist das vermutlich sehr einfach. Wie man mir gesagt hat, kann man dort den Präsi­denten selbst festnehmen, wenn man ihn mit einem Fläschchen in der Tasche überrascht. Aber bei uns sieht es doch ein bißchen anders aus."

Dick mußte feststellen, daß Elk im Recht gewesen sei, als er versuchte, die nötigen Vollmachten zu erhallen. t

Erst um vier Uhr nachmittags wurden ihm diese durch einen Beamten des widerstrebenden Magi­strats ausgefolgt, und von Polizeioffizieren begleitet, kehrten sie in Maitlands Palais zurück.

Der Lakai, der sie einlieh, sagte ihnen, daß Herr Maitland sich zur Ruhe begeben habe und er ihn nicht zu stören roage._________________________________

Wo liegt sein Zimmer?" fragte Dick. ,54) bin Hilfsdirektor der Staatsanwaltschaft und muß ihn PtJÄ Stock." Der Diener wies sie an den List, der sie ins zweite Stockwerk beförderte. Gegen­über dem Liftgitter, das Dick öffnete, lag eine große Doppeltür, die schwer poliert und kunstvoll ver- göltet war. .

Sieht eher wie der Eingang in ein Theater aus!" murmelte Elk.

Dick klopfte. Keine Antwort.

Er klopfte lauter. Immer noch keine Antwort.

Aber dann warf sich der jung« Mann, zu Elks Ueberraschung, mit seiner ganzen Kraft gegen die Tür. Man hörte das Holz splittern und die Tür brach ein. Dick blieb wie angewurzelt am Einaang stehen. Ezra Maitland lag auf seinem Bette, seine Beine fielen schlaff Aur Seite herab. Ihm zu Füßen kauerte die niedergefunkene Gestalt ter alten Frau, die er Mathilda nannte.

Sie waren beite tot, und scharf riechender Qualm hing noch in blauer Wolke unter ter Decke.

XXIX.

Der Lakai.

Dick stürzte an das Bett, und ein Blick auf die stillen Gestalten sagt« ihm alles.

Erschossen!" murmelte er und sah zu ter Rauch­wolke an der Decke auf.Es kann auch schon vor einer Viertelstunde geschehen sein,, dieses Zeug hängt oft stundenlang in der Luft." , , r

,Aalten Sie jeden Bediensteten im Hause fest! befahl Elk halblaut seinen Leuten.

Sie traten durch einen Gang in ein kleines Schlafzimmer, das augenscheinlich von Mattlands Schwester bewohnt worden war.

Der Schuß wurde hier omn Eingang aus ab- gefeuert," sagte Dick.Vermutlich hat man mit einem Schalldämpfer gearbeitet." Er suchte auf dem Boden nach und sand zwei ausgeschossene Patronen eines schwerkalivrigen, automatischen Revolvers.

Das ist, was ich befürchtet hab«. Wenn ich nur unsere Leute im Hause gehabt hätte!"

3a, haben Sie denn erwartet, daß man ihn um­bringen wird?" fragte Elk erstaunt.

Dick nickte. Er untersuchte das Fenster im Zim- mer ter Frau. Es war offen, und unter ihm lic' eine schwindend schmale Brüstung hin. Don chr aus konnte man in em anderes Zimmer desselben Stockwerks gelangen, und der Mörder hatte auch gar keinen Versuch gemacht, die Tatsache zu verbergen, daß er sich dieses Weges bedient hatte.

Es waren auf dem Fußboden feuchte Spuren zu sehen, und sie führten in das Gastzimmer, testen Tür sich auf den Stiegengang^ öffnete, einer schmalen Flucht von Stufen gegenüber, die zu den Diener­zimmern im Oberstock führten.

Elk kniete nieder und prüfte sorgfältig die ©pu­ren auf dem Estrich. Der dritte Stock bestand aus- schließlich aus Dienerzimmern, und sie konnten die Spuren geradeaus bis zu Rr. 1 verfolgen. Elk drückte die Klinke nieder, aber die Tür war verschlossen. Dick trat einen Schritt zurück, hob den Fuß und trat sie ein. Das Zimmer war leer. Ein Bodenfenster öffnete sich auf das geneigte Dach und ohne einen Augenblick zu zögern, schwangen Elk und Dick sich hinaus, den Lauf des schmalen Ganges zu verfolgen.

Als sie eine Strecke auf allen Vieren gekrochen waren, wurde der Weg durch ein eisernes Geländer geschützt, und sie vermochten sich aufzurichten. Augen­scheinlich war dies einer ter Fluchtwege des Palais bei Feuersgefahr. Sie liefen atemlos über_ drei Dächer hin, bis sie zu einer kurzen eisernen Stiege kamen, die auf das flache Dach eines vierten Hauses und zu einem Feuerausgang führte. Jetzt stand die eiserne Tür offen, und sie rannten die Stiege hin­unter, bis sie an einen Hof gelangten, der an drei Seiten von hohen Feuermauern und an der vierten von der Hinterseite eines Hauses eingefriedet war.

Das Haus schien nicht bewohnt, denn an allen Fenstern waren die Jalousien herabaelassen. In der dritten Mauer stand ein Tor weit offen. Und als die

betten Verfolger es durchliefen, befanden sie sich bt einem Stallgebäude. Ein Mann war gerate damit beschäftigt, ein Auw zu waschen. Und sie eillen auf ihn zu.

Ja, Herr!" sagte der Mann und wischte sich mit dem Handrücken Die schweißtriefende Stirn. ,Hch habe vor fünf Minuten einen Mann herauskommen gesehen, der es sehr eilig gehabt hat. Einen Diener oder einen Lakaien ich habe ihn nicht erkannt. ,^)at er einen Hut getragen ?"

Der Mann dachte nach. ,Lch glaube ja, Herr," sagte er.Er ist Dort hinausgelaufen."

Er wies chnen die Richtung, und Gordon und Elk eilten weiter und bogen in die Berkeley Straße ab.

Als sie verschwunden waren, wendete sich ter Wagenwascher nach der versperrten Tür seiner Ga­rage um und pfiff leise.

Langsam öffnete sich die Türe und Joshua Broad kam hervor.

Danke Ihnen schön!" sagte er, mtDTine neue knisternde Banknote glitt in die Hand des Mannes.

Broad war langst verschwunden, als Gordon und Elk von ihrer vergeblichen Suche zuruckgekehrt waren.

Rach Dicks Meinung konnte kein Zweifel Herr- schen, wer Der Mörder gewesen sei, denn es fehlte einer Der Lakaien. Sechs Diener waren brave Leute von untateiigem Charakter. Der siebente aber war zur selben Zeit wie Herr Mailland ins Haus ge­kommen, unD obgleich er Die Livree Des Lakaien trug, so schien es doch, als habe er vorher nicht die geringste Erfahrung in Den zu verrichtenden Pflich­ten gesammelt. Er war ein unbeliebter Mann, Der sich abseits der andern Dienerschaft hielt und keine Sekunde länger im Dienerzimmer blieb, als es nötig war.

(Fortsetzung folgt.)

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