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irr. 243 Erster Blatt

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Montag, 17. ©hoher (927

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Gießener Anzeiger

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General-Anzeiger für Oberhessen

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vnlck und Verlag: vrühl'jche UniversilLtr vuch. und Sieinbriderel k. Lange tu Gietzen. Schriftlettnny und »efdfjftsMe: Zchufttatze 7.

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Auftakt zur Landtagswahl in Heften

liflt U'ur'<n ».»zwilchen sind nun beide gatncn

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stellten sich auf bcn Standpunkt.

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Grundcharatter haben müsse.

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< Canbtagsabgeoröneter

>led)tsantDdt Dingeldey

Reich zerschlagen wird. Wir freuen uns. dah

nicht nur non Berlin au- regiert werden; fo'

|pmd) hierauf über die hessische Lande »pollttk. E»

ist neueunng» triebe r die tfrope oufgeroorfen den, ob unser Heftrriand auf die Dauer ab

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rungefoaliticn austreten müsse. Wenn auch diese auf schwerer Indiskretion beruhende i

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be'uchten Xorn munalpolitischen Aus schuh referierte Landtagsabgeordneler Bürger

m elfter Dr. Riepoth-k lommunalpolitifchc Fragen.

den, daß es Stände \ weit schlechter gcl

war Staat

den für

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rigfeiten oorausgefagt, als d.e alten Falben be- sei' * - - - -

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möchten unsere bessere Kultur nicht gegen t Berliner Unkultur eintauschen. Glaubt derm <$* mand. dah. wenn drei Staaten sich dem t3en- ttaliömu« versagen, der Einheitsstaat fo bald kommen wird! Warum haben die De­mokraten nicht 1919 den Einheit-- ft a a t geschaffen, niemand hätte fie damals gehindert! WaS unS und unserem Partei­programm vorichwebt. istdielangsameEnr- w i ck e l u n g zum SinheitSstaat. Wetm einmal der 6tcuc i Jer cinfieht, dah durch eine Bereinheit- lichu.-.g gespart tr-erten !ann. da>m wird der Zeitpu-rkr für den Einheitsstaat gekommen sein.

Erscheint täglich,anher Sonntag» unb 3 et erlag» Beilagen;

(Siebener ^amilienblältei Heimat im Silb Die Scholle gioials-ltjLcsprels;

2 Reidtsmark unb 20 -ieichspsenntg ftr Träger, lohn, auch bei Nichter­scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanf chlüsse: 51. 54 nnb 112.

Amschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger tieften, potfd} cdlonto:

frewffurinnt Main 11688.

Wir sind am weitesten in Hessen mit dem Gin- heitsgedanlen gekommen, aber dank der 2Uw;e- lungouxtjc der Weimarer Äoaltnon. Wir wollen (einen , .u>ang. Wir benagen auch den mang beim Flaggen st reit. Wir haben die S-ri.r.e-

AnnatzMe » lijtitci für btt lagtenaemcr btt

Nachmtnng r-orhtr.

Peel» Ur I «« Höhe ftr oon 27 mre

Srette Srtlrch 8, an»wärt« 10 Re» 4) »Pfennig; ftr 9te» Klamean eigen Pvn 70 » m Brette .5 Aeich»psenni^ Vlatzvoefchnft 20' mehr, ffbefrebalrtrni

Dr. 3nebr. Will) Cange. verantwortlich tur Politik Dr. Ire Wich fange, ftr Feuilleton Dr H Ibanot; für ben übrigen Teil Lrnft Blumschetn: für ben An. leigenicil Üurt Hilmann, sämtlich m ©leben

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tohlenpreiserhöhung ocrlanalrn. Damit rollte sich wiederum der Heid) wirlschastsminilicr m naheliegenden Gründen nicht einverstanden er- 'llcm, so dah die Verhandlungen ergebnislos oer- tefm. Dom Montag ab wird fich nun ju zeigen heben, ob et im mitteldeutschen Braunfoftlenberg- i an zu einem Riefenautflanb kommt, heute fanden In allen Realeren des mitteldeutschen Braukohlen- bergbaue» stark besuchte Versammlungen statt. In denen noch einmal die tage besprochen unb die A r - bellsnleberlegunq für TRonlag oor- niltag befdjl offen wurde. Vie Anwesenden

gibt, denen e» beute noch kht. Wir haben heute weni­ger Arbeitslose alt niir Leute im Heer hotten. Seit

Auf falschem Wege.

Tiekölnische Zeitung" gegen den MeitbeilfdKn Lchukgefeyentwurs.

«öln. 15. Ott. (SIL) Die .Kölnische Lei­tung" schreibt zur Ablehnung deS Schulgesetzes im Reichsrat DaS Ergebnis der Reickisrats- beratung zeigt der Rotchvregierung auss neue, dah f;e sich in der Schulsrag« auf fal­schem Wege befinde:. E»s gehr eben nicht an, einen Gesetzentwurf, der die kulturelle Onitoid- lung der Tkation a u s Jahrzehnte hinaus bestimmen soll, gegen den Willen wei­ter Dolkskreise durchfetzen zu wollen. Wäre die Regierung gut beraten, so hätte sie btefen Augenblick benutzt, ihren Entwuri zurückzu- ziehen. Leider bat nun aber daS 2leü»tabmetl beschlossen, den Entwurf doch einzubringen. So ble.bt nur die Hoffnung, dah der Reichsuig den Linmnirf von Grund aus ändern ober, fallt er daS nicht tut, ein starker liberaler Wille da- Scheitern erzwingen wird.

einen b re I prozenligen Zuschlag anzunehmkn, be­werten die Gewerkschaften auf ihrer zehn protcn hgen Forderung. Sie wären auch damit durchqe- Drungen, da sich die Arbeitgeber nicht grundsä'.siich ablehnend verhielten, wohl aber al» Ausgleich eine

aufrecht erhalten werben könne. Es ist geroifo keine Freude, Mitglied eine» Staot«-' zu |cin, in bcin btt Weimarer Koalition herrscht. Wir hoben ollen An- Iah zum Rampte gegen sie. C» sei nur erinnert an bcn Phon toll sichen Bildungtmintster Dr. £ t r.

unb seine istesinnungssklooerei in den Schulen, alt er baran gmg. seine enge dogrnatrlche (Beiinnung den Rindern ouspizwingen. Wenn sich auch inzwischen der Kesinnung^zwang gemilberl hol unb der (Refft des Fanatismus, so ist der der (Engig*

gedeckt hat. - Die Demokraten haben für Wahlkampf die Parole ausgegeben, den Sinheitsstaat e.nzutreten; es dies eine 2teid)6angelcnenhc:t. offenbar

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9 Jahren haben wir uns daran gero bnt, d. m Reich zu geben und den Ländern zu nehmen; da» Reich hat aber auch den Landern und (Gemeinden viele Lasten abgenommen Die (fntmitfleung ist nicht zu beklagen, wenn auch die 'Mange von fidnhvrn und Gemeinden mehr berücksichtigt werden|f< n. Lander und Gemeinden treiben eine (Finanzpolitik, die einfach unerträglich ist; es wird ZU p i . I gewirtschaftet mit einem aufgebläh­ten Organismus Bei der Rritik der Ausland- antelhen ist zur Sprache gebracht worden der kost­spielige Umbau des Opernhauses in Berlin unb der Bau eine» Stadion» für 4 0 Ti 1111 o n e n Mark, (ft ist übrigen» nicht damit da» Michelstädter 6ta* dion gemeint (Heiterkeit.) Wir wollen mll dem Wahlkamps erreichen, dost wir zur Regierung kom. men, wir wollen aber nicht an die Futterkrippe. T.ih ro r da» inchi wollen, haben mir oft genug be­wiesen. Wir wollen Hessen sreimachen von der Barteipolitik; wir wollen nicht, dah man immer fragt, ob einer zu der ober der Borte! gehört, son- dem, ob er ein ganzer Kerl ist tm Stil de» alten Beamtentum». Wenn das erreicht werden soll, muh die frühere politische Betätigung und der Drang mieherfehren Wollen Sie das erreichen, dann muffen Sie am 18. November Ihre Schuldigkeit tun«, lebhafter Beifall.)

Meldung in Meier Form nicht den Tatsachen entspricht fo kann doch nicht verichwegen wer <n. dah der Beschluh de- Aeichskadlnetl^ trotz bet Beschlüsse des AetchSrateS. auf dem url t>ru ng- lichen Standpunkt bei ArichSf na n ^m'niste- rturni zu beharrev. für Bayern unb Me Bahe- rsiche Bolt Partei eine lehr ernste Lage geschaffen hat. und werm kern Ltsrvbigerbrr Aus­weg gefunben wird, mögllcherwefe Folgen für die ganzen AeglerungsVerhält­nisse im Reich haben förorte.

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ein, wie sie zur Zeit in Hessen und einigen anderen Ländern bcftetzt. UnTer DoitSlede i darf nicht durch scharf konsesiumcU get.ennt« Schulen noch mehr zersplittert werden. Untere Kinder sollen als deutsche Kinder sredlich zu- lammen auf einer Schulbank fitzen; der rcIU aiöfen Grziehung kann man trotzdem tm weitesten Sinne gerecht werden. Be echtigte Mihftimmung herrscht in den Greifen der Jtleinreni »r; ein neues BentnerverlsrgungSgelcy ist eine Tiot- weniigkelt. Dor allem türfen die Xcntner nicht mehr der Fürfor« unterstellt bleiben.

Die Verhandlungen deS Landes Parteitages begannen am Sonntagvormittag mit e.nem Dor- tcag deS ReichSlag-abgeordneten

Minister a. D. Dr. Becker

über bte BeichSpol.tik.

Die Aust v v l i t lberührt unS In Stellen stark, Wcil > cmentlich Rheinheflen unter 6er 'be- fatzu.igslaft .. ... Jku .a>cv isi ja bener ge­worden; die Äuhc ist frei, ebenlo d.e Äölner Zone, wir hoffen jedoch auf eine erhebliche Ver­minderung der DesatzungSlasten. Man hat Io viel über Locarno gespottet unb nur noch in Dänfesühchen von dem .Deist von Locarno" ge­sprochen, aber rückschauend wird niemand, na­mentlich nicht im besetzten Gebiet, die frühere Zeit zirrückwünscl-en. Wir glauben mch'. allein ein Recht auf Verminderung der Besatzung zu haben, sondern auch aus ihr völliges Dei- schwinden. Die Austenpol tik wird von den deutschnationalen Ministern Im Äabinett gut- geheisten. Dera de, bah der Auhenminister sich auf alle Darteicn berufen und im Hamen deö deutschen VolteS sprechen kann, ist von grobem Wert. Wir begrüben eS. bah der VeichSPräs ident bi» Schuld lüge in so vornehmer Weise zurück- aewiesen hat (Beifall), gegen die sich auch die Linke auf der Londoner Konferenz gewandt hatte und bah Dr. 6 tret ernenn denReichspräsidenten

nahezu Partetfahnen geworden. Auch hier 1 nb wir. wie beim Ltnhcit-staat. der Auffassung, die Dinge ihren Weg gehen zu lassen Zer jlaggen« streit in Berlin hat damit geendet, da'» beide Flaggen gehistt werden. Wir las'e» une> die al e AelchSsahne weder von unserem Dach, noch ai d unfe.x.n Sjex^cn reiften. Wir begrüben ein AeichSsdtulgesetz wir begrüben es auch, bah bürgerliche Parteien d.eseS Gesetz InS Sieben rufen sollen. Die icinke ist auf diesem Dcb.et gern bereit. Konzessionen zu machen unb das Zentrum wird auch den Wünscven der Linken nachgeben, wenn eS nur seine Schäfiem bei sich behalten kann. Wir wollen, dah uns die Smntl- tanschule In Helfen bleibt (Bravo), bah und bit ch r i ft 1. Volksschule nicht genommen wirb.

Sozialpolitik haben wir auch wie die alte TlalionalHberale Partei getrieben. Gegenüber der früheren einseitigen Arbeiterpoiltik mufj betont wer-

llch der Hindenburgfeier m Berlin ftattgehmben habe, lei öle Reichs regierung keinen Augenblick darüber Im Zwesiel gclaflen worden, ^ah Ile mit dem schär fften Widerstand nicht nur Bayern-, sondern auch WürttembergS unb Baden- zu rechnen haben würde, wenn etwa die von preuhifchcr Seile hmbaegebene Auf- fasfung Gegenliebe bei chr fände, bah die Wei­marer Verfassung Io geändert werdcn müsse, dah enttocher bießänbcr imReiche auf gehen ober doch ihrer Jinanzhoheit ent­kleidet werden könnten. Die auf Antrag Preu- henS bechloflene Sonderkonserenz zur (8r- brtcrung deS Derhäitnlsfes zwsichen dein Reich und den Ländern, für die auch bei den süd­deutschen Regierungen gründliche Vorarbeiten im Gange feien, würde bcn Beweis dafür erbringen, bah die süddeutschen Länder ensichloften feien, den Kampf um ihre Selbständigkeit mit aller Energie zu führen.

Bayrische Loikspartei und fRegierungshoalition

Tas Verlangen auf Abänderung des Atnauzaudgletchs

München. 16. Ott CXeL-Unwui Tie Bav<- rifche Vvlksparteillche Aorresponden;". d^s liche Organ der Bayeri'chen Volksparte gibt bekannt. .Durch die Prelle geh: He Meldung, in der Landes'eil -ng der Bayer fchen Volks Partei, habe auch die Frage eine Rolle gespielt, ob für den Fall, dah ben bayerischen Anträgen zur Abänderung des Finanzausgleichs bn Zulalninenhang mit der D e s o l b u n g S er­höh u n g seitens der übrigen Äoal tivnLpartete» im Reichstag nicht in betrieb.genber Welfe Rech­nung getragen werde bte Bayerische Dolksparrel aus ber Reichs reg ie-

genügt Ihnen eine Parole für die Lanbtagswaht nicht. Bayern, Württemberg unb Baden haben sich, ZeitungSmcldungen zufolge, -ufammen- gefchloslen. um ihren Föderalismus au vertei­digen; es gehören in Baden doch wohl auch die Demokraten dazu und ihr A-.>geordneler Haas Minister Henrich bat di. Ausgabe des Staates empfohlen, aber später sich etwas voriichtlger ausgedrückt. Auch wir streben nach dem Mn- heitsstaat, unser Parteiprogramm schreibt daS alS Gndziel vor; wer aber praktisch die Dinge

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Hessen und die vesoidungrresorm

Tie Lfeliungnastme im Reichtzrak.

Darmstadt, 15. OH. (IU) Die amtliche D a r m fl ä b 1 e r öeilucg teilt im Gcglnsoh tu anbettlau len ben PreHcmclbungcn b I e C r - flärung be» hessischen Vertreter» im Reich » ra > >um Reid?»bdolbung»gefd) wie folgt mit. Die hessische Regierung erkenne an, bah die Besoldung ber Beamten be» Reiche» unb der Länder einschließlich ber Gemeinden u n zu rei­che nb ist unb bringend der Sfnfjecrung bedürfe. Mit Rücksicht darauf, bah bie Erhöhung ber Ge­halte bet Beamten auch nach ber »uffaffung de» Herrn Relch»rninister» unweigerlich eine gleiche Besolbung»erhöhunq für d i e Länder unb Gemelnben nach fich zieht, kann die hr-f- sifche Regierung eine Mitverantwortung für bie Erhöhung der Gehalte der Reich»sieamlen so­lange nicht übernehmen, al» nicht auch bie gleiche Erhöhung für bie Beamten der Länder sinan- ziell f I ch e r g e st e 11 t ist. Hellen kann au» eigenen Mitteln eine Bellerstellung feiner Be­amten nicht bestreiten Solange die Reich»regie- rung e» ablchut, ben Ländern die Aufbefferuna ihrer Beamten finanziell zu ermöglichen, stehl sich die hestische Regierung zu ihrem Bebauern ge- aöfaV gegen bie Vorlage zu stimmen.

Gewerbe- und Gebäudesteuer-LntschuIdungSge- setze und behotzdelte kritisch die Forderungen der verschiedenen Interessenten: der Länder, von denen Bayern etnr-i föderalistischen Standpunkt zur Geltung bringt, der Gci.ieinden. die Hächstlötze ablednen. und der Wirtschaft, die Mc'c fordert. Zum Schluß sprach er noch über die DerwaltungSresorm und über die Frage des Zinanzausgleich» im Zusammenhang mit ber DeamienbesoldungScrhöhung. 3n der Aus­sprache kam in erfreulicher Weise die lieber- einstimmung aller Vertreter darüber zum Aus­druck. bah daS Rahmengesetz nicht nur ein Fort­schritt. sondern eine absolute Rotwendigkeit bedeutet und in leinen Grunksiützen, unbe'chadei einiger Einzelheiten, unseren Forderungen ent­spricht

3m Landes-Frauenausschuß sprach Frau Llara Wende. M. d. R., üb^ .Streif­lichter zur Gego ^oarlSrn itif in äußerst an- Tcgciu-er unb fesselnder Weise. Aus gehend von der Auftenpolitik, sprach sie von den Schwierig­keiten, die den deutschen Dertveiern auf ben interparlamentarischen Konferenzen begegnen. Wer mit dem Ausland verhandeln muh. wer deutsche 3ntetesten zu ven i Hal, fübd auf8 tuffte unsere Vlachtlosiakesi c arch die Abrüstung. Das Wichtigste bei allen Konferenzen im Aus­land« sei 2 ic persönliche Ani'üyerung uub lungnalyme der führenden Staatsmänner unter» einander. Bon der Auhenpolitik hängt die Äom» folidietung der Innenpolitik ab. Unter den Gesetzesvc'rlagen, die zur Zeit Den Reichstag beschaff.gen. ist eine der wichtigsten für die Frauen das ReichSfchulgesey Als Mütter, als Snieberinnen muffen fie dazu Stellung neh­men. Die 'Jlartei setzt sich für die Erhal­tung ber christlichen S i m u l t a n s chu le

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Darmstadt. 16. Olt Richt weniger als drei hessi che politische Tagungen fanden am gestrigen Sonntag statt; die Deutsche Dolkspar- tei, die Demokraten und die Sozial­demokraten hielten im Hinblick auf die kom­menden Landtagswahlen chre Parteitage ab. Von dem Landesvet band ber Deutschen Bolls- Partei, der in Darmstaot tagte, nahmen vor- chiedene Ausfctzüste auch noch bcn Samstag für ihreBeratungen in Anpruch. Zunächst ver­sammelte sich am Samstagvormittag ber Landes- auSfchusi des'en Verhandlungen von einmütigem Geiste getragen waren und da keine widerstrei­tenden Aussasfungen hervortraten. fo nahmen die Debatten nur eine verhältnismäsiig kurze Zeit in Anspruch. Rachmlttags hielten mehrere AuS- schüs'e ©loungen ab. unter denen ber Landes- SchulauSfchuh wegen bes jetzt tm Vordergründe des Interesses stehenden RcichSIchulgesetzes leb* haite Veach'ung sand. Rach Ausführungen des Reichstagsabgeordneten Runkel wuroe in der AuS'prache, an ber sich zahlreiche Anwesende betetfigten. als Hauptsorberung die unterstrichen, t-ah die Simultanschule einen christlichen

altn Mmflänbcn am Montag bie Bi triebe ffiCc.rgl werden. Sie haben sich (enter mit dem Vorgehen btr Zentral'sriikleitung einoerslanben erklärt, Jl o I - ftanbtarbelfen zu verrichten. Soweit der vHittclbeutfche Snnbikat»berelch in .'frage kommt, bllr'tcn 43 000 Arbeiter in den Streik freien, vom ostelbifchen Snnblkat»geblet bllrfien e» etwa 25 000 bi» 27 000 Arbeiter fein.

Vie Slärfcoerhältnlffe innechalb ber Gewcrk- fchaslen sollen zur Zeil nicht so liegen, dost mit hiier Verwirklichung der radikalen Forderung auf Uu»behnung be» Streike» auf bie ch e - «nlfche unb bie Llektrizität»iubustrie te rechnen wäre. Sollte der Streikparole Im Lause bet Woche allgemein Holge geleistet werben, so mür­be» auch bir Großkraftwerke unb bie übrigen )nbufielen stark la Millezbenfchaft gc)cgni werden, ba e> unmöglich erscheint, bie Grosibett iede mll tech­nischer Jlotijllfe unb den In Mitteldeutschland nicht erheblichen Arbeilerreseroen In Gong zu halten, zu- tid da» Leunawerk proste ti<>cilcr.-eHn /tn sl'h tepgtu hat.

Der Streck hat begonnen.

Halle (Saale), 17. Oft. (WIB Aunkspruch.) 3m mittelbeelfd)en Braunkohlenrevier sanden gestern 120 üftfammlunqen statt. Sie waren durchweg stark Iriuchl. vielfach ühcrfüUI Vie In allen verfamm- langen einmütig beschlossene Arbeit» nieder leg u n g Ist nach ben bisher vorliegenden Mcl- bung-n Überall erfolgt Die Zahl der Slrcilcn- ben fleht zur Stunde noch nid I fest. Zu Zwischen- llllen ist e» nirgend» gekommen.

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litz über aktuelle luZgehend von der (ir^beraerifcbcit ötcucrr'form, tarn er über das Reichsöewertuna^gelctz -u ausführlichen Darle­gungen über das gegenwärtig dem Reichsrat vorliegende Steuervereinheitlichungs- ge s c l). (Xr gab ein Bild über die materiellen Bestimmungen t-er Rahmengeseye für die Grund-,

Mesenstreil im mitteldeutschen vraunlohlenreoier.

(iigene Drahlmeldung be»(Siebener Anzeigers"

Berlin, 16. OfL Alle versuche ber Schlich- k»ng»behörben. bie Lohnftreisigkelten im milUlbeul- shen Bergbau zu einem einigermasten tufrlebrn- ikllenden Abscsilust zu bringen, sind gescheitert. Vähreub sich die Unternehmer bereit erklärt hatten.

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drei süddeutschen Staaten gegen den Einheitsstaat.

Eine Erklärung

derBayrischen Ltaatc;eitung".

München. 16.Oft (XU.) Die .Münchener Zeitung' hatte gemdb«:. dah die süddeutschen Staaten Dattern, Württemberg und Bfl- den zur Organi'ierung des Widerstandes gegen diezentralistitchenBestrebun- gen 'ich jutjrnmerccfcyoifcn hätten. Run nimmt auch die .Dayeri'che Staats-rinmg^' ku dieser Angelegenheit Stellung und erflärt. bah man von einer geschlossenen Phalanx ber süddeutschen Staaten gegenüber ben uni- tarisnschen Bestrebungen sprechen könne. Aus der Konteren, der Mimsterpräswenten, die gdegem-

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anfieht. der w.rd den Drang nicht so sehr be­tonen. Qi besteht die Desahr, bah dann l

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DieKoften bes Neichsschufgesetzes

Tnd Reich lehnt die Nebernahme ab.

Berlin. 16. Olt (Wolfs.) 3u den Erörte­rungen über die weitere Behandlung des Reichs» sHulgeletzes schreibt die _Dägliche Rundschau": Xan begegnet der Auffassung, dah d t e XI e b et - n ahme der Rlvsten durch das Reich letz» im Gndes der Schlussel für die Gewinnung des Lichsrates sein wird. Demgegenüber wird man lach weht die Frage stellen müllen, ob daS Reich wrflieb In der Lage und ob ei im 3ntercffe des iTieren Friedens empfehlensw rt ist, die XCoftcn das Reich zu übernehmen und Länder unb Onneinden von den Folgen der neuen Schulord­nung vollständig zu befreien. Dom rein fachlichen t-isichtspunkt au« muh daraus hingewiesen wer- hcn. das; die Städte undDcmeindendi« Träger der Qleuorbnung stnd. Richt das Xdd) bestimmt, ob neue Schulen unb ob statt der ilbertgcn einhe.tlichen Vollvschalen Doppel- chulen inS Leden gerufen werden sollen. Diese ä'.tscheidurgen werden vielmehr aus dem Do- h tn der Gemeindeverwaltung ge­r-offen. 3nfolgebrifcn erscheint e« auch dadurch ^rechtfertigt, wenn diejenigen die Kosten tragen, lit für die Reuordnung und für die fon^gen »«gaben verantwortlich sind.

1 Man kann aber auch noch einen anderen >mnb in» Feld führen. 3n einer Seit, tn der 'c« Ausland argwöhn, sch alle Reichsausgaben .vrfolgt unb im Hinblick auf die viel diSkutierie Xe Vision des DaweSplaneS den AuS- jebenetat des Reiches scharf auf die Rot wend g- \-ten dieser Ausgaben hin prüft, wäre eine günstige Auswirib-ng un.x-rm ei blich, wenn daS Äncb einen M.llionensonds einsetzt, aaS dem 'le Linkosten für die Reuordnung des deutschen ö-hnlwetcnS gespeist werden. Man geht wohl m der Annahme nicht fehl, 6ah der RechS- itranzminister Dr. Köhler auch angesichts des Leichs schul gefetzcs von dieser Rotwendigkeit Sircbbrungcn ist.

Die Länder und Städte machen geltend, bah Reuordi'.ung des Schulwesens ihnen infolge der Vorschriften der Reich-verfallung durch die ILeichsregierung auferlegt wird und riß man ihnen die Kosten deshalb nicht zumuien J-nc. Man wird aber doch wohl ar.er'ennen affen, bah die Länder mit dem Reich unb li; der Reid>3'.?crfaffung verwachsen f nb und eshalb die Konseguen^n nicht ablehnea können. 'i< sich aus den Dorichr sten ber Reich-versaffung nzeben. Es sprechen alfo doch wohl wichtige Gründe mit. wenn das ReichSkab nett den Stand- inft vertritt, dah d ie Deckung der kosten k der Durchführung des Rrichsfchulge^etzes r.Lcht Sache des Reiches sein tamu