Der Parteitag der Demokraten
OeffentllCbfetl «langt 3m trefentli4)en a jetzt diese 'Serbci Mangen. C?5 stehl
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zu crtr arten, daß die Wlrtsch^i tsverhandlutige mit Polen In der aUcrntkb'tvn vteit u>tdx mifgcn-mmron werden. Nachdem die Lieder
Freiherr v. Richtkofen
die Truhe der Reichspartei. Mit großer Wahrschein. nicht allzu ferner Leit mit Reichs- | u n a und Neuwahlen zu rech, iner führte den Beweis für diese Be-
Rechtsanwalt Dingeldey, Darmstadt. Bürgermeister Schott, Uffhofen.
Frl. B i r n b a u m , Lehrerin i. R., Giehen. Handelskammerpräsident Thr. Scholz,
veulfchlands wittfchaftsverhandiungen.
(öigcner Drohtberich' be» ..©ieftener Anzeigers" ) 'Berlin, 16. Oft. Die deutschen Wirtschaft--
Verhandlungen werden in Icoter <Jcit. namentlich durch die zahlreichen iimerpol irischer. Fragen üderfchattet, so Daß über ihren 'Berlauf wenig
feit noch pettiefxn. Bit hader da, OEmphrtten, dah trrmer wieder versucht wird, die Meinung Anders- denkender rrat Mitteln staatlicher Gewalt zu zwingen. Wo» ist es mit dem F la g g e rift r « 11? E» ,<t das (Seftchl, unter einen Zwang gesteltt zu werden: dag gen wehren wir uns. Was bedeutet e» denn, wenn aue den Reihen der so zialdemo traten und Demokraten Anträge gestellt werden zur ,^lag- genfrage? Es bedeutet nichts andere, als den Gehler- Hut Wir verwahren uns gegen diesen Mißbrauch der Reichst eben und dah man unter dem Decknamen der Freiheit den G e w i f f e n » z w a n g will. Lir kämpfen nicht um Regierungssitze, sondern, dah durch unsere staatliche (Brimnuna das Rechen des Staate« beemfluht wirt», daß nicht solcher Zwang gtf chi eht.
Wir wollen aufrechte Beamte, nicht solche, die von Lu Heren Vorteilen abhängen. Wir haben un» tm Schulwesen und auch Im Richterium für die alten Grundsätze eingesetzt. Da» Rihterlum war in Vergangenheit und Ist in Gegenwart ixnbe* stech ich und wir sind ihm dankbar dafür, dah e» bte Grundtagen des Staates gewahrt hat. Wir haben e» erlebt, dah in den Schulen Schnüffler waren, di« Berichte an das Can*
Darmstadt, 16. Oft Nach Sitzungen des CandeSvorstandes und des CandesausschusseS fand am Abend im festlich mit Fahnen und Blattpflanzen geschmückten großen Saal des Stadti- schen SaalbauS. der dl» auf den letzten Platz gefüllt war, eine Bearüßungsverfammlung statt, bei der zwischen künstlerischen Dorträgen
Reichstagsabg. Ludwig Haas Karlsruhe
di« Festansprache hielt Anknüpfend an die Worte bei DeutschlandsliedeS .Einigleit und Recht und Freiheit' erinnerte er, wie in vaterländischer Einigkeit einst drei grundsätzlich sv verschiedene Parteien: Demokraten, Sozi aldeuw traten und Zentrum da« Werl der Weimarer Verfassung geschaffen haben. An diese Einigkeit soll sich Bürgertum und Arbeiterschaft erinnern und sich nicht wm Kampfe gegeneinander treiben lassen. CBHr Demokraten wollen darüber hinaus die noch größere Einigkeit des Leiches in Üeberwindung der geographischen Grenzen innerhalb des Vaterlandes unter Wahrung der Eigenart der Stämme. Die Einigkeit soll ferner gepflegt werden In einer verfassungsmäßigen Leichsschulordnung unter Zugrundelegung der Gemeinschaftsschule unter konfessioneller Duldung. Wir verlangen weiter die Wahrung deS Rechtes in der Achtung der Reichsfarben und im Schutz der Minderheiten. Freiheit soll das Ziel sein für die besetzten Gebiete und in Abwendung einer neuen Herrschaft der vor der Revolution mächtigen Schichten, die uns die Republik nicht nach ihrem Willen um- gestalten dürfen.
Die P a r t e 11 aig u n g wurde am Sonntagvor- mittag vom Aba. Schreiber eröffnet. Nachdem der Vorsitzende kurz die großen politischen Themen gestreift hatte, die Im Wahlkampf zur Debatte stehen, überbrachte
‘Jieichstagsabgeorbneter
bilden zur Durcharbeitung der Einzelsraaen, die für Hessen der Uebergang zum Einheitsstaat stelle. Selbstverständlich feien dabei, wie es Bürgermeister Müller (Darmstadt) kürzlich gefordert habe, di« Rechte der Landeshauptstadt nach Möglichkeit zu wahren. Heber allem aber müsse die Absicht bestehen, für ganz Hessen die Hemmungen der Grenzen zu beseitigen, unter denen es jetzt politisch und wirt* fchaftlich leidet.
Heber die hessische Pvlitll sprach daraus
ßanbtagsabg. Rektor Reiber.
Er bezeichnete den hessischen Volksentscheid vom Doriahr als einen persönlichen Tieg des Finanz- ministerS und der Weimarer Koalition, übte scharfe Kritik an den zu monarchistischen Kundgebungen auSartenben Regimentsfeiern, legte dar, wie die demokratisch« Canbtag«f ruft Ion die Aai- tationsantrüge der Opposition auf das rechte Matz zurückgeführt habe hob di« Forderung der hessischen Demokraten auf 11 ebernahme der Reichs- besoldungSordnung auf Hessen hervor, dankte den Herren Henrich und ilrflaöt für ihre Haltung in der Schulfrage, unterstrich dabei die entscheidende Verantwortung, die hinsichtlich des Reichsschulgesetze« auf der Deutschen Volkspartei liege, und feierte zum Schluß den Einheitsstaat als beste demokratische Tradition.
Der Mah!vorsch'ag für die Landragswahl bringt für Rheinhessen an der Spitze Pfarrer Adolf Ko re ll-Rieder-Ingelheim: für Starkenburg: 1. Rektor Reiber, M. d. L., Darmstadt, 2. Siadtv. Karoline Balser, M. d. L, Darmstadt: für Oberhessen: 1. OberanttS- richter Ivh. Schreiber, M. d. L., 2. Ingenieur Kaufmann Adolf Weniger. Dad-Rauheim. 3. Rektor L o o S, Giehen, 4. Fabrikdirektor Schanz, Ober-Schmitten, 5. AmtSgerichtSrat Dr. jur. Alfred A n d r a e. Ortenberg, 6. Bürgermeister und Schmiedemeis'er Appel, Ulrichstein, 7. Steuer:n'pektor P l a a g. Bad-Rauheim, 8. Äüfermcifter und Landwirt Iakob Becker, Kelselbach, 9. Fabrikant Hehl, Butzbach. 10. Han« Schmoll, Ridda, 11. Kommerzienrat Heinrich Langsdorf, Friedberg.
In einer Reihe von Entschließungen bekennt sich die Demokratische Partei auS nationalen und wirtschaftlichen Gründen zum dezentralisierten Einheitsstaat. Sie erwartet von der Fraktion de« nächsten Landtag« unverzüglich praktische Schritte zu diesem Ziele hin. Sie lehnt den v. Keudellschen Reichsschulgesehentwurf aus nationalen, verfassungsrechtlichen, pädagogischen und finanziellen Gründen ab.
Sozialdemokratische Landeskonferenz für Hessen.
In Frankfurt a. W. tagte am Sonntag die Landeskonferenz der Sozialdemokratischen Partei deS Bolkssta.ucs Hessen, an der u. a. auch Staatspräsident Ulrich, Minister Raab und Landtagspräsident Qfbelung tei!- nahmen. Rach Erstattung des Fraktionsbericht« wurde die Kandtdatenliste aufgestellt. 'An der Spitze stehen Staatspräsident Ulrich. Land- tagSprasident Duraermeister Adelung, Minister Raab und Abgeordneter Q u y. Die bisherigen Abgeordneten Ministerialrat Bomematm und Frau Steinhäuser kandidieren nicht mehr.
Wir veriangen etn Rentnerversvrgnngs- gesetz. Sparsamkeit ist dringendes Sriordern iS. aber nicht auf Kosten der Dsamtengehälter. Der Staat ist von den vielen Aufgaben zu entlaßen, die er in den letzten Iahre» übernommen hat di« aber nicht notwendig fenb. SS müssen Rationalisierung-Maßnahmen tm StaalSleben durchgeführt werden, fett Iahr und Tag haben wir Anregungen dazu durch Anträge gegeben, nicht- ist aber auf diesem s^biete ge- jcheheir Wir müssen an einen Abbau Der Steuerlasten Herangehen und an Verein- fochungs maßnahmen durch eine org.^n:fche Ver- waltunM-rriorm. Aller die'er Ausgaben wird man nicht mit der Parole des Einheitsstaates Herr werden. Wil AaiumotwendigSeit wird die Entwicklung zum Einheitsstaat kommen, aber die GegenwartSauf gaben ftnd damit nicht zu lösen.
Der Wahlvorschlag der Deutschen Dolkspartei lautet:
Mainz.
Zimmermeister Houry, Darmstadt. Bürgermeister Dr. N l e p o t h , Schlitz. Oberstudiendirektor Dr. Keller, Büdingen. Bäckermeister Kunkel, Worms.
Reaierungsrat a. D. Richard Heyne, Offen* bau) a. M.
10. Landwirt M. I. Kärcher II., Lampertheim.
Wir teerten solche Dinge bekämpfen, ob wir fn iier Regierung oder in der Opposition sind. Auch heut« noch ist die Sriftenz Hessen- nach fetned Richtung grfeftigt und di« wirtschas t l i ch e und finanzielle Situation ist immer noch sehr schwankend: alle Kräfte müssen zu- sonnnengesaßt werden. Mit einem wirtschaftlichen Verfall dienen wir nicht unterem Staat und bem künftigen Einheitsstaat. Gerade das Wirt- schaftsleben bedarf einer pfleglichen Veharrdlung. Wir haben nicht doS Empfinden, daß Landwirtschaft und Handwerk mit der erforderlichen Sachkenntnis und freundschaftlichen Gesinnung gefördert worden sind, weil der Leiter deS Arbeit-- und Wirtschaft-Ministerium- ganz in sozial demokariischen Anschauungen groß geworden ist. W.r verwahren uns dagegen, daß die Opfer der Inflation glddMeftellt werden mit
den Personen, die der öffentlichen Für
sorge unterflogen. Wir verlangen dah die Kleinrentner einen Rechtsanspruch auf Unterstützung erhalten und daß sie auS der allgemeinen Fürsorge foerausgenommen werden.
11. Rektor Kröhl, Mainz.
12. Frau Delnhard, Darmstadt.
13. Amtsgerichtsrat Dlaes er, Groß-Gerau.
14. Prokurist Hirsch, stellv. Vorsitzender des D. H. D, Gießen.
16. Kaufmann Ruppel, Beerfelden.
Auf Vorschlag deS Vorsitzenden wurde die nachstehende Entschließung angenommen: Der hessische Landes-Parteitag der Deutschen Volkspartei hat zur ReichStagSsraktivn da« feste CB erfreuen daß sie unter feinen Umständen einem Schulgesetz ihre Zustimmung gibt, durch das die christlicheSimultanschuloinHes- fen nicht wirksam und dauernd geschützt und bte Staatshoheit in der S chule nicht gewahrt wird.
bauplung durch die Aufzählung der kritischen poli* tischen Fragen Im Reich. Den Rückschlag In der Außenpolitir, den eine Rechtsregierung erleiden müsse, hätten die Demokraten vorauogesagt. Mit den Deutschnationalen in einer Regierung könne Stresemann keine (Erfolge erzielen. Die Parole der Demokraten in der Außenpolitik fei nach wie vor und auch im hessischen Wahlkampf: Frieden und Freiheit! Für Fortsetzung der Politik der Derstän- higuiifh b e allein den Frieden erhalle und die Frei- Heu crnngrii werde.
Da» Referat über die Reichspolitik erftottete Reichstagsabg. Pfarrer Karell. Die demokratische Reichslagssraftion werde sich hüten, sich an einer neuen Regierung zu beteiligen, ohne daß nach Reichstag^injlosung und in Neu* wählen Da» Volk üi<r die b tu tfd) nationale Regie* rungskunft fein Urteil gesprochen Hobe. Für di« Ablehnung de» Rrichosmiilgejetzentwuri» führte darauf der Redner alle di» Grunde an, di» spater in einer Entschließung ihnen Niederfchtag fanden. lieber* gehend zur dAigt bte Einheit» ft aal«» be* zeichnete Abg. Koreii di« Rückkehr zur fiideratioen W i eb e ra uf richtu ng her Finanz eldständigkeit der Länder at» außenootitisch nnmöglid) und die umgekehrt« Tendenz al» lebensnotwendig. Unbeschadet der Tatsachen, daß allen Vorschlägen zum Einheit»* float Vor- und Nachteile anhaften können, muffe es in Zukunft Ausgabe der dein-kratischen Landtags- •lartion und ihrer ctnxügen Regieriingsoertreler fein, diese Frage au» dem Stadium be» (Befühle heran »zuführen, in da» der polittschen lat Hierfür gebe e» \a>ei Schritte. Ziinächsi müsse bi« neue Land- higsfraftion auf einen Volksentscheid brän- gen, ber die Frage der Aufgabe oberErhal- tuna der ft o o 111 d) c n Selbständigkeit Hessen» zur Entscheidung stelle, ooiytnei Jet e», um die Frage der parteipolitischen Agitation zu entziehen. empfehlenswert, eine überparteiliche Kommission au» Führern ber hessischen T'Olml, Ver- rooltimg imb Wirtschaft sowie Staatsrechtlern zu
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Paris. 16. Oft. (WB.) La illau § hat auf dem Iahresbankett der republikan.schen Front- kämpfer des Departements Panne m Ioignh politische Rede aehallen, m der er erklärte: nmflcn Zwecken fordere man den Abbruch
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Znrchtbarer brandunglück bei Augsburg.
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Zu dunklen Zwecken der Beziehungen zu den Sowjet-. Ob man fi-ch wohl über die Gefahren und Rachteile bewutzt fei, die die« für daS kontinental« Zranl- retch in politischer und auch wirtschaftlicher Hin- sicht in sich touefje? Man benutze revolutionäre Machenschaften, für bte, wie man behaupte, eine Botschaft der Herd werben könne, als Vorwand, gerade als ob es nicht Sache der französifchen Regierung sei, darüber zu wachen, daß kern Vertreter irgendeiner Macht aus der Res rve her- auStrete, in der er sich halten müsse, gerade als ob die amtlichen Stellen nicht unter der Kontrolle des Parlaments Handelsfrecheit hätten, für den Fall, daß fest^stellt werden würde, daß diese elementaren Regeln nicht beobachtet
Diejenigen Albane-en jedoch, bte tn ber ttaRe- nischen Lchu.>herrichaft das Hril für ihr Land und die Möglichlrit c.acr wenig iens schrinboren Selb- nanbigleil sahen - und dazu gehört« wohl bei jugendliche Mörder Algivianth Bebt —. erblickten m bcm Verhallen 6-ena BegS, ber vermurl'tch eine paTwaltanifche Einigung dieser .taltenilchen Herriw:fl vorzog. einen Landesverräter. Und da der Mörder in Rom sichertia, noch ftdrirr mit gleichen Gedankenrichtungen beeinfluß 1 wurde, fo hat er geglaubt, eine patriotische Tat zu begehen, als er den Verireter seines Lande« nx Prag mit zwei Revolverichürfcn niederknallte.
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würden. Diese Männer liehen e3 sich auch angelegen fein, bi« Politik von Locarno zu verleugnen. Sie protestlerien mit Heftigkeit gegen den Gedanken, daß es eine Tat größter Klugheit wäre, rochtzeitig die in da« Fleisch eines besiegten Voi::s gesteckten Dornen her- auSzuziehen. da diese das besiegte Doll nur un Erregung versetzen, ohne daß sie tem anderen etwas andere- einbringen, al- falschen und gefährlichen Schein. Diese Leute beuteten die Befürchtung aus. die Frankreich wegen ber vielen Einfälle, di« eS erduldet, hege, und um der französischen Bevölkerung Mißtrauen ein« zuflöhcn. Sie wiederholten in allen Tonarten, daß eine Wiederversöhnung mit Deutsch land undurchführbar sei. Sie suchten in bte Gehirne diesen Gedanken so ein- zuhämmem, baß der Glaube an ein« Annäherung vollkommen verichwinden müsse. Was wollen denn diese Leute eigenrtkb? Verblendet fei doch der, der nicht die Schwierigkeiten oder bte eigenartige Stellung Frankreichs zur gegenwärtigen Stunbe erkenne: verblendet fei ber, der sich nicht Rechenschaft darüber ableg«, daß da- etiu'.ge Mittel, neue Katastrophen zu vermeiden, die Derelnigungaller Destmücht« fet Um dies xu verwirklichen, müsse man Opfer bringen: Prest-V«rPf«r, Opfer, bte schwer zu bringen feien. Vie etwa da- Vergessen berechtigter Befchteer- ben. WaS komme es Darauf an? Lehr« bte Geschichte nicht, bah ehr Volk erst bann enbgültiger Sieger fei, wenn eS ben Sieg beherrscht habe.
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(aff unflif rage durch eine gegenseitige Vereinbarung bereits geklärt ift und eine gcrye Anzahl von Warensorten, wie die polnischen Schweine, Da« polnische Fleisch usw schon eine Regelung gefunden haben, verbleibt als wechrigstec Faktor noch Die Regelung Der H 0 l z - e i n s u h r. Die aber auch feine größeren Schlote« rigjeitm mehr machen Dürfte. Man kann deshalb annehmen, daß diese Verhandlungen bald zu einem Abschluß führen werden. — D.c deutfch-litauischen Dirlschaft»- verhandlungen Dürften ebenfalls in Der nächsten Zeit weiter fortgeführt werden und auch hier scheint es. daß die Schwierigkeiten kaum noch all.zu groß fein werden. Was schließlich die deutsch-rumänischen WlrtschaftSverhand- lungen anbetrifft, so sollen blddben, wie wir erfahren, in der nächsten Zeit auf genommen werden, toobri eS allerdings noch nicht feststeht, wo sie stattfinden werden. Man kann aber an- nehmen. daß es hierbei te.ls zu Besprechungen in Bukarest und teils in Berlin kommen wird. Die deutsch-tschechoslowakischen Der- Handlungen werden ja bekanntlich m Dielen Tagen in Gens weiter fori geführt.
Laillaux für eine Verständigung der Westmächte.
ver Prager Gefandtenmord.
Albanien zwischen zwei Feuern.
Eigene Drahtmelbung be» „Gießener Anzeiger»".
Berlin, 16. Oft. In einem Prager (Safe Ist der vor kurzem ernannte Gesandte Albaniens bei der tschechoslowakischen Regierung, Lena D e g, von einem jungen Landsmann, der als Ghmnastalschüler in Rom studierte, hinterrücks erschossen worden. Der Mörder hat sich ruhig sestnehmen lassen und hat erklärt, er habe die Tat. zu der er au- eigenem Antrieb aus Rom nach Prag gekommen sei, im vollen Bewußtsein ber Folgen unb ohne Derbinbung mit irgenbwelchen politischen Derschwörungen begangen: er bereue sie nicht. Denn Lena Deg habe fein Heimatlanb an Iugosla- wien verkaufen wollen.
Hinter diesem Drama, bei dem ein erst 32jäh- riger, noch vor wenigen Monaten in Zusammen, hang mit dem jugoslawisch-albanischen Konflikt vielgenannter Balkanoolitiker ums Leben kam, birgt sich ein ganzes Stück politischer Wcllaeschichte des jungen, oder wenn man will, uralten «taaiswesen» Albaniens. Die Skipetaren und Malifforen, die mo- harnrnedanifchen und katholischen Einwohner des Land«» an der Dfttüfte der Adria haben feit den Zeiten Skandenbcgs mit einem fanatischen Frei- heitsdurst gegen ihre Unterdrücker gekämpft, und obwohl sie, oder wenigstens die Mohammedaner unter ihnen, zeitweilig die besten Truppen des Sultan» abgaben, hot auch die türkische Regierung niemals mit ihnen fertig werden können. Seit das Land im Zusammenhang mit dem Balkonkrieg seine Selbständigkeit erhielt, wird es von Den verschiedenen Nachbarn mehr oder weniger umworben, mit einer Absicht allerdings, die mehr auf ein Verspeisen als auf das Eingehen eine» freundschaftlichen Verhältnisses hinausläuft. Die diesbezüglichen Absichten Belgrads sind ziemlich unvorhergesehen von Muffolini zunichte gemacht worden, als er mit dcm Diktator Albaniens, Achmed Bey Zoglul den vertrag von Tirana obfchloß. Unvorhergesehen deshalb, well auch Achrncd Dey noch kurz zuvor in einem sehr engen Verhältnis zu der sugollawifchcn Regierung gestanden hatte, m.t deren Hilfe e» ihm überhaupt nur gelungen war, die vorangcgangenc Regierung des Bischof» Fan Noll zu stürzen und diesen au» dem Lande zu vertreiben (Einer von Achmed Bey» vertrautesten Mitarbeitern war der jetzt ermordete (Zeno Bep Dieser saß als Gefonbter in Belgrad und vermochte offenbar bas Tempo der Umstellung seine» Chefs für seine Person nicht ganz ein.zuhallcn Denn als im Vorjahr der scharfe Konslikt zwischen der olba nischen und ber jugoslawischen Regierung wegen der Verhaftung eine» angeblichen jugostowischen Ge* sandtschaftsdolmettcher» ausbrach und Jugoslawien seinen Gesandten aus Tirana zurück zog, konnte Zeno Beg ruhig und unbehelligt in Bcl grab bleiben und an der Verständigung der bei* den Regierungen arbeiten.
lSfjÄ!nm. tm vertieft nach <yMH. und en M bfttb vor mirilM ,3*2 -lkinlinc --ck w Ories
3Üd tarier •ietr M Höchst r# mehr junj 1300 Arter 6<f
Mm Iw ba -Lckliche 1 ß^rgtiagt D crllte. Durfte s « trodten tn« c-chijähriger Satt: Hal awi .lril'.e, meim
Hunde un man weniger < Herrn haUe
kommen.
Tazuwin übersehen toi
Voraussage.
Unter De^n Einfluß de» fkandinavtzchen Druckfalle gebiete» i[t es auch in unserem Gebiet bereit» zu .'i.eDerichiaaen ge'nmmen. und bi« ®inb« haben nach Süd-Westen bzur. Westen umgedr^ht. Die .stück' seitemoirkung brs Tiefs, bi« sich über ben britische« Infein erkmicn läßt, wird morgen ben Witterung»» dx’.rafter bei uns oeränberlich gestatten. Dabei ist mit bcm Auftreten einzelner Niederschläge zu rt* nen. Gleichzeitig gehen die Tempera hi nm durch die maritime Polarzufuhr wieder zurück.
Wettervoraussage. 'Wechselnd wolkig mit zett» weiser Aufheiterung, spater wieder Temperaturrück' gong unb strichweise etwa» Regen, westliche bi» nord-wvfUiche Winb«
Litterungsaussichten für Mittwoch: Zeitweise wolkig, nach:» TemperaturfaU unb meist trocken.
Lufttemperaturen am 16. Oktober: mittag» 11 Grob Celsius, abends 3,9 Grad Celsius: am 1«. Ott.: moracna 4,S Grad Celsius — Erdtemperaturen in 10 'Zentimeter Tiefe am 17. Oktober: morgen» 5,7 Krad Celsius. Maximum 1L5 Grad Celsius, Minimum Krad Celsius — Sonnenscheinbauer: teer Stunden.
28 kilomelcr von Augsburg entfernt, Grohieuer aus, während di« Jagdgäste beim. Mittagsmahl faßen. Innerhalb einet Stunbe wat da» 14 Meter hohe Schieferdach de» Schlosse» In 1 lammen gehüllt. Während der Snfräumungearbeitru Im Manfar- benftod stürzte der zenital Gelegene Schloßlutw l n s l ch zusammen. Mehrere Tote sind ;u beklagen. Derbraunt find ein G l a ferme i fl e r s o h n ag» Augsburg und eine Schloß- bedienstete. Mehrere Feuerwehrleute erlitten schwere Brandwunden. Bel dem Versuch, einen ft naben ju reiten, der an einem MauctuorfptunG dc» brennenden Dache» hing, stürzte der Bäcker- meister L i ch n e t au» Dem 3. Stock löblich ad. während der sich abfpteleubcn Schteckensfzeneu er lillen eine Reihe von Der Ionen einen Lcn>cn4ot Um 7 Uhr abends Hollen Ole Flammen do» alerte Stockwerk ergriffen. 3m zweiten Stockwerk lauen noch zwei Schwetvetlehle, denen bl» bo- hln feine Hilfe gebracht werden konnte. Der 5euer- wehrmann westermeier, der bl» zur Brust zwischen Trümmern de» elngestürzien Inrnw» ein- gequelfchl war, mußte bei lebendigem Leibe oerbtennen, da Ihm keine Hilfe gebracht werden konnte. Hu» ftag»bucfl und einer anderen benachbarten Stabt waren Aulomobllspriheu eingetroffen.
Sechzehn lobeiopfet eine» Derfehr»unfall».
In Indlanapoll- (U. 6. A.) stieß ein Wagen, auf dem Witalieber eine« Detgnü- gungSvercln« einen AuSftug machten, mit einen Straßenbahnwagen zusammen. 16 Ausflügler wurden getötet. Der Führer b«s Sttaf enl<ihn- wagenS erlitt einen Beinbruch und verlor bte Gewalt Über den Wagen, der erst, nachdem er mehrere Kilometer führerlos Aurüdgelegt hatte, ohme weiteren Unfall zum Stechen gebracht werden konnte.
Die yiufljeufllranung.
Dte Dem Evangelischen Prelledtenf: vvm Konst stori um Der Mark Brandenburg mit geteilt wird, hat der R«ch?sausfchuß Der Kirchenprovin- Mark Brandenburg enttchleDen. Daß Pfarrer Teichmann, der seinerzeit «ine Xramma in - Flugzeug vorgenominmi hatte, mit einem D e t - weis und 200 Mk. Geldstrafe zu belegen ist. Daraufhin hat das «vangelischn Konsistorium di« Amtssus Pension aufgehoben.
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