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hessische Handwerkskammer.

Unter der Leitung ihres Vorsitzenden 3 Aohl - Darmstadt hielt jetzt die Hessische Handelskammer ihre 3 3. Vollver­sammlung m Sirungtlaate der Dsrmstäk./c LladtverorLnei'M-Vertammlung ab Al« Vene­ter des Ministerium- sür Arbeit und TB- rt» schalt war Ministerialrat Hechler, für die Q3auabtei(ung des Finanzministeriums Ministe­rialrat Wagner erschienen.

Der Vorsitzende dankte in seinem Er­öffnungsansprache der Regierung. den Behörden und den dem Handwerkerstand angehörenden Ltandtogsabgeordneten für die Unterstützung der Kamn.er-Bestretmngen bzw für da» tak'rähtae Eintreten für die Interessen be* Handwerks. 3um Schlüsse überreichte er namens de« heffi- Ichen Hanbiverk« dem verdienten Direktor der Hefs. Handwerlerzentralgent -enfchast Paech der in die'ern Jahre 'tüt 25jäbrige« Jubiläum als Leiter Meles 3nftüut« beging, ein Uhren- diplom als schlichtes Zeichen der Arterkennung und der Dankbarkeit für die hervorragenden Ar­beiten namentlich in schwerster Aotzeit

Ministerialrat Hechler entbot der Versamm­lung die <3ritte der hessischen Staotsregierung. Zwar leide der Handwerkerstand noch immer unter der Aot der Zeit, ober die 2 u s ft e l - lu n g In Sieben, die der Aedner lehr lobte, beweis«, dch ct auch mit dem Handwerk vor­wärts gehe

Hieraus wurde in eine Besprechung des Se- fchastsberichts der Hauptverwol- t u n g und der Nebenstellen, der de» Äammermitgltetern gedruckt vorlag. ringetr«ten. Der Derichr gibt Ausschluß über die verschie­densten Zweige der Kammertätlaseit und -Ein- richtuugen. Ministerialrat Hechler sprach der Kammer feine volle Anerkennung für die ge- feiftne Arbeit im Interesse des Handwerks aus 3» der Aussprache wurde auch die Aeichs- verdingnngsvrdnung erwähnt. Mini- fterialrat Hechler erklärte, es bestehe gegen sie ke»ne Abneigung Ministerialrat Wagner teilte mit. der Entwurf zur Einführung der Aeichsverdingungsordnung liege dem Gesamt- Ministerium zur Beschlußfassung vor: es fei an* mei datz die neue Orhnung bei den ft aut- i:d}cn Scuibehorden nm 1. Juli eingeführt Die anderen Behörden würden wahrlchnnllch aufaefortK-rt sich diese Grundlagen zu eigen zu machen. Die Verzögerung fei verursacht tvorten durch Wünsche zur Abänderung, es sei aber schliesslich hoch die Ansicht durchge. rungen. daß für unser Wi tschaftsgeblet die unveränderte An­nahme zu e n^ehLen fei.

Direktor Schüttler berichtete sodann über einen Mainzer Antrag, der sich gegen die Ein­richtung von Lehrkursen durch Personen, dies selbst oft mangelhaft ausgebildet sind, wentet. Schritte im Sinne dieses An­trages bei dem Minister für Arbeit und Wirt­schaft seien bis jetzt erfolglos gewelm, eine Abordnung solle jedoch nochmals versuchen, den Minister umzufiunmen.

Sodann besprach Direkter Schüttler Mängel bei der behördlichen A r - bei Übergebung. Es wurde eine Unifchtte- ftung angenommen, in der verlangt wird, dasi alle l-ehordlichen Stellen den bedrängt?n Ver­hältnissen des hessischen Handwerke Rechnung tragen und 2rb«'itempq:id)lett durch Zuweisung von Aufträgen Ichalf.n Die Leitung bev Hand- werkslaminer soll in Sinne dieser Entschließung mit allen maßgebenden Stellen ter Reichs- und Landesbehör' .i in Verbindung treten.

Gin Antrag Alsfeld will Aenßerun- gen tn den Vorbereitungskurfen zu den Mei fter Prüfungen und fonftipe Blen­derungen des Prüfungslveiens Direktor v ch ü t t- ler teilte hierbei die Neuordnung des P i ü - fungswesen» im Hufbefchla-i mit Die Schmiedeineifter wollen eine Prüfungskommission in jeher der drei Provinzen wahrend hie Re- gterung nur eine Piiifungsstelle in Gießen will. 3n diesem Falle n>rlicn die Schmied'- meister, daß weni^itens au« jeder Provinz ein Meister bei den Prüfungen v.igeM-t)?n w' rd. Wirtschaftlich würden hie Prüflinge durch da« neue Verfahren schwer be'astei. w.'il sie meh­rere Monair zu ihrer Aushilbung in Gießen zubringen mühten.

Hierauf wurden der Vorstand und bie Ge­schäftsführung entlastet

Aunmehl berichtete Gewerhelchulrat Dr

Bünnings-Diehen über die bisherige T ä * tiflf eit her Gewerbeförderungsan- lta l t 3n 'einem Beucht ging der Redner von dem Vegrif» der '2Utiona!iherurg aus der jetzt em Sfiuu-ot: oder ein Lteckenpsc:d geworden fei. Die Prüfung der Rationalität von E'.s- maschinen und Xühlrnlagen wie lre jetzt auf der G.ebener Auefte.lung gezeigt.^n sei in erster Linie eine Frag* des technUch-willen- schaftlichen Prü'ungswZenO Aber solchen Prä- snngsflellen sehlte vielfach die Xerbintung mit dem Handwerk. 3n Hessen 'ollen die Drülur,en von Leuten vorgenommen werden, die st. -dig herum kommen. d«e fcinblid in die 'Betriebe haben. 3n Darmstadt soll zunächst ein Techniker angc- stellt werden, der uon dort aus die Betriebe auffuchen soll. Das Prüfungswesen soll ' ch auf fehr verschiedene Gebiete erftreden. auf te« Lehr- lingswe'en auf die Gesellen- und Meifterprü- sungen. auf die Fürsorge für bie Betriebe selbst, auf die Ablahmöglichkeitew Die Gießener Aus­stellung habe manchen Autzstelle.n nam.nl ich denen des Schreinergewerbes, n.-ue Absatzmöglich­keiten gebracht Versuche an Töpfereien. die ge­genwärtig vorgenommen werden, sollen diesem Handwerk neue Absatzmöglichkeiten schaffen Zu, dem Gebiete des Patent- und Muße, chuves sei schon manches erreicht worden Der Vorsitzende empfahl die Einrichtungen zur Fdrtecuig des Gewerbes er dankte Dr 03 u n n i n g < für lerne V.-mühunacn in dieser Richtung.

Anschlieherid gab Direktor Schüttler Auf- fchluh über die Kredltwirtlchaft der Kammer im letzten 3ahr Die Dollveriannn- lang gab ihre Zustimmung hierzu und genehmigte die Uebernafcme eines langtril't.gen Darlehens leitens der Äommunalban, für Sachten und eines kurzfristigen Darlehens leitens brr Preustenkalse Die'e Darlehen werden dazu benutzt, um den Handwerkern, die wegen ter Tiafur ihre» bc- trieb# Bankverbindungen nicht unterhalten, pro­duktive Kredite zu cenn,titln

Mitglied Aeffel. Offenen 4>, berichtete über die buraMiefübrie Kontrolle des Lehr- lingswefens Hierbei gelangt*- ein Antrag betr. 3cftetjung einer Höchst zahl für die Haus- bedarssfchülerinnen im Schneiderinnengewerbe zur Behandlung.

Aach teni Vericht über Ire Einnahmen und Ausgaben im letzten 3abre und der Entlastung des Rechner- verlas der Vorsitzende den gedruckten Voranschlag für 192 7. Die Um­lage wurde festgesetzt und genehmigt: sie wurde um 41 000 Mk reduziert, ferner wurde eine Einschreibegebühr für verspätete Elnretchung von Lehrverträgen beschlossen.

3ugeftunmt wurde der Umwandlung des Handwerk-amte« Al eh in eineOkeben­ste l l e her Hcindwerkskainmer. Zur Beschaffung von Mietwohnungen für die Äammerbeamtcn Wurde einstimmig der Erwerb des HauseS Dru ft st raste 48 tn Darmstabt genehmigt

x.ur Erbauung eins- Xammerge« bäudes bewilligte die Der'ommlang einstimmig eine weitere V Mt 41000 1

Hieraus berichtete Direktor Schüttler über eine Lehrlingsordnung im Buchdruck- a e to e r b e, deren Einführung beschlossen wurde. Von einigen Gewerben (Sri f euren und Kü­fern« wurde wie Direktor Schüttler weiter mitteilte, beantragt, die Lehrzeit von 3 auf 3'3a6re zu verlängern Ministerialrat Hechler erklärte, dost sich die Regierung schon mit der Krage beschäftigt habe und die Anträge a b l e 1) n e n werde Der Antrag her Fri­seure würbe gleichwohl genehmigt gegen 9 Stimmen und gegen den gesamten Desellen­ausschuh Auch dem Antrag der K ü f e r wurde zuoestiinmt

Aachdem Direktor Paech noch einen Heber» blid über die Tätigkeit und die Lage der Han d- n e r tv v - . c n t r a l g e n o | I e n I d) a f t ge­geben, wurde die Tagung geschlossen.

Oberteilen.

Landkreis Rieften.

7 Heuchelheim, 16. Juni. Ta. Ergebnis der Werbewoche sür den Verein für da» I r u i, dj t u in Im ?l u s l a n b betrug 27.23 Mk. '.'-eitere Betröge wurden durch Schüler der höheren Lehranstalten In Gießen direkt an die dortigen Sammelfteden abgeliefert.

D Watzenborn-Kteinbera, 16. Juni. Aur unseren Bezirk wurde der Landwirtlchaftslesirer Tr. V u st von (ürosten Linden zum hauptamtlichen

borlbildunaslchullehrer rrnann: Es stnd ihm noch die Orte fleth-durrt und Eroßen.Linben *ugeteilt warben. 3n der Werdewoche für den 3er« «in für da» Deutschtum im Ausland wurden hier 6V Mark gnammt.t 3m dcnachoaNen Hausen betrug do» L^mineergedm« IS 5U Mark.

" Londorf. 16. 3uni. Heute konnte Bürger- meister Auman» Irin 25jahr»ge» Bur« o,rmetfterDienstjudilöum friera kas Crticb<rhuupi erfreut sich bei der Einwohnerschaft allgemein grober Beliebtheit

Grünberg 16. 3um- Aus dem Oe» m e i n be r a t: Da in diesem Jahre bie Kana» [Hatton der Lon dorfsr Strafte hergestellt wird belchloß man die Kleinpf la sterung biekr Strafte bis »um Bahnübergang beim KreiSamt zu beantragen D-.e Pvstver- waltung beabsichtigt in einer Reihe von Strotzen Kabellegungen vornehmen gu lassen. Der Gemeinderat forderte, mit be'rn- derer Sorafai: d.e Wiederherstellung des Strafen*.'la ter» zu überwachen berühr hin­aus auch auf kodiere Senkungen des Pilaster» infolge der Nabe?arbeiten zu achte' und daraus Die Befchluhfaflung äter die Crbcbung einer Gemeinde-Bierste cr oll erst n der nächsten Sitzung nach .räheren Erwittelungen der Bürgermeisterei edol;m Für Dan Emp­fang der Deuttch-Amerikaner die Mitte 3uh auf ihrer Aundreite durch De-itfch- land auch unsere Stabt besuchen werden, da es sich bei d.'n Aei'enden »u rinn grof?r Teil um Ober Hessen und Grünberger hondelk. wurde ein besonderer 2 usschuft e naefe:,t. der die erforderlichen Vorbereitungen trefTen toll - 3m übrigen beschäftigte sich der ® rnebiber.it mit kleineren Angelegenheiten.

Äreiä Friedberg

* Friedberg 15 3uni 3m gutgefüll- ten Saale des Hotel Trapp hielt aeltevn abend der Derkehrsvereln zum erstenmale nach seiner Gründung zu Beginn bietet Jahres eine qrofte öffentliche Versammlung ab Der Vor« sitzende W Ulrich gab nach Vegrüftungs- worten einen Bericht über die f e i t fte r t gc Tätigkeit des Vorstände» Die Stabt fei mit einem Jahresbeitrag von 500 Mk. dem Verein als Mitglied beigetreten Die 'Verhand­lungen mit der tung

von Autolinien haben zu feinem positiven Er­gebnis geführt. Eine sehr wichtige Frage sei die Gefahr der Verlegung des Pferdemarltes von der Äaiferftrafte. die seit einigen Jahren infolge des zunehmenden Verkehr» geplant ist. Man rmiiemu einem Verbot der Polizei rechnen. Eine Deputation habe mit dem Kreisamt und der Stabt In dieser Richtung verhandelt Zur Hebung des Pferdemarltes sei die Wiederein- stihrung her Verlosung, sowie die Erstellung von neuen Pferdeställen unbedingt erforderlich 3m ..Bad-Aauheimer Vadeblatt" hat der Verkehr-- verein ein? Aeklamefeitc belegt. Am Bahn­hof wirb eine Tafel mit brm Stadtplan zur Ausstellung kommen Die Autolinien follfn an Markttagen Sonderfahrten unternehmen Die Ab­sicht, einen eigenen Postreklamestempel sinzu- führen, muftte als zu kostspielig aufgeaeben wer­den. Bei der Aeichsdahn ist die Wiedereröss- nung des EilgutschuppenS beantragt. Dos 03e- streoen. die Taunusquerbahn nach Bab-Aouheim biS Friedberg burchzuführen. ist noch verfrüht, da von dieser Bahn vorläufig nur eine kleine Teilstrecke gebaut werden wirb. Der Aeuverputz der Häuser in der Altstabt soll nach einheit­lichen künstlerischen Gesichtspunkten vorgenommen werben, hierzu ist eine besondere Kommission bestimmt worben. Aach ber Seewiese müssen neue Zufahrtstraften von Aorben her geschatsei, werden. Damit Friedberg auch als Wochen- enbplay in Betracht kommt, müssen Grünflächen angelegt werden. Hierzu «-ntwars der Aedner einen großzügigen Anlageplan Als nächster Red­ner sprach ber zweite Vorsitzende Binder- nagel über Reklame f u r d i e Stabt und teilte mit, haft ein kleiner handlicher Füh­rer zur kostenlosen Verteilung in einer Auflage von 5000 Stück demnächst erscheine. Professor Dreher warnte die Geschäftswelt vor Re­klameschwindlern und sprach über bie Be- hcutung des Museums für den Friedberger Ver­kehr. 3n den sieben 3ahren seines Veftebens habe die Besucherzahl 30 000 bereits überschrit­ten. und sie fei ständig im Wachsen. Verkehrs­verein und Geschichtsverein müßten Hand in Hand arbeiten. Vankvorstanb Groß sprach von

der Schaffung neuer Autolinien »ine >eiiersührung der U,ctaUinte von Sab-Aau- beim bi» Friedberg have sich leider nicht burch- ühren !a''er Der Redner polemisierte harnt fe n ?cn Z2.dverbc.nd Fr cdverg Florstadt.

r s,.-ie Konzession für den Betrieb der 6*rede Vad Aauheio Friedäerg n.cht an den Ver- kehrsverein abtreten wiu Dieter glaubt jedoch be intensiverer Ausnutzung der Linie eine we­sentliche Steigerung des Ber' hrs herbeilühren zu -nnen T-im berichietrir dcr Redner über die Veranstaltung von FrieddergerWerbe- Wochen. Durch Scha.«enstcrweitbewerd. Frei- h^tauWübrueger Bur beleuchtunge» und un­ter Lmständeu Gewährung onn 6?nberrabdit durch die Geschäfte solle ein Ma' enbeiuch her- deigefühn werden. A!« erter DtbflMerebnet lkrach vandtagsabgr -oneter Cu». her Bor- s tzende des x^toedterbanbe» Friedberg R eber- Florstadl Er gab einen geschichtlichen Otüdbhd au» die iJnrtr dtuna des iweckverb.-nbes her die Znteressen Friedbergs vertrete Wenn der Wagenpark noch nicht polUnnimen »ei <o lei ba# «ne MMraae Der Verband set einer ter we- morn Set riebe tn Deutschland di, ohne x<ul®ü»te arbeiten 31>m erwiderte Banlvvrstand Groß, der sogar eine ziemlich t^rte R 'oiution vor- schlug in der die Stabt erbeten inertzm follie fern Zwedverdantz keine Mittel mefti zur S-,« fügung zu stellen Adg Cut vertribigre »ich nochmals und ist bereu den ihm cngdagmi Kamp» aulzunehmen Erst als ber Vorstand be» Verkehrsvercins und einige andere Redner im versöhnenden Sinn gesprochen hatten wurde der Konflikt beta#tent Pro*-'ter Blecher mach-.r einen lehr praktischen 'Bor' .:,ilag. einer, h i st o - rischen Friedberger Tag jährlich in Ver­bindung mit dem 3ahrestag der Iteretnigung ehe­maliger Augustinerschüler zu »eiern Aachdem Rechtsanwalt Dr Krämer und mehrere Red­ner noch über die Playfrage be« Pserbeniarktes gelprvchen. ermahnt, Amtsgerichtsrat T h u t n in »einem Schlußwort nochmals zur Einigkeit.

WSA. Bab-Rauheim. 16 3uni Ein dr» kann ter Zirkus, btt an Ptingsten hier mit leinen Torfübnmgen begann erlebte in unserer Stadt ein völliges Fiasko Das Unternehmen das bereits einen Teil seines 5'erbest an des ander­weitig hatte verptänden müssen, i^ermochle sich infolge lchlechlen Besuches nicht mehr über Wasser zu hallen. Die Stabt »ah sich um bas Persons nicht in ihre Wvhllahrispslege übernehmen zu müssen, gezwungen hem Zirkus mehrere steuer­freie VorKellunae-i zuzugestehen. die das (r<te msche und artistische 'Perfonal krenigften» v«*r ber äußersten 7lnt fcbütiten Ein Teil ber Lngesteklien hat inzwischen uniert Stadt wie^ier verlassen und sieht einet ungewissen Zukunft entgegen. Der Zirkus selbst liest noch ftier fest, und eine Mög­lichkeit. ihn wieocr .flott" zu machen, ist noch nicht abzulehen

Arcio Büdingen.

t A i dda. 16. 3unl. Aus hem », meinderat. Der Voranschlaa für Rf 1 92 7. der tn Einnabme und Ausgabe den Be­trag von 171 000 Mk. nachweist, wurde genehm a». Als Umlage auf Grundbesitz und Gewerbe ist der gleiche Betrag wie im Zahrr 192n, und zwar 5d 000 Mk . aufzubringen, so haft sich die Ausschlagssätze gegenüber hem Vorjahre die 15 Pf auf je Iw Mk Steuerwert brr Gebäude und Bauplätze. 30 PI auf je 100 Mk. S teuer- wert des land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitze-. SO Ps aus je 100 Mk. »♦euenrtrt der Gebäude (Sonbergebduhefteueri. 30 P» auf je KX) Mk 6teurrtDert des Anlage- und Be­trieb-kapital- und 100 Ps auf je 1 MI des fest gestellten staatlichen Gewerbeertragsslenerlolts betrugen, nicht wesentlich verschieben werden Allein durch die außerordentlich erhöhten Sonter- aebäudefteuer-Aachläffe wärt eine Umlageerhb« hung von 6000 Mk. notwendig gewesen, die jedoch auf übereinstimmende Belchlüfst des Fionnz- ausschusfes und des Gemeinberats im Hindkick auf den mhglich«^i^ sich günstiger gestalten- dm Finanzausgleich zwilchen Reich. Oonbem und Gemeinden und me Unsicherheit auf hem Gebiete ber Grundsteuerveranlagunq ftfr bas 3ate 1®27 zu Lasten ber Wasferleltnng unter« Mtebm Ift. Die Erhebung einer Gemeinde- bterfteuer in Höhe von 7 Prozent brs^er» stelterprtlles auf Grund brr von hem Mini­sterium des 3nnem entworfenen Musterlatzuna wurde deschlolsm. Der Gemeinderat lieft sich bei feiner Beschlußfassung von her Anlicht leiten.

H§ch|chuluachrichten.

Der Orhinariu« der öcrgiab^ic an bet Um- hedüjt Basel, Pros Dr Hugo Haslinger, hat hen HiH nach Freiburg i. Br. als ^lach- folger h*a nach Berlin berulmcn Pros. Dr. Aor- bett Krebs anaennmnitn. D.r Gältingel astro­nomische Lchrltuhl ist dem bisherigen nichtbcam- teten a. o. Prosessor in der maltematisch-n.ilur- wisscnschastlichen Fakuilät der Universität Göt­tingen Dr. Hans Kienle unter Ernennung Aum Ordinarius übertragen worden Von der Theologischen Fakultät der Universität Erlan- Sc n wurden zwei verdiente Klrcheiimusikcr zu hrendoktoren der Theologie ernannt Pfarrer Zohannes Kuhlo in Bethel bei Bielefeld in Anerkennung seiner Verdienste um bie Pflege volkstümlicher Kirchenmusik unb ber Universitäts- multfMreflor Prosessor Ernst Schmidt tn Er- langen, der sich durch mehr als -iOsährige Tätigkeit aus dem Gebiete der Kirchenmusik ber- N<n,J,cmac&t öat Der Frankfurter Professor Dr. A. Sieverts hat den an ihn ergangenen Auf iuif den Lehrstuhl sür Ehemie an der Uni­versität 3enn angenommen Der xlronfiurter Prlvatbozent sür KinderheUkünde Dr. mcd. Kurt Scheer ist zum nichtbeamtelen außerordemlichen 'Drcteffor ernannt worden. 3n der Medizini­schen Fakultät der Universität Frankfun haben sich Dr. med Fritz Koch für bns Fach bev xluntren Medizin, Dr. mcd. Älofbllbe Goll- witzer-Meier für da» Fach her 3nn*en Medizin hobtltttert. Der o. Professor Dr. Paul Trendelenburg in Freiburg i.Br. ist zuni Ordinarius der Pharmakologie an ber Um- verfität Berlin als Aachlolger Geh Rat A Hcfftcrs ernannt. Trenbelenburg. ein geborener Bonner. lehrte früher In Dorpat und Rostock Seine Ausbllbuug erhielt er besonders in Frei­burg l. Br . wo er eint Qnfifltnttnftdle bei Ged. Rat Straub bekleidete. Dort begann Prol. Trenotlen- bürg auch seine akademisch« Laufbahn. - Zum Di theol. honoris c^uu wurde »on der theo­logischen Fakultät der Universität Ao stock der erhentliLe Professor der Theologie iSoflemu- tische Toevlogtc, Amtes Testamtnti Lic theol. Rudolf Hermann in Greifswald mumnL

In der Untoetfifät 31na wurde Professor

Dr Georg Albrecht In Erlangen zum ordentlichen Prosessor der Volkswirtschast und Sozialpolitik in her rechts- und wirtschaft»- wissenschpstlicheu Fakultät ernannt. 3n her wirtschaft-- und soz alwisfenschaftllch«, Fakultät der Universität Frankfurt a. 711 erhielten die venia legendi für boS Fach Statistik Dr. nhil. P Flaskäinper. für Volkswirtschaftslehre Dr. jur. H Grohman n Zum Direktor der Chirurgischen Tfbteilung am Städtischen Kranken­hause m Wiesbaden wurde ber a. o. Pro­fessor ber Lhirurgic unb Oberarzt an her Chirur­gischen Klinik unb Poliklinik ber Universität Leipzig. Dr Otto Kleinschmidt, ernannt An ber Hochschule für Bodenkultur in Wien wurde ber Asfisteiit Dr -3ng. Ma§ Schreiber al- Privatbozenl für das Gesamtgebiet de- TDalte baue- zugeloslen. - - Der ordentliche Professor sür Völkerrecht an der Univerlität Wien. Sek- tion-rat Dr. Msred Verdroß, ist zum korre­spondierenden Mitglied be- 3nftilut« für inter­nationales Recke in Kiel ernannt worden. Pros Tcrbrof) ist Schriftleiter der Zeitschrift für öffent­liches Recht. Prof Dr. Tllartln Kirschner in K onigsberg wird der TScrufuna nach Tübingen Folge leisten Der OrbTnarüi» her Philosophie und Pädagogik Prof. Dr. Litt, Leipzig, bat den Ruf nach Frankfurt ab- gZehnt Der Physiker an ber Eidgenöslilchen technischen Hochschule tn Zürich. Dr. Peter D e b h e, wurde von der American Academn os Art- and Sciences. TMton lMasf.) zu ihrem aus­wärtigen Ehrenmltgliede ernannt Dem außer­ordentlichen Prosessor der Cbcmie an der Uni­versität Würzburg. Dr. phti. Bruno Emmert, wurde ber Titel unb Rana eine« ordentlichen ProleNors verliehen. Prof. Emmert, geboren 1880, wurde 1910 Privatbozenl unb 1913 a. o Pro­fessor in Würzburg. 3n Brünn starb der o. Professor der darstellenden Geometrie und Mathematik Dr. Emil W a e l s ch an der dortigen Deutschen Techni'chen Hochschule im Alter von 83 Jahren. - Der a. o. Professor an der Uni­versität Halle. Lic Hermann Baute, bat den an ihn ergangenen Rus auf den Lehrstubs ter Kirchengeichichte an der Universität Kiel ai- Aachsolaer von Prof - Kohlmeyer angmommen. Prof,live Dr. xtofef Keil ie Wien har M«

TScrufuna auf den Ledrftuhl der alten Geschichte in Greif-wald al- Aachlolger Kolbes ange­nommen Der planmäßige Bibliothekar Dr. mcd. et nhil. Karl Hartmann an her Universitätsbibliothek tn Münster i. W warte in gleicher Eigm»<hcrft an Ne Staats- imb Uni­versitätsbibliothek in Königsberg t. Pr. ver­setzt. Gcborrn 1893 zu Homoerg »Bx'-irk Kassel». ItuNerte Hartmann Medizin und Pbüosophie. promovierte im 3ahre 1914 zum Dr phil unb 1919 zum Dr. med . legte 1918 da» ärztliche und 1920 das zahnärztliche Staatsexamen ab und kam 1922 an die Münsterische Universität-hibltotheL

3um nichtbeamtelen außerordentlichen Pro­fessor in ber medizinischen Fakultät ber Uni­versität Frankfurt ist ber PrUxttdozcnt für Kinderheilkunde ebenda Dr. Kurt Scheer er­nannt worden.

Die Sprachenfrage bei den Dölberbundsitzungen.

Das 3ntemotionale Arbeitsamt des Völker- bunte» in Gens hat den erst m Schritt getan, um bie Sprachensraaen bet hen ^internationalen Äon- Icrenzen zu löMi Diele 3ahre hindurch war Französisch die Diplomutensprawe. dann machte England als Weltsprache «eine Recht« geltend, unb vom Rölkerstunb wurden Französisch und Englisch als .orfizielle" Sprachen lür die Ver­handlungen anerkannt Tiber sehr viele Vertreter ber einzelnen Länder bte hohes Anlehen genießen unb deren Reden bie größte Veachtung verdienen, lind unsahig. sich gut in einer anderen Sprache, als in ihrer eigenen auszubrücken ober ohne Schwierigkeiten dem zu folgen, was in einer ter offiziellen Sprachen porgetragen wird Die Aotwenoigkett. alle franzdsilchen Reten ins Ena- li»che und oll« englischen Reden ms Französische ui übertragen bedeute« einen großen Zeitverlust bei den Konlerenzen. ai dererfeits haben sich lolche Ueberfepungen als absolut notwendig er­wiesen. Der Gedanke bie Zahl der .offiziellen" Sprachen aw| drei ober gar fünf zu erhöhen, ber aulgetaucht Ift. hat sich als undurchführbar errieten Run aber ift man daran gegangen, bie- les 'chwierige Sprachen-Vrobtem ovf technischem

Wege zu lösen. Tüchtige Hebertet»er sind Im Staate, eine Rebe sofort vollkommen sinngetreu in ihre Sprache zu übertragen Titan schaltet also zwilchen den Redenden unb hen Hörenden cmen solchen Uedersetzer ein. ber sofort bie Uebcrtra» gung ocrmitieit Die« g.-lchleht auf losaente Weile 3n Hörwetee unb in Sehweite be» Red­ners sitzt ein Uedersetzer mit einem telephoni­schen Emplangsapparat. ber fo ge- bämpsf ift. haft bie hinein gesprochenen Wort, tn einiger Entfernung unhörbar sind Der lieber- teher beobachtet genau den Redner auf ter Tri­büne unb spricht feine lieber»ragung nut jeter notwenbigen Erläuterung in das Mikro- pdvn, wobei er fetne Stimme zu einem Geflüster dämpft. Diele Töne werden dann auf elektischem Wege verstärkt und durch Drähte an die verschiedenen Tische übertragen, an denen die Vertreter ter einzelnen Länder sitzen, dort sind sie mit großer Deutlichkeit In einer Reihe von Hörapparaten vemeßmoar. die vor |ebtm Mit- glich aufgefteflt ftnb. Diele Hörer haben drei öortetl« f :e füllen die Gehör gänge voll kommen au« unb schließen hader fedes duftere Geräusch ab.

Ne sind leicht unb daher nicht unbequem unb he besitzen ehw Vorrichtung durch die die Stärke des Tone« reguliert werten kann. Ger Hörente vernimmt also Me Uebcrfcpui-.g saft zu derlelbm Zeit, in der her Redner 'eine Anschauungen in der kernten Sprache nertrügt. Wie tn her Times berichtet wird, hab in ter Völkerbunb-dasle zu Gens genügenb Apparate angebracht, fo hast 80 'Personen eme Ueber^.tzung einer Rebe in einer .offiziellen" Sprache hören können, unb bie deut­schen Abgesandten, bie in der vordersten Reihe direkt hinter hem Redner saften, konnten die deutsche lleberletjung oulnehmen, ohne etwas von den Worten des Redners leibst zu hörrn. Man bof't. diese Vorrichtungen noch <u verdesfern, fo daß sogar zwei lletenragungen In verschiedene Sprachen übermittelt werden können. Auf Mf<r Weise wirb natürlich ber Gang ber Verhandlun­gen außerordentlich erleichtert und abgekürzt, di« 'üdafrilcmischen Abgeordneten in Gen' eaer* von ter neuen Mn Hobe Io begeistert, daft ft* erflärten. Ile würden diese Einrichtung auch br brr. De­batten rn ihrem vielsprachigen 3arlomenr Mn« führen.