Ausgabe 
16.12.1927
 
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Nr. 294 Erste; Matt

177. Jahrgang

Sreitag, (6. vezenwer (927

an<i<iei itjiit.MtH toneiaq« mb jeiniag»

BeUegen;

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Retinal im Tht S*el<

eeti-rrjw(i|rdi: Beichsmar» unb 20 tMdytpfreelg ftr 2r6grn L»h". auch bf< dichter» 'tyriefw rtwjrlerrlhimiemi Mole» höh»»»' $ere|pi»*eeld|tllle:

61, M md 111 le)*nti ftr Vrohmoch- rd)it* le)fl|erleie«.

p»|f<e <!!: oreiffortü* Bele 1168t.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Dred vnd verlaß: vrtihl'sche UntüerlUäU-BKh. and SieiHbrnderti R. kann in Gtetzei. Zchriftleltnny und KeschZskrRelle: SlfilMraM L

oo« la>f;oct ftr bu lagronaeeiCT K» ^achmina- vorher. Preis lir l 64he ftr Sn)<i<c* oee 27 nun Smit brllich 8, eutmatto 10 Veichsp'emug, ftr Hw blamtarr eigen eoe 70 n vreit» 35 Vechspsensig, VU^oorWinft ». »ehr. Cbefrebalrtrer

Dr Jnebr Dich Lange. Vcrdnleorih* für Vrhi.l Dr jr Dich Caner, ftr 5<ui2rton Di f> 2vvr ot; für brn ubcigt* le l Vt ft Slum ^nn; ftr den Xn- |eigtnui| Auri fiiCm.mn, iämlh4> in (Bie e*

Die Winierbeihilse in Hessen.

('Bon unterer Darmstädler Bedakuon )

Wljährlich erlebt man Im Kett Ischen Janbt i a in der letzten Cibung vor '2Vth- ischien bat tlbe Schauspiel. All würden grobe Dinge sich ereignen, so bringt sich die Wenge der tzchvrer aul den «y alert en. es ist die Frage nach *ter *2B l n t e r b e I b 111 e . Ne M» bewirft. Die : erbontlungen verliere., jedoch bald an Span, rmg und bei dem Publikum tritt sichtlich Wnt- ^uichung em wohl lösen zunächst Beuulrrtge die «t täuschten Ddua/er ab. dann jedoch nimmt die Hihi der 3bm3n^rnben ständig zu. Ss gehört .i4> ein gewißes Watz von Geduld dazu, um nnbenlang Beben anzuhLren. und am Mittwoch »arbe in Meier Begebung viel verlangt, denn 4e Sidung die um 10.30 Ubr begonnen hatte, jtng erst gegen 4 Uhr zu önbe.

Ba» war nun der langen Beben kurzer sinn? 6 e gib i feine Beihilfen ! Da, nutzere ? raebnl, der Tagung scheint dem zu wcherlprechei. der ieber illnfitbiige mutzte sich schon vor'Lochen i^n. bah für die »interbechilsen. wie sie von « tkrteirn gefordert werden, bie Mittel »hlen In früheren Iabren wat es nicht rter». und die Finanzlage Dessen, ist inzwischen > rtesweg, günstiger geworden. Die Anträge aus ♦rtoabrung uon »inlerbeihllsen müssen unter die- < t Umstanden nur al» Agitalion»mlliel angci<oen »irten; < gilt Me, sowohl von den Anträgen der fimmumllrn wie den der 6oyolbemofraten und er Doltered.tepartei. Reiner mochte Vorschläge. 91 e da , Geld |ur ihre gorberu ngen »f zu drin gen sei. feiner der Antragsteller >.il sich darüber Ropiwrbredjen gemocht, wie die bi, WH (KNI Mart beschoss werden sollen, die öd» bescheidener Rechnung erforderlich sind, um i< am geringsten bemessenen Wünsche zu berück- rXigen. Um allen Forderungen nadiiutommen. :fttte eine Million noch lange nicht outflereidjt. Daher mm diese» Geld nehmen bei der befannten 'inonznot Hessen,* Die AntragfteUer taten zuerst , al, ob do» Geld vorhanden sei und nur o e r teilt au werben brauche: ab bann der Ai- xmjnunilter nachdrücklich aus die sehlende Deckung»- i»glichfeit aufmerffam mochte, erst bann tarn die >:\ialbe:i:olratif mit einem Antrag, die rück-

i n bi gen Heal Beuern beiwtreiben und die tlf,red?l,parki oerwie» den Münster an dl» Iiicheregieruno. dort müsse er die not- xnbigen Selber anforbern. Vas, bie oorgcschia- eien Wege ungangbar sind, ist ohne weitere» Icr. vom Kelche ist fein Seid für Weihnacht »bei- ' Vtn zu erroaiien. denn e, gewöhn sie selbst we-

< den Beamt n noch Angestellten aber Arbel- \ rm in feintm Machtbereich die Einziehung rück-

Lndiger oder gestundeter Steuern vor Weihnach- k, ist proftiich unmöglich. Diese, G.-ld würde auch >*öer aueretrtxn noch au» etil,rechtlichen Stunden ,e- den geplanten ;iroerf oermenbei werden können.

Das argebiu, der schirr e iXolcn Beben und Scrb-inblungen war die Annahme eines e,ialbemolralH4>en Antrages mit »chstehendem Wortlaut

1. Der Landtag wolle belchlietzen die Be- giming zu er uchen. auf die Bezirks- sürlvrgeverbunde und Gemein- den etnwirfen au wollen, an alle Personen tie von Den B zirfs üdorge- verband en und bf|rub.>en Ardeifsnachw i- sen un ertzüht werden, eine ODlnler- heihilse im Durchschnitt von 4 0 Mark zu gewähren Die Auszahlung der Veihtl e . rfolgt unter B:rüd|ld)tigun i der kop'zahl der Familie und frfi nach 1N> g'.id teil in Form v?n Lebensmitteln ob.r Jrennma.eri h r. g frährt werben. D e Beihl e kann auf »ie lautende Monats- unkrft Übung vom 1. Dezember 1^27 bis 30 Apiil 1»23 umgcrechnei werden.

2 Die Begierun t zu ermadttiaen. den Be- zirfs'ür oraeverbän en die Halste der hier uraj ent Hebenben Au wo-düngen aus Landesmitteln zu ersehen."

Sin Unbefangener mag vielleichr meinen, eine QAnteriXibilfc wäre damit gewahrt: aber weit :<*chlt De r Antrag verpflichtet zu i 0) I s. er fordert nur von der Regierung, bah u auf die Aür orgeverbände un) Gemeinden . n ö i t M damit diese Beth lfen zahlen. Wer» -,7n Ile «ich. tra» mehr ak* wahrlche.ni.ch ist. o können sie nicht dazu gezwungen werden. Ob :v Beihilfen gezahlt werben, hängt au» 'ehr zu beachten ist gar nicht von der Heg.cruna. iandern von den Aürforge- ? r b ä n b e n und Gemeinden ab. Die i Ichen -L>udte haben noch am Mitrwach durch r"ttt Abordnung dem Zinanzrn n.ster erklären r'len. dos, lie feine Geldmittel für den . dachten Zweck zur Verfügung haoen: mithin ist :-m Vieler Seite so gut w.e n chts zu erwarten Denn nun auch die Beg;cmng auf Stund des J; '.genommenen Antrages die ^rmüchl gung hat. y<n Fürsorgeverwänden die Hälfte der Au wen- : mgen aus ßanbe<mi:tcln iu er ehen. lo kann : u Vas einfach nicht, wenn sie auch w>l!te. veil i Et die Wittel fehlen. Die man die Sache 1 i ich drehen und wenden mag. es ü feinerie:

Uni i4)t vorhanden, bah der ^e'chiutz des Land- -cg^ irgendwelche pralt. chen 2*iuto.r!ungen ha- j -wn wird

Die Aussprache über die DtnteröeihiUe ist 21et noch aus einem anderen iPrunbc bemer- 1! '.eiswert, weil auS einer örtlärung des 5inan*- jl , nisters zu entnehmen war. bah staatspo11 - 1 tif <b e -Stünde gegen die Dew.i tung von Bci- I ji en (proeben. 'Senn nämlich <o etwa führte Xr Minister aus. (Selber für gesetzlich ruch: inwendige Zwecke verwendet werben, so wird )es die Jethandlungen zwischen Hef-

Der Schiedsspruch in der Großeisenindustrie.

Ein Kompromiß.

(Eigene Dtahtmefdung de» ..Gietzener An^iger»".

Berlin, 16. Dez. Mühsamen Jerhand- langen ist es nun doch noch gelungen, in bet Gesamtste-itigfeit wegen der Lvhn'rage und der Arbeitszeit in der ö. rninbuttr.e zu einem Schiedsspruch zu kommen. Da» bedeutet ohne Frag« ein Ereignis von allergtöscket Trag­weite. denn damit ist zunächst e.nmal verhindert worden, datz es zu den anzedrohlen Still­te g u n g e n und den damit verbundenen Kün­digungen kommen kann G» mag nicht leicht ge­wesen sein, einen Weg *u finben. der wenig­stens einigermaßen Ciuc i)t auf Cr cl t ver­spricht. Dies drückt sich nicht zun: wenigsten in dem Schiedssprüche selber aus. Sa." o Laßt sich aber auch nicht leugnen, bah dieser Schie! ^spruch stark unter dem Drucke der Grc.gnii e sieht. Wan hat heute unbedingt einen Sch ebs ptuch fällen wollen, un) vieler Wille ist auf jeben Fall zu begrüben. Dewitz hat dadurch das Srnnbro- mist an manchen Stellen etwas schmäler werden müllen, als es vielfach erwartet wurde, viel­leicht hat man auch ein v Forderungen und Degenford.rungen w:ch,el' i i<i au'gehooen. in­dem man ein Minus auf b.v einen iurch ein Plus auf der anderen Sei c tröstete, im groben und ganzen kann man aber doch wohl lagen, datz Der Schiedsspruch |ich auf mittlerer Linie hält.

Was die materielle Seife d^s Spruches an- belangt, der ja bereits bekannt ist, so dürste viel­leicht zu betonen fein, datz sich der erste Schieds­spruch übet bie Arbeitszeit ausfallend eng an den Grlah des BeichsarbeitsministerS vom 12. b W. hält. - Der zweite Schiedsspruch, bet die Lohns rage betrifft, bürtc schon inso­fern für die Allgemeinheit tnterefianter fein, als cr bie Bcmleguonz bet Lohns rage aus ber Arbeiiszeitregelung zieht unb zu dem Schlutz kommt, datz die Arbeitnehmer 40 Prozent und bie Arbeitgeber 60 Prozent des auf Orunb der ArbeitSAeitneuvegelung unb ber damit ver­bundenen ArbeitSz itv rlünung dna tr.*tenen Lohnaussalls tragen. Die Grbitung des Stunden verdien fb-s ist als int allgemeinen nicht tunlich auf 2 Prozent angefeOL Man glaubt aber durch Verdoppelung der Wehr- arbeltszufchläge ein Aequivalent bieten zu Bnnen. Ob beide Pur^eien sich bis zum IS. d. M. mit dem Sch.e slpruch e.nverstanben erklären, lätzt sich noch nicht überblicken. Vr dürste aller Voraussicht nach bann trotzdem für verbindlich erklärt werden.

Oer Schiedsspruch.

Düffeidors, IS Tez lWolss.s Der e.ch eds- spruch in der Aroe.iozeil- und Loänirage der Drotzeilenindustrie ist heute nachmittag gefällt worben. Der Schiedsspruch bestimmt bezüglich der

Arbeitszcit

1. Bet der erzeugenden Industrie richtet sich die Arbeitszeit bei den Thomas-Stahl­werken und bei den von ihnen gespeisten Wal- zenstrahen vom 1. Januar 1923 ab nach der Verordnung vom 16. Juli 1927. bezüglich der Sonntagsarbeit Vi zwilchen dem Arle t- geberoerbanb und dem ührtstlichen Metallarbei­terverband vereinbart worden, datz in den Tho­mas-Stahlwerken die Arbeit Sonntags um 19 llbt beginnt, ebenso bei den SiemenS-Wartin- Cefen. die mit den Thomaswerken geh<n. Für die Walzenstratzen beginnt die Arbeitszeit ver­schieden Als ordentliche Schicht gilt die <jeit von 22 bis 6 Upr Für die 3eit zwischen 19 und 22 Ubr werden in den erwähnten Be­trieben statt 50 Prozent Zuschläge 75 Prozent stündlich bezahlt.

2 DI e Hammer- unb Pretzwerke sowie bie lalf einfett. nX*n W Ij nft;aVi verlad- ren vom 23. Januar 1928 ab zwei Schich'.en Die Schicht bestehl aus acht S.unoen Aru.nlsz.'it unb Pausen von inZgefam cinftünM Dau r Vach Srsorbernis kann bas Werk sonntäglich von jeder Schicht eine S unde W. hrarb.il leisten lassen, jedoch mutz ber Arb i -sonnlag früh ftenS um b Uhr aufhören. Für d.e Wehvarb it ist ein Zuschlag von 25 Proz. stündlich zu uhlcn.

3 Martin-, Cleltro- unb Tiegel- stahlwerkc und die von ihnen i i ein t Hitze gespeisten Walzb tri be arb Len bis zum 31. 3anuar 1928 wie bisher. Ab L Februar 1928 gilt, abgesehen von Sinz liusna^.n auch hier bie Verordnung Dom 16. Juli 1927.

4. Zur bie andere erzeugende 3 n - bultrie bleibt die Arbsttszeit. sowe t sie nicht durch die Verordnung vorn lu. 3uU 1927 g-ä-bert wird l'cfleben. aber für die in di i n V. reden t>-r ^ä 'igten Gasm afchinisten unb für di? gli wertigen Brb it?r beträgt di Ar. e tüz it ab 1. 3Dnuar 1923 57 S unden (Sonnt.igl fünf Stunden), ab 1 April 1923 dreiget ilt' Schicht (Ssn^'egZ acht ©tunben). Die nicht von der H ch- ofenverordnung vorn 3anuir 1925 erfatzten Ar­beiter mit zur Zeit 60ftänbig:r Arb. i-ze.t ar­beiten ab 1. 3uni 1923 in der 57stündig:.i Ar­beitszeit.

5. 3n der weiterverarbeitenden 3 n b u ft r i e verbleibt « bei der durch Schiedsspruch vom 20. 3uii 1927 ge rofsenen Bc.'.climg (52 S imben). Für d.e M hr- und Htbcrarbelt gelten unter B.rückflchtigung ber aus Vorstehendem fich erg b.iO.n Aerrd rungen die am 11. Mai unb 23. 3uni 1927 getroffenen Bcgelongen. Der Zuschlag erhöht sich d'.nach mit Wirkung vom 1. 3anuir 1923 auf 25 Prozent. Srklärungsfrist bis 19. Dezember 1927 18 'Ihr gvgenf. i iq und f ?rnü'>t d in Schlichter.

Der zweite Schiedsspruch bestimmt über

die Lohnverl'älinisse

Die allgemeine Teuerung ist seit der am 1. Mär; 1927 erfolgten achtprozentigen Lobnerh. hung rund 3 Prozent gestiegen. Für die Arbeiter, in--besondere die Gtunbenlohner, ergibt sich feit August durch die damals eingesetzte Arbeitozeitoerfürzung grofjtentell» ein Lohnaussall. Gleichwohl ist eine allge­meine Lohnerhöhung in dem sonst in letzter Seit vielfach üblichen Ausmaste n i ch t t u n l i ch Die ewerkschaften verkennen bei der writerverarbotcn- den Industrie die zur Zeit oorhanhrne geldlich«- und wirtschaftlich mist'.iche Lage nicht. Die erzeugende In­dustrie hat seit 1°24 bie Preise nicht ertz > ht und den Auslandmarkt trotz der mit diesen Gr'ch iften verbundenen Verluste gehalten. Bezüglich der Er- tragslosigfeit oder der autzerordentlich geringen diente de, Inlandgefchiftes hat der Sachverständige dem Reichc-ardeitsmimsterium <3ahlen oorgclegt, die nicht ernstlich angezwcifelt werden konnten. Durch die Verordnung vom 16 Juki 1927 und die gemätz der Arbeitszeitverordnuna erfolate Verdoppe lung der Mehrarbeit 5 zu schlage wirb die Industrie stark belastet

Ss liegen al o zw'.l' en den '"arteien ganz besondere Verhältnisse vor. Veid> muffen sich auf bie Begebung der Arbeitszeit um- stellen. Der Arbeitnehmer mutz für den Vorteil der ArbeitiVerkürzung einen wenlg'tens z itweilen Ausfall an Verdienst auf sich nehmen. Unter Berück ichti^ung alles befien erichien eine Erhöhung ber Stimdenverbienste um 2 Prozent aneeme'sen. Darin und in ber etwa »weiprezenti^en Erhöhung, bie sich aus ber Verdoppe ung des W hrsti nbenzufch'ages er­gibt. ist der Lohnau4gieich für d.c zurück, egende Zeit mit abgegolten. Für die weiter ab 1.3<mucr 1SÄ vv-g 'eh n Are r z itv r ü >ung ist er für die S u.i>mi5&nr im D rhältnis von 50 zu 50, bezüglich der Akkord- unb Prämien-

fen und dem Beich ungünstig beeinflussen, eine Ent­schädigung für Steuerausfälle zu er­langen. Diele Worte aus dem Wunde des Fi- nanz.ninisters hatten Eindruck gemacht und mehr­fach haben fich auch Abgeordne.e in ihren Beben darauf bezogen. Noch aus einem anderen Grunde waren die Xegierung«oertrtt-7T nicht für Vie Winterbeihll en zu haben. Sie betrachten f.ch nur noch a l s ein gefchäftsführende» W l n , st e r i u m und wollten ihren Aach'o'.gern keine fo groben Finanzvers lichtungen aul­erlegen wie he die Anträge beding m. Der Minister für Arbeit und Wirllcha't kennzcichnete bei dielcr Gelegenheit die politische Lage m Athen etwa mit den Worteni .Es gibt zur Zen keine Bcgicrung in Hef»en weil sie noch nicht gebildet ist. und auch keine Regierung»- Parteien mehr" Die Landragsverhandiungen am Mittwoch haben dies bewiesen verrnu l.ch wird Vieler Zustand noch einige Zeit andauern.

Die Regierungsbildung.

Darmstadt, 15. Drz. (Priv.-Tek.) Zur Frage der Regierungsbildung berichtet der .Heffifche Volks freund" in Darmstadt folgendesDas Ttainyr vournal* weist von einer entscheidenden Wendung m der hesfifchen ÄoaLtionefrage zu be­richten. Bichtis. ist, vast die Verhandlungen mit dem Zentrum aut einem toten Punkt angelanpt sind, nach)cm sich das Zen- trum d-n so;,aldemokralckch.7i Mindefnorderunaen gegenüber ablehnend verhält. Fnfolgdesien find Verhandlungen auf einer anderen

Grundlage eingeleitet worden, und zwar m i t der Deutschen Lolkspartei, die llch dazu erboten hat, zweck» Bildung einer .Regie­rung aus Sozialdemokraten, Demo- kratenundDet.tfcher^olk»partei. diese Verhandlungen haben bisher einen g ü n ft i g e n Verlauf genommen Verhandlungen mit dem Zen- trum find keineswegs abgebrochen; mit einem Ergeb­nis kannte aber nur gerechnet werd« ro<nn sich das Zentrum entichliesten fcllt-, den Mindestforderungen der Sozialdemokratie flattjugeben "

Das Beichsschulgeseh.

Tie Zchulausjjchl

Berlin, 16. Dez. sVDZ.) Der Bildungsaur- fchust be» Reichstage» sexte die Serotung des -lri^-- Ichulgeietzes beim tz 13 fort, der bie =<hi 1 unb schuloerwal'ur.g regelt, danach fährt die il .;f- sicht über bie Volksschule dir £ t c a t. Hbfaß 2 be- stimmtBei Oer Besetzung ber Stellen durch unmittelbar fachmännisch oorgebildete Schul- au-stchtsbeamten ist auf bie A r t der ihnen unter-

Uten schulen Buckpcht zu nehmen' In tu cfsent- lachen Schuloerwalti-ng^korp«.. denen Schulln un­terstehen. in welchen Religionsunterricht ordentliche» Lehrfach ift, soll noch Absatz 3Je em Vertreter ber entsprechenben 9teli- gionsgesetlschaft mit Sitz unb Stimme a n f Vorschlag der belreffenben B ef i gtonsgesellschaften au>genommen werden.

Abu. Sr. fiewenfttln (E fer!« erheb­liche Ledenk-n. Die Begel'jrc de» (Entwurfs be­

arbeitet fo zu bemessen, dast lie - des Aus- falle» tra-e.t und die Arbeitgeber D^i ach er^ll't (Ich unter Berücksichtigung de» Schied»- fpruc'es vom 18. Februar svle,endes Der Ölunbenlobn für Dari lohn te.rägt für ten 21 -Lhrigen Faaatbe.ter 73 Pf., für den 2ljährl- gen Hilf»arbe ter 60 Pf. D e Akkord- und Lehrlingslöhne find gemätz der Verein- iarung vom 10. Dezember 1927 in den hierfür eince cytcn .'tommilhonfn zu rege.n. D e er Schied»«pruch gilt bis zum 1. Oktober 1828 unkündbar. Srk.ärungsfrist bis zum 19 De­zember.

Die Stellung der Parte en.

Ter chrisklichc Dtrtallarbciirrürrbrtnb Tcukschlando

teilt nut, hast der Schiedsspruch für bie Grosteisen- iiiduslrie Nordwest ein Ablo r.men enthält, da» in­sofern einen Fortschritt bedeutet, alt fest gelegt wurde datz bie Sonntagabenbschicht nicht um 6 Uhr, sondern um 7 Uhr beginnt, un) >itz für bie iiitzergewihnliche conntagiarbeit von

7 Uhr bi» 10 Uhr ber im Rahmenverlia-z sesigesetzle normal«Au schlag für 6onntog»arb<it oon 5*i auf 75 Prozent eihöht wurde Die Iki- freier ber anderen Arbeitsorganijjiionen haben dieser Regellmg ebenfaU» au g e fl I m m I, nber dir Unterschrift verweigert. Vertreter be» Vorst n- de» un) ber Bezirksleitungen und bie Aeshäste- sichrer bei

Tcukichcn.Wrtfllldibeilcrucibgnbr> von Rheinland Deftfalen haben beschiossen, das, am Sonntag in Esten eine Funktionäroer- | a m m I u n g für bie nordivestliche Gruppe statt- finden soll Sie haben weiter beschlossen, dieser ,nm.'Hnnärf enteren) zu empfehlen, bie beiden Schiede spräche ab zu lehnen, weil der Schieds­spruch sur die Arbeitszeit nicht die Verordnung de» Arbeit-mmisters vorn 16. Juli 1027 einhält. n>il der Sche)»spruch über den Lohn feine ausrei­chende Vohrrrhc-bung gebracht hat. unb weil ein« Bindung oorpesenen ist bl* vam 1.Jlooein- ber 1 92S . ohne jegliche SicherheitsNaufell

^onzlrbcitflcbrriritc

wird darauf hingeviefen. datz die aesanite 3 u s- Wirkung der soeben Der off en tilgten beiden Schiel s prüche im Zusammenhang mit der Durch- lübrung ber ArbeltszeitDerer'mung Dom 16.3ull 'ich zur Zeit noch nicht völlig überleben la'le. C6 steht aber fest. datz. wenn nicht i. i Wei! reit Verlaus M Versahrc-ns noch eine freien Ui .je Milderung des Schieds pruches zugunsten der 3ndustrie etitrete. insgesamt eine sehe grobe Mehrbelastung sowohl ber eil n- Ichaffenlen wie der eisenverarbeitenden 3ndustrie cintrctcn wurde. Man Denn ist dabei insbe ondcre aus tie Wirkungen des Lohnausgleiches, die die Werke sehr stark belasten werden, krie weiter aus tie Verdoppelung des bis­herigen Mehrst undenzu schlage-, be- onders aber betrachtet man die all*n bere ig- icn (innar.ungen zuwider nun nehr doch ericigte allgemeine Lohnerhöhung in ürtr weiteren Auswirkung 'owohl iür die eilen'ajaf- fen: e und für die ei'envTrarbellende 3ntultric als auch für die ge'amte übrige Wirtschaft al» 'ehr fchweru iegen). D.e endgültige ©tellungrabme t on Arbeitgeber'eite bür t: vor 2 lauf der Er»

sein. Der weitere Dang des Der ahrenS ist zur öeit noch nicht zu übersehen. Die Werke haoen über, um von jeder Der'chär ung der Lage ihrer- 'cits abzusehen und un die vollständige Durch- .ihrung des SchlichtungsDerlahretts nicht zu st r<m. beschlossen. Kündigungen zur Zeit ni<stt vorzunehmen. zumal i ic Ansang 2"e- ember <rstatteten Stillegunzsanzei^.en noch bis zum 31. öanuar nächsten 3ahres wirfam sind.

deute eine Benachteiligung ber welt­lichen Schule.

Ministerialdirektor 8 a e ft n e r mochte al» Ver­treter ber preutzifchen Regierung auf bie Schmie- ngleiten aufmerfiam. bie bie Ausführung des Ab­satzes 2 ben Vönbern bereiten wurden. Preutzen wurde dadurch zu einer verdoppel ng der Sckmk- rotsfteCen genötigt lein. Denn eir.gefüyt wurde, batz ..m ö g I i cksst" auf bie Art der unterstellten Schule r idftdit zu nehmen fei, fo würden die Schwierig» 'eiten behoben fein, denn rach Möglichkeit würden (ton heute die konfessionellen Verhältni'le berück- sicht'tzt

Minitzericldirettor P < 11 e n i a h r erklärte, ter § 13 wolle nur den 'chon jegt bestehenden ustand in gemeinsame Formen bringen und Bich11inien für d.e Unterricht-Verwaltungen rr Länder geben. Die Bcgierung habe aoer leine Beden'en gegen Einfügung de» Dorle- mögl^chA". auch nicht gegen den Antrag Bun- lel D. Dv). der im Ae!ay 3 stattBet- treter der ln'.'^rechenden Beligionsgeselllchaft" .Deiftliche" sagen Sill.

Atr- Bheinländer lZtt.) bezeichnete al­ten Cruntpeoanfm de- § 13. datz Schule. Kirche und Staat eine Erziebungsgemeinlchaft .:J>en tollen. Dos Seletz fei nicht nur für die Grotzstadt gemocht, sondern auch für da- Platte Land, wo regelmäßig der Geistliche der geistige Führer 'ei. Durch den $ 13 wurde aber an dem bisherigen Zu stand im wesentlichen nicht­geändert.