Ausgabe 
16.12.1927
 
Einzelbild herunterladen

Furchtbare Vranblatastrophe in einem kanadischen Waisenhaus .33 Äiibcr in bfn flammen nmqetommm.

Quebec. 15. Dez. (öolff-) Bd einer Jener- brunfl, die in dem Saini Eharieo-ftosplt^l au»- brach, kam eine grefee Anzahl Utolfeefinb« in den .Flammen am. Bo» Jener brach In der jvdlen Etage de» oirrflödlgen Gebäuden au*, da* mit SCO Waisenkindern belegt war. Da» SL-Cbatte»- hospi) IH eoUfommen abgebrannt Die Panik, die beim Sulammenfiuti de» brennenden Haase» aa»- brach. erschwerte die Rettung und die Tlachsorschnng noch aet.nieten Zasassen ungemein. Zahlreiche ver­letzte sind In die Krankenhäuser dngelieferl worden. Do» Jener breitete sich durch alle Slodroerfe hin­durch so schnell au», bafj trotz der aufopfernden Haltung der Schwestern viele Kinder nicht ?, rettet werden konnten. Immerhin konnten urch da» mutige and jroedinäfelge Verhalten der 41 Pflegerinnen von 371 Kindern mindesten» 200 geborgen w.rden. Dazu kam da» rasche Ein­greifen der Jeaermebr. die mit Hilfe von Leitern and Sprung! ,chern ebenfalls viele Kinder au» dem brennenden Gebäude reiten konnten.

Die Zahl der bet dem Dranbe am» Leben gekommenen Kinder beträgt noch den letzten Jeslstellungen 33, von denen bisher nur 11 identi­fiziert werden konnten. Die Zahl der verletzten beträgt 23. Die Feuerwehr durchsucht die Trümmer nach weiteren Celdjrn. Vie wenigen der bl» setzt ge­borgenen Kinderleichen zeigen deutlich, hast die Opfer den Jeuerlod oder den Lrsiickunq»iod gefunden hoben. Da» Waisenhaus ist ein 140 Jahre alten Gebäude

Oos Unterhaus lehnt das neue Gebeibuch ab. Ein nnrrroartftrb Ergebnis.

London. 16. Dez. (XU.) 3m Unterhaus be­antragte gestern der (irfte Lord brr Admiralität. Bridgeman, die gcstem vom Oberhaus ange­nommene Entscheidung über bae neue Gebet­buch bem König zur Bestätigung vorzulegen. 3n der Begründung wie) Bridgeman darauf hin. bas, e» viele Jahre sorgfältigster Untersuchung und Arbeit bedurft habe, bevor man sich für die neue Gestalt de» Gebetbuches entschlossen habe. E» fei nicht nur ein Akt der Klugheit, sondern e» liege auch Im Interesse brr Kirche, wenn die Mahnahme angenommen wurde Die Vorlage wurde jedoch heute abend vom Unterhaus mit 247 gegen 205 Stimmen abgelehnt. Infolge des unerwar­teten Ergebnisie» kam es in den Wandelgängen zu aufzergewähnlichen Szenen. Die Paria- inentomitgllebcr rannten aufgeregt hin und her und beglückwünschten einander oder sprachen sich ihr Bedauern au». Unmittelbar nach dem Bekanntw?r- den des Abstimmungsergebnisse» verliehen der Erz­bischof von ttanterburi) und der Erzbisch" von Bork Arm in Arm da» hau«. Wahrend her ganzen Debatte hatten sie auf der Peers-Tri- dune gesessen, den Reden aufmerksam folgend. Der Erzbischof von Canterbury hatte Tränen in den Augen, al» er do» Parlamentsgebäude verlieh.

Ein neuer Kurs in Rom.

Mussolini sürcine franzSsisch-italienischtAnnShcrung

Rom, 15. Dez. (WTB.) Im Ministerrat führte Muss oll ni u.a. au»: Am 11. November wurde in Puri» der französisch - |ugo|laroi|d)e ftreunb|d)aft»Dertrag unterzeichnet, der schon seit März 1926 paraphiert war. Dam.il» bot man Italien nach der Paraphierung ein Ab- kommen zu Dreien an, wa» au» Gründen, die auf der ftand liegen, nicht angenommen werden konnte. Der sranzäsisch-iugostawische Vertrag ist vom Internationalen Standpunkt und von dcm de» Völkerbünde» aus vollkommen korrekt, aber die Au»iegung diese» Vertrage», die verantwortliche und unverantwortliche Kreise in Belgrad diesem gaben, rief Bewegung in Italien hervor, da» indessen nicht seine Kaltblütigkeit verlor. Elf Tage danach unterzeichnete man in Tirana einen Vertrag über ein Defensiobündni» zwischen Italien und Albanien. Beide Verträge stehen nicht In dem Verhältnis von Ursache und Wirkung zuein­ander. Im Zusammenhang mit beiden Verträgen erörterte man da» Verhältnis zwischen Frankreich und Italien. Sieht man ab von den Phantasten vieler Zeitungen, so bleiben zwei Tatsachen, die an eine Klärung der Be­ziehungen beider Länder zu glauben gestatten, näm­lich die sehr sreundschostliche Rede Briand» und die Unterielchnuna bee modu» vivendi. Ich halte eine ausgedehnte nervliche und dauerhaste Entente zwis.tien Frankreich und Italien für möglich, ja für notwendig. Soll sie aber sest sein, so kann sie sich nicht nur auf literarische oder rein gefühlt- mdfol^e Motive gründen, sondern auf die B e leltigung der Urfadjen, die konkrete Rei- bungsslächen zwischen beiden Ländern bedeuten tonnten Die diplomatischen Vertretungen werden sich demnächst mit diesen Problemen beschäftigen, die weder tchwerwiegend. noch unlösbar sind, son­dern lediglich vorsichtig behandelt wer­den musien. wie übrigen» alle Probleme der Be­ziehungen zwischen Völkern. Sobald die Diplomaten ihre notwendige Vorarbeit beendet Haden werden, wird logildxnrcile eine Zusammenkunft der verantwortlichen Minister folgen, um feierlich die Vereinbarung zu besiegeln Angesicht» der offenbaren und gänzlichen Unschädlichkeit der noch überlebenden Regungen de» Antisasziemu» kann da» faszistische Regime einen Beweis seiner Kraft geben, indem e» sich den Widersachern gegen­über arofimütla zeigt die sich einer solchen Gros,mut würdig erwiesen hoben. In den nächsten Tagen werden von den 600 z u Zwangsausenthait Verurteilten, die sich noch auf den Inseln befinden. 2*0 In Rreibeit gefetzt werden. '?! herbem sollen alle mearn Beleidigung des Mi nlfterpräfidentrn Verurteilten In diesem Manat b:- bingung'meife freigelasten werben Die fahiftijdx Revalution Ist ihrer Zukunft sicher. Sie oer- teiblgt sich durch ihre Gesetze und ihren Geilt, wütet aber nicht, wie man die» ander»wo macht, gegen ihre Widersacher.

Das Gchankstäiiengeseh.

£flr und fltflcn daä WrmfinbrbdtimtnitngbrfdH

Berlin. 16. Dez zBDZ^) Der Volkswirtschaft, liebe Ausschuh de» Reichstage» begann die Be­ratung de» Schonkftättengesepentwurf» mit einer all-

Oie amerikanische Kreigabebill.

Annahme im Repräsentantenhaus am Lamstag erwartet.

öaft legtoa, 16. Vez. (®IB. Janflprud)) Der Vorsitzende de» v udßeian»schn sf e» de» HepriknUmtenbaafe». Green, erklärte: .Der Ao»- schutz Hot die Freigabe Vorlage. Me en Up rechend den bekannten wünschen de, Senat» in einigen unwe­sentlichen Dunklen stilistisch abgeändert worden Ist. I« übrigen aber mit der oorfähriqen Vorlage im reefenflimen überrlnfflmmt gebilligt Da» Re- präsentantenhan, da» die Vorlage brüte nachmittag In Beratenq nimmt, wird sie norau»- slchtllch bl» Samstag in allen drei Gelungen erledigen und annehmen. Bann aber der Senat die Vorlage berät und in wie­weit et ihr zustimmen wird, kann niemand oorauv- lagen. Auch der Verwalter de» beschlagnahmten, iremben Eigentum». Sutherland, gab (einer .^uvrr sicht Vordruck, datz die Vortage vom ReprS kmiuntru'.aa» noch oor Weihnachten erle­digt werden wird. Die Beratung durch den Senat erwartet Sutherland für den kommenden Jebruar.

Tas alles klingt sehr erfreulich und läßt die Hoffnungen der zahlreichen deutschen Be­teiligten an der in Betracht kommenden Summe von rund 1 Milliarde Mark in Hoffnungen schwelgen, die sich in den Kursen der sog. Zrei- gabetoerte wieder einmal spiegeln. Wer auch im vorigen Jahr war der Verfaul der gleichen An­gelegenheit fast genau der gleiche, llnd wenn heute kein Zweifel besteht, dasi das R e - präfentantenhaus mit ausreichender, viel­leicht mit grober Mehrheit die Dorlage unver­ändert und innerhalb weniger Tage zur Annahme bringen wird, so ist damit wiederum doch in keiner Weise für die Halluna des amerikanischen Senats präjutiziert. Auch am 18. Dezember v. 3. wurde die Bill nach nur dreitägiger Ver­handlung mit großer Mehrheit vom Äepräsen- lantenhaus angenommen und noch vor Jahres» schlich dem Senat vorgelegt, der sie feinem ,Co- mitty of Finance** überwies. Don diesem kam ein einstimmiger Bericht juftan>< mit einigen, den deul'chen Interessen nacht iligen Abänderunoen. die notwendig geworden waren, um dem Ent­wurf einen aüberparteilichen Eharakter und damit die Zustimmung der Parlamentarier beider Aich- tungen zu sichern. Schließlich ist aber die Durch­führung an der komplizierten Geschäftsordnung des Senats, an der Befristung jede- Entwurf- für eine bestimmte KonqrchsZslsn und an andern Umständen vor allem einer Obstruktion ein­zelner Senatoren gescheitert, die in einem langen Aedekampf die fristgerechte Erledigung verhin­derten. Gewist bandelte es sich daoei nicht um eine Gegnerschaft gegen das Gesetz als solches. Mer es besteht keine Garantie dafür, das) nicht neuer* Ings ähnliche technische Schwierigkeiten die Derwirkliwung der vorliegenden Bill neuer­dings verschieben, wie das im vorigen Jahr und.

in etwas weniger akuter Zvrm auch schon üb Jahre 1925 der Zoll war: bei biedern ersten Denuch lagen aller. ingS andere Hindernllf, vor tie aus dem Vorwurf einer JntereMertheit be- letiigter TU>ac:r n:t:r an beftimmten An prüchen . rwuch en. M it alto mirC-eltn» ein verfrühter Opiin smus unangebracht menn man auch hosten darf, daß diesmal nicht wieder die gleiche» Schwierigkeiten au1 treten.

Oie Bestechungsaffäre.

Hearst vor dem Untrrssichungtzatttzschntz

Washington. 15. Dez. lWB.I Heute be­gann durch den Sonde rauSlHutz des Senats tu Vernehmung Hearsts in der Angelegenheit der angedlichen Dersuche Mestikos. ame­rikanische Senatoren au bestechen. Hearst erlLlrte. er habe die fraglichen Doku­mente durch einen Mittelsmann für etwa 16 COO Dollar gekauft und sie vor der VerS jcntlichung dem amerilaniichrn Geschäftsträger in Weriko und Präsident Eoolidge oorgelegL D e Der- öf entlichung der Papiere habe er als ratet- ländische' hen und gewünscht, datz

der Kongreh eine gründliche llntersuchung ein- leite. Die in den Dokumenten genannten Sena­toren feien Borah. ßafolette. Ävrris u lin. Borah sollte von der mertkanischen Ae- gierunn eine Mellon Dollar. Aorris und Hess lin je 350 000 Dollar und Qa fo fette 30 000 Dollar erhalten haben. Diele Mitteilun­gen lösten bei den Anwesenden grobes Gelächter aus. Die genannten Senatoren erklärten die Sen Ile erhobenen Verdächtigungen als »windel. Dir V uyorler Ze tun gNation** ärt. hast auch sie in dielen Dokumenten ge­nannt werde und datz Hearst einer plum­pen FälschungzumOpfer gefallen sei. Der Aedakleur der .Hearst-Zeitung Aew Dort American", Coblentz, tag t u. a. aus .Aus den Geheirnaktcn des montanischen Generalkon­sulates in Aeuyork find durch Vermittelung von Miguel Avila, der wahrend d^ Weltkrieaes Geheimagent d.-s am rikanischrn Gmeralftabes war, Dokumente mit meinmt Einverständnis ge­lt ob len worden. Dah amerikanisch? S natvren von Mexiko Geld erhi Um toi? b hauptet wird, glaube ich nicht. ES htndeli sich bei der ganzen Affäre offenbar um nichts weiter als den Der« such einiger mexikanischer Beamter, ihre eigene Regierung zu beschwindeln." Der Veneralkonful in W ashington. Elias, der nach Hoblnti) vernommen wurde, bestritt ener­gisch jede Kenntnis der erwähnten Dokumente und erflärte sich im übrigen bereit, feine Bank­konten sowie sein: g lamtc teleArrphische Korre­spondenz überprüfen zu laffen.

Die Novelle zum Reichsversorgungsgesetz.

Der Reichstag beschließt eine Erhöhung der Renten.

Berlin, 15. Dez. (DDZ.) Auf der Tages­ordnung steht die zweite Beratung der Dovelle Aum Aeichsversorgungsaeletz und zu anderen Ver- sorgungsgesetzen. Die Dorlage will die A e n - len entsprechend der gestern beschlossenen De- sotbungserhbhung « r h ö h e n. Der Ausschuh hat weitere Erhöhungen über d i e Aegierung »- Vorlage hinaus beschlossen. Der Entwurf bringt auch eine Erhöhung der Kriegsbeschä­digten- und Hinterbiiebenenbezüge.

Abg. Frau Aeitze (6da.) bedauert. day im Ausschuh die soz aldemokratilchen Derbesserunds- anträge abgelehnt worden feien. Doch jetzt feien die Renten ganz unzureichend. Die Durchschnitts- rente ter Äriegerbmterbliebenen betrage jährlich 130 Mk., die der OfsizierShinterbliebenen dagegen über 2500 Mk. (Hörtl Äörtl bei den Soz.)

Abg. Dr. Krone (ßentr.) begrübt die Dor­lage. die einen Ausgleich der fchlimmften Harten bie e. Die Erfüllung weilergehenter be­rechtigter Wünsche sei leider durch d.e ungünstige Zinanziage unmöglich gemacht worden, darum werde auch das von der Opposition ver­langte höher« Sterbegeld nicht gewährt werden tonnen. Die Heilbehandlung.se überall ge­währt werden. Die vorn Ausschuß in einer Ont- schlieszung geforderte Erhöhung der Erztehungs- beihitfen sei notwendig.

Abg. Hüls er <Dn.) meint, über der Der- 'orgung unserer Kriegsbeschädigten und Är eger- bintetbliebcnen laste die doppelte Tragik der groben Zahl der zu Dersorgenden und der un­geheuren finanziellen Belastung Deutschlands. Darum werde man auch vor einer unlösbaren Aufgabe stehen. Die vorliegende Aovelle bringe aber im Rahmen des Möglichen eine wesent­liche Verbesserung der bestehenden Der- hältnisse. Auch von den Opposit.onsparteien und vom Acichsvund der KrtegSbeichädigten muffe dem Aechnuntz getragen werden.

Abg. Thiel lD. Vp.» bl.fei die Aegierung, fie möge beim Abbau der Sonder zu chlage im besetzten Gebiet und in einiaen Gro. städten nicht ein zu rasche» Tempo einfchlagen und sie möge vor allem verhindern das, die Der orjton etwa ungünkiger gestellt werden als brsher. Eine 'chema .che Gleichstellung der Der orgungs- cxrech.izten mit den So iairentnern fei ni ,t n cj- iich. Der Ausschuh habe durch die Sinfütz- rung des Sterbegeldes für die Krieger- binterbliebenen eine wefentiich« Derbdfcrung der Vorlage err icht.

Aeichsarbeitswinister Brauns äußert starke Bedenten 3 g n die Einführung von Sterbegeldern für denen. ein Aechtsanfpruch die'er A.t b steht bis­her weder in der Sazialv riich rung noch in der Beamtenbesoldung. Die Eznlüprung des Sterbe­geldes beim Derforgungsw f n würde aber zu

Forderungen auch auf anderen Gebieten führen, zumal heut« schon einige Beamtenv.rbänd« solche Ansprüche angemclbet haben. Das Sterbegeld würde Personen zugute kommen, die in keinen näheren Beziehungen zu den Ärieatgel allen en gestanden haben. Ich bitte dringend, diesen Aus- schudbeschluh abzulehnen. (Hört, görtl bei der Opposition.)

Abg. Starrer (Dem.) begründet einen Antrag, wonach den Kriegerhinterbliebenen di« Heilbehandlung obligatori.ch gewährt werden soll. Sr verlangt die Aufrechterhaltung d.-s vom Ausschuh beschlossenen Sterbegeldes für die Kriege rhinterbllebenen.

Aach kurzer Sinzelberatung werden die Aen» derungs^nlrage der Op' vi ionspcrtTien ab­gelehnt. Da) vem AuZchu i geg.m d.nWider- ipruch des AZchoarbei.^ itnistees be.ch offene Sterbegeld für die Krieg rhint.rbl ebenen wird in namentlicher Abstimmung m t gegen 19 S Immen angenommen, Ikigegen haben nur einige Zen rarnsabg ordnete gestimmt. Die Vorlage wird In der Aasfchuhfasfung in zweiter und bri ta Le u.ig angenommen. Ez folgen die gestern zuru lg stellten Ab timmungen über die Entfchliehungen zum Besoldungs- g e f e tz.

Angenommen wird eine Entlchlieftung der Aegierungsparteien, in der der schleunige Abbau der entbehrlichen Behörden Vereinfachung der Verwaltung durch Zusam­menlegung von Behörden und Vereinigung des Verforgungswe'ens mit der Zmanzverwaltung verlangt wird. Auf Länder und Gemeinden soll in dem gleichen Sinne einaewirkt werd« t Durch Tleuoerteilung der Behördenorgan« soll eine Ersparnis von Beamten er­reicht werden Den Beamten soll dl« neben- beruiliebe Tätigten, insbesondere der Waren- handel untersagt werden. 3n ihrem letzten Absatz verlangt die Entschließung alljädr.lch« Ueber- fichi darüber ob nicht di« Länder und Ge­meinden ihre 'Beamten hoher e i n g « ft u f t haben als das Reich. Dieser Absatz wird in namentlicher Qtifftinuruna mit 1S6 gegen 167 Stimmen abgelehnt bei zwei Stimmenthal­tungen. 3n einer weiteren a genommenen Enl- schliehung wird die Reichsr:g.erung ersucht, den Arbeitern bet Aelchsdehörden und Reichsbe riebe der Dirtfcha tslage in den einzel­nen Orten anae.astte Zulagen zu gewahren und auf die Xe.ch^vahn im gleichen Sinn« ein- zuwirken. D.e Ausschuhent 4)lic .ungen wurden angenommen. Em Antrag der Dirischajtlichen Vereinigung, wonach die Abgevrdnetendia»« 1 nicht zugleich in der Höhe der Ministergehälter erhöht werden sollen, wird ohne Ausl0rach« de« Aeltestenrat zur Borberatung überwirf-n.

3 rei tag Knegsfchädenfchluhg.fetz.

gemeinen Lu»sprache Ministerialdirektor Rei- di a r d t erklärte, dost der Versuch erwacht werde. Iu einer einheitlichen Regelung der Bedürfnis- rage zu kommen. Mit Entjchiedenhelt wandte der Regierung#oertrettr gegen da» G e - meindebe st immungerecht, do» nach reif­licher Erwäaung in dem Entwurf keinen Platz gefunden bade.

3bf Soll mann (Soz 1 erklärt, die Soiial« demokratisch« Panei denke ruft Daran, eine Trocken­legung Deutschland» herbelzufähren Der Redner letzte sich für die Einfügung de» Gemeinde- I beftlmmung»red>t» in bW Vorlage «in.

Abg lllitzka. lZentr) erflärte, für feine Partei fei da» Aauptrioment der Schutz Der Jugend. Bekämpfung de» Llkoholi»mu» sei gleich- bedeutend mit Forderung dec Kultur. Der Red­ner wendet sich gegen da» Gemiindedestimmung*. recht

Hbg. Bicke « (D. vp I betonte, da» Gemeiude- beftimmur.g»red)t lehre dir Deutsche Dolfipjrtei nach wie vor ab. Mehr äfl» Poli^imahnahmen könne auf diesem Gebiete die E rzI e hu n g in ftaut und Schule erreichen.

flbg. Ma 1 lath lD. vag.) wandte sich da­gegen. auf Grund auolöndifcher Erfahrungen ge*

setzgebertfche Mehna hm en fCr Deutschland W fr* kn. Der Llkohmoervenuch fei gewaltig gangen.

Die Senkung Der Lohnsteuer.

Ein netter Vorschlag im Lieuerausschntz.

Berlin. 15. Dev > VDZl 3m Steuer ausfchuß des Ae.chstages begründete Adg, Bräning (3cnir.) den aemttn*am<n Antrag des ^Zentrums, der Deut f<5aai tonalen int) der Bahr Dc'lsvartei. wonach bei der Lohn­steuer Den dem mona Nchm Steuer betrag ein Abzug von 15 Prozent, jedoch von nicht mehr als 2Mark monatlich er­folgen soll Die gleiche Senkung soll auch be der veranlagten Einkorn men ft e n e r ein treten, trenn das Einkommen 8000 TUtt nicht übersteigt. Außerdem wird der abzugch fähige Betrag für Sonderleistungen (3rr» licherungen. Sterbegeld uh».) für den Steuern 8' ich igen von 43D auf 600 Mark und für N» Mrau und jedes Kind von 130 aut 250 T3» erhöht Di« Lohnsteuer soll e i * t e.b^ben wer» den, wenn sie eine Mark monatlich nich übersteigt. Diese Aeurrgelung f?ll ab I. 3anne Ifr28 in W rllamkeit treten, ll « bersteigt in Zukunft das jährliche Aufkommen aus der Lohn- steuer den Betrag von 1300 Millionen THarf. fo hat die Aeichsregieruna einen GefetzenkwUrs Donulcaen, der eine Senkung der Lohnsteuer heroeiführt.

Aeichsfinan-minifter Dr. Köhler gab der Hoffrnmg Ausdruck, datz d e SenTungi» aftlon nunmehr kein« Schwierigkeiten de.» Aeichsra'. finden werde. Die Reichs egiermg sei damit einoerfta nden. datz Me bis­herige AegierungsvoZ ae durch den Dorflegmben Antrag ersetzt werde. Der jährliche Ausfak» an Lohntzeuern durch bietan Antrag werde rund 180 Millionen Mark und an Veranlagung^ steuern 30 bis 33 Millionen Mark betragen.

Aus aller Welt.

lob Im StadxlbrabL

Einen schrecklichen Tod fand der .Ojährig» In'afse des Stettiner Iohannisklosters Wllbelm Bufch. Er Halle sich im Walde ver­irrt und war in einen Stache'.drahtzaun geraten, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte. Ma» fand ihm am Morgen erfroren auf.

Zwei Bergleute löblich verunglückt

Aus Zech« ..Got.ez eien" in Voettrmgbeulei gerieten die Brüder Ma f wer aus End« als fit nach der Wirkung eines Sdrengschulses in die abzubauende Strecke gingen, in giftige Gas«. Beide Bergleute formten nur als veichen ge­borgen werden.

Oie Letterlage.

!5Dwrbr1V7

V*-«« A VewHW I VMI « V-« tlr- -O*

Oll jl Miw«1 MMOtM '

6-*-» *««< W « WW OW WWe Vr<*<* l*

« t>»«< «H »< l«f« O»U H e* MA

kl "#<rrve.«ree iekwe<l

tvcticr«,i>rauo|afle.

Polare Luftmafsen haben Deulfthlanb uberllutrt und eine stark, Zunahme be» zroste» bedingt Aachen batte heut, morgen noch inmu» 11 Grrs Eeisiu», Glesien wahrend der Rächt minu» 9.1 Grll Eelfiu» Gleichzeitig hat sich da» nördliche Hoch weiter iubroärt» auegtbreiiri; unter dem Einilntz hoben Druck» wird dellen trocken, Rartzost- bjtn. Cftiuitftromung zunack.st den WitterungochnrnG^ bestimmen und un» weiterhin kalte» Wetter brtnefiL

«etter oarherfage für den 17 De« *e m b e r : Wolkig mit autbeiierung, ilortbowf be» harten Frojte» und trocken.

Witternng»au» sichten für Sonn­tag Seine wesentliche Bänderung

Lufttemperaturen am 15. Dezember: mittag» minu» 3.6 Grab Eeisiu». abend» mmu» 5 Eros Eeisiu». am 16 D«|rmber: moraene minu» 74 Gr-s Eeisiu Maximum minu» 1.2 Grab Eeisiu», Mini­mum minu» 9,1 Grad Eeisiu» drCtrmperotuni in 10 Zentimeter liefe am 15 Dezember abend» 0 (Brad Eeisiu». am 16 Dezember morgen» 0 Gens Eeisiu» Schneedecke: 4 Zentimeter.

Detter lag, auf dem ft über ob» topf

Sind: Kordnorbweft: Temperaturen minu» 11 (Brod Eeisiu». Seher wolkig mit etwa» Schien treiben Schneedecke 16 Zentimeter Veschcftrnbett Pulverschnee. dpvrnnsgt Ich kett für Ski uns Rodel gut.

Odenwald.

Schneedecke 12 Zentimeter Sporkmöglichkett sm- Händen.

Saurrlanb-UJInterbera.

Temperaturen mmu» 13 Grab Eeisiu, Schnee­decke 25 Zentimeter. Beschaffen heft Pulverschnee. Sportrncaftchkeik für 6ft und Rodel gut

Diflimx«.

Temperaturen minu» tz Grad lefpu* schnei decke 28 bi» 30 Zentimrtrr Beschaffenheit: V"lne^ ichnee SpoNmoglichkett für 6fl nnb Ä*< sehr gut