Furchtbare Vranblatastrophe in einem kanadischen Waisenhaus .33 Äiibcr in bfn flammen nmqetommm.
Quebec. 15. Dez. (öolff-) Bd einer Jener •- brunfl, die in dem Saini Eharieo-ftosplt^l au»- brach, kam eine grefee Anzahl Utolfeefinb« in den .Flammen am. Bo» Jener brach In der jvdlen Etage de» oirrflödlgen Gebäuden au*, da* mit SCO Waisenkindern belegt war. Da» SL-Cbatte»- hospi) IH eoUfommen abgebrannt Die Panik, die beim Sulammenfiuti de» brennenden Haase» aa»- brach. erschwerte die Rettung und die Tlachsorschnng noch aet.nieten Zasassen ungemein. Zahlreiche verletzte sind In die Krankenhäuser dngelieferl worden. Do» Jener breitete sich durch alle Slodroerfe hindurch so schnell au», bafj trotz der aufopfernden Haltung der Schwestern viele Kinder nicht ?, rettet werden konnten. Immerhin konnten urch da» mutige and jroedinäfelge Verhalten der 41 Pflegerinnen von 371 Kindern mindesten» 200 geborgen w.rden. Dazu kam da» rasche Eingreifen der Jeaermebr. die mit Hilfe von Leitern and Sprung! ,chern ebenfalls viele Kinder au» dem brennenden Gebäude reiten konnten.
Die Zahl der bet dem Dranbe am» Leben gekommenen Kinder beträgt noch den letzten Jeslstellungen 33, von denen bisher nur 11 identifiziert werden konnten. Die Zahl der verletzten beträgt 23. Die Feuerwehr durchsucht die Trümmer nach weiteren Celdjrn. Vie wenigen der bl» setzt geborgenen Kinderleichen zeigen deutlich, hast die Opfer den Jeuerlod oder den Lrsiickunq»iod gefunden hoben. Da» Waisenhaus ist ein 140 Jahre alten Gebäude
Oos Unterhaus lehnt das neue Gebeibuch ab. Ein nnrrroartftrb Ergebnis.
London. 16. Dez. (XU.) 3m Unterhaus beantragte gestern der (irfte Lord brr Admiralität. Bridgeman, die gcstem vom Oberhaus angenommene Entscheidung über bae neue Gebetbuch bem König zur Bestätigung vorzulegen. 3n der Begründung wie) Bridgeman darauf hin. bas, e» viele Jahre sorgfältigster Untersuchung und Arbeit bedurft habe, bevor man sich für die neue Gestalt de» Gebetbuches entschlossen habe. E» fei nicht nur ein Akt der Klugheit, sondern e» liege auch Im Interesse brr Kirche, wenn die Mahnahme angenommen wurde Die Vorlage wurde jedoch heute abend vom Unterhaus mit 247 gegen 205 Stimmen abgelehnt. Infolge des unerwarteten Ergebnisie» kam es in den Wandelgängen zu aufzergewähnlichen Szenen. Die Paria- inentomitgllebcr rannten aufgeregt hin und her und beglückwünschten einander oder sprachen sich ihr Bedauern au». Unmittelbar nach dem Bekanntw?r- den des Abstimmungsergebnisse» verliehen der Erzbischof von ttanterburi) und der Erzbisch" von Bork Arm in Arm da» hau«. Wahrend her ganzen Debatte hatten sie auf der Peers-Tri- dune gesessen, den Reden aufmerksam folgend. Der Erzbischof von Canterbury hatte Tränen in den Augen, al» er do» Parlamentsgebäude verlieh.
Ein neuer Kurs in Rom.
Mussolini sürcine franzSsisch-italienischtAnnShcrung
Rom, 15. Dez. (WTB.) Im Ministerrat führte Muss oll ni u.a. au»: Am 11. November wurde in Puri» der französisch - |ugo|laroi|d)e ftreunb|d)aft»Dertrag unterzeichnet, der schon seit März 1926 paraphiert war. Dam.il» bot man Italien nach der Paraphierung ein Ab- kommen zu Dreien an, wa» au» Gründen, die auf der ftand liegen, nicht angenommen werden konnte. Der sranzäsisch-iugostawische Vertrag ist vom Internationalen Standpunkt und von dcm de» Völkerbünde» aus vollkommen korrekt, aber die Au»iegung diese» Vertrage», die verantwortliche und unverantwortliche Kreise in Belgrad diesem gaben, rief Bewegung in Italien hervor, da» indessen nicht seine Kaltblütigkeit verlor. Elf Tage danach unterzeichnete man in Tirana einen Vertrag über ein Defensiobündni» zwischen Italien und Albanien. Beide Verträge stehen nicht In dem Verhältnis von Ursache und Wirkung zueinander. Im Zusammenhang mit beiden Verträgen erörterte man da» Verhältnis zwischen Frankreich und Italien. Sieht man ab von den Phantasten vieler Zeitungen, so bleiben zwei Tatsachen, die an eine Klärung der Beziehungen beider Länder zu glauben gestatten, nämlich die sehr sreundschostliche Rede Briand» und die Unterielchnuna bee modu» vivendi. Ich halte eine ausgedehnte nervliche und dauerhaste Entente zwis.tien Frankreich und Italien für möglich, ja für notwendig. Soll sie aber sest sein, so kann sie sich nicht nur auf literarische oder rein gefühlt- mdfol^e Motive gründen, sondern auf die B e • leltigung der Urfadjen, die konkrete Rei- bungsslächen zwischen beiden Ländern bedeuten tonnten Die diplomatischen Vertretungen werden sich demnächst mit diesen Problemen beschäftigen, die weder tchwerwiegend. noch unlösbar sind, sondern lediglich vorsichtig behandelt werden musien. wie übrigen» alle Probleme der Beziehungen zwischen Völkern. Sobald die Diplomaten ihre notwendige Vorarbeit beendet Haden werden, wird logildxnrcile eine Zusammenkunft der verantwortlichen Minister folgen, um feierlich die Vereinbarung zu besiegeln Angesicht» der offenbaren und gänzlichen Unschädlichkeit der noch überlebenden Regungen de» Antisasziemu» kann da» faszistische Regime einen Beweis seiner Kraft geben, indem e» sich den Widersachern gegenüber arofimütla zeigt die sich einer solchen Gros,mut würdig erwiesen hoben. In den nächsten Tagen werden von den 600 z u Zwangsausenthait Verurteilten, die sich noch auf den Inseln befinden. 2*0 In Rreibeit gefetzt werden. '?!• herbem sollen alle mearn Beleidigung des Mi nlfterpräfidentrn Verurteilten In diesem Manat b:- bingung'meife freigelasten werben Die fahiftijdx Revalution Ist ihrer Zukunft sicher. Sie oer- teiblgt sich durch ihre Gesetze und ihren Geilt, wütet aber nicht, wie man die» ander»wo macht, gegen ihre Widersacher.
Das Gchankstäiiengeseh.
£flr und fltflcn daä WrmfinbrbdtimtnitngbrfdH
Berlin. 16. Dez zBDZ^) Der Volkswirtschaft, liebe Ausschuh de» Reichstage» begann die Beratung de» Schonkftättengesepentwurf» mit einer all-
Oie amerikanische Kreigabebill.
Annahme im Repräsentantenhaus am Lamstag erwartet.
öaft legtoa, 16. Vez. (®IB. Janflprud)) Der Vorsitzende de» v udßeian»schn sf e» de» HepriknUmtenbaafe». Green, erklärte: .Der Ao»- schutz Hot die Freigabe Vorlage. Me en Up rechend den bekannten wünschen de, Senat» in einigen unwesentlichen Dunklen stilistisch abgeändert worden Ist. I« übrigen aber mit der oorfähriqen Vorlage im reefenflimen überrlnfflmmt gebilligt Da» Re- präsentantenhan, da» die Vorlage brüte nachmittag In Beratenq nimmt, wird sie norau»- slchtllch bl» Samstag in allen drei Gelungen erledigen und annehmen. Bann aber der Senat die Vorlage berät und in wieweit et ihr zustimmen wird, kann niemand oorauv- lagen. Auch der Verwalter de» beschlagnahmten, iremben Eigentum». Sutherland, gab (einer .^uvrr sicht Vordruck, datz die Vortage vom ReprS kmiuntru'.aa» noch oor Weihnachten erledigt werden wird. Die Beratung durch den Senat erwartet Sutherland für den kommenden Jebruar.
Tas alles klingt sehr erfreulich und läßt die Hoffnungen der zahlreichen deutschen Beteiligten an der in Betracht kommenden Summe von rund 1 Milliarde Mark in Hoffnungen schwelgen, die sich in den Kursen der sog. Zrei- gabetoerte wieder einmal spiegeln. Wer auch im vorigen Jahr war der Verfaul der gleichen Angelegenheit fast genau der gleiche, llnd wenn heute kein Zweifel besteht, dasi das R e - präfentantenhaus mit ausreichender, vielleicht mit grober Mehrheit die Dorlage unverändert und innerhalb weniger Tage zur Annahme bringen wird, so ist damit wiederum doch in keiner Weise für die Halluna des amerikanischen Senats präjutiziert. Auch am 18. Dezember v. 3. wurde die Bill nach nur dreitägiger Verhandlung mit großer Mehrheit vom Äepräsen- lantenhaus angenommen und noch vor Jahres» schlich dem Senat vorgelegt, der sie feinem ,Co- mitty of Finance** überwies. Don diesem kam ein einstimmiger Bericht juftan>< mit einigen, den deul'chen Interessen nacht iligen Abänderunoen. die notwendig geworden waren, um dem Entwurf einen aüberparteilichen Eharakter und damit die Zustimmung der Parlamentarier beider Aich- tungen zu sichern. Schließlich ist aber die Durchführung an der komplizierten Geschäftsordnung des Senats, an der Befristung jede- Entwurf- für eine bestimmte KonqrchsZslsn und an andern Umständen vor allem einer Obstruktion einzelner Senatoren gescheitert, die in einem langen Aedekampf die fristgerechte Erledigung verhinderten. Gewist bandelte es sich daoei nicht um eine Gegnerschaft gegen das Gesetz als solches. Mer es besteht keine Garantie dafür, das) nicht neuer* Ings ähnliche technische Schwierigkeiten die Derwirkliwung der vorliegenden Bill neuerdings verschieben, wie das im vorigen Jahr und.
in etwas weniger akuter Zvrm auch schon üb Jahre 1925 der Zoll war: bei biedern ersten Denuch lagen aller. ingS andere Hindernllf, vor tie aus dem Vorwurf einer JntereMertheit be- letiigter TU>ac:r n:t:r an beftimmten An prüchen . rwuch en. M it alto mirC-eltn» ein verfrühter Opiin smus unangebracht menn man auch hosten darf, daß diesmal nicht wieder die gleiche» Schwierigkeiten au1 treten.
Oie Bestechungsaffäre.
Hearst vor dem Untrrssichungtzatttzschntz
Washington. 15. Dez. lWB.I Heute begann durch den Sonde rauSlHutz des Senats tu Vernehmung Hearsts in der Angelegenheit der angedlichen Dersuche Mestikos. amerikanische Senatoren au bestechen. Hearst erlLlrte. er habe die fraglichen Dokumente durch einen Mittelsmann für etwa 16 COO Dollar gekauft und sie vor der VerS jcntlichung dem amerilaniichrn Geschäftsträger in Weriko und Präsident Eoolidge oorgelegL D e Der- öf entlichung der Papiere habe er als ratet- ländische ■' hen und gewünscht, datz
der Kongreh eine gründliche llntersuchung ein- leite. Die in den Dokumenten genannten Senatoren feien Borah. ßafolette. Ävrris u lin. Borah sollte von der mertkanischen Ae- gierunn eine Mellon Dollar. Aorris und Hess lin je 350 000 Dollar und Qa fo fette 30 000 Dollar erhalten haben. Diele Mitteilungen lösten bei den Anwesenden grobes Gelächter aus. Die genannten Senatoren erklärten die Sen Ile erhobenen Verdächtigungen als »windel. Dir V uyorler Ze tun g „Nation** ärt. hast auch sie in dielen Dokumenten genannt werde und datz Hearst einer plumpen FälschungzumOpfer gefallen sei. Der Aedakleur der .Hearst-Zeitung Aew Dort American", Coblentz, tag t u. a. aus .Aus den Geheirnaktcn des montanischen Generalkonsulates in Aeuyork find durch Vermittelung von Miguel Avila, der wahrend d^ Weltkrieaes Geheimagent d.-s am rikanischrn Gmeralftabes war, Dokumente mit meinmt Einverständnis gelt ob len worden. Dah amerikanisch? S natvren von Mexiko Geld erhi Um toi? b hauptet wird, glaube ich nicht. ES htndeli sich bei der ganzen Affäre offenbar um nichts weiter als den Der« such einiger mexikanischer Beamter, ihre eigene Regierung zu beschwindeln." Der Veneralkonful in W ashington. Elias, der nach Hoblnti) vernommen wurde, bestritt energisch jede Kenntnis der erwähnten Dokumente und erflärte sich im übrigen bereit, feine Bankkonten sowie sein: g lamtc teleArrphische Korrespondenz überprüfen zu laffen.
Die Novelle zum Reichsversorgungsgesetz.
Der Reichstag beschließt eine Erhöhung der Renten.
Berlin, 15. Dez. (DDZ.) Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung der Dovelle Aum Aeichsversorgungsaeletz und zu anderen Ver- sorgungsgesetzen. Die Dorlage will die A e n - len entsprechend der gestern beschlossenen De- sotbungserhbhung « r h ö h e n. Der Ausschuh hat weitere Erhöhungen über d i e Aegierung »- Vorlage hinaus beschlossen. Der Entwurf bringt auch eine Erhöhung der Kriegsbeschädigten- und Hinterbiiebenenbezüge.
Abg. Frau Aeitze (6da.) bedauert. day im Ausschuh die soz aldemokratilchen Derbesserunds- anträge abgelehnt worden feien. Doch jetzt feien die Renten ganz unzureichend. Die Durchschnitts- rente ter Äriegerbmterbliebenen betrage jährlich 130 Mk., die der OfsizierShinterbliebenen dagegen über 2500 Mk. (Hörtl Äörtl bei den Soz.)
Abg. Dr. Krone (ßentr.) begrübt die Dorlage. die einen Ausgleich der fchlimmften Harten bie e. Die Erfüllung weilergehenter berechtigter Wünsche sei leider durch d.e ungünstige Zinanziage unmöglich gemacht worden, darum werde auch das von der Opposition verlangte höher« Sterbegeld nicht gewährt werden tonnen. Die Heilbehandlung mü.se überall gewährt werden. Die vorn Ausschuß in einer Ont- schlieszung geforderte Erhöhung der Erztehungs- beihitfen sei notwendig.
Abg. Hüls er <Dn.) meint, über der Der- 'orgung unserer Kriegsbeschädigten und Är eger- bintetbliebcnen laste die doppelte Tragik der groben Zahl der zu Dersorgenden und der ungeheuren finanziellen Belastung Deutschlands. Darum werde man auch vor einer unlösbaren Aufgabe stehen. Die vorliegende Aovelle bringe aber im Rahmen des Möglichen eine wesentliche Verbesserung der bestehenden Der- hältnisse. Auch von den Opposit.onsparteien und vom Acichsvund der KrtegSbeichädigten muffe dem Aechnuntz getragen werden.
Abg. Thiel lD. Vp.» bl.fei die Aegierung, fie möge beim Abbau der Sonder zu chlage im besetzten Gebiet und in einiaen Gro. städten nicht ein zu rasche» Tempo einfchlagen und sie möge vor allem verhindern das, die Der orjton etwa ungünkiger gestellt werden als brsher. Eine 'chema .che Gleichstellung der Der orgungs- cxrech.izten mit den So iairentnern fei ni ,t n cj- iich. Der Ausschuh habe durch die Sinfütz- rung des Sterbegeldes für die Krieger- binterbliebenen eine wefentiich« Derbdfcrung der Vorlage err icht.
Aeichsarbeitswinister Brauns äußert starke Bedenten 3 g n die Einführung von Sterbegeldern für denen. ein Aechtsanfpruch die'er A.t b steht bisher weder in der Sazialv riich rung noch in der Beamtenbesoldung. Die Eznlüprung des Sterbegeldes beim Derforgungsw f n würde aber zu
Forderungen auch auf anderen Gebieten führen, zumal heut« schon einige Beamtenv.rbänd« solche Ansprüche angemclbet haben. Das Sterbegeld würde Personen zugute kommen, die in keinen näheren Beziehungen zu den Ärieatgel allen en gestanden haben. Ich bitte dringend, diesen Aus- schudbeschluh abzulehnen. (Hört, görtl bei der Opposition.)
Abg. Starrer (Dem.) begründet einen Antrag, wonach den Kriegerhinterbliebenen di« Heilbehandlung obligatori.ch gewährt werden soll. Sr verlangt die Aufrechterhaltung d.-s vom Ausschuh beschlossenen Sterbegeldes für die Kriege rhinterbllebenen.
Aach kurzer Sinzelberatung werden die Aen» derungs^nlrage der Op' vi ionspcrtTien abgelehnt. Da) vem AuZchu i geg.m d.nWider- ipruch des AZchoarbei.^ itnistees be.ch offene Sterbegeld für die Krieg rhint.rbl ebenen wird in namentlicher Abstimmung m t gegen 19 S Immen angenommen, Ikigegen haben nur einige Zen rarnsabg ordnete gestimmt. Die Vorlage wird In der Aasfchuhfasfung in zweiter und bri ta Le u.ig angenommen. Ez folgen die gestern zuru lg stellten Ab timmungen über die Entfchliehungen zum Besoldungs- g e f e tz.
Angenommen wird eine Entlchlieftung der Aegierungsparteien, in der der schleunige Abbau der entbehrlichen Behörden Vereinfachung der Verwaltung durch Zusammenlegung von Behörden und Vereinigung des Verforgungswe'ens mit der Zmanzverwaltung verlangt wird. Auf Länder und Gemeinden soll in dem gleichen Sinne einaewirkt werd« t Durch Tleuoerteilung der Behördenorgan« soll eine Ersparnis von Beamten erreicht werden Den Beamten soll dl« neben- beruiliebe Tätigten, insbesondere der Waren- handel untersagt werden. 3n ihrem letzten Absatz verlangt die Entschließung alljädr.lch« Ueber- fichi darüber ob nicht di« Länder und Gemeinden ihre 'Beamten hoher e i n g « ft u f t haben als das Reich. Dieser Absatz wird in namentlicher Qtifftinuruna mit 1S6 gegen 167 Stimmen abgelehnt bei zwei Stimmenthaltungen. 3n einer weiteren a genommenen Enl- schliehung wird die Reichsr:g.erung ersucht, den Arbeitern bet Aelchsdehörden und Reichsbe riebe der Dirtfcha tslage in den einzelnen Orten anae.astte Zulagen zu gewahren und auf die Xe.ch^vahn im gleichen Sinn« ein- zuwirken. — D.e Ausschuhent 4)lic .ungen wurden angenommen. Em Antrag der Dirischajtlichen Vereinigung, wonach die Abgevrdnetendia»« 1 nicht zugleich in der Höhe der Ministergehälter erhöht werden sollen, wird ohne Ausl0rach« de« Aeltestenrat zur Borberatung überwirf-n.
3 rei tag Knegsfchädenfchluhg.fetz.
gemeinen Lu»sprache Ministerialdirektor Rei- di a r d t erklärte, dost der Versuch erwacht werde. Iu einer einheitlichen Regelung der Bedürfnis- rage zu kommen. Mit Entjchiedenhelt wandte der Regierung#oertrettr gegen da» G e - meindebe st immungerecht, do» nach reiflicher Erwäaung in dem Entwurf keinen Platz gefunden bade.
3bf Soll mann (Soz 1 erklärt, die Soiial« demokratisch« Panei denke ruft Daran, eine Trockenlegung Deutschland» herbelzufähren Der Redner letzte sich für die Einfügung de» Gemeinde- I beftlmmung»red>t» in bW Vorlage «in.
Abg lllitzka. lZentr) erflärte, für feine Partei fei da» Aauptrioment der Schutz Der Jugend. Bekämpfung de» Llkoholi»mu» sei gleich- bedeutend mit Forderung dec Kultur. Der Redner wendet sich gegen da» Gemiindedestimmung*. recht
Hbg. Bicke « (D. vp I betonte, da» Gemeiude- beftimmur.g»red)t lehre dir Deutsche Dolfipjrtei nach wie vor ab. Mehr äfl» Poli^imahnahmen könne auf diesem Gebiete die E rzI e hu n g in ftaut und Schule erreichen.
flbg. Ma 1 lath lD. vag.) wandte sich dagegen. auf Grund auolöndifcher Erfahrungen ge*
setzgebertfche Mehna hm en fCr Deutschland W fr* kn. Der Llkohmoervenuch fei gewaltig gangen.
Die Senkung Der Lohnsteuer.
Ein netter Vorschlag im Lieuerausschntz.
Berlin. 15. Dev > VDZl 3m Steuer ausfchuß des Ae.chstages begründete Adg, Bräning (3cnir.) den aemttn*am<n Antrag des ^Zentrums, der Deut f<5aai tonalen int) der Bahr Dc'lsvartei. wonach bei der Lohnsteuer Den dem mona Nchm Steuer betrag ein Abzug von 15 Prozent, jedoch von nicht mehr als 2Mark monatlich erfolgen soll Die gleiche Senkung soll auch be der veranlagten Einkorn men ft e n e r ein treten, trenn das Einkommen 8000 TUtt nicht übersteigt. Außerdem wird der abzugch fähige Betrag für Sonderleistungen (3rr» licherungen. Sterbegeld uh».) für den Steuern 8' ich igen von 43D auf 600 Mark und für N» Mrau und jedes Kind von 130 aut 250 T3» erhöht Di« Lohnsteuer soll e i * t e.b^ben wer» den, wenn sie eine Mark monatlich nich übersteigt. Diese Aeurrgelung f?ll ab I. 3anne Ifr28 in W rllamkeit treten, ll « bersteigt in Zukunft das jährliche Aufkommen aus der Lohn- steuer den Betrag von 1300 Millionen THarf. fo hat die Aeichsregieruna einen GefetzenkwUrs Donulcaen, der eine Senkung der Lohnsteuer heroeiführt.
Aeichsfinan-minifter Dr. Köhler gab der Hoffrnmg Ausdruck, datz d e SenTungi» aftlon nunmehr kein« Schwierigkeiten de.» Aeichsra'. finden werde. — Die Reichs egiermg sei damit einoerfta nden. datz Me bisherige AegierungsvoZ ae durch den Dorflegmben Antrag ersetzt werde. Der jährliche Ausfak» an Lohntzeuern durch bietan Antrag werde rund 180 Millionen Mark und an Veranlagung^ steuern 30 bis 33 Millionen Mark betragen.
Aus aller Welt.
lob Im StadxlbrabL
Einen schrecklichen Tod fand der .Ojährig» In'afse des Stettiner Iohannisklosters Wllbelm Bufch. Er Halle sich im Walde verirrt und war in einen Stache'.drahtzaun geraten, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte. Ma» fand ihm am Morgen erfroren auf.
Zwei Bergleute löblich verunglückt
Aus Zech« ..Got.ez eien" in Voettrmgbeulei gerieten die Brüder Ma f wer aus End« als fit nach der Wirkung eines Sdrengschulses in die abzubauende Strecke gingen, in giftige Gas«. Beide Bergleute formten nur als veichen geborgen werden.
Oie Letterlage.
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Polare Luftmafsen haben Deulfthlanb uberllutrt und eine stark, Zunahme be» zroste» bedingt Aachen batte heut, morgen noch inmu» 11 Grrs Eeisiu», Glesien wahrend der Rächt minu» 9.1 Grll Eelfiu» Gleichzeitig hat sich da» nördliche Hoch weiter iubroärt» auegtbreiiri; unter dem Einilntz hoben Druck» wird dellen trocken, Rartzost- bjtn. Cftiuitftromung zunack.st den WitterungochnrnG^ bestimmen und un» weiterhin kalte» Wetter brtnefiL
«etter oarherfage für den 17 De« *e m b e r : Wolkig mit autbeiierung, ilortbowf be» harten Frojte» und trocken.
Witternng»au» sichten für Sonntag Seine wesentliche Bänderung
Lufttemperaturen am 15. Dezember: mittag» minu» 3.6 Grab Eeisiu». abend» mmu» 5 Eros Eeisiu». am 16 D«|rmber: moraene minu» 74 Gr-s Eeisiu Maximum minu» 1.2 Grab Eeisiu», Minimum minu» 9,1 Grad Eeisiu» — drCtrmperotuni in 10 Zentimeter liefe am 15 Dezember abend» 0 (Brad Eeisiu». am 16 Dezember morgen» 0 Gens Eeisiu» Schneedecke: 4 Zentimeter.
Detter lag, auf dem ft über ob» topf
Sind: Kordnorbweft: Temperaturen minu» 11 (Brod Eeisiu». Seher wolkig mit etwa» Schien treiben Schneedecke 16 Zentimeter Veschcftrnbett Pulverschnee. — dpvrnnsgt Ich kett für Ski uns Rodel gut.
Odenwald.
Schneedecke 12 Zentimeter Sporkmöglichkett sm- Händen.
Saurrlanb-UJInterbera.
Temperaturen mmu» 13 Grab Eeisiu, Schneedecke 25 Zentimeter. Beschaffen heft Pulverschnee. — Sportrncaftchkeik für 6ft und Rodel gut
Diflimx«.
Temperaturen minu» tz Grad lefpu* schnei decke 28 bi» 30 Zentimrtrr Beschaffenheit: V"lne^ ichnee — SpoNmoglichkett für 6fl nnb Ä*< sehr gut


