neu2 Steuerfestsetzung zu erfolgen hat, dahin- flehend, daß sie berechtigt sind. Grund- und Gewerbesteuern für das Rechnungsjahr 1927 nach denselben Besteuerungsmer'malen wie für das Rechnungsjahr 1926 zu erheben' daneben die Sondergeüäudrstener nach de.n vo le'enden Entwurf eines Gesetzes über die Sonderte bä udesteuer für das Rechnungsjahr 1927. Diese Steuerveranlagung hat aber nur einen vorläufigen Charakter. Sobald die neuen Einheitswerte nach dein RLichsbewertungsgefeh feUUei;en, was im Lause des Rechnungsjahres 1927 zu erwarten steht, erfolgt eine Reuveranlaaung zur Steuer auf Grund dec neuen Wert? so das; der an sich sehr unerwünschte Zustand eint «icn wird, daß man mit zwei Steuern in einem Rechnungsjahr zu rechnen hat und voraussichtlich mit zwei verschiedenen Steuerzetleln. Für die Gemeinden ergibt diese Regelung außerdem noch die Rotwendigkeit der Ausstel ung eines neuen Heberegi'ters. trenn die endgültige Reran'agung auf Grund der neuen Einheitswecte kommt. Don Interesse ist, daß bci der nach oben erwähnten vorläufigen Steuererhebung für 1927 bei der Gewerbesteuer die Erhebung einer Gewerbesteuer vom land- und forstwirtschaftlichen Betriebskapital nicht mehr gestattet ist, weil eine besondere Besteuerung desselben nach den neuen reichsrechtlichen Bestimmungen nichtmehrzulässig ist, sondern dieses Kapital im Einheits- Wert bei der Grundsteuer-Beranlagung mit eingegriffen wird.
Der steuerliche Zustand, wie et sich für das Rechnungsjahr 1927 nach dem oben Ausgesühr- ten ergibt, ist jedenfalls wenig erfreulich, da das System der vorläusigen Steuern immer un» erwünscht ist für das gesamte Wirtschaftsleben. Indessen wird für dieses Steuerjahr nichts zu ändern fein, da dies mit der noch nicht ab- geschloffenen neuen Einheitsbewertung zusammenhängt. Wie sich die steuerliche Veranlagung auf Grund der neuen Einheitswerte auswirlen wird, kann naturgemäß heute noch nicht überblick werden, aber es kann nach dem bekannt gewordenen Einheitswerten, insbesondere für das Grundvermögen, jedenfalls heule schon darauf ßingetcie'cn werden, dah es grundstürzende Verände- r un gen bei der Festsetzung der Steuerausschlage geben wird.
Oberhessen.
Lrrirdkrcjs (tzieftcu.
CO Klein-Linden, 15. März. Im hiesigen Zrauenvercin sprach am Montagabend Re^e- schwester Lydia vom Ronneweier Mutterhaus über Gründung, Zweck und Ziele des Mutterhauses. Rund 860 Schwestern hat das Mutterhaus in die Welt gesandt. Die recht ansehnliche Kollekte wurde der Reiseschwester für das Mutterhaus überlassen. Pfarrer G v b e l dankte als Vorsitzender des Frauenvereins der Rednerin für ihre Ausführungen.
• Leihgestern, 15. März. Dieser Tage hielt der hiesige Evangelische grauen- verein bet starker Beteiligung sein diesjähriges I a h r e S f e st ab. Zu seiner großen Freude konnte er seinen einstigen Gründer, Kirchenrat Strack, den langjährigen Pfarrer und Seelsorger unserer Gemeinde, in seiner Mitte begrüßen. 3m Mittelpunkt des Abends stbnd ein warmherziger Vortrag der Leiterin der „Zuflucht" in Gießen. Schwester Irma schilderte anschaulich die Aufgaben und die Arbeit der „Zuflucht", die schon in der kurzen Zeit ihres Bestehens viel Segen gestiftet, und bat in launiger Weise den Verein, bei diesem jüngsten Kindlein der Inneren Mission in Gießen 93atentfette zu übernehmen, was ihr auch zugefagt wurde. Eingerahmt wurde der Vortrag von Gedichten ernsten und heiteren Inhalts, die von einigen Konfirmandinnen gut vorgetragen wurden. Der Ortsgeistliche eröffnete den Abend mit einigen Dorten der Begrüßung: erstattete im weiteren Verlauf den Rechenschaftsbericht und schloß die Feier mit einer kurzen Andacht.
X Wieseck, 15. März. Die kirchen musikalische Passiv nsan dacht cm Abend des Dolkstrauertags wurde von dem Ortsgeistlichcn mit der Verlesung einer Andacht von Friedrich Rau mann: „Fromme Musik" eingeleitet und mit Paffionsgebet, Vaterunser und Segen beendet. Den Hauptleil des gehaltvollen Abends bildete ein reltgiofer Orgelvortrag des auf der Akademischen Hochschule für Musck in Berlin vorgebildeten Künstlers v. d. A u aus Mainz. Das Thema der Predigt des Ocgel-Eoangcliums war: Ioh. Seb. Bach und Iesus Christus. Zwischen die einzelnen, vom Zug nach Jerusalem bis zu den Erscheinungen des Auserstandenen führenden Abschnitte waren Lieder von Bach. Vater und Sohn, eingefügt. Dank eines dem Besucher in die Hand gegebenen ausführlichen Programms war der Abend nicht nur eine Stunde bet Andacht, sondern auch eine Stunde der Einführung in das so manchem noch verschlossene Gebiet der geistlichen Musik. Reben der Kunst des Orgelspielers zeigte die Veranstaltung auch die Güte unserer O-nel.
L Lollar, 15. März. Der „Gießener Anzeiger" berichtete kürzlich ü-er das Proje.t einer A u t o- mobilstraße von Hamburg nach Mailand. Die Straße wird hessisches Staatsgebiet aus einer Länge von etwa 110 Kilometer in Rordsüdrich- tung durchschneiden. Sie wird in der Gegend von Ruttersyausen in den hessischen Volksstaat eintreten und weiter über Wieseck. Gießen, Griedel. Höchst a. M., wo sie den Main übe:- schreiten wird, und dann durch bas Ried fuhren. Die Straße sott möglichst die Ortschaften umgehen und starke Steigungen (über 4'1-) und Kurven (unter 500 Meter Radius» vermeide.. Dies laßt sich auf der hessischen Strecke sonst übet all verhältnismäßig leicht durchführen. Rur in unserer Gegend stellen sich der Ausführung einige Schwierigkeiten entgegen, da die Straße auf der e iten Seite durch das Ueber'chtocmmungsgebiel der Lahn und durch sumpfige Strecken geführt werden muß, was die Errichtung von Dämmen notig macht, andererseits wieder, um zu starke Steigungen und Kurven zu vermeiden. Gelä.tdeeinschnitie vorgenommen werden müssen. Auch eine Vrücke über die Lahn muß geschlagen und an ver'chicdenen Stetten Landstraße und Eisenbahn über, uert werden was durch Unter- bzw. Uebersührungen zu geschehen hätte. Ein Vertreter des hessischen Ministeriums, dem die Dearbeilung des Planes für die durch unfern Volksstaat gehend' Strecke der Straße Übertragen ist. we'lie hier, um das in Frage kommende Gelände in tvr Umgegend unseres Or.es zu besichtigen und auf die Möglichkeiten der Führung de.- Straß" zu prüfen. Es Ware sowohl im Interrise des Verkehrs als auch des unsere Landstraßen benutze.i
den Publikums, sowie ferner her vielen Arbeitslosen, die bei dem Dau Arbeit und Brot finden könnten, zu wünschen, daß das großzügige Projekt zur Ausführung käme.
I — 1 Lollar. 15. März. Die Bezirks- lehrervereine Lollar und Londorf hielten cm Samstag nachmittag im Zeichensaale der hiesigen Schule eine gemeinsame Konferenz, in der Rektor V i th -Wetzlar eingehend über das Thema „Das freigeistige undd das werktätige Prinzip im Unlerr.chi der Arbeitsschule" spracy. In hem ersten Teil erläutert’ der Re> ner den Begriff um) das Wesen der Arbeitsschule: AIS Losung für die echten von den vielen Richtungen, die sich Arbeitsschulen nennen. ist die Forderung der Eigentät gkeit des Schülers kennzeichnend. Viele pädagogische Reuerscheinungen und Reuauflagen von älteren Werken nach dem Krieg, die alle unter der Flagge „Arbeitsschule" segelten, haben dielen Begriff vielfach zu einem Schlagwort herabgedrückt. Unter der wahren Arbeitsschule ist die Schule zu betrachten. in der Bildungsziel, Verfahren und (Stoff durch den Begriff der Arbeit bestimmt werden. Im Gegensatz zur Arbeitsschule steht die Lernschule, in der die Schüler mir passiv waren, d. h. der Lehrstoff wurde ihnen mund- qerechl vorgesetzt, und sie hatten ihn nur zu bemalten; während in der Wtbeitslchule die Schüler durch ein freies geistiges Mitarbeit:n den Stoff besser erfassen und begreifen sollen. Diele feg. freie geistige Arbeit ist das ümfaffenbe des großen Gebäudes der Arbeitsschule, ein Grundpfeler ist der Arbeitsunterricht, der in einem besonderen Lehrfach die Methode und technische Kniffe lehren will. Ein weiteres Wc- sensmertmal ist die Schülersrage. durch die sich die Schüler selbst Klarheit ver-chafsen sollen. Im zweiten Teil gab Herr Vith in geschickter Weise Anregungen und Erläuterungen über verschiedene Techniken, die in der Arbeitsschule zweckmäßig zur Anwendung kommen. So führte er vor: verschiedene Arten von Tafelzeichnen, Wischtechnik, den dreiteiligen und den vierteiligen Faltschnitt, Schneiden von Buchstaben, die Technik des Transparents, Pinsel- und Slempel- drucl. Im dritten Teil des Vortrags zeigte er im Lichtbild Aufnahmen von feinem Wevcunter- richt. Zeichnungen, die von großem, selbständigem und lunstverständigem Können der Kinder zeugten, Arbeiten in Holz und Draht, Treibarbeiten in Messina und das Einbinden von Büchern wurde in sehr anschaulichen Bildern vorgesührt. Zum Schlüsse dankte Lehrer Keller für die lehrreichen, oft mit gesundem Humor gewürzten Ausführungen. In der regen Aussprache, die sich bei einem gemütlichen Zusammensein dem Vortrag anschloß, wurde noch über die verschiedenen Begriffsbestimmungen wir Ar c ts° schule, Werkunterricht. Handfertigkeitsunterricht und die sie vertretenden Organisationen Klarheit geschaffen.
z. Rödgen, 15. März, Unterer Volksbücherei wurden im Lause des Jahres verschiedene Zuwendungen gemacht, die gern und dankbar zum Ausbau der Bücherei angenommen wurden. Die Kreiskasse überließ ihr 10 Mark, der Gemeinderat bewilligte in verständnisvoller Weise 25 Mark, im vorletzten Jahr 20 Mark, und unsere beiden Gesangvereine „Harmonie" und „Konkordia" bedachten sie anläßlich ihrer Familien kränzchen mit freiwilligen Gaben. Mit dem Gelbe konnten verschiedene Werke neu eingestellt werden. Wohl weist das Bücherverzeichnis noch bedeutsame Lucken auf, wohl fehlen noch so viele Erzähler mit gutem Rainen: aber es ist zu hoffen, daß der Bücherbestand jedes Iahr vermehrt werden kann.
t. Linden st ruth, 15. März. Die Arbeiten zur Wieseckregulierung sind bis über Lindenstruth hinaus durchgeführt, ruhen nun aber schon seit einigen Wochen. Die Ursache ist in langwierigen Lohnverhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber zu suchen. Bei Aufstellung de§ Voranschlags wurde der Tarif für Waldarbeiter, also 53 Pf. Stundenlohn, zugrunde gelegt. Rach diesem Tarif wurden auch die Arbeiten vergeben. Rachträglich hat sich herausgestettt, daß der Stundenlohn für Tiefbauarbeiter, also 73 Pf., in Frage kommt. Da eS sich hierbei aber auch um Wasserarbeiten handelt, müßten sogar 93 Pf. bezahlt werden. Für den Unternehmer waren damit ganz andere Verhältnisse gegeben, und die Arbeiten wurden sofort eingestellt. Durch die Lohnverhandlungen wird die Ausführung der Arbeiten, die als Win!erarbeiten gedacht waren, weit hin- ausgeschoben. Das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft hat jetzt entschieden, daß die beteiligten Gemeinden Linden st ruth und Reiskirchen die sich aus den n uen Lohnsätzen cr- geberßen Mehrkosten zu tragen haben. Den Landwirten erwächst damit ein großer Schaden, denn es muß damit gerechnet werden, daß ein Teil der Heuernte verloren geht. Die Arbeiter fallen in dieser Zeit der Arbettslosen- fürforge anheim.
ri. Li ch, 15. März. Hier besteht seit dem 14. Iahrhundcrt das Marienstift, eine Stiftung der Vorfahren des Licher Fürstcnhau'es. Dieses Marienstist hat früher sämtliche kirchlichen Ausgaben in Lich getragen, war allerdings schon in der Zeil vor dem Kriege infolge der veränderte!' Geldoerhältnisss auf Zuschüsse auS der Stadtkasse angewiesen. Aber außer den kirchlichen Ausgaben in Lich hatte das Marienstist die Dau- und Unterhalt angspf licht dcS Pfarrhauses in dem nahen Langsdorf und den dritten Teil der Unterhaltung des Pfarrhauses zu Vellingen. Durch die wirtschaftliche Umtoäl- zung ist das früher reiche Stift arm geworden. . Der Stift", wie die Lichrr sagen, kann heute seinen Vervttich'ungen nicht mehr nacßlommcn. Die Grundstücke bringen infolge der übergroßen Lasten, die darauf ruhen, kaum ein paar Ma ick ein. die Wertpapiere sind entwertet. Run ist nach langen und nicht einfachen Verhandlungen unter Mitwirkung deS Landeskirchen amt es ein Vcrgl ei ch zustande gekommen, wonach das Marienstist leine Verpflichtungei: gegen Langsdorf und Bilfingen in der Weife erfüllt, baß cs den genannten Kirchengemeinden einen entsprechenden Teil der Grundstücke überweist Die beteiligten Gemeinden haben diesen Vergleich angenommen. Damit hat zu allgemeiner Befriedigung eine sehr schwierige Frage eine friedliche Regelung gesunden.
4 Lich, 16. März. Wie aus dem heutigen Anzeigenteil eriichi.ich ift, veranstalte! der hiesige Männcrgesangverein Cacilia" am kommenden Sonntag sein diesjähriger Konzert Die geplanten Darbietungen stehen auf einer bohen kün'tierischen Stufe. Der Besuch verspricht recht gut zu werden, werden doch na- r.entließ aus den um Lich liegenden Ortschaften viele ©angebireunhc erwartet. Auch viele Sänger
aus dem Lahnialsängerbund. dem der Verein .iSäctlia“ angesHlossen ist. haben jetzt schon ihr Erscheinen zugesagt. Die neu erweiterte Turnhalle ist der bestgeeignete Raum für die Veranstaltung großer Konzerte, bietet lie doch weit mehr als 1000 Personen bequeme Sitzgelegenheit. Da aua) die Akustik ausg^eichnet ist. fo stehen den Besuchern des Konzertes einige genußreiche Stunden bevor.
!! Lich, 15. März. Die bekannte Brauerei 2 h r i n g - M --1 ch i o r, die in den letzten Jahren ihren Betrieb schon mehrfach vergrößerte, bat in den legten Monaten durch die Dausinna öebr. Fey in Lich ein neues Sudhaus errichten lassen. Durch diesen Erweiterungsbau wird die Brauerei in den Stand gesetzt, künftighin etwa das Doppelte der bisherigen Produktion erzeugen zu können. Die Inbetriebnahme des neuen Sudhauses wird voraussichtlich im Frühjahr erfolgen.
ri. Riederbesfi n gen, 15 März. Mis- sionsInspektor W e i s h a u p t aus Leipzig, der zur Zeit auf einer Reife durch Oberhefsen begriffen ist. die ihn in die Gemeinden führt, welche mit der Leipziger Mission in Verbindung stehen, sprach gestern abend in der bis auf der. letzten Platz gefüllten Kirche über die Missionen aufgaben der Gegenwart. Besonders ausfubrlich schilderte er die Aufgabe der Leipziger Mission in Ostasrika, das er aus eigener Anschauung kennt. Leider versagte auch diesmal wieder, wie schon einmal kürzlich bei ähnlicher Gelegenheit, kurz hör Beginn der Veranstaltung das elektrische Licht in der Kirche. Man muhte sich mit einer dürftigen, aus einigen wenigen Petroleumlampen bestehenden Rotbeleuchtung behelfen.
L Hungen, 15. März. Vor einigen Tagen wurde in Reustadt a. d. Hardt ein hiesiger junger Mann von 18 Jahren von der dortigen Polizei in Schutzhaft genommen, als er gerade im Begriffe stand, über die Grenze zu gehen, um in die französische Fremdenlegion einzuteeten. Ob er aus eigenem Antrieb dieser „rosigen" Zukunft entgegenqetrieben wurde, oder ob er Werbern in die Hände gefallen ist. konnte noch nicht ermittelt werden. Jedenfalls zeigt diese Begebenheit, daß es immer noch junge, leichtfertige Menschen gibt, die jeder Warnung zum Trotz diesen verhängnisvollen Schritt zu tun. den sie dann leider zu spät bereuen müssen. Der junge Mann wird seiner Heimatgemeinde wieder zugeführt werden.
Aus der nördlichen Wetterau, 15. Marz. Die Wintersaaten sind, soweit man jetzt übersehen kann, gut durch den Winter gelcmmen. Infolge der milden Witterung hat sich besonders der Winterweizen gut entwickelt und beginnt sich zu bestocken. Einige Klagen hört man über den Stand des Roggens, der teilweise sehr dünn fteßri Während nickst der geringste Schaden durch Mäuse sestzustetten ist, macht sich in den letzten Wochen die Plage des Schneckenfraßes in empfindlicher Weise be- mertbar. Oft stößt man auf mit Roggen besäte Aecker, die vollständig kahl gefressen sind und notwendigerweise mit Sommerfrucht neu ausgestellt werden müssen. Besonders auffällig ist der Schneckenfraß auf Kornäckcrn neben wenig befahrenen, mit Gras bewachsenen Feldwegen und neben Kleeäckern. Man findet unter einer hohl liegenden Ackerscholle oft 3—5 dieser gefräßigen Fernde. Auch die Gartenbesther klagen sehr über Schädigungen durch Schnecken. Der im Herbst in Reihen gepflanzte Wintersalat ist bi- auf die Blattrippen kahlgesressen. An dem Win» tergepflänz kann man auch oft den Wurzelfraß des Engerlings feststellen, der wegen der geringen Frostes den Winter über in den oberen Bodenschichten geblieben ist. Die reichliche Winterfeuchtigkeit ohne lange Ueberfchwemmungs- perioden hak den Wiesen die Vorbedingungen zu einer günstigen Entwicklung gegeben.
Kreis Friedberg
pb. Butzbach, 15. März. Am Sonntag fand im Restaurant „Zum Gambrinus" dahier unter Vorsitz von Oberstleutnant a. D. R o g a l l a von Bieber st ein eine Bundes-Ausschuß- sihung des Bundes ehern. Leibdragoner Rr. 24 statt. Außer einer größeren Anzahl ehern. Leibdragoner aus der hiesigen Gegend waren die Kreisvertreter von Büdingen. Darmstadt. Friedberg. Gießen, Offenbach a. M.. Frankfurt a. M. usw. erschienen. Der Hauptpunkt der Tagesordnung war die am 4. Rovember 1927 in Darmstadt stattsindende Einweihung des Gefallenendenkmals, sowie die Beschlußfassung über einen im nächsten Iahr in der früheren hiesigen Garnifonstadt abzuhaltenden Dragoner-Tag. An der Versammlung nahmen als Vertreter der Stadt Bürger neister Dr. Iansen und Beigeordneter Ploch teil. — Anläßlich des Faselmarktes wird die Buh- bach—Licher Bahn am Donnerstag ab Müschen heim und Oberkleen je einen Sonderung fahren. Ersterer fäbn vcr.n. 7,32 in Muschenheim ab und ist 8,07 hier, letzterer Dorrn. 8.00 und trifft hier 8,23 auf dem Ostbahnhof ein. Die Autobusgesellschaft hat zur Bewältigung des Verkehrs an dem Markttag fünf Omnibusse im Betrieb.
Krcis Büdingen.
I! Büdingen, 15. März. Die Zahl der Erwerbslosen im hiesigen Kreis ist im steten Steigen begriffen. Während vor vierzehn Tagen noch kaum 500 Erwerbslose vorhanden waren, ist deren .-',2hl jetzt auf über 900 gestiegen. Eine Desjeru,. der Verhältnisse ist vorerst nicht zu erwarten. — Die neue Hochdruckwasserle.tung ist nunmehr schon in Betrieb genommen Bis in bie hochstgelegcnen Häuser am Wildcnstein und Pfassenwald reicht nun der Druck des Wasser? Einem langjährigen liebel ist jer-l endgültig ob- geholfen. — Die Stadtverwaltung hat Ne Anschaffung von 7 alten Eisenbahnwagen beschlossen, die zu R o i w o h n u n g e n hcrgerichtet werden sollen
th. Lei dH ecken, 15. März Durch die beginnende Bautätigkeit ist die Zahl der Arbeitslosen in unserer Gemeinde auf acht gefunden. Diese werden mit Drainage- arbeiten in hiesiger Gemarkung beschäftigt.
Krcis Schotten.
Schotten. 15. März. Im Rarbaus zu Schotten fand unter dem Dorsis von Bürgermeister M e n g e l - Schoten eine Versammlung des Hess. Landgemeindetags, Kreisverein Schotten, statt, die vollzählig besucht war. Dom Krcisaml Schotten wohnten Regierungürat Helm re ich und Derw.- Infpektvr 21 ü l l c r den Verhandlungen bei. Der Vorsitzende des he sischen Landgemeindc- tagS, Bürgermeister Alexander - Gonsenheim erstattete ausführlichen Bericht über die Bedeu
tung und feitßcrigc Tangiert des heff. Land» gemrindetags lieber die Wichtigkeit des Zu- fammenschlulies aller Landgemeinden fru einem starken großen Verband herricht nur eine Stimme. Der deutsche und hessische Landgemeindetag bilden heute in unserem politischen und wirtschaftlichen Leben einen bedeutenden Machtfaktor. Bürgermeister Alerander ftttiftc alsdann alle wichtigen Gebiete der Gemeindeverwaltung, auf denen der Landgemeindetag bisher im Interesse der Gemeinden tätig war. Der Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden wurde berührt, die verschiedenen Steuern behandelt Auswertung der Gemeindeanleihen. Er- werbslofenfrage, Verwaltungsreiorm. Wanderer- fürforge, Wobnungsge'etzgeo'.lng. Haftpflichtversicherung, Zuschlagsrecht zur Einkommensteuer und ähnliche Fragen wurden eingehend brivrochen. Sehr rege war die anschließende Aussprache. Eine Entschließung sand Annahme, die strengere Wahrung des Amtsgeheimnisses und des amtlichen Schweigeverbotes bei allen Dienststellen fordert, da sonst, wie einzelne Fälle erwiesen haben, eine objektive Berichterstattung nicht garantiert ist. Ferner wird eine Vereinsachung der standesamtlichen Einträge angeregt in Fvrm von einheitlichem, übersichtlichem JMufter. Die derzeitigen langatmigen Einiragulkyen sind nicht mehr zeitgemäß. Die diesjährige Tagung des hessischen Landgcmeindetags findet in Dad-Rau- heim statt, zu deren Tagung eingeladen wurde. Der Wunsch nach Abhaltung öfterer derartiger Versammlung wurde dringend laut. Ein ein** faches Elfen im Gasthaus .Zur Krone" schloß sich an die Tagung an.
* Eichelsdorf. 15. März. Die im Ridda- tale liegenden Teile unserer Gemarkung litten schon immer unter dem zu hoch liegenden Grunb- Wasserspiegel. In den letzten nassen Iahrcn steigerte sich dieser Uebelstand jedoch bis zur iln# ertraglichkeit, und nun ist man endlich zur Entwässerung eines Teiles deS sehr miirderwertia gewordenen Geländes geschritten. Die oberhalb unseres Dorfes gelegenen Mühlwiefen. etwa 40 Morgen Ackerland und Wiesen, werden eben nach den Plänen des KulturbauamtS Gießen drainieci. Maurermeister Fciedr. Rau von hier hat di- Ausführung der Arbeit übernommen und beschäftigt in der Holzindustrie arbeitslos gewordene und sonstige Arbeitsuchende aus unserer ; Gemeinde. Da man jetzt schon die bodenver» bessernde Wirkung der Drainage erkennen kann, dürfte die Fortführung der Entwäsierungsarbeit in anderen Teilen unserer Gemarkung nicht allzu lange auf sich warten latten. Im Falle einer Feldbereinigung hoffen die an Der Entwäffe- rungsarbeit beteiligten Landwirte durch eine bessere Bonitierung ihrer entwässerten Grundstücke Ersah ihrer jetzigen Unkosten zu finden. — Wie in vielen Rachbargemeinden, so stand auch hier die Reuse st schung der Gemeindebeamtengehälter auf Der Tagesordnung einer Gcmeinderatssitzung. Die nunmehr gewährten Bezüge stellen aber keine wcfentl'^che Minderung der seitherigen dar. Der Bürgermeister erhält nach wie vor 2200 Mk. Dem Gemeinderechner und Polizeidiener wurden Die Frauenzulage gestrichen, so daß sie nun 1600 Mk. bzw. 825 Akk. bekommen. Der Fekdschühe. der seither bei vierstündiger Deschästigungszeit 800 Mk. und Sondervergütung aller Rebenarbeiten bezog, soll nun mit 1000 Mk. Gehalt als vollbeschäftigt gelten
Kreis Alsfeld.
--- Ober-Ohmen, 15. März. Am Sonntag abend veranstaltete der hiesige VolkSbil- dungsvere^n einen gut besuchten Vortragsabend. Lehrer Strack- Ruppertenrod sprach über Astronomie. <3r wußte seinen Vortrag so fesselnd zu gestalten, daß jedermann angeregt seinen Aussührungen folgt«.
Starkenburg.
WER. Offenbach. 15. März. In der Rächt zum Sonntag wurde in der Filiale vo« Schade & Fü11grak> e im Vorort CBürgd eingebrochen. Die Täter stahlen eine Kassette mit 600 Mark Bargeld, Zigaretten und Schokolade. Die Einbrecher konnten ermittel! werden. Sic wurden fe st genommen und dem hiesigen Amtsgerichtsgelängnis zugesuhrl. Alt Täter kommt ein junger Mann in Frage, der bei der Filiale angestellt ist und sein Freund, ein Tapezierer aus Klein-Steinhe m. Die 'S tX halten die Kassette mit nach Klc n-Steinheim genommen und Dort erbrochen. DaS gestohlen« Gut, das die Diebe versteckt hatten, konnte den Eigentümern wieder zugeführt werden. — Zwi* schen Ottenbach und B.eber entzündete sich am Samstag abend im Personenauto Cf* fenbach—Bieber infolge Heißlaufens des Motors plötzlich das Benzin. Die Flammen schlugen zum Gluck nach oben, statt in den mit Personen gefüllten Wagen, fo daß ein größeres Unglück verhütet wer en konnte. Dank der Geistesgegenwart von Fahrer und Schaffner lonn.e eine Erplofion noch verhindert werden, da sie schnell entschlossen große Massen oon Sand auf die Flammen warfen und sie dadurch erstickten. Das Unglück soll infolge der starken Steigung auf dem Biederer Berg entstanden fe.n.
WSR. Rüsselsheim. 15. März. In der letzten Stadtverordnetensihung wurde milgcitiü. daß die Stadt RrüssclSheim gegenwärtig nur 51 Arbeitslose hat. Man hofft, dah diese bei dem kommenden Brückenbau restlos untergebracht werden können. Ferner wird damit gerechnet, daß die Firma O -c' demnächst noch Arbeitskräfte eintf :tten wird
Preußen.
Die 5pritfd)iebunnen
in Mainz und Oppenheim.
WSR. Franksurt a. M. 15. Mär- 3° den Spritschiebun gen in Mainz und Oppenheim wird werter gemeldet, daß es H® um die Firma Rödling in Mainz handelt, die daS Reich um mehrere Millionen geschädigt hat. Die Brenn er rien befinden sich tn Oppenheim. Die Firma gebörre zu den bedeutendsten ihrer Dumche. Ihr Umiay wird nut von wenigen deutschen Greßärcnnereren übertroffen. Seil ahren hat Di-: Firma RddliN- 87proz. Sprit bezogen. Der als minderwertiger Branntwein deklariert worden war. ES handeU sich dabei um Trauben» oder Obstweine, Die sich zum Genuß nicht eignen und die In den Drerme- reien zur Herstellung von Branntwein Dee- Wendung finden. Für diesen Brennwein ist der zu entrichtende ZoÜbetrag ein sehr geringer Er steht in (einem Verhältnis zu dem sehr hohen Zollsatz für hochprozentigen Sprit, tote ihn DK
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