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Nr. 59 Drittes Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Merhessen)

Mittwoch, 16. $cbruar 1927

Aus Natur und Technik

Städtebauausstellung.

»i voll Kohlen, und

, y-,"fen wir Daher, daß

cs uns auch in Deutschland bald möglich srin tol. ^den Mond auf dem Umwege über Ebbe und Flut zur Stromerzeugung heranzuzichen!

höheren Behälter in den niedrigeren Wasser fliehen und sie so treiben kann. Dabei wird der Wasserspiegel im höheren Behälter etwas sin­ken, der im tiefen etwas steigen: wenn man aber die Behälter groß genug macht, und dar muh man natürlich, so kann man dieses Sinken und Steigen in besäreidenen Grenzen halten, sagen wir etwa so, daß der Spiegel im einen Behälter um 20 Zentimeter sinkt und im andern 20 Zentimeter steigt. Dos ist durchaus erträg- Uw- Wenn dann die steigende Flut ebenlo hoch steht, tote der Spiegel im oberen Behälter so öffnen wir die Tore und lassen seinen Spie­gel wieder bis zur gröhten Fluthöhe steigen, icyneßen dann wieder ab und verfahren kurz vor dem tiefsten Ebbestand beim Ebbetor sinn- gemäh. So können wir also einen Höhenunter­schied ausrecht erhalten, aus dem wir dauernd Energie gewinnen und sie in Gestalt von Elek­trizität fortleiten können.

EinB-ick in das Erdinnere

Bon Dr. Robert Kolonie, Privatdozenten an der Techn. Hochschule Berlin.

Wer bis vor kurzem über die Beschaffen­heit des Untergrundes orientiert fein wollte, um danach seine Projekte zur wirtschaftlichen Erschließung der oberen Erdschichten einzurichten, der war allein auf die Methoden der praktischen

den. Bei dieser Suche stoßen wir auf «ine gewaltige Energiequelle, die bis jetzt noch so gut Wie gar nicht ausgenuht ist: Die Energie der Ebbe und Flut. Ungeheure Wassermassen werden alltäglich in unseren Meeren durch die Anziehungskraft des Mondes auf Fluthöbe hoch- gehoben und sinken wieder zur Ebbetiefe hin- ab, ohne andere Arbeit als Zerstörungsarbeit zu leisten. Diese ungeheuren Energiemengen in den Dienst deS Menschen zu stellen, ist eine der dringendsten Aufgaben. Aber wie macht man dos? Mancher denkt sich dos sehr einsoch: Man legt eine Tonne ins Meer, eine recht große Tonne, die sich mit der Flut hebt und senkt. Ein daran angebrachtes Gestänge dreht etne Kurbel von einer Flut bis zur andern gerade einmal herum! Bein, damit ist es nicht zu machen. Die Ausgabe muh schon groß- zugiger ongesohl werden, und da dies gerade im Lande Dollariko geschieht. soll hier ein­mal ouseinandergesrtz^ werden, wie man die Flut einfangt, um sie Arbeit leisten zu lassen Reh- me- wir einmal an, an einem Meere, wo zwischen Ebbe und Flut ein möglichst großer

-.unterschied besteht, sei eine langgestreckte Jnfcl dem scsi lande vorgelagert. Bun verbin­den wir Die Insel durch drei Dämme oder Mauern nut dem Festland, nämlich an jedem £ r Ä, m öer Witte. Wr bekommen aus diese Welse zwei große Behälter, die durch rx mittleren Damm von einander getrennt UnD. In die beiden äußeren Dämme legen wir

<?lc Inhalt vom offenen Meere abschliehen. Wmn Flut ist, machen wir die Tore des einen Behälters auf, so dah sich sein Spiegel auf die höchste Fluthöhe einstellt. Sobald dies der Fall ist. schliehen wir die Tore. Nun machen wir die Tore am andern Behälter auf was zur Folge hat, doh sich dessen Spiegel auf die Hohe der Ebbe einsteUt und dam't ciniae Meter niedriger liegt als der des andern Behälters. Bun haben wir in den mittleren Damm Turbinen eingebaut, durch die aus dem

Der Mond als Stromerzeuger.

Don Max Fischer.

(Nachdruck verboten).

Wir muffen uns immer darüber klar sein, daß wir olle eigentlich in ganz unverantwortlicher Cfficilc vom Kapital leben: Unsere augenblickliche Kultur. Die Ernährung einer so großen Men­schenzahl, wie sie jetzt die Erde bevöller, ist nur dadurch möglich, daß wir von den Bor- räten leben, Die frühere Jahrtausende in Ge­stalt von .Waldlonserven". von .Kohlen, für uns ausgefpeichert haben. 2tber diese Kohlen bil­den sich kaum neu, und so wird der Tag kom­men, wo wir keine Kohlen mehr haben. Sind bis dahin nicht neue Energiequellen erschlossen über Die wir heute noch nicht verfügen, so geht nicht nur untere Kultur unter, sondern es müssen auch Millionen von Menschen sterben, well Die Erde sie dann eben nicht mehr er­nähren kann. Dabei ist sowohl die Zahl der Menschen wie auch ihr Energiebedarf für den Kopf berechnet, dauernd im Wachsen, so daß unsere Eingriffe in Die Vorräte fortgesetzt grö­ber werden. Unsere Oelquel.en neigen sich schon jetzt dem Ende zu. und die Zeit, wo wir auch keine Kohlen mehr haben werden, liegt durch­aus nicht so fern, daß Der vorausschauende Techniker nicht von banger Sorge um die Zu­kunft des Mensa engeschlechts er.üllt sein mühte.

Sür Die ausgehenden OcIqueLen nähern wir uns mit Riesenschritten einem vollwertigen Er­satz: Der Oelgcwinnuiig aus Kohle. Das führt aber natürlich dazu, daß die Kohle noch schnel- Jctc.-Dr»r&rau$t scin wird. Ob die Hoffnungen in Erfüllung gehen werden, aus der Atomumwand- lung Energie zu gewinnen, das steht noch in Weitem Felde: Die Frage laßt sich noch nicht mit Sicherheit beantworten. Hoffen müssen wir Darauf, aber wir können uns nicht Darauf Der- laffcn, daß Die Aufgabe bis zu dem Zeitpunkt gelost sein Wird, wo wir keine Kohlen mehr

Geologie angewiesen. Diese beruhen letzten Endes aus Dem unmittelbaren Sehen. Vicht war es durch solche unmittelbare Bcobachtui^g möglich, sich ein hinreichendes Bild vom Aufbau unzugänglicher Gebirasschichten zu machen. Theorien. Hypothesen und Konstrultionen mußten unsere Anschauung mehr oder minder notdürftig erweitern.

Veuerdings ist man über diese »Augenwissen­schaft" immer mehr hinausgekommen. Besitzen doch Die Bestandteile der Erdrinde außer ihren dem Auae ausfallenden Eigenschaften auch noch solche physikalischen Eharakters, Denen und dies ist das Wesen Der Geophysik eine Fern- Wirkung zukommt.

Man kann dennoch Die Methoden der prak­tischen Geologie niemals entbehren. Ehe Der Geophysiker seine Apparate aufstellt, wird stets der praktische Geologe die Vichtlinien für die Dann folgende Untersuchung zu geben haben.

Eine der zahlreichen und Wohl auch die Wichtigste Der Untersuchungsarten der angewand­ten Geophysik läuft Darauf hinaus, Die elektrische Leitfähigkeit Der uns unzugäno iaren Erdschichten festzu st eilen. Man vergegenwärtige sich, welche Bedeutung Derartige Feststellungen beispielsweise fur Die Aufsuchung von Erzlagerstätten haben muffen. Erze leiten ja Die Elektrizität im all­gemeinen besser als erzfreie Gesteine. Wieviel Arbeitskraft würde aber verschwendet werden Wenn der Physiker in Der angegebenen Weise nach Erzen suchte, an Orten. Wo dies der prak» tische Geologe von vornherein für aussichtslos halten muß.

In Der Erdrinde kommen natürliche elektrische Strome vor. Sie entstehen u. a. (wie auch in den "Ns aus Der Technik bekannten elektrischen Ele­menten) durch chemische Umsetzungen. Solche Um- sehungen werden in der Erdrinde durch Waller- zirkulation. Berwittcrungsvorgänge ufw. bedingt

gebracht sein. Halle Z birgt außer Der schon erwähnten Städtebauausstellung noch eine Son­derschau deutscher Städte- und Erholungsorte und die zur Messe ausgestellten Kraftfahrzeuge.

Der Großmaschinenbau wird in Gemeinschaft mit den verschiedenen Gruppen von Spezial­maschinen seine Stände in Halle 8 ausschlagcn und dadurch ein Wesentlich besser zusammen- gesaßtes und übersichtlicheres Bild geben. Hier­unter fallen auch Fördermittel und Fördereinrich­tungen kleineren Ausmaßes, sowie Pumpen. Kom­pressoren und Gebläse, Während die Grohsörder- anlagen nach wie vor auf dem Freigelände bei Halle 11 und 12 anzutreffen find

Die Viesenhalle 9, welche die größte Aus­stellungshalle Der Welt ist, ist wieder restlos von dem deutschen Werkzeugmaschinenbau in An­spruch genommen. Weitere Werkzeugmaschinen. Werkzeuge und Maschinenteile sind in Halle 11 anzutressen. In diesen beiden Hallen werden auch Schleismaschinen und Schleifmittel gut vertreten fein. Es ist damit zu rechnen, daß wieder eine ganze Reihe Neukonstruktionen und beachtens­werte Verbesserungen zu sehen fein werden.

Halle 12 birgt dieses Frühjahr außer der Esti'Mcsfe auch Die aus der Halle 6 vertriebenen Fahrräder und verschiedenen Fahrzeugzubehör­teile. Entschieden gehören sie nach ihrer Branche auch hier besser hin. Schuhmaschinen und Die Schuh- und Ledermesse, welche schon im vorigen Herbst nach Halle 13 gewandert war, hat ihren Platz behalten. Das nämliche gilt für Die Roh- stoffailsstelkung Der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken, in Halle 18 und Die Fachans- ftellungBrennstoff, Kraft und Warme", welche wieder die ganze Halle 21 belegen wird.

Besonders muß auf Die zahlreichen technischen Auskunftsstellen hingewiesen werden. Welche dem Besucher die Orientierung über das von ihm

haben. DaS erlegt uns Die Pflicht auf, mit Den Kohlevorräten äußerst sparsam umzugehen, und es sind ja auch, namentlich in Den letzten Iahren, Darin ganz erhebliche Fortschritte ge­macht worden. Einmal nutzen wir schon heute Die Kohle erheblich besser aus, als dies noch vor wenigen Iahren möglich schien: Wir ver­wenden höhere Dampfspannungen, überhitzen Den Dampf und haben auch sonst allerlei Verbesse­rungen getroffen, durch die wir zur Erzeugung einer Pferdekraft immer weniger Kohle brau­chen. Dann gehen Wir mit Macht an den Aus- bau unserer Wasserkräfte und werden wohl auch in absehbarer Zeit dazu kommen. Den Wind mehr als bisher in Den Dienst Der Energie - gewinnung zu stellen. Leider hat er die un­angenehme Eigenschaft, nicht immer zu wehen, und so sind wir auf Die Speicherung feinen Energie angewiesen, Die aber deshalb schwierig ist, well man Die Windkrast selbst nicht spei­chern kann. fonDcrn sie erst in eine speicher­bare Energieform umWanDeln muß, z. 2. indem man Walser in hochgelegene Behälter pumpt. Befriedigend gelöst kann die Windspeicherung aber erst Dann werden, wenn wir einen wirk- uch brauchbaren Speicher für Elektrizität ha­ben, als Den wir unsere Sammler «Akkumula­toren) nicht ansehen können, weil sie sich nur öur Speicherung ganz kleiner Mengen eignen und nnt zahlreichen Mängeln behaftet sind. Auch die Gewinnung von ErdWärme verspricht zur Zeit noch keinen nennenswerten Erfolg. Eben­sowenig kann uns das Einfangen ran Son­nenstrahlen und Die Ausnutzung der Meeres- Wärme wesentliche Energiemengen liefern.

Dis Wir also Den Stoss, Der ja nach den heutigen Ansichten Der Physiker nichts ande­res ist als gebunDene Energie, in freie, ver­wertbare Energie umsehen oder auch Energie aus Dem Weltenraum vor ihrer Verdichtung zu Stoff auffangen können, müssen wir nach weiteren Mitteln suchen, um Das Ende unse­rer Kohlenvorräte möglichst Weit hinauszuschie-

Vorschau auf die Leipziger Technische Messe.

2cm Dipl -Ing. Mangold.

lNachdruck verboten.)

Auf Der kommenden Leipziger Frühjahrs­messe wird wieder die Bäumest? im Vordergrund des Intereste- stehen, zumal ihr auch in diesem Iahre eine Sonderveranstaltung In Form einer Sledlunaswoche und einer Internationalen Schau für Städtebau, Siedlung-- und Wohnungswesen ungegliedert ist. Die in Halle 7 untergebrachte Städte- und Wohnung-bau.Ausstellung dürste gerade jetzt, wo die Fragen Der Typisierung und Normalisierung sowie der fabrikmäßigen Herstel­lung von einfachen Wohnhäusern cder wenigsten- doch von einzelnen Bauteile.! mit Recht im Vor­dergründe des Interesse® steht, in allen Kreisen Die weiteste Beachtung finden. Sie wird sich mit Den Problemen dej modernen Städtebau s. Der Wohnung-pflege und Landesplanung befassen und wertvolles Material aus Deutschland, Oester­reich, Holland. Dännemark Schweden. Italien, Türket, Japan und anbcre.i Ländern zeigen. Don den deutschen Städten wird sie ganz besonders reich beschickt werden. Den internationalen Er­örterungen in Wien folgend, sieht sie die Be­handlung deS Stoffes nach zWe« Richtungen vor: L Darstellung der Grundbesitzverhältntsse

Haus Der Elektrotechnik.

m Den verschiedenen Staaten unD Die Mittel zu seiner Verwaltung im Dienste des Städte­baues und der Siedlung. 2. Die Schaustellung non Wohnungsgcbäuden in Form vom Groß- und Kleinhaus, zweckmäßiger Formen moderner Ätadterweiterungen. besonders vom winschast- lichen, sozialen und künstlerischen Standpunlt aus, sowie Verteilung Der Grosz- und KleinhauSgebiete. Ans eine übersichtliche Darstellung der Kosten trüber und jetzt wird besonderer Wert gelegt werden. Auch die Frage, inwieweit durch Vor- mung und fabrikmäßige Herstellung eine Der- büligung erreicht Werden kann, soll eingehend erörtert werben. Zu dieser interessanten, für die Praxis unseres zukünftigen Wohnungsbaues so Wichtigen Ausstellung haben führende Persönlich­keiten im Wohnungs- und SieDlungswefen des In- und Auslandes Veferate übernommen. Es werden iw Festsaal des Zoologischen Gartens sprechen: Direktor Dr. Käppler. Vorstand des Wohnungsamtes Amsterdam, über holländischen Wohnungsbau (mit Lichtbildern), Dr. (Steter, Dezernent des Kölner Wohnungsamtes über Köl­ner Wohnungsbau. Montague Har ries vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten. London, über englischen Wohnungsbau, Stadtbaura! 2 i t- ter, Leipzig, über Wohnungsbau in Leipzig. Stau Ministerialrat Dr. Bäumer. Berlin, M. d. R., über Die Mitarbeit Der Frau am Woh- nungSbau. Stadt rat Dr. Vitzsche, Leipzig, übet organisatorische und finanzielle Ziele auf Dem Gebiete DeS Wohnungsbaues.

Außerdem werden Vorträge aus dem Ge­biete des StraßenbauwesenS am Eröffnungstage Ar Siedlungswoche gehalten werden, welche einen Einblick tn Den Derzeitigen Stand Der deutschen und ausländischen Etraßenbautechnil geben. Die eigentliche Baustoff- und Baurnaschinenmefse wird sich in Halle 1 bis 3 und auf Dem dazwischen-

(Sin solches Kraftwerk wird, wie erwähnt, in Amerika gebaut, und zwar an Der Grenze zwi- f$en dem Staate Maine und der kanadischen .rovmz Veu-Braunschweig. Damit die Behälter groß genug werben, werden dort mehrere In- seln durch Damme zu einer Rieseninsel betbun- Dcn. Der Höhenunterschied zwischen den Spie- geln^bccder Behälter wird vier Meter betragen 43 ^ore werden die Becken mit Dem offenen Fleete verbinden und es sollen jährlich 2 500 000 000 Kilowattstunden zur Licht- und Kraftverforgung der Küstenstriche der Staaten Tarne unb Massachussets erzeugt Werben tön« nen. Surcb dieses Kraftwerk werben also in in- °lkrbanb Kohlen erspart, nämlich etwa

, .T1' .nen Tonnen jährlich. DaS sinb etwa täglich zwei lange Güterzüge bas jahrein, jahraus. Hoffe

läge nun nabe, diese natürlichen Grdstrome praktisch zu verwerten, um so mehr als fie flerabc an Erzlagerstätten zu beobachten sind Tatsächlich bat man hiermit Erfolge gehabt Diese natürlichen Erdströme haben aber den Rach- teil. daß ftc zu verschiedenen Zeiten verschieden stark sind unb eine für unsere Messungen nicht immer günstige Richtung haben Trotz der idealen Art der Cfn! t Jjung dieser Ströme ohne tnensch- licheS Zutun ist es daher in fast allen prakti­schen Fällen zweckmäßiger, dem zu untersuchen­den Gebiet künstlich erzeugte elektrische Ströme zuzusühren. bei Deiuyx man Stromart. Strom- stärke und S romrichtung willkärl ch fefllcgen kann.

An zwei vom Geologen festzustellenden Punktet Werden zwei slächensörmige Elektroden aufgcftcllt. Die Den Strom zuzuleiten haben, und zwar sind die Gkltroben so anzuordnen, daß die vermutete Lagerstätte quer zwischen ihnen liegt Runmehr werden innerhalb des zwischen Den beiden Elektroden befindlichen Feldes an den verschiedensten Punkten die SpannungSgrade fest- gestellt, woraus alle Punkte gleicher Spannung miteinander verbunden werden. Würden die untersuchten Erdschichten dem Strom in allen ihren Teilen den gleichen Widerstand bieten, so müßten Wir ein vollkommen regelmäßiges, von den Elek­troden ausstrahlendes Kurvensystem erhalten Liegt indessen im untersuchten Felde eine besser leitende Gesteins- ober Erzpart.e. so ergeben sich Krümmungen Der Kurven, au* denen Der Geo­loge Form. Größe und räumliche Anordnung der Lagerstätte folgern kann.

In manchen Fällen ist Die Anordnung bei Stromzuführung in anderer Weife zweckmäßiger Sdngt man zum Beispiel an dem tiefsten Punkte einer Bohrung die eine Elektrode und im weiten Kranz Darum einige Gegenelektroden an, fo gibt Die Ausmessung Der Spannungsverteilung längs Der Bohrung sowie längs benachbarter Bohrun­gen und längs der Erdoberfläche ein sehr typi­sches Bild über die räumliche Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit im Untergründe, und damit charakteristische Richtlinien für seinen geo­logischen Dau. Bei Bohrungen in örbölgebleten besitzen solche Messungen die allergrößte Be­deutung.

Andere geophysikali'che Unters uchungSmetho- den beruhen auf Der verschiedenen Dchwerever- teilung in der Gesteinsrinde. Man vermag dies Durch Pendelverfuche festzustellen. SoDann helfen Radioaltivität, magnetische Eigenschaften und Elastizität der Gesteine weiter.

Schweremesfungen kommen z. B. bei der Auf­suchung und Begrenzung von Salzstöcken in Be­tracht. Ist Doch das Steinsalz wesentlich leichter als Das umgebende Gestein. Inwiefern lich Der Pendel zur Feststellung Der Schwere des die Erdrinde zusammensehenden Gesteins verwenden läßt, ersieht man aus folgendem: Mehrfach zeigte es sich beim Vergleich von Ortsangaben, bk zugleich auf astronomischem unb geodätischem Wege gewonnen worden waren, daß sienicht stimmten", sobald sie sich auf Punkte in der Rähe großer Gebirge bezogen. Man erkannte somit, daß die Anziehungskraft der GebirgS- mässe auf den Pendel in einem meßbaren Ver­hältnis zur Anziehung der gesamten Erde steht. Für gewöhnlich fällt die Richtung eine® frei aufgehängten Lotes mit der Richtung des Erd­radius zusammen, wird aber das Lot in der 2äfjc eines Berges aufgehängt, so senkt der Berg das Lot durch Anziehung ab. Die Lot­richtung bildet nunmehr einen mehr ober minber großen Winkel mit bem Erbrabius. einen Winkel, der bis zu 100 Bogensekuuden betragen kann Die Lotstörungen hängen also aufs engste mit dem Bau Der Erdrinde zusammen Schon die Pendelschwingung vermag das zu verraten. Manchmal schwingt das Pendel mitten im flachen Lande viel schneller als üblicherweise. Man er­kennt hieran, daß dort in der Tiefe ein Hebet- schuß an Masse vorhanden sein muß. die stärker anziehend wirkt, als die® der Erdrinde im all­gemeinen zukomint. Bei vielen Bergen wieder zeigt sich ganz anders al* man erwarten sollte eine geringere SchwingungSgeschwindia- feit des Pendels.

Alles in allein vermag man also auf Diele Weife festzustetten. ob in Der Tiefe Gesteine non geringerer oder größerer Schwere lagern. Das Wird für Den Praktiker von großer Bedeu-

geiuchte Spezjalgebtet sehr erl ich em Es seien genannt die Zentrala.S.u st^stel c des Bereinä Deutscher Malchin mbauanstallln iH ! e 18> die AuSkunstS'ielle De.» Reiche Versandes Der Deut­schen Industrie, die des Der.inS Deutscher In­gen eure. Die tesDunbesDeul cd rciviliug n cre. die bet Leipziger Messe- unb Ausstellungs-A. G. (Halle 8) ufw. Diele Industrien un erhallen ,n ihren Hallen außerdem eigene AuSkunftSstellen: erwähnt sei z. D. die des Vereins der Baumelle- intcreffentcn in Halle 1

An Sonde rveranstaltungen wird noch eine betriebstechnische Xcgang mit Dorträgen am 10.. 11. unb 12. März im Haufe bet Elektrotechnik von bet Arbeitsgemeinschaft Deutscher Detricbsinge- nieure (A D. 2.) im V. D. 3. gemeinsam mit dem Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung beim Reichsturater um für Wirt ch sllichkeit mit Hn:cv- stühung deS Dereins Deutscher Werlzeugmaschi- nenfabrifen veranstaltet werden.

liegenden Freigelände abfbielcn. Reben den be­wohnen Erzeugnissen deS Baumarktes werden wieder eine ganze Reihe neuer Baustoffe Bau- weisen und Baumaschinen zu sehen sein. Auf Grund unsere* mehrjährigen Lefuches der Leip­ziger Baumesse können wir feststellen, dah immer wichtige technische Fortschritte dort zu finden find.

Bei den übrigen Hallen ist jufammcnfalfenb festzustellen. daß die Dranchenkvizentration und die Hebersichtlichkeit sehr verbessert worden ist. Wie wir im folgenden fehrn werden, mußten dadurch manche Fachgebiete einen kleinen Hwzug von chrem bteerigen zu einem neuen Standort machen, daS sich aber nur vorteilhaft auswirken dürfte.

In Halle 4 treffen wir wieder die GaSvcr- wertungs- und Armaturenindustrie an. während die Hollen 5 dieseSmal im ganzen Hm a ige von der Elektro- unb Rabiotechnik beleg', find, weiche bamit eine nicht unbeträchtliche Erweiterung er­fahren hat. Natürlich ist ber Kern der Elektro­technik nach wie vor im Haus ber Elektro c-hnif zu finden, wo auch Wieder die elektrotechnische Ausrüstung der Fördermittel mit intere sauten Fortschritten vertreten fe.n wirb.

Die Maschinen unb Geräte für LanbWirt- schaft, RahrungSrnittelaewerbe unb Hauswirt­schaft tbisher in Halle 5) bilben erstmalig yt größerem Maßstäbe zuia -mcngefatzt eine g - schlofscne Ausstellung in Halle 6. wirb auch die Gruppe Ausland- und Koloniarbedarf unter­

nm