Ausgabe 
12.10.1927
 
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Ernteschäden in Hessen.

Dom Verband der landwirtschaft­lichen Arbeitgeber für Hessen und Nachbargebiete wird foIgcnveS mitgeteut. Die ungünstigen Wit'.erungsverhälttu se der letzten Wochen haben die Einbringung der 6rnt e aus-^ordentlich Verzöger: und unseren Landwirten große Verluste gebracht. 5he. ®5nle» > chädcn wurden noch dadurch in diesem Jahre ein außerordentlicher Mangel an Arbeitt-kräflen »n der Lands;rtfchaft besteht. Dse w ekx r etwas behobene Daschäftt- flunc- irab in der Industrie, d.e Drschrankung der 3abl der zu gelassenen ausländischen Ar- beiter für die Landwirtschaft (Polen) und d.e ungünstigen Wil.rungsverhältnisse, welche eme über baä normale Bedürfnis hinausgchende x»at)l von Arbrit-ikrüf cn zur raschen Einerntung er- fordern, haben einen derartigen großrn Bedarf an Arbeit^kräf en für die Landwirtschaft hervor- geru'c-n. daß dieser keinesfalls auf dem inländi­schen VAartt gedeckt werden farm. Sämtliche Ar- beitsnachweise sind nid)1 in der Lage, die Land- w!rt!chaft durch Vermittlung inländischer Arbeits­kräfte genügend zu versorgen. 3n vielen Bezirken uni) in vielen Betrieben kann daher aus Mangel an Arbeitskräften die Ernte nicht rechtzeitig und gut cingcbrachl werden, da das zur Ausnutzung der wenigen Tage mit gutem Wetter notwendige Personal zur Einerntung überall fehl'. So hat die deutsche, insbesondere auch die hessische Land- wirtfcl)ast, nicht allein durch die schlechten Witlerungsverhältnisse, sondern auch durch den Arbei termangel in der Land­wirtschaft großen Schaden erlitten. 3n An­betracht dieser Verhältnisse muß es befremdlich erscheineli, daß in Bezirken mit überwiegend landwirtschaftlichem Charakter noch Arbeiter Sr- werb^loseiiunterstützung beziehen, die zum Teil landwirtschaftlichen Berufen selbst angeboren, oder eine Verwendung in denselben leicht finden könnten. ES ist zu begrüßen, daß der Herr AeichSarbcitsminister nunmehr an die Landes­regierungen und Arbeitsämter ein Ausschreibcn hat ergehen lassen, in dem die Arbeitsnachweise darauf hingewiesen werden, der Vermittelung von Arbeitskräften in die Landwirtschaft ihr besonderes Augenmerk zu widmen und sie zu veranlassen, den aus der Landwirtschaft kom­menden oder für landwirtschaftliche Arbeiten ge­eigneten Erwerbslosen landwirtschaftliche Ar­beiten anzubieten. Wenn landwirtschaftliche Ar­beiten ohne genügenden Grund verweigert oder diese Arbeiteii grundlos nach kurzer Zeit wieder verlasse werden, so soll den betreffenden Ar­beitern die Erwerbslosenrmterstützung entzogen werden.

Eine llcbcrftcht aus dcrGicßcncr Umgegend

Das Landwirtschaftsamt Grün­berg berichtet uns: Die Witterung war im Monat September wie im Vormonat für die Ausführung der landwirtschaftlichen Arbeiten un­günstig. Mit Ausnahme einiger schöner trocke­ner Tage zu Beginn und gegen Ende des Mo­nats war die Witterung durchweg kühl und durch andauernde Niederschläge gekennzeichnet. Nach- dem während der trockenen Tage des ersten Mo­natsviertels daS Getreide bis auf einige Aus­nahmen geborgen und mit der Grummeternte be­gonnen worden war. mußten die landwirtfchast- lid)cn Arbeiten auf dem Felde zum größten Teil wieder ruhen. Selbst das Schalen der Stoppeln war mitunter infolge zu großer Aässe nicht möglich, so daß auch die Bodenbearbeitung eine Verzögerung erlitt. Das Grummet ist durch den Regen teilweise derartig verdorben, daß es die Landwirte zur Einstreu benutzen, bzw. auf die Düngerstätte oder ben Komposthaufen bringen.

Der bereits in den Vormonaten sich zeigende Arbeitermangel trat auch während der für die Feldarbeiten günstigen Tage des Mo­nats wieder hervor. Er wäre zweifellos noch stärker in Erscheinung getreten, wenn ständig gutes Wetter geherrscht hätte, da zur Zeit fast in jedem Ort 12 Dreschmaschinen gehen, die bei der üblichen gegenseitigen Aushilfe und ins­besondere bei der diesjährigen Anhäufung der Herbstarbeiten die menschlichen Arbeitskräfte be­sonders beanspruchen.

Die Kreis - und Gemeindeobst Ver­steigerungen brachten bei der guten Ernte an Aepfeln und Birnen verhältnismäßig gün­stige Preise. Für Tafelobst wurde ein Preis von 216 Mk. pro Zentner gelöst. Wirtschafts. obst war entsprechend billiger und kostete der Zentner etwa 15 Mark am Daum. Die Zwetschenernte ist mäßig.

3nfolge der Hemmung der Ernte- und De- stellungSarbeiten wurde dort, wo das Pflügen wegen nicht zu großer Nässe möglich war, daö Schälen der Stoppeln vorgenommen. Die Vor­bereitung der Wintersaatfelder konnte

einerseits wegen der ungünstigen Witterung, an- bereitet wegen der späten Ernte der Hackfrüchte nur in geringem Maße erfolgen. Es ift bis jetzt nur in c.nigen Gemeinden etwas W.nterroggen ge'ät. .

Das durch das ungünstige We.cer in der QualiiCt herabgesetzte Getreike kann nur zum Teil cL Saatsrucht Verwendung s.nden, so daß die Landwirte genötigt f;nb, neues Saat- getreide zu laufen. Allerdings zeigt auch das frisch bezogene Saatgut kfir o*t Auswuchs und eine verminderte Keimfähigkeit. Dao Saatgut wird teils von solchen Landwirten bezogen, öie ihr Getreide einigermaßen trocken und zum Teit vor dem Degen oetgen konnten, teils von Ge­nossenschaften und Saatbaustellen.

Die Ackerschnecke tritt im Arntäbez.r: in starkem Maße auf. Feldmäuse find wenig zu finden. An Pflanzenkrankheiten bzw. tierischen Schädlingen konnten fcftgeficllt werden: an den Kartoffeln Krautfäule und Schwarz­beinigkeit. an Futterrüben Herz- und Trocken­fäule und Vlattbräune, an Kraulpflanzen Kohl- Hernie und starke Fraßbeschädigungen der Rau- Den des Kohlweißlings: an Odstbäumen Schorf. Moniliafäule und Miniermotten.

Das Beizen des Wintersaatgutes mit neuen chemischen Mitteln (ülspulun, ©et- nissan) findet immer größere Ausdehnung. Trockenbeize wird noch wenig angewandt. Das hiesige Amt hat zwei Trockenbeiz­apparate beschafft, mit denen in einigen Orten Deizvorführungen veranstaltet werben.

Das Getreide ift ^um weitaus größten Teil unter Dach. 3n einigen Gemeinden steht noch ein Teil desselben meist Hafer auf dem Felde. Die Erträge der Halmfrüchte sind nach den bis jetzt vorliegenden Drufcbcrgeb- nissen mittel bis gut. Der Hafer zeigt ein sehr geringes Gewicht. Der Doggen wird den besten Ertrag liefern. Die Strohernte ist gut, jedoch ist ein großer Teil des Sornmerhalm- strohes zu Futterzwecken nicht zu gebrauchen. Das Grummet, das im Amtsbezirk etwa zu drei Viertel eingebracht ist, liefert sehr gute Erträge. Die begonnene Kartoffelernte zeigt gute Erträge. Die gelben Sorten sind stark von Fäulnis befallen, während die roten Sorten fast keinen Befall auf* weisen.

Wirtschaft.

Die Rrichsbank nach der Diskonterhöhung.

Der erste Oktoberausweis der Reichsbank, dem man mit besonderem 3n- tereffe cntgegensah, da er der erste nach der Dislonlerhöhung ist. zeigt einen Rückgang der gesamten Kapitalanlage um 2322 Mill. Mark. Somit haben sich die Rückflüsse ungefähr in der Höhe der Vormonate geheilten, wobei allerdings $u bedenken ist, daß diese relativ ge­rechnet geringer sind, da die Anspannung der Reichsbank zum Septemberultimv weit höher war, wie in den Vormonaten. Die äUtimoanpassung brachte eine Vermehrung des Umlaufs an Zah­lungsmitteln um 684 Mill. Mk., so daß durch die eingetretene Entlastung eine Verminderung der Ultimo neu ausgegebenen, Zahlungsmittel um rund 31 Prozent eingetreten ist. Die Entlastung des Wechselkontos beläuft sich auf nur 142,5 Mill. Mk., was wohl zum Teil auf die hemmen­den Saisoneinflüsse gegenüber der Wechselein­lösung zurückzuführen ist. Die relativ geringe Entlastung des Wechselportefeuilles, welches einen für die erste Woche eines Monats noch nicht dagewesenen Rekordstand von 2,6 Milliarden Mk. aufweist, bestätigt wenigstens vorläufig die Auffassung der Reichsbank, die keine großen Hoffnungen auf die Ok­toberentlastung sehen zu können glaubte und da­her den Diskont der Reichsbank erhöhte. Wir er­innern daran, daß besonders seitens der Banken der Rcichsbank der Vorwurf einer übereilten Diskonterhöhung gemacht worden ist. Cs gibt auch zu Bedenken Anlaß, daß der erste Oktvber- ausweis keine Wirkungen der Diskont­erhöhung zeigt. Auch die Lombard­bestände sind mit 64,1 Mill. Mk. trotz ihres erfreulichen Rückganges noch immer recht hoch. Der Notenumlauf weist mit beinahe 5 Mil­liarden Mk. einen noch nie bagetoefenen Höchst­stand für die erste Woche auf. Man muß na­türlich erst die nächsten Ausweise abwarten, um ein Urteil darüber zu fällen, ob die Reichsbank mit ihrer Diskonterhöhung die notwendige Re­duktion ihres Wechselbestanbes erreicht.

* Damag - Meguin A. G. Zu den in den letzten Tagen erschienenen Pressenotizm über die Damag-Meguin A. G. ist, wie WTD.-Handels-

dienst meldet, folgendes festzuß eilen: Der Ab­schluß für das am 33. 3uni abgelaufene Geschäfts­jahr ist noch nicht fer.iggeftdlt. Di« Bilanz wird ftdoch mit eine.; größeren Verlust abschließm. Nach bem Vorliegen der endgültigen Bilanz- giffem soll die bere.tS seit läng er nn geplante finenzitlle Reorganisation der G.sellschas: durch- geführt toer^eru Die Betriebe ber Gesellschaft und -cingang i t reichlich, so bah der Zeitpunkt für die beabsichtigten finanziellen Maßnahmen ^.-sonders gcc.g:-. ist.

' Vom Rheinisch-westfälischen Kohle nshnbikat. Zu der Ankunkt von Ruhrkohle in London erfährt DTD.-Hanbels- bienst von zustä'.ldigcr Stelle, baß es s.ch hier­bei um alte Abschlüsse handelt. Ein Abschluß über 70 000 Tonnen Gaskohle für London liegt nicht vor. Es wäre möglich, bah der Kohlenaus- fuhrhandel über ein derartiges Geschäft in Ver­handlungen steht und sich i.nfolget.elfen wegen der entsprechenden Frachtrate umgehörl hat.

Eine Fusion Borsig-Ma n neS- mann. Aus Gründen der Rationallsierung haben sich zwei deutsche Werke, die in der Kälte­industrie jedes auf seinem Spezialgebiet eine hervorragende Rolle spielen, Bor ig und Man­nesmann, zur gemeinschaftlichen Auswertung ihrer Produktion zusammengeschlossen. Besonders günstig für den Zusammenschluß wird erachtet, daß die ProdultionSgrenzen schon von vorn­herein so abgeteilt waren, daß beide Firmen, ohne m das Leistungsgeb et der anderen hin­überzugreifen, ihre Produktion unbehindert wie bisher durchführen können Unter dem Namen Dorsig-Mannesmann Kälteanlagen-Vertrieb-G. m. b. $). werben vornehmlich kleine unb mittlere Anlagen für Haushaltungen, Hotels, Fleische­reien, Restaurants unb ähnliche gewerbliche Be­triebe zur Ausführung gebracht. Der Geschäfts­betrieb der Gesellschaft wird in denselben Räu­men fort geführt, in denen bis jetzt die Manncs- mann-Kühlapparate-Dertriebs-G. m. b. H. tätig war.

* Guter Absaß in der Solinger I n - duftrie. Nachdem die Gefahr eines Streikes in der Solinger Industrie durch den Schiedsspruch des Schlichters gebannt ist, geht man daran, sich auf das Weihnachtsgeschäft oorzubereiten. Es find be­reits aus dem Inlande eine Reihe von Aufträgen in Geschenkartikeln eingelaufen, so daß in der So­linger Industrie mit einer befriedigenden Weiter­entwicklung für das Inland gerechnet werden kann. Der Absatz nach dem Auslande ist weiter nicht un­günstig. Abgesehen von Frankreich, für das die meisten Stahlwaren gegen die französischen Fabri­kate zu teuer sind, macht sich Im europäischen Ge­schäft ein befriedigender Absatz geltend. Auch das Ueberseegeschäst, namentlich mit Nordamerika, kann befriedigen. Bemerkenswert ist es auch, daß einige Solinger Fabriken wieder Eingang nach Australien gefunden haben, obwohl sich gerade dort bemerkens­werte Widerstünde gegen die deutschen Waren gel­tend machten.

* Dolerit Ba salt A. - G., Köln. 3n bet gestrigen Aufsichtsratsfitzung ber Dolerit Basalt 21.-®. erstattete ber Vorsitzende eingehen­den Bericht über bic Geschäftslage, die in allen Teilen zufriedenstellend ift Die Nachfrage nach sämtlichen Erzeugnissen der Gesellschaft ist nach wie vor rege. Der Aufsichtsrat gab feine Zu­stimmung zu ber Erwerbung beS Bafaltbruches in WernSwig bei Kassel. Einer für den 15. Nov. dieses Jahres einzuberufenden außerordentlichen Hauptversammlung wird die Erhöhung des Aktienkapitals von 3.5 Mill, um einen 'Betrag bis zu 1,5 Mill. Mark vorgeschlagen werden.

Berliner Börse.

Berlin. 12. Ott Die Börse war heute allgemein schwächer. Nach, der Steigerung der Auslandwerte im Zusannnenhang mit den festen Auslandbörsen trat heute der umgekehrte Fall ein. Die internationalen Börsen waren gestern teilweise recht schwach: besonders in Brüs­sel, wo die ganze Welt zuletzt spekuliert zu haben scheint, traten erhebliche Rückschläge ein. die nicht ohne Einfluß blieben. Bei dem mangelnden Or­derseingang war die Umsatztätigkeit wei­ter minimal. Typisch für die ganze Börse ist. daß der erste Kurs für 3.-G.-Farben ge­strichen werden mußte, nachher wurde er mit 292 Proz. notiert. Soweit Notierungen über­haupt zustande tarnen, lagen sie 1 bis 3 Prozent unter dem gestrigen Schluß. Bankaktien blieben bis auf Mitteldeutsche (minus 3 Proz.) behaup­tet. Schiffahrtsaltien gaben 1 bis 2 Proz. nach. Sehr schwach lagen Gessürel mit minus 5 Proz.. Svensta minus 4 Marl. Anleihen abbrockelnd und im Verlaufe weiter nachgebend. Ausländer umsatzlos und eher schwächer. Türkenlose minus 1 Prvz. Geld ist eher etwas leichter geworden. Lagesgeld 6 bis 8 Prvz., Monatsgeld 8 bis 9 Proz., Warenwechsel 6.75 bis Z Prvz. 3m

Qkdaufe konnte sich auf Deckungen eine leichte Erholung durchsetzen, wobei Spritwerte b.s zu 1 Proz. anzogen, doch gingen diese Gewinne später größtenteils wieder verloren.

Svanffurtcr Börse.

Frankfurt, 12. Oft. Tendenz schwacher. An der heutigen Börse war die Haltung allge­mein schwächer. Der jetzt schon lange Zeit bestehende Zustand, baß sich das Privaipudlikum vorn Börsengeschäft vollständig fernhält, ver­hinderte auch heute eine nennenswerte Umsatz- tätigfeit und drückte auf die Stimmung. Bei der deshalb geringen Widerstandsfähigkeit der Börse genügten daher geringe Abgaben der Baisse­spekulation, um Kursrückgänge herbeizufüh­ren. Wenig beachtet wurde, daß morgen |orooo( die Preußen- al, auch die Eommerzbank-Anleihe in Neuyork aufgelegt werden soll. Dagegen be­trachtet man wieder mit Besorgnis die Lag? des Geldmarktes, der heute allerdings eine Meine Entspannung zeigt Auch beunruhigten die Loh n- beu)cgungcn in verschiedenen Industrien. Gegenüber der gestrigen Abendbörse verzeichnete die

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2,5 Proz., die sich ziemlich gleichmäßig auf alle Marktgebiete verteilten. Am Elcktromarkt waren Gesfürcl stark ungebeten und minus 4.5 Prozent, Licht und Kraft minus 4 Prozent. I. G. Farben eröffneten 2 Prozent schwächer.Behaupten konnten sich Stahloerein und Nütgerswerke. Für einige Lokalpapiere zeigte sich etwas Interesse. Lah- mcijer konnten 1 Prozent anziehen, wahrend Mc- tallgesellichaft und Wayß & Freytag gut behauptet biteben. Voigt & Haeftner hatten dagegen kaum Geschäft bei etwas behauptetem Kurs. Die Ne n- t e n in ä r k t e zeigten nur belangloses Geschäft. Im Verlause erlahmte die Geschäftstätig­keit s a st ganz. Nachdem vorübergehend eine leichte Erholung eingetreten war, bröckelten die Kurse wieder etwas ab. Tagesgeld war etwas leich­ter, mit 6,5 Prozent. Im Deoisenoerkehr lag das englische Pfund gegen Kabel weiter fest mit 4,87. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,1913 und gegen London 20,42, Paris gegen London 124,02, Mailand 124,02, Mailand 89,15 und Ma­drid 27,91.

^vantfiidcr Getreidebörse.

Frankfurt a M., 12.DM. Die Börse verlief sehr ruhig. Roggen hielt ben Preis, dagegen war der Weizenpreis um 0,25 Mark ermäßigt. Mehl wurde wenig gefragt Das Futtermittelgeschäft ver- lief ruhig. Es notierten: Weizen, gut, gesund, trocken, auswuchsfrei, 26,25 Marti Weizen, gesund, trocken, mit vereinzeltem Auswuchs, 25,25; Weizen, Wetter­auer, geringere Qualität, bis 23 Prozent Feuchtig­keit, 22 bis 24. Roggen, inländischer, 24,75 bis 25; Sommergerste für Brauzwecke, 26 bis 28; Hafer, in­ländischer, 22 bis 24; Hafer, ausländischer, 24,50 bis 25; Mais (gelb) 19 bis 19,25; Weizenmehl, in- ländisches, Spezial 0, 38,50 bis 39; Roggenmehl 34,25 bis 85; Weizenkleie 12,50, Roggenkleie 12,75 Mark.

Berliner ' roduktcnbörse.

Berlin, 11. DM. Weizen, märt, 253257 Mk, Ort. 271 50, Dez. 253,25, Mäm 277 bis 2Z6 (ruhig): Roggen, märt. 236 bis 239, Oft 245.50 bis 245, Dez. 244,25 bis 244. März 248.50 (matter); Sommergerste 220 bi- 257 (fester); Hafer, märt. 198 bis 212 (ruhig), Ott. 214,50. März 217,50 (ruhig); MaiS. La Plata 192 bii 194 (ruhig): RapS 305 bis 315 (rubig); für .« 100 Kilo: Weizenmehl 32,25 bis 35,50 (rubig); Roggen,nehl 31,80 biS 33.60 (ruhig); Weizen- Meie 14 biS 14,25 (ruhig): Roggenfleie 14 bis 14,25 (ruhig); Viktoriaerbfen 52 bis 58: kleine Erbsen 32 bis 35; Futtererbfen 22 bis 24; Peluschken 21 biS 22; Ackerbohnen 22 bis 24; Wicken 22 biS 24: Lupinen, blau 14,50 bi» 15,50: Rapskuchen 16 bis 16.20: Leinkuchen 22.50 bi« 22,70; Trockenschniyel 10,40 bis 11; Svyakchrot 19.70 bis 20,30; Kartoffelflocken 25 biS 25,50.

Letzte Nachrichten.

Morgen Auflegung der Preuhenanleihe.

Berlin. 12. Oft (WTD. Frmfspruch) Dem WTB.-Hcmdclsdienst wirt» aus Neuyork ge­meldet: Das Syndikat für die 3 0 - M i l l i v n e n- Dollar-Anletße des Staates Preu­ßen, bas unter Führung der Firma Harri« Fordes & Eo. steht, bat die Vorbereitungen für die Ausgabe der Anleihe zu Ende geführt. Die Bonds sollen morgen, Donnerstag, zum Kurs« von 96,5 Proz. zur Zeichnung aufgelegt toerben.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bi» 7 Uhr nachmittag», Samstag nachmittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombarbzinSsuh 8 Prozent.

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