Ausgabe 
12.10.1927
 
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Nr. 259 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Mittwoch, 12. Oktober (927

Aus Natur und Technik.

halb Der Malchin« anflc nntrni !ann. 'M Tag- (lügen bient chm dazu die Erdoberlläch« ober.

zeichnete .^ortAontllnie Das Gleiche gilt für wenn ihm nicht die Technik 3lüge in mondhellen klaren ÄLchten. 31t jedoch bunq der log. .Ctnierjeiger bie Rach« mondlos und bunftig. fo Netzt ber Horizont genannt) zu Hille

»ille gekommen wäre.

Lautsprecher oder ttopsseruhörer?

an a 11 i <f.

Um

Denn auch bie

durchlässigem

Scheibe ist ei

wegen de- Drucks auf den Äopf

ober

wegen

Abb. 2

2lbb. 1

Io

al» vielmehr

TerberbenJ der Sammfrifuren

daS Obrloch mulchel genc

werden und sparni» an

>pt (B.ld 2 und 3): örtr (5) wird ein

wie den

Don Otto iRochdruck verboten!) CDiebergübe der Rundfuid-

bei Flügen über den Dalken bte schart ge- kitt für

Abb. 3

um. dah leine Spitze vom Kopf

Auch bie ameriLa «reschen E nbaHn-Gesell- schäften haben ihr? Schwert gleiten mit Rauch und Ruh Währeid man in anderen Ländern die Dahnen elektrisiert, läht sich bie» in Amerika wegen ber weiten (Sntfemungen nicht überall durchführen. Man wird hier auch im Zeitalter der Elektrizität fernerhin mit Dampflokomotiven fahren. Dun bat e» sich al» sehr schwierig er- wiesen, in manchen Tunnel- zu arbeiten. Hier haben sich berc-rtigt Matten wn Rauch an* gesammelt, dah jede Tätigkeit unmöglich wird. Auch das Personal auf ben Lodmwtrven tetbti beim Durch ähren ber Tunnel» sehr unter dem Qualm und Rauch t-er im Innern herrscht. Die Dattimorc- und DMo-Otailroab Hal des­halb besond-ere Gasmarten konstruieren lassen, die das Arbeiten und da» Durchfahren der Tunnel- erleichtern sollen Die Gasmaske ift leine eigentliche Maske Sie besteht aus einem kleinen Gefäh, da- in den THunb genommen Word (Sine Klammer verlchlleht bie Dale. DaS Gefäh enthält Stosse, die den Rauch zurück­halten. Der Arbeiter sowie daS SofomotiDpedo* nal atmen durch da» Gefäh hindurch und be* fommen auf diese Weise reine Lust in ba Sungen.

nicht in Ordnung ist. Gleichzeitig wird ober auch eine Stamm.Ilion benachrichtigt, die die Feuerung untersucht unb zugleich den Kohlen- verbrauch nachprüft. Hat brr Hetzer schlecht flo he^i. wirb er verwarnt. 3ft d.e Feuerung nicht in Orlmung, so werden die nötigen Mahnahmen ergriffen Durch diese» System holst man der Verunreinigung ber Lust durch die technischen und industriellen Feuerungen rasch Herr zu zugleich etne ganz beträchtliche ®t> Kohle herbeizusühöen.

mnb (4) gelegt, der eine Sche.be (3) au» durchlässigem Stoss trägt. Am Rande dieser Scherbe ist eine Platt« (2) au» Zelluloid ange- brach: bie gegtmüber dem Hörtoch des Fern­hörer» eine Oesfnuna hat. Dtese OeNnung ist gerade so grob, daß sie da» Ohr umfastt. lotoeit e» am Kops angewachsen ift Dun ist aber die 3elluloibt*itle nicht eben, sondern kegelförmig nach auben durchgedruck:. unb die Spitze des

Technische Rundschau.

Don Dr. Franz Kittler.

Viel« bet groben Kraftwerke, vor allem aber die Elektrizitätswerke bie den Strom für die Grvbftädte liefern, leiden sowohl in technischer wie in wirtschaftlicher Beziehung unter ihrer un- gleichen Belastung. Ser Strom wird während der 24 Stunden des Tages nicht glcichman g ent­nommen. Während ber frühen 2Rorgenfrunben ist der Derbrauch an Elektrizllät nur sehr ge- gertng. Dom Dachmittag an steigt er gegen Abend immer mehr an, um je nach >er ickahreS- zeit in einer der früheren oMr fiteren 2wcnd- stunden seine oberste Grenze, dieSp.yenleinung zu erreichen. Hört die Arbeit auf und werden die Läden geschlossen, so finh bie Kurve des Verbrauchs plötzlich sehr stark ab. Es tst also ein ständige» Auf unb Dieder, das auch tech­nische Schwierigkeiten bereitet.

Wenn die Stromentnahme einen gewissen Grad erreicht hat. müssen Reservemaschinen in Betrieb gesetzt werden. Sie werden wieder stlll- geleat, sobald man sie nicht mehr benötigt Durch sorgfältig geführte Statistiken und Aufzeichnungen weih man ungefähr, wie sich die Leistung unter normalen Verhältnissen an jedem Taz des Jahres gestalten wird. Dlan trifft deshalb Vorberei­tungen, heizt die genügende Anzahl von Ketteln. Läßt die Reserven rechtzeitig anlaufen und sorgt dafür daß niemals ein Mangel an Strom etn- tritt Dun können aber unvocherge'ehenc Er­eignisse plötzlich einen Strich durch die Rechnung machen. Sie bestehen vor allem tn Stürmen, die rasch dahtnziehen und m t starker Bewölkung verbunden sind. Sobald sich der H mmei ocr- finftert, was oft ziemlich rasch erfolge, uammi Überall die elektrische Beleuchtung auf. 3n®oi- gen Minuten steigt der Stromverbrauch rnS -ln-

Dtel« Apparate b<« speziell In Deutschland M zu einer hoben Stuf« der Voll komm enhett ent­wickel' 'ink btTeben im wesentlichen au» einem elektrisch ang<truN*ncn nrtt sehr hoher ourtil- zahl u r..jufcnben Krell«! der auf jede Bewe­gung bei ,iluggtu mit einem en'.sprechenden An» chlag leinet AD « reagiert unb dadurch dem Führer au» einer Skala genau die jeweilig« Lage s«in«r Maschin« tn ber Luft angibt

Me Orientierung bei Dachllngen bildet ein weitere» schwierige« Prob.em Bei Luttllnien. in deren 3ugt grohere Städte liegen, ist da» Einhalten be* rieb". ien Rude» antar.b be» von diesen ausgestrahlten, auch btt schlechter Witte» tung viele Kilometer weit sichtbaren Lrchtlchern» nicht allzu schwer Wo derartige n<uüffl<be Orientictung»runft< fehlen, hat man nach dem Vorbild der Schiffahrt Leuchtfeuer In Gestatt starker drehbar,r Schcinweder aulgesteM, die ihr Licht kn f re-au oder schräg nach oben werfen. Deuerdings werden an Stelle der Scheinwerfer vielfach mit Denn gefüllt« Glimmröhrrn ver­wendet. die weniger Strom verbrauchen unb feiner Wartung während be» Betriebe» bedür­fen Da» Deonlich' hat outzerdcm den Vorzug, das; c» wegen seine charakteristischen, rötlich- gelben Farbe bei dunstiger Luft erheblich weiter zu sehen ist. al» ber weihe Scheinwerserstrahl. Don besonderer Ikbnihmg für die Julunft »er­

zwang leiben.

Man sieht, bie Srsinder linb nid/t mübig ge­wesen. auch denen ben Kopssenchvrercmpsang möglich zu machen, denen er bisher zuwider war. Freilich, ein» gehört auch noch zum Kops- semhörerernpsang: dah man sich chn nämlich bequem mach:. Wenn man mit seiner ganzen Familie um den FunNasten herumsitzei, unb diesen womöglich erst .aufbauen muh, falls man hören will, so wird d.e Kopssernhörerschnur tat- sächlich zur Kette, durch die man sich gefesselt «üb't. Man muh eben seinen Funk irgendwo sest einbauen, von dort eine Doppelleitung durch di« ganze Wohnung ziehen und 1.« an allen tn Betracht kommenden Hörplädm, insbesondere an allen Betten und sonstigen Duhestellen, aber auch da. tvo die Gattin, d.e teure, bie Strumpfe stopst. an Steckdosen legen, damit man überall bequem hörn, lann. Dann suhlt man sich durch die Str tpe nicht mehr angebunden. Der aber bann nexp _ ..laulkorbzwang empfindet, der muh eine» der oben angegebenen Mittel anwenden, um sich auch von diesem liebel zu befreien.________________I

Di« Unmenge von Energie, die ber riesige Verkehr und bie DIaschinen Deuyork» sow'^ 'einer Umgebung benötigen, wird ausschlietzlich .uvch Verormnung von Kohle erzeugt. Dazu '.onvnt noch die .siohte. bie tn den im Hafm unter Dampf liegenden Dch.ssen verfeuert wird. 5trgfälrig durchgeführte Unterfuchungen haben ergeben, dah die Menge de» Ruhe» m der Reuyorker Luft ständig zunimmt. 5He Ursache L^qt darin, dah viele der technischen Feuerungen 'chlecht arbeiten, so dah die unverbrannte Kohre m groben Mengen au» den Schornsteinen «tt- weicht. Man hat deshalb einen bdonberen liebet» a chun as dien st für bte industriellen Feuerungen engew.chtet. Auf hoben Gebäuden sitzen Wächter. 3ePcr Wächter umblickt einen bestimmten Um­kreis und beobachtet die Schornsteure. Gr ist durch eine telegraphische Signa leinrichtungmit 'änttlichen Kesse lhäu'ern verbunden, zu denen die von ihm beobachteten Schornsteine gehören. Sobald nun ein Schornstein zu stark oder zu lang«tz raucht gibt er durch Diedetdrücken einer Taste ein Signal nach dem KettelhauS. Hier leuchtet errw farbige Lampe auf. zugleich ertönt ein Küngelfignal. Dadurch wird der He^er auf- mafiam gemacht, dah etwas an der Feuerung

sprich: endlich bie funknklegrapbldx Orten- tierung zu werden, bie In der Weis« erfolgt, dah an Bord be» Flugzeug» mit Hilfe einer drehbaren Rahmenantenne bie Einsall»winkel der t»nn zwei Bodenstationen ausgestrahlten elek- trilchn Wellen bestimmt werden. Da die Lage her Bodenstationen bekannt Ist, lästt sich der jeweilige Standort de» Flug^ug» al» Schnitt­punkt der beiden Wellenbüniel auf rcchnerischem oder zrichnerilchem Wege leicht ermitteln

Auch da» Problem der sicheren Dachtlandung kann heute al« gelöst gelten Zu den bereits bekannten Hilfsmitteln < Leucht raketen, Ccfeftn- tperict auf dem Landeplatz und am Zl -gzenal ist in längster Zeit eine neue deutsche Srttndung getreten die al» auherordentlich bedeutungsvoll anzusprechen ist. ES handelt sich um einen neu­artigen Höhenmesser, bet die -Tl' be» .ilug» zeug» über dem Erdboden auf Bruchteile eine» Meter» genau anzeigt. Was da» für bie Sich r- fjett der Dachtlandung bedeutet, wird sofort Hat, wenn man sich den Hergang einer Fl u .zeua- landung einmal etwa» naher vor Au.zen hält. Die Im Dlcittlug niedergehende Maschine wird vom Führer dicht über dem Bodenabgetangen , d.h durch Anzictzen des Höhensteuer» wieder in tpagrij>t< Fluglage gebracht. Durch ihre le­bendige Energie schwebt Ile noch eine Strecke »ei­ter. verliert Dabet immer mehr an Gdchwinblg- fclt und setzt schliehlich mit den Rädern sanft auf dem Boden aus DotauSktzung für ben glat­ten Verlaus bet Landung ist. dost da» Ad'angen genau In der richtigen H >h« edolgt. Verlchaht sich der Führer nur um einen Meter nach oben ober unten, so gibt eS unter Umständen bereit» .Bruch 11 nh die Gefahr de» Dedchätzen« ist gerade bei Dachtlandungen. bei denen dkAu.en l es Führer» nach dein langen Flug Im Dunkeln durch das grelle Scheinwerierlicht leicht geblcn- öet werden, ziemlich qtoß. Die neu« Srän ung 'chastt hier Abhilfe. !u ermöglicht e» dem Füh­rer, die Landung an Hand oer Angaben ei ms durch äußere Einflüsse unbeirrbaren Instru­ments au? rat uferen. Der Apparat arbeitet nach dem Prii.->ip Oe- Slektromeler»: bei der An­näherung des Flugzeug» an den Erdboden wer­ben -w: cher beiden elettrll-« Kräste . rzci^r, di« sich um so mehr verstärken, je weiter bl» Maschine h.-runterkommt. Die ober ? Dreine de» Mehbereic!)» liegt bei etwa 60 bl» 80 Meter Höhe. waS sür die PraffiS vollkommen genügt In Dvdennähe sind die Angaben be» 3nf|ru» ment» so genau, daß selbst bei völliger Dunkel­heit oder dichtem Debcl einwandsreie Landungen au»gesührt werden können.

Don der Deutschen Lust-Hansa wirb leit etwa zwei Jahren auf der 2trede Berlin -Danzig - Königsberg ein regclmähiaer Dach', lüft dienst un­terhalten. Die erzielten Ergebnisse waren bis jetzt überaus besriedigend. Die Lust-Hansa be­absichtigt. demnächst auch auf einigen anderen Strecken einen regelmäßigen Dachtlustdienst ein» zurichten. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, wer­den mir also in einigen weiteren Jahre» mit der gleichen Selbstverständlichkeit nacht» fRegen, wie wir heute O-Zug oder Auto fahren.

Nacht-Luftverkehr.

Don Zivilingenieur Han» W o 11 e r e cf.

Die beiden letzten Jahre sind für die Entwick­lung des Luftverkehrs von entscheidender Bedeu­tung gewesen. Man hat endlich erkannt, daß die Ausgabe des Flugzeug» niemals darin bestehen kann, sich mit der Eisenbahn über kurze Strecken in einen von vornherein aussichtslosen Konkur­renzkampf etruulaflen. Die Zukunft be» Luftver­kehr» liegt nicht in ber "Verbindung von Stadt zu Stadt, sondern in der Verbindung von Staat zu Staat und t»rüber hinaus von Kontinent zu Kontinent. Erft bei Strecken von vielen tausend Kilometern Länge, bei denen der gegenüber ber Bahn ober dem Schiss erzielbare Zeitgewimr nicht Stunden, sondern Tage beträgt, kommen bi« Vorzüge be» Luftverkehr» voll zur Geltung. Aul solchen Strecken wird deehald auch am ehesien mit einer bie Wirtschaftlichkeit be» "Be­triebe» sichernden Inanspruchnahme durch Flug­gäste und Frachtgüter zu rechnen fein.

Freilich Ist die Organisation derartiger CKiefenftreden keine leichte Ausgabe. Di» brüte werden 99 Proz. aller Luftlinien nur am Tag« beflogen; während der Dacht rufet ber Betrieb vollkommen. Das war zulässig, solange es sich um verhältni-rnätzig kurze Luftlinien handelte, di« bequem während der Hellen Stunden eine» Tage» durchflogen werden konnten. In Zukunft wrrd es jedoch ander» werden müssen. Der Aus­bau eines reg rlmäsziaen Dachllustverk hrs gehört mit zu den wichtigsten Ausgaben ber nächsten Jahre.

Eine Heine Rechnung wirb bie Notwendigkeit regelmäßiger Dachtiustverbindungen am besten beweisen. Die heutig m Derk hrsslugzeuge ent­wickeln über längere Strecken e ne Durchschnitts- geschwiirdigkeit von e wa 150 Kilometer-Stunden. Da ber Tag in unseren Breiten während de» Winters nur ungefähr 8 Strmtrn (von nrergenS 8 bi» nachmittags 4 Uferi dauert, kann da- Flug­zeug. wenn man von dem Zeitverlust durch Zwi­schenlandungen absieht, cn einem Tage bestensallS eine Strecke von achtmal 150 - 1203 Kilometer

i. Der l)- Zug dag gen 1

60 Kilometer-S unten Durchschnittsgeschwindigkeit ununterbrochen Tag unb Dachl unb hat beshalb nad> Ablaus emeS TageS eine Strede von 24 mal 60 1450 Kilometer hinter sich gebracht.

DaS Flugzeug ist bamit trotz seiner an unb für sich viel höheren Sigengeschw.nbigkeit um 250 Kilometer g schlagen. Man wird es unter bi s n Umständen bcgm'en, eoenn der Dachtschn l'zug heute noch vielsach alS der gefährlichste Feind des Lustverkehr» bezeichnet wird.

Derlchicde ttich ist versucht worden, dadurch Adhilse zu schas^u. daß man aus groben St reck .m einen ,.ge-nischien" Betrieb zwi ch n E .s.nbahn und Flugzeug einrichtete Der Reisende werd tagsüber Un Flugzeug befördert, vertau'cht es bet Einbruch Der Duillelhelt mit dem Dachl- schnell,ug. steig' am nächste i Morgen toieb?r ins Flugzeug usw. DaS Versa ;ren bat sich in Deutsch­land und auch im Ausland, z. B aus der grvf^n amerikanischen TranSkont n n -Lustlinie Deuyork

San-Franzisko, ganz gut bewährt. Trotzdem kann die» nur al» Dotbehels gelten.

E» perftebt sich von selbst, dast da» Fliegen bei Dach! an das Flugzeug- und Moivrenmate» riaf. an die Dodenorganisat on und nicht zuletzt an das Führerperjonat ungleich h' er- Ansor)«' runacr stellt, al» du» F.iegen bei Zag. Da Dvtlandungen in der Da^t stet» mit Gefahr pcibunX-n sind, unb da selbst der beste Zlugmotor einmal eine Panne haben lann. sollten zu Dacht- »lügen auslchliestllch me. rmotor ge Grol verl hrs- Uugzeuge verwenbet werden, d r n Kras'.üder- schuh so grob ist. daß sie sich auch bei evtl. Aus- fall eine» Motors noch in der Lust halten können. 3n Deutschland leben un» in den Typen Junkers G 21 unb G 31. Rohrbach .Poland". Übet .Kcrndor", 2fiba!ro» L 73 u w. mehrmotorige Grvs verkehrss lug zeuge zur Derjügung, die ihr« Eignung zu Dach.slügen gtöfe.enidU bereit« pra.- lisq» unter Beweis gestellt haben.

Weiter müllen Vorkehrungen getroffen wer- den. die bem Piloten bei Dachtilügen die Sin- Haltung der richtigen Gleichgewichtslage, bie Aus­rechterhaltung ber Orientierung und bie Aus­führung einet einwandfreien Landung ermög­lichen. Die Erfahrung hat gelehrt, dah der Führer fein Flugzeug nur solang« im richtigen Gleichgewicht zu halten vermag. alS er sich mit den Augen an irgendeinen festen Punkt aufjer-

Führer nngtum ein« einzig« schwarze Mass« unb würde binnen kurzem jede Kontrolle über bie Lage seiner Maschen« in der Luft verlieren, ihm nicht di« Technik durch Ne Ersin- "* (auch .künstlicher

Deuyorker Kraftwerks verbunden unb lösen dort eine Alarmglocke aus. Da alle Empfänger mel­den. durch deren Bereich der Sturm y.ndurch- zieht, so kann man aus den Zeiträumen, die zwüchen den einzelnen Meldungen versliehen. genau erkennen, mit welcher ®c chwmdigkrit et 'ich nähert. Rechtzeitig, ehe der Ettirm die Gren­zen des Derfrtgungsbetc.chs erre.cht. werden die .öt;gen Vorbereitungen getroffen. Sobald bann die Verfinsterung unb damit der erhöhte Strom­verbrauch eintreten, beginnen di« Rdervemoschi- nm zu laufen.

Kegels ist schräg abgeschnillen, wodurch d.e un­mutige Deffnung entsteht Hängt man nun den Höret aul das Ohr (Bild 2). indem man biefc» zwischm die Zelluloidplatt« und Den durchlässigen Stoss emführt. so sitzt der Hörer zunächst fo der Benaudihörer. Drückt man nun aber Höver gegen ben Kops, so stülpt sich ber

wegen des starten Anpressens ber Ohrmuscheln, die besonders bei längerem Hören oft erheblich schmerzen.

So grei'en denn viele Fu.ckgäste zum Laut­sprecher. Da die'et aber auf seiner jetzigen Ent- midlunaiftufe noch keinen vollwertigen Ersatz, geschvx-ige denn eine "Berbclfetung gegen den Kopssemhörec bedeutet, so Ist man dazu über- gegangen, den Kop sernhöre.empsang von seinen unangenehmen Eigenschaiten zu besreien. DaS einiachste Mittel dazu sind wohl die Hör- lis cn, Me als üeberzug aus weichem Sun'.mischwamm über Cie Höret gezogen werden. wobei natürlich in der Milte ein« Oessnung zum Hören gelassen ist; sie ver­mindern d«n Druck aus Vic Ohrmuscheln erheb­lich. Einen Schritt weiter geht das ..Rad'.o-Ohr", ein ringsörmiges Gummipoifter, daS einerseits den Hörer. anO? erscitS das Ohr au nimmt und den Druck auf die Ohrmuscheln vollkommen be- siitigi, da es sich gegen den Kopf um das Ohr herum, und nicht mehr gegen daS Ohr felfefl abstüyt.

Es gibt aber auch Lösungen der Ausgabe. daS Drücken d«r Fernhörer durch Weqlassen Le8 Bügels von Grund auS zu vermeiden. Schon zu ci: «t Zelt, als man noch gar nicht an Rund­funk dachte, ist der Benaudihörer (Dlld 1) als zwei er Hörer für den Fern'precher geschaffen worden. St ist seht leicht; seine Hörmuscheln tragen einen nach dem Kops zu um ISO Grad umgebegenen Rand (1). gewlsiermahen eine Rinne ringsherum, mit der man öle Hörer aus das Ohr hängen lann. DaS geht natürlich, aber er sitzt nicht sest: er fällt leicht herunter, kann auch im Liegen nicht gut benutzt werden, unb men hört damit natürlich nicht so gut, wie wenn die Hörer dicht an den Kopi anzeprcht werden. gebeure. Die Kessel sind nicht geheizt, bte Re­servemaschinen können nicht laufen, Störungen der verschiedensten Art im Bett eb ber Straßen­bahnen, der Üntergrundbahnen und sonstiger Art treten aul Vielsach bauen deshalb Me Dahnen eigene Elektrizitätswerke, um von den Belastung»- schwankungm der großen Kraftwerke unabhängig zu sein. e

Geradezu unheimlich haben sich nun in jüng­ster Zeit verfchiedene Stürme in Deuyork. dann aber auch tn manchen Städten Europas aus- gewirkt. Man muhte die mit ihnen verbunden« Finsternis, das Versagen der Vcleuchtunq und des Verkehr» als etwas Ünabänderltche» fern» nehmen. Dunmchr hat man jedoch etne Anlage gdchasien, durch die derartigen Zwischrniällrn t'orgebeugt werden soll. Alle Stürme kommen von Westen. Dordwesten oder Dorden. Des­halb wurden vom groften Kraftwerk in Deuyork aus strahlenförmig Telephonleitungen nach die'en Richtungen gelegt, die sich weit ins Land er­strecken. An bieten Telephonleitungen entlang sitzen Beobachter, die jeden Sturm telephonisch meldcm Bei der gewaltigen Ausdehnung d«s Gebietes aber, um da» es sich hier handelt, würde Per Dienst durch Beobachter allein nicht genügen. Soll er richtig arbeiten, fo würde man deren zu viel» benötigen. Man hat beshalb rwch automatische Sturmmelder angebracht. 3et*T Sturm ist mit dem Sinken des Barometers^qe- wöhnlich auch mit einer Zunahme des ZeuDv.g- keitsgehalts der Luft, dann aber mit dem Au'- treten elektrllcher Veränderungen in dieser ver­bunden. Feine Registrierinstrumente sind auf­gestellt. die diese Schwankungen genau verfolgen.

Di« wichtigsten In'trumrnt« aber sind di« drahtloser. EmpILnger. die auf alle Aenderun- acn der Lusieieklriz-aät anfprechen. D-e Smp- Knger sind mit dem lleberwochung »bureau deS

Zelluloidkegel ...

wegzeigt. Dadurch wird da» Ohr zwischen die Zelluloidplatt« und dm durchlässigen Stoff le.chl eingeklemmt - es ist gar n.cht lästig und der Fernhörer sitzt sest am Kopf (Bilo 3). Da» Loch in der Zriiulordplatte ist ausmittig, damit man nun durch Drehen des Hörer» auf bem Ohr daS Obrloch dem Loch In ber Mitt« ber Hör­muschel genau gegenüber (teil en kann. Zum Ab­nehmen zieht man den Hörer «tnsach vom Kops ab. Sie Vorrichtung ist mit fest aiujebautm lehr leichten Hörem zu habm; man kann suh aber auch die Hörkappm allein kaufm unb vor­handene Hörer einsetzen. Man hört mit dieser Vorrichtung verhällnismäbg gut. und sie ist allen denen zu empsehlm, die unter Bügel-

barbietunotn durch den Lautsprecher oiclcrort» mit mehr oder wmiger cldolg gepflegt wird, so unterliegt e» doch jetzt keinem Zw«is«l mehr, dah ber. ber Wert aus retnr, unser,«rrle Wtedergabe legt, heutzutage immer noch zum Kvpsfernhörer greifen must. Für dm Dichthörer ist eS ohnebie» angenehmer, wenn feine Hausgenolfm Funk mit Fernhörern hörm; denn mancher brüllende Lautsprecher hat schon ru&eliebtnbc Dachbam zur Vcrzweislung gebracht. Für ben Zunkgast selbst jedoch hat da» Hörm mit Fernhörern zwei Schattenseiten: Er­stens ist er gewissermafeen angekettel. bann ob kann ker « er ur.a gerehm we den, tteni, et