Ausgabe 
12.10.1927
 
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vte Reichrbesoldungrreform.

Tie Begründung durch de« «eichSfinanzmiuister.

Berlin. 11. Oft (XU.) Die ..Boss. 3tp. bringt in ihrer Wittwochmorgen-Ausgabe 8m- -elheiten auS der Begründung -um thutourf des ReichSbe'olLungsreformgesetzeS. Die Begründuna r-c# RrichSfinanzminister« stellt zunächst fest, daß die Beamtenbezüge oogriehen von der Arrpassung des Wohnung ^rldzufchukieS an die Mieten feit Dezember 1 924 nicht mehr erhöht worden finb. während die Le­benshaltungskosten weiter gestie­gen feien. Die heutigen Gehälter seien so knapp, daß die Beamten allen besonderen Ausgaben hilflos gegenüberstehen. Dieser Zustand bringe große Gefahren mit sich. Denn die deutsche Re­publik brauche Beamte, die sich in vorbildlicher pflichttreue mit ihrer aanzen Kraft in den Dienst ihres Amtes stellen und mit ihrer ^Persönlichkeit für den Staat eintreten. Das Sinken der sozialen Stellung der Be­amtenschaft treffe deshalb vor allem den Staat. Erhaltung der sicheren Lebensstellung und die Erreichung des Gefühls der Zufriedenheit müsse im Vordergrund stehen bei allen Erwägungen über die Gehaltserhöhung der Beamten. Die höheren Beamten besonders müßten gesellschaft­liche Beziehungen vflegen und mühten sich einen freien Blick imb eine gewisse Unabhängigkeit be­wahren."

Jlor bann könne verhindert werden, datz hoch. qua(lfi)ier(e Persönlichkeiten dem Staatsdienst endogen würden.

Der Reichsstnanzminister weist in der Begrün- bang darauf hin, datz absolute» Leitgesetz fein und bleibe, datz die Finanzen des Reiches unter allen Umständen in Ordnung bleiben Die augenblickliche Belastung durch sämtliche Beamten- gehälter und Pensionen berechnet der Minister auf jährlich rund eine Milliarde, unter Hinzuziehung der Ausgaben für Kriegsbeschädigte auf rund 2,1 Mil­liarden, also auf ein viertel des gesamten Reichshaushalts. Die Erwägung, daß eine Befol- dungsneuregelung auch unmittelbare Rückwir­kungen auf die Beamten der Reichspoft, Reichs­bahn, der Länder und Gemeinden habe, dürfe das Reich nicht davon abhalten, etwas Durchareifendes für die unzulänglich bezahlte Beamtenschaft zu tun.

Die Aendervng des Finanzausgleichs und eben­so eine Gewährung von Re'chsdolalionen an die

Länder, lehnt der Reichsfinanzminister ab.

Die neue Desoldungsresorm. so führt die Be­gründung weiter auS. müsse auch eine Aende- rung des Besoldungsrechls aus organisato­rischen Gründen mit sich bringen, beim das System der 13 Besoldungsgruppen von 1920 habe große Mängel gezeitigt, wie auch das System der .Schlüsselung" gleichfalls die größten Ungleichheiten gezeitigt habe. Das Grund­gehalt soll deshalb wie bisher den Haupt­bestandteil der Dienstbezüge zu bilden haben. Beamte, denen Im wesentlichen die gleichen Dienstausgaben obliegen, sollen in dieselbe Besol­dungsgruppe ausgenommen werden, was eine Aenderung der AusrückungSzeiten und die Ein- sührung von ruhegehaltsfähigen Stellen- äu lagen bedinge. Ferner wird eine baldige Rachprüfung deS OrtSklassenver- zeichnisfe« angekündigt, und schließlich er­klärt der ReichSfinanzminister, daß eine Ge­währung von Teuerungszulagen nicht ersorder- llch sei, da in Zukunft mit bet Stabilität der deutschen Währung gerechnet werden kann.

Bayern gegen bas Steuervereinheitlichungsgesetz.

M ünchen, 11. Olt. (Wolff.) 3m Staats- Haus Hal tsauSseyutz des Bai-ecifcheir Landtages, der heute feine Arbeiten wieder aufnahm, erflarte Finanzminister Schm elzle zum Etat deS Fi­nanzministeriums u. a., daß das ©teueriKreia- heitlichungsgesey. wie es seht im Entwurf vor- nege, nicht die Zustimmung der baye­rischen Regierung finde. Die Steue.Hoheit, die den Ländern auf dem Gebiet her Real- steuern mxh geblieben fei. würde mit diesem Gesetz ein für allemal endgültig beseitigt werden. ES fei ausgeschlossen, daß die Staats­regierung. bie noch Wert auf eine gewisse Selbständigkeit auf finarrzpol irischem Ge­biet lege, einem derartigen Gesetz ihre Zustim- nnmg geben tbnrtc. DaS Gewerbesteuern hrnen- gesetz enthalte in einem erheblichen Teil bereits Steuertarife, die er für unmöglich halte. 2luch die bayerische Regierung sei für bie3er- einbeiiiichung gewister Unterlagen. Diese Ver­einheitlichung dürfe aber niemals so weil gehen, daß bamtt bie Steuerhoheit des Lan - be« beseitigt werde. Würde der Entwurf Gesetz werden, dann wäre die Einführung von Landessteuern abhängig vcm der je­weiligen Majorität im Reichstag. ES fei auch ein Unbing, die ©cmelnbcn in steuerlicher Beziehung abhängig machen zu wollen von der Zentralstelle im Reiche.

Um bie Nachfolge Maltzans.

Tie Ncudesctzunft

dcö Washingtoner Botschasterpostenö.

Eigene Drohlmeidung des(Siebener Anzeigers".

Berlin, 12. Olt. Die Wicderbrietzung des durch den tragischen Tob Aao von Maltzans er- lebigten BolfchasterposlenS tn Washington ver- urlgcht der Berliner Presse viel Kopfzerbrechen. AIS .' ant i?aien wurden nacheinai der genannt die ibemaiigen Reichskanzler Dr. Luther und u n o. der Botschafter in Tokio Erz. Sols, der indessen selbst schon an seinen Rücktritt denkt, der Generalkonsul in Aeuhork von Lewinski, der Staatssekretär ün ReichSaußeimnnifterium Dr. von Schubert, schlleßiich als .'Tanbibat des ^ntrums der ehemalige ReichSernädrunge- minifler Hermes und als Kandidat der Demo­kraten der ehemalige ReichSsinanzminister Dr. Reinhold.

Zu diesem Rätselraten nimmt heute nun die Rationalliberale Korrespondenz in .XuS'ühnmgen Stellung, die in Anbetracht der eziebungen Dr. S t r e s e m a n n s zu der als volksparteilich-offiziös angesprochenen Äorre- 'oondenz besonders bemerkenswert lind. ..Wir wollen uns." so schreibt bie Korrespondenz an diesem Spiel nicht beteiligen, sondern nur fest- lielten, daß der Washingtoner Posten ganz außerordentlich Hohe Anforderun­gen stellt, nicht nur in politischer, sondern vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht, und daß darum für den Washingtoner Poster

nur ein Mann tn Betracht kommen kamt, der den oielfeirigen und bedeutsamen Anforderungen auch wirllich gewachsen ist."

Hinter diese rein sachlichen Gesichtspunkte haben alle sonstigen Rück ichten und Erwägungen, welcher An sie auch immer fein mögen, zurück- zutreien. Die Lücke, die der tragische Tod des Botschafters v. Waltzan hinterläßt, ist so groß, bah sie nur von einem Mann von For­mat auSgesüllt werden kann. Eine Ent­scheidung ist im Kabinett noch nicht gefallen, es ist aber damit zu rechnen, daß sie vielleicht noch Ende der Woche oder Anfang nächster Woche fällt.

Var Arbeitszeitabkommen.

3m Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamts. Berlin. 11. Oft. <WTD ) Auf der Er- Öffnungstagung des VerwalaungSrateS des Inter­nationalen Arbeitsamtes wurde nach der Wieder­wahl des Präsidiums in die Beratung über den Bericht cingetreten. den der Direktor des Inter­nationalen Arbeitsamtes, Albert Thomas, dem Verwaltungsrat über die Dorgänge innerhalb der internationalen Organisation der Arbeit während der letzten vier Monate erstattet hatte. Der französische Arbeitervertreter I o u h a u f brachte den dringenden Wunsch der Arbeitnehmer zum Ausdruck, daß die Ratifikation des Ucbercin- kommenS über den Achtstundentag von Deutschland bald erfolgen möge, nachdem Frank­reich di' Ratifikation mit dem Vorbehalt aus­gesprochen habe, daß sie gleichzeitig auch von England und Deutschland erfolgen müsse. Der deutsche RsgierungSvertreler. Ministerialrat Dr. S i tz l e r verwies auf die wiederholten Erklärun­gen der deutschen Regierung über diesen Punkt. Die Haltung der deu.'chen Regierung habe sich nicht geändert. Sie ver.uche. die Ratifikation zu -.rmöglichen. Voraussetzung hierfür sei jedoch, daß zunächst die deutsche Gesetzgebung auf einen dem Uebereinfommen entsprechenden Stand gebracht werde. Das werde aber bald der Fall sein.

Verständigung int Slaggenstreit.

DieBerliner Hotels zeigen dieAeichsflagge.

Berlin, 11.Oft. (WB.) Eine Rücksprache zwi­schen dem Verein Berliner Hotels und ver­wandter Betriebe, dem Reichsaußenminister Dr. Strefemann und dem Staatssekretär des preutzi- schen Staatsministeriums, Dr. Weißmann, hat zu folgendem Ergebnis geführt:

Es wurde festgeftellt, daß der Verein Berliner Hotels niemals einer Mißachtung der IchwarzrotgoldenenReichs flagge Aus- druck gegeben und leine oerfaffungsfeindliche ttundgchung veranstaltet hat. Der Verein wird den Wünschen der Reichsregierung und der preußischen Staatsregierung entsprechend sich dafür einsetzen, daß künftig in allen Fällen, in denen aus nationalen Anlässen geflaggt wird, die Reichsflaggen gezeigt werden. Ebenso werden die Reichsslaggen ann gehißt, wenn sich die Rotwendigkeit ergeben sollte, eine fremde Staatsfahne aufzuziehen. Die preußische Staatsregierung wird infolgedessen das Ersuchen des Ministerpräsidenten vom 25. August und die daraufhin von den Staatsministern heraus­gegebenen Verfügungen zurücknehmen.

Die Tater von (Kronberg stellen sich.

Berlin, 11. Oft. (Wolfs) Wie bietBofl. Zig." aus Königstein meldet, haben sich die drei englischen Soldaten, die am Sonn­tagabend Den Zusammenstoß mit dem inzwischen verstorbenen Feldhüter Haas gehabt haben, heute bei ihrer vorgesetzten Behörde gemeldet. Sie bestreiten, auf Haas eingeschlagen zu haben. Er wäre auSgezlitten und hätte sich bei dem Sturz die tödllchen Verletzungen zugezogen. Die beiden deutschen Zeugen erklären Dagegen, daß Haas in dem Augenblick, als er den Engländern seinen Ausweis vorhielt, einen schweren Schlag auf den Kopf erhielt. Heu e nach­mittag findet durch einen engii chen Artt im Bei­sein des deutschen Kreisarztes die Sektion der Leiche statt. Haas war Kriegsinvalide und Füh­rer der Cron berg er Sozialdemokraten.

Tkr Ausstand auf den Südseeinseln.

(Sin Zeugnis englischer Aolonialwirtschafl

Eigene Drahtmeldung desGießener 2lii3eiflers.

Berlin, 12. Oktober. Linker ixr Einge­boren enbevölkerung auf den Südseeinseln gärt es bereits seit geraumer Zelt. Vor kurzem ist es schon auf Samoa zu schweren Ausschreitungen gekommen, denen aber tie Verwaltungsbehörden sofort mit Waffengewalt entgegentraten. Schuld an der Unzufriedenheit trägt wohl einzig und allein die schlechte Wirtschaft der Eng» l ä n d e r auf den ehemaligen Deut aj n Inseln, noch mehr aber die völlige llnfäb gfeit der Reuseeländer, die ebenfalls an der Verwaltung beteiligt sind. Auf ihr Konto kommt unzweifel­haft auch der jüng'tc Ausstand auf denSaIomo Inseln, zu dessen Riederschlagung berate einige Kriegsschiffe von Australien abgegangen finb. Da sie hauptsächlich Maschinengewehre m Bord genommen haben, die Eingeborenen aber schwerlich über moderne Waffen ver ügen dürf­ten, kann man sich ungefähr ein B ld von dem machen, was von dieser Strafexpedition zu er­warten ist.

Interessant ist «S aber doch, daß die völlig ohnmächtigen SinaeboreTren sich zu einer Revolte haben hinreißen lassen. Daraus geht doch her­vor, daß es schon sehr schlimm gestanden haben muß. ilnö daS unter der viel gerühmten englischen Kolonialverwaltung. Wie namentlich die Eingeborenen der früher deutschen Inseln über sie denken, zeigt am besten eine Feststellung, die sogar durch tie englische Press« ging, wonach man sich wieder nach der deut­sch eit H e r r s ch a s t z u r ü ck s e h n e. Die Eng­länder waren damals empört, weil uns dadrn'ch weiteres ausge.zeichncteS Material an die Hand gegeben wurde, um gegen die Kolonial-Lüge vor- zugehen. Zu Herzen genommen haben sie sich da- aber nicht, was ihnen aus Eingeborenennnmb zu Obren kam Sie haben es wah^cheinlich noch ärger getrieben, als zuvor. Denn sonst brauch- ten heute nicht Kriegsschiffe mit Volldampf auf bte Salomo-Inseln zuzusteuem. und ibre Ge­schütze tum Zusammenschteßen der Dörfer flar I W machen.

Zu dem Ueberfa II auf den Regie­rungsdampfer ,.A u k s" auf der Insel Ma­la ita tSalomogruppe) meldet dieDaily Mail": Dte Eingeborenen überfielen den Dampfer in ihren Kr.egs-Kanus. Sie waren mit Knegs- farten bemalt. Ss wird angenommen daß der Aufstand auf religiöse Gründ« zurückzufüh­ren ist. Die Eingeborenen sind der' Me nrrna. datz die vielen der früher in den Kämp en nnt den Weißen Getöteten sie zur Rache aufgefor- dert hätten. Die Behöroen trcf'en Derreidi- gungsmatznahrnen. Der KreuzerAdelaide" wird am Freitag erwartet. Der S700-Tonnen- DampferDilvela" wird am Freitag von Sydney mit Vorräten und Munition für eine umfangreiche Aktion abfahrem

Polen lenkt ein.

Berlin. 11. Oft CEU.) Wie die .Vvss. Zeitung" aus Warschau meldet, sind vor einigen Tagen auf Anordming PilsudfliS alle im Wilnagebiet verhafteten litau­ischen Geistlichen und Lehrer frei- gelassen worden. Die übrigen Verhafteten dürsten gleichfalls noch heute abend oder fpä- testens morgen frei kommen, nachdem man Loya- litäteerflärungen von ihrren erhalten hat.

Kleine politische Nachrichten.

Der Herr Reichspräsident empfing ge­stern den preußischen Ministerpräfidenien Dr. h. c. Braun in längerer Audienz.

Der Bischof von Regensburg, Dr. An­tonius v. Heule, ist Dienstag abend gegen 11 Uhr im Alter von 76 Jahren an einem Herzschlag g e. st o r b e n.

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Die vier Bergarbeiterverbände ha­ben an den Zechend er band ein Schreiben gerichtet, in dem sie unter Hinweis auf die Rot der Zeit und die ständigen Preiseichöharngen die bisheri­gen Löhne als uugcnügenb bezeichnen und den Verband ersuchen, mit ihnen in neue Lohn­verhandlungen einzutreten und hierfür einen Termin zu bestimmen. Wie dasD. T." auf Anfrage bei den Ze<benverbänben in Essen erfährt, wird in bergbaulichen Kreisen die For­derung der Bergarbeiterverbände auf Lohn­erhöhung angesichts der zur Zeit im Ruhr- berabau bestehenden allgemeinen Wirtschafts- Verhältnisse und wegen der verschärften Kon­kurrenz auf dem Weltkohlenmarkte als in jeder Hinsicht undiskutabel bezeichnet.

Da» Schiedsgericht zur Beilegung des Streik» in den Berliner Brauereien bat einen Schiedsspruch gefällt. Hiernach werden die Löhne oon sofort ab um 3 Mk. und vom 1. Januar 1928 ab um eine weitere Mark erhöht. Das Lohnadkom. men gilt bis zum 28. Februar 1928. Die bei Aus­bruch des Streiks befchäftiaten ständigen Arbeiter werden wieder eingestellt. Die Erklärungsfrift der Parteien läuft bis zum 13. Oktober.

Tosgraoe ist zum Ministerpräsiden, tende» irischenFreistaates wledergewähll worden. Er wird unverzüglich mit der Bildung de» Kabinetts beginnen.

Aus nller Welt.

Zwei deutsche Azorenflüge.

Wie di« Besatzuna der ^V. 1230" telearaphifch mitgeteilt hat, beabsichtigt sie, Mittwoch früh noch den Azoren zu starten. Weiter erfährt da» WTB., daß gleichzeitig für Mittwoch vormittag der Start der HeinkelmaschineD. 1220" zum Ozeanflug vorgesehen ist. Der Start erfolgt in Warnemünde und es ist in Aussicht genommen, nach Möglichkeit zunächst bis zu den Azoren zu fliegen. Dieses Projekt Ist ebenfalls seit langer Zeit In aller Stille vorbereitet worden und die Maschine bat ihre Dersuchsflüge ausgezeichnet bestanden. Die Maschine wird von dem Flugzeugführer Merz gesteuert, der einer der tüchtigsten Verkehrspiloten der Deutschen Lufthansa ist und für diesen Flug be­urlaubt wurde. Außerdem werden noch zwei Per­sonen an dem Fluge teilnehmen. Die Maschine ist mit einem besonders starken Motor ausgestattet, nämlich mit einem Packard oon 800 P. S. In Ber­liner Luftfahrkreisen verlautet, daß zwischen den beiden Projekten enge Beziehungen bestehen. Wenn die Witterungsverhältnisse nicht im letzten Augen­blick den Start wieder hinauszögern, werden also zwei deutsche Ozeanflüge zur gleichen Zeit begonnen werden.

Umzug In Königswusterhaufen.

In einigen Wochen wird der in Königswuster- Hausen stationierte aroße Deutschlandsender verlegt werden. Er hat bisher tn Köniswustcrhauien in der dortigen Funkstation nur ein prooisoriscyes Heim besessen und wird nunmehr nach Zeesen verlegt. Hier in Zeesen ist ein gewaltige» neues Maschinen- und Seudcgebäude errichtet worden, das kurz vor der Vollendung steht und zwei 210 Meter hohe Funktürme besitzt, die zu jeder Sendung bereit finb. Die Stromerzeuger, die in dieser Anlage zur Aufstellung gekommen sind und die speziell nur für den Rundfunk dienen sollen, sind die größten von ganz Europa. Bisher hotte der Sender in Königswusterhauscn nur mit einer Energie von 20 Kilowatt gearbeitet, der neue wird mit einer sechsmal | o großen Energie die Rundfunk wellen in den Raum ausstrahlen. Er wird also mit doppelter Kraft wie der bisherige stärkste Rundfunk­sender in Langenberg, der nur über 60 Kilowatt Sendeenergie verfügt, arbeiten. Diese gewaltigen Energien, die von dem neuen Sender ausgehen wer­den, werden cs den Rundfunkteilnehmern in ganz Deutschland ermöglichen^ selbst mit den einfachsten Detektorengeräten die Sendungen aus Zeesen zu empfangen.

Leichte Erdbeben in Italien und Jugoslawien.

In Rom toutite em 15 Sekunden andauerndes Erdbeben verspürt, besonders in den höher ge­legenen Stadtteilen. Das wellenirfige Erdbeben schlug südwestlich« Richtung rin. Das Zentrum des Erdbebeite liegt tn der Mulde oon Fucino bei Avezzcn»o. In Rom selbst find ferne Schä­lten, dagegen tn den Ortschaften Frvfinone, Agu- lla und Tivoli ctmge Häuserschäden zu ver­zeichnen Auch Belgrad war von einem Erdbeben betroffen. Es waren drei Stöße zu veripüven. Das Beben bauerte ca. sechs Mfiniten sechs Sekunden. Der Herd dürfte 48 Kilometer süd­lich von Belgrad sein.

Bluttat rine» Milderer».

QUS der als Wilddieb berüchtigte Delegen- hc;.:£arbeitet Zipf aus Iena tn der letzten Rich: nach H-cusc ging, wurde er von zwei befreundeten jungen Arbeitern wegen seines

schweren Rucksackes gdbänfdt Zipf, der tatsäch­lich erwildert« Deute im Rucksack hatte, zog ein Messer und erstach den einen der Beiden, den Bauarbeiter Georg Schorn. Der Täter wurde festgenommen.

Schrecklicher lob.

In Mühlbach bei Krruznach kam eine 37 Iahre alte Frau beim Kochen mit ihren Kleidern der a'.ühend ,gewordenen Ofentür zu nah«. Di« Kleider fingen Feuer und di« Frau stand alsbald tn Hellen Flammen. Auf ihre Hilferufe kamen Rtachbarn herbei und erstickten das Feuer. D.e Frau hatte aber am ganzen Körper fo schwere Brandwunden erlitten, datz fi« starb.

Ihre vier Kinder erlränft

In Saarburg im El'ah ertränkte bie Frau eines Briefträgers, als sich ihr Mann zur Arbeit begeben hatte, in einem Anfall von Geistesgestörtheil nacheinander ihre vier Kinder in einem Waschfaß das fit in der Küche ausgestellt hatte. Rachher legte sie bie Kinder auf daS Bett und ging zum Polizei­kommissar und zeigte die Tat an. Sie erklärte: ..Jetzt sind v»er Engel mehr im Himmel." Die Aerzte, bie fofort herbei gerufen wurden, be­mühten sich vergebens bie Kinber ms Sehen zurückzurufen.

Auf der Lokomotive verbrannt

Bei Esch an der 2ll.zette (Lurembura) be­förderte ein Lokomotivführer mit glühender Schlacke beladene Wagen. Dabei stieß er mit einer aus entgegengesetzter Richtung kommenden Lokomotive »ufannnen Durch Eten Stoß fiel di« glühend« Schlacke in bie Lokomotive bi nein und setzte die Kleider des Maschinisten tn Brand, der verbrannte.

Eine Fastchmünzerwerkstott ausgedeckt

In Berlin wurde ein« nach allen Regeln der Kamst betriebene Jallchmünzerioerkstatt In bet Liegnitzet Straße entdeckt und auszehvben. Di« beiden Hersteller und Dertreaber, b.c 29 Iahrr alten .Kaufleute" Kari Kurtz und Walter Schind­ler, wurden festgenommen und dem Unter­suchungsrichter vorgesührt Außer einer Han>- druckmaschine fand man taufende von Ren­ten ma rkscheinen, Hunderte von Fünf- und Zehnrentenmarkscheinen, gefälschte Hoch- und Stadtbahrckarten und zahllose photographische Aufnahmen von Banknoten aller An die zur Herstellung von Fälschungen verwandt werden sollten.

Lin historischer Fund im wiener Justizpalast

Unter den alten Aktenstücken im Iustizpalast wurde kurz vor dessen Einäscherung ein bisher unbekannt gebliebener Geheimbericht des Polizeikonfidenten des Ettore über Unterredun­gen gefunden, die Rapoleon I. mit ihm auf Elba geführt hat

Vie reiche Erbschaft.

Im Jahre 1829 hinterließ Der Fürst Ga- r a 8 o l i d u Borene fünf Millionen Los. Er besaß einen einzigen Reffen, aber an dem Erbe wollten außer ihm noch fünfhundert mehr oder weniger verwandte Mitalieder der Samilie beteiligt fein. ES entspann fich um de Erbschaft ein Prozeß, der einhundert 3abre gedauert hat. Inzwischen haben bi« Erben des Reffen die Zahl vierzig erreicht unö die Zahl der Rachfahren der Verwandten ist auf 700 ge­stiegen. Doch auch die Erbschaft war gewachsen, sie betrug 15 Millionen ßire Der Prozeß en» bete damit, daß die Partei des Reffen eine Hälfte erhielt und Me 700 weiteren Ver­wandten erhielten die andere Hälft«. Vor der Auszahlung aber hatten fünfzig Anwälte und deren Rachkommen einen erheblichen Teil für ihre Bemühungen abgewogen. Was die einzelnen glücklichen (Erben wirklich erhielten, mußten sie zum größten Teil an den italienischen Staat abführen.

Die Wetterlage.

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Das nördliche Hochdruckgebiet hat sich süd­östlich nach Skandinavien hin verlagert. Unter dem Einfluß der Rord-Strömung, di« heute ganz Deuts^,land überflutet, kam «S neben stärkerer Rebelllldung auch zu Wolkenbildung und in Ost- deutfchland zu leichten Riederfchläacn. D.e augen­blicklich herrschende Wetterlage laßt aber trotz­dem noch keinen vollkommenen WltterungSum- fchlag erkennen.

WeltervorauSfagc^ Wolkig mit Aufheiterung, tagsüber kühler und meist trocken.

Witterungsau-fichten für Freitag: Zeitweise aufhritemd. Temperaiu.en wenig verändett unb im all'.emeinen noch trocken.

Lufttemperaturen am 11. Oktober: mittag» 153 Grad Celsius, abends 8,8 Grad Celsius; am 12. Ott ' morgen» 8,2 Grad Celsius. (Zrblcmperaturen In 10 Zentimeter Tiefe am 11 Oktober: abend» 10 Grad Celsius, am 12 Oktober: morgens 8,1 Grad Cclsiu». Maximum 17 Grad Cclsiu», Minimum 2 Grad Tel- fhis. Sonnenscheindauer 7 Stunden.

Dienstag, denttOktobZZ 7* abends. j