Einzelbild herunterladen

strahe nimmt zu. Alle Jugendlichen unter 18 Jahren sind von der Landstraße Wegzunehmen. Denn durch die Wanderstrahe Arbeit zu be­kommen, ist heute ausgeschlossen. Es sind viel­fach seelische Gründe, die die jungen Menschen Kiuf die Landstraße bringen, ferner Kino und Schundliteratur. Wie nehmen wir uns nun dieser Leute an? Zunächst muh unsere Arbeit schon im Heimatort der Wanderer beginnen. Sehr wich­tig ist eS, daß bei diesen Leuten, die wenigstens Psychopathen sind, deren geistige Fähigkeiten al­so noch normal sind, deren Gefühlsleben aber anormal ist, die Heimatliebe gefördert wird.

Heber die Fürsorge für erwerbslose Jugend­liche" sprach bann Dr. Rehm (Hanau). Die Erwerbslosigkeit Jugendlicher stellt Staat und Gesellschaft vor besondere Aufgaben. Das Ziel ist Arbeitsvermittlung, der Weg Erhaltung der Arbeitsfähigkeit.

Mit diesem Referat schloß der theoretische Teil der Tagung. Es folgte ein praktischer Teil. In Hephata bei Sreijfa füllten eine liturgische Wochenschlußandacht. Gottesdienst. Besichtigungen der Anstalten. Bor.rage und Aussprachen die weitere Zeit aus. Es ist unmöglich, hier auch nur in aller Kürze ein rechtes Bild von den tiefen Eindrücken und Erlebnissen in Hephata zu geben.

Pfarrer Linz (Hephata) berichtete über Für­

sorgeerziehung, Aufnahmeheim und die Prin­zipien der Anstaltserziehung und betonte be­sonders die individuelle Einwirkung. Die Er­ziehung ist aufgebaut auf religiösem Leben. Es wird aber keinerlei Zwang auf religiösem Gebiet auSgeübt.

Pfarrer Dr. Schaub und Pfarrer Ulrich führten bei den Besichtigungen und beantwor­teten die mancherlei Fragen, die aus dem Kreis der Teilnehmer gestellt wurden.

Pfarrer Fritsch (Kassel) behandelte noch die Fragen:Was ist das Ziel evangelischer Jugendfürsorge?"Was erwartet die Mission vom jungen Akademiker?"

An die Tage in Hephata schlossen sich Be­sichtigungen in Kassel an. Dr. Haarmann sprach im Magistrats-Sitzungssall über denAuf­bau des städtischen Jugendamtes, dem jetzt 175 Vereine angegliedert sind. Die Teilnehmer besich­tigten die Wander-Arbeiterkolonie, das Zu- sluchtsheim und das im Umbau befindliche alte Zuchthaus.

Der Leiter- der ganzen Tagung Dr. B e t ck c (Berlin) schloß den Kursus mit Worten des Dankes an alle, die am Zustandekommen der Veranstaltungen beteiligt waren und in der Hoff­nung auf den Erfolg dieser Tagung. P.N,

Turnen, Sport und Spiel

Höhepunkt überschritten haben, in einem Alter, in dem in anderen Sportarten die Wettkämpfer längst von der Kampfbahn abtreten muhten.

Zu erwerben sind diese wertvollen Fähig­keiten in so weitgehendem Umfange aber nur im Kampf Mann gegen Mann mit der blanken Waffe. Dafür gilt aber auch für das Fechten mehr als für jede and-re Wettkampfart bei1 alte Spruch: vor den Preis setzen die Götter den Schweiß. Das Fechten erfordert eine lange uyd mühevolle Hebungszeit. bis die äußeren Erfolge zutage treten. Ist aber einmal die Grundlage geschaffen und der tote Punkt, der eben infolge mangelnder Tatkraft leider so vielen schon zum Abtchrpunkte geworden ist, überschritten, bann geht es auch mit unaufhaltbaren Drängen vor­wärts von Kampf zu Dampf, vo.i Klasse zu Klasse, bis bas Ziel erreicht und die Sehnsucht gestillt ist: Meister!

Fechten.

Fechten ist eine der rein auf Kamps einge­stellten ältesten Leibesübungen. Der Kampf wurde schon den Urmenschen als Lebensnotwenbigkeit mit auf den Weg gegeben unb ist als solche auch heute noch in voller Geltung. Ihn zu bestehen, stählten bereits die Alten ihren Körper durch ab- härtende Hebungen unb geschmeidig machenbe Spiele. Vor allem waren es die burch die Ver­hältnisse bedingten Kriegsspiele und Waffen­übungen, die die größte Anziehungskraft auf den Menschen ausübten. Bei den Völkern des Alter­tums durch bevorzugte Kriegerkasten und im Mittelalter durch die nach strengen Grundsätzen erzogene Ritterschaft an den Höfen gepflegt, hat die blanke Waffe eine Adelsstellung errungen, die sie sich über den Bürger des 16. Jahrhunderts hinweg, der seine Waffe mit Stolz trug, bis in die Gegenwart sichern konnte und die die Haltung und Lebensart des Fechters jederzeit beeinfluß hat. Dies und die durch eine jahrhundertelange Entwicklung bis zur reinen Kunst gesteigerte Aus­bildung sowie ihre mühevolle Erlernbarkeit mögen viele von der Hebung mit der Klinge abschrecken und schuld daran sein, bah diese vorzügliche Leibesübung schwer Gemeingut werden kann.

Sie ein solches werden zu lassen im Rahmen feiner deutschen Turnkunst als eine ihrer wert­vollsten Hebungen, ist selbst dem Turnvater Jahn und seinen eifrigen Mitstreitern unb Schülern nicht gelungen. Doch die alten Turnmeister, unter ihnen vor allem ein Friesen, E i f e I n, Lübeck, Böttcher und Wahm annsdorf f, haben die edle, schon fast vergessene Fechtkunst unferm Volke wieder in Erinnerung gebracht unb den Doben bereitet für ein neues Aufblühen. Hnb eine neue Blütezeit für die Fechtkunst in unferm Vaterland« ist angebrochen. Roch rast­losen, vergeblichen Mühen, das Fechten mit den alten deutschen Waffen, Stoßfechtel, und schweren Säbeln, über die ihnen von Ratur gesteckten Grenzen hinaus zu steigern, haben vor etwa drei Jahrzehnten die leichten Waffen Florett, leichter Säbel und Degen bei uns Eingang gefunden. Ihr leichtes Gewicht, ihr Bau und ihre Führung nach der aus Italien stimmenden, auf größter Beweglichkeit aufgebauter Schule lassen eine fast unbegrenzbare Steigerung des Hebungsvermögens zu, das an Vielseitigkeit seinesgleichen in der neuzeitlichen Sportbewegung suchen dürfte. Eins weitgehende gesundheitlich? Förderung der Ausübenden wirb durch die auf die Ausbildung des gesamten Muskelbaues unb der Tätigkeiten ber edlen Jnnenteile des Körpers berechnete Hebungsweise verbürgt. Dazu tritt die Schulung ber geistigen Fähigkeiten: einer scharfen Beobachtungs- unb blitzschnellen Auf­fassungsgabe, raschen Entschlußfähigkeit unb schlagfertigen Tatkraft, verbunden mit Schars- finn unb Findigkeit. Hnb gerade diese Fähigkeiten unb Eigenschaften ermöglichen es bem Fechter, die Waffen mit Erfolg selbst bann zu führen, wenn Körverkrast unb Beweglichkeit der ©lieber ihren

Zurückhaltung heraus, nimmt mich beim Arm und führt mich in immer lebhafter werdendem Gespräch über tropisch bepflanzte Gartenwege zu einem freundlichen Landhäuschen.

Hwr. erklärt er, hinter diesen Mauern keimt die Zukunft der Menschheit. 15 Schim­pansen unb 25 Hund Lassen, Ahnen eines kom­menden Millionengeschlechts. Ratürlich handelt es sich fürs erste um Vorbereitungen. Es sind gar teuere Objekte, die Sie hier sehen werden. Vor kurzem erst habe ich für einen Orangutan- Jüngling bare 15 000 Franks bezahlt. Die Herr­schaften müssen vor allem akklimatisiert werden, erst dann kann man mit der Züchtung beginnen, da sich diese Tiere in der Gefangenschaft für ge­wöhnlich nicht fortpflanzen.

Hnb mit einem gewissen Stolz zeigt mir der Gelehrte die mit den Mitteln modernster Technik und Hygiene geschaffenen Einrichtungen: alles ist hell unb sonnig. Hier herrschen die Tobseinde der Tuberkulose: Wärme unb reine Luft. Reben der geschlossenen Abteilung ist eineoffene", wo sich die Tiere bereits in halber Fre.heit tummeln. Das Fütteimngssystem schaltet bas Raturrecht des Stärkeren über den Schwächeren aus: die starken Tiere werden verhindert, den schwachen die Rah- rung wegzuschnappen ...

Wir betreten nun bas Affenkrantenhaus, Woronoffs Spezialität. Jede der freundlichen kleinen Zellen ist mit einer Matratze unb einer Decke ausgestattet.

Augenblicklich, betont Woronofs mit Genug­tuung, haben wir überhaupt keine Patienten. 2m Gegenteil, die etwas schwächlichen Tiere, die ich aus dem Pariser Zoo übernommen habe, er­holten sich hier sichtlich unb nehmen im Gewicht rasch zu, während sich die für die Gefangenschaft typischen Depressionen rasch verloren haben.

Es blieben noch ungefähr 15 Hunbsaffen in Paris, denn solange wir hier noch nicht genü­gend eingerichtet sind, müssen wir die für die lausenden Derjüngungsoperationen bestimmten Tiere in ber Hauptstabt unterbringen. Mit ber Zeit beabsichtige ich jedoch, Vorsorge zu treffen, daß alles hierher kommt. Hierher, und nach den übrigen Farmen. Was Sie da sehen, ist nämlich nur ein Anfang. Sobald ich hier positive Re­

V. s. V.

Hauseinweihung auf dem Wgldsporlplah.

Am kommenden Sonntag übergibt ber Verein für Bewegungsspiele bas auf seinem Ge- länbe erbaute Lereinsheim seiner Bestimmung. Aus Anlaß bieses Ereignisses finben am Sonntag eine große Anzahl Wettkämpfe verschiebener Art statt. Der V. f. B. tritt babei mit nicht weniger als zehn Fußballinannschaften, einer Hanbballmannschast, einer -IXlOO-Meter- unb einer Olympischen Staffel sowie einer Gruppe Schauübungen vorführenber Leichtathleten auf ben Plan unb erreicht mit einer Gesamtzahl von runb 140 aktiv tätigen Sportlern eine für Gießens Verhältnisse außergewöhnlich hohe Ziffer. Hoffentlich erfolgt bei biefer Gelegenheit end­lich einmal ein geschlossener Aufmarsch aller Aktiven des Vereins. Das sportliche Programm ist so groß, daß der Waldsportplatz nicht ausreicht und der frühere Hessenplatz mitbenutzt werden muß.

Den Reigen der Spiele eröffnet schon morgens früh die 3a-Mann schäft, die auf eigenem Platz der Sen des Wetzlarer Sportvereins entgegentritt.

ihres bisherigen intensiven Trainings dürfte die V. f. B.-Elf gegen ihren spielstarken Gegner einen recht schweren Stand haben.

Anschließend wird dis Alte Herrenmannschaft ihre noch respektablen Kräfte mit den Aktiven Gro- ßen-Busecks messen. Aller Voraussicht nach sollte hier das Alter über die Jugend siegreich {ein. Das fol­gende Treffen steigt zwischen 3b des Platzvereins mit der 2. Heuchelheims. Der Ausgang ist ungewiß.

Inzwischen findet auf bem früheren Hessen platz ein Spiel zwischen der 3. Jugendmannschaft unb ber noch nicht lange znsaminengestellten Jugenb Großen- Busecks statt.

Nach einer kurzen Mittagspause tritt b;e 1. Ju­gend gegen die 1. Jugend des Wetzlarer Sportver­eins an unb wirb alles baransetzen müssen, wenn sie auch nur knapp gewinnen will.

Dasselbe gilt für bie Ligareserve, bie nach bem Jugenbspiel bie 1. Mannschaft vom Spv. Heuchelheim zum Gegner hat. Wenn bie 23. f. B.-Mannschaft keine besseren Leistungen zeigt als am Sonntag vorher gegen bie Elf des hiesigen B. C. 20, bie sich übrigens

'Auf Woronoffs Affen xarm

Von Dr. L. Aigner.

Mentone, im August.

Vor kurzem sprach ich Proß W o r o n o f f, der durch seine praktischen V. riüngungöme.'hoden heute Weltruf genießt. Gleich zu Beginn der Hnterrebung legte er mir den Hnterschied dar, der in der Praxis zwischen ihm und Professor Steinach bestehe.

Steinach so sagte er will die Bestand­teile der menschlichen Maschine reparieren. Ich hingegen will diese Bestandteile ersetzen. Das Komplizierte meiner Aufgabe besteht darin, daß den heute auf der Welt lebenden rund 1,5 Milliarden Menschen kaum 1,5 Millionen Wfen gegenüberstehen, die für die von mir an­gewandten Operationen geignet sind. Mein erstes Ziel muß es daher ;ein, hier einen Ausgleich zu schaffen. Die Zahl der Af en muß erhöht, d. h. Tiere müssen planmäßig gezüchtet werden. Be­suchen Sie mich doch einmal draußen auf meiner Affenfarm bei Mentone. Ich werde Ihnen dann mehr erzählen können.

Langsam, vorsichtig fährt das Auto, nachdem es Mentone hinter sich gelassen hat, auf der schmalen Straße zwischen dem Meere und einer steilen Felswand dahin. Da taucht die Brücke Saint Louis auf. die über den Grenzfluß nach Italien htnüberführt. Der Chauffeur, der in Professor Woronosfs Diensten ste^-t, ist den Zoll­beamten bekannt. So passieren wir denn ohne Remsion die grünweißroten Grenzpsähle. Bald wird auch schon von einer kleinen Anhöhe bas historische Schloß ©.imalbi, das Heim des For­schers sichtbar. Hoch oben reckt sich das Skelett eines alten Turmes in den Himmel, danebc i liegen, von einem Wäldchen halb bedeckt, die italienischen Zoltgebäude, und vor uns, am Fuße der Anhöhe, leuchten ein paar weißgetünchte Häuser auf.

Ein schwarzer Diener führt uns direkt in bas Arbeitszimmer des P.-pefiors, eine3 schlan­ken, dunkelhaarigen Fünfzigers mit bem Aus­sehen eines verkleideten russischen Gardeoffiziers. Bald geht er jedoch aus seiner anfänglichen

in jeder Hinsicht sehr gut cmließ, wird sie gegen Heuchelheim bestimmt verlieren.

Die 1. Schülermannschaft fyat fleißig trainiert unb bürste ihr Freundschaftstreffen ge-en bie Schüler Heuchelheims gewinnen. Ebenso die 2. Schülermann- schaft, die auf bemHessenolatz" gegen bie Kleinsten von Klein-Linden antritt. Auch bie II. Jugendmann­schaft muß sich mit dem Platz auf bem Trieb begnü­gen. Ihr Gegner ist bie gleiche des Wetzlarer Sport­vereins. Hier wird V. f. B. kaum Siegesaussichten haben.

Nach der eigentlichen Einweihungsfeier findet ein Handballwettlpiel zwischen ber neugebilbeten Hand- ballmannschaft des 23. f. B. unb der Handballelf des Wetzlarer Sportvereins statt. Zwischen den beiden letzten Spielen unb in ben Pausen finden die schon erwähnten Staffelkämpfe statt, zu denen ebenfalls ber Wetzlarer Sportverein seine Läufer schickt. Beide Staffeln, bie 4X100, sowie die olympische, ver­sprechen sehr spannend zu werden.

Den «chluß des sporllichen Programms bildet ein Liga treffen zwischen 23. f. B. und bem Wetzlarer Sportverein. Es ist das erste Spiel, das die Wetz­larer Vereinigten hier austragen. Am Vorsonntag haben sie auf" jeden Fall bewiesen, daß sie etwas können, indem sie über Germania - Marburg nach hartem Kampf verdient mit 4:3 gewannen. Die V.f. B. - Mannsck)aft hat durch ihren 7:2-Sieg über die Spielvereinigung gezeigt, daß sie in bem bisheri­gen Training recht viel gelernt unb ihre Spielstärke bedeutend gehoben hat. Man darf gekannt sein, in welchem Ergebnis sich das Kräfteverhältnis aus­brücken wirb.

Dom Radsport.

Die Gießener Radsahr-Gesellschaft von 1896 Die IDanbcrer

konnten auf bem Gausommerfest des (Baues 73 Lahn vergangenen Sonntag in Bad-Nauheim ganz außer­ordentliche Erfolge im Radsport erringen. Durch bie umsichtige unb fleißige Arbeit ihres 1. Fahrwartes W. Muhl erreichte bie Gesellschaft folgenbe Siege: 6-Schulrcigen 1. Preis, 8-Schulreigen 1. Preis (ge­stiftet von ber Stabt Nauheim), 6-Jugendreigen 1. Preis, 8-Jugendre!gen 1. Preis, 8-Kostümreigen 2. Preis (geft. von der Aerztefchaft Bad-Nauheims), Große Korso-Gruppe A 1. Preis, Jugend-Korso 3. Preis, Jugendradball 3. Preis.

Anerkannte

deutsche Höchstleistungen.

Die sieben im Rahmen der Deutschen Leichtathletikmeisterschaften erzielten neuen Höchstleistungen sind nunmehr durch den Leich tathletiiausschuh der Deutschen Sportbehörde bestätigt" worden: Körnig-S. C. Charlottenburg, 200 Meter 21,4 Sek. (bisher 21,5); Dr. Pelher - Preußen Stettin, 400 Me­ter Hürden 54,8 (bisher 54,9); Kvhn -Teutonia Berlin, 500 Meter 15:3,2 (bisher 15:4,9); Pe­tri- Hellas Hamburg, 10 000 Meter 32:0,8 (bis­her 32:14,2); Brechenmacher- Eintracht Frankfurt, Kugelstoßen beidarmig, 26,115 Meter (bisher 25,545 Meter); Hänchen- Polizei Ber­lin, Diskuswerfen beidarmig 77,66 Meter (bis­her 75,83 Meter); 4X100-Meter-Stasfel: S. C. Charlottenburg 41,3 (bisher 41,9). Außer diesen Rekorden für Herren wurde noch der Weitsprungrekord für Damen anerkannt, den Frl. G l ad i t s ch - Phönix Karlsruhe bei einer lokalen Veranstaltung des V. f. R. Schweim ingen am 26. Juni mit 5,60 Meter (bisher 5,54 Meter) erzielte.

Die Deutschen Schwimm-Meisterschaften 1928 werden anläßlich des 50jährigen Bestehens des Berliner Schwimmveieins von 1878, des ältesten deutschen Schwimmvereins, in Berlin ausgetra­gen. Zugleich mit den Schwimm-Meisterschaften kommen die Anssche.dungskämpfe für die Olym­pischen Spiele in Amsterdam zum Austrag. Als Kampfstätte ist die Schwimmbahn im Deutschen Stadion zu Berlin-Grünewald gewählt.

Nehr.ng legt im Segelflugzeug über 50 Klm. zurück.

vo. Eine ganz prachtvolle Leistung erzielte in den letzten Tagen der bekannte Segelflieger Reh ring aus einem SegelflugzeugDarm­stadt" auf der Rhön. Er startete gegen Mittag, um die bisherige Bestleistung von ungefähr 20 Kilometer zu überbieten und sich den Strecken- fonderpreis zu sichern. Er startete vom West­hang der Wasserluppe und zog in östlicher Rich- I hing davon. Durch Ausnutzung günstiger Auf- r W! TCTXTÄIDW»MSMEa-AUJUUK 1 BliT I r< 1BTCT2 H-HrfSKBeX fultate über die Vermehrung der Tiere aus- weisen kann, beabsichtige ich, an vielen Stellen der französischen Küste Affenfarmen einzurichten. Vorläufig geht alles auf meine Rechnung. Kann ich aber größere Erfolge aufweisen, so werde ich die Regierung um Hnterstützung angehen.

Wie stehen augenblicklich Ihre Züchtungs­versuche? Ein Erfolg ist bereits eingetreten. In einer Ecke des Affenhauses fanden wir näm­lich in einem Versteck einen jungen Hnndsaffen. Die erste Geburt auf der Farm hat sich also schon vollzogen. Dies war nur möglich, weil die Tiere Gelegenheit hatten, sich im Verborgenen ein Rest" zu bauen, um dort unbeobachtet sein zu können. Die Hauptsache für mich ist die Fort­pflanzung ber Orangutans. Die ist aber nur auf einer freien Farm möglich. Sehen Sie, dort, der erste freie Bürger meines Affenstaates ... Dabei zeigte der Professor auf einen kleinen Orangutan, der gemütlich vor uns hcrspaziert. Das ist Jimmy, der sich ohne Schwierigkeiten von seinem Pfleger einfangen läßt, erläutert der Professor.

Da näherte sich auch schon ein hochgewach- fener, etwa vierzigjähriger Mensch dem Affen. Cs ist der Pfleger der Tiere, ein früherer Domp­teur aus Java, ein Holländer, wie der Professor hinzuseht; er und seine Frau bilden das einzige Aufsichtspersonal.

So zahm wie Jimmy sind aber nicht alle, fahrt mein Führer fort. Oben, auf der Anhöhe, werden Sie auch halbwilde Elemente kcnnen- [etnen.

Und tatsächlich sehe ich nach einer Weile in einer anderen Hmzäunung auf einem Baume kleinere Affen, die mit Ketten an den Zweigen fest gebunden sind. Der ideale Aufenthaltsort für die Tiere wie mir Woronoff weiter erklärt, die hier wie in der Wildnis aus Bäumen leben, und doch nicht entschlüpfen können. Das Plateau, auf dem sie sich befinden, ist nämlich zu hoch. Cs handelt sich also ungefähr um das gleiche System, wie bei Hagenbeck in Hamburg. Rur mit dem Hnterschied, daß es dort feine Bäume gibt. Hier sind diese jedoch eine dringende Rot­wendigkeit, da die Affen m Klettertiere sind. Eines der schwierigsten KcM tel ist und bleibt

winde konnte er immer wieder an Höhe gewinnen und erreichte so fast Bad Berka in Thüringen. Er hat hiermit über 50 Kilometer zurückgelegt.

8. Internationaler

Rhönsegelflngwettbewerb.

WSR. Wasserkuppe. 11. Aug. Beh­ring gewann heute in glänzender Form den Heidel st einpreis. Dieser Wettbewerb ist in jeder Beziehung ein Relordwettbewerb. Die Teilnehmcrzahl an dem diesjährigen Wettbewerb sowie die Zahl der Starts übersteigt ade bisher erreichten Zahlen, ein Beweis dafür, daß der Segelflugsport in Deutschland immer größeres Interesse findet. Diese Woche ist die Rekordwoche. Arn Montag 18,6-Km.-Flug Rehrings von der akademischen Fliegergruppe Darmstadt, am Dienstag Rehrings Flug von 52 Km. nach Berka (Werra) und heute der Heid^lsteinpreis. Der Heidelstein ist fein einzelner Bergkegel wie die Milseburg, sondern ein Hochplateau von 1 Km. Länge und zirka 800 Meter Breite. Dieses Pla­teau war zu umfliegen. Der Heidelstein erstreckt sich südöstlich von der Wasserkuppe in ungefähr 71/» Km. Entfernung nach Südwesten. Rehring hatte Südwestwind, also die ungünstigste Rich­tung. Er startete von der Wasserkuppe um 2 Hhr und landete nach 31 Minuten. Sonst herrschte der übliche Schulbetrieb. Die jungen Segelflieger starteten des öfteren zu längeren Zeitflügen. Das Münchener Kindl" der akademischen Flieger­gruppe München machte mit Tännes am Steuer einen sehr guten Flug von längerer Dauer.

Reichshuldigungssahrt des ADAC zu Hindenburg. Das Präsidium des Allgemeinen Deutschen Auto­mobil-Clubs hat beschlossen, gclegenllich des 80. Ge­burtstages unseres Reichspräsidenten eine Huldi­gungsfahrt nach Berlin für sämtliche ADAC - Mit­glieder auszuschreiben. Die Fahrt selbst findet als Sternfahrt statt und zwar so, daß am Tage vor der beabsichtigten Huldigung vor dem Reichspräsidenten sämtliche Fahrzeuge aus allen Gauen Deutschlands konzentrisch in Berlin einfahren.

Oberheffen.

Kreis Friedberg.

WSR. Bad-Rauheim. 11. Aug. In die hiesige katholische Kirche wurde kürzlich ein Einbruchsversuch unternommen. Die Täter, offenbar gewiegte Spezialisten, versuchten drei eingebaute Opferbüchsen und einen frev­stehenden Opferst ock zu erbrechen. Offenbar han­delt es sich um die gleichen Personen, die auch in einzelnen rheinhessischen Orten als Kirchen­diebe aufgetreten sind.

Kreis Schotten.

= = Gedern, 11. Aug. Hnter dem Vorsitz drs Kreisschulrates Kinkel- Schotten fand gestern im hiesigen Schulhause eine amtliche Lehrerkonsevenz für den Bezirk Gedern ftatt. Lehrer Fernges - Gedern hielt in seiner Klasse (2. Schuljahr) eine Lehrprobe mit anschließendem Vortrag über das ThemaModerner Anschau­ungsunterricht". Er zeigte darin die Mitteil und Wege, deren sich die neuzeitliche Pädagogik bedient, um das Kind zum Clären Erkennen und Verstehen der Dinge seiner Hmwelt zu bringen. An die Lehrpvvbe schloß sich eine Aussprache an. Der MännergesangvereinLieder­kranz 1 8 4 2 ernannte Christian Guth an­läßlich seiner 50jährigen Mitgliedschaft zum Ehvenmitgied unter gleichzeitiger Heberreichung einer Ehrenurkunde. Dieselbe Ehrung wurde dem seitherigen Dirigenten des Vereins, Wilhelm 3 in 6. zuteil, der infolge Wegzuges von hier sein Dirigentenamt aufgeben muß. Hnter seiner Leitung haben die gesanglichen Leistungen des Vereins eine beachtenswerte Höhe erreicht.

Starkenburg.

Lpd. Darmstadt, 11. Aug. Heute abend kurz nach 8.30 Hhr wurde die Feuerwache nach dem Ludwigs-Denkmal alarmiert, wo die aus Anlaß des Derfassungstages angebrachten Girlanden und Fahnen in Brand geraten waren. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Deloration in Hellen Flammen. Mit Hilfe einer Motorspritze gelang es der Feuerwehr balo, das Feuer zu löschen. Die Entstehungsursache ist noch unbekannt.

* Darmstadt, 11. Aug. Dem Schriftsteller Wilhelm Michel wurde zu seinem 5 0. Ge-

dasGitterproblem". Ein Hundsaffe ist eben kein Kind. Die Gitter müssen sehr stark unb die Käfige auch nach oben hm abgeschlossen sein. Zu- scunmenfassend: ich verfüge also über drei Ab­teilungen. Die erste Etappe meiner Erziehung vollzieht sich in geschlossenen Gehegen, die doch die Illusion der Freiheit so stark wie möglich erhalten. Rach einer gewissen Zeit werden die Tiere in die zweite, die halbfreie Abteilung übergeleitet und schließlich gezwungen, sich gänz­lich im Freien aufzuhalten. Schwächliche Krea­turen gehen babei natürlich zugrunde, wodurch aber andererseits eine vorteilhafte Selektion zur Hervorbringung starker, durchaus lebensfähiger Tiere ftattfinbet.

Es geht zurück zum Hauptgebäude in die neueingerichteten Arbeitsräume. Woronoff er­zählt mir indessen, er wolle hier die Derjüngungs­operationen selbst, zu deren Förderung alle diese Einrichtungen geschaffen werden, nicht durch­führen. Sie würden weiterhin von seinem Mit­arbeiter im Pariser Woronoff-Jnstitut, dessen Leitung der Professor auch ferner beibehalten will, ausgeführt. Außerdem will Woronoff nur sechs Monate in Mentone und den übrigen Teil des Jahres in Paris verbringen. Mentone sei lediglich die Zuchtstätte, die das Material für die wissenschaftlichen Arbeiten liefere. Woronoff beabsichtigt sogar, einen Teil feines Affenmate­rials anderen Gelehrten zur Verfügung zu stel­len, um Forschungen auch auf anderen Gebieten, wie dem des Krebses, der Tuberkulose usw. zu er­möglichen. Was man bisher mit Hunden, Meer­schweinchen, Kaninchen und dgl. versuchte, sollte man jetzt mit den dem Menschen soviel näher- stehenden Affen fortsetzen.

Wir stehen wieder im Arbeitszimmer des Pro­fessors. Auf dem Tische liegen zahlreiche Ein­ladungen an Woronoff, so von der Sowjet­regierung, die ihn aufsordert, an der Moskauer Hnioerfität über seine Forschungen zu berichten. Woronoff dürfte dieser Emladung Folge leisten, fährt aber vorher noch zum Londoner Aerzte- kongreß, im September nach Parts zu Vor­lesungen an der Sorbonne, und im Oktober nach Wien.

Lxd. 5 s'ürzie 6 L-T120 ab.

iete lich 17 ierc. ro r<r Qliigfl i,;.t dem wird auch nun9 de 'prot'M 11 nung hat. gebracht, v Polizei ir Diese Zus hin durch mit der Der herl- grünlichen der Tschak und an i geschnallt i Heitengeve

kenh-n-^ ben t'L MHE trunken

-Minbad f im Wx hatten si^ big °>2 den der b einen Sun anderen «

B W- toeute eine Führung Brandt tigten in 1 gemeisters um den S Besichtigun gehungs digcr Bau von der P betrieb au 6iabt toüi auf die den die ' tegieuings

ftanbfe hiestgen »Tießene Grund c durch A v -geben vb'.&n '".mpnera Drücket Arbeiten k

O E s'gen Ps<

li'nd crbeitei s'üllgchabd >ich ausge' arbeiten t hier unb i meister R Arbeiten amt-s in

des Arbeit- Monats 3t " zu 8e werüslosert g^rnitJ55 Tel-

14 Fochhu

Fernand um

'Wem Stücks m

Me. Sie g. ihnen l>en.

fMnjjriftj e,nen $Qr h Ngfn ?ehl cils lc Jn lchwa

Mt fei i ÄS* LS -- Ä mmmt,

<11

sJP

äS Wnn erft

btö>r <nn 9rc

NM k l°llte '°

H'liig(n Jari fcs