Ausgabe 
12.1.1927
 
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Börsen korle.

Darum:

von

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a.

M.

Lelegrovb'Iche 21 u e a g b I u n p.

12 Ian.

Banknoten.

nun der un-

Erneucrung der Schmiede- und Prehanlogen in den nächsten Monaten beendet werden. Hebet die Verwaltung der stillgelegten Betriebe und Terrains schwebten nach verschiedenen Seiten Der- Handlungen, über deren Ausgang zur Zeit aber noch nichts Bestimmtes gesagt werden kann.

' Süddeutsche Zucker-AG. Sn bet Aufsichtsratssihung wurden Bilanz und Abschluß für das Geschäftsjahr 1925/26 genehmigt. Der Aufsichtsrat beschlos;, der G.-B. 6 Prozent Divi­dende auf die Stammaktien und 7 Prozent auf die Vorzugsaktien vorzuschlagen. Die Aussich­ten für das laufende Geschäftsjahr werden als nicht ungünstig bezeichnet.

Klöcknerwerke A.- G., Berlin. In einem Prospekt über die Zulassung von 40 Mil­lionen Reichsmark »proz. hypochekorisch eingetra­gene Teilschilldoerschreibungcn zum Handel und zur Notiz an der Berliner Börse teilt die Gesellschaft mit, daß der gegenwärtige Geschäftsgang zufrieden- stellend ist. Die gestelgerie Kohlenförderung findet guten Absatz, der Eisenmarkt hat eine wesentliche Belebung erfahren; die Erlöse im Auslandgeschäft sind gestiegen. Die stärkere Produktion beeinflußt die Ergebnisse günstig, so daß für das laufende Ge­schäftsjahr, soweit dies heute übersehbar ist, mit einem befriedigenden Ergebnis gerechnet werden kann.

Wirtschaft.

.Herabsetzung des Neichsbankdiskontsatzes.

Wie wir in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe bereits berichteten, hat der Zentral» ausschuß der Deutschen Reichsbant in seiner Sitzung die Herabsetzung des Wechsel- Dislontsahes von 6 auf 5 Prozent beschlossen. Der L o m b a r d z i n s s u ß bleibt zu­nächst mit 7 Prozent unverändert.

Zur Begründung dieser Maßnahme führte der Reichsbarupräßdent aus: 3n der ersten Januarwoche sind die Rückflüsse an die Reichs­bank sehr erheblich gewesen, obgleich die Bean­spruchung der Reichsbanl am Iahresultimo bei weitem nicht so lehr wie im Rovember durch kurzfristige Lombards, sondern durch Diskon- tiemngen von Wechseln erfolgte, deren Verfall- -eit zum weitaus größten Teil über den 7. Ja» nuar hinauslief. Gleichzeitig haben sich die Zins­sätze am offenen Geldmarkt, die während eines großen Teils des Dezembers eine gewisse Ver­steifung aufwiesen, in verhältnismäßig raschem Tempo gesenkt. Das Reichsbankdirektorium glaubt deshalb die seit längerer Zeit erörterte und im Rahmen der ganzen Zinssenkungspolitik der Reichsbank liegende Diskontherabsetzung nunmehr vornehmen zu können. Mit dem Satz von 5 Prozent wird ein Riveau erreicht, das, auch vom Standpunkt der Friedenszeit gesehen, als ein verhältnismäßig normales angesehen wer­den muß. Die weitere Entwicklung innerhalb der deutschen Wirtschaft wird lehren, ob wir dieses Riveau bereits jetzt als ein für längere Zeit gesichertes ar. f en können, ober ob die Ver­hältnisse schon früher wieder zu einer Wieder- Heraufsetzung zwingen werden. Die Herabsetzung des Diskonts auf 5 Prozent wird, wie wir an­nehmen, die Anziehungskraft des deutschen Mark­tes für ausländische Gelder kurzfristigen Eha- rakters herabmindern. Wir werden damit noch mehr als bisher auf die Rotwendigkeit hei­mischer Kapitalbildung und zweck- m ästiger heimischer Kapitalnuhung ver­wiesen. Wir erwarten, daß die private Kre­ditgewährung der von uns vorgenomme­nen Zinsherabsehung in vollem Um­fange folgen wird. Eine Herabsetzung des Lombardzinssußes haben wir nicht vorgenommen. Maßgebend für diese Entscheidung war ins­besondere der Ilmfl and, daß die erhebliche und dazu noch sehr stoßweise cintretende Inanspruch­nahme der Reichsbanl in Lombards an den Stichtagen des Zahlungsverkehrs, wie sie in öen letzten Monaten zu beobachten war, weder im Sinne der Rotendeckungsvorschriften des Bank- geketzes, noch im Sinne der Privatbanken liegt.

Herabsetzung des Privatdiskonts.

Berlin, 11. San. (Wolff.) Der Privat- diskont v.urde für beide Sichten um je 0,25 Prozent auf 4,25 Prozent herabgesetzt, wo­bei das angebo:crc verhältnismäßig knappe Ma­terial repartiert werden mußte.

der Seite gesehen, malt.

Ganz außerordentlich wichtig erscheint die Frage nach der pädagogischen Seite Bildbetrachtung. Welchen Gewimr haben fere Kinder vom Bilderbesehen, von Bilder­büchern aller Art? ilnfere gesamte Pädagogik hat auf diesem Gebiete bisher einen ungeheuren Feßler gemacht, indem sie einem Trugschluß er»

perspektivischen Darstellungen überhaupt zu ver­stehen. Bemerkenswert erscheint noch die Fähig­keit des Kindes, Bilder zu erkennen und zu deuten, wenn sie auf dem Kopfe stehen, ebenso wie das Kind ja auch vielfach Buchstaben und Ziffern und alle seine Zeichnungen in ganz will­kürlicher Umstellung, auf dem Kopfe oder

Tiger ist eine ungeheuer große Katze, der Wolf em großer deutscher Schäferhund nsw. Dr^e Grundvorstellungen sind in Wirklichkeit das Wich­tigste. Erst mit ihrer Hllfe gelingt es, den Bil­dern überhaupt irgend welchen Wert zu geben. Roch einmal: Das Kind erkennt einen Ball so- fort da, wo es selbst mit dem Ball gespielt hat, auch wenn das Bild noch so kümmerlich ist. Hat es aber keinen Ball gesehen, dann helfen tausend noch so schöne Bilder nicht. Daraus er­gibt sich die sehr wichtige Forderung, das Kind immer und immer wieder der Welt und den Dingen selbst gegenüberzustellen, es draußen überall und immer wieder beobachten zu lassen, wenn es will, und ihm nicht, wenn es nicht da­nach verlangt, das Surrogat des Bildes auf­zudrängen. Die Dinge selbst an das Kind her- anbringrn und das Kind an die Dinge, dann mögen's Väter die Bilder sehr wertvolle Dienste leistem Merkwürdigerweise aber gebraucht man die Bilder umso weniger, je älter und reifer für das Verstehen die Kinder werden. Selbst- r., stündlich soll die Freude auch der kleinen Kinder am Bilderbesehen deshalb durchaus nicht verkümmern. Wann und wo das Kind Bilder verlangt, da gebe man sie ihm. Es mag das Spiel reizvoll' finden, alle die Dinge, die es kennt, im Bilde wiederzusehen, nur sollte man i'.icht dem Trugschluß erliegen, nun auch fremde Dinge zeioen und erkläreii zu wollen. Und was alles" dem Kinde ganz fremd ist, davon haben die wenigsten Eltern und Erzieher eine Ahnung. Fremd ist ihm zunächst alles, was außerhalb feiner nächsten Umgebung liegt und sehr viel von dem. was innerhalb dieser Um­gebung liegt. Das fall es zunächst kennen und erobern und durchforschen und immer von neuem wieder durchdringen. Das ist seine Hauptaufgabe.

flmft.t'Hnn Purn.-Aires Brss.-Antw Cdrisliania. .floDenbaqeu Stockholm . HelsingsorS. Icalien. . . London. . . Ncunork . . Poris.... Schweiz . . Spanien .

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5% Deutsche Nctchsanleibe . 4% Deutsche vieichsauleihc .

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Deutsche Wertb. DoNar-Anl. bto. Doll.-Schatz Anwcisng. .

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Teulsch-Luremburg Gelsenkirchener üergwerke. .

Harvener Bergbau . - Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Vauraliütte....... . .

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Phönir Bergbau üthrinische Braunkohlen . . . !)ihcinstccbl...........

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Tellus Bergbau . .

Bereinigte Stahlwerke . . . .

Hainburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohd . . .

Chcramische Werke Albin . . 'Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holiinonn Anglo Cont (Muano.....

Chemische Mäher Alapin. . . t'-oldschmidt Holzverkohlung I G Sarden-Industrie. . . '»iütgerswerke .. Scheide anstatt Allg. Clektn-itätS-Yesellschast Bergmann ..........

Elektr. Lieferungen...... Lickt und Kraft. ...... Moinkraftwcrkc .......

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Siemen- Sc Halske .....

Adlerwerke Klehcr ...... Daimler Motoren. ..... Hehligenstacdt . '".'ffluiu.......... . .

Mannhk'nrer Motoren . . .

frankfurter Armaturen . . eonservcnsabrik Braun . .

MetallgescN'chaft Frankfurt. Pct. Union A.-G. . . . .

Schuwabrik Herz......

Sichel............ .

Zellstoff Aschaffenburg. . . . .-iellsl0ii Waldhos. . . . . . Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Wog häufel . . .

tag, der auch heule vielfach noch gar nicht als solcher erltinnt wird. Man glaubte nämlich, weil die Kinder so überraschend schnell unb gut alle möglichen ihnen bekannte Dinge auf den ein­fachsten Bildern wiedererkannten, darum wür­den sie auch umgekehrt Dinge in der Ratur er­kennen, die man ihnen schön und deutlich in Bildern gezeigt habe. Es handelt sich hier um einen Gedankenfehler, der sich geratest ein­gefressen hat in unser ganzes Erziehungswesen, den man gar nicht energisch genug bekämpfen kann. Es müßte jede Mutter, jeder angehende Pädagog wissen: mit Leichtigkeit wird ein Kind auf irgendeinem Bilde einen 3get als solchen erkennen (einerlei ob es ein Farbendruck, eine starke Zeichnung von ^Ibbelohde, ein Märchenbitd von Richter, eine kleine Faustzeichnung eines Lehrers, die nur eine zackige Amrißlinie zeigt, o. a. ist), wenn es nur einmal in Wirklichkeit einen 3gel gesehen hat. Rie und nimmer a'?er wird es ein Bild von einem wirklichen Igel bekommen, wenn man ihm auch ta.isend der schönsten Bilder davon zeigte, wenn es das Tier nicht in Wirklichkeit sieht. Ich selbst entsinne mich sehr deutlich meiner maßlosen Meberrafchung, als ich zum erstenmal in meinem Leben als un­gefähr siebenjähriger Junge einen lebendigen 3ge-l zu fegen bekam. Diese Ueberraschung galt aber viel weniger diesem Tier selbst als viel­mehr der Tatsache, das dies Tier eben das Tier sein sollte, das ich doch von so vielen Bil- öern in Fibel und Lese- und Märchenbuck) so gut zu kennen glaubte. Alle die vielen Bilder hatten mir wirtlich keine einigermaßen zutref­fende Vorstellung vermittelt. Ich hatte mir etwas ganz anderes vorgestellt. Oder hatte ich mir vielleicht überhaupt nichts vorgestellt? Damit in. Widerspruch zu stehen scheint eine aobere deutliche Erinnerung, die psychologisch ebenso interessant mi' pädagogisch wichtig ift. Ms ich als Dreiundzwanzigjähriger zum ersten­mal das Hochgebirge sah, da war ich außer- ordentlich überrascht durch das Gefühl, in einem durchaus bekannten Lunde zu fein. Diele frische, herrliche Schneeluft hatte ich wirklich schon ein­mal geahuent, dieser Hauser mit den stein- beschwerten Sachem waren mir ganz vertraut, bie schnell unter den Brückenbogen biaschiehen- ben. toeiftgrünen Wasser hatte ich gcntu so ge- scchem Als ich mir klar werden wollte über diese psychologische Beobachtung, fand ich nur bie Erklärung, die Tiroler Bilder von Franz von Defregger und von andern hatten mir dies vanb so plastckch anschaulich, so lebenswahr ge­zeichnet. daß ich es wirll.ch innerlich wahr er­lebt hatte, llnh dazu hatte manche Erzählung aus den Illpe» dazu beigetragen «als Kind schon hatte id)Heidi von Johanna Spvri leiden­schaftlich erlebt), daß mir das Land wirklich in feiner wahren Gestalt zu eigen geworden war Dies Erlebnis zeigt, daß es also doch möglich ist' mit Hilfe von Bildern fremde Dinge anschaulich und klar zu machen. Wie ertlärt sich tuefer scheinbare Widerspruch? Einfach dadurch, daß im zweiten Fall genügend Grundvorst.Hungen vor° Händen waren, um neue Vorstellungen daran anzuknüpsen. Darauf wird es immer ankommen. Wenn ich eine klare Vorstellung habe von der Kiefer in deutschen Wäldern, dann kann ein Bild mir leicht zeigen, wie die Pinie in Italen auesieht, kenne ich einen Lebensbaum, bann !.:>-n ich daran anschließend mi Ille .'ves v \_- die italienische Zypr> i - deutlich machen Der

1 D i e Zinssätze für täglich fällige Gelder. Wie der WTB.-Handels di en st hört, hat die Vereinigung der Berliner Banken und Bankiers mit Wirkung vom heutigen Tage ab die Haben-Zinsen für täglich fällige Gelder um i j Prozent ermäßigt. Der Zinssatz beträgt also in provisionsfreier Rechnung 2'.. Prozent, in provisionspflichtiger Rechnung 3 Prozent. Der Satz für Monatsgeld wird vorrussichtlich eben­falls um i/3 Prozent, also auf 4 Prozent er­mäßigt werden.

' Rheinische Stahlwerke AG. In der Aussichtsratssihung der Rheinischen Stahl­werke AG. konnte die Bilanz für das Ge­schäftsjahr 1925 26 noch nicht borgelegt werden, fca die Abschlußarbeiten wegen der Ausein­andersetzung mit den Vereinigten Stahlwerken AG. noJ) nicht zu Ende geführt find. Eine Dt- vidende wird jedenfalls nicht zur Verteilung komnten. Die Generalversammlung wird frühe­stens im Februar stattfinden.

Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik AG. Düsseldorf. Die ordentliche Hauptversammlung genehmigte einstimmig den belannten dividendeulosen Ab­schluß der 33 517 Mart auf neue Rechnung vorträgt. Die Lage des älnternehmens im neuen Geschäftsjahr kann zur Zeit als günstig ange­sprochen werden. Das Stahlwerk hat durch die vermehrte Beschäftigung für das Rohrwerk an E^enbahnmaterial und Staatsau trägen für län­gere Monate eine gute Grundlage bekommen. Das Geschäft in Konstrukt onS- unb Werkzeug» stöi'en hat tjch in den letzten Monaten in gc- ringem Maße gebessert. Die sonstigen Betriebe r.'.b tbr 'inige M niie mit Aukträgen gut ver- *'" ' - ' B^etke in Dehrendvrf und Sömmerda

nunmehr völlig umgestellt und rationalisiert. In Werkrat dürften die neue Walzenstraße, die

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Berliner Börje.

Berlin, 12. Ian Roch den letzten Steige­rungen und im Hinblicr auf den Medio wurden heute Gewinnrealifationen voreenom- men Die Abschwächungen blieben aber rer- einzell und hielten sich in engen Grenzen. Bei Eröffnung des amtlichen Verkehrs zogen rhei­nische und rheinifch-westiälische Eleltrowerte um 7 bis 7,5 Prozeirt an. Ferner erzielten

sem 9. Jahre der Fall sein, nach der Intelligenz- btüfung von Binei-Simon), später, mindestens im 12. Jahre, soll es sich ganz selbständig äußern, also z. B. sagen:Der Hund bellt, w e i 1 der Fuhrmann mit der Peitsche knallt, das Kind Weint, weil es die Schlüssel hat fallen lassen usw. Das Kind erkennt in diesen Stadien deutlich das Bild als Ganzes, während das Kleinkind immer nur Einzelheiten fleht und benennt. Höchst auffallend und interessant ist die durch Unter- fuchungen festgestellte Tatsache, daß die Jungen den Mädchen tn der Erkennung und Deutung von Bildern überlegen sind, während doch in der Entwicklung der Sprechsertigkeit die Mädchen den Jungen voraus sind. Ganz außerordentlich stark entwickelt ist das .Unterscheidungsvermögen der Kinder, wenn man ihnen nacheinander Bil­der vorlegt, die sich nur ganz wenig voneinander unterscheiden. D>e Erkennbarkeit der Bilder wird in allerer 11 er Linie bestimmt durch den Umriß, der den Kindern zweifellos das Wichtigste an den Gegenständen ist. Allgemein bekannt ist, wie He in den einfachsten Faustzeichnungen, die immer nur aus ganz wenigen Linien bestehen (z. D. Tisch",Stuhl",Bank",Ofen" usw.). doch immer die Gegenstände erkennen. Auch bei allen anderen Darstellungen. Häusern.' Tieren usw. ist immer die Umrißlinie das wichtigste Merkmal. Richt so bedeutungsvoll ist die Ausfüllung der Fläche. Die geradezu verblüffende Fähigkeit aber mit der die Kinder selbst im frühen Alter auf Photographien bekannte Personen erkennen, be­weist, wie stark auch die Wirkung solcher Flächen- auslülllmg für die Erkennung und Deutung von Bildern sein kann. Merkwürdig mutet zunächst die Tatsache an, daß die Farbe trotz ter lebhaften Farbfreudigkeit des Kindes fo gut wie über­haupt keine Rolle spielt für die Erkennung von Gegenständen auf Bildern. EinfacheSchwarz- wetß-Bilder" werden ebensogut erkannt wie die bunieften Bilder des Bilderbuches. Auch die Größe der Öargeftelllen Dinge spielt keine zu große Rolle. Es erweist sich nur als sehr störend, wenn etwa auf demselben Blatt irgendwelche Dinge in ganz verschiedenem Maßstab dargestellt sind" wenn etwa Pferd und Hahn in derselben oder doch ungefähr gleichen Größe erscheinen, wie das in vielen Bilderbüchern tatsächlich der Fall ist. Das Verhältnis der Dinge in ihrer Große zueinander müßte unbedingt richtig sein. Eine geringe Rolle für die Eriennbar^t von Thingen auf Bildern spielt die perspektivische Darstellung, eine Tatsache, die ohne weiteres erklärlich wird, wenn wir beber/en, daß cs sich bei der ganzen perspektivischen Darstellung mehr um Übereinkommen als um eigentliche Gesetze im strengen Sinn handelt. Auch die Völker primi­tiver Kulturen sind nicht in der Lage, unsere

AmtlicheA'oticrnna

<51ett> Brief

Berlin, 1t Jan

Amcrikanttche Noten

B-laffchc Noten........

Täiiffche Noten........

Enulische Noten ..... 4 Fran;oulchc Noten ...... Holländilche Noten......

Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch^csleer,»100 .fronen Numänüchc Noten......

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II. Jan.

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Geschäftliches.

Diel hilft nicht immer viel, das weih die er­fahrene Hausfrau. Maggi s Würze setzt sie des­halb den Speisen beim Abschmecken nur tropfen­weise zu und erziell dann zugleich sparsam wirtschaftend eine geradezu überraschende Ge- schmacksverfeinerung.

Letzte Lilactzrlchten.

Der erneute Zwischenfall in Mainz.

Mainz. 12. Ian. (W.T.B. Drahtmeldung.) Die beiden französischen Soldaten, die sich am Abend des 8. Januar auf der oberen Zahlbacher­straße die gestern gemeldeten Uebergriffs zu Schulden kommen ließen, sind, wie wir er­fahren, festgestellt und verhaltet worden. Rach einer Mitteilung des französischen Ober­kommandos sollen sie vor ein Kriegs­gericht gestellt werden.

einige Spezialwerte gute Defeft^ungen. Deutsche Erdöl plus 5 Prozent, Klöcknerwerke auf die günstigen Prospeltausführungen über die Geschäftslage plus 3 Proz., Ostwerke plus 3 Prozent und Kali Aschersleben plus 3 Prozent. Auch Schiffahrtsaktien gefragt und be­festigt. Rach Festsetzung der ersten Kurse wurde das Geschäft an den Terminmärkten ruhig und die Tendenz schwacher. 2. -G. - Farben wur­den mit 320 Prozent angeboten. Die feste Hal­tung der Spezialpapiere und die Flüssigkeit des Geldmarktes gaben der Börse aber immer wie­der eine Anregung, fo daß die freundliche Grund­einstellung trotz mehrfacher Schwankungen er­halten blieb. Später standen Montanwerte, Textilaktien und verschiedene Einzelpapiere im Vordergründe des Interesses. Lebhaft ge­sucht blieben auch festverzinsliche Werte, die zu anziehenden Kursen rege umgesetzt wurden, ebenso K a s s a w e r t c. Äm Geld­markt war Tagesgeld in jeder Höhe zu 3 bis 5,5 Prozent. Monatsgeld zu^ 5 bis 6,5 Pzt. erhältlich. Es ergab sich die Rotwei^digkeit, einen Teil des äleberschusses in fremden Devisen, be­sonders in Dollars anzulegen. Die Reichsmark schwächte sich daher im Devisen verkehr gegen Kabel von 4,2120 auf 4,2175 ab. Das eng­lische Pfund stellte sich mit 4,8520

Frankfurts .,rse.

Frankfurt a. TEL, 12. Ian. Tendenz: Fest, doch ruhig. Die Diskonterrnähigung der Reichs­bant wurde in größerem Ausmaße bereits gestern berücksichtigt, so daß das heutige Effektengeschäft ruhiger, doch überwiegend noch fest einsehte, besonders für D e r g b a u a k t i e n un­ter Spezialbewegungen von Mannesmann und Stahltrust auf die bekannten Kombinationen hin. Auch die Werte der Rhein-Elbe-Gruppe lagen freundlicher. Besonders fest lagen KaliaktieN auf die Verhandlungen des Ruhrbergbaues mit der Kaliindustrie. Aschersleben plus 4,75 Prozent. Rheinstahl waren trotz der Dividendeulosigkcit gut behauptet, da die Erwartungen für 1926/27 durch den Aufschwung der Kohlen- und Eisen­industrie günstig seien. Bankaktien lagen nur teilweise fest, so Commerzbank, Deutsche Dank und Metallbonk. Bei Barmer Bankverein wird jetzt zur lOprozentigen Dividenoo ein Dezugs- recht von 2:1 bekannt. Schifsahrtsaktien leicht erhöht. Auch Elektroaktien auf inter­nationale Kombinationen hin fest. Siemenswerte 2 Proz. erhöht. Scheideanstalt setzten heute 2 Proz. schwächer ein, erholten sich aber rasch wieder. Die variablen und Kassawerte zeigten widerstandsfähige Haltung. Bauaktien bis 3 Proz. höher, Maschinenaktien bis zu 1,5 Proz. feiler, Autoaktien bis 1 Proz. ge­bessert. Lediglich I.G. - Farben zeigten schwä- chere Tendenz. Der weitere Verlauf blieb besonders für Bankaktien und Spezialwerte des Mcntanw.arktes fest, dagegen brodelten I.G.- Farben weiter ab. Am heimischen Anleihe­markt blieben Kriegsanleihe gut behauptet, da­gegen schwächten sich Schutzgebiet etwas ab. Von fremden Renten gaben Türken nach. Der Geldmarkt zeigte eine weitere Entspannung. Tagesgeld zu 3 bis 31/» Proz. angeboten. Mo­natsgeld zu 43/< bis 6 Prozent. Im Devisen­verkehr schwächte sich die Reichsmark stärker ab auf 4,2170 gegen Kabel und auf 20,46 gegen das Pfund. Paris gegen London stabil 122,35. London-Kabel 4,8520.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 12. Ian. Cs wurden notiert: Wetterauer Weizen 29,25, Roggen, in­ländischer 24,5 bis 25. Sommergerste für Brau­zwecke 25,50 bis 27, Hafer, inländischer 20 bis 20,50, Mais (gelb) 18,50 bis 18,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 40,50 bis 41, Roggenmehl 36 bis 36,50, Weizenkleie 12,25 bis 12,50, Rog­genkleie 12,50 bis 12,75. Tendenz, uneinheitlich.

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