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Die ®d<mg8abtdTunfl trug al- Abschluß ter würdigen Feier noch einen Thor vor.

Eine Wiederfehensfeier. vie sehr stark besucht war. schloß sich nachmittag- im Tas( Leib an Man sah den jetzt ergrauten ehe­maligen Landstürmern die Freude aus den Augen leuchten, wenn sie ihren früheren Kameraden die Hand drücken und ihre Erlebmsse in Fernoe-- land au-touschen formten. Dr. Töpelmann begrüßte in herzlichen Worten die Angehörigen de- ehemaligen Bataillons. gedachte de- schönen Herbsttage- al- vor 13 Jahren die Truppe von Gießen au-rückte, und wünschte dieser Wieder- sehen-feier einen echt kameradschaftlichen Geist. Die F e st r e d e hielt Schulrat Fischer -Gießen, der in herzlichen Worten auf da- schöne Ver­hältnis der Mannschaften unter sich während der Krieg-- und Nachkriegszeit hirtwie-. Da- vier Jahre in Feindesland gemeinsam erlebte Schick­sal habe die Leute au- Stadt und 2ani> auch innerlich einander näheraerückt. Diesen Geist de- Veistehens. de- Mitfühlens, der Kameradschaft soll auch diese Zusammenkunft erhalten und pfle­gen. Aach der mit lebhaftem Beifall aufgenom­menen Ansprache sang die Festversammlung das Soldatengebet: .Ich halt' einen Kameraden". Der beliebte Heimatdichter Georg Heß au- Leih­gestern erfreute dann die Kameraden durch seine ansprechenden Mundartdichtungen. Mehrere An­sprachen wurden noch von verschiedenen Rednern gehalten und der allseitige Wunsch geäußert. 1929 wieder einen Landsturmtag obzuhalten. Eine Musikkapelle spielte Militärmärsche und Kon­zertstücke. dazwischen erklangen Volks- und Da- terlandslieder der Versammlung. Zu schnell flo­gen die schönen Stunden dahin, und dann eilte man nach den Zügen, die die Teilnehmer wieder in ihre Heimat führten.

Kunst und Wissenschaft.

Emil Elaar 85 Jahre alt.

Der ehemalige Intendant der Frankfur­ter städtischen Bühnen. Professor Emil Elaar, konnte dieser Tage in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 85. Geburtstag leiern. Die Frankfurter Zeitungen widmeten ihm längere Gedenkartikel. in denen Die große Ver­ehrung für den immer noch rüstigen Künstler zum Ausdruck kam und der Wunsch aus^ prochen wurde, dost er weiter ..in Buhe feinen täglichen Morgenspaziergang machen könne, den Stock in der Hand, den feschen, schwarzen Hut auf dem Kopf und. nicht zuletzt, den weißen Schnurrbart gezwirbelt, bis er wieder gefeiert werden könne an seinem 9I. Geburtstag." 3m Schauspielhaus sand ihm zu Ehren eine Festvorstellung mit , Iphigenie auf Tauris" statt. Als das Geburts­tagskind mit dem Intendanten R Hard Wei­chert und Stadtrot Meckbach zu: Seite in der Intendantenloge erschien, wurde chm von den Theaterbesuchern eine herzliche Begrüßung zuteil.

Tteu bauten der Heidelberger Universität.

Die Baupläne für die Neubauten der Heidelberger Universität liegen be­reits dem Bezirksamt vor, so daß mit dem bal­digen Baubeginn gerechnet werden kann. Mit Ausnahme des Physikalischen Instituts werden alle naturwissenschaftlichen Institute bereinigt und in den Neubauten untergebracht. Vach der in Aussicht genommenen Neugliederung der Uni­versität wird diese stärker als jetzt räumlich in drei Gruppen geteilt sein. Die naturwissenschaft­lichen Lehrbetriebe, die jetzt sehr zerstreut liegen, kommen auf das rechte Neckarufer in die Nähe der dritten, jetzt im Dau befindlichen Neckar»» brücke. Das neue Kollegienhous bleibt in seinem bisherigen Dau unverändert, es erhält jedoch

einen neuen Seitenflügel. 3n dielen neuen Flü­gel kommt u. a. auch das neue juristische Seminar. Der neuen medizinischen Klinik sollen zwei neue Flügel angebaui werden. Weiter ist geplant, eine neue chirurgische Klinik und ein neues patho­logisches Institut zu erbauen. Daneben ist in Aussicht genom :cn. jeder Heidelberger Klinik ein reues Wirtschaftsgebäude anzubauen. Die Heidelberger Neubauten werden insgesamt 16.9 Millionen Mark an neuen Mitteln erfordern. Wie in Freiburg wird auch die Stadt Heidel­berg einen großen Anteil auf ihre Rechnung nehmen.

Zeitschriften.

Die neueste Nummer der ,.3ugend" G. Hirths Verlag G. m. b. H.) bringt u. a. ein interessantes Titelblatt von Albert Dirkle. wäh­rend Tatherina Godwin. Hans Reimann und Maurice Delobra neben ständigen Mitarbeitern im literarischen Teil vertreten smd. Die zeichne­rischen Beiträge von Eberz. Thöny-Graz, Karl Hofer. Fr. Heubner, E. Wilke und anderen ver­leihen dem Heft einen besonderen Reiz.

Oberhalb aller Politck und doch neben und in ihr stellt sich das für Europa heute ent­scheidende Problem der Verständigung als Frage nach Sinn und Möglichkeit des Verstehens von Volk zu Volk. Deutschlands und Frankreichs Be­ziehungen zueinander in dieser fruchtbaren gei­stigen Perspektive zu sehen, ermöglicht ein geist­voller Aufsatz Wilhelm Hausensteins im Oktober­heft der .Europäischen Gespräche" (Der- lag Dr. Walther Rothschild. Derlin-Grunewald), der auch die letzte Problematik im Privaten aufspürt, um sie zu über-vinden. Jacques Seh- dvur, noch kürzlich Direktor am Quai d'Orsay, politisch und geistig ein ehrlicher Förderer der deutsch-französischen Annäherung, umreiht klar

die nur geschichtliche Bedingtheit des Gegensatz^ dieser beiden großen Völker, den brr gute Wille beseitigen kann. Denn Geduld und Vertrauen! die Mißverständnisse perschwinden lassen. 3n den .Bekenntnissen und De Ebenheiten" dürften eine Skizze über die Hintergründe der Petro­leumpolitik Sir Henry Deterdings und ein Aus­zug aus den Tagebuchnotizen General Wilson- über die Akteure der Versailler Friedenskonfe­renz besonders lebhaftes Inle.es'e finden.

Der Katalog Nr. 1103 deS AuktionS- hauses Rudolf Bangel G.m.b.H.. Frankfurt am Alain verzeichnet eine Kollektion von Ge­mälden neuerer Meister i vorwiegend zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts), ferner eine Reihe von Originalplasriien Lehmbruck- (Bronze) aus einer Privatsammlung. Aus den hier angebotenen Malern sind etwa die folgenden desorrderS namhaft zu machen: D. 'Barteid. Bracht. Durnih. Eorreggio. EourXd. Feuerbach, v. Geb- Hardt. Israels. Leibl, Leistilow. Lenbach Over­beck. Pellar. Pissarro. RohlkS. PH. Rötb. Schol- derer Schönleber. Elevogt, Sperl, Epitzweg. Trübner. Uhde. Hm. Zügel und Zumbusch.

Berliner Börse^

Berlin, 11. Ott. >WTB. Funkspruch.) Nach dem schwachen Spätnachbörsenocrkchr an der gestri­gen Abcndbörsc wurden heute früh wieder etwas höhere Hur|'e genannt. Das Geschäft ist aber weiter sehr ruhig und oom Publikum ist mchts zu merken. Man spricht Farben mit 293 bis 293,5, Rheinstahl 194 bis 195, Gesfürel 314.

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stets 's echte Sodener Mineral-Postillen. Ole in den Pastillen enthaltenen Srunnenfal^ wirken lösen- auf die Schleimhaut und scha-en -em Magen nicht.

Sind Hämorrhoiden heilbar?

Ja und nein! Wenn ein Hämorrhoidenkranker diese- wirklich ernste Leiden vernachlässigt, wird es ihm immer größere Qual bereiten. Die anfangs unbedeutenden Knoten am Darm wachsen, sie wandern in den Darm hinein und Platzen schließ­lich auf. Dann besteht die Gefahr, daß Dlut- Qerinfel in die Blut bahnen kommen und dort zu sehr gefährlichen Verstopfungen führen. Es kommt hinzu, daß die Schmerzen, das Brennen und daS

Jucken der erkrankten Teile immer unerträglicher werden und den Kranken körperlich und seelisch zugrunde richten. Schließlich bleibt dem ver­zweifelten Patienten nur noch übrig, sich auf dem Wege der Operation unsichere Heilung zu ver­schaffen.

Muß das sein? In den meisten Fällen: Nein! Denn Hämorrhoiden, rechtzeitig als solche erfannt und sachgemäß behandelt, können mit großer Aus­sicht auf Erfolg auch ohne Operation beseitigt werden. Neben peinlicher Sauberkeit muß eine geeignete Salbe zur Anwendung kommen, die die Knoten zur Schrumpfung hriftgt, die Schmerzen lindert, die Entzündungen beseitigt. Die bewährte

Für die Glückwünsche zu ihrer Vermahlung danken herzlich

' Horst von Salomon und Frau Hildegard geb. liebe

Hamburg^fuhlsbÜttel, Oktober 1927.

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Gewerbe Verein Gießen

Donnerstag, den 13. Oktober, 8.15 Uhr im Gewerbchaus

Tagesordnung:

1. yandwerkerversammlung Lad-Nauheim

2. Gesellenprüfung

3. Satzungsänderungen

4. Gewerbeförberungsstelle

5. Verschiedenes

Dr. Krausmüller

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Rundfunk- und Filmvorführungen mit Erläuterungen * Eintritt frei!

SamStag. den IS.Ottobcr. 8 Uhr abends, in Münzenberg im Gasthaus .Zur Iägerruh"

Sonntag, den 16. Oktober, 4 Ubr nachmittags, in Romrod im Gasthaus .Zur Linde" 8 Ubr abends, in Alsfeld im Gasthaus .Zur Erholung'

SamStag. den 22.Oktober, 8 Uhr abends, in Laubach im Gasthaus .Zur Traube'

Sonntag, den 23. Oktober. 4 Uhr nachmittag-, in Merlau im Gasthaus Hörte (noch undest ) 8 Uhr abends, in Homberg im .5ranhurter Hof"

SaorStag, den 29.Oktober. 8 Uhr abends, in Sich im Steinschen Gaaibau

Sonntag, den 30. Oktober. 4 Uhr nachmittags, in Ranstadt im Saal Hestermann

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Sonntag, den 16. Oktober 1927, abends 3 Uhr in der Neuen Aula der Universität

Gastspiel der SMniWkM aus Kassel: Marlborough zieht in den Krieg Schauspiel von Marcel Acbard. Für die Marionetten-Bühne bearbeitet und in Musik gesetzt von Ernst Krenek. Mitglieder des Boethe-Bundes: Eintritt frei auf 2 Mälzen Mitglieder des Vereins Volkshochschule: Karten zu 50 Pf nur im Vorverkauf in der Geschäftsstelle, Wolfstraße 10 p. Nichtmitßlieder Karten zu Mk 2 00 und 1.50 bei Challier und an der Abendkasse. Studentenkarten bei Herrn Ritter zu Mk. 1.00. 9199c

Weltersburg Donnerstag, den 13. Oktober Metzelsuppe v.lOUhrabWellfleischm.Kraut Es ladet ein Heinrich Weller

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folgreich zu bekämpfen geeignet sind. Di.- Humi- don-Gescllschaft will überzeugen und nicht über­reden. Sie schickt deshalb ledem umsonst eine ausreichende Probe Humiden nebst ärztlicher Auf­klärungsschrift über Hämerrhvidenl.ndcn. Diesen kostenlosen Versuch ist jeder seiner Gesundheit schuldig, und die Humidon-Ge'ellschaft ist über­zeugt davon, daß jeder Versuch ein voller Erfolg wird. Also schreiben Sie fof?rt. eh« Sie es vergessen, nach Probe und Broschüre an die Humidvn-Gesellschast m. b. H. Berlin W 8, Dlocr 331.

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Für den Erweiterungsbau der Haut­klinik soll die Lieferung von Weißzeug und Matratzen auf dem öffentlichen Sub- missionswegc vergeben werden. Die Liefe­rungsbedingungen und Muster können an den Wochentagen in der Zeit von 3 bis 5 Uhr nachmittags bei der unterzeichneten Verwaltung eingesehen werden, wo auch die Bcdarfsliste gegen Erstattung der Selbstkosten zu haben ist.

Angebote sind bis zum 21. Oktober 1927 ver chlossen, mit entsprechender Aufschrift ver ehen, einzureichen. 9203C

Zuschlagsfrist: sieben Tage.

Gießen, den 11. Oktober 1927.

Verwaltung der Medizinischen Klinik Frauenklinik und Klinik für Hautkranke. Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abteilung A wurde am 4 Oktober 1927 eingetragen: a) bezüglich der Firma Karl Schwab in Gießen: Das Geschäft und die Firma sind mit Wirkung vom 9. Februar 1927 auf Emilie Datz geb. Haas, Witwe des Louis Datz, in Gießen unter Uebernahme der Forderungen und Verbindlichkeiten über- gegangen. Die Prokura der Louis Datz Ehefrau ist erloschen, b) Bezüglich der Firma Ludwig Höhn in Gießen: Das Ge- schäft nebst dem Rechte der Weiterführung der seitherigen Firmst ist mit dem 1. Sep­tember 1927 unter Uebernahme der seither im Betriebe begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten auf Paul Höhn in Gie­ßen übergegangen. 9191C

Gießen, den 7. Oktober 1927.

Hessisches Amtsgericht.

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