men. So verden weder Sm« noch Kreuznach befaoungifr«i Beide Orte werden allerdings auf ei« Dermin derung der Besatzung rechnen tonnen. Soweit da« genannte Blatt unterrichtet ist, gehören Worms, Trier Koblenz und ratiae StLdte in der Pf ah 4» d«r Orten, deren BesayungSzisser otttninöert wrrd. Den ^auVtanteil an der Vemunderungsattron hat die -weite Zone. Die Vemttnderung wird in der Weik vor sich gehen, daß einmal eine Zusammenlegung der Stäbe stattfindet, barm, dah einzelne Truppenteile und Formationen, die sich -ur Zeil in Frankreich befinden, nicht mehr ins besetzte Gebiet zurüttkehren Die Zahl der abztehen^en Franzosen allein wird etwa 8000 fein, nicht, wie von anderer Seite behauptet wurde, im ganzen besetzten Dein et 8000.
Die neuen Bezüge der Pensionäre.
Die Vorlage der Reichsregierung.
Berlin. 10. Ott. Die Borlage der Deichs- regierung üoer die Srhöhung der Bezüge der Pensionäre. Wattegeldempfänger und der De- amtenhinterbliebenen ist nunmehr demReichs- rat zugegangen. Danach werden lt. »Boss. Ztg." die Bezüge erhöht:
bei einem Grundgehalt bi- einschließlich 1800
Reichsmark um 25 t>. $).;
bei einem Gehalt von mehr als 1800 Reichsmatt bis einschließlich 3500 RM. um 22 v. H.;
von mehr als 3500 bi- einschließlich 6000 Reichsmark um 19 v. H..
Don mehr al- 6000 bi- einschließlich 11000 Reich-matt um 16 v. 9).;
von mehr als 11 000 bi- einschließlich 16 000 Reichsmatt um 12 v. H.
Für die nach dem PensionsergLnzungsgesetz in der Eingangsgruppe verbliebenen A l t v e r - sorgungsberechtigten werden tie vorstehenden Hundettsähe um 5 (auf 30, 27. 24. 21, 17 v H ) erhöht Zu dem erhöhten Grundgehalt wird der Wohnungsgeldzuschuh nach der biShettgen Tarifklasse hinzugerechnet. Reben den erhöhten D.zügen w rM>er Frauenzuschlag nach den bis zum 30. September 1927
geltenden Vorschriften gewährt. Ebenso erhalten
die Pensionäre oder Rentner neben dem Watte- gelb. Ruhegeld und Witwengeld Kinderzu- schkäge nach den für die im Dienst befindlichen Beamten geltenden Vorschriften.
Keine weitere Mieterhöhung.
Berlin, 10. Oft (Wolff.) 3n der letzten Zeil ist In der Presse vielfach die Behauptung ausgestellt worden, daß weitere Mieterhöhungen beoorstehen. Für solche Behauptungen fehlt jede sachliche Unterlage. Die zuständigen Stellen sind mit dieser Frage überhaupt nicht befahl. L» ist insbesondere zum 1. April 1928 nicht mit einer Steigerung der Miete zu rechnen
Wahlen.
Die Bedeutung der Wahlergebnisse in Hamburg und Königsberg
Eigener Drahtbericht deS »Gießener Anzeigers".
Berlin, 11. Oft. Veit der Einführung deS Proportionalwabfitechts Feimen wir keine R a ch- Wahlen mehr, da während der ganzen Dauer der Wahlpettode der nächste Bewerber auf der Liste automatisch in jede frei werdende Stelle einrückt. Rachwahlen aber sind immer ganz gute Stimmungsbarometer, sie können, wenn man die Zahlen richtig zu lesen versteht, doch mancherlei wertvolle Handhaben bieten für die Art, wie von den Wählern der gegenwärtige Regierungskurs gewertet wird. Deshalb haben als Ersatz Landtags- und Stadtverordneten- wahlen et ne sehr viel größere Bedeutung als trüber. Die nächsten Wcchcm toerben uns eine ganze Reihe von solchen lokalen Reuwahlen bescheren.
InHamburaist am Sonntag die Bürgerschaft erneuert, in K önigSberg mußte infolge
von Eingemeindungen die Stadtverordnetenversammlung neu getäihlt werden, ebenso tok vor einigen Wochen bereits in den niederelbischen Städten Preußens, und überall zeigt sich die gleiche Erscheinung, daß ein unverkennbarer Ruck nach link« zu verzeichnen ist, der in Königsberg den Sozialdemokraten einen Gewinn von über 70 Proz. brachte, während sie in Homburg prozentual nicht so viel gewinnen konnten, dafür aber 74 000 v Immen gegenüber den letzten Bürgerschaf -wählen mehr nach Hause brachten, da- ist in Zahlen ausgedrückt mehr al- ein g<mzes ReichStog-mandat. Auch die Kommunisten haben In Hamburg gegenüber den Dürgerschast-wahlen 32 000 Stimmen gewonnen, in Königsberg sich nur einigermaßen gehalten. 3n Homburg beträgt also der Stimmenzuwachs der beiden auf der äußersten Linken stehenden Parteien 110 000 Stimmen, während auf der Rechten die Deuttchnationalen 8000 Stimmen gewonnen hoben, die Deutsche BolkSpor ei 2000 verlor und die Demokraten 5500. infolge der starken Stimmbe eiligung aber haben die Deulschnationolen trotz ihres Zuwächse- In der Bürgerschaft selbst vier Sitze verloren, die Deutsche Bolk-portei sechs und die Demokraten fünf. Dem steht ein Gewinn der Sozialdemokraten um fünf und der Kommunisten um sechs gegenüber Reu ausgetaucht ist in Homburg dte Mittelstandspartei, die sieben Rlandote nach Haus« brachte. Sie hat Zu- zug natürlich aus den bürgerlichen Kreisen erholten. vornehmlich von den Völkischen Aber alle Rechenkunst stücke Helsen nicht darüber hinweg. daß der ganze Gewinn der härteren Wahlbeteiligung nur den Sozialdemokraten und Kom- mimihen zugute gekommen ist In Königsberg fällt der Rückgang der Deutschncnicmaten auf. während die Deutsche Dolkspcrrtei sich gehalten und sogar noch 300) Stimmen gewonnen hat. Sie ist — für eine Großstadt immerhin eine Seltenheit — die stärkste von allen Parteien. Dagegen hat die Wiltelstandspartei in Königsberg recht schlecht abgrtchnitten.
Wir glauben, daß in diesem Wahtergednis die barten Iahre der Arbeitslosigkeit in erster Linie ihren Riederschlag finden und daß die Welle der Unzufrieden Hess zurückgehen wird trenn es dem gegenwärtigen Reichsckadinrt gelingt. durch Ankurbelung der Wirttchaftsmaschne dafür zu sorgen daß das Heer der Arbeitslosen sich weiter verringert Ginen Anreiz zu vorzeitigen Reuwahten im Reiche aber wird feint der Kvolltionspatteier. aus den Orgrt- niffen herouslrten tonnen
Um die Neugliederung des Reichs.
(Eine Entfch.ießung der Föderalisten.
Frankfurt a.M„ 10. Oh. (XH.) Die Leichsord e' ts gemeinschaf t deutscher Föderalisten hat eine einstimmige Entziehung angenommen, die u.0. folgende Gedanlengänge enthält: Die Erkenntnis der Rotwendigkeit einer Reugliederung des Reiche s fei heute Gemeingut des deutschen Dolkes. Sie zwinge sich im Inter- esse der Stootsvereinfochung. der Wirtschaft, des Derkchrs und der Kultur au'. Die Rotwendigkeit, durch Reugliederung zum dezentralisierten Einheitsstaat zu gelangen, trete immer stärker in den Vordergrund. Die Reichsarbeitsgemeinschaft begrüße diese Entwicklung, die ihren eigenen Forderungen nach einem von unter auf- gebauten. föderativ gegliederten, hegemoniefreien Länderstaat nähettomme. Auch die Föderali- sten erstrebten ein starkes Rei ch. ihr Ausgangspunkt sei jedoch nicht nur die Schaffung eines Daches. Der Begriff des Einheitsstaates bedeute stets nur Obrigkeitsverwaltung, nicht Ipietliche Selbstverwaltung. Es sei notwendig, neben dem Doch auch das Fundament umzugestalten. Wittschaftllche und kulturelle Höchstleistung sei nur zu eraiden, wenn Gemeinden un d Länder die Möglichkeit hätten. wirtliche Selbstverwaltung auszuüben. Damit verbinde sich notwendig eine gewisse Steuerhoheit. In die Selbstverwaltung solle bei den Landern auch die Verfassung, Gesetzgebung und Rechtsprechung einbegriffen bleiben, wie die Reichsverfassung von Weimar es festgelegt habe. Die Föderalisten seien gewillt, die Bestimmungen der Weimarer Verfassung aufrechtzuerhalten. Rur das föderative R ifi werde die Brücke nach Oesterreich schlagen können.
Baden gegen die Umtnrier.
Karlsruhe, 10. Okt. (Wolff.) Die „Karlsruher Zeitung" (Badischer Staatsanzeiger) bringt an der Spitze seines Blattes den Artikel „Die Unitariften an der Arbeit", der sich gegen Auslassun
gen der „Vossijchen Zerrung" über die beabsichtigte (Einberufung einer Sonderkonferenz von Vertretern der Reichs- und Lände rregierung en richtet. Er pflichtet der Ent- aegnung der „BayrisHen Staatsjeituug" bei und schließt: Mit dieser Klarstellung erledigen sich die Alannnachrtchten einzelner Presseorgane von selbst. Ihre Tendenz war allzu sichtbar, al» dah ihnen eine erhebliche Bedeutung bcizumesten wäre. Für Baden gilt dasselbe wie für die übrigen süddeutschen Länder: an eine Ausgabe der staatlichen Existenz denkt hier niemand.
Bayerns Finanznot.
Hont Ncich neue Einnahmequellen gefordert
München. 10. Okt. iWTB ) Finanzminister Dr. Schmelz le gab im Landtag ein Spiegelbild der bayerischen Finanzen unter besonderer Berücksichtigung der bevorstehenden Reuregc- I un g der Beamtenbesoldung. Seine Darlegungen entrollten ein recht düsteres Bild. Der Mehrbedarf, der durch die Besoldungs- reform notwendig wird, beziffert sich auf 58 Millionen. Die Gesamtschuldenlast Bayerns ist bereits auf 335 Millionen angewachsen, die für Verzinsung und Tilgung jetzt bereits 21 Millionen im Jahre und von 1929 ab einen Betrag von 34 Millionen erforderlich machen. Bei Öen Steuern ufto. fei mit Einnahme- steigerungen im allgemeinen nicht zu rechnen. Die Entschädigungen, die das Reich für Post und Eisenbahn und für die Finanz- und Zollaebäude zu zahlen habe, feien immer noch rüaflänöig. Die Errichtung einer eigenen Landesfinanzverwaltung fei ein unaufschiebbares Bedürfnis geworden. Die Stoatsvereittfachung werde in diesem und im nächsten Etatsjohre noch keine Einsparungen bringen können. Der Minister faßte sein Expose dahingehend zusammen, daß eine Deckung nur möglich sei auf dem Wege, daß das Reich Bayern neue Einnahmequellen eröffne.
OmZeichendervöllelvrrsöhnun? I Die Inschrift an der neuen Bibliothek in Loewcn.
Neuyork, 10. Okt. (Wolfs.) Die „Neuyork Times* hatte eine Nachricht veröffentlicht, wonach die Bauarbeiten an der B i b l i o t h e k z u Löwen wegen des Planes der Anbringung der Inschrift: ,L er st ort durch teutonische Wut, wie- dererbaut durch amerikanische Gaben" aus amerikanischen Einspruch hin unterbrochen worden seien. Hierzu erklärt der Rektor der Colum- bla-Unioerfität und der Vorsitzende der Carnegie« Stiftung, Butler, er sei über den gegenwärtigen Stand der Angelegenheit nicht unterrichtet, habe lediglich in dem vergangenen Jahre im Interesse de» internationalen Friedens eine Aenderung der beabsichtigten Inschrift oorgeschlooen in dem Sinne, daß durch die Inschrift zum Auswuck komme, daß das Bibliotheksgebäude durch den Krieg zerstört wurde unter Vermeidung der Erwähnung Deutschlands. Der gleichen Ansicht seien auch die a n b e r e n Spender. Die Carnegie Stiftung Hobe jedoch nur ein Sechstel der Gelder für den Neubau aufgebracht und könne daher den Weiterbau nicht aufhalten. Auch Hoover, der frühere Ehef des amerikanischen f)ilfsfomitees in Belgien, erklärte, daß er sich mit der Affäre zur Zeit nicht befaßt habe. „Baltimore Sun" bezeichnet in einem Leitartikel die Inschrift alsmaßlostöricht und sagt, dem ver- antwortlichen Architekten könne man auch den Plan zutrauen, in den Südstaaten der Union etwa die Inschrift „Verdammte Pankers" an Gebäuden onzu- bringen. (Pankees war bekanntlich der Spottname für die lOOprozentigcn Amerikaner des Nordens während des amerikanischen Bürgerkrieges)
Primo öe Rivera Dementiert.
Keine Räumung Marokkos?
Paris, 11. Oft. (WTB. Funllpruch) DaS »Journal" meldet auS Madrid. In einer offiziösen, gestern abend der P vsse übermittelten Rote dementiert Genera l Primo de Rivera kategorisch die Aeußerun- gc n, die ihm in einem .phantastischen" Interview des Korrespondenten der »Sundatz TimeS" in Madrid zugeschr.cben würden. Die Rote er- klärt, daß Primo de Rivera und Chamberlain nicht die Gibraltarfrage angeschnit- t e n hatten, daß sie auch nicht die Räumung Marokkos durch Spanien ins Auge gefaßt hätten. Primo de Rivera bestätigte die Ettlörung Chamberlains über die von Spanien gestellten Forderungen auf dec Tange r k o n f er e n z. namentlich, daß man Spanien notwendige Garantien gebe, damit weder Tanger noch fein Hinterland ein Verschwö - ru nasherd für Schmuggler bleibe. Auch das Reutersche Bureau erfährt zu dem Interview. daß zahlreiche der dem span schen Diktator zugeschriebenen Erklärungen aus M i ß - Verständnisse oder fallche Hebe Atzung zu- rückzuführen feien.
Amerika und Mexiko.
Tas Ltaatsdcpartcment lehnt ein bmgreifen ab.
Washington, 10. Oft (Wolff.> Die Ereignisse in Merikv werden hier mit starker Erregung verfolgt. Besonders energisch äußert sich die H e a r st p r e s f e, die von jeder für ein scharfes Dorgehen gegen Meriko eintrat. Allerdings bieten btc gegenwärtigen rein innerpolitischen Schwicrigkcuen Merikos feinen Anlaß zu einem amerilanischen Protest Wa- shingwn Herold" und die Hearst-Zeitungen greifen daher auf Amerikas Embargo Besch', .ignahmes ^7us die Waffeneinfuhr nach Merikv zurück und melden, das Staatsdepartement fei entschlossen, die Bitte Calles' um Zulassung t<r Einfiihr von Waffen und Munissr-n glatt ad »u lehnen und Obregon, falls er zum Rachfolger gewählt wird, nicht anzuerken- n«n Demgegenüber erklärt das Staatsdepatte- ”*n1. merikamsch? Regierung habe bisher y* Aushebung des Embargo gar nicht er» beten. Im Weißen Hause wird mitgeteilt, me Regierung beabsichtige weder bezüglich Meri-
kvs noch Ricaraguas durch irgendeine Stellungnahme auf die Wahl des neuen Präsidenten einzuwirten.
Der Chef des Stabes. General Alsarez, teilte heute abend mit. daß b i e Aufständischen unter Gomez und Almaba am Sonntagnachmittag im Gebiet von Perotc (6taat Vera Cruz) von den Dundestzruppen in sechsstündiger Schlacht entscheidend geschlagen wurden 50 Aufständische wurden getötet, 100 verwundet, 600 gefangengenommen. Gomez und Almada entkamen, aber die Bundestruppen setzten die Verfolgung fort.
Entspannung auf dem Balkan.
Ter mazedonische flonflift geht seiner
Lösung entgegen.
Eigener Drahtbericht de» ..Gießener Anzeiger»".
Berlin, 11. Okt. Der Dalkankonflikt ist theoretisch bereits gelöst. In Sofia hat man das getan, was man von Bulgarien angesichts seiner wenig günstigen militärpolitischen und geographischen Lage erwarten durfte: der Minister cat hat beschlossen, alles zu tun, um die herzlichen Beziehungen zwischen beiden Völkern aufrechtzuerhalten, er hat auch bereits der Del- ?lratter Regierung von feinem Beschluß Mittelung gemacht. Da nicht anzunehmen ist. daß sich Iugossawien mit kriegerischen Gedanken trägt, darf wohl angenommen werden, daß sich die Regierung in Belgrad mit diesem Bescheid vorläufig zufrieden gibt. An Bulgarien ist es aber jetzt. Beweise seine- guten Willen- zu liefern. Da» wird recht schwiettg fein, da Bulgarien nur ein sehr kleine- Heer hat und feine Gendarmerie zahlenmäßig auch nicht ins Gewicht fällt. Irgendwelche nennenswerten Kräfte zur lchärseren Überwachung der Grenze stehen allo nicht zur Verfügung. Immerhin will man doch sein Möglichstes versuchen, um die Ruhe und Ordnung in den Grenzbezirken wie>erher;ustell:n. Wenn Armee und Gen'.arn er t der Regierung nicht restlos gehorchen und wenn das Parlament nicht der außenpolitischen Lage Bulgarien- Rechnung trägt, dann dürste diele Astion nicht ohne innerpolitischeRück- Wirkungen bi.iben, da bekanntlich die Sofioter Regierung sich in einer großen Abhängigkeit von dem mazedonischen Komitee befindet, asso jener Organisation, die für die fortgesetzten ilebergriffe verantwortlich zeichnet. Gs mag für die Bulgaren an sich recht schmerzlich sein, gegen die Mazedonier scharf vorgehen zu müssen, ater schließlich kann sich Bulgarien von einigen mazedonischen Revoluttonären nicht in unhaltbare Situationen hineindrängen lassen, tue dem bulgarischen Volke in seiner Gesamtheit teuer zu stehen kommen werden.
Jtolienische Beschwerde in Belgrad.
Wien, 11. Okt. lTU.) Wie die Morgenblätter melden, hat der ttalieni'dK Gesandte in Belgrad dem Außenminister Marinkowitlch gestern einen anderthalbstündigen Betuch abge- ftattet Es heißt, der italienische Gesandte habe Beschwerde geführt über die am geitrigen Sonntag in Belgrad erfolgten antiitalienischen Kundgebungen und über gewisse Aeuße- rungen der Belgrader Blätter, die Italien i n unerwünschter Weife mit dem 2 11en- tat auf den General Kovats chewit f ch in Verbindung bringen.
P ilens Drang zum Meer.
Der Audba« deß Hafens ttdiugen
Gdingen, 10. Okt. (TU.) Das polnische Mini- ftcrium für öffentliche Arbeiten hat im Einvernehmen mit den übrigen Ministerien rtne dreitägige Konferenz nach Gdnigen rinberufen, an der Gelehrte imb Experten au» oanz Voten teilnehmen, um mit den Vertretern der iRegwrung über die rationelle Ausgestaltung der polnischen M e e r e » k ü ft e yi beraten. Da» Programm über den Ausbau Gdingen» als fjafrn sieht vor. daß in diesem Jahve dic erfte Phase des im Bau begriffenen Kriegshafens beendigt wird. Der erste Teil des Handelshcrfens soll in drei Fahren fertiggestellt sein. Die polnische Meeres- und Fluß-
* Siev
nfiche Seevifizierc haben ihren Dienst auf den pol-
nijche Landwirtschastsbank hat ihre Kredite für den
Ausbau der Stadt Gdingen erschöpft.
und trotten, Xz»
ntttel. tagsüber aufheiternd
l e r . und den des Aeußern. Dergleichsvats Cinverständnis Kammerßerr
Graf van Lhnden van Sandenburg, emann t Worten.
ehemaligen schwedischen Minister Unden, zu Mitgliedern des ernannt Zum Vorsitzenden ist im mit der dänischen Regiei-ung der der Königin der R.ederlande,
?ic biii
k.Au/.acki ... u0;xr o-‘< eure statte Propaganda für die Herstellung einer Verbindung zwischen Oberschlefien und dem Meere, und zwar »erlang: der polnische Flotten» verein den Hau eines Sohlcnfanale und einer direkten Eisenbahnlinie zwischen Kaklowitz und Gdingen. Doch rechnet man damit, daß dieser Plan, wenn überhaupt, so kaum vor ikhn Jahren oerwirssich: werden kann. Der polnische Kohlenkonzern „9t o b u r*. dem auf Grund eines Vertrüge- mit der Warschauer Regierung die Ausnutzung eines Teiles des Gdinger Hafens übertragen worden ist und zwar unter der Bedingung, daß er eine eigene f) □ n ö e l 6 f l o 11 e in» Loben ruft hat zwei Kohlenschisse erworben, die jedoch noch unter schwedischer Flagge -'ähren. Diele pol-
.V »*#<« *
tC-cttcrvorauoianc.
Der Einssuß der finnländischen Störuxg brachte heute morgen in der Danziger Bucht Riektettchtäge. An ihrer Rü gleite drcng.n polaei Lufttnallen vber Srandinavren tontet südwättt vor Allgemein baut der bobe Lust druck weit« ab. trotzdem dauer: dcr h?rrschende Wirterungs- charakter noch fort. Die Temperaturen g?he> nachts wieder zurück bis an den Gefrierpunkt und in höheren Lagen auch baruntrr. Gleichzeiti- kommt es infolge näch lich?r WanneausllrahlunD Wetter zu Reaelbildungen.
Wettervoraussagen Roch stellenweise Früh'
D-s gei"
^'rWfu h iß ®lC? n in Dal
ander «elbstver xeira-tcn
------- .... . .. u *> diese
ni'chen Seesahrzeugen gefi nbigt, um bcsser bezahlte cjon eEt
Posten in der Handelsmarine einymebmen. Die pol- V V";A sie 1}
; a. . o_s... t.,i.t. -„» u.. ko,^;., , .•e:--1
Aus aller Welt.
Lin deutsche Thealerausführung In Paris.
Poris, 11. Oft. (WTB Funkspruch.) Gestern abend fand im Montmartre-Theater u t e l i e re vor geladenem Publikum die Generalprobe voa Tolstois „Lebender Leichnam" in voll- kommen deutscher Besetzung mit Atef Moissi, Eduard o. W i n t e r ft e i n , Rosa Berten», Leontine 6 a g a n in deutscher Sprache statt Alle Darsteller erzielten einen außeroröentlichen Erfolg. In dem daraus noch folgenden Milieustück I o I • st oi» „Allee Gute kommt von ihr", dos in französischer Spruche aufgeführt wurde, wirkten Tlotfji und Rosa Berten» lowie eine Enkelin Tolstoi» mit. Auch diese» Stück sand lebhaften Bcssoll.
Ein neue» Vornier-Flugschsss
Die neue Dornier Werft A1 tenrhein auf der schweizerischen Seite de» Bodensee» hat nun mit 200 Arbeitern den vollen Betrieb ausgenommen. Zur Zeit werden Wasserflugboote de» Typ» Delphin hergestellt, die namentlich an Binnen- seen den Flugdienst ausüben sollen Ferner wurde mit den Vorbereitungen zum Bau eine» Dor- nier-Flugschisfe» mit großen Ausmaßen begonnen, das acht Mann Besatzung befördern ioD. Dieses neue Flugboot, daß eine Länge von vierzig Meter, eine Flügelspannweite von 48 Meter, ein Reingewicht von 20 Tonnen und ein Fluggewicht von 45 Tonnen aufwr ft, wird mit 12 Molaren von je 500 P. S. ausgerüstet und ist mit Kabinen, Speiseräumen, Schlafräumen Küche usw au*ge- stattet
Ver Postslug voa Holland nach Indien geglückt.
Leutnant Kopöen ist Montag mit fernem Flugzeug der „Brieftaube" um 515 Uhr nach- mittags in Batavia gelandet Unterwegs war eine Zwischenlandung in Palambang gemacht worden, wo den Fliegern von den Behörden eil begeisterter Empfang bereitet wurde. In Batavia herrscht großer Iubcl Die'er erste Post- flug iroch Indien bedeutet gegenüber den ztrei früheren Derfuchen einen großen Fortschritt Es ist gelungen die Route von etwa 14 500 Kilometer auf 13 670 Kilometer zu verkleinern, welch« in neun Tagen zuriickgriegt tourten. Bei« ersten Flugversuch nach Indien brauchte man 19, beim zweiten im vergangenen Frühling 13 Tage.
Vie Kinderlähmung in Leipzig.
Rach einer Mitteilung des Rats find feit dem 1. August bis zum 3. Oktober die'es Jahrein Leipzig 159 öriranfungtfälte gemeldet worden. Unter diesen 159 Erkrankten befanden sich 99 Kleinkinder. 50 Schulkinder und zehn Er- wachscne, 21 Personen sind im 3a*?re 192? an der spinalen Kinderlähmung gestorben, zw i davon vor dem 1 August Don den seit heie 1 August gezähsten 19 Toten waren sieben Kleinkinder. sieden Schul'inder und fünf Erwacb'ene. Die Chrfranfung» älle find in allen sozialeN Ecknchten de, Bevöllerang vorgekommen. Dennach könne nicht ge'agt werden, daß Unter rnäh- rung oder schlechte Wohnung-Verhältnisse bji Ausbruch der Krankheit gefördert hätten.
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Wnbe Dickung r ftltaten Arrven r «i! Dissen-stoss I Jar-ung, viel ji beben bit Freude {,R reinere ui »außen bei 2ßu frinleßeele gesui ,®'a^otgtr gttt ab. das <z J'&etbihnn wird ^"^neinlinn Körper und
Der Äambi chre Ur'rchr am besten
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Der deutsch-dänische ständige Vergleichsrat.
Berlin. 10. Oft. (TU.) In dem deutsch- dänischen Schiedsgerichts- und Der- gleichsvertrag vom 2. Iuni 1926 ist bekanntlich für die Behandlung etwaiger polittscher Kcmssikte zwischen den beiden Ländern die Bildung eines ständigen Bergleichsrates vorgesehen. Iede Partei ernennt zwei Mrtglirter, von denen sie eins au- ihren eigenen Staatsangehörigen wählen darf, während der Borsshende in gemeinsamem Einverständnis berufen wird. Der Dorfihende muß eine andere Staatsangehörigkeit befihen als die anderen Mitglied'r. Die Ernennung aller Mitgl eder erfolgt auf die Dauer von drei Iah.-err. Die dreijährige Dauer de- Auftrages der Mitglieder beginnt im Einverständnis mit der dänischen Regierung am 18. L'wtember 1927. Die deutsche Regierung hat ihrerfeit- den Professor an der UniversttÄ Halle. Dr. Fleischmann, und den Professor an der Universität Bern. Dr. Freiherrn von Waldkirch, die dän sche Regierung den Richter beim Höchsten Gericht Dänemarks, M ol-
peraturen wenig verändert.
Witterunm^aussichten für Donrrerstag: Keim wesentliche Aenderung.
Lufttemperaturen am 10. Ott ober: mittag» lS,i Grad Celsius, abends 5,2 Grad Celsius; am 11 OfL morgens 2,R Grad Celsius. — Lrdtemperaturen i» 10 Zentimeter Tiefe am 10. Oktober: abends 9,1 Grad Celsius; am 11 Oktober, morgen» 5,9 GraZ Celsius Marfmum 14 Grad Cessiu», Minimum U Grad Celsius. — Sonnenscheindauer: 7S Stunden.


