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t*ctTd eon eint ateoarWtte Haltung «in^uncp- mcn. Immerhin begrübt man. baß (4 di« D«r- b-'. .ur-tjcn zwischen gartet G.lberk unb der 5<id>*reg-trung In doller Öffentlichkeit ab<tndfiL

La« .Journal of t :> m mttc«", da« brm Memorandum Parker ®itb«rt« mehrer« Ar ttfrl widm«, iufert au« in hiesigen Finanzkr«iten erblick« man m der ständigen Erörterung der deutschen Schwierigkeiten die Desahr r.rwx Ätil«, die entweder zur Wteteraufrollunz der Frag« t*Ä Dawespianes oder zur Unterbindung weiterer deutscher Anleihen in Amerika führen könne. ,R« uhork Times" schreibt, die deutsche Re- gierung bestreite allerdings rmg« Wahlen und Folgerungen in Gilberts Memorandum. 3m übrigen sei «s anzuerkennen. daß di« deutsche Regierung ihre Vereitwilstakeit zur Ermöglichung der Transseroperat tonen erneut betonte. Dies sei ein Eriolg, mit dem alle «umeben sein könnten. -Reuhork World" ist der An­sicht. dah «S ielbst bei größter Sparsamkeit für di« deutsche Regierung keine leichte Aus­gabe sein werde, die Ulanmahaßlunocn zu leisten. Unter dielen Umständen sei e» nur zu verständlich, dah die großen Posten für di« Entschädigung der durch den Krieg geschädigte« Deutschen und für die Erhöhung derBeamten* gehälter die Kritik Gilberts herauSforderten. 'Baltimore Gun" schreibt: war vorauS-

zusehen. dah gewiss« deutsche Kreise ihren Un­willen über d,«s« Xciitf der deutschen Finanz- Politik äust«rn tmirhcn. Dies ist aber unwichtig gegenüber den Bemühungen Schachts und der deutschen Regierung, den taktvollen Hinweisen des Reparationsagenten aus halbem Weg« ent- gegenzukommen.

Oer Weligläubiger.

tic Anßcnstände der Beremistlen Staaten.

Washington, » Roo (WTB. Funkspruch ) Rach einer Zusammenstellung des Schatzamtes sind am 15. Dezember solgende Raten fremder Schulden fällig

von England 92 575 000 Dollar,

von der Tschechoslowakei 1 500 000 Dollar, von Belgien 1 125 000 Dollar, von Polen 1 000 000 Dollar,

ferner Betröge von Finnland, Ungarn, Lettland, Litauen und Estland von ine- gesamt 96 574 000 Dollar.

LautAssociated Preß" erwartet man, daß Frankreich nach den Frühjahrrwahlen die Der trage über die Konsolidierung seiner Schulden unter­zeichnen werde, andernfalls müsse es im Jahre 1928 400 000 000 Dollar zahlen Als vorläufig unein­bringlich wurden vom Schatzamt 250 000000 Dollar von Rußland und 16 000 000 Dollar von Armenien obgeschrlebcn.

Oie Besoldungsreform.

Einigung brr Regierungsparteien.

Berlin. 7. Rcw. In einer von dem Gau- t>rrbanb Stettin der Deutschen Volkspariei ein- berufenen öffentlichen Beamtenverlammlung teilte Rrimstagsabgeordneter M o r a t y mit. daß es »wischen ben Regterungsparteien am Frei tag hinsichtlich ter Beamten des olknmgsnefvrm zu stellenden Anträge zu einer Einigung gekom­men fei. In her Krage her Wohnungsgeld» »uschüff« werbe inan unter anderem fordern, daß diese an alle ledigen Beamten über 45 3abte in voller Höhe gezahlt werden. Bezüglich Der unehelichen Kinder werde man für Bei­behaltung des bisherigen Zustandes eintret«n. Man twrfw ferner beantragen, baf) in das Gesetz eine Bestimnnma eingefügt wird, die die Otn* beziehung her Bezug« aller Ruhestandsbe- amten und Hinterbliebenen in etwa künftig« BeloldunaserhöHungen garantiere, lieber die tatsächliche Erhöhung der Ein­kommen ftuOevtc sich der Redner- dahingehend, hab man übertriebene Forderung«:« ange- sichts her (Mamtlage des Reiches nichtstellen hürfr. Sollte di« Opposition aber im Tieid^iaae aus agitatorischen Gründen sehr weilgeheirve Anträge stellen, so werde man ! n Preußen, wo lut) diese Opposition in der Regierung be» finbet, genau dieselben Anträge stellen.

Der deutsch-polnische Handelsvertrag.

Schwierigkeiten der Verhandlung.

Eigener Drahtbcricht des .Gießener Anzeiger»'

Berlin, 8. Rov. In der Presse ist behauptet worden baß Ministerialdirektor Dr Posse bereit» zum Führer der deutschen Delegation für die Han- delsoertrag-oerhandlungen mit Polen ernannt wor­den sei. Diese Rochricht ist falsch E» ist wohl mich kaum damit au rechnen, daß Dr. Posse sehr große Sehnsucht nach dieser Ausgabe hat, nachdem die auf reibende Arbeit der deutsch französischen Handels- oertragsverhandlungen vor noch gar nicht langer Beit sendet worden ist. Der zweite in der Oessent lichkeit genannte Kandidat sür diesen Posten. lkxzel- lenz Lewakd, Hut gebeten, von seiner Person Abstand zu nehmen. Unter diesen Umständen wird In unterrichteten Kreisen damit gerechnet, bah auf beiden Seiten, sowohl von den Polen al» auch von uns. neue Männer al» Leiter der Delegationen ernannt werden In diesem Sinne dürste Vie Per­sonalfrage in den bisherigen Porverhandlunaen auch nenltlifn worden sein Bisher hat da» Kabinett über die Persönlichkeit unsere» Derhanblungssllh- rer» noch keinen P-schinß gefaftt

In einem Verliner Blatt sind die Dmge so dar- gestellt worden, al» ob der Reichsaußen- m i n i st e r leid ft die Verhandlungen so weit füh­ren werde, daß schlief-,llch sozusagen nur noch die Einsetzung non Ziffern in den Handelsvertrag nötig sein würde Da» ist nach unseren Informa- ilonen eine durchau» Irrige Auffassung E» ist vereinbart worden daß Polen _ zunächst einen Manu von hoher Stelluna af» Sonberb/auftrag- ten nach Berlin entsendet und e» ist selbstver 1 ländlich, dah er vom Ae - antzennunister cmp. anpen wird Die Verhandlungen zwllchen d.elen -eiten Heeren werden aber nur die hmipfach­lichsten politischen Probleme timfallen. Alle» übrig« liegt bei den zu «rnfnnenten Dekega. 11 o n t n. und uoar in derselben Leise, wie es sonst bei H.mteteoeriraqsverhandlungen üblich ift 3n unterrichteten politischen Kreisen neigt man keine»we,-> zu dem Optimismus, der in einem Teil der Prelle uim Aufdruck aekom nen ift. man wellt im (Reqenteil daraus Mn. daß die B«rhaud1uoaen auch jetzt austerorbentlich ' <f> ro i e: ; a 'em d 4 Län­der landwirtschaftliche Erzeuger sind.

Llnerfüllie Hoffnungen.

Lloyd George fordert Abrüstung und Gchieds-erichtöbarkeii.

9enben, 7. Rov. (TBffÄ) Der «bemal briliMte Premierminister Lloyd Georg« f«t)te sich In einer Rebe mit ben jüngfL/n Er- (lürunaer Ehamberlains |ur Frag« des Völkervundes unb des Friebans auseinander. Gegenüber her Erklärung Ehamberlains. bah bi« Zutammenkunft von Locarno btt erste war. tno Sieger unb Besiegte aus hem Fuße bet Gleichberechtigung -ularnmentuasen, hob Llohb Georg« bi« Vebeutuim her Konserenz von Genua hervor. Alan gabt hort «inen R icht - angrifsspakt etzielt, her fe erlich von allen Rat.onen «nnfchl.eßstd» Rußlanb uMerzrichnet worben sei. Der Richtanarisfspakt von Genua sei in Locarno lebigl ich ohne die Beteili­gung Ruhlands erneuert worden. GS fei wesentlich, bah Locarno alS die Grundlage sür Abrüstung unb Schiedsgerichts- b a r f e i t bestaub eil werde. Wenn dies nicht geschehe, io habe es nur den Wert einer Rühr- szcn «. L'lonb George wandt: sich hierauf gegen die Erklärung Chamveriains, dah er die Frie­de n S v e r t r ä g e , die er zu enttoerfen hals, nicht kenne und dah er falsche Hoffnungen erregt stabe, die nicht ersüllt torrben fDirrrtcn ör erflarte: .Die erste dieser Hoffnungen war, bah die S icgerftaaten die feierlichen Ju* tagen erfüllen würben, die sie m Versailles gaben, baß aus die deutsche, österreichische und bulgarische Abrüstung die eigene Ab­rüstung folgen werde. Heiht dies ein« falsche Hoffnung erregen? Wenn ja. so ist dies nicht eine Hoffnung, die von mir erregt wurde, son­dern eine Hornung, die erregt wurde von den größten Rationen der Welt durch ihre 'Vertreter unterzeichnet, besiegelt unb Deutsch­land überreicht. Wird dies geleugnet ? Die nächste Hvi'iiung. die ich erregt: mid di« .nicht erfüllt werden kann'. ist. dah Streitigkeiten - wi­schen Rationen, wenn die Verhandlungen sehlschlagen. zur Regelung überwiesen werden nicht an Maschinengewehre, Kanonen, Bomben und Giftgate. ftmhent an friedliche Schieds- gerlchtsbarkeit. die gegründet ist auf Recht, Bvmunft unb Urteilskraft. 31t bies eine falsche Hoffnung? Wenn ja, so Helte Gott der Welt.

Die dritte Hofsnung war. dah unausge­glichene Benimmungen de» Ver­trages. die Erregunff verursachen und ben Frieden der Rationen stören, durch die Vermitt­lung de» Völkerbundes la Ordnung ge­brach! würden. Diese Hoffnung durfte man hegen nach dem Briefe, den Clemenceau Im Tlamen des Präsidenten Wilson, des Herrn Orlando und in meinem Tlamen an die deut­

schen Delegier Un richtete, bevor fte das Doku nuet unterzeichneten. 3d) habe griagt. baß die Stegerftaateu im gegen rod rtigrn Augeadiick über rund zehn Millionen ausgcbiltetc Män­ner verfügen. die bester fAr den Irteg aasa« rüstet sind, al» e» 1914 der Fall war Die vla- »chinerie ist f a r d) t b a r e r als alles, was die Welt irn Weltkriege gesehen hat Sie wird von 3ahr zu 3ahr (urdjfbarcr. Die besten Kräfte befallen sich Hamit eine Maschinerie au»zu Senk en, nidst nur am öetrt. sondern um wehr­los« Bürger anzagreisen. 3d) habe gesagt: jefjn Millionen. 3d) habe diese Zahl unterschätzt. Wir haben Deutschland, Oesterreich. Ungarn und Bulgarien r n t ro a | f n e t and haben ge­fegt: Sobald Ihr abrollet. werben wir eurem Beispiele folgen. Sie haben rund etwa 2 dis 300 000 Soldaten, dir nicht gut ausgerüstet sind und bte anderen Länder haben Immer noch zehn Millionen Sie haben diese Millionen nicht um eine einzig« Division, nicht um rin einzig«» Zlngzeug- geichwader oder um eine einzig« Batterie ver­mindert.

Llohb George bezeichnete es als eine axiberc tadelnswerte Tatsache, bah Gebiete durch Gewalt in Europa annektiert wurden ohne die Zustimmung des Völkerbundes ober bes Obersten Rates Er gab Wilna und Gali­zien als Veispicle an. Er suhr fort: Wir setzten in den Vertrag von Versailles Bestimmun­gen für ben Schutz der Minderheiten in den neuen und wieder geschaffenen Staaten. Diese Bestimmungen sind mit Füßen ge­treten worden. Lloyd George schloß . Shamber- Iain hat nicht ein Wort über Schiedsgerichts bar- feit gesagt und nicht viel über Abrüstung. Die Garantierung etner Oft grenze Frankrrichs tarnt -um Kriege sühnen, Schiedsgerichtsbarkeit kann zu nichts anderem fuhren aU zum Frieden. Schiedsgerichtsbarkeit ist die ein­zige Grundlage für di« Abrüstung. Abrüstung ist die einzige Garantie für Schieds­gerichtsbarkeit. und Schiedsgerichtsbarkeit unb Abrüstung zusammen lind die einzig« Sicherheit für den Frieden. Gr foll diesem Problem gegenübertreten. Er hat lange genug auf Locarno au#gerußt. Ss hat keinen Zwerr, an den Ufern de« Lago Maggiore -u stehen wie ein Storch auf einem Vein. Er möge leine Flügel erheben und sich auf seine Pilger­fahrt nach bem Frieden machen. B r t a n b hak dies getan. Er sendet jetzt die Srt.bcndtaube nach Washington, um einen Vertrag -wischen Frank­reich und Än .-rcka -ustandezubringen Sßambcr- Iaht möge diesem guten Beispiel folgen.

E» ist unter diesen Umständen auch sehr hie Frage, ob man bereite jetzt zu einem endgültigen Han­delsvertrag kommt, im Gegenteil ift die Möglich­keit nicht von der Hand zu weisen, daß man sich schließlich mit einem Provisorium begnügen muß, um zunächst einmal überhaupt eine Grund­lage zu haben unb dem Zollkrieg em Ende zu machen, der nun schon Jahre dauert.

Sin neuer Zwischenfall in Sflsberschlesien.

Veu then. 7. Rov. (WV.) Am Sonntag nachmittag hielt die deutsche Katholisch« Volks- bartet ht Dieraltowitz eint Del«giertenver- fammhmg ab. Als der Abgeordnete Fran- fein Referat hielt, drangen mehrere polnische Insurgenten mit Gummiknüppeln auf ihn ein. Als Franz auf die Straße flüchtete, wurde er von einer Bande umringt, die mit allen möglichen Gegenständen auf ihn einschlug. bis er bewußtlos zusammenbrach. AiS er sich nach mehreren Minuten erholte, wurde er erneut zu Boden geschlagen. Daß die Auf- ständischeit von der Dcleg.ertenversammlung ubetchaupt Kenntnis erhalten konnten, war nur dadurch möglich, daß die brieMch versandten Einladungen auf der Post geöffnet wor­den waren. GS ereignete fid) weiter, daß einer der Delegierten, der zur Polizeiwache eilte, diese verschlossen sand. Der Deutfd)« Klub wird beim Woiwoden und beim Präsidenten ber Gemilchten Kommission Ealvnder Be­schwerde wegen der Angelegenheit erheben.

Lleberfall durch farbige Soldaten.

Darmstadt, 7. Rov. Wie erst heute bc- kcnmt wird, überfielen am SainS^ igab.nb zwei farbige Soldaten der franzöfischen Vesahungsarmee in GrieSheim bei Darmstadt Im östlichen Teile des Ove» ein Brautpaar, wobei der Herr blukiggeschla- gen und dos Mädcken nach dein lüSalbe geschleppt wurde. Auf die Hilferufe der beiden deuischrn Zivilpertonen eilte ein franzosischec Korporal mit mehreren Soldaten herbei, denen es gelang, bi« Itiden Kerle bingfest -u machen. S.e geftanben ihr« Tat «in unb werden sich vor dem franzöfi- Idjen Militärgerichi in Mainz zu verantworten ha bett

Derstanzösisch-jugostawischepaki

Der Best etnco Balkan-Lotarnos.

Eigen« Drahtmelviing tz«» .Gießener Anzeiger»'

Berlin, 8. Rov. Wieder einmal spricht man In Belgrad von der bevorstehenden Unter- Zeichnung «ine- jugoslawisch-lranz.>^ifcheti Vünd- nisv.rtraaes. Riq>t zum «tften Mal« Seit etwa zwei Jahren liegt «in derartiger Vertrag sif unb fertig in ben Außen Ministerien Fronte i<hs unb vteigoslawiens vor. mir Ist er bis beut« noch nicht unterschrieben worben. Schuld Daran soll «in Paragraph sein. d«r «ich mit Deutschland beschönigt doch schtecbt Über hem Ganzen ein gehelmnisvoll.s Dunkel. daS «ich nicht dnrchbringei läßt. I-ennoch hat man in her Veraangenheu von Zeit zu Zeit von der nahe btDorltcbxn^n Unt.ncldinung ge'prvchen unb zwar immer bann, wenn 'ich bi# eine oder andere Seite durch Italien bedroht 'ühlte. I«y: ist wieder Iuaollawien dran, von her Unterzeich ung zu ffrrdx:i. und zwar hc<- w«g«n weil et furchte', zwischen Italien und Frankreich könnt« «in Ei.iveenehmen über die Austeilung bei Mittelmeeres erhielt werden. Rom würde natürlich ' u östliche H-l:c sür 'ich in Anspruch nefe aen unb ine Poliiik Jugoslawien gegen '«ber entsvrechend ein rieten. 3n Bei grab will man rin« ber irrige ci.-tDidluno verhindern unb lucht Frankreich möglichst rasch

feftauleqen. Doch bleibt abzuwart«,. wie weit das gelingen wird.

Der früher« südslawisch« Aubennrinister Rintschitsch erüäne u. a.. teiiw ursprüng­liche Id« fei bet Abschluß eines Paktes -wi­schen Frankreich. Stehen und 6übflatoten nach dem Muster der Locarnoverträge ge- toe*m. Da dies jedoch n'.dfet g:hmgen sei fei der Vertrag mit Fra nkreich ausg«arbeitet wor­den. Es wäre bedauerlich, wenn dieser Vertrag in Albanien mißverstanden würde. Aus den hi den fratizüsischen Vlättern veröffentlichten Bestimmungen Tel «iffichtkich, daß der Derttag mit Frankreich nicht im geringsten ge­gen Italien gerichtet sei Der Gedanke des Abschlusses eines Freimdschaftsvertrages m i t Italien brauche trotzdem nicht aufgegeben zu werden. Seine Verwirklichung wär« für die ge­samte Lage In Europa von großer Bedeutung. Ohne ein Dementi befürchten zu müssen, könne er erklären, baß man in Paris jede Maßnahme und jedes Uebeteinfommcn begrüßen würde bas die Beziehungen SüdflawtenS -u Italien herz­licher vertrauenvoller gestalten würbe.

Aus aller Well.

Eine 31a Berlin 1928.

Bei einer Versammlung, -u bet bet Reichs­verband der Deurfchen Luftfahrlinbustri« unb das Ausstellungs-Messe- unb Frem-tenvettehn- amt bet Stabt Berlin geladen hotten, wurde das Ptogrimm derIla Berlin 1928". die vom 7. bte 29. Oktober 1928 am Kaiser da mm stattsm- ben soll, dekanntgrgeben Reichsverkehrsministet Dr. Koch v:rwi«s auf die vor 19 Jahren zu Frankfurt a. M. veranstaltete erste 3nter- uanonale Lufttahrtaussteilung. Eine gewaltige Entwicklung sei in dieser Zeit burchiaufen wor­den Der Krieg hab« Die Leistungssteigerung von Flugzeug imb Luftschisf in imgehcurvr Wei'? ge- sötdett. D e größte BtDeutung des Lu't'ahrt- -euges fei nicht in seinem Wert als militäti­sches Kampfmittel zu erblicken, sondern darin, dah daS Luftfahrzeug rin Detkefets- In 9 r u m e n t zu werden scheine, dessen Vollen­dung sich nicht trennen lale von brm Gedanken herzl'.cher Bezichungen zwischen den Völkern der Erde. So fei in Deutschland, too dir militärische Luftfahrt verboten ist. der Gedanke einer rein zivilen interna tiona len AuSstel- Iona rrfttianben. Der Minister beglückwünschte dir oru:'che Siug>tur.nbufltle zu Dem Selbst- vertrauen, das fit bestimmt habe ch« Erzeug­nisse neben denen der durch RüftungSaufrräge blühenden SluMuglnbuftrie des Auslandes zu zeigen. Sr begrüßt? dann die in graster Anzahl erschienenen Anaehöriaen der in Berlin beglau­bigten auSländ.lchen Mi Ionen, an bit er di« Vitt« richt«te. bei ihren Regierungen dl« Vekri- Itgung ihrer heb ri dxn Industrie an Meter Aus­stellung warm ans Herz zu legen.

Die Mäprnitfer Selbstmürbtragöbie

Der unvermittelte Sribffmort der brrt itmgen Leut« in Köpenick, kurz noch btt Huckkehr von einem Demonstrationszng au* Anliß de» |rt)niabr.grn Z::bi!ä.rni» Der Somxtrep zbHt fe.it m brr O "ent lichtest degreillicheruteue proste» Sullrhen erregt, da nach ?<n btefengen i'r:rt#:.:ngfn bis Mnllo ter lat bisher rach eoCifl kn Dunklen ichwebte tinfi die Gk1 :h- besteht, haß auch ter dritte Selbstmörder im frraptenhoj» feinen lchwrren VerteUungen rr- Hegen wird. Bieber ist bekannt pemorbrn, Daß olle drei, ter Knoestellke ter rjtrtldten Hanvriste!««- klon Sibert Da al. ter Urte ter S<Ui Luthe und der Maurer Hertzeri Miellng. nachdem sie In ter 53ehnunfl' tei Ha,k .memsam Kalle« ar- ttunten batten sich in ein abartefltnr» Zimmer be­gaben und sich bann der Kech« nach rine Kugel

durch ben topf jaulen. Locher hatten fte »och nut ihren Angehörigen gtptauben und sich angeregt un- lerhalten uns spaar gemeintem« Sister anprihmmt. Der t5|af>rig« eiten Hook, ter nach fein«« In- gab« zuerst geschossen baten will, wird, : ach dem bisherigen Verlauf zu urteilen, mit lern Leden davonkommen Es wird .doch kaum m.glich fein, fein Lugenlicht zu erhalten. Der verletzte ist vollkommen bei Besinnung. Lus Be­fragen gas er an. er unb feine beiden Freunte bitter am 6 en n ta a lebhaft philo­sophiert unb feien batet zu ter lieberjeugung gekommen, daß e« am besten fei, mit tem Leben Schluß )u machen 3m Zusammenhang somit äußerte er die Absicht nxnn er h»nau»käme. die unselige Tat zu wiederholen.

Kardinal von Faulhaber über Konaerstenlh.

Ter Münchener Karbiiialerzbischo Dr. von Faulhaber sprach am Sonntagabend in bet Frauenkirche über brn bekannten Fall Konnersreuth Er crlldrtt unter anderem, der Vi'chof von Regensburg bäte schon verlangt Therese Reumann soll« zur Untersuchung in «in Krankenhaus überführt werden. Ti« Eltern hätten lich aber geweigert. ihr Kind aus dem Haus« zu geben. Rach Dem Gesetz könne bi« Therese Reumann nicht Gewalt toeggenommen werden. Ten öltem der Therese Reumann hätten Filmunternehmungen Millionen angeboten, wenn sich die Stigmatisierte filmen ließe. Das Angebot tei aber ab gelernt worden. Der Kardinal schloß mit der Riahnung, die Besuch« In Konnersreuth «inzustellen unb zurückhaltend im Urteil zu sein. Der Besuch der Mess« sei wichtiger als rin Gang nach Konnersreuth.

Beim Spielen verschüttet.

Drei tnoten gruben am Lbi>mq eine» Dogger- loche* bei Sanddori (TOinnbcim) «ine ßohte Plötz- sich fiel die Höhte in sich zusammen unb tegnib einen 15jährigen Knoden Der Jung« konnte erst rine halte = timte später ausgegraben roerben. oe r - starb jedoch auf dem Transport nach dem Äran- f en bau».

Festnahme einer gefäferlidyen Diebeobante.

Die Kriminalpolizei ift einer großzügig orga­nisierten Bande von Ladendieben auf die Spur ge­kommen. die in Gelsenkirchen nnh Umgebung die Geschäft: heimsuchte. Fünf Mitgiieter tefinten sich bereits in Untersuchungshaft Die Diebstähle gehen bis 1923 zurück. Verschieden«- Vngeterige ter Bande haben sich Sparkasienducher mit meh­reren tausend Mark al» (stuthaden angelegt.

Die Univelterkalasirophe in SüblnMen.

Wie Reifend«, die aus Rellor« hier e.itfrüftn. berichten, wurde Der durch ben Zyklon veruriachte Schaden durch eine Flutwelle noch verschlim­mert. Tausend« sind obdachlos Zahlreiche Ähtter sterben infolge von Kälte. Die MenschenvrrluHe tollen 200 betragen.

Ein spanischer Expreß verunglückt.

In der Rähe von Escorial euglrifien in­folge Schienenbruches fünf IDaggoni des Horte West-öipreß Im Sprisritxigen waren gerade 40 Pcrionen beim Essen. Der Speise- und der Schl aswa gen stürzten eine hohe Böschung hinab und wurden oollstänbig zertrüm­mert. Wie durch ein Wunder gab es keine Tote, jedoch wurden 20 Personen zum Teil schwer t>vrlct>t

Entdeckung eine» Steinkohlenlagers le Holland

Untersuchun jen der i ieter ündische« G«f stl- schaft zur Verrichtung bergt»aulichrr Arbeiten haben im östlichen Zipfel der Provinz Gelderland ergeben, daß sich ungefähr -we­lchen den Städten Groenlo imb Aasten einerseits unb der deutschen Grenze andeoerleits etn Steine- kvhlen.teb:«t mit e ner Oberslächenaustehnung ron etaxi 15 000 Hfktar briintet P.ev Stein­kohlenbezirk soll lid> aus deutschem Gebiet f o r 11 e h e n . hort jebvch Io 11 > baß

eine Ausbeutung für unmöglich an­gesehen w rb. Zwischen der Getelllpaft «mb der niedrrlänbilchvn Reg erung bnh B -nb« lungfr-. über die Oetoäbrunq der für btt drr.ch- tunq rtri berg baulichen Anlagen ersorberlichen Konzessionen im Gange.

Der arfdlfdilr fjopolbefenbrlri

TBe^trDtebharJP, JtfunDen. JAurg unb Betruges wurde ber früher* Kcmz'--g:hstsr Kut- mar zu lieben Monaten Gefängn s verurteilt. Äutmar, her früher in der Grundbuch- abteil ung eines shl»l.schen AmtSarricht« be- schästivt war. ya'te sich en Formular für men S )ttotjefenbrt«f angeeignet un - nach |e n r Enl- 'lung htetei .Formular benutzt, um «inen ge­fälschten Hypotheken bries herzull.-.ien unh zu verwerten, te*r aus eineintragu« g von 43 (XX) Mark auf rin Grundstück In einer sch!eil- scheu Stab, lautete.

Ein chiarsisdte» Kino «IngeftSrP.

Etwa ä'MJ Mitglieder der Frausnle^tilorganlso- tum hielten in einem Dorf im Chopr>'Diert,l te» Schanghai eine Serfammlung ab, un« eine neu« Drb*iterumon zu bitten. 3n tem Augenblick «n tem sich di« Teilnehmer der Derfommiung erbeten, um in der Wahl ter Führer zu applaublerm. H u r 11« das Gebäude «in 13.5 rauen uns K>« der wurden getötet, etwa |rt>a>tr tN-riegt Der dritte Stock de» Gebäudes, in dem di« Versamm­lung stattfons. stürzte ohne jede» vokhellge^Eln- ieich<n mit lautem Kroch auf den -weiten Stock, der tem starten Anprall nicht ft"nkhielt und. ge- friqt oon einfallenden fOanten. ct»mm und Bal­ten. roeiteritunte. Ehmcstsche Truppen sperrten den Trümmerhaufen ob und nrvrft'.'Ut.-n die Bolüti bei ter Bergung ter Toten und Verlegten. Soweit bisher bekannt ift. wurde als einzige Kann ter .V'lrrr einer lokalen ftrbdkrorgan fation getötet.

Der Tod te» einsamsten Wen ne» der Well.

Der Tod eines Mannes, bm man für hm etnfamster. der Welt erklärt, wi.-d aus Ottawa in Kanada gemeldet Es war ein Engläntee Hertor Pckchfor-H. rin Akademiker unb Gel'hrier. ber verschieden« wicht g« aftrmtmrte. gevlo- gllche und tvpoar^hische Arbeiten an der Küste von VafftnSlrno ausgriuhrt hat. Pi:chf?rth lebte all Vertreter einer engfi chen Hindelegririllchaft auf brr Bctfirte3rtftl Im Rordostrn Kanadas, hoch oben im PoriarirriS und f«.n Tod üRirte drahtlos von brm ka--eschen Erv- onsschikk .Veothic' das sich auf einer Fahri im Polar» kreiß brilntet gemeldet Srin- .nächsten Ra^ch» bvrit" lebten viele Hundert Kilometer entferti. feine elnzlaen Freunde toaren rin paar halbwilde Hunte Jm vergoltenen Sommer wartete er vergrbllch auf den Dampfer der ihm Kohlen und Darrn dringen loflri Di? E.nqrdorenen ver­ließen ben Pvsten unb ** fdbrinf. baß er vor Käst.- und Hu-gcr gestvrben Ist Der Tod bürite berr rt sin Januar Mrfei IahnrS eingetmen sein, denn Mt letzte « ntragung in sein rageduch fand sich vom Wrihnachtstage 1926.