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Nr. 262 Lrfter Blatt

ITT. Zahrgcm,

vienrtag, 8. November 1927

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Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

t>m(r iwtDfdei: BriMW IhrtotrtMU-Bi*. enö Strtibridrrd Ä. taugt ii Oietztu. S^riftWtwg nut SAufffraWt 7.

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Mäterflnj«9«i t>on Nnrni Brtttt » 5\cid)*.p'crnw< THatDortorttl 20* mefte abdrr6<x*trm

Dt 3ne6r Wt» Camjc Trraritwortli^ ftr Doliih Dr 3r wilh ßange; ftr 3*u«lrtow Di - Iborwt; ftr Mr fcbrtgen Teil Ernst Tluekbni; ftr bf* le* letgenteil Äarl fttlmaww. In ®leken.

Der Kampf um den Blauen M.

Der britisch-amerikanische ©freit um den Dammbau am Tsanasee.

Don un'-errm Lr -Berichterstatter (Tlvhbrud auch mit Quellenangabe. verboten!) Addis Abeba, Anfang Rovern be, 1027. Langsamer geben die Räder des ^Zügieins. ho »ns treu und brav bereits über 600 ÄUc» met,r wen in das Innere desschwarzen 3rb- td!« zer ragen bat Li« ein« 4xv\at<A bunli es uns leit die Hafenbauten von Dfchibu11 ver- fchwanden und mit dem 3oUftau6 an der Grenze von fi ran »öl tlCft-Como h die letzte Erinnerung an Ourrvd Das Reiten tn Lbesiimen 'st auch erster 5tld<k die einzige übrigens bk lür Abend- er in Betracht kommt, keine Älebdalcd. Lags- ül>er di« Lonnenglut unb nachts die Ruhe 'n dem stehenden 3uge Aach Sonnenuntergana fahrt man nämlich nicht mehr weiter So ficher ist es auch unter der Herrschaft Aas Tasaris noch nicht in der afrikanische:' Schwer Aber letzt ist alles vergehen, das Ziel liegt vor unseren Augen die Hüqelftadt Addis*Abeba, die goldenen Ruppelt>er/i'erungen des Aeguspalastes. und all dies in das blendende Licht bet Troven- fonne getaucht deren feuriger Ball über der dunkel hetra','eten Gebirgskette von Antottoste i

Und prächtiger wird das Bild durch den A.. t-tum der sich den, Auge bietet. So weit man Ap e ,en ,. r nag von Antotto im Oft en bis zum wo estätlfchci, Soquala-Vulkan im Südwesten eine 5 erbe neben der anderen Das fällt auch den dem Fenster unseres Abteil« blicken.Hopcfull indeed . ."

Ka es ist hoffnungsvoll. dieses Land Gei» Soifer hofft au« die DaN Street und Amerika ft^'t auf Abellimen Der wohl das urnhtr Rech' auf Hoffnung hat? - Run. das w.-rden selbst die taufend Propheten d-eses Lan- des nicht Voraussagen können HedensaNsist setzt ..merika hier Trumps. Ich merkte es. als ich - usst.ea und auf dem Gebäude der eng­lischen Ges^»dtsd>ift. die hier auch die Sntcr- rH<n der H. S A wahrnlmnu. das vtetn-i»* bornrr friedlich neben dem Union-Jack flattern faK Dieser <Fr ede ist allerdings nur Schein. b >» werben wir gleich sehen. Ader es gibt eben glücklicherweise oder leider? eine fnternafttmale Hbfi'chki : Die dem aber auch fei. Addzs- !'>-ba die .neue Blume", hat für die Bankers

eine blaue S Irbung angenommen.

Plan ift uberrafdxtl Seit den Tagen von A d u 4 . n > sich die Italiener die blutigen Söp'c bölten und fetJ dem gehen,'nisvollen Tode Alen«- Uks H baifc die europäische Öffentlichkeit anher mehr oder weniger .v'nanti«chen Aeisebertchten n chrs mehr von Ade«b.:ien vertwmmew tinb nun

111 d) e Hoch« onjunktur und eine politische .Atmosphäre dt.' mit internationalen Svannun- v, n geradezu gefebtoinyrt ist Auch dieses schein­bar von aller IMt abgxschlollene Berg, and stehl im .-Zeichen der Wandlungen. die jenseits dvs Mittelnreers an den grünen Taschen des alten Europa geschallen w. rden.

Die Dinv lagen hter bis vor kurzem verhält* nismähig nnfodi Der französische Somal * zipsel siel politisch le.t der FeNigstel.ung t<r D'chibut b ihn nicht mehr fonderitch in« Gewicht. Alm so eilr ,ier betänaien sich d.e Italiener vom )tc'Tbr*ter. und Südosten au* Ihre mili- täri'Le rerganaenbx .t ,st hier ja n:ch: gerade rubmrctd) und so fl '.t r» abgesehen von allem Dirtich.-it'.-chen. auch aus Presn begründen den Herrn derausiukebrrn. Und man tut dies auch besonders feit den letzten fahren. da m der anderen Hugeistadl. am Tiber, das zornige Auge eines Duce blitzt

Das beste Stück von Somal.land haoen aber die Br, ten. britisch 'st auch die Äcn,a-Äolon:c und die alganda-'Srot^.ion im Su^*n und bri- tisch im Lkftcn der Sudan Abessinien ist allo englisch-italienisches Interessen- gebiet, und England und It.-lirn sind Freunde. Allo mühte doch alles in bester Ordnung lein?

.Eichm naga so sagt man hierzuland^ was ins Berlinische am besten übersetzt wird mit .Io siehste ausPlötzlich ist cs ander« geworden. Das letzke Stuck gelungener engli'ch- italienifcher Gemeinlchastsarbeit war das Ge­heimabkommen über den Tiana-See in dem der Abai. der Blaue Ail. seine Quellwafser sammelt. Bor einem Menschenalter hatte Menelik der Gröhe nnt London einen Der- iraq geschlossen, nav dem Abessinien darein wil­ligte. keine Arbeiten am Blauen All. ?fana*Se« ober So bat-Fluh vorzunehmen oder zu erlauben, durch die deren Gewäffer verhin­dert würden, in den Ail zu lliehen. Dies könnte nur unter Einwilligung der englischen bzw. suda- Milchen T^eaieninfl geschehen. En«and will jetzt südöstlich des Tfana*Sees einen Damm bauen und- bat sich in dem erwähnten Geheimabkov - men die Unterstützung Italiens gesichert. Da'ür hat London der römischen Regierung den Ban einer A u t v m o b i l st r c st e. eine Aonfurreni für die französische Dschibuti-Bahn, sowie die Ausbeutung der an Sritrea grenzenden abessi­nischen Dezirfe garantiert.

Da schneien mit einem Mal die Ameri­kaner herein und versalzen die ganze schöne Suppe. Ss war schon verdacht.g gctpc'cn. als man von den ameri'anischen Plämen hörte, hier eine eigene Gefandtschast zu errichten. Dann

tarnen aber die Unterhändler von 3. X. TD i ab t- Aeupork. der im Oncnl nicht unbekannten Ties- baus'.rma und nach und nach verbreitete sich fa* . erüdx Abessinien baut den Damm am Tfana-Sce selbst, d. h. mit 16 Millio­nen echeen amer.konischen Dollars Das Wasser will man dann an die Engländer bn Sudan verkaufen.

Unb mm sind die Amerikaner hier, mid tn Wash ngron soll parallel bere.ts mit dem Präsi­denten Lovlidge .'erhandel; werden. Ob das stimmt, kann von hier aus nicht naebgeprüh werden Jedenfalls find die hiesigen Wight- Leute sehr zuversichtlich. Ich sprach einen von ihnen und wies auf die befteoenben Derträge hin. Da kam ich aber gut an.

Landivirffchast und DerwaliungSreform.

Otr ^eichslandbund fordert Nationalisierung der Verwaltung.

Berlin. 7. Oloo. (Wolfs.) Der Aeichslond- bunb begann am Montag tn feinem Berliner Bundeshaus eine Führertagung. deren Leit­gedanke die Aationalisierung des Berhältnis ses von Aeich und Län­dern ist. Obern gierune«rat Dr. Adan, etz - Berlin sprach über die Verwaltung«rechtliche Möglichkeit in, Aahmen der Weimarer Berfassung. Wir lonnlin uns nicht auf Lle erbr" Jenbcn Last« der Dawesverpslichlungen b.-rufcn, solange man uns daS Gewicht der zur Zeit herrschenden un­geheuren Mist stände in den össent- lich ertoalt u n ge e arg.g nh .'

könne, die nicht zuletzt aus den Kompromih- d)r a 11 c r der Weimarer Bersasfung zuruckzufuhren wären, die die v.u'iänbtgtei! so wenig abgrenze, dast die Ausgaben von Aeich und Ländern sich dauernd überschneiden. Der prcufiifdy Ftnanzmintster Dr. Höpker-Aschoff hat auf dein demokratischen PaNat.ig in Him­burg erklärt, dah 30 Prozent aller Aus­gaben in den Ministerien für den Iuständigkeitsftreit zwischen Aeich und Preuhen vergeudet werden.

Demgegenüber M eine stärkere Uebertruqung von staatlichen Aufgaben an die Selbftoerroal- tungskörper. da» Fufonunensassen aller staat­lichen tl ul gaben mit klurnahmc der Berg- unb Justizverwaltung In einer Mittcllnstanz, ferner eine oemünftige Jltnabgrcnjung bet Verwaltungsbezirke unb die Zusam­menlegung von >? anbestellen er forbrrlld). Der Reichsfinanzminister mäste dn Vetorecht bei parlamentarischen Bewilli­gungen von neuen Ausgaben, für die eine Deckung nicht vorhanden ist. erhallen.

Der folgende Aedner. Dr. Kitz (DüsteDors). unten,ich.e Vie versastungc-rechtiichel'. Möglichkeiten durchhki!crentn>irflung b?r »epigcii Neichsotrsas* fung unb verlangte u.a. Beseitigung b < r nid): mehr existenzberechtigten klei­nen Lander unb der n,cht weniger al» 128 V f fl o o e n. Die Berwaltung^-re orm mäste unbe* bi nut jur gr öfteren Staat »einhril süh» rcr die aber beileibe nicht mit Zentralismus oer* wechtclt werden dürfe. Preu ft en müsse zum 'st e , ch S i a n b werden, an bas sich die nicht leben»* fähigen kleinen Länder anschiirsten könnten. Ange* sichte der inneren Unmöglichkeit des Parlamentari»- mi - > m Handeln zu kommen müftten dce maft* geb.m^en unabhängigen Organisationen von Land* wirv'chaft Industrie. Handel, Handwerk und Ar* beilerschall einen gemeinsamen, konkreten Vorschlag für Verfassung»* und Verwaltung»* rtformen ausarbeiten.

Bei einem Empfang, an dem auch zahlreiche T*crtret*r der Acichsregierung und der preu- tzilchen Aeg erung tellnahmen, hielt

der Präsident des ^eichslandbun-es Hepv

eine Rede über die gegenwärrige Qaoe der Landwirtschaft und die sich daraus ergebenden Forderungen. Er führte u. a. aus. nichts be­leuchte greller die Aollage der Landwirtfchast als der heutige Stand der Verschuldung, Eine der Haupt^or>cr-;wrn und LebeT^nvtwe".- Mfltnten der Landwirrfchaft. die Verwand'.ung der hirjfrifngr, Perkonalkre>te in l«ngsr/Nqe Aeallredite sei bisher nicht erfüllt worden. Der Aeichstandbund fei sich betnuftt. im Aamen der gesamten deutschen Landwirtschaft zu spre­chen. wenn er endlich grohzüg ge Maynahmen zu einer durchgreifcmden Umschuldung und einer Zinsverbilligung fordere, die Ne Zirts- beiafhir.g auf ein der lanöttr rtschafr i ;d>cn Be­triebst genan angepahtes Maft h-rabienkt Der Acichsiandbund 'n der Ansicht, daft die für d.e ^ImschulduTtg nötigen Mcklel auf dem Wege einer Srnährungsanleihe ausbringbar feien. Auch dce Zmsverbill.gung sei nur denkbar durch Ausbringung entsprechender Aeichsmifel. Sbenio eng wie be Kredits rage hänge auch die .irage der Gestaltung der deutschen Handclsvertraaspolittk nrt dem Prob­lem der A e n t a b 11 i t ä t der deutschen Land­wirtschaft und bannt der Rentabilität der deut­sche.' Volkswirtschaft zusammen. Mit Sorge fehe die deutsche Landwirtschaft dem bevor^t<chenbm deutsch -polnischen Handeisverrrag entgegen. Die Ldschliestung eines Derrragc-s mii Polen auf Kosten der deutschen Landwirtschaft bebrüte die Preisgabe Ostpreuftens das heute schon infolge feiner Lage jeden Druck, der auf ter Land­wirtschaft lastet, in verstärktem Maste zu <puren habe .

Der Heldyelanbbunb warne noch einmal in letz 1er Stunde, einem CrporloplimiMnu». brr eigentlich durch die (Erfahrungen der letzten Jahre insbesondere auch durch die Erfahrungen mit dem deutsch - Italienischen tzandetsoertrage und In allerletzter Jeil mit dem deut sch-franzö­sischen vertrage grundsästlich widerlegt sein sollte, die Ccbrn»intcrcflrn der Landwirt­schaft zu opfern.

Heben der HandeisvrrtragSpolirik stelle die wachsende Belastung durch die ö, - festliche Hand eine der 'chwerstei, br- dungen her lar.dwirtschastl chen Detrübsbilanz dar. Die heute beinahe alicdett« betonte Aot- wrnd.gkeii einer Revision unfererauften- pol itif chen Verpflichtungen werde auf groste Schw'rrigkekei, stostrn solange für öf­fentliche wecke das Dreifache an Bela­stung aut d ?rutschen Wirtschaft Hege. Wer könnten tk... weder an einem klaren Steuersh st e in herum Krumen, das in der Lage fei. gegen die schweren steuerlichen Lasten Dar Por Augen au fuhren, noch könnten wir uns vor der Aotwenoigkeit einer Reform der Ver­waltung im Sinne der RationaKsierung ver­schlieft en. Auch die Gestaltung des Deichält- nisses deS Reiches zu den Ländern und au Preußen harre der Lösung. D>em Grundgedanken des Struervereinheitlschungsgesetzes fhnwne der AerchSlandhund zu. allerdings mit der For­derung, daft bei feiner Praktischen Anwendung eine Milderung der Realfteuern die Folge sei.

Maßnahmen

zur Derwatiungsreform.

Eigene Drahtmeldung be»(Bieftener Lnzetgcrs'

Berlin, 8. Aoo. Wie wir erfahren, ist der 2lu»schuft für die Berroaltungere- form, den da» Acichskadinell aus den Mini­sterien des Innern und der Finanzen unter Zuzichung bc» A e i ch »f p a r k o m m i f- f a r» gebildet hat, bereit» eitrig bei der Arbeit; unb zwar ift er zunächst mit der Ausstellung eine» Arbeitspläne» beschästiyt. btr die Probleme unb Aufgaben umiaftt, die für die Ber* nx'itjngsrefonn in orage kommen. Diesen T4an wird der Äusschuft tn kurzer Zeit dem AeichskabmeN t'orlegen, dac- sich bann über die weiteren Schritte schasstg werden wird. E» ist natürlich, daft bei der "ftrufang bi der Fragen auch der Kritik Beach­tung aeschenkt wird, die in der letzten Zeit von auften her hörbar wurde Sc entschieden e» obgeiehnt werden muft, wenn der Beparattonsagen! gegen (tze ctze auf (Brunb oon Zahlen Einspruch erhebt, die kerne andere Authcntizuät für sich m Änfprud) nehmen können, al» daft fie in der Dppofition»preffe gestanden Haden, so muft man auf der anderen Seite der strittk doch Siecht geben, wenn |ie darauf hin* weist, weiche groften Mehrausgaben durch ba» Fortbestehen von Zwerg st aaten inner* baii) de» Deutschen Reiche», wie durch doppelte Srbeit zw >' chen Heidi und Ländern überhaupt entstehen. In polh ten streifen wird be* bcuplft. haft namentlich auf dem Gebiet der 3d (tu* oerwrlt.mg ganz erhebliche Crfpamifie möglich sind. Tat'öchiidi bunte der zuständige Minister m (einem Schreibtt'ch a^ich bereits einen Plan für die Ver­einheitlichung unsere» Iustizwesens liegen haben, und :nan Pari wohl annehmen, daft auA biete» epeyalgebiet benrnäetKt mit vor bas stabinett gebracht werden wird. Nakürlich wirb die Durchführung dieser Aufgabe nicht ohne Wider­stände abgehen. Aber uns wird doch au» guter Quelle berichtet, daft der Sparfommiffar mit feinen Be* Trübungen >chon erhebliche Erfolge verzeichnen kann, wo ist es sicher interessant, daft sich eine ganze Reibe von Ländern bereit-: non nch au» an ihn gewandt haben um ihn zu bitten, ihnen doch mit 'einen Erfahrungen und ftar'drfögen in der Richtung von (?"ripami9mcgli<yeiten behil'lich $u jein.

Die<e Arbeit aber fol! mm durch den Aus- tchuft k-es .stabineit- in eize gcöftcre und um- alfer2xre Bahn gelenk: werden. Da das Reichs- fabinett auf die Durchführung dieser Arbeit be­sonders nachdrücklich Gewicht legt, ist damit zu rechnen, beft fie jetzt schneller vorwärt-schre,- tet aie bis vor kurzem. Das kann man nur wünschen denn neben den finanziellen Erspar­nissen. die dabei ftcrausfomrr.cn sollen l.egt ja auch ein grvster Anteil an den Gründen der viel- -iricrten Reichsvtcdrvssenheit gerade an der Drppeforbett mit der Reich und Länder 'tch da« Leben keineswegs immer leid?:er machen.

.Was Verträge mit Dlcncllf? Dr soll ja wahnsinnig gcnvlvn fein! Sie haben übri­gens in Deutschland doch auch einen Para­graphen. der solche Abkomm«, ungültig mo<ftt?r

Auch meme Zweifel an dem Wahnsiim drs gröftten abevmt'chen Äaifcr« tonnten an dem Gedankengang meines Vantce kein Iota ändern. Unb wenn nicht alles trügt, w.rb Heer übet kurz oder lang politisch der Leusel los fein

Merkwürdig! Die Engländer vergraulten vor noch nicht langer Zeit den amerikaniDchen Fi- ranzl-e.rat für Beriten aus Teheran, und nun rachen sich > Amerikaner dafür tn Abessinien Unb dieses rächt sich an England für bellen Unterstützung der Pläne des Orbfetnbe« Italien. Den Briten Ailwasser zum Kauf an­bieten das fteiftt da» Löwenjunge vor den Augen seiner Mutter erwürgen Dem, nur der kleinste Lei dessen wahr ist. was man hier mun­kelt. sind die Folgen nicht abzusehen. England toll gezwungen werden, Rilwasser zu laufen! Armer 3ablul Pascha, dast du das nicht mehr erleben durftest!

Verhandlungen mit London.

England befiehl auf den Verträgen

London, 7.Rov. (Wolfs.. .Dailtz Leie» grapst meldet aus Aeupork. Die Beamten deS Staatsdepartements erklären, Ik hatten kei­nerlei Kenntnis von einer int**rnahonakn Meinungsverschiedenheit wegen des Planes ber I.-G White Korporation b.*tr den Dau eines Stau do nun es am Ts ma-Cee in Adef- hrten. Die Aeuvorker Derireter der <Sinna V hrte haben gestern erklärt, sie feien bereit, mit ihrer Arbeit f ortxuf aftren und erwarteten keiner­lei biplomatikbe Schwierigkeiten trotz der Be­richte über öintoenbimflen des britischen Fvreign Office. Der heute in Liverpool Hngctroffenc auftervrdentllche Gesandte Abessinien« in den Vereinigten Staat«-, Dr. Martin, er­klärte Prellevertreic-rn, in der Frage des ge­planten Tarran baue« am Blauen Ail fei bis­her nichts entschieden worben Or Dr. Mart,n sei auf Ersuchen der adnstlnifchen Regierung tn Am,-rika gen^en. um u. a zu ver­such."'. eine leiftung« ihlge F.rma. Me den er­wähnten Bau übe meftr.cn könnte, zu finden. Er habe eine solche .Virma gefunden. Al'er man könne den Damm nicht bauen, wenn nicht die britische Regierung ihre Zustimmung erteilt. Dr. OEertin wird, wie gemeldet wird, nach Loi'don toeitcrfchnm und mit dem ^oreign Office die Angelegenh.nt be« Da mm baute erör­tern. Die .Daily Aews" sagt in einem Leit­artikel. Dr Martin fei sehr optimistisch wenn er araicftme, baf* in einer Stage, die die bri­tischen und ägnptischci- Interellen so vital be­rühre. die britlschc bzw. ägyptische Regierung ruhig auf die offenfunbigen Ver­trag-rechte verzichten und einer aus- gesi-hn en Dell der Bewällerung ägypti'chen Landes < r e m b <- r Kontrolle ura horten würde Rc tigensalls mer"e b.-r VZl ' erbunb zuständig fein, um übet dies« Sache zu ent­scheiden.

Auch Aefiyptcn meldet sich.

sta iro, 7. Rov. <Wolll.- Das Aib.r.ett er­örterte ben amerikanischen Plan eine» eventuel­len Vertrages mit Ab< ll.nrrn über den Bau eines Stauda mmes am Blauen All bei seinem Austritt aus dem Xfana-Cce. Ts r.chtete ein Telegramm an den Wmisterr rülldenten Sar - wat Paicha. ber sich gegenwärtig in London crulhllt unb teilte iym ber. Standpunkt des Kabinetts mit. wobei besonder- der ernste Ein­druck - lichung tr.de« Planes auf die öllcntliche Meinung be.rorgcruf.*n ftafx Das Robinett gab ferner ber Meinung Ausdruck, daft der Bau dieses Sttrubammrs ohne ägyptische Kontrolle eine Bedrohung für das Leben Aegyp­ten« barstellen würde.

Amerika unb der Gilbert-Brief.

TaÜ Schatzamt

sekundtcrl brm Rkvaralionsaqenlcn.

Washington. 7. Rov. (WB - Schatzsekre- tär Mellon erklärte in einer Pres'ekcm^ermyz über das Memorandum des iRcparction«<x)en- ten: Dao Memor .bum spricht für sich MErft. Die Äritif Parker Gilberts ift m erster Linie gegen staatliche unb kommunale An­leihen 8 u unp r obuf ttpen Zwecken ge­richtet. Ss liest tn DeutsOan7»S eigenstem Inter­esse. so fparfam wie möglich zu wirt­schaften. damit es heft gegen den Vorwurf schützen form, nicht alle erforderliche'! unb möglichen An­strengungen zur Erfüllunq feiner Verpflichtungen acmcCftt zu fxbc Washingt->7rer Meldungen be­stätigen bah die Überreichung der Denkschrift Parker Gilberts an tr.e ^inchsregierung i n Übereinstimmung mit den Anfi chten des Staatsdepartements und insbefon- bere des Schatzamtes erfolgt fei. Befonders pertretc man in Wafh ngtvn Öen etanbpurh des ReparationsageMen l>.züglich der Mahnung zu gr öfter er epadamfe:^ 3n der Wallstreet