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g-en Störche sind die Starfftromleitungen euu große Gefahr. An verschiedenen Orten der Wetterau, in der der Storch zahlreich vorhanden, fand man schon einen jungen Storch tot unter der Leitung liegen.

=.= Hirzenhain, 7. Aug. In der letzten Kreistagssihung des KreisesBübingen erhob Bürgermeister Hensel als- Mitglied des Kreistages P r o t e st gegen das Verhalten des Grafen Stolberg zu Ortenberg, der für das von den Eisenwerken zur Vergrößerung des Be­triebs benötigte Gelände, obwohl sich dieses zu landwirtschaftlichen Zwecken wenig eignet, pro Quadratmeter 3 Mark verlange. Der Bürger­meister brachte zum Ausdruck, daß bie, Erwei­terung der Fabrikanlage im Interesse der Ar­beiterschaft und der Schaffung weiterer Derdienst- möglichkeiten gelegen sei. Der Kreistag nahm Kenntnis von dem Protest. Der Kreisbirektor er­bot sich, mit dem Besitzer in Unterhandlungen zu treten.

]:[ Aus dem B l e i ch e n b a ch t a l, 7. Aug. In diesen Tagen ist nun auch bei uns die Kornernte in vollem Gange. Da wir von schweren Unwettern bis jetzt verschont geblieben sind, verspricht sie einen sehr guten Ertrag, d. h. bei guter Einfuhr. Sttoh und Körnerertrag sind sehr gut. Auch die Sommerfrucht und die Hackfrüchte sind gut.

Kreis Alsfeld.

- Ober-Ohmen, 7. Aug. Die hiesige L a n d- wirtschaftlicheGenossen schäft kauftt eine Saaigntreinigungsanlage.umdie Saat- autbewirtschaftung möglichst rationell zu gestalten. Der Preis stellt sich auf 2400 Mark. Die Benutzung der Maschine ist für das obere Ohmtal und die um­liegenden Dörfer gedacht

Storhenbury.

Darmstadt, 7. Aug. Im Alter von 91 Jahren starb hier Geheimer Oberbaurat von Welhien. Er leitete gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts das staatliche Bau­wesen in Hessen und hat sich für seine Zeit große Verdienste erworben. Vor etwa 25 Jah­ren war er in den Ruhestand getreten. - Am Freitag ist ein aus dem Festplah des Mittel­rheinischen Turnsestes beschäftigter Kassierer mit einer Tageseinnahme von rund 500 Ml. ge­flüchtet. Es handelt sich um einen Ersatz­mann, der für einen erkrankten Kassierer ein­gestellt war. Der Gauverband Volksstaat Hessen des Reichs-Wirtschaftsverbandes bilden­der Künstler veranstaltete in der Aula des Gym­nasiums in Büdingen seine dritte Verbands- Ausstellung, die den TitelOberhessenkunst" füh­ren wird.

Rheinhessen.

LPD. Mainz, 6. Aug. Ein in Mainz und weit über seine Grenzen hinaus bestens bekannter Schul­mann ist mit Rektor Schorn dahingegangen. Rach langem Krankenlager ist er im 72. Lebensjahre g e - fto r b e n. Er wirkte in Mainz 48 Jahre als Lehrer und Rektor, war nach seiner im Jahre 1923 erfolg­ten Ausweisung stellvertretender Kreisschulrat im Kreise Heppenheim und kehrte im Jahre 1925 wieder hierher zurück, wo er bald infolge des Altersgesetzes pensioniert wurde. Von 1917 bis 1922 war der Verstorbene Mitglied des Hessischen Landtags, in dem er als Zentrumsmann dem Finanz- nnb Schul- au'sschuß angehörte. Auf seine Anregung wurde im Jahre 1899 in Hessen der Katholische Lehrerverein gegründet.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

WSR. Wetzlar, 7. Aug. Nachdem in den ver­gangenen Tagen die Gegend von Dillenburg von Einbrechern heimgesucht wurde, die den Schulen Be­suche abstatteten, ist am Samstag auch in Wetzlar in den Schulen eingeb brachen worden, <nb zwar sowohl in die Aufbau- wie die Berufs- 'chule. Schränke und Kasten wurden erbrochen. In er Berufsschule fielen den Dieben über hundert '"iark bar in die Hände. Man hat es anscheinend "it Spezialisten auf diesem Gebiete zu tun. Die iahrraddiebstähle nehmen in der Stadt überhand. 3n den letzten Tagen wurden nicht weniger als drei Diebstähle dieser Art zur Anzeige gebracht.

<> Wetzlar, 7. August. In einer Besprechung zwischen Vertretern des Verbandes Hesien-Raisaui- scher Dampfdreschereien und Vertretern der Land- virtschast wurden als Druschlöhne für 1927 folgende Sätze vereinbart: Bei Gestellung von drei Facharbeitern seitens der Dreschmaschinenbesitzer be­trägt der Stundenlohn bei einer Dreschmaschine mit 7 bis 8 PS. 8 Mark. Bei Dreschmasäsinen mit gerin­gerer Leistung ermäßigt sich der Stundenlohn ent-

!> ................. «IM!!«»«,

Kalorien und Vitaminen.

Von Dr. Th. A. Maa s.

Hört man viele Laien mit Schlagworten, wie Vitamin und Kalorie um sich werfen, so muß man glauben, daß die Ernährungsweise, die zu Gesund-' heit, Kraft und Schlankheit führt, ebenso einfach errechnet werden kann, wie die Kilometerzahl einer Autotour.

Vor über hundert Jahren wurde die Quelle der tierifd)en Wärme entdeckt Die im Körperinneren slaltfindende Verbrennung der zugefichrten Nah rnngsstosfe, letzten Endes des in ihnen enthaltenen Kohlenstoffs, fetzen den Warmblüter in Stand, fei­nen Wärmehaushalt, unabhängig von der Außen­temperatur im Gleichgewicht zu halten.

Mit, in Hinblick auf die einfachen Hilfsmittel, er­staunlicher Genauigkeit wurden damals schon die zahlenmäßigen Zusammenhänge zwischen aufgenom­mener bzw. verarbeiteter Nährsubstanz und Wärme­entwicklung bestimmt. Damit begann der Siegeszug der Kalorie, der Wärmeeinheit, und mit ihr der rein chemischen und physikalischen Betrachtung und Ergründung aller Lebensvorgänge. Die Wertigkeit ber Nährstoffe für den Aufbau, wie auch für den Wärme- und Krafthaushalt des Körpers wurden nach chemischer Zusammensetzung und Verhalten im Organismus aufs genaueste geprüft. Der Stoff- und Kraftbedarf von Mensch und Tier bei Ruhe und Arbeit, unter wechselnden äußeren Einflüssen wurde genau festgestellt.

Aber die Natur liebt es nicht, daß ihr kleines unbedeutendes Geschöpf, der Mensch, sich anmaßt, in ihre letzten Geheimnisse einzudringen. Sobald der Forscher glaubt, am Ziel der Erkenntnis angelangt zu sein, stellt sie neue Rätselfragen. Macht von deren Lösung jeden weiteren Schritt vorwärts abhängig.

Das begab sich auch in der Lehre vom Stoff­wechsel. Man hatte die Nahrungsmittel als Aufbau­material, als Brennstoffe oder als beiden Zwecken dienend klassifiziert. Kannte die Ersetzbarkeit der einen Gruppe durch die andere und hatte die Aus-

|ü uuh Ourchtchnittüch bei einem Dreschsatz von 5 (ns 6 PS. 7,50 Mark und bei einer Dreschmaschine von 3 bis 5 PS. 7 Mark Stundenlohn zu zahlen ist. Es wurde weiter verein­bart, daß bei Zahlung innerhalb vier Wochen fünf Prozent Rabatt gewährt werden. Die Dresch- maschinenarbeiter sind von den Landwirten zu ver­pflegen. Bei Lieferung des Bindegarns erhöht sich der Preis um etwa 1 Mark je Stunde. Im übrigen sind nur die Druschstunden zu bezahlen: die Zeit Der An- und Abfuhr der Dreschmaschinen in die Scheu­nen wird nicht mitberechnet.

Z Oberkleen, 7. Aug. Das nächstjährige Turnfest des Gaues Wetterau wird in der hiesigen Gemeinde ftattfinden.

Z Hochelheim, 7. Aug. Unter sehr reger Beteiligung der Einwohnerschaft und der umliegen­den Gemeinden wurde hier heute das Kreis- Synodalmifsionsfeft der 'Kreissynode Wetz­lar gefeiert. In dem nachmittags 2 Uhr stattgehabten Festgottesdienst in der Kirche hielt Missionar Giesewet ter (Barmen) die Festpredigt. Eine Nachversammlung wurde durch eine Ansprache des Festredners, Missionar Giese weiter, eröffnet. In anschaulicher, zu Herzen gehender Weise berich­tete der Redner von seiner Missionsarbeit in Süd- china und sprach von der großen Aufgabe, die die Mission noch dort vor sich hat. Im Anschluß daran sprachen noch Pfarrer Pfaff (Volpertshausen) und Missionar Bähr (Groß-Rechtenbach), worauf der Ortsgeistliche, Pfarrer Schneider, die Schlußan­sprache hielt. Die gemeinsamen Lieder wurden durch einige Posaunenchöre, unter Leitung des Dirigenten Boller (Lang-Göns), würdig begleitet, ebenso trugen Gesangsvorträge der Gemischten Ehöre, un­ter Leitung des Dirigenten Kuhl (Hörnsheim), zur Verschönerung des Festes bei. Die Kollekte wurde der Rheinischen Mission zu Barmen zugeführt.

.!rcis Marburg.

ff Marburg, 7. Aug. Der an der hiesigen lutherischen Gemeinde seit fast 34 Jahren tätige Pfarrer Friedrich Heermann ist plötzlich v er­st o r d c n. Der Verblichene, der ein Alter von 68 Jahren erreichte, war allgemein beliebt und be­kannt. Dem Altmeister der hessischen Kirnst, Ge­heimrat Dr. h. c. Earl N. Bantzer, der hier seinen 7 0. Geburtstag beging, wurden zahl­reiche Glückwünsche und Ehrungen zuteil. Wie der Magistrat mitteilt, hat Kultusminister Dr. Becker Der Stadt Marburg für die unentgeltliche Zurverfügungstellung des 7500 Quadratmeter gro­ßen Geländes, auf welchem das Jubiläums- K u n st i n ft i t u t errichtet wurde, in einem Schrei­ben den Dank des Staates zum Ausdruck gebracht. Nachdem Kultusminister Dr. Becker anläßlich des Univerfitätsjubiläums 150 000 Mk. für den Bau eines Hallenschwimmbades in Marburg zur Verfügung gestellt hat, sollen nunmehr die Vor­arbeiten für die Errichtung des Bades durchgeführt werden, damit der Bau sofort begonnen werden kann, sobald sich zur Deckung der weiter erforder­lichen Mittel die Möglichkeit für die Aufnahme einer Inlandanleihe bietet. Zur Erweiterung des elektrischen Ortsnetzes der Stadt, für Er­satz der noch vorhandenen eiektrischen Leitungen aus

Eisen durch Kupfer usw. wurde die Aufnahme einer Inlandanleihe von 1370 000 Mk. in Aussicht genommen. In den Waldungen westlich unserer Stadt, der sog. Lummersbach bei Hermers­hausen, wurde in letzter Zeit ein weißes Reh beobachtet. Sämtliche Jagdpächter und Forstdeamte der betreffenben Gegend sind angewiesen worden, für den Schutz dieses seltenen Tieres Sorge zu tragen.

Unterlahnkreis.

WSR. Lahnstein, 7. Aug. Zwischen Lim­burg und Lahnstein soll nunmehr ein regelrechter Personenschiffahrtsverkehr eingerich­tet werden. Da die Schleusen der Lahn demnächst fertiggestellt sein werden, kann sich alsdann ein Motor- und Dampfbootverkehr auf der Lahn ent­wickeln. Fünf Boote sind schon im Bau. Der Fahrplan soll so gestaltet werden, daß die Lahn» schiffahrt regelmäßig Anschluß an die Rheinschiffahrt hat. Die Strecke Lahnstein-- Limburg beträgt 56 Kilometer und soll durch die neue Schiffahrtslinie in drei Stunden aufwärts und zwei Stunden abwärts befahren werden. Außer in Lahnstein werden auch auf den beiden Rhein fetten in Koblenz Anlegestellen für die Lahnschisfe errichtet, da man annimmt, daß von Koblenz aus der Fremdenverkehr eher entwickelt werden kann, als von Lahnstein aus.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 6. Aug. Am Sonntagnachmittag tarn der Straßenbahner- männergesangverein »Kunst de Droeder- schap" Amsterdam in Frankfurt an. Die Reise­gesellschaft bestand aus ungefähr 180 Personen, die sich auf einer Reise durch Deutschland be­finden. In der vergangenen Woche besuchten die holländischen Gäste Rheinische Städte, darunter Köln, Mainz, Wiesbaden Ihr Aufenthalt in Frankfurt a. M. ist für drei Tage vorgesehen. Am Sonntagabend fand ein Konzert im Saalbau statt, für Montag ist eine Rundfahrt durch Frank­furts Umgegend geplant: am Abend findet eine Degrüßrmgsfeier in den BlmneNsälen statt, am Dienstag schließt sich eine Besichtigung Frank­furts an.

WSR. Bad Homburg, 7. Aug. Im hie­sigen Seedammbad wagte sich dieser Tage ein im Schwimmen noch nicht ganz sicherer Schüler in das Schwimmerbassin Hierbei verliehen ihn die Kräfte und er ging unter. Im letzten Augenblick bemerkte der Schwimmeister Link den Vorfall. Er sprang nach und bekam den Jungen zu fassen. Dieser klammerte sich aber an den Beinen des Retters so flest, daß für beide die Gefahr des Ertrinkens bestand. Rur mit Mühe vermochte sich der Schwimmeister aus der Umklammerung zu befreien und den Jungen an Land zu bringen, wo er sich bald wieder er­holte. An den Erdwällen an der Ostseite des Kastells werden seit etwa 14 Tagen um­fangreiche Grabungen vorgenommen, die bis­her zu geringen Ergebnissen geführt haben: jedoch sind begründete Hoffnungen auf Erfolge vor­handen.

dber Tage verläht und bi eine andere CEMt eintritt Jede Art von Sport wird den körper­lichen Menschen wie in der Jugend kräftigen. Häufig ist es gerade der Berus, der vom Sport abhält, der vielen dazu einfach keine Zett mehr läßt. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, welchen Rutzen auch in dieser Hinsicht sportliche Betätigung in sich birgt weil sie zwar eine gewisse Anstrengung ist, aber trotzdem doch die beste Erholung bedeutet da sie zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit im Beruf beiträgt

Es liegt nahe, daß das Alter getrennt von ber Jugend Sport treibt. Jedes Alter ver­langt schon die ihm gemäße Art des Sports. Die Jugend ist noch stürmisch, chr konnnt es auf eine Lieberanstrengung nicht so viel an, sie strebt nach Rekorden, nach Ehr ein Das Alter liebt die Bedächtigkeit, lediglich die Sache selber: bei ihm tritt die Frage nach dem wirklichen, nach dem persönlichen Wert mehr in den Vordergrund. Auch vom rein geselligen Standpunkt-aus ist es besser, wenn Jagend und Alter je unter sich bleiben, weil sich die Jahre auch in den Lebens­interessen zu deutlich unterscheiden

Von größter Wichtig eit ist es, daß über­haupt eine andere Einste..ung des Alters mrm Sport gewonnen wird, daß man seine grundsätz­liche Wichtigkeit für jedes Lebensalter anerkennt. Wenn das Alter mehr Sport triebe, dann müßte das Beispiel eine anfeuernde Wirkung auf die Jugend ausüben, die dann durch das Beispiel des abgeklärten Alters auch vor mancherlei Ver­irrungen bewahrt bliebe.

Es gibt kaum etwas, was von beiden Ge­schlechtern mehr gefürchtet würde als das Alter: mit Recht, wenn man darunter die Kräfte­abnahme und das Schwinden der Lebenstüchtig­keit und Lebensfreude versteht. Mit allen Mit­teln, auch der lächerlichsten Art, möchten sich die Menschen vor diesem Verfall bewahren, während sie die nächstliegenden und wirksamsten oft über­sehen. Darum wollen wir sie und immer wieder ins Gedächtnis rufen und nicht aufhören, sie anzuwenden. Sie liegen zum größten Teil fcc schlossen in einer naturgemäßen Lebensweise, in einer eisernen Selbstdisziplinierung, in echter Er­holung. Zu dieser letzten aber gehört mit in erster Linie der Sport.

Gausommersest des Bundes Deutscher Radfahrer

(Eigener Bericht desGießener Anzeigers" >

Dad-Nauheim, 7. August.

Das diesjährige Gausommerfest des Lahn- flaues im Bunde deutscher Radfahrer war der hiesigen Radfahrer-Vereinigung 1892/96 übertragen worden, die mit Unterstützung der gesamten Bürger­schaft die Veranstaltung trefflich zugerüstet hatte, so daß sie in jeder Beziehimg einen eindrucksvollen, echt sportlichen Verlauf nehmen konnte. Die Straften der Stadt hatten festlichen Schmuck angelegt, und eine begeisterte Menge umsäumte beute die Straßen, durch die sich der farbenprächtige Festzug mit seinen abwechselungsreichen Gruppen bewegte. Der am Promemrdenweg nach Friedberg zu gelegene Fest­platz bot bei schönstem Sommerwetter ein Bild

Turnen, Sport und Spiel.

ä-

... -Jtteleuropäer >st völlig ausreichend vitaminhaltig. Das Vorkom­men der verschiedenen Vitamine im Roggenbrot, den grünen Gemüsen, der Milch, den Früchten, dem Fleisch, der Butter usw., die außerordentlich ge­ringen Mengen, die zur vollen Entfaltung ihrer Wirkungen notwendig sind, gewähren uns aus­reichenden Schutz vor Vitaminmangel und besten Folgen.

Vernünftig zusammengestellte, vernünftig zube­reitete, abwechslungsreiche Nahrung deckt unseren Vitaminbedarf vollkommen. Wir brauchen dieser Frage weder in wirtschaftlicher noch in geschmack­licher Richtung irgendwelche Opfer zu bringen.

Die Prunkschiffe Caligulas im Nemi-See.

2tts Caligula eines Tages auf eine Abwechse­lung in seinen römischen Vergnügungen und Grausamkeiten sann, kam er auf ben Gedanken, sich auf dem Remi-See, der wundervoll in der Rahe Roms gelegen ist, zwei ungeheure Prunk­schiffe erbauen zu lassen, welche die größten Künst­ler von Rom und Griechenland verschwenderisch mit Bronzen, Marmorschmuck. Bildern und Ein- richtungsgegenständen ausfüllen mußten. Aber nachdem er eine Reihe üppigster Feste auf diesen schwimmenden Palästen gefeiert hatte, wurde ihm auch diese Zerstreuung zu langweilig, und er gab

Sport im Atter.

Bei dem Ausdruck Sport denkt man unwill­kürlich an die Jugend, scheint er doch in der Tat ihr schönes Vorrecht zu sein. In ihr ist noch das fast überschäumende Kraftgefühl vorhan­den, das nach Betätigung drängt. Die Jugend verläßt gern Stube und Stadt und tummelt sich lieber in der freien Ratur: sie fühlt sich Wohl, wenn sie draußen mit andern gesellig zusammen sein kann: in ihr treibt ein starker Ehrgeiz zu hohen und höchsten Leistungen und Zielen. Der Sport ist eigentlich Spiel im schönsten Sinne, und wann spielt der Mensch lieber als in seiner Jugend?

So ist es verständlich, tnemi besonders die Jugendlichen beiderlei Geschlechts hinausströmen, um dem Sport zu huldigen, und es ist ebenso erklärlich, wenn das Alter immer mehr zurück­bleibt. Die Kräfte des Leibes und der Seele lassen mit den Jahren nach, sie sind auch meist vollauf von den Pflichten des Tages in An­spruch genommen. Je älter der Mensch wird, um so mehr nimmt der Berus das ganze Trach­ten und Sinnen in Anspruch, und mit dem Beruf teilen sich die Interessen der Familie bei den verheirateten Menschen. Dazu kommt, daß man lieber zurückgezogener lebt, und so schläft der Gedanke an den Sport bei den meisten im Alter fast völlig ein.

Wir verstehen durchaus diese Entwicklung des älter werdenden Menschen, müssen aber doch betonen, daß fein Verhältnis zum Sport nicht immer das rechte ist, wenn es nur auf strikte Abweisung ausgeht. Eine geringe lieber« legnng wird uns vielmehr zu der Erkenntnis führen, daß, wenn auch die Begriffe Sport und Alter nicht in der innigsten B^iehung zuein­ander stehen, sie sich doch auch nicht ausschliehen, daß wir auch im Alter allen Anlaß haben, den Sport nach Möglichkeit auszuüben.

Wenn vor allem dagegen geltend gemacht wird, daß der Sport eben junge, kräftige Men­schen verlangt, so liegt doch der Gedanke recht nahe, und durch ihn jung und frisch zu er­halten. Es ist doch die große ßeibendtunft, trotz der Jahre seine Kräfte möglichst lange unge­schmälert zu erhalten, widerstandsfähig und ela­stisch an Leib und Seele zu bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Sport eins der vor­züglichsten Mittel. Er hat in der Tat den großen Erfolg für sich, daß er vorbeugen lehrt, daß das nicht erst oder doch nicht vorzeitig in Er­scheinung tritt, was man so gern vermeiden möchte, nämlich das Altwerden. Man sollte deshalb eine gewisse Zeit auch in den älteren Jahren dem Sport widmen. Es ist gerade in diesen Zeiten des Alterns von wohltätiger Wir­kung auf den Menschen, daß er einmal das ge­wohnte Geleise der Alltagsarbeit auf Stunden

kurzerhand den Befehl, sie zu versenken. Da man seine unangenehme Art Farmte, wagte ihm nie­mand zu widersprechen, und so wurden diese bei­den schwimmenden Prunkstädte wirklich unsinni- gerweise versenkt. Run liegen also die beiden Triremen des Rero seit zwei Jahrtausenden auf dem Grunde des Remi-Sees und harren darauf, wieder zu einem neuen Leben erweckt zu werden.'

Man weiß, mit welchem Eifer sich Mussolini der Wiederherstellung der römischen Altertümer zuwendet. Für Herkulanum und Pompeji sind, trotz der finanziellen Rotlage des Landes, große Sum­men bewilligt worden. Andere sollen nun zur Hebung der Rero-Schiffe bereitgestellt werden.

Sie ruhen, wie durch Taucher festgesteM wurde, in einer Tiefe von 23 Metern auf dem Grunde des Sees. Jetzt ist eine Kommission von Ingenieuren und Archäologen ernannt worden, um die besten Mittel und Wege zur Hebung der Triremen aussindeg zu machen Man hat beschlos­sen. den See teilweise abzulassen: man wird einen Durchstich nach dem Albanersee vornehmen, dessen Spiegel tiefer als der des Rnni-Sees liegt. Die ^vstenfür diesen Durchstich werden etwa andert­halb Millionen Lire betragen; die Folge dieses Kanals wird die sein, daß in vier bis sechs Mo­naten die Schiffe des Rero beinahe trocken liegen und ihre Wunder allen Augen offenbaren werden. Aber es sind noch weitere Arbeiten zu leisten: die Kosten für die Rückleitung des Remi-Sees in fein olles Bett und die Einebnung des Durchstichs werden gegen dreieinhalb Millionen Lire ver- schllngen. Und endlich soll noch ein weiterer Kredit von zwei Millionen bewilligt werden, beim es muß ein großes Museum errichtet werden, das, wenn möglich, die beiden Sr'remen mit allen ihren Kostbarkeiten aufnehmen soll.

Also wird uns das Scheusal Caligula, der übrigens durch die Historiker schon halb und halb rehabilitiert ist, vielleicht noch einmal in einem neuen Lichte erscheinen kmrch die klassi­schen Schätze, die er auf seinen Remi-Palästen an* gesammelt hat.

Nutzbarkeit der verschiedenen Nährstoffe genau er­mittelt. Wußte auch, welchen regulierenden Einfluß die im Körperinneren von bestimmten Drüsen dem Blutstrom zugeführten Abscheidungen auf den Krast- und Stoffumsatz haben. Da ergab sich etwas ganz Unerklärliches: Die gleiche Menge, die gleiche Sorte Reis, die als rohe Frucht Tieren als ausreichende und gut bekömmliche Nahrung diente, versagte plötz­lich, ließ die Tiere unter schwerer Erkrankung, ähn­lich der ostasiatischen Beri-Beri-Krankheit, zugrunde gehen. Dabei war an den Verslühsbedingungen nichts weiter geändert worden, als daß man an Stelle der rohen Reiskörner solche gab, die ihrer vom Ernährungsstandpunkt höchst minderwertigen Schale beraubt waren. Bald gelang es auch ben schlüssigen Beweis zu erbringen, daß nicht irgend­welche anderen Faktoren, sondern nur die Abwesen­heit der Hülsen dem Reis seine Eignung zum alleini­gen Nährmittel genommen hatte. Durch Dar­reichung eine* Auszugs aus den Reishülsen, der Kleie, genasen die am Genuß des enthülsten Reises erkrankten Tiere. Weitere Forschungen führten zur Reindarstellung der Substanz, die dies bewirkte, und zu ihrer Auffindung an anderen Orten, z. B. in der Hefe.

in enger Beziehung zu einem anderen Heikfaktor, dem Licht, steht, da es durch dessen Einwirkung aus anderen Substanzen erzeugt werden kann. Die Wis­senschaft umgibt sich heute nicht mehr mit dem Schleier des Geheimnisvollen. Die Ergebnisse der Vitamin-Forschung sind ins Publikum gedrungen und haben dort begeisterten Widerhall gefunden.

Begeisterung führt leicht zur lleberschätzung! Da ist cs mit Freude zu bearüßcn, daß sich ein hervor­ragender Stoffwechselforscher einmal gegen den Vi­ta m i n r u m m e l wendet, der bei uns von Ame-

Neben dem oben erwähnten gibt es eins, das in Gemüsen und Früchten, besonders im Zitronen­saft enthalten ist und dem Skorbut entgegenwirkt. Butter und besonders Lebertran bergen ein Vila min, dem wachsenden Organismus äußerst wichtig, das das Auftreten der englischen Krankheit (Rachi­tis) verhindert, das, eine sehr interessante Tatsache,

rika seinen Einzug gehalten hat. Die wichtigen Schlüsse seiner Untersuchungen sind folgende:

Die normale gemischte Kost der Mitteleur "

Damit war das erste Vitamin entdeckt, und der festgefügte Bau der Ernährungsphysiologie hatte eine bedenkliche Erschütterung erfahren. Denn es war nun erwiesen, daß es in den Nahrungs­mitteln Stoffe gibt, deren Fehlen durch keine Ku lorien-, keine Eiweißdarreichung ersetzt werden kann. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, auf Na­tur und Vorkommen der Vitamine näher einzu­gehen. Es muß die Erwähnung genügen, daß mir bereits eine ganze Anzahl verschiedener Vitamine kennen.

eifriger sportlicher und festlicher Tätigkeit. Bürger­meister Dr. A h l begrüßte die Gäste namens ber Stadt und pries die Volkstümlichkeit bes Radsports. Für ben festgebenden Verein entbot dessen Vorsitzen­der, O. Düsselberg, herzliches Willkommen. Der Gauvorsihen-de K. Bellinger (Alsfeld) überreichte mit entsprechender Ansprache das Gaubanner an den festgebenden Verein. Großem Jnteresie begegneten bie kunstvollen und schwierigen Wettberverbe der Radfahrer, die sich bis in die späten Abendstunden hinzogen. Mit einer kernigen Ansprache leitete der Gaueyrenfahrwart H. Marx (Gießen) in später Stunde die Siegerverkündigung ein. Er sprach feine Freude über den glanzvollen Verlauf der Gauveran- stalftmg aus, dankte der Radfahrer ° Vereinigung 1892/96 für die treffliche Vorbereitung und mahnte die Jugend zur Pftege des gefunden Sports. Wert­volle Preise wurden den Siegern ausgehänrngt, die von der Stadt, der Bade- und Kurverwaltung, den verschiedensten Verbänden und Privaten gestiftet worden waren. Nachstehend bringen wir die ©iegerlifte:

Wanderfabrt, Gruppe A: L Preis Rad- ClubGermania" Gießen, 12 Punkte: Gruppe B: Radsportverein 1926 Alsfeld, 14 P., 2. Radf.-El. 1885 Marburg, 13 P., 3. Radf.-V.Germania* Wißmar, 12 P., 4. Radf.-V.Fortuna" Gießen, 10,5 P.: Gruppe C: 1. Radf.-V. 1924 Sinn, 10,3 P., 2. Radf.-V. 1894 Nidda, 10 P., 3. Radf.-V.Eder- gold" Battenberg, 6 P.

Korso, Gruppe A: 1. Gießener Radf.-Ges. von 1896Die Wanderer", 11,88 P., 2. R.-V. 1887 Wetz­lar, 11,74 P., 3. R.-V. 1885 Gießen, 11,43 P., 4. R.-Cl.Germania" Gießen, 10,80 P., 5. R.-V. 1890 Alsfeld, 9,78 P.: Gruppe B: R.-V.Ger-

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Kunstsa Aöbel, 2?.^. ler, M. 1K fahren: 1. Äc' Mrburg. 225; Kylar. 215,1; Sichen 12,66; ! Deutsche!

Die erste Ln meisterfchasten 1 vormittag in de eine ohne Win S.D. in £14,1 schwimmen für siegle Berge- 3. Rademac Köln), Präs 3:1,6 vor D< Aachen), Frl. ( Brust Damen doch).

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