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Telephon Nr. 1259.
Alter von 77 noch durchweg
Zuchttier für 1200 2. Züchter 960 Mk. Schotten
bis 79 Jahren stehen, und sich einer guten Gesundheit erfreuen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
sisches Fleckvieh): 1. Das beste kaufte die Gemeinde Rieder-Mockstadt Mark von Joh. Wahl 18, Angersbach. Joh. Knorz, Pohl-Göns, verkaufte für an Gemeinde Einhardshausen bei
Die G r u m m e t e r n t e ist in den Gemarkungen! des Kleebachtales zum größten Teile beendet. Während aus anderen Gegenden durchweg sehr befriedigende Ernteergebnisse gemeldet werden, war der Grummetgrasbestand der meisten Wiesen' hier recht spärlich: nur feuchter gelegene Wiesen brachten hohe Erträge. Dagegen ist die Qualität des Grummets infolge der guten Witterung zur Erntezeit ausgezeichnet.
Kreis Biedenkopf.
XX Fellingshausen, 6. Sept. Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern mittag an der unteren Kurve im Jsselscheid, wo ein Opelwagen mit einem Motorradfahrer so unglücklich z us a mme n st ie ß, daß eine auf dem Motorrad mitfahrende Dame eine schwere Gehirnerschütterung davon- ttug. Beide Fahrzeuge wurden zerstört. Dr. Z i e h e - Rodheim leistete die erste Hilf« und brachte die Verunglückten in die Klinik.
Dillkreis.
bl. Herborn, 6. Sept. Die Errichtung einer Aufbauschule in unserer Stadt ist mm* mehr end gültig gescheite rt, nachdem die in Betracht kommenden Körperschaften eine Zu- schußleistung in der beantragten Höhe abgelehnt hatten. Die Stadt Herborn anderseits vermag nicht die Finanzierung allein zu übernehmen.
3. Züchter Paul Krämer, Haubenmühle bei Rabertshausen, verkaufte für 910 Mk., Käufer Gemeinde Geiß-Riddo. 4. Züchter K. Geiß, Windhausen, verkaufte für 820 Mk. an Gemeinde Steinfurth. Der billigste Bulle kostete 520 Mk., der Durchschnittspreis eines Zuchtbullens kam auf 740 Mk. Eber-Dersteigerung, Veredeltes Landschwein. 1. Züchter W. Stark, Wirberg bei Saasen, verkaufte für 265 Mart. Käufer Gemeinde Rieder-Mockstadt. 2. Derselbe Züchter 230 Mk., Käufer Markgenossenschaft Bellersheim. 3. Derselbe Züchter 205 Mk., Käufer Gemeinde Hain-Gründau. 4. Züchter Aug. Decker, Stangenrod, 200 Mk., Käufer Gemeinde Selters. Deutsches Edelschwein. 1. Züchter Karl Beith, Reichelsheim, verkaufte für 180 Mk., Käufer Gemeinde Griedel. Bei der Prämiierung erzielte der Züchter Heinr. Hardt, Ober-Mockstadt, für die beste Vogelsberger Kuh den Ehrenpreis.
Kreis Schotten.
T Köddingen. 6. Sept. Am Sonntagnachmittag sprach hier bei Gastwirt Ruhl in einer gutbesuchten Versammlung Pfarrer W e t b-
Für den Veteranen- und Militärverein legte Gastwirt H e n d r i ch einen Kranz nieder. Run leben in unserer Stadt nur noch vier Feld- zugsteilnehmer von 1870/71, die sämtlich im
stehers a. D. Droh, Kahenfurt, stattfand, beteiligten sich etwa 60 Landwirte des Kreises Weylar. Die Reise führte auf dem Hinwege über Gießen—Grünberg durch Oberhessen nach dem Reiseziele, und die Rückfahrt über Treysa— Reustadt—Marburg durch das Lahntal zurück nach Wetzlar. Die Besichtigung war für die Teilnehmer von großem Interesse. Die Jungviehweide zeigte einen ausgezeichneten Gras- truchs, und das Vieh ein durchweg recht gutes Aussehen. Aus dem Kreise Wetzlar sind zur Zeit rund 100 Stück Rindvieh und eine Anzahl Fohlen auf die Weide aufgetrieben.
0 Aus dein Kreise Wetzlar, 6. Sept. Der Regierungspräsident empfiehlt den Gewerbetreibenden, die im künftigen Jahr ein Gewerbe im Umherziehen ausüben wollen, den Antrag auf Ausstellung eines neuen Wandergewerbescheins möglichst schon im Oktober zu stellen, weil bei der Menge der Anträge und wegen der erforderlichen Ermittlungen die Ausfetti- gung längere Zeit in Anspruch nähme und sonst die Aushändigung der Scheine zu Beginn des neuen Jahres nicht gewährleistet werden könne.
- - Aus dem Kleebachtal, 6. Sept.
54. Deutscher Genossenschaftstag
Am Montag begann in Köln der 6 4. Deutsche Genossenschaftstag. In den Verhandlungen der Kreditgenossenschaf- t e n' sprach am ersten Tage als erster Redner Bankdireltor M ü h l e n di ck - Essen über das Krepitt- und Effektengeschäft der Kreditgenossenschaften.' Es müsse daraus gesehen werden, daß die hingegebenen Kredite für den Kreditnehmer produktiv und wirtschaftlich tragbar seien. Rach Möglichkeit seien die Kredite sicherzustellen. Ganz besonders betonte der Redner die Vermeidung der Konteir- überziehung und die Rotwendigkeit des Umsatzes im Kontokorrent. Die wichtigste Frage sei die Festlegung der Höhe der Kreditgrenze. Größere Kredite sollten nur die Ausnahme sein und nur vorübergehend bewilligt werden. Riemals dürften aber darunter die allgemeinen Interessen der dem Mittelstände angchörenden Kreise leiden. Das Wechseldiskontgeschäft sei zum mrndesten ebenso wichtig wie das Kontokorrentgeschäft. Es sei aber gut. die Kundschaft mehr zum lrqurdären Wechselgeschäst zu erziehen. Die Kreditgenossenschaften sollten ihren Kunden nicht nur Geldgeber, sondern auch Berater und Förderer in allen wichttgen geschäftlichen Transaktionen sein. Die Kreditgenossenschaft solle im allgemeinen das Effektengeschäft nur insoweit Pflegen, als die Ablehnung des Geschäftes die Abwanderung solventer Kunden zur Folge haben würde. Es sei nicht Zweck der Kreditgenossenschaft, durch Anregung ihrer Kundschaft das Effektengeschäft auszudehnen, weil dadurch der Bestand an Spareinlagen und Scheckeinlagen zur Herausgabe solcher Gelder, die die Genossenschaft für produktive Kredite geben muß, unnötig geschwächt würde. Spekulationsgeschäfte für eigene Rechnung sollten völlig ausgeschaltet sein.
Derbandsdirektor Weiler-Darmstadt sprach über das Thema „Der genossenschaftliche Giroverkeh r". Der Redner betonte die Rotwendigkeit, die Kreditgenossenschaften frei im Bezug auf die Wahl ihrer Bankverbindung zu halten. Die älteste, größere, über ganz Deutschland verbreitete Giroorganisation sei die unter Mit- wittung von Schultze-Delitzsch gegründete Giro- organisatton der deutschen Kreditgenossenschaften. Heute vereinige der Giroverband, der 1904 in die Hände der Dresdener Bank übergegangen sei, 1000 Mitglieder. Zusammensassend sei zu fordern: 1. Völlige Suche tlichkeit der beiden Systeme, 2. Unbedingte Formularstrenge als Ausdruck innerer Geschlossenheit und Macht, wobei auf die Unkomplizietthcit der größte Wett zu legen ist, 3. Der geringste Kosten- und Zeitaufwand, 4. Vermeidung solcher tteberweisungen durch den genossenschaftUchen Giroverkehr, die zweckmäßig sofort über Reichsbank- und Postscheck geleitet werden, oder die zum mindesten von der genossenschaftlichen Kundschaft für diesen Weg vorgeschrieben sind.
Dr. Lang bettchtete sodann über die „Bedeutung der Gesetzgebung undRecht- sprechung für die Entwicklung der genossenschaftlichen Organisation". Bei der Durchführung von Aufwettungsrechten von • und gegen die Genossenschaften seien die Kreditgenossenschaften als Volksbanken den anderen Banken gleichgestellt. Sie seien weiter bei der Durchführung der Ablösung öffentlicher Anleihen als Vermittlungsstellen eingeschaltet worden. Durch die Allgemeinverbindlichkeitsettlärung des Reichstattss für das deutsche Bankgewerbe seien jetzt auch die Kreditgenossenschaften mit weniger als 10 Angestellten gezwungen, Tarifgehälter für Angestellte und Lehrlinge zu zahlen. Arbeiks- zeitgeseh und Arbeitslosenversicherungsgeseh fänden auf die Genossenschaften ebenso wie auf die anderen wirtschaftlichen Unternehmungen Anwen- -dung. Durch das Genossenschaftsgesetz sei der Revistvnsveroand als gesetzliche Einrichtung geschaffen worden.
g e h ä l t e r, insbesondere auch schon in den unierten Gcuppen, den tatsächlichen Steuerung rhi.lt- nissen soweit angepaßt wird, daß wirtschaftliche Sicherstellung gewährleistet ist und Entschuldung des Deamtenstandes cintreten kann. 2. Die Deutsche Volkspattei wolle für eine Beamtenbesol- dungsreform eintreten, die unter Beibehaltung der bewährten Seiten des Gruppensystems auch die Vorteile des früheren Laufbahnsystems in weitestem Umfange verwertet, damit ein Be- oldunFZgcsetz zustande kommt, das wieder Ruhe und Stetigkeit in den Deamten'örper bttngt. 3. Die Deutsche Volkspartei fordert wiederholt die endliche volle Gleichstellung von Alt - und Reu Pensionären und verlangt neben weiteren Einzelforderung m im besondere die Wiedereinführung der Vcerteljahres- zahlungen.
ReichsschuSgesetz und Beamlenbesoldungsfrsge.
Zwei D. D.P-Entschließungen.
= Der Wahllreisausschuß der Deutschen Dolksportei im Wahlkreis Hessen- R a s s a u hielt dieser Tage, wie schon kurz gemeldet. in Gießen eine Tagung ab, auf der zwei Entschließungen einstimmig angenommen wurden.
In der ersten E.. Schließung nahm der Schulausschuß d r D tschenVolkspartei im Wahlkreis Hess.n-Rc.sfau Stellung zum kommenden Reichsschulgeseh. Er erblickt in dem vorliegenden Gesetzentwurf eine Grundlage für Verhandlungen, muß aber von seinen nationalen und liberalen Grundsätzen eine Reihe wichtiger Forderungen erheben. So muß die Schulhoheit des Staates unzweideutig im Gesetz ;um Ausdruck gebracht werden, und zwar gegenüber den Ansprüchen der Bekenntnis- und Weltanschauungs- gruppen, als auch gegenüber denen der Erziehungsberechtigten. Das Antragsrecht der letzteren auf Errichtung von Schulen ihres Bekenntnisses oder ihrer Weltanschauung muß seine Grenze finden in der Aufrechterhaltung eines geordneten Schulbetriebs und in der Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Schule. Die Erttchtung leistungs u n fähiger Zwergschulen ist abzulehnen. In den Gebieten der heutigen christlichen Simultanschule, Baden, Pfalz, Hessen, Hessen-Ras'au, Thüringen, Sai sen und Ostmark muß die gesetzlich dort bestehende, nach D.kennt- nissen nicht getrennte Volksschule erhalten bleiben. Auch muß die weitere Entwicklung der S i Malta n s ch u l e sichergestellt werden. 11. a. fordert die Entschließung weiter, daß die vorgesehene Einsichtnahme in den Religionsunterricht nur durch staatliche Schulaufsichtsbeamte ausacübt werden darf. Das Desuchsrecht der obersten Stellen der Religionsgesellschaften soll bestehen bleiben, darf aber nur im Sinne einer eindrucksvollen Bezeugung der Gemeinschaft zwischen der Kirche und der Schule als Stätte der religiösen Erziehung der Jugend angesehen werden.
Der Wahlkreisbeamtenausschuh erhob in seiner Entschließung die folgenden Forderungen: 1. Die Deutsche Volkspattei wolle dahin wirken, daß die Höhe der Beamten
leiden dadurch in ihren Einnahmen eine beträchtliche Einbuße. — Das Einernten der Frühkartoffeln ist begonnen worden. Die Knollen zeigen im allgemeinen ein gesundes Aeußere, nur in nassen Aeckern finden sich Knollen mit Stopfen, die Anfänge von Fäulnisflccken. Die Ernte ist mit wenig Ausnahmen als recht gut anzusehen. Der Zentner wird im Kleinverkauf mit 4 Mk. bezahlt, größere Mengen werden schon mit 3 bis 3,50 Mk. pro Zentner angeboten.
Birklar, 6. Sept. Arn Sonntag fand hier Kirchenvisitation statt, vorgenommen von Dekan Engel- Obbornhofen. Anschließend wurde auch in unserer Pfarrgemeinde Mus chenheim Visitation abgehalten.
# Hungen, 6. Sept. Mil dem am 26. September stattfindenden Herb st markt verbindet die Stadtverwaltung eine Prämiierung von hessische mFleckvieh (Simmentaler) und Vogelsberger Nasse. Der Landwirtschaftskammerausschuß für die Provinz Oberhessen unterstützt das Vorhaben der Gemeinde. Es können auch nicht ins Herdbuch eingetragene Tiere prämiiert werden. Insgesamt stehen 600 Mk. zu Prämiierungszweckcn zur Verfügung.
~ Rodheim a. d. Horloff, 6. Sept. Am Samstag ereignete sich hier bei der Dreschmaschine ein gräßlicher 11 n g l ü ck s f a l l. Als man mit dem Dreschen fertig war, bestieg der Dreschherr, Landwirt Gustav Ahmuß, den Dreschwagen, um die ausgefallenen Körner zusammenzufegen. Dabei muß er ausgeglitten sein, denn er fiel in die Strohpresse, wurde von ihr erfaßt und sofort getötet. Der 72jährige war ein Mann von großem Fleiß und achtbarster Lebensführung.
- Aus der nördlichen Wettern u. 6. Sept. Infolge des günstigen Wetters ist nun der Rest der Getreideernte noch gut unter Dach und Fach gebracht worden. Der durch das Regenwetter angettchtete Schaden ist nicht sehr groß. Die Frucht „gibt recht gut“ beim Dreschen. Hat die Qualität auch etwas gelitten, so ist doch wenigstens die Quantität befriedigend. Auch das Grummet wurde int Laufe weniger Tage gemacht und ist in vielen Gemeinden bereits restlos eingefahren. Die Ob st bäume, besonders Aepfelbäume, zeigen durchweg guten Behang, so daß in diesem Jahre auch der Richtbesiher von Bäumen Gelegenheit haben wird, seinen Bedarf an Obst billig zu erstehen.
Kreis Friedberg.
pb. Butzbach, 6. Sept. Die von Stadtbau- meister Scherrer geleiteten Wiederherstellungsarbeiten des Rathauses gehen ihrem Ende entgegen. Bei der Abnahme der Schieferbedeckung an der Marktplatz-Fassade trat sehr gut erhaltenes Fachwerk zu Sage, das zum größten Teil mit reichhaltiger Schnihvrnarn entik verziert ist. So fand sich auch ein Schriftfries mit folgendem lateinischen Spruch vor: Ps. 127. Nisi Dominus custo- dierit civitatem trustra vigilat, qui custodit eam. Laus Deo. Anno salutis 1560. Zu Deutsch: „Wenn der Herr die Stadt nicht behütet, so wachet der Hüter umsonst. Lob sei dem Herrn. Im Jahre des Heils 1560.“ (Psalm 127, 3. Teil.) Ferner trägt der eine Eckpfosten den Vermerk eingeschniht: „Im Jahre 1560 machet Johann Rebel dieses Haus." Wenn das durch Kunstmaler Kutscher (Dad-Ranheim) wieder her- gestellte Zifferblatt der llhr wieder angebracht und die Fassade in ihrer alten Form wiederhergestellt ist, dann wird der Rathausbau eine Zierde und Sehenswürdigkeit des Marktplatzes sein. Richt unerwähnt soll bleiben, daß sich bei Abnahme eines Teils der Turmbekrönung eine in Holz eingelassene Zinkrolle vorfand, die eine Stiftungsurkunde aus dem Jahre 1887 über den Betrag von 14 Mk. enthält, welcher nach 200 Jahren, also int Jahre 2087, mit Zinsen und Zinseszinsen zur Erneuerung des Rathauses verwendet werden soll. Siebzig Bürger, Handwerker, städtische Beamte und Geschäftsleute hatten je 20 Pf. beigesteuett, um diesen Betrag zusammenzubringen. Er wurde beim Mathildensttft zinsbringend angelegt, und würde, falls er bis 2087 unabgehoben stehen bliebe und keine Inflation dazwischen käme, auf über 56 000 Mk. angewachsen sein. Die Urkunde enthält außerdem noch Angaben über die Erneuerung des Rathauses im Jahre 1887, ferner ein Verzeichnis des Stadtvorstandes, Angaben der verschiedenen Behörden, der Vereine, sowie der Preise der verschiedenen Lebensrnittel usw., und schließt mit der Bestimmung, daß das ganze angetoad;fene Kapital zur nochmaligen Verschönerung des Rathauses zu verwenden ist.
Kreis Büdingen.
—.— Nidda, 6. Sept. Die hiesige Zuchtviehversteigerung des Landwittschafts- kammer-Ansschusses für Oberhessen hatte folgendes Ergebnis: Simmentaler Kulten (hes-
Niederlagen:
Emil Schmal!, Frankfurter Str. 7
Telephon Nr. 83;
Fritz BeinzerlinS,stiiM.we5 58
ch Wetzlar, 6. Sept. Das Oberverstcherungs- amt zu Koblenz hat den O r t s l o h n (das ist das ortsübliche Tagesentgelt gswöhnlick)er Tageabeiter) vorn 1. September ab für die einzelnen Altersklassen zwischenzeitlich anderweit festgesetzt: für junge Leute unter 16 Jahren a) männliche 2 Mk., b) weibliche 1,50 Mk., für Personen von 16 bis 21 Jahren a) männliche 3,40 Mk., b) weibliche 2,40 Mk., für Personen über 21 Jahre a) männliche 4,50 Mk., b) weibliche 3,50 Mk.
Q Wetzlar, 6. Sept. Die Landbund- genossenschaft für den Kreis Wetzlar unternahm dieser Tage eine Bes ichtt gung der Jungviehweid e und deS Zuchtvieh - h o s e s R r ch b e r g auf dem Knüll. An der Besichtigung, die unter Führung des Vorsitzenden der Kreisbauernschast, Administrator Siebold, Hofgut Altenberg und des Gemeindevor- h, Katzenfutt, stattfand, be-
Oberhessen.
Landkreis Wietzen
00 Klein-Linden, 6. Sept. Unsere Po st' agentur hat neue Diensthunden. Sie ist jetzt vormittags von 8 bis 10 Uhr und nachmittags von 2 bis 4 llhr geöffnet. Um der Geschäftswelt entgegenzukommen, findet außerdem nachmittags kurz nach 5 Uhr eine Ausgabe der zwischen 4 und 5 Uhr eintreffenden Postsendungen statt.
ch Lang-Göns, 6. Sept. Der Zwergver- ein Gießen des Gustav-Adolf- Vereins feierte am Sonntag in unserem Orte sein Iahresfest. Da unsere Kirche die Festteilnehmer, die aus nah und fern herbergckom- men waren, nicht alle hätte fassen können, so fanden der Fest gott es dien st und die Rachversammlung auf dem Kirchenplah statt. Die Fest- Predigt hatte der Diasporapfarrer Weiß aus Bieber, Kreis Offenbach, übernommen. Pfarrer Becker (Gießen) bettchtete über die Tätigkeit des Zweigverttns im verflossenen Jahre. Die Opfer, die in den einzelnen Gemeinden für den Gustav-Adolf-Verein aufgebracht werden, halten fid> auf ganz niedriger Höhe und erreichten nur in zwei Gemeinden wenig mehr als 7 Pf. auf den Kopf der Bevölkerung. In der Rachversammlung trug der Jungmädchenverein von Klein-Linden zur Verschönerung der Feier durch den Vorttag eiites Liedes mit Be- gltttung von Zupfinstrumenten bei. Die Begleitung der Gemeindegesänge lag in der bewährten Hand des hiesigen Posaunenchores ('Ditt-- gent Weißbindermeister Boller). In der Pause zwischen Festgottesdienst und Rachversammlung bewirtete ine gastfreundliche Gemeinde ihre auswättigen Gäste. ~ _
V Mainzlar, 6. Sept. Bei den m den letzten Tagen hier stattgehabten Grummetgrasversteigerungen waren die Preise recht niedrig. Für '/-> Morgen wurden 3 bis 6 Matt bezahlt, während Yk Morgen saueres, nur zu Streuzwecken verwendbares Grummetgras schon für 1 Matt zu haben war; für letzteres waren zum Teil überhaupt keine Kaufliebhaber voryanden, so daß der nächstjähttge Besitzer Wohl Grummet- und Heugras wird zusammen ernten können. Dank der guten Witterung ist die ganze Grummeternte in rund 8 Tagen beendet worden, was wohl nicht alle Jahre vorkommen dürfte.
♦I’ Grünberg, 6. Sept. Justizinsptttor Ludwig Bauer wurde mit dem 1. September an das Amtsgettcht Gießen verseht. Inspektor Bauer wirkte nahezu 25 Jahre am hiesigen Amtsgericht. Deine Tätigkeit am Grundbuchamt hat ihn in enge Fühlungnahme mit der bäuerlichen Bevölkerung gebracht. Er hat sich infolge seiner Gewissenhaftigkeit, seiner Sachkenntnis, fernes lauteten Charakters und seiner Hilfsbereitschaft das Vertrauen der dem Amisgettchtsbezirk Gttin- berg angegliederten Ortschaften erworben. Man sieht deshalb den bewährten Beamten nur ungern von hier scheiden.
I Ouedborn, 6. Sept. Werkmeister Klaus vom Gießener Wasserwerk hierselbst wurde am Sonntagnachmittag am Ausgange des Dottes Kesselbach von einem schweren llnglücks- f a ll betroffen. Drei Reiter, die aus Gerls- Hausen zum Wettbewerb des Reitervereins Rabenau ritten, wollten auf der Landstraße zwei Radfahrer, deren einer Herr Klaus war, übsr- hvlen. Plötzlich scheute ein Pferd und schlug aus, wodurch Herr Klaus getroffen wurde und vom Rade stürzte, während das Tier gleichfalls zu Fall kam und dabei den am Boden liegenden Mann nochmals trat. Der Verunglückte wurde mit einem Auto der Chirurgischen Kliink in Gießen zugeführt, wo er mit ernstlichen Deckenverlehungen schwer dar- niederliegt.
ö<5 Lich, 6. Sept. Die Orummeterntc in den großen Wiesengründen an der Wetter zwischen Lich und Rieder-Bessingen ist in vollem Gange. Die Ernte ist, was Güte und Menge anbetrifft, als erstklassig zu bezeichnen. Da der große Grund, der mehr als fünf Kilometer lang ist, weit mehr als den Bedarf der Licher Landwirte liefert, so decken hier die weniger wiesenreichen Gemeinden Langsdorf, Birklar und Dorf-Gill ihren Bedarf. Täglich fahren ungezählte, schwer beladene Grummetwagen durck) unsere Stadt. — Die Obsternte in unserer sehr geschützt gelegenen Gemarkung bringt dieses Jahr ganz gewaltige Erträge. Es gibt wohl kaum eine Äpfel- oder Birnenatt, die dieses Jahr versagt. Die hier viel angebauten Glockenbirnen, anderotts auch Flaschenbirnen genannt, liefern eine Rekordernte. Auch Boikenäpfel und Goldparmänen hängen zum Brechen voll. Die Ernte des „Kaiser Alexander", eines frühreifen Tafelapfels, wird gegenwärtig vorgenommen. Für den Zentner werden durchschnittlich etwa 10 Mark bezahlt. Auf Zwetschenhonig und Zwetschenkuchen muß allerdings in diesem Herbst wie im vorigen Jahre verzichtet werden, denn die Zwetschenbäume zeigen nur ganz schwachen Behang. — Erst jetzt läßt sich der Sck)aden feststellen, der in unseren Garten durch die Kohlweißlinge entstanden ist. Während Frühwirsing und Frühweiß- kraut weniger gelitten haben, ist das Spätkraut, das zum Einschneiden als Sauerkraut Verwendung findet, so gut wie vernichtet. Rosenkohl und Krause- tohl, die Gemüse für den Tisch im Winter, stehen völlig entblättert und leergefressen bis auf die blanken Rippen auf den Beeten. Unsere Gemüsehändler, die meist den Gießener Wochenmarkt beliefern, er
n er über bas Thema: „Iva rum b rauchen wir im Hessischen Landtag eineevan- aelische Part ei?“ Der Redner legte der Zuhörerschaft in eingehenden Darlegungen die Rotwendigkeit einer evangelisch-sozialen Partei dar. An den mit großem Beifall aufgenommenen Vottrag schloß sich eine Aussprache an. Eine Ortsgruppe der neuen Pattei soll auch hier ge- grünbet werben.
T 111richstein, 6. Sept. Die Evangelische Volksgemeinschaft hielt am Sonntag abend im Saale des Gastwirts Pfannstiel hier ihre erste Versammlung. Als Redner war Pfarrer Weidner erschienen, der Reichsgeschäftsführer der neuen Partei. In etwa zweistündigen Ausführungen sprach er über die Gründe, die zur Gründung der Evangelischen Volksgemeinschaft in Deutschland, insbesondere in Hessen, geführt haben. Dem Vortragenden wurde reicher Beifall zuteil. In der Aussprache ergriff Bergrat Schöttler- Darmstadt das Wort: seine Darlegungen bezogen sich auf außenpolitische Fragen, die im Sinne der Evangelischen Volksgemeinschaft ihre Beantwortung durch Pfarrer Weidner erhielten. In Kürze soll hier eine Ortsgruppe der Evangelischen Vvlksgemein- schaft gegründet werden.
Kreis Alsfeld.
V Grebenau, 6. Sept. Am kommenden Freitag verlassen vier Personen aus hiesiger Gegend die Heimat, um nach den Vereinigten Staaten von Rordamerika auszuwandern. Cs sind dies 2ohs. W e g f a h r t aus Eulersdorf, Wilh. R e i d t aus Wallecdorf mit seinem Sohn Georg, sowie Hans Kalbs ieisch aus Grebenau. Letzterer war früher bereits zwei Jahre auf Java tätig, während Wilh. Reibt vor dem Kttege eine Bäckerei in London betrieb.
Kreis Lauterbach.
P Schlitz, 6. Sept. Der hiesige evangelische Kirchenvorstand hat die Einführung eines elektrischen Geläutes für die Stadt- k ir ch e beschlossen. Mit der Ausführung der Arbeit dürften die Herforder Elettttzitätswerke beauftragt werden. Der Preis für den elektrischen Betrieb der vier Glocken soll sich, gutem Vernehmen nach, auf etwa 3500 Mk. belaufen. — Am Sonntag wurde unter sehr starker Beteiligung der Küfermeister Heinrich Kruppert, ein Veteran von 1870/71, zu Grabe getragen.
Staatlich
Bad-Nauheimer t"
Das bevorzugte, natürliche Mineraltafelwasser


