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6- 3uh. Sei drr günstigen in un,erer Gegend geht die mte; sie wird wohl bis M M-t sein. Es gibt eine gute igen Gärten tritt wieder - iochhren - der Stachel, n Stachelbeeren in Strauch, jcr aus die hoch- und halb- it. Die von der Krankheit be- ?n unreif, eignen sich nach ms noch zum grüben EiN- Xlbcermcltau sehr ansteckend g und sofortige Verbrennung als ihre Behandlung, für die ünstigt durch die kühle, feuchte itt hier am Weizen wieder reiderost aus Det Befall m Vorjahre und lahl detnnach teizknerträge nicht viel beein-

lenDurg.

8.Juli. Zürn Äektv r Hochschule ist für die r M A M 31. August HrcWvr Dr. Ing. Emil und Dom Tefamimimstertum Aie Alannhetmer Lise- von der Gemeinde Oder- )denvald ein Jagdhaus ide bon einem IagdMter, 'ierigfcilen geraten fort, «* lelomfcbule bezahlte für das sm-wird darin ein vaitö-

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der Mainzer S» ein , schwerMiMrn M tvagens erfaßt, vom W fahren. Die Wer A r Frau über den Koh^ L-L-r bitte".

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Der Sternhimmel im Juli

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STERNBILDER: 6ROTTE BUCH­STABEN

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Kleine Buch- stoben

dafür aber seit seiner äleberholung durch die Venus im Dormonat der Sonne um so näher steht und auch wegen seiner großen Entfernung von der Erde ein schwaches Sternlein gewor­den ist. Günstiger ist die Sichtbarkeit der beiden äußeren Planeten, nämlich des Jupiter, der sich immer entschiedener vom Morgen- auf den Abendhimmel verschiebt, wo er unter dem großen Htmmelsquadrat im Pegasus, nicht sehr weit vom

^eignete sich gestern nachmittag auf der Straße ivm Ehausseehaus nach Gcorgenborn in der Rahe les KaUsMaNnserhvlungshetmeZ. Dort kam cs .wischen einem Motorrad mit Deiwa- Ic n und einem mit fünf Personen besetzten ersonen wagen zu einem Zusammen- roß. Der Motorradfahrer erlitt schwere Der etzungen ant Kopf, an den Sjahben urtO Dei­len, während der Insasse des Deiwagens !o- vrt tot war. Die Insassen des Autos bliöbeN mverleht.

meindewicsen wurden für etwa 1500 Quadrat­meter große Fläac n im Durchschnitt 5 bis 6 Mi. bezahlt. Es handelt lich yierbeh um sumpfige und sehr saure Wiesenpärzellru. d r cu Erträgnisse wegen der schlechten Qualität nur als Schaffutter oder Stallstreu Verwendung finden. Die erzielten Preise sind um e i N D t i t e t niedriger als bci der vorjährigeli Drrneige-

@ Sonne D 1. Viertel (I Vot/mond d 3. Viertel

V ttiJ/Äi

ito Ny6./

WSR. Frankfurt a. M., 6. Juli. Heute mittag gegen 11','. .Uhr geriet ant Schciuspiel- haus ein Straßenbahnwagen der Linie 16 d u r ch K u r z s ch i u ß i n. D r a n d. Dem "Nagen- sührer gelang cs, obwohl er bis an die Ellen­bogen in Flammen eingehüllt war. mit bewun­dernswerter Geistesgegenwart am Führerstand auszuharren und den in voller Fahrt be­findlichen Zug zum Stehen zu brin­gen. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Die sofort alarmierte Feuerwehr brauchte nicht mehr in Aktion zu treten, da der Brand inzwischen mit Sand gelöscht

Preußen.

Ein Nachspiel

zum Homburger NutoungMür.

WSR. Bad Homburg, 6. Juli. Der Schlußakt der vielerörterten Automobilta- a st r o p h e auf der Oberurseler Chaussee am !4. April, bei der der Spieldirektor ®; Rein- larbt und der Kaufmann ötern nebst ihren Sattinnen ums Leben kamen und die drei ihrigen Insassen des Wagens schwer verletzt oUrvöN, steht nunmehr bevor. Gegen den Füh- ot des Wagens, Schaub, ist jetzt Anklage liegen fahrlässiger Tötung erhoben wdr- )on. Es wird ihm der Dorwurf gemacht, daß r dem Drängen Reinhardts, schneller zu sah­en, nachgegeben hat, wodurch es der Ka- astrophe gekommen sein soll. Der eine der Schwerverletzten ist völlig wiederhergestellt, wäh­rend der andere sich noch einer SchädelopetätiöN unterziehen muß.

Kreis Wetzlnr.

selben Stelle auf dem Abendsitz einen Frischling: die B.-.ä)c mit den iibrgien Frischlingen konnte un­bescholten in brr Dichtung verschwinden.

Mnurgn'.r.

Der He 24 Stundenzahlen von Mitter­nacht hie Mitternacht eines Tages ent­haltende Kreis und die dich funleitrti Linie, der sogenannte Horizont, sind fest­stehend zu d:rthen. Der Sternhimmeldreht eich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr «n 23 Stunden Und 56 Minuten itt Sinne des gebegtnen Pfeili einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt. kHi die Monatsmitte sicht­baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo­natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denhe man sich den Sternhimmel Samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Bt- obachtungsstundi zeigt: dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin- emgedreht. Für je 5 Tage vor der Mo­natsmitte ist der gerade Pfeil M) Stunde früher, für io 5 Tage nach der Manats­mitte *,3 Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Mcnatsharte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Licht gestalt zeigt-

wird, ihre Rolle äusgespielt sein, denn sie flieht zwar noch vor der heraNuahendeN Sonne Nach Osten die Bewegung der SonNe sowohl als auch der Denus ist im Dergleich zum Flxstetn- himMel nach Osten gerichtet: bei dieser Flucht sieht sie nämlich die tiefer gelegenen Gegenden des Tierkreises vor sich, daher steht sie beispiels­weise schon im Sternbilde des Löwen, wenn die Sonne noch in den Zwillingen weilt. So toitö der TagesbogäN der DenuS mit xunehmender Ge­schwindigkeit immer kleiner und kleiner uno dem­nach auch die Dauer ihrer Sichtbarkeit nach Sonnenuntergang kürzer und kürzer. Richt güi^ stiger steht es mit dem Mars, der zwar noch in den höheren Teilen des Tierircises weilt,

flausten-

(7) Venus

Q) Jupiter (4) Ja funi

Als er mit dem Polizeichef allein geblieben war, sagte er:Das war ziitetzt ein sonderbarer AuflcUi. Ich habe deutlich gesehen, daß er in Wirklichkeit nicht stolperte, denn ich habe ihn die ganze Zeit scharf im Auge behalten. Es war KoMödie. Aber wozu? Welchen Zweck verfolgte er?

Sie sollten doch Ihre Brieftasche untersuchen , erwiderte der Ehef lächelnd. f.Dem geriebenen Bur­schen ist alletz zuzuirauen."

Krag sah nach. Die Brieftascl)e und alle Papiere waren da. Nichts war ihn, gestohlen wvrdeN. Sollte alles nur ein Narrenslrelch sein, in Szene gesetzt, um die Polizei zu verwirren?

Krag ilnd der Chef zählten nun die Ergebnisse des Tages zusammen:

Sie hatten den Hauptzufluchtsort der Bande in Öer Rathausstraße entdeckt. Wahrscheinlich befand sich dort auch das dem Chef gestohlene Mobiliar.

Sie hatten zwei Männer der Bande erwischt, den genialen Taschendieb Ferro und den rothaarigen Verbrecher, der als Kellner im Continental-Hotel ^(^mar kein schlechtes Resultat. Aber den Haupt­mann, dessen Absicht es war, gaNz Christiania zu plündern, ihn hatten sie noch nicht in Händen. Don ihm hatten sie sich anführen lassen. Aber sw hatten seine Spur. Der Konstabler, der von dem Auftritt vor dem Hause in der Theaterstraße erzählte, hatte deutlich die Richtung für die künftige Untersuchung angegeben. . . .

Asbjörn Krag wollte nun sofort nach der Theaterstraße gehen, um zu sehen, was dort zu machen sei. Inzwischen wollte der Polizeichef Mit einigen Kriminalbeamten die UntersUchting m dem verdächtigen Hause in der Rathausstraße soriietzen

Als Krag das Polizeigebäude verließ, und auf die Straße kam, ereignete sich wieder etwas Merk-

~ Krofdorf. 6. Juli. Trotz vieler Hem- ttungen durch die fortgesetzten Material-Preis­teigerungen und trotz Schwierigkeiten Bet der Finanzierung hat auch hier in dem verflossenen Halbjahr eine ziemlich rege Privatbau ° -ätigfeit eingesetzt. Außer einer ganzen An- >ahl, vor allem in dem neuen Viertel ausgeführ- ien und jüngst begonnenen Reubauten, ist auch an manches uralte Fachwerkhaus die bessernde Hand angelegt worden. Dazu wird an dem inneren Ausbau der stattlichen Turnhalle rüstig ge­arbeitet. zu der vor Jahvesfrist der Grundstein gelegt wurde Unser der Deutschen Turnerschast zugehöriger Derein zählt bekanntlich zu den stärksten Landvereinen und kann nunmehr auf ein iOjähriges Bestehen zUVückblicken.

8 L a u n s b a ch, 6. Juli. Die Eisenbahn beabsichtigt, den hiesigen Haltepunkt elektrisch zu beleuchten. Der Gemeinösrat ist bereit, den elektrischen Strom nach Maßgabe der Be­stimmungen der OrtssahUng zu liefern. Zll dem Erlaß eiltet neüeN De rgnügu ngssteuer- ordnung nach dem vom Dorsihenden vorgeleg- ten Entwurf gab der Gemeinderat seine Zustim­mung. Die Beteiligung der Gemeinde an den Beihilfen für Hochwasserschäden wurde erneut abgelehnt. Zu der DebemahMe der Ga­rantie für eins versuchsweise in Aussicht ge­nommene A u t o l i n i e konnte sich der Gemeinde- rat nicht entscheiden. Für die Ausstellung der landwirtschaftlichen Lokcklobteilung in WStzlar stiftete der Gemeinderat einen Ehrenpreis von 20 Mk. Ded Beschaffu ng eines Leichen­wagens steht der Gemeinderat shmpathtsch acqenüBcr. Die Kosten sollen durch eine Samm­lung aufgebracht, vorerst aber Offerten einge- sordert werden. .....

> Atzbach. 6. Juli. In der juttgiten ®e* meinderats sihung wurde u. a. folgendes verhandelt: Der K i r ch en gsm ein d e soll vor­behaltlich der Abrechnung am Jahresschluß ein nertelsährlicher Vorschuß von 120 Mk. gezahlt werden. Für die neue KleinkiNderschule wurde ein einmaliger Zuschuß von 50 Mk. be­willigt Dem Gemeindebockhalter wurde cm ein­maliger Zuschuß von 120 Mk. zu den Kosten der Beschaffung neuer Bocke bewilltgc. Die Reichsbahnverwaltung fordert von der Ge­meinde. daß sie die Kosten öer Bele uch t un g der Haltestelle auch weiterhin tragt. Der Gemeinderat konnte sich mit dieser Stellungnahme nicht abfinden und Beauftragte den Vorsitzenden, die Angelegenheit dem Reichsverk^hrsmintstertum zu unterbreiten. Z'.u dem Erlaß einer neuen Vergnügungsste uerordNUNg gab der Gemeinderat seine Zustimmung. Die von dem Kreise verlangte Beteiligung der Gemeinde an den Zuschüssen für die Hochwasserschaden im Jahre 1924/25 tourbk erneut abgelehnt.

- - Lützellinden. 6. Juli. Bei der hie­sigen G r a s v e r st e i g e r u n g auf den Ge-

Wirtschaft.

Die Dervule am Kapitalmarkt

Von Dr. Georg Kanzow.

Oioch vor einem Vierteljahr schien die Ent­wicklung denen Recht zu geben, die eine Ver­knappung des deutschen Geldmark- t e s in absehbarer Zeit für ausgeschlossen hielten. Gerade die Auflegung der fünsprozentigen 500- MiUionen-Anleihe Les deülscheit Reiches auf dem Inlands-Geldmarkt bot ja eine Stütze für diese Auffassung. Lieferte diese Emission doch an- cheinend den besten Betociö für das Bestehen einernatürlichen" Flüssigkeit am deutschen Geld­märkte. Man rechn.'ke vielfach schon mit einem weiteren Rückgang der Zinssätze und hielt deshalb auch in der Ausnahme neuer Kapitalien zurück, eben um sich des Vorteiles der EindecküNa mit billigen langfristigen Betr edSlrediteN bei sinken­dem Zinsniveau nicht zu bSgeben.

Inzwischen hat sich aber die Situation ge­wissermaßen über Rächt von Grund auf geändert. Von einer Flüssigkeit des Geld- und Kapital­marktes ist überhaupt nicht mehr zu reden, seit­dem die Zufuhr ausländischer Kapitalren in­folge der unbegreiflichen Wiederauflegung vec Kapitalertra-gsstcuer auf Ausländsanleihen im Dezember vorigen Jahres ins Stocken geriet und die planlose Prestige-Emission der deutschen Reichsanleihe bett innerdeutschen Kapitalmarkt ast vollständig absorbierte. Lediglich lurz- r i st i g e Auslandsgelber standen noch zur Ver- ügung, die aber zumeist an der Börse Anlage achten. Durch die Maßnahme vom 13. Mai, deren Folge eine weitgehende Einschränkung der Börsenkredite war. wurde dem deutschen Geld­markt auch noch die letzte, recht schwache Stutze entzogen, so daß heute ohne D.ebertreibuna von einer völligen DevastierUng des in den Rach- inslalionsjahren mühsam aufgebauten Geld- und Kapitalmarktes Deutschlands gesprochen werden

wvrdeN.

Er kannte das Haus in der Theaterstraße nicht, das er jetzt missachte... war nie dagewefen. Aber er kannte den Typus. Die Bauart flammte aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Diese (Üebäilöe waren alle dreistöckig und hatten fchinale, knarrende Treppen und enge Rorribore.

Er klingelte im ersten Stock und fragte die öff= nenbe Dame, wer die Wohnung innehabe. Er gab vor, vorn Einwohneklneldeamt zu kommen. Sie sagte, sie wohne allein hier mit ihrem Sohn, der Schauspieler fei. Krag kannte die Namen, die er fich ans eiN Stück Papier notierte. Untermieter waren nicht vorhanden.

Ueber Ihnen," fragte er weiter,wer wohnt da?"

Doktor Saling." .

Krag kannte auch diefen Namen, der in dec wissenschaftlichen Welt einen guten Klang hatte. Doktor SaliNg mar ein älterer, vermögender Son­derling, dessen Studien über die ältesten agyptychen Raritäten ihm eine gewisse Berühmtheit unter allen verstaubten, grübelnden Aegypiologen ver­schafft hatte. Beim großen Publikum war er nicht bekannt. ., ,, ,

Als Kräg schellte, öffnete die Wirtschasterin.

Sobald diese Dame Asbjörn Krag erblickte, fuhr sie zusammen und wollte ihm die Tür vor der Nase zumachen, aber Krag setzte den Fuß dazwischen. Er wußte sofort, daß er ihr Gesicht schon einmal ge­sehen hatte, erinnerte sich nur nicht, wo.

Ist der Herr Doktor zu Hause?" fragte er.

Nein," erwiderte die Dame, die sich nun Meder gefaßt hatte. Ein wohlwollendes Lächeln glitt über

rung.

ch ©nebenbei m, 6. Juli. In öer jüngsten Gemeinderatssitzung wurde bem Erlaß der von dek Verwaltung oorgelegtcn neuen Ver- gnügungsftcuerorbnung zugestimnrt, als Lichtmärter Hermann Groh durch das Los ge­wählt, dem Kreis z i e g e n z U ch t v e r e l n mit einem Beitrag von 5 Mark beigetreten und der Landmirtfchaftlichen Lokalabteilung Wetzlar für das bevorstehende OchseNfest ein Ehrenpreis von 20 Mk. bemilligt. Die alte Schule soll demnächst zum Verkauf ausgestellt und dabei der Zuschlag unter den drei Höchstbietenden Vorbehalten werden.

<) G io ß - Ä e ch t e n b a ch, 6. Juli. S ch marz- wild, das in der hiesigen Gemarkung jahrelang nicht mehr ausgetreten ist, hat in dem in der Nähe des Stoppelberges belegenen DistriktGrainsacker" ein Mit Kartoffeln bestelltes Grnnd- ft ü ck in einer Größe von etwa einem halben Morgen vollständig durchwühlt. Der Schaden ist von dem Jagdpächter ersetzt worden.

<> Dornholzhausen, 6. Juli. Das Schwarzwild, das in den letzten Jahren hier nur als Wechselmild vorknm, ist jetzt als Stand­wild nnzusprechen. Fast täglich werden Sauen im hiesigen Gcmeindewald gesichtet. Gemeindevorsteher Watz erlegte im DistriktTränkbach" des Ge­meindewaldes auf dein MorgeNpirfchgang einen Keiler und Jagdaufseher Markus Göres an

n .in ......... HL---ir.. ..

kann. , r. r

Diese Entwicklung der Dinge muß sich der Landtoirt Und der Gewerbetreibende vor Augen führen, wenn er die weitere Gestaltung bet Lage erkennen uub danach seine Dispofitonen treffen will. Zunächst ist auf Monate hinaus an eine Entspannung der Verhältnisse aus dem Markt sür l a n a f r i st i g e Kredite Nicht zu den­ken. Die beutschen Vodenkrebitinstitute haben als bie zuständigen Vermittler langfristiger Ka- pitalien für die deutsche Industrie und Landwirt­schaft den Stoß, den der Kapitalmarkt durch die verschiedenen oben geschilderten Manipulationen erhalten hat. dadurch auszufangen versucht, daß sie eine einstweilige Sperre über die Gewährung neuer Hypotheken verhängten. Ztoeiseklos hat bie baraufhin einsetzende Stockung der Kapitalzufuhr weite Kröise der, deutschen Wirtschaft, namentlich der Kleingetperöstreibenden. hart getroffen. Manche Pläne, bie auf einen zeitgemäßen Ausbau der Betriebe durch Reuinveftietungen yinzielten, sind vorerst zunichte gemacht unb müssen bis zu ge- [egenerer Zeit zurückgestellt werben. Denn wenn auch bie kürzlich erfolgte Wiebereinfühtung bet KapltalserttagSsteuer-Freiheit für gewisse Pro­duktive Ausländsanleihen den Zustrom lang- sristiger Auslandskredite von neuem m Gang bringen wirb, so ist doch künftig iN jedem Ernzel- sall.genau zu Überlegen, ob sich auch bie Wen der Kreditaufnahme lohnen. Allem Anschein nach sinh die Darlehensbedingungen im Auslanoe zur Zeit nicht so günstig wie etwa vor Jahresfrist. Dies hängt wohl in eiltet Linie damit zusam­men. Saß sich bie allgemeinen Kapital- unb Kreditverhältnisse in Europa während der letzten beiden Jahre ziemlich weitgehend verschoben ha­ben. Einmal hat sich innerhalb dieses Zeitraumes der Kreis der kapitalsuchenben Rationen mit sta­bilisierter Währung beträchtlich vergrößert es seien hier nur Belgien, Italien unb Polen genannt. unb zum anberen sind bie Ameri­kaner mit ihren Kapitalangeboten an das Aus­land gegenwärtig nicht niehr so SrängeNb wie in den Jahren 1924/25. Der amerikanische Kapital­markt leihet im Augenblick unter der gleichen Uebersäitigung Mit Cmissionsmatenal wie bet beutsche. Alle diese Umstände Müssen in Rech­nung gestellt werden, wenn man ein klares Bild der künftigen Kreditmöglichkeiten ftir bie beutsche Wirtschaft getoinneN Will.

Wie bisher, so wit'b sich auch in nächster Zeit Die KapitalvetmittlUng einem großen Teil auf dem P f a n b b r i e f m a r l t vollziehen.

Sonnenaufgang von 3.45 bis 4.20 Uhr. Sonnenuntergang von 20.25 bis 19.50 Uhr.

Lichtgestalten besMonbes: 1. Vier­tel ant 7. um 1 Llhr. Völlmonb am 14. um 20 Uhr. 3. Viertel am 21. um 16 Uhr.

Im ganzen Frühjahr bieses Jahres war bie Venus der leuchtenoe AbeNdstetn. und sie bleibt Nes nunmehr auch im Hochsommer: aber bald

FrühllNgspunkt. zu finden ist. und des S a t ii t n. dem es im Slvrpion sehr güt zu gefallen scheint, da er dort fast unbeweglich feststeht.

Det Fixsternhimmel bringt Nicht Viele Veränderungen gegen den Vormonat. Die Zwil­linge, in heuert ja nurt bie Sortne steht, sinb gänzlich vom Äbendhimmel verschwunden, auch der' L ö w e ist nur noch recht kurze Zeit am Abend sichtbar. ReU taucht im Osten langsam die Andromeda auf. Der größte Teil oes Himmels Wird, wie im Vormonat, von den eigent­lichen Sommersternbitdern Bootes, H e r k u - Iles, Schwan urtb Adler sowie tiefer am Horizont vom Skorpion utib her Wage

u u 0 ut 1 3 st n U

.....-------.. . ...LT UT xr -r VT' -rrns.

Roman von Sven Elve st ad.

Copyright bei Georg Müller, München.

26. Fortfetzung Rachdruck verboten

Ist das notwendig?" fragte er, zu Kräg.ge­wandt.Ich verspreche Ihnen, daß ich noch »emen Versuch machen werde, zu fliehen.

Asbjörn Krag nickte:Ja, es ist notwendig.

Dann gehe ich", erwiderte der Mann unb tut einen Schritt vorwärts. Aber er schiert fo lange vor der Schranke gestanden zu haben, daß et müde in den Beinen geworden war. Er stolperte MNtlich und fiel gegen Asbjörn Krag, dieser sing ' ih den 'l^Eiii<m ^Augenblick herrschte allgemeines Erstau­nen im Bureau, und der Betrüger strömte übet von ^^^Jch^hosse^ich habe Sie nicht vor die Bkust ge­floßen", sagte er zu Asbjörn Krag.Es war unge- ichicki von mir. Ich bin etwas nervös geworden, mein Herr, das ist das Ganze."

Dabei umfpielte wieder ,enes seltjame Lächeln

'einer Ahnung ergriffen, fühlte.Krag nach

/dier Uhr. Wollte sich det Mann wirklich des alten 'ricks bedienen?

Aber nein, die Uhr war vorhanden.

Der Taschendieb bemerkte seine Bewegung unb verstand. Er verbeugte sich.Sie irren. Ich bin rein Pieb von Profession. Und da ich mich jetzt Jur inige Zeit in der Zelle aufhalten werde, interessiere ch mich vorläufig nicht für den Gang der Zeit. Es ist wohl hin und wieder etwas Sonrte in dem Raum?"

Krag nickte. _

Dann kann ich aus der Stellung des Sonnen­lichtes so einigermaßen die Zeit erraten. Genauer brauche ich sie nicht au kennen. Aber wenn ein paar Tage vergangen sind, wetde ich Ihre Uhr stehlen. Oder die eines anderen. Ich kann auf die Dauer eine Uhr nicht entbehren. So etwas quält Mich. Ich bin nämlich ein Gentleman."

Et verbeugte sich zürn Abschied mehrmals zere­moniell und "entfernte sich, von den brei Schutz­leuten umgeben. Krag hörte, wie ihre Schritte sich auf dem Steinflur verloren.

Er^wollte in die Poungftraße einbiegen als an der Ecke ein auffallendes Gedränge entftaiib.

Um diese Zeit waren nicht gerade viele Menschen aus her Straße, doch auf einmal schien em Hausen fich an der Ecke zusammengerottet zu haben.

Kraa stieß gegeni en paar von Urnen und mußte seinen Hut sesrhalten, damit er nicht herunterftel. Im nächsten Augenblick war das Gedränge wieder vorüber, und die Menschen, bie In seiner Nahe ge­wesen waren, ganz alltägliche und zufällig ihres

ihr Gesicht.Ich bekam einen solchen Schreck, als ich Sie sah. Sie Müssen schon entschuldigen."

Jetzt erkannte auch Krag sie wieder. Es war eine Fceiindin seiner eigenen Wirtschafterin, und er halte sie hin und wieder zU Hause bei sich gesehen.

Ist etwas passiert?" fragte sie etwas unruhig. Ist dem Doktor eiwas zugestohen? Er ist so zer- streut. Er hat jetzt in dieser Zeit an so vieles zu denken." ....... , -

So lassen Sie mich doch hinein! bat Krag. Dann werde ich Sie sofort beruhigen."

Bereitwillig ließ sie ihn ein, und Krag ging durch vkischiedene ZiMMer, die mit den sonder­barsten Gegenständen angefüllt waren. Krag hatte das Gefühl, durch ein ägyptisches Museum zu wan­dern. Besonders interessierte er sich für zwei Mu­mien, die in einem staubigen Glasschrank standen.

Endlich kam er ins Eßzimmer. Hier regierte die Wirtschäfrerin. Da gab es keine Raritäten. Nur Ge­genstände, miei sie in ein ordentliches Eßzimmer ge­hören. _ ,, . .

Die Dame bot ihm einen Stuhl aH, und er nahm Platz.

Warum", fragte er,hat der Doktor gerade in dieser Zeit an so vieles zu denken?"

Weil er Besuch aus dem Auslande hat. Ein hochgelehrter Franzose ist aUgeiiblicklich in Chci- siiania, um mit ihm zu sprechen."

Krag empfand eine seltsame Unruhe. War ec einem Etwas, an das er in den letzten Stunden hier und da gedacht hatte, nähergckommen ?....

Nachdem er die Wirtschafterin gebeten hatte, sich zu ihm zu setzen, sagte er:Ich will ihnen erzählen aber Sie dürfen es natürlich nicht weitersagen daß ich einem Schwindler auf der Spur bin, der Bankbetrügereien begangen hat. Das einzige, das ich von ihm wüiß, ist, daß er mehrere Tage in einem Hause in der Theaterstraße gewohnt hat oder sich da ausgehalten hat."

Ja, dies Haus kann das nicht sein , entgegnete die Wirtschafterin und schüttelte ihren Kopf

Dessen sollte Sie nicht so sicher sein", meinte Krag.Unten wohnt die Witwe Sylmon mit ihrem Sohn, dem Schauspieler, nicht währ?"

Ja, und bei denen wohnt niemand zur Mieke. Also da kann es nickt sein."

Und der Aegypwloge kann es auch nicht fein.

Fortsetzung folgt) . .

WSR. Bab Homburg, 6. 3uli. Gestern nachmittag wurde der C h a u f f eu r eines Last­kraftwagens von einer Schrot labung ge­troffen unb so an Kops unb Hartheu verletzt, baß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen muhte. Als Täter wurde ein 16jähriger Lehr - l i n g ermittelt, der mit dem Gewehr eines Hausgenossen unvorsichtig hantiert hätte- Auch sür den Eigentümer des Gewehres bürste bet Vorfall unangenehme Folgen haben, da er Nicht im Besitze cireS Waffenscheins ist.

Kreis

IPSR. Fulda, 6. Juli. In einet Wohnüng ber Oberstadt fiel gestern abend ein sechs­jähriges Mädchen in einen Kübel mit kochendem Wasser uub verbrühte sich bet­ört, baß es heute mittag seinen schweren V et- lehn rt g e n erlegen ist. .............

ÜBege«, koinniende Leute entfernten siry, uni är­gerlichen AustufeN, einem Fluch oder einer Ent­schuldigung. . , , .

Unwillkürlich suckle Krag wieder nach seiner Uhr und seiner Brieftasche, Nach wie vor vermißte er nichts. Aber dir spürte eine gewisse Unruhe. Was war das? War etwas geschehen? Nein, nichts war geschehen! Und doch lag etwas in der Luft um ihn, wie wenn dtwas im Gange tobte. Et blickte sich um. Wurde er verfolgt? Nein, auch darauf deutele Nichts. Auf der Christianiaftraße entfaltete sich das gewohnte, wenig lebhafte, wenig bunte Leben m dem schrägen Licht det sinkenden Nachmitlagswnne. Dann ging er schnell weiter. Es war sechs Uhr ge-

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