«reis Friedberg
Bad-Aauheim. 5. April Hter Hal «ich eine Bereinigung der B i « m o r 6 - freunde gebildet. die bereit- zahlreich- Bitt- glleder zählt und vorgestern mit einer Bismark-- ermnerungsfrier erstmalig vor btt Oeffentl - keil trat Die Veranstaltung war lehr gut besucht und nahm einen eindrucksvollen Verlaus Die Gedenkrede des Prof. Gebhard < Friedberg- zeichnete treffend dte Persönlichkeit und das Werk de- großen Kanzlers. Musikalische Darbietungen und lebende Bilder des Deutschen Pfadfinder- bundeS umrahmten die Festrede. Der während des Winters von Künstlerhand neu hergettellte Opern- und Konzerthaussaal des Kurhau les wird am kommenden Donnerstag eröffnet. Es findet au- diesem Anlaß eine Fest- aufführuna der .Fledermaus" durch Mitglieder der frankfurter Oper statt. — Die diesjährige Gesellenprüfung haben 40 Schneiderinnen 6 Schneider 6 Bäcker. 3 Mechaniker und ein Diamaiitfchleiler bestanden. Gestern erfolgte die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe, wobei seitens der Bad- und Kurverwaltung Oberbau- rat Berck. seitens der Stadt Beigeordneter Rotar Stahl den jungen Handwerkern anerkennende und mahnende Worte widmeten.
Kreis Schotten.
ri. Wetterfeld. 5. April Missionar Guth, der vor einigen Jahren hier wohnte und nachher im bayrischen Kirchendienst tätig war. ist In diesen Tagen wieder mit seiner Familie auf seinem allen Arbeitsfeld in OftafrIka angetommen. wo er im Dienste der ÖeibAtger Mission tätig ist. Mit ihm sind auch noch einige andere leipziger Missionare mit ihren Frauen mit Genehmigung der englischen Re- gierung wieder nach Ostafrika gereist.
Kreis Lauterbach.
> Lauterbach 5. April. Die diesjährige Hauptversammlung des K re i s z i e a e n- Auchtvereins sand in dem Keuyerschen Saale dahier statt. Der Generalsekretär deS Landwirt- schaftskammerausschusses der Provinz Oberhessen. Dr Wagner- Gießen, und Kreisdireltor Dr. Michel von Lauterbach waren al- Gäste an- wesend. Aus dem Geschäftsbericht deS Borsihen- den. Kulturoberinspektor Kunz, geht hervor, doh der Verein auch im abgelausenen Jahre eine rege Tätigkeit entfaltet Hal. ($4 fanden viele Fungviehaufnahmen und Körungen ftatt, die alljährliche Prämiierung und Preisverteilung wurde gelegentlich des Lauterbacher Prä- mienmarktes am 2. 3uni vvrgenommen. Der Verein hat den Verkauf von Tieren im Wer'e von etwa 6000 Mark vermittelt, die biS nach Weftpreußen und Schlesien verbracht worden find. Mit der Einführung der Milchleistungsprüfung ist im Berichtsjahre fortgefahren worden. 3ur Auffrischung des Blute- wurden Böck- und Zle- genlümmer aus der Wetterau eingefübr. 3m September konnte der Verein auf sein 25jLbrige« Desteben zurückblicken. Die auS diesem Anlaß veranstaltete kleine Festlichkeit war auch vonDertvetern auswärtiger Vereine aut besucht und bildet einen Glanzpunkt in der Geschichte deS Verein«. Die Iahresrechnung für 1926 weist einen Bestand von etwa 100 Mark auf; dem Rechner wurde Gntlastung erteilt. Der Voranschlag für 1927. in dem 600 Mark für die Beschickung der Ausstellung der Deutschen vandwirtschaftsgesellschast In Dortmund vorgesehen sind, wurde einstimmig genehmigt und auf 3000 Mark festgestellt. Der diesjährige Ziegenmarkt mit Prämüeruna soll wieder mit dem Prämienmarkt in Lauterbach verbunden werden, die Ziegenschau aber schon am Vortage, dem 14. Juni, stattfinden: dabei sollen Gegenstand-Preise verteilt werden. Hin- sichtlich des Ausstellung-Wesen- in diesem Jahre teilte der Vorsitzende mit. daß eine Ausstellung der D L. G. in Dortmund in den Tagen vom 24. bi- 26. Mai stattfindet, für die bereit« fünf Tiere aus dem DereinSaebiet ausgewählt sind. Außerdem ist eine hessische Lande-au-- Heilung vom 15. bi« 21. September in Aussicht genommen, an der sich der Verein ebenfalls beteiligen wird. Aach Erledigung der Tage-ordnung kamen drei Ziegenlämmer unter die anwesenden Verein«» Mitglieder zur Verlosung, ferner wurde der von dem Reichsverband deutscher Ziegenzüchtv'r zu- fammengeftelltc Ziegenfilm, dem auch einige Aufnahmen auS dem Kreise Lauterbach über die Urbarmachung von Oedkbnd und die Hand-
Märtyrer der Liebe.
SRoman von 3. Schneidf-Förstl.
42 Fortsetzung Nachdruck verboten
„Zusammenbettellt?''
..Mit »Hbertt?“
Sie hob beide Arme. Dann schrie sie in plötzlichem 'verstehen auf. (fr dachte da» gleicht von ihr. wie sie von ihm vermutet hatte. Ihre Strafe war ihr mif dem Fuße gefolgt. Einen Augenblick zögerte sie noch Dann rannte sie an ihm vorbei quer über den Nasen, nach dem ©artenauegang, der in die angrenzenden Wiesen führte.
Für den Moment verblüfft, setzte er chr in der nächsten Minute im Sprunge nach. Sie em > «holen mar keine Mühe. Ohne den 'versuch eine» Wider- Irrten» folgte sie ihm In da» »aut über der Griff einer Finger, die um ihren Arm lagen 'chmerzte le. doch sie gab keinen Laut von sich. Erst al» er zu prechen begann, hob sie. von ihm in einen Stuhl gedrückt, den Kopf
..Also in Ludwtg»tol wiUft du gewesen fein?“
..Ja!'
. Weiter!“
Alle»' ’ÄUX nicht die Wahrheit, schrie e» in ihr Keine Liede inufite ihr bleiben. Sie konnte nicht leben ohne dn. War denn eine Lüge immer von lud) begleitet* ... Wer war doch die AeHige. die den (Batten belog* Auch au» Furcht' Und war ihr doch zum Segen geworben Kosen hielt sie im Schatz ftatt Almosen für die Annen
..Elisabeth!“ sagte Nelchmcmn befehlend.
'Run wühle sie auch den Flamen. ?ie Aeilige batte gereiften wie sie. mir doch!“ flehte sie im wryn.
..Ich frage nicht noch einmal!“ erregte sich Neuh mann.
Ich — ich habe noch nie ein solche» ge rben Georg! lieberbu•.!$•: noch kein Theater kcm g.'t. Konzert! — Nicht» Vater war so arm! — v bai nid» gereicht zu Io etwa»! — tu weitzi e» Und
da habe ich etn solche» Sehnen irr ; r-, < i
du fort warst Mn ich dann hma '
Weberei im Vogelsberg angefügt waren, vor- geführt. _ ,
|> Schlitz 4 2lpr l Am Sonntag nach- m ttag wurde unter Tegic tung rner rnelhunbert- tövf.gen 7rauergeme.nde ter Fabrikant Arle d r. Kotier II. der langiähr.ge -erd.rnstvo.le erste Veigeordnete unsrer Stadt Behcet der we-.thm beknn.-cr V- cochschen 6ei‘enfaf>r? »ur letzten 3 u b e getragen Gin Mann von leiten großer Arbeitskra't und selbstloser Ge'innung hat et 22 Jahr- lang da- Amt e.nes 1. Beigeordneten bekleide! 3n den letzten Jahren wurde et ern M.tglied der Deutschen Volksparlei. do le.n Wirker ov-. allen Parteien Anerkennung aeiunden. stets ohne Gegenkandidat wiedetgewählt. Auch gehörte et b s au feinem Tode dem Kre.Stag cn wo man wegen seiner Sachkenntnis und feines freundlichen Wesen« allaemein ktan:c. Nebenher bekleidete et noch Zahlreiche Shren- ärnfer in politischen und wittlchattlnhen Organ lattonen. Stlchütternd find die Sch.cklalc nes Hau'es gewesen. Seine Frau und feine 3 K nder starben vor ihm. darunter im letzten halben Iaht im betten Mannesalter die beiden Söhne Aach der eindrucksvollen Rede des Geist- lichen und einem Grabgesang des Mannergesangvereins ..Harmonische« Kränzchen" wurden eine Menge von prachtvollen Kränzen unter ehrenden Ansprachen niedergelegt: von Bürgermeister Dr Aiepoth für die Stadt. Kreisdirektor D- M i ch e l für Kreistag und Kre.sauSschuh, Aettor Adolph für die Volksschule. Pfarrer Schmidt für den evangelischen Kirchenvoritand. Fabrikant Habermehl für den Kriegerverein. Stadtrechner Hühn für die städtischen Beamten. Buchhalter Hofmann für die Beamten und Arbeiter der Aiepolhschen Fabrik. Sparkassenrechner Aeinhardt für dieDeqirkslpar- lasse. Stadt!ekretät Fcick für da« ..Harmonische Kranichen". Das Andenken an den Verstorbenen wird hier allezeit in hohen Ehren bleiben!
Starkenburg.
• Darmstadt, 5. April. Der Denkmalpsle- aer Professor Behn berichtet über die neuen Ausgrabungen in Dieburg (an der Bahnstrecke Darmstadt—Aschaffenburg), wo be- tannllich vor einigen Monaten aufsehenerregende Funde in einem Mithrastempel gemacht worden waten. Die gegenwärtigen Arbeiten gelten der Feststellung der römischen Stadtmauer, von der nur geringe Fundamentreste, meist nur noch Baugruben vorhanden sind. Eine Freilegung kommt, weil da« Gelände vielfach bebaut ist. nicht in Frage, dafür werden an aeegneten Stellen Boden einschnitte gemacht. Aus diese Weise ist bi« jetzt der Mauerzug auf mehr al« 700 Meter fcftgclegt worden. Dos mittelalterliche Dieburg lag nur teilweise auf dem Gebiete der alten Römerftadt die auch, was jetzt schon zu erkennen ist. viel größer war. Die Ausgrabungen werden fortgesetzt.
WSA. H e p p e n h e i m. ö. April. Heute vormittag gegen 10 Übr wollte zwischen Ben-Heim und Heppenheim ein Frankfurter Auto in schneller Fahrt ein vor ihm herfabrende« Auto überhole n. Der Lenker des Wagen« übersah dabei jedoch, daß aus Richtung Heidelberg ein anderes Auto entgegenkam. Beide Fahrer bremsten noch so schnell wie möglich, die Entfernung war jedoch so fura, daß ein Zusammenstoß sich nicht mehr vermeiden ließ. Durch den Anprall wurde da« Frankfurter Auto quer über den Weg gestellt und schwer beschädigt Der Insasse, der Fabrikdirektor Kilian Albrecht von der Spannerschen Wasser- mefferfabrit aus Frankfurt, wurde aus dem Auto herausgefchleudert und erlitt einen schweren Schädelbruch, an dessen Folgen er kurz nach seiner Einlieferung im Heppenheimer Krankenhaus verstorben ist. Der Ehauffeur wurde leicht verletzt. Von den Insassen deS aus Richtung Heidelberg gekommenen Auto« erlitt eine Person schwere Verletzungen am Brustkasten. während eine andere einen doppelten Beinbruch davon trug. 'Beide Verletzten wurden in die Heidelberger Klinik eingeliefert.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
□ Ebersgöns. 5. April. Die hiesigen Dorf st raßen sind in sehr schlechtem Z u- st a n d e. Eine Besichtigung durch die Gemeindevertreter unter dem Vorsitz des Ärcidbürger- wigstal. weil ich dachte, ich mürbe lange vor dir wieder zu Hause sein!“
„Gelaufen bist du? — Hin und zurück? — Gerechter Gott! Solch eine Stinberei! Solch ein Unfug! Hast bu denn gar nicht gebucht, daß bas dein Tod fein könnte!"
Sie schüttelte den Kopf und sah auf ihre Hände, die sie im Schoß gefaltet hielt.
(fr fiel In seinen Lehnstuhl- die Knie weit aus- .'inandergripreizt. ließ er derbe Arme dazwischen heradhängen und sagte fein Wort.
..Verzeih mir wieder!“ bettelte Elisabeth. ,,9d) weiß, ich hatte •» nicht tun sollen. Ich habe e» zu wenig bedacht.“
(fr saß mit weit oorgebfugtem Oberkörper unb regte sich nicht.
..Bitte. Georg!“
Sie kam zu ihm herüber, kniete sich neben ihn. beide Arme um seinen Hal» legend, weinte sie faffungelo».
...Warum hast du denn das nicht gesagt?“ fragte er, ohne sie von sich zu schieben ..Daß bu in» Theater willst und so etwas* Die Nella hätte dich doch jederzeit mitgenommen nach München ober Dresden ober wo sie sonst noch überall berumfut- schiert Allein kannst du nicht fahren. Unb Ich kann nicht mit. — Ich bin ein Narr gewesen, t'tab' geglaubt. bu seift zufrieden
-Ich ... ich bin e« ja!" lainmene sie auj.
Hm — morgen stelle ich dir einen Scheck au» auf tausend Mark. Die Nenkell» fahren am Samstag nach Wien iiir ein paar Wochen Da fonnft du mit Die Krone sieht tier Denn bu nicht reichst mit dem Scheck, kannst bu schreiben.“
..Darum willst du mich forihoben?“ weinte sie.
*34)? ... Verdreh die Sach« nicht! . Wer will denn ton ' Doch du! — Das hast du gewußt, dah e» in Ei'enbach weder Theater noch groß, Konzerte gibt' — Ergo!
-Ich verspreche dir. Georg ..
Ach man. versprich nicht» Schließlich ist «• hi begreiflich daß du mit deinen vmcv.inbjuxjr.v.g Jahren etwa, von- Ceb.-n haben nullst. Nur immeryi. Die )v-,■ tc - n.ich nicht ptrb mgerr Denn du den >
?i, ;beb sich ganz ver «»«sielt Die Lüge hotte sie rhnmal ehnder gemacht, cli sie w<r’i grwrien war "« dielt er sie für genußsüchtig und unzc*-
meitters ergab die dringende Rotw^ndigkeit einer baldigen Renovierung, für welche die M ttel bewilligt wurden
Oberkleen 5. April Da durch die Krcrsbebörde den hiesigen Iagdpächtem «chon seit mehreren Zahrer größtmöattchße Beschränkung deS R.'habschuttes auf erlegt worden ist bat das Wild überhand genommen und in den Saatfeldern allerlei Schaden an- gerichtet 3nfeige einer BelchwcrLe weilte jetzt :m Auftrage der Krrisbehörde e.n Beamter h.er zwecks Fesisteklung des Wildschadens. Die Besicch- t.gung ergab, daß Abhilfe am Platze ist Der am hiesigen Bahnho^ gelegene Kalkstein- bruch ist nicht, wie kür lich der chtet wurde, von der Oberhesiitchen Kalk- und Steinindustrie an d:e Firma Küchel und Eo. weiterverpachtet worben, sondern letztgenannt: Firma betreibt nur im Auftrage der ersteren die KaUgrwinnung.
Mrcie v-icbcnfopj.
Aus dem Kreise Biedenkopf. 5. April. Arn 6. d W feiert der Lehrer a. D Johannes Audlvff in Deidenhausen seinen 7 0. Geburtstag. Geboren in Breidenbach be: Bebra, besuchte er zunächst die Volksschule dort, al-dann die Präparandenanstalt und da« Sem.nar tu Mfmqen. Seine erste und ein- Aige Stelle war und blieb Römershaufen im hiesigen KreiS. Dori iv rkte er biS zu feiner Pensionierung im Jahre 1922, also 4o Jahre lang *um Besten der Gemeinde und zur Zufriedenheit le ner Vorgesetzten. Richt aus Gelundheiterück- sichten, sondern gezwungen durch das Beamtenabbaugesetz mußte der heute noch körperlich und geifrig frische und rege Mann feinen Dienst auf- geben. Der Jubilar ist vor 3 Jahren nach Weidenhausen übergesiedelt, wo er sich bereits vor dem Krieg ein Hou« erwerben konnte Möge dem alten Herrn noch ein langer Lebensabend in Gesundhett^und Zufriedenheit nach le ner verdienstvollen Wirksamkeit beschieden fehl'
Kreis Marburg.
sch. M a r b u r g. 5. April. Das Befinden de« an einem Gallen st einleiden darnieder- liegenden OberbürgermeistTr« Dr. Voigt bat sich durch den Hinzutritt einer Lungenentzündung in den letzten Tagen verschlechtert.
Tillkrcis.
bl. Dillenburg, 5. April. Die Erwerbslose nza h l im Dillkreis hat sich wieder um 40 Personen vermindert, so daß jetzt noch etwa 530 Mann als arbeitslos gemeldet sind. Wenn man bedenkt, daß im Herbst vorigen Jahre« noch rund 2000 Mann erwerbslos waren, so muß die Besserung der Arbeitsmarktlage al« ganz besonder« erfreulich bezeichnet werden.
bl. Rittershausen, 5. April. Die bei der rätselhaften Bluttat des hiesigen Land- Wirts Karle schwer verletzte Schwiegertochter Karies ist jetzt ihren Verletzungen erlegen.
Maingau.
WSR. Frankfurt a. M.. 5. April. In der heutigen Stadtverordneten-Sitzung wurde für den Sommer der Musik" und die Ausstellung ..Musik im Leben der Völker" ein Betriebsmittelfond« von 1.35 OH i ll ionen genehmigt, der zur Finanzierung der großzügigen Veranstaltungen dienen soll. — Ferner wurden die Mittel für die Gründung der ..Hefrag" IFrankfurt-Hessen-A.-G.» genehmigt, die bekanntlich mit einem Aktien-Kapital von 300 000 Mk„ da« je zur Hälfte vom Freistaat Hesien und von der Stadt Frankfurt getragen werden soll, zur großzügigen Ausnutzung der o b e rh ess i scheu Braunkohlengruben für Braunkvhlendestillate und Elektrizität abgefchlosfen wurde. Die Stadt Frankfurt hofft auf diese Weise zu einer belferen und billigeren Veriorgung mit Fernstrom zu kommen Der Berichterstatter des Haupt- ausschusses hob besonder« hervor, daß nach dem Gutachten hervorragender Sachverständiger keine Bedenken gegen da- Unternehmen bestünden und daß diese Anknüpfung enger wirtlchafklicher Be- ztzehungen zwischen Frankfurt und dem Freistaat Hellen auch in ideriler Weife für die weitere Annäherung der bei" m Verbände zu begrüßen sei.
«US dcm Am. >crkündigung«blatt.
• Das AmtSverkündigungsblatt 01 r. 2 5 vom 5. April enthält Gesuch der Ge- frieren und undankbar. (Bani gebemütigt schlich sie zur Tür.
Er hielt sie nicht zurück. Mit jchwcrem storpcr hob er sich au» seinem Stuhl und ging in den Flur, wo ihm Hanna entgegenkam
„Wollen Sic denn nochmal» fort, Herr Doktor? fragte sie. al» er den Riegel an der Haustür zurück-
„3a!--Sagen &e meiner Frau, daß ich er-
warte, daß sie in einer Vierielsiunde fertig angezogen ist. Helfen Sie ihr etwa». Sie soll sich in Weiß kleiden! Gute Nacht!“
Er ging noch der Garage, setzte die Schein- werjer m Brand und kurbelte den Wagen an. Lm Gartentor stellte er den Motor ab und Irbnie sich gegen den Pfosten. Im Schtafzimmer lief ein od>atten hm unb wieder Nun wurde sie nalurltd) wieder meinen Er zuckte die Achseln und zog lein Zigarettenetui hervor. Da klingelte die Haustür auf. Elisabeth» leichter Fuß kam über den Äie». Langsam. zögernd Unter bem rehfarbenen Automantel mit den Lederpatten lugten weiße, rieselnde Spitzen. Neichmann öffnete Den Schlag.
Wohin willst du mich bringen?“
E» klang eine zitternde Angst au» ihrer Frage. Da» stimmte ihn wärmer
>Nach Ludwigstal' — ’Jleüa» Sommersest Dauert bi» m ber: Morgen. Da kommen wir alfo noch immer zureckn!“
..Denn ich dich bitte . . .“
„kfrst wünscht du dort zu sein, und nun bittest Du wahrscheinlich um Da» Gegenteil. Setz' dich fest in Die Ecke.“
Der Schlag klappte zu. Er ‘prang au' Den Führersitz, die Lichter rannten durch Die stillen Straß.-n Eisen Vach» Ettfadeth dachte nicht» mehr sie könnt, auch nicht mehr meinen. Darum hatte sie nicht Den Weg der » chrheit gewählt' Nun lag sie van Der Lüge zerschmettert am SoDnt
Sa» Die nächst« halbe 6lunbe ihr brachte, glitt Dte »m Traum carüber eie hörte NeVa» herzliche Vcgr.? ^' und fühlte ihren Kutz auf den Sangen Sann«, kühle bart« und amttve.che Finger legten sich in ra'chmn Seck»ei zwilchen Die ihren Sie hörte «tn Halde» Hundert Namen, sah Gesichter tie chr noch nie begegnet waren. Stftnr.er- sippe, neigten sich Ober Den schlanken Rücken chrer
werkfchatt Lonstan.za um Erlaubnis zur Anlage einer Schlammtcichanlage in der Gemarkung Hunger. Feldbere-.nigung Alletrdorf a. b. Lahn. — Llrkunbenttemvelgrsetz. — D enttnachricht«.
Wirtschaft.
Die Offensive der cngltschen Kohle
Aus dem Ruhrgebiet wird uns geschrieben-
Wenn auch von einem auffallenden Nachlassen des Koblenablahes noch nichts ,u spüren ist. macht sich doch schon wieder ein nicht unerheblicher Drud der englischen Kohle auf bem Welt kohlen martt bemerkbar Das äußert sich zunächst in der Preisgestaltung, die sich bei den Engländern aut absteigender Kurve befindet unb die den:schv Sohle infolgedessen «Dingt, ebenfalls mit Preisadfchlägen zu arbeiten. Mit anderen Worten alfo wir befinden uns bereits wieder mitten im englisch-deutschen Kohlen- krieg, der im Mai vorigen Jahres nur deswegen von englischer Seite ber abgebrochen werden mußte, weil der Bergarbeiterstreik dazwischen trat Das Ziel, die deutsche Konkurreui zu zerschlagen und der englischen Kohle die alte Vormachtstellung zurückzuerobern. haben die Engländer aber keinesweas aufaegeben. Vie kämpfen beute wieder mit den gleick-en Mitteln, wie vordem, unb geben sich der Hvttrcung hin. daß hie Ruhrzechen eines Tages auf der Strecke bleiben werden. Sie können ihren Standpunkt mit einer gewistei Berechtigung vertreten, weil sie an sich fchofinanziell stärker sind als der unbequeme deutsche Konkurrent, und bann >m Austausch gegen die Staatsunrerstützungen auf dem Gebiete der Arbeitszett und des Lohnes Vorteile etngehanbelt haben, die als äußersi günstig angesprochen werden müssen. Daß dem so ist. ergibt sich aus den engsischen Preisangeboten. die nur erst zum Teil BerlustpreisE sind, unb dem Verbraucher so vor teilhast erscheinen. baß im Monat Februar schon wieder 4.1 Millionen Tonnen im Ausland abaesetzt werde« konnten, gegen 4.3 Millionen im gleichen Monas des Vorjahres.
Dennoch ist die deutsche Kohle nicht gewillt, i kampflos tv-n Platz zu räumen. Sie wirb auf jeden englischen Stoß mit einem Degenstoß antworten und mit den Preisen ebenfalls soweit her- untergeben. wie das nur irgendwie möglich ist. Daß das schon ber Fall ist. geht aus den finlen* den Durchschnittserlöfen hervor $He_ Ruhrkohl« kann auf die Preisgestaltung keine Rücksicht nehmen, da sie sonst vebeutende Absatzgebiete verlieren würde, was sich automattsch bei ben Zeche« al« Betriebseinschränkungen mit Kurzarbeit oder Belegschaft-Verminderungen auswirkt Aus diese« Grunde sollte man in den führenden Kreisen der deutschen Arbeiterschaft auch davon absehen, den Kohlenkrieg al- reine Angelegenheit der deutschen unb englischen Grubenbesitzer anzusehen. Er ist in viel stärkerem Matze eine Auseinanber- fetzung zwischen den Belegschaften dte-ferts unb fenlcit« de- Kanals. Drüben wollen über bunberitaufenb Bergleute eingestellt werden, die al« Folge des Streiks arbeitslos geworden s»nd. Bei uns find 50 000 arbeitslose Beraleute Wege« der durch den Ausfall englischer Kohle eingetretenen Besserung des Absatzes aus der Erwerbslosigkeit herausgenommen und eingestellt worbe» Wird nun seitens der Gewerkschaften ntch' dafür gesorgt, daß der Bergmann ebenfalls alle Anstrengungen macht, die Förderung auf der alte« Höhe zu halten oder noch weiter zu steigern, weil nur dadurch die Spanne zwischen Selbstkosten unb Endprei« groß bleibt ober arötzer wird, dann wird die Lage der deutschen Kohle in dem Kampf mit ber englischen erschwert, was sehr leicht zu Rückschlägen führen kann. Wird man überhaupt die Siebenstunbenschicht einfuhren, allo auf die Arbeitszeitverlängerung ber Engländer mit Arbeitszeitverkürzungen bet uns antworte«, dann ist es einfach iinmögllch. die alte und Die neu hinzugekommene Kundschaft zu befriedige«. Die Engländer, die sich schon jetzt um die Zurück- holung ihrer verlorengegangenen Abnehmer heftig bemühen, werden sofort in Aktion treten, werde« ihre Förderung und ihren Absatz erweitern und damit auch die vor den Zechenloren wartende« arbeitslosen Bergleute einstellen. während bei uns der Fortfall dieser Kundschaft den Beschäftig gung-grad sinken und chele taufend Bergleute entbehrlich machen lätzt. die somit den Engländer« den Arbeitsplatz einräumen Wir brauchen nur
fallen Hand. Neugierige Augen ftreiften sie ta '.Borübergehen. Lachen perlte ring» um sie auf. per» klang und schwirrte wiederum durch Die Dege.
„Frierst Du?“
Neichmann trug einen Mantel über dem Arm. Ein Diener brachte Ihr Sekt und Backwerk. Al» er sich entfernte, legi« Der Doktor chr Den warme« Hülle über Die schultern.
AI» sie scheu zu ihm auffah, blickte sie In in Paar versengend brennende Augen. Sie schlo' > ihren wie im Taumel. Er lieble sie noch Sie griff verschämt und scheu oerswhlen nach seiner LinkTA unb beugte sich rasch Darüber.
„Wenn Du satt haft an Dem NumMei. Cie* Dann sag'».“
„Schon lange!“ ,.?.inn fomml" Cbnt sich zu verabscheeden. stahl er sich mit ihr au» Dem Park. Er widersprach nicht, al» ste tmt lelbftprritjnbrid) zu ihm neben ben Führersitz stieg, ti.ini enge rückte sie an feine Seite Ihre Wange fühlte er an Der Schulter Ihre Augen hingen oe ö n fernen. Nur ihr Mund qrtraule sich mcht z» offnen.
„Sa» willst Du mir tagen, mein Häschen?“ Er bog sich nahe zu ihr herab.
„Daß ich . „ Daß ich nicht forigehen taee von Dir. Nicht nach München, auch nicht nach Wie» mit Den Nenkell» Ich wein, mich krank, wenn i* Dich einmal einen lag nicht 'ehen könnte.“
Er nickte lächelnd und |ah gerabeau» in Di» Nacht.
Da» Leben meinte e» gut mit ihm.--
Der Hoch vmmer tastete mit drückender Schwstst über Dem Meinen Talkesiel, in welchem Eifenbach lag. Negio» standen Die HochwaIDtannen unb lab» oerirüumt in di« Nunde Der Staub auf be» S trotzen lag hoch wie etn« Hand, jeder Sc am lebe» Auto, ha» chn Durchschnitt, machte ibn hoch cu’tmrbeln und bepuderte Bäume und Sträucher mit einer dicken, grauen Schicht Landervig« Heuerten, mit Kochtopf und Proviantsack belaDe«. über Die Hänge ron Nachri und Arber und biftW mit Zup'grige und lautem Jodeln Einzug in dft kleinen Flecken. Die zu Deren Füßen lagen. TV jungen Gesichter rooren gebräunt unD tn Den Luges lag nicht» al» lachende Lebenslust.
(Forijetzung folgt.)


