Ausgabe 
6.4.1927
 
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Londe*- und Hochverrat ift M hn welentlichev I bei den dritehcnhcn Bestimmungen geblieben llls irofbotrs Loht vergehen >ft e,"geführt die Ber- | eguna der Ächtung. *Rtu ausgenommen stnd auch ( sirafbffummunfltn gegen Verhöhnung und gegen 'ierachrl-chmachung der Farven der Neichen und der Zander, Beide sollen mit GefSngni» beftrcft werden.

3n der E.nzelberatung fand ein Antrag Hamburgs, de Todesstrafe ab8uf*affev ur die Unterstützung von 7n«flmbura^4tr?rin. Lnhalt und Lübeck, während Preuhen erklärt sah nach AnNchl de» preußischen Just zmmi- iimum» der Zeitpunkt noch nicht gctomrnrn auf die Androhung der Todesstrafe zu verzidten Vie Verhandlungen über vreust'l-che Anträge, auch die Bestimmungen bet Republik- SchutzLefetzes, in da» Strafg. «eybuch auf- zunehmen wurden noch zurückgestellt Rach- dem Reichsiustl-rniniftcr Hergt erklärt hatte, dah da» Reichskabinett matertell zur Frag« derVer- kSngerung de» Republikfchuhgesetzes noch keine Slelluna genommen habe Zu erwähnen ist noch, dost auf Antrag Prcuhcn» auch der gesellfchatt« liche Verruf bet Wahlen für strafbar erklärt wurde

Das Zündholz-Monopor.

Der Neichotaa hat sich mit einer oorgejchlagenen gesetzlichen 7t.'g.-luna der Zündholzproduktion zu be- schamgen, einem Inrma, da» schon fett etwa zwei Jahren hinter den Äutiflen spfelt und sich nunmehr durch die gesetzliche Mitwirkung 6m Reiches bet der Kontingentierung der Produktion und der Erschwe­rung einer unrationellen 7keuscho'sung von Kon­kurrenzunternehmungen vor da» Forum de» Reich»- tage, der Oeffentlichkett zeigt.

Der fchwedisch-omerikanifchc Zünd­holz. Trust hat e» im Lause der letzten Jahre verstanden, die überwiegende Mehrheit der deut- Ichen Ziindholzsobrikation, die zeitweilig schwer dar- niederlag und unrentabel arbeitete, verhältnismäßig billig zu erwerben Durch lein« Vertrauensleute ist ziemlich zu Beginn dieser Transaktion Negterung»- kreisen ein Vorschlag gemacht worden, mit welchem weitgehende Sicherungen und Entschädigungen für 6t« Arbeit,rschast stillzulegender Betriebe und auch ein, »rhedlich, iinanzielle Leistung zugunsten der Reichskasse geboten wurde, die bisher nur mit etwa 12 Millionen Mark Zündholzsteuer an den Ertrag- Nissen dieser Industrie beteiligt ift. Dieser Vorschlag wurde damal» abgelehnt, wenn wir recht berichtet sind, weil man e» sur unvereinbar mit den (Brunb- satzen brr Wirtschaftsführung hielt, einem aus­länd i s ch, n Konzern die Hand zur Schaffung einer Art Monopolstellung zu leihen, auch rocnn dabri für da» Reich ein erheblicher mate­rieller Nutzen heraiisgesprungen wäre.

Wa» dainal» vom .IHrid) gefordert wurde und unter seiner Mitwirkung mit gesetzgeberischen Mit- lein zugunsten der ausländischen Mojoritätsinhaber herbeigesührt werden sollt«, scheint inzwischen unter *>-n Regime der freien Wirtschaft selbsttätig ,ing,treten zu sem: eine Konzentrationsdemegung. die die Erhaltung der kleineren, auhenstehenden Be- triebe nicht mehr lohnend macht und sie der rnäch- Ilgen amerikanisch schwedischen Kruppe ausliesert. Mit den geplanten gesetzgeberischen Mastnahmen durste deshalb ein doppelter Zweck verfolgt werden, nämlich einmal die Herbeiführung einer ratio- nelleren Produktion unter Ausschaltung einer Uebersetzung der Industrie, und zum anderen ,tn, E rha Itung brr noch bestehenden freien Betriebe, die Infolge ihrer geringeren Kapitalkrast und der gröberen Schwierigkeiten, gegen Reklame und Organisation de» Trufte aufzukommen, von einer etwaigen neuen Konkurrenz In allererster Linie betroffen würden.

Ob der letztere Zweck erreicht wird, steht vor« läufig dahin. Die Diskussion de» Gesetzentwurfes Im Reichstag wird das Für und Wider aufhellen und der Oestentlichkeit Gelegenheit geben, in einem Kampfe um da» künftige Schicksal einer Industrie Stellung zu nehmen, deren Erzeugnisse zum tag. 1 ichen Bedars gehören, und die von jeher Gegenstand schwerer wirtschaftlicher Kamps, gewesen finb; man wsrd sich In diesem Zusammenhang 6c» Rumpfe» erinnern, den vor etwa \rori Jahrzehnten da» Austauchen der engfisch-amerlkanischen Diamant- Ziindholzfabrik In Mannheim-Rheinau entfesselt«, Me ihre In Pappschachteln verpackten Zündhölzer um etwa ein Drittel billiger auf den Markt brachte, ab die deutschen Unternehmungen Oie Auseinander« setzung im Reichstag verspricht In jedem Falle inter­essant &u werden, da sie prinzipielle Fragen von grvtzer Vedeutung berührt.

Das Arbeitszeitnotgesetz.

Eigene« Drahtbericht des(Siebener Anzeiger»*.

Berlin, 6. April Heber da» im Augen­blick heftig umkämpfte Arbeitszril-Rotgesetz be­stehen in weiten Kneifen unrichtige Auffaffun- gen Sie rühren zum Teil daher, bah in dem Gesetz dreierlei verschiedene Mate­rien zu gleicher Zeit behandelt werden, nämlich solche au» dem Stoffgebiet de» geltenden Arbrits- zeitaesetzes. solche au» dem tüchtigen Arbeits- zritschutzgesev und solche au» dem Washingtoner Ardritszeitabkommen Zum anderen Teil ist durch die Agitation, die von den Arbeitgeberorgani- fattpnen einerfett». von den Gewerkschaften und der S. P T andererleit» betrieben wird, da» Bild verwischt worden, ö» scheint deshalb an­gebracht. wenigstens die Haiiptpunkte noch ein­mal berau#»uftellcn

Da» G,s^, dringt nach der fluffafiung der Regierung gegenüber dem geltenden Zustand minde­sten» drei Verbesserungen und feine verschlechte- rung für die Arbeitnehmer. Die Verdelleningen beruhen daraus, datz die Möglichkeiten zur I n anspruchnah m, von lieberstunden, bi», her durch § 11 de» Arbeit»zeitgesetze» geregelt, nicht unerheblich eingeschränkt werden, dal, ferner denjenigen Ange stellten, die da» Washing inner Üebereinfommen bieder nicht schützt nicht -nehr eine lieber ar beit in ziemlich »inbegrenz lern Ansmatz auferlegt werden kann wie bat viel ''ch im Handel noch der Fall ist. Und schliestUch fetzt et für die Uederardeit. über 48 Stunden bin ou». einen angemeflenen Lohnzuschlag fest, wie er bisher nur in einzelnen Tarifverträgen aber sur die überwiegend« Mehrden her Ardetlnehmer niebt festgesetzt war Sin wesentlicher Vorteil de» Geletz« vom Ardeitnehmerstandpunk, au» ilt »ber weiter die Regelung ber «rbelfzeit naA einem einheitlichen Plane. Bisher gad N00) weitgehende Abweichungen Achtstrindentaa .Icht stundentag mit tan'nch 'fvg.-iegter Webrarbeit ivt Zuschlag. Xtunflunbentü^ xvbnftunb<nidi .!« -i-, oderirdiichen Bergbau unb Zwbl'Uundei-.'.t t- in

nicht durch ein Rotgeletz adl:e r - , 6

vorübergehende «obn. bnw nach Unfirf» ber

ständigen Behörden mit höchstens 1* Jahren Werk- I iamfeit gedacht ist. Der Abbau weitgehender lieber* | schreitungen de» Achtktunaentages, bxw. der 48* ;rundenwoche, Me im '»egensatz zu d,n 6oüal- lemo'riten tue bürgerlichen 'JDhiidporuien «mir, den. ist :u» dem (Brurte outzerordeMlich schwierig. n>efl es sich dabei nat irtich au* um em« Lohn- frag handelt, und weil weder bi« Arbeiter mit einem der Thnberarbett entsprechend geringeren vobn uifomrnen noch die Gesornche,: der t et «tilgten Industrien eine entsprechende Produktionsoeneu, rung ragen können tu feineren Differenzen drehen sich um bi« Frag, ob man ber. Achtstunden­tag 'chematisieren ober nur al» Norm annehmen tnnn, i,mer darum, ob sich bi.' unentbehrliche Mehrarbeit al» feftgelegte Ueberftunben chsteman fieren ISHt, oder ob noch gewisse Möglichkeiten zu freien Sereir.barungen offen bleiben 'ollen, di« nicht nur von vorn herein für die Aufrechterhaltung be- fnmmtcr Industrien, iSaison.Geschäfte, vorberei* tungearbett unb dgl.^ vorgesehen werben können, sondern von Fall zu Fall austretenden Bebürfnifier Rechnung fragen wurden

Hrbeitsfragen,

3n ber Metallindustrie Hiebet- schlefienS wurde der Schiedsspruch des ver­einbarten Schiedsgericht» vom 19. März 1927 er­neut zum Spruch erhoben mit ber Aenderung. bah der Ecklohn auf 65 Pfennig festgesetzt wird. Die Sätze ber bisherigen Lohntabelle werden um 10 Prozent erhöht. Der Streik unb die Aus- iperrung sinb fofort aufzuheben die Arbeit so­fort wieder aufzunehmen. iür Breslau ist eben­falls eine lOprozentige Lohnerhöhung beschlossen worden. Den Parteien wird ausgegeben bi» Mitt­woch lich über diese Schiedssprüche zu äußern

e

3m Anschluß an den Antrag ber Arbeit­nehmer der Zigarrenindustri« auf Der- öindlichleit»erklärung des vor kurzem gefällten Schiedsspruchs, den die »igarrensabrikantn mit her Äussperrungsandrohung beantwortet haben, finden am Montag im AeichSarbeitSrninisterium neue Derhandlungen statt

Die deutsche Wirtschaft und das Ausland.

Hranz von Mendelssohn in London.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers^.

London. 5. April. Wie bereits berichtet, begaben sich ber Präfibent ber 3nbustrie- und Handelskammer Berlin, Franz von Mendels­sohn und der Vorsitzende des Enguete-Aus- schusseS. Dr. LammerS nach London und sind bereit» gestern abend dort ringetroffen Aus einem Bankett, das die englische Landesgruppe der internationalen Handelskammer heute veranstal­tete gab Franz v. Mendelssohn eine einge­hende Darstellung ber deutschen Wirtschaftslage. Ausgehend von der Bevölkerungsfrage bezeichnete v. Mendelssohn eS als Keriiproblein. wie für die deutsche Bevölkerung Arbeit, d. h. wie für ihre Arbeit Absatz zu schassen ist. Dafür mühten alle Bemühungen eingesetzt werden. Ent- scheidend werde daher fein, ob und tote schnell es gelingt, die Kaufkraft im Innern wie­der genügend zu steigern und für den Wettbe­werb auf den Auslandsmärkten die Tlot- wendigkrit der Bewegungsfreiheit zu erhalten Beides hänge zunächst davon ab. ob eS gelingt, daS Verhältnis zwischen Arbeitsauf­wand und LetstungSerfolg auf den best­möglichen Stand zu bringen und fo die Preise mi verbilligen. Die Erfolge der Rationalisierung haben zum Wiederbeginn ber Kapitalbil- b u n g in Deutschland wesentlich bet getragen, Me nach der Kapitalentblutung Deutschlands beson­der» auch für die Festigung der Wirtschaft und damit auch für die Sicherung vor ArbritSlofigkrit dringend notwendig ist. Sie wird freilich durch die austerordentlich gesteigerten Lasten der deutfchen Wirtschaft sehr erschwert. Mendelssohn schlost mit einem Hinwri» aus die Dotwendigkrit internationaler Zusammenarbeit, namentlich der europäischen Völker eS ermöglichen könnte, mit den ungeheuren Kräf­ten. die fich in überseeischen Ländern entwickeln Schritt zu halten.

Der deutsch-französische Handelsvertrag.

Wiederaufnahme der Verhandlungen.

Eigener Drahtbericht de»(Siebener Anzeigers".

Berlin, 6. April. Die deutsche Delegation »st gerstem vormittag unter ber Führung von Ministerialdirektor Posse Atoed» Fortsetzung ber deutsch-französischen Handelsvertragsveryandlun- gen zum Abschluß des eiidgülligenHandrisvertrags nach Pari» zurückgekehri. Wie wir von dort erfahren, war auch bereits für gestern nachmittag eine Sitzung anberaumt worden. In der die Arbeiten fofort auf genommen wurden Wie er­innerlich. hatten wir in dem prvoUorifchen Ab­kommen vom 31. März, bu» zunächst eine Gel­tungsdauer bis zum 30 Juni bat. einen Ver­gleich gefunden, der immerhin die Basis für die weiteren Verhandlungen geben kann 3m Mittelpunkt der Verhanblungen die gewih noch manch« Schwierigkeiten und Verzögerungen brin­gen werden, steht zunächst der neue fran- zöfifche Zolltarif. Dieser Tarif ift in I'der Beziehung auf das Hochschutzzollprinzip abgeschnitten. fo hast feine Zollsätze für viele deutsche Exportartikel we'entlich über die gelten­den provisorischen Sätze hinausgehen. 3mmerhin aber bietet er im Gegensatz zu dem alten längst überholten sranzösischen Zolltaris rin« Grund­lage sür die Verhandlungen E» wird nunmehr darauf dixfommen. all Sie Sähe zu durch­brechen. die über die bereits vorgesehenen hlnau»qrben. wozu aber der neue Zolltarif durch rine gröster« Handlungssreiheit als der alte die Möglichkeit bietet, da sogar auf btee Weite der Minimaltarif noeb unterschritten werden kann Der Abschlust eines endgültigen Vertrages mit .Frankreich würde aber e ndltch auch zwilchen Deutschland und Frankreich eine ganze Reihe von lwangsmatznabmen. bic nach dem 1 Beriaillcr Verirage elngesubr, würben auf * I heben und wrienllich dazu beitrugen, ein« wri- tere Annäherung zwilchen den beiden Staaten 1 ixrixUufübrcn Ob Me Verhandlungen dis Mim I eu? 3uni den AMchlutz bringen. läW lich noch n;4>t OotMuelagen. mutz aber uibebinat im 3nter- der deutschen Wirtschaft zu erreich.-n ver- 'ucht werben.

Die Seeabrüstung in Genf. |

® e n f 5. Apr-.l. (IBolH D:r Vordere., tungsaus'chuh für die Abrüstungslonferetiz be- canr mtt der Beratung des Ka.ilels über die Seerüstungen. Lord Eecil btto nie. hab *ür dir Stärke t ret KnegSHotte nur brt; Faktoren matz- gebend k en. näml.ch b.e Zahl der Kriegs'chifse. hr, Gröhe unb ihre Ctärle. nicht aber d i e Zahl der Matrofen an Bord der Rr.egs- schikle. Der arner'.lani'che Deleg erti G i b l o n vertrat die g'. ich« Au las ung. Desgk.^.en machte der japan.lchr Delegierte Lato ernst.- Bedenken gegen hie Beg.enzung der Marrneelsekr ri estände geltend, b- tx: ber Krregsllotte das ® D'.ff»* materal der ausschlaggebende Austungs'a.trr fn. Paul-Borcour gab der Meinung Ausdruck. ' dab angesichts ber Erklärung be» «ngwchen V«r rettr» für ben Xugenbl: ? jebe weitere ! D . skufsIon nutzlos k«i.

Es wurde schlieblich deschlofsen. die Aussprache db,r Die Maclneeffektive auf einig, Tag« zu Der- jchi,b,n Alsdann würbe mit ber Diskussion über bi« Frag« ber Begrenzung der Zahl unb ber Tonnage ber Kriegsschiff, begonnen, wob,, Lord Rodert Serif den bekannten engli'chen Stanbpunf! barlegte, hab bie Begrenzung ber Kriegsichifte nicht nach ber Kesamttonnogc der Kriegsflotte erfolgen soll, sondern bab für i e b e einzelne Echiffskategorie eine begrenzte Höchst zahl oerembart werben soll. Paul-Bon- tour begründete den französischen Derschlag, ledig­lich bie (Befamllonnafle der Kriegsflotten, nicht aber auch bie Verteilung ber Gesamttonnage aus die verschiedenen Schisssklasfen festzuiegen. Der oon England In den Dvrdergrunb gerückte Gedanke ber Sicherheit für seine Seewege könne | unter entsprechender Variierung oon | e 6 e m hier vertretenen Land« angeführt werben. Die lieber- legenheit gewisser ocearobmächte werde hier voll­kommen unberührt gelassen. Zur Beseitigung ber grunbsätzlichen Meinung» Verschiedenheiten schlug Paiil-Boncour vor, neben her Begrenzung ber Ge famftonnage in bie Adrüstungskonoention noch bas Flottenbauprogramm jedes einzelnen Landes unb au herb em bk Verpflichtung auszuneh­men, daß jebe Abänderung des Flottenbaupro­gramms sofort beim Völkerbund bzw bei dem neu zu schaffendenftänbigen Abrüftungsauslchub" an- gezeigt werben soll. Das f«t bas Aeuberste, was oon Frankreich unb anberen Staaten, bie ihre Flotten erst wieder aufbauen, ober überhaupt erst eine Flotte bauen, oertongt werben könne.

Der Vormarsch der.ttantontruppen.

Tie erste Schlappe

Schanghai. 5. April. (WTB ) Der Vormarsch ber sübchinesckchen Truppen in ber Richtung auf beu Gelben Flust stößt jetzt auf ben Widerstand der Nordarmee, die am Sonntag einen Gegenangriff aussührte unb nach schweren Kämpfen die Stadt Äroantien an ber Eisenbahn etwa 16^' Kilometer oon Nanking besetzte. Die Nationalisten haben um Verstärkungen telegraphiert. Zweihundert Verwundete find in Nanking einge­troffen.

Das brittfche Oentrattonfulat In Xkniftn hatte alle im Innern ber Provinz Shili und Honan lebenden Engländer aufgeforoert. sich a n hie Küste zu begeben. Der ülriche Aat ist auch für Frauen und Kinder erteilt worden, die in der näheren Umgebung von Tientfin leben. Die Deranlastung dazu ist in ber Verschärfung ber allgemeinen Lage zu fuchen. Es verlautet, bah ber frühere Tupan btt Provinz Shili, Li Shing Im. von Tientfm aus einen Putsch gegen Mukben plante Der Vorbpartei, die rechtzeitig von diesen A^'.chien Kenntnis er­hallen hatte, gelang es indeslen, diele Pläne Lis zu vereiteln, so hab die Gefahr von Unruhen vorläufig beseitigt scheint.

Aus dem Finanzausschuh des Hessischen Landtags.

D a r m st a bt. 5 April (öig Bericht., Der Finanzaus'chuh bes Hessischen Landtages be­schäftigte lich zunächst mit drei Regierungsvor­lagen. er bewilligte die darin geforderten 77 002 Mark für den Ausbau ber Dampfkessel- unb Heizungsanlage int Pbilipphospital, ferner 3100 Mark für einen GaskaffeekeNel ufw un Tlltce- ftifl und 6000 Mark für bas Naturschutzgebiet Hengster bei Obertshausen. Hieraus wurden bie Beratungen über ben Staatsvoranschlag bei Kapitel 75 (M i n i ft e r i u m für Arbeit unb Wirtschaft) fortaesetzi Sin Antrag Dr Leuchlgens unb Genoffen, ein Drittel ber Stellen nach Wahl ber Regierung auf den 3nhaber zu bewilligen, würbe abgelehnk und bas Kapitel selbst angenommen. Die folgenden Kapitel bis Kapitel 81 wurden bewilligt. Zu Kapitel 82 (Landwirtschaftliches Unter unb Verluchswesen sowie LanbwirtkchaftS- pslege) liegt rin Antrag Heinstabk-Blank vor von ben Stellen ber vier »heniker ber Land- wiNschaftlichen Versuchsstation zwei In befinltide umzuwanbeln. Der Antrag wurde mit acht gegen vier Stimmen abgelchnt. Ctn Eintrag 7D«fler, Blank. Heinstabt. bie lan'cii: chas'liche Schule in Butzbach wieber einzurich en wurde abgelcbnt. Einstimmig angenommen wurde ein Antrag Lu, ber Me Regierung ersucht. baf> die wis'enschaft- lichen Lehrkräfte bei ben Landwirtschalksämtern in ben landwirtschaftlichen Klaflen der Fvrt- dildungs'chulen beauftragt werden Das Kapitel wurde angenommen. 3u Kapitel 83 l'Bobcn- Derbefferung unb Wafferverfor- qung» vünfcht Adg Deckler in einem Antrag vorsorglich die Einstellung von fr700 Mark zur Belchaflung von Saatgut für Landwirt« In Ge meinden die Witterungsschäden erlitten haben Der Antrag wurde adgrlehnt. Ein Antrag Stork unb Genossen will bah Me Stelle des Laad- stallmristers auf den Inhaber gefetz: wirb: der Antrag wurde mit Stimmenglrichheit abgetehn' Das Kapitel wurde angenommen Bri Ka- fritel 8< (Förderung einzelner 3trcg< ber Land­wirtschaft) wurde ein Antrag Weber zur För­derung der Kaninchenzucht SCO Mark rinzustekten. rintimmig genehmigt Das Kapitel wurde angenommen.

Aus «iller Welt.

(Bemälbepcritdgenieg in Frankfurt.

Bei der üvöe Marz oon Rudoi< Banaet in Frank «art veranstalteten Ikritrigerung oon dkmal- den etiler unb neuerer Meister wurden u a. die fol- »enden Höchstgebote erzielt. Neuere Meister Seidl

«r'ordern heute eine sorgfältig« lepgebung n6 Sahausstatrung. Gute S-Hlribungen ihib nnr erreichbar. wenn die Anzeigen Itiiljilic Genua nnfsegrtfn erben. Der Annahmefchlntz für alle Anzrigen im Gießener «nieiacr en:fäfll auf den Nach­mittag vor ber Anfnahrne. Empfehlung»- anzeigen müllen. |e nach Umfang und Satz- ichwieriqdetten. zwei di» drei Tage vorher bestellt |em, Rur mit Sorgfalt unb bem not­wendigen Iestaufwand geletzte Empfehlungen

Wm oeii erroünfiüten erfolg!

(öai.eben) 14 500; Grützner (Zhe Äunittenner) 11 Sperl >Interieur) 8700; Steoagk (Sonnen« Untergang) 62""; Züoel sHundedild) 4-ü»>. llourbet ; Land'chait) 3100; tlh Schuch <Waldstück) 3000; U|be (Vaftell) 2300. Alte Meister p Gvyen (Turm* gebäab, cm Wasser) 31 <X); lenier» 6. 3 (Onttrieur) 29f«), Hobbe- i ^Landkchast) 2600. Dftaöe (Bauern- idxune) 2100; Ruben» (Äartonentwuri) 2t>50 Mk. Fünfzigjährige» Jubiläum der Werft vlohm k. Voß.

Aul ber Hamburger Werft Blohm & Boß. die auf ihr 'Ünf-igiähriges Bestehen zurückblickt, land rin Festak! ftatt dem zahlreiche QSertreter aus Werft-. Schiflahrts- unb Handclskrrilen bei- wohnten. Ein Schreiben bes ersten Bürgermeister» Dr. P e t e r f e n übermittelte bi« Glückwünsche ber Hamburger Regierung. Der Verein Deutscher Ingenieure ernannte Hermann Blohm zum Ehren­mitglied. Dom Dampser .Reuyork" ist ein Glück­wunschtelegramm Geheimrat Sune» ringet reffet

Französische Dariet. Direktoren in Berlin

Der Internationale Variete« unb Theater- Direktoren-Verband veranstaltete au Ehren ber in BerNn weilenben franzöfifchen Variete-Dlrek- toren im HotelBristol" einen Gefellschafksabend. an welchem neben prominenten Persönlichkeiten aus ber internationalen Artistenwelt Vertreter bes Reichsauhenminister». bes Oberbürgermei­sters. des Polizeipräsidenten, Lanbtagsabgeord- ncte unb Ctabtnerorbnete teilnabmen Der Prä- fiberrt ber franzöfifchen Variets-Direkwren be­tonte in einer Ansprache eindringlich, bl« Rot- tocnblgfett b«r engen brüderlichen Zusammen­arbeit ber beiben groben Rationen. Aus feint Tkranlaffung Ipttlie Me Musik als Erwiderung auf Me Marfeillaile, mit ber man bie Gäste be­grüß I hatte, das Deutsch!rndlied. bas von allen Anwesenbcn stehenb gehört würbe. Später er­schien auch der franzöfifche Botfchaster.

Dohnungsschiedungen ia DerNn

3m Bezirksamt Webbing ist man umfang» reichen Wohnungsfchiebungen auf die 6pur ge­kommen. bie bereit» zur Verhaftung des Stabt- sekretärs Hau» gesührt haben Stadtlekretär H. steht fett 25 Jahren im Dienste ber Stabt Ber­lin und war zuletzt al» Rachweislciter be» Woh­nungsamts Webbing. Zu fernen amtlichen Ob­liegenheiten gehörte bie Zuteilung von Woh­nungen an Wohnungsbertchttgte E» würbe fest- geftrilt, daß in amtlichen Akten Mieter- o e r i ch t e a e f ä l f ch t waren, bamti die be­treff en ben Wohnungssuchenden feinen Anlpruch auf Wohnungen erheben konnten. Die Fälschun­gen waren von Haus vorgenommen worben, um die Wohnungen an Freunde und Be­kannte abzugeven. 3n mehreren zwe selhaften Fällen von Wohnungszutrilung flno die Akten verschwunden, und Hau» hat zugegeben, baß er sie beiseite geschafft hat Auch lebte an­deren Verfehlungen hat der ungetreue Beamte ringest an den; er bestreitet aber, sich irgendwelche Vorteil« durch ft« verschafft zu haben

Stürmisch« Vürgermeislerwehl In Ehikago

3n Ehikago waren bei her Bürgermeister- Wahl nicht weniger al» 5000 Polizisten mit Panzerwagen unb Ma'chinengewehren auf geboten worben. Trotzbem kam es zu zwei Bomdenatlen- taten unb Entführung einer Anzahl Personen, darunter zwei Richtern, Me al» Dablagenten aus­getreten waren.

UaiounfaU rin«» Schwerhörigen

3n Liegnitz fuhr ein 04 3obre alter Kan­tor aus dem Rabe in ein Auto hinein. Der schwerhörige unb kurzsichtige Rabter hatte da- Herannaheii de» Auto» nicht bemerkt. Er geriet unter bas Auto, das ihm ben Schädel spaltete unb einen Bruch be» cf grate» herbei* führte. Da» Auto geriet in ben Ebausseegraben. ohne bah bie Insassen verletzt würben. Der Äcmtor war fofort tot

6In TTlotorrabfabrrr gclnnchi.

3n einem Dori bet Mailand überführ ein Motorrad mit Beiwagen einen Paffanten. worauf fich bic Bevölkerung zufammenrottet« unb bem Lenker be» Motorrades mit Stöcken bie Gchirnfchale zertrümmerte, fo bas, er sterbenb ins Krankenhaus gebracht werden muhte.

Ein Raubmörder im Kamps ml! Gendarmen erschollen

Am 31. März war wie gemeldet, auf Me Agrarbank In Vekka-Bv:fcha bet Preßburg von vier Männern etn Raubüberfalk gemach' trer­ben bei dem rin Bankdiener von hm Räubern getötet wurde Während ber Verfolgung hatten

-cher zwei Genda rmeriewachtmri ster er- schossen Am nächsten Tage war cs gelungen, einen der Räuber festzunebmen während ber ander« Selbstmorb beging Heute ist < l e wei­ter«» Mitglied ber Banbe Im Bucho- wcr Bezirk erfchoffen worden. Bei bem vor­angegangenen Kamps wurden drei Personen schwer verletzt, von denen «ine ihren Verwun­dungen erlegen ist Mehrere Personen unb rin Gendarm wurden leid)' verletzt Bei bem Ver­brecher würben 40 000 Kronen vorgefunden

vier perlenen von einer Lawine verschüttet?

Bei G 11 o n oberhalb Monireu». sind ber Wächter eine» 1060 Meter über bem THerre*- Ipiegri» gelegenen Hotel», seine 26jährige .Trau, dr Töchterchen und ein junger Mann unter noch nicht aufgrflärten Umständen verschwunden. Man vermutet, daß sie bei bemBrrfudK zu Tal zu fahren, in eine Lawine geraten link

Wettervoraussage.

Wechselnh bewölkt mit Aufheiterung. Jet»* Pera türm wenrg verändert noch vevrinzelr Vie* berichläge r'fhbdK Winde

Gestnae Tagestemperuturen Manmum 133

Grab Oeliu» Minimum 8.4 Grub Celsius Rie- berichläge 13 4 Millimeter

heutige OHprgenf emperotvr: 7.1 Grad Celsius.