Londe*- und Hochverrat ift M hn welentlichev I bei den dritehcnhcn Bestimmungen geblieben llls irofbotrs Loht vergehen >ft e,"geführt die Ber- | eguna der Ächtung. *Rtu ausgenommen stnd auch ( sirafbffummunfltn gegen Verhöhnung und gegen 'ierachrl-chmachung der Farven der Neichen und der Zander, Beide sollen mit GefSngni» beftrcft werden.
3n der E.nzelberatung fand ein Antrag Hamburgs, de Todesstrafe ab8uf*affev ur die Unterstützung von 7n«flmbura^4tr?rin. Lnhalt und Lübeck, während Preuhen erklärt sah nach AnNchl de» preußischen Just zmmi- iimum» der Zeitpunkt noch nicht gctomrnrn auf die Androhung der Todesstrafe zu verzidten Vie Verhandlungen über vreust'l-che Anträge, auch die Bestimmungen bet Republik- SchutzLefetzes, in da» Strafg. «eybuch auf- zunehmen wurden noch zurückgestellt Rach- dem Reichsiustl-rniniftcr Hergt erklärt hatte, dah da» Reichskabinett matertell zur Frag« derVer- kSngerung de» Republikfchuhgesetzes noch keine Slelluna genommen habe Zu erwähnen ist noch, dost auf Antrag Prcuhcn» auch der gesellfchatt« liche Verruf bet Wahlen für strafbar erklärt wurde
Das Zündholz-Monopor.
Der Neichotaa hat sich mit einer oorgejchlagenen gesetzlichen 7t.'g.-luna der Zündholzproduktion zu be- schamgen, einem Inrma, da» schon fett etwa zwei Jahren hinter den Äutiflen spfelt und sich nunmehr durch die gesetzliche Mitwirkung 6m Reiches bet der Kontingentierung der Produktion und der Erschwerung einer unrationellen 7keuscho'sung von Konkurrenzunternehmungen vor da» Forum de» Reich»- tage, der Oeffentlichkett zeigt.
Der fchwedisch-omerikanifchc Zündholz. Trust hat e» im Lause der letzten Jahre verstanden, die überwiegende Mehrheit der deut- Ichen Ziindholzsobrikation, die zeitweilig schwer dar- niederlag und unrentabel arbeitete, verhältnismäßig billig zu erwerben Durch lein« Vertrauensleute ist ziemlich zu Beginn dieser Transaktion Negterung»- kreisen ein Vorschlag gemacht worden, mit welchem weitgehende Sicherungen und Entschädigungen für 6t« Arbeit,rschast stillzulegender Betriebe und auch ein, »rhedlich, iinanzielle Leistung zugunsten der Reichskasse geboten wurde, die bisher nur mit etwa 12 Millionen Mark Zündholzsteuer an den Ertrag- Nissen dieser Industrie beteiligt ift. Dieser Vorschlag wurde damal» abgelehnt, wenn wir recht berichtet sind, weil man e» sur unvereinbar mit den (Brunb- satzen brr Wirtschaftsführung hielt, einem ausländ i s ch, n Konzern die Hand zur Schaffung einer Art Monopolstellung zu leihen, auch rocnn dabri für da» Reich ein erheblicher materieller Nutzen heraiisgesprungen wäre.
Wa» dainal» vom .IHrid) gefordert wurde und unter seiner Mitwirkung mit gesetzgeberischen Mit- lein zugunsten der ausländischen Mojoritätsinhaber herbeigesührt werden sollt«, scheint inzwischen unter *>-n Regime der freien Wirtschaft selbsttätig ,ing,treten zu sem: eine Konzentrationsdemegung. die die Erhaltung der kleineren, auhenstehenden Be- triebe nicht mehr lohnend macht und sie der rnäch- Ilgen amerikanisch schwedischen Kruppe ausliesert. Mit den geplanten gesetzgeberischen Mastnahmen durste deshalb ein doppelter Zweck verfolgt werden, nämlich einmal die Herbeiführung einer ratio- nelleren Produktion unter Ausschaltung einer Uebersetzung der Industrie, und zum anderen ,tn, E rha Itung brr noch bestehenden freien Betriebe, die Infolge ihrer geringeren Kapitalkrast und der gröberen Schwierigkeiten, gegen Reklame und Organisation de» Trufte aufzukommen, von einer etwaigen neuen Konkurrenz In allererster Linie betroffen würden.
Ob der letztere Zweck erreicht wird, steht vor« läufig dahin. Die Diskussion de» Gesetzentwurfes Im Reichstag wird das Für und Wider aufhellen und der Oestentlichkeit Gelegenheit geben, in einem Kampfe um da» künftige Schicksal einer Industrie Stellung zu nehmen, deren Erzeugnisse zum tag. 1 ichen Bedars gehören, und die von jeher Gegenstand schwerer wirtschaftlicher Kamps, gewesen finb; man wsrd sich In diesem Zusammenhang 6c» Rumpfe» erinnern, den vor etwa \rori Jahrzehnten da» Austauchen der engfisch-amerlkanischen Diamant- Ziindholzfabrik In Mannheim-Rheinau entfesselt«, Me ihre In Pappschachteln verpackten Zündhölzer um etwa ein Drittel billiger auf den Markt brachte, ab die deutschen Unternehmungen Oie Auseinander« setzung im Reichstag verspricht In jedem Falle interessant &u werden, da sie prinzipielle Fragen von grvtzer Vedeutung berührt.
Das Arbeitszeitnotgesetz.
Eigene« Drahtbericht des „(Siebener Anzeiger»*.
Berlin, 6. April Heber da» im Augenblick heftig umkämpfte Arbeitszril-Rotgesetz bestehen in weiten Kneifen unrichtige Auffaffun- gen Sie rühren zum Teil daher, bah in dem Gesetz dreierlei verschiedene Materien zu gleicher Zeit behandelt werden, nämlich solche au» dem Stoffgebiet de» geltenden Arbrits- zeitaesetzes. solche au» dem tüchtigen Arbeits- zritschutzgesev und solche au» dem Washingtoner Ardritszeitabkommen Zum anderen Teil ist durch die Agitation, die von den Arbeitgeberorgani- fattpnen einerfett». von den Gewerkschaften und der S. P T andererleit» betrieben wird, da» Bild verwischt worden, ö» scheint deshalb angebracht. wenigstens die Haiiptpunkte noch einmal berau#»uftellcn
Da» G,s^, dringt nach der fluffafiung der Regierung gegenüber dem geltenden Zustand mindesten» drei Verbesserungen und feine verschlechte- rung für die Arbeitnehmer. Die Verdelleningen beruhen daraus, datz die Möglichkeiten zur I n • anspruchnah m, von lieberstunden, bi», her durch § 11 de» Arbeit»zeitgesetze» geregelt, nicht unerheblich eingeschränkt werden, dal, ferner denjenigen Ange stellten, die da» Washing inner Üebereinfommen bieder nicht schützt nicht -nehr eine lieber ar beit in ziemlich »inbegrenz lern Ansmatz auferlegt werden kann wie bat viel ''ch im Handel noch der Fall ist. Und schliestUch fetzt et für die Uederardeit. über 48 Stunden bin ou». einen angemeflenen Lohnzuschlag fest, wie er bisher nur in einzelnen Tarifverträgen aber sur die überwiegend« Mehrden her Ardetlnehmer niebt festgesetzt war Sin wesentlicher Vorteil de» Geletz« vom Ardeitnehmerstandpunk, au» ilt »ber weiter die Regelung ber «rbelfzeit naA einem einheitlichen Plane. Bisher gad N00) weitgehende Abweichungen Achtstrindentaa .Icht stundentag mit tan'nch 'fvg.-iegter Webrarbeit ivt Zuschlag. Xtunflunbentü^ xvbnftunb<nidi .!« -i-, oderirdiichen Bergbau unb Zwbl'Uundei-.'.t■ t- in
nicht durch ein Rotgeletz adl:e r - , 6
vorübergehende «obn. bnw nach Unfirf» ber
ständigen Behörden mit höchstens 1* Jahren Werk- I iamfeit gedacht ist. Der Abbau weitgehender lieber* | schreitungen de» Achtktunaentages, bxw. der 48* ;rundenwoche, Me im '»egensatz zu d,n 6oüal- lemo'riten tue bürgerlichen 'JDhiidporuien «mir, den. ist :u» dem (Brurte outzerordeMlich schwierig. n>efl es sich dabei nat irtich au* um em« Lohn- frag handelt, und weil weder bi« Arbeiter mit einem der Thnberarbett entsprechend geringeren vobn uifomrnen noch die Gesornche,: der t et «tilgten Industrien eine entsprechende Produktionsoeneu, rung ragen können tu feineren Differenzen drehen sich um bi« Frag, ob man ber. Achtstundentag 'chematisieren ober nur al» Norm annehmen tnnn, i,mer darum, ob sich bi.' unentbehrliche Mehrarbeit al» feftgelegte Ueberftunben chsteman fieren ISHt, oder ob noch gewisse Möglichkeiten zu freien Sereir.barungen offen bleiben 'ollen, di« nicht nur von vorn herein für die Aufrechterhaltung be- fnmmtcr Industrien, iSaison.Geschäfte, vorberei* tungearbett unb dgl.^ vorgesehen werben können, sondern von Fall zu Fall austretenden Bebürfnifier Rechnung fragen wurden
Hrbeitsfragen,
3n ber Metallindustrie Hiebet- schlefienS wurde der Schiedsspruch des vereinbarten Schiedsgericht» vom 19. März 1927 erneut zum Spruch erhoben mit ber Aenderung. bah der Ecklohn auf 65 Pfennig festgesetzt wird. Die Sätze ber bisherigen Lohntabelle werden um 10 Prozent erhöht. Der Streik unb die Aus- iperrung sinb fofort aufzuheben die Arbeit sofort wieder aufzunehmen. iür Breslau ist ebenfalls eine lOprozentige Lohnerhöhung beschlossen worden. Den Parteien wird ausgegeben bi» Mittwoch lich über diese Schiedssprüche zu äußern
e
3m Anschluß an den Antrag ber Arbeitnehmer der Zigarrenindustri« auf Der- öindlichleit»erklärung des vor kurzem gefällten Schiedsspruchs, den die »igarrensabrikantn mit her Äussperrungsandrohung beantwortet haben, finden am Montag im AeichSarbeitSrninisterium neue Derhandlungen statt
Die deutsche Wirtschaft und das Ausland.
Hranz von Mendelssohn in London.
Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers^.
London. 5. April. Wie bereits berichtet, begaben sich ber Präfibent ber 3nbustrie- und Handelskammer Berlin, Franz von Mendelssohn und der Vorsitzende des Enguete-Aus- schusseS. Dr. LammerS nach London und sind bereit» gestern abend dort ringetroffen Aus einem Bankett, das die englische Landesgruppe der internationalen Handelskammer heute veranstaltete gab Franz v. Mendelssohn eine eingehende Darstellung ber deutschen Wirtschaftslage. Ausgehend von der Bevölkerungsfrage bezeichnete v. Mendelssohn eS als Keriiproblein. wie für die deutsche Bevölkerung Arbeit, d. h. wie für ihre Arbeit Absatz zu schassen ist. Dafür mühten alle Bemühungen eingesetzt werden. Ent- scheidend werde daher fein, ob und tote schnell es gelingt, die Kaufkraft im Innern wieder genügend zu steigern und für den Wettbewerb auf den Auslandsmärkten die Tlot- wendigkrit der Bewegungsfreiheit zu erhalten Beides hänge zunächst davon ab. ob eS gelingt, daS Verhältnis zwischen Arbeitsaufwand und LetstungSerfolg auf den bestmöglichen Stand zu bringen und fo die Preise mi verbilligen. Die Erfolge der Rationalisierung haben zum Wiederbeginn ber Kapitalbil- b u n g in Deutschland wesentlich bet getragen, Me nach der Kapitalentblutung Deutschlands besonder» auch für die Festigung der Wirtschaft und damit auch für die Sicherung vor ArbritSlofigkrit dringend notwendig ist. Sie wird freilich durch die austerordentlich gesteigerten Lasten der deutfchen Wirtschaft sehr erschwert. Mendelssohn schlost mit einem Hinwri» aus die Dotwendigkrit internationaler Zusammenarbeit, namentlich der europäischen Völker eS ermöglichen könnte, mit den ungeheuren Kräften. die fich in überseeischen Ländern entwickeln Schritt zu halten.
Der deutsch-französische Handelsvertrag.
Wiederaufnahme der Verhandlungen.
Eigener Drahtbericht de» „(Siebener Anzeigers".
Berlin, 6. April. Die deutsche Delegation »st gerstem vormittag unter ber Führung von Ministerialdirektor Posse Atoed» Fortsetzung ber deutsch-französischen Handelsvertragsveryandlun- gen zum Abschluß des eiidgülligenHandrisvertrags nach Pari» zurückgekehri. Wie wir von dort erfahren, war auch bereits für gestern nachmittag eine Sitzung anberaumt worden. In der die Arbeiten fofort auf genommen wurden Wie erinnerlich. hatten wir in dem prvoUorifchen Abkommen vom 31. März, bu» zunächst eine Geltungsdauer bis zum 30 Juni bat. einen Vergleich gefunden, der immerhin die Basis für die weiteren Verhandlungen geben kann 3m Mittelpunkt der Verhanblungen die gewih noch manch« Schwierigkeiten und Verzögerungen bringen werden, steht zunächst der neue fran- zöfifche Zolltarif. Dieser Tarif ift in I'der Beziehung auf das Hochschutzzollprinzip abgeschnitten. fo hast feine Zollsätze für viele deutsche Exportartikel we'entlich über die geltenden provisorischen Sätze hinausgehen. 3mmerhin aber bietet er im Gegensatz zu dem alten längst überholten sranzösischen Zolltaris rin« Grundlage sür die Verhandlungen E» wird nunmehr darauf dixfommen. all Sie Sähe zu durchbrechen. die über die bereits vorgesehenen hlnau»qrben. wozu aber der neue Zolltarif durch ’rine gröster« Handlungssreiheit als der alte die Möglichkeit bietet, da sogar auf bte’e Weite der Minimaltarif noeb unterschritten werden kann Der Abschlust eines endgültigen Vertrages mit .Frankreich würde aber e ndltch auch zwilchen Deutschland und Frankreich eine ganze Reihe von lwangsmatznabmen. bic nach dem 1 Beriaillcr Verirage elngesubr, würben auf * I heben und wrienllich dazu beitrugen, ein« wri- • tere Annäherung zwilchen den beiden Staaten 1 ixrixUufübrcn Ob Me Verhandlungen dis Mim I eu? 3uni den AMchlutz bringen. läW lich noch n;4>t OotMuelagen. mutz aber uibebinat im 3nter- der deutschen Wirtschaft zu erreich.-n ver- 'ucht werben.
Die Seeabrüstung in Genf. |
® e n f 5. Apr-.l. (IBolH । D:r Vordere., tungsaus'chuh für die Abrüstungslonferetiz be- canr mtt der Beratung des Ka.ilels über die Seerüstungen. Lord Eecil btto nie. hab *ür dir Stärke t ret KnegSHotte nur brt; Faktoren matz- gebend k en. näml.ch b.e Zahl der Kriegs'chifse. hr, Gröhe unb ihre Ctärle. nicht aber d i e Zahl der Matrofen an Bord der Rr.egs- schikle. Der arner'.lani'che Deleg erti G i b l o n vertrat die g'. ich« Au las ung. Desgk.^.en machte der japan.lchr Delegierte Lato ernst.- Bedenken gegen hie Beg.enzung der Marrneelsekr ri estände geltend, b- tx: ber Krregsllotte das ® D'.ff»* materal der ausschlaggebende Austungs'a.trr fn. Paul-Borcour gab der Meinung Ausdruck. ' dab angesichts ber Erklärung be» «ngwchen V«r •rettr» für ben Xugenbl: ? jebe weitere ! D . skufsIon nutzlos k«i.
Es wurde schlieblich deschlofsen. die Aussprache db,r Die Maclneeffektive auf einig, Tag« zu Der- jchi,b,n Alsdann würbe mit ber Diskussion über bi« Frag« ber Begrenzung der Zahl unb ber Tonnage ber Kriegsschiff, begonnen, wob,, Lord Rodert Serif den bekannten engli'chen Stanbpunf! barlegte, hab bie Begrenzung ber Kriegsichifte nicht nach ber Kesamttonnogc der Kriegsflotte erfolgen soll, sondern bab für i e b e einzelne Echiffskategorie eine begrenzte Höchst zahl oerembart werben soll. Paul-Bon- tour begründete den französischen Derschlag, lediglich bie (Befamllonnafle der Kriegsflotten, nicht aber auch bie Verteilung ber Gesamttonnage aus die verschiedenen Schisssklasfen festzuiegen. Der oon England In den Dvrdergrunb gerückte Gedanke ber Sicherheit für seine Seewege könne | unter entsprechender Variierung oon | e 6 e m hier vertretenen Land« angeführt werben. Die lieber- legenheit gewisser ocearobmächte werde hier vollkommen unberührt gelassen. Zur Beseitigung ber grunbsätzlichen Meinung» Verschiedenheiten schlug Paiil-Boncour vor, neben her Begrenzung ber Ge famftonnage in bie Adrüstungskonoention noch bas Flottenbauprogramm jedes einzelnen Landes unb au herb em bk Verpflichtung auszunehmen, daß jebe Abänderung des Flottenbauprogramms sofort beim Völkerbund bzw bei dem neu zu schaffenden „ftänbigen Abrüftungsauslchub" an- gezeigt werben soll. Das f«t bas Aeuberste, was oon Frankreich unb anberen Staaten, bie ihre Flotten erst wieder aufbauen, ober überhaupt erst eine Flotte bauen, oertongt werben könne.
Der Vormarsch der.ttantontruppen.
Tie erste Schlappe
Schanghai. 5. April. (WTB ) Der Vormarsch ber sübchinesckchen Truppen in ber Richtung auf beu Gelben Flust stößt jetzt auf ben Widerstand der Nordarmee, die am Sonntag einen Gegenangriff aussührte unb nach schweren Kämpfen die Stadt Äroantien an ber Eisenbahn etwa 16^' Kilometer oon Nanking besetzte. Die Nationalisten haben um Verstärkungen telegraphiert. Zweihundert Verwundete find in Nanking eingetroffen.
Das brittfche Oentrattonfulat In Xkniftn hatte alle im Innern ber Provinz Shili und Honan lebenden Engländer aufgeforoert. sich a n hie Küste zu begeben. Der ülriche Aat ist auch für Frauen und Kinder erteilt worden, die in der näheren Umgebung von Tientfin leben. Die Deranlastung dazu ist in ber Verschärfung ber allgemeinen Lage zu fuchen. Es verlautet, bah ber frühere Tupan btt Provinz Shili, Li Shing Im. von Tientfm aus einen Putsch gegen Mukben plante Der Vorbpartei, die rechtzeitig von diesen A^'.chien Kenntnis erhallen hatte, gelang es indeslen, diele Pläne Lis zu vereiteln, so hab die Gefahr von Unruhen vorläufig beseitigt scheint.
Aus dem Finanzausschuh des Hessischen Landtags.
D a r m st a bt. 5 April (öig Bericht., Der Finanzaus'chuh bes Hessischen Landtages beschäftigte lich zunächst mit drei Regierungsvorlagen. er bewilligte die darin geforderten 77 002 Mark für den Ausbau ber Dampfkessel- unb Heizungsanlage int Pbilipphospital, ferner 3100 Mark für einen GaskaffeekeNel ufw un Tlltce- ftifl und 6000 Mark für bas Naturschutzgebiet Hengster bei Obertshausen. Hieraus wurden bie Beratungen über ben Staatsvoranschlag bei Kapitel 75 (M i n i ft e r i u m für Arbeit unb Wirtschaft) fortaesetzi Sin Antrag Dr Leuchlgens unb Genoffen, ein Drittel ber Stellen nach Wahl ber Regierung auf den 3nhaber zu bewilligen, würbe abgelehnk und bas Kapitel selbst angenommen. Die folgenden Kapitel bis Kapitel 81 wurden bewilligt. Zu Kapitel 82 (Landwirtschaftliches Unter unb Verluchswesen sowie LanbwirtkchaftS- pslege) liegt rin Antrag Heinstabk-Blank vor von ben Stellen ber vier »heniker ber Land- wiNschaftlichen Versuchsstation zwei In befinltide umzuwanbeln. Der Antrag wurde mit acht gegen vier Stimmen abgelchnt. Ctn Eintrag 7D«fler, Blank. Heinstabt. bie lan'cii: chas'liche Schule in Butzbach wieber einzurich en wurde abgelcbnt. Einstimmig angenommen wurde ein Antrag Lu, ber Me Regierung ersucht. baf> die wis'enschaft- lichen Lehrkräfte bei ben Landwirtschalksämtern in ben landwirtschaftlichen Klaflen der Fvrt- dildungs'chulen beauftragt werden Das Kapitel wurde angenommen. 3u Kapitel 83 l'Bobcn- Derbefferung unb Wafferverfor- qung» vünfcht Adg Deckler in einem Antrag vorsorglich die Einstellung von fr700 Mark zur Belchaflung von Saatgut für Landwirt« In Ge meinden die Witterungsschäden erlitten haben Der Antrag wurde adgrlehnt. Ein Antrag Stork unb Genossen will bah Me Stelle des Laad- stallmristers auf den Inhaber gefetz: wirb: der Antrag wurde mit Stimmenglrichheit abgetehn' Das Kapitel wurde angenommen Bri Ka- fritel 8< (Förderung einzelner 3trcg< ber Landwirtschaft) wurde ein Antrag Weber zur Förderung der Kaninchenzucht SCO Mark rinzustekten. rintimmig genehmigt Das Kapitel wurde angenommen.
Aus «iller Welt.
(Bemälbepcritdgenieg in Frankfurt.
Bei der üvöe Marz oon Rudoi< Banaet in Frank «art veranstalteten Ikritrigerung oon dkmal- den etiler unb neuerer Meister wurden u a. die fol- »enden Höchstgebote erzielt. Neuere Meister Seidl
«r'ordern heute eine sorgfältig« lepgebung ■n6 Sahausstatrung. Gute S-Hlribungen ihib nnr erreichbar. wenn die Anzeigen Itiilj’ilic Genua nnfsegrtfn ■erben. Der Annahmefchlntz für alle Anzrigen im Gießener «nieiacr en:fäfll auf den Nachmittag vor ber Anfnahrne. Empfehlung»- anzeigen müllen. |e nach Umfang und Satz- ichwieriqdetten. zwei di» drei Tage vorher bestellt |em, Rur mit Sorgfalt unb bem notwendigen Iestaufwand geletzte Empfehlungen
Wm oeii erroünfiüten erfolg!
(öai.eben) 14 500; Grützner (Zhe Äunittenner) 11 Sperl >Interieur) 8700; Steoagk (Sonnen« Untergang) 62""; Züoel sHundedild) 4-ü»>. llourbet ; Land'chait) 3100; tlh Schuch <Waldstück) 3000; U|be (Vaftell) 2300. Alte Meister p Gvyen (Turm* gebäab, cm Wasser) 31 <X); lenier» 6. 3 (Onttrieur) 29f«), Hobbe- i ^Landkchast) 2600. Dftaöe (Bauern- idxune) 2100; Ruben» (Äartonentwuri) 2t>50 Mk. Fünfzigjährige» Jubiläum der Werft vlohm k. Voß.
Aul ber Hamburger Werft Blohm & Boß. die auf ihr 'Ünf-igiähriges Bestehen zurückblickt, land rin Festak! ftatt dem zahlreiche QSertreter aus Werft-. Schiflahrts- unb Handclskrrilen bei- wohnten. Ein Schreiben bes ersten Bürgermeister» Dr. P e t e r f e n übermittelte bi« Glückwünsche ber Hamburger Regierung. Der Verein Deutscher Ingenieure ernannte Hermann Blohm zum Ehrenmitglied. Dom Dampser .Reuyork" ist ein Glückwunschtelegramm Geheimrat Sune» ringet reffet
Französische Dariet. • Direktoren in Berlin
Der Internationale Variete« unb Theater- Direktoren-Verband veranstaltete au Ehren ber in BerNn weilenben franzöfifchen Variete-Dlrek- toren im Hotel „Bristol" einen Gefellschafksabend. an welchem neben prominenten Persönlichkeiten aus ber internationalen Artistenwelt Vertreter bes Reichsauhenminister». bes Oberbürgermeisters. des Polizeipräsidenten, Lanbtagsabgeord- ncte unb Ctabtnerorbnete teilnabmen Der Prä- fiberrt ber franzöfifchen Variets-Direkwren betonte in einer Ansprache eindringlich, bl« Rot- tocnblgfett b«r engen brüderlichen Zusammenarbeit ber beiben groben Rationen. Aus feint Tkranlaffung Ipttlie Me Musik als Erwiderung auf Me Marfeillaile, mit ber man bie Gäste begrüß I hatte, das Deutsch!rndlied. bas von allen Anwesenbcn stehenb gehört würbe. Später erschien auch der franzöfifche Botfchaster.
Dohnungsschiedungen ia DerNn
3m Bezirksamt Webbing ist man umfang» reichen Wohnungsfchiebungen auf die 6pur gekommen. bie bereit» zur Verhaftung des Stabt- sekretärs Hau» gesührt haben Stadtlekretär H. steht fett 25 Jahren im Dienste ber Stabt Berlin und war zuletzt al» Rachweislciter be» Wohnungsamts Webbing. Zu fernen amtlichen Obliegenheiten gehörte bie Zuteilung von Wohnungen an Wohnungsbertchttgte E» würbe fest- geftrilt, daß in amtlichen Akten Mieter- o e r i ch t e a e f ä l f ch t waren, bamti die betreff en ben Wohnungssuchenden feinen Anlpruch auf Wohnungen erheben konnten. Die Fälschungen waren von Haus vorgenommen worben, um die Wohnungen an Freunde und Bekannte abzugeven. 3n mehreren zwe selhaften Fällen von Wohnungszutrilung flno die Akten verschwunden, und Hau» hat zugegeben, baß er sie beiseite geschafft hat Auch lebte anderen Verfehlungen hat der ungetreue Beamte ringest an den; er bestreitet aber, sich irgendwelche Vorteil« durch ft« verschafft zu haben
Stürmisch« Vürgermeislerwehl In Ehikago
3n Ehikago waren bei her Bürgermeister- Wahl nicht weniger al» 5000 Polizisten mit Panzerwagen unb Ma'chinengewehren auf geboten worben. Trotzbem kam es zu zwei Bomdenatlen- taten unb Entführung einer Anzahl Personen, darunter zwei Richtern, Me al» Dablagenten ausgetreten waren.
UaiounfaU rin«» Schwerhörigen
3n Liegnitz fuhr ein 04 3obre alter Kantor aus dem Rabe in ein Auto hinein. Der schwerhörige unb kurzsichtige Rabter hatte da- Herannaheii de» Auto» nicht bemerkt. Er geriet unter bas Auto, das ihm ben Schädel spaltete unb einen Bruch be» Hü cf grate» herbei* führte. Da» Auto geriet in ben Ebausseegraben. ohne bah bie Insassen verletzt würben. Der Äcmtor war fofort tot
6In TTlotorrabfabrrr gclnnchi.
3n einem Dori bet Mailand überführ ein Motorrad mit Beiwagen einen Paffanten. worauf fich bic Bevölkerung zufammenrottet« unb bem Lenker be» Motorrades mit Stöcken bie Gchirnfchale zertrümmerte, fo bas, er sterbenb ins Krankenhaus gebracht werden muhte.
Ein Raubmörder im Kamps ml! Gendarmen erschollen
Am 31. März war wie gemeldet, auf Me Agrarbank In Vekka-Bv:fcha bet Preßburg von vier Männern etn Raubüberfalk gemach' trerben bei dem rin Bankdiener von hm Räubern getötet wurde Während ber Verfolgung hatten
-cher zwei Genda rmeriewachtmri ster er- schossen Am nächsten Tage war cs gelungen, einen der Räuber festzunebmen während ber ander« Selbstmorb beging Heute ist < l e weiter«» Mitglied ber Banbe Im Bucho- wcr Bezirk erfchoffen worden. Bei bem vorangegangenen Kamps wurden drei Personen schwer verletzt, von denen «ine ihren Verwundungen erlegen ist Mehrere Personen unb rin Gendarm wurden leid)' verletzt Bei bem Verbrecher würben 40 000 Kronen vorgefunden
vier perlenen von einer Lawine verschüttet?
Bei G 11 o n oberhalb Monireu». sind ber Wächter eine» 1060 Meter über bem THerre*- Ipiegri» gelegenen Hotel», seine 26jährige .Trau, dr Töchterchen und ein junger Mann unter noch nicht aufgrflärten Umständen verschwunden. Man vermutet, daß sie bei bem ‘BrrfudK zu Tal zu fahren, in eine Lawine geraten link
Wettervoraussage.
Wechselnh bewölkt mit Aufheiterung. Jet»* Pera türm wenrg verändert noch vevrinzelr Vie* berichläge r'fhbdK Winde
Gestnae Tagestemperuturen Manmum 133
Grab Oel’iu» Minimum 8.4 Grub Celsius Rie- berichläge 13 4 Millimeter
heutige OHprgenf emperotvr: 7.1 Grad Celsius.


