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zugreifen. Die Lösung des Kostenverteilung muh dere Weise versucht teerten, wendig, das) die Feststellung

Problems der heute auf eine an- Hierzu ist es not­gemacht wird, daß

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gerechte Lastenverteilung vorliegt, dürfte Erkenntnis sein, ter sich niemand ver-

10 Uhr: Sin besserer Herr. Mittwoch, 9. Februar, von 8 bis 10 Uhr: Der Revisor. Donnerstag, 10. Februar, von 8 bis 10 Uhr: Ein besserer Herr. Freitag, 11. Februar, von 8 bis 10*/, Alhr: Hamlet in Krähwinkel. SamStag, 12. Februar, von 7 bis nach 10 Uhr: Bonaparte. Sonntag, 13. Februar, von 7 bis nach 10 Uhr: Bonaparte.

flnmelöung 10-11L

Anineldun 8'N |tbi SuUaq.U *otwlegtn \\ ?uinQ'men Pbren, in f örperlid)et 5u4'ulbe ud) """richt na litt.

bekannte Künstlerin hat ihre ÖtimmitH zu dra­matischer Kraft und Höhe entwickelt, ebenso aber weih sie auch den feinsten inneren Regungen wir­kungsvollen Ausdruck zu verleihen, in Jubel und Schmerz und Verklärung gleich groß.

AlS rächender Bruder Franz LarkeuS. reich an stimmlichen Höhepunkten in der Ballade von schwarzen Studenten, in den Aufwallung m te- AffekteS als Freund und unerbittlicher Gegner AlvoroS.

Diesem gab Horry Schürmonn mit heroischer Stimme und metallischem Glanz dramatische Wucht, lyrische Momente voll Weichheit und Warme und innerem Erleben, besonders in den Zwiegesängen des vierten Bildes mit Don Carlos.

Auch die Vertreter der Nebenrollen verdienen, auch nicht namentlich aufgtrufen. allseitige Aner­kennung. Das Tanzpersonal unter Führung von Theodora Jüttner verlieh dem Lagerbild durch den Taumel der Tarantella ein charakteristisches Ke- präge. Die Chöre griffen klangvoll und ausgeglichen in die Gestaltung der Szene ein.

Dem Orchester hat Verdi an der Ausgestaltung der dramatischen Momente wie auch in szenischen Stimmungen starken Anteil gegeben. In den lyri- schen Kantilenen wie auch in den Aufwallungen dramatischer Akzente folgte es stets nachgiebig dem Dirigenten Heinz Berthold. Besonders die Instru» mentalsolist'.'N (Flöte, ttlarinctte, Cello, Harfe) fielen durch außerordentliche Llangschvnheit auf.

Die Buhnenleitung hotte stimmungsvolle Bilder (Karl Löffler) geschaf^n. der Reiz der Szene wurde durch künstlc.isch nachempfundene Beleuchtung (Ludwig Keim) gehoben.

So wurde die Aufführung in ihrer Gesamtheit zu einem großen Ereignis für Gießrn. Um so mehr, als es sich um eine Neuaufführung für dis deutschen Bühnen gondelte, gebührt i'er umsichtigen Theater­direktion ganz besondere Anerkennung und Wür­digung.

sich auf der Grundlage des Gesetzes vom 21. März 1914 ein Beitragsverhältnis der S i h g e m e i n d e n, d. h. der Gemeinte, in wel­cher die Schule ihren Sih hat, entwickelt hat, das inkeinerWeisederprozentualenJn- anspruchnahme der Schule aus der beteiligten Gemeinde gerecht wird. Diese Feststellung ist in der Tat ter Kern­punkt der ganzen Frage! Bei ter Mehrzahl der höheren Schulen, vielleicht abgesehen von den fünf großen hessischen Städten, beträgt ter Prozentsatz der auswärtigen Schuler fast 50 Pro­zent, bei manchen Anstalten noch weit mehr. Während also die Gemeinden des ganzen Schul - beziris zu 50 Prozent und mehr die Schule be­suchen, ist nach dem gegenwärtigen Recht allein die S i tz g e m e i n d e zur Tragung der gemeind­lichen Anteils verpflichtet. Daß hierin wirklich

ielplan vcr Arankfurtcr Theater.

Opernhaus. Sonntag, 6. Februar, von 6Vs bis IO1/, Albt:Der Ring des Ribelungen", dritter Tag: Götterdämmerung. Montag, 7. Fe­bruar, von 71/- bis gegen 10V8 Albt: Die ver­kaufte Braut. Dienstag, 8. Februar, von 6Vs bis nach 10 Alhr: Carmen. Mittwoch, 9. Februar, von 7 bis 9 Alhr: Hänsel und Gretel. Donners­tag. 10. Februar, von 7 bis 10 Alhr: Othello. Freitag, 11. Februar: Geschlossen. Samstag, 12. Februar, von 7 bis 10/« Alhr: Tannhäuser. Sonntag, 13. Februar, von 6/j bis nach 10 Alhr: Carmen. Schauspielhaus. Sonntag, 6. Februar, von 7 bis nach 10 Alhr: Bonaparte. Montag, 7. Februar, von 7 bis nach 10 Alhr: Bonaparte. Dienstag, 8. Februar, von 8 bis

sie auf Grund ter wirtschaftlichen Vorteile, welche sie durch das Bestehen einer höheren Lehranstalt haben, einen ihren Kräften entsprechenden Zu­schuß leisten müssen, wobei jedoch zu bemerken ist, daß die wirtschaftlichen Vorteile für die Allge­meinheit heute bei weitem nicht mehr in dem Maße bestehen wie früher.

ES fragt sich nun: wie und auf welcher Grundlage soll die dringend notwendige, anier- weite Verteilung ter Schulkosten ftüttflnten. Der Lösung dieser Frage stellen sich erhebliche Schwie­rigkeiten in ter praktischen Durchführung ent­gegen die keineswegs verkannt werden sollen, die aber doch eine brauchbare Lösung zulassen. 3m Jahre 1922 hatten die beteiligten hessischen Gemeinden dem Landtag einen Antrag unterbrei­tet auf Alebernahme ter persönlichen Kosten der höheren Schulen auf ten (Staat Diesem Vorgehen war damals ein ein Erfolg nicht beschießen. Grundsätzlich muß, wie schon vorhin erwähnt, daran festgehalten werden, daß die Unterhaltung bet höheren Schulen Aufgabe des Staates ist. Die schwierige Finanzlage des hessischen Staates, in welcher sich dieser aut Zeit anerkanntermaßen befindet, läßt es indessen gegenwärtig als aus­sichtslos erscheinen, diesem neue Aufgaben zu­zumuten. Die Städte und Landgemeinden haben bei der letzthin in Frankfurt a. M abgehaltenen Versammlung deshalb davon abgesehen, den im Jahre 1922 gestellten Antrag nochmals auf-

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immer wicderkehrenden Motive die geistige Drücke zu kommenden Szenen schlägt.

Als Explosiousmustker hat er mehr ein Auge für Situationen und scharf typisch geprägte Cha­raktere. Daher? auch oft daS Verwickelte der Handlungen in seinen Opern, während das Ton­drama die innere psychologische Entwicklung musi­kalisch durchführt.

Wie schnell Verdi's Musik erwuchs, erhellt ein Ausspruch des Meisters:Die ganze Rüm­mer steht sofort vor meinem geistigen Auge fertig. Dor allem weih ich ganz genau, ob Geige ober Flöte dir betreffenden Töne aus­drücken werden. D e 5>auptschwierigkeit ist die mechanische Unmöglichkeit, be i musllal'.schen Ge­danken schnell genug, wie er in meinem Hirn entstanden ist. zu Papier zu bringen!"

Dieses vnmi.telLa.e Quellen auß dem ganzen inneren Menicien heraus gibt feinen Melodien eine elementare, charaltrristische Kraft, und so stellt er als Melodiker eine eigenartige Er­scheinung in der Entwicklung ter Musik dar.

Infolge des persönlichen Gepräges wird man seine Melodien immer to eter alS solche er­kennen, aus welchem Wirke sie uns auch ent­gegentreten mögen. Do auch in ter jetzt neu erweckten Oper:Die Macht de» Schicksals." Alnb eS ist ein nicht zu unterschützendsS Verdienst Franz Wer leis, dieses 03 . rt. das in Italien schon stets seinen Rang behauptet hat, nun auch durch eine in einzelnen Teilen gen al zu nen­nende Aleteriragung der deutschen Tühne zu­gänglich gemacht zu haben. Alnb ist eS nicht de- zeio.ne-.d für fein großes Verdienst, bah dieses Werk last auf allen deutschen Dühnen in kurzer Zeit siegreichen Einzug gehalten hat? Denn Verdis meledi'chs Kunst kann für unsere kri en- ha te Entwicklung der modernen Mu>ik von nach­haltigem Cintlub werden.

lieber die der Oper zugrunde lieg- nie Hand-

nicht selbst zu tragen braucht, sondern sie auf ble ihm angehörenten Gemeinten übertragen soll. ODenn die Kreise die Verpflichtung zur Leistung von Gastschulbeiträgen abhängig machen wollen von einer vorherigen größeren Aleterwe.sung von Einnahmen, dann brauchen wir ble Gast- schulbeiträge überhaupt nicht erst einzuführen. Die Einführung solcher hat nur bann einen Sinn, wenn man wirklich eine veränderte Dert:.lung der öffentlichen Ausgaben für die höheren Schu­len schaffen will. Alm einen festen Reck» tsb öden zu haben, muh das System ter Da st schultet träge auf gesetzlicher und nicht auf sreiw lliger Grund­lage aufgebaut werten, es darf keinesfalls in das Ermessen ter Kreise gestellt werden, da jeder Kommunalpolitiker cxiü. was er von bet sog. Ermessrrngsfrage zu halten hat. Es mag zu­gegeben werden, haft die Lösung ter Kosten­verteilung auf diese Weise auch ihre Mängel har. zur Zeit dürfte sie atet al- ter einzig gang­bare Weg erscheinen. Der andere Gerank. die Sitzgemeinten ter höheren Schulen mit den Hei­matgemeinten ter Schüler zu besonderen Schulgemeinschaften zusamm n-.. ch i:ßen, dürfte wohl nur Aussicht auf praktische Verwirk­lichung haben, wenn die Houptmengr ter aus­wärtigen Schüler aus 34 Gemeinten kommt. Schulgemeinschaften von 20 oder noch mehr Ge­meinten. die örtlich ost avch noch sehr zerstreut liegen, dürften undurchführbar fun"- Innerlich befriedigend wäre nur eine einheitliche radikale Lösung ter Frage, eine großzügige Aus­einandersetzung zwischen Staat und Gemeinden auf dem Gebiete dcS höheren Schulwesens. Daran ist aber in Hessen jedenfalls zur Zcft nicht zu denken, zumal ter hessische Staat sich noch dauernd aus allen Ctca.Sgebictcn finanziell weiter zu entlasten sucht. 3n diesem Bestreben findet er die Alnt.rstützung ter Ge­meinten, allerdings darf diese Entlastung nicht auf dem Rücken der Kymmuncn erfolgen.

Zu ihrer Aleberraschung mußten die kürzlich in Frankfurt a. M. versammelten Vertreter ter hessischen Srädte und Gemeinten mit höheren Schulen aus dem Munde eines Vertreters dcS hessischen Finanzministers die Kunde vernehmen, daß ter hessische Staat seinerseits erstrebe, sich auch auf dem Gebiete der Kosten der höheren Schulen finanziell zu entlasten und zu diesem Zwecke teabsichtige. die von den Sitzgemeinten erstrebte Entlastung durch Heranziehung ter Hftn'.atgemeinden der auswärtigen Schüler für sich auszuwerrem Gegen diese Absicht te» hessischen Staates müssen alle Gemeinden mit höheren Schulen auf das entschiedenste Verwahrung einlegen. ES muß demgegenüber darauf hingewiesen werten, daß der Staat mindestens doch das gleiche In­teresse an der Erhaltung ter höheren Lehranstal­ten hat, wie die Gemeinden und deshalb den bedrängten ©cmernten hier nicht in den Arm fallen darf, da er sich sonst mitschuldig macht an dem Zerfall tes höheren Schulwesens in Hessen. Es muß um so mehr Verwahrung ein­gelegt werten, als in einer Reihe von Fällen statistisch nachgewiesen werten kann, daß sich die Staatoleistungen hinsichtlich der höheren Schulen In ter heutigen Zeit gegenüber ter Vorkriegszeit prozentual wesentlich gesenkt haben. Wird diese Warnung nicht befolgt, dann übernimmt der Staat eine Verantwortung, die er zu tragen nicht In der Lage ist, weil alsdann zweifellos die Tatsache eintreten wird, daß sich die höheren Schuten in Hessen nur in einigen größeren Slüdlcn konzentrieren, die übrigen ater ein­gehen müssen. Hier wird nun ter Einwand lammen, unser Hessenland leite an einer Alebet* fülle höherer Lehranstalten und eS schade nichts, wenn eine Airzahl davon einginge. Gegenüber solchen Behauptungen muh doch darauf aufmerk­sam gemacht werden, daß Leute, die die- be­haupten. die Bedürfnisse des flachen Lande- und Die Röte ter Eltern, die kein Gelb haben, ihrs Kinder In eine heule immerhin nicht billige Pension zu geben, einfach nicht tonnen. Welche Schulen würden dann voraussichtlich von einem solchen Abbau betroffen? In erster Linie die Lehranstalten auf dein flachen Lande, die in entlegenen Bezirken die einzige Möglichkeit zur Erlangung der heute fast in allen Berufen geforderten Reife bieten, und dir für weite Bezirke unseres Landes einen unentbehrlichen schulischen Mittelpunkt, ein kleines Kulturzentrum bilden. Das eS aber bedeuten würde, wenn die höheren Schulen in den mittleren und kleinen Gemeinten eingehen müßten, darüber wird sich unsere Staatsregierung klar fein. An dieser außerordentlich wichtigen Frage sind nicht nur die mittleren und oberen Volksschichten in un­serem Londe Interessiert^ sondern alle Volks» kreise. In einer Zeit, wie gegenwärtig, in wel­cher wir mehr alS jemals befähigte Köpfe al» wirllich große Führer unseres Volkes brauchen, in einer Zeit, in welcher ter RufFreie Bahn dem Tüchtigen" erhoben wird, mühte es auf

CeTttiler ter Verständigung mit Frankreich schlechtbin, mag da» unangenehm und hart im Ohr dingen. Aber wir fehen nicht, daß mit ter allgemeinen Verständigungs-Erörterung und -Bewegung die Sache vorwärts gebracht werbe. Wir begrüßen alles, was bazu dient, die, wie der eben in Berlin sprechende Henry Lichten­berger gesagt hat. berente »Fremdheit" zwi- schen den beiden Völkern zu Überwinten. Daß man sich viel mehr kennen lerne als bisher. Ist absolute Rotwendigkeit. Alnb In ter Beziehung haben sich die beiden Völker gegen« ! eilig nicht viel vorzuwerfen. Die Alnkenntnis im ranzöfischen Volk in bezug auf Deutschland ist riesengroß, aber wie viele Menschen in Deutsch­land verstehen denn wirklich etwas vom heutigen Frankreich, seinem politischen System, seinen gei­stigen Strömungen, dem Unterschied zwischen den einzelnen Teilen, zwischen Paris und dem Lande draußen? DaS zu studieren ist notwendig und nützlich, nicht nur aus politischen Gesichtspunkten, aber ganz besonders um der Politik willen. Diese selbst aber kommt nicht vorwärts, wenn sie nicht entschlossen die konkreten Einzel­ausgaben anfaßt, kühl und real ihre Schwie­rigkeiten ins Auge saht und an die Verhand­lungen herangeht vom Boden der Lebenüintor- effen, ter Lebensnotwendigleiten des Volkes aus. Den Willen zur Verständigung ha! die neue Regierung, aber er findet die zwingend gegebene Grenze an dem, was Deutschlands LebenSnolwendigleiten und Deutschlands Gleich­berechtigung uns zu fordern gebieten.

Wir sprechen nicht von der gar nicht zu lösenden Verbundenheit der Westaufgaben un­serer Außenpolitik mit den Ostaufgaben, sprechen nicht von Litauen, Polen und Rußland, und den Wirkungen einer englischen und fran­zösischen Politik auf dieses Gebiet, den Gefahren und Aufgaben, die daraus unserer Außenpolitik erwachsen können. Der Ausgangspunkt für jede Betrachtung ist hier die Politik, die kurz und eindeutig in dem Schlagwort des Berliner Vertrages zwischen Deutschland und Rußland festgelegt ist, die feste Stellung Deutschlands zwischen Westen und Osten, die uns das Recht der Reutralität wahrt, und die feste wirtschaftliche wie politische Verbindung mit Rußland.

Man streite nicht mehr um Formeln und Richtlinien, wie man das in den letzten Wochen getan hat und notwendigerweise tun mußte. Alnb vollenbs aller Streit um bas Vergangene ist müßig, schädlich. Die Rechtsgültigkeit der Lo- earnoverträge ist selbstverständlich, Lccarnosystem und Deutschlands Zugehörigkeit zum Völkerbund sind politische Tatsachen und bindende Ver­pflichtungen des Rechts, auch für die neue Regierung, die die Deutschnationalen ein- schließt. Don dieser Grundlage au8, zugleich aber auch in der Ostpolitik, die wir bezeichneten, und in dem großen Zusammenhang, der durch die seit 1923 eingetretene weltpolitische Wen­dung eingeleitet und bezeichnet ist, wird die Außenpolitik des neuen deutschen Rechtsmini- fierium» betrieben werden. Ihr Ziel ist und rann nur sein Freiheit für unser Vaterland. Für ihre Methoden kann nur Richtschnur fein, was Lebensnotwendigkeiten und Würde unseres Volkes sordern. Alnb intern die {letoaltigen nationalen Kräfte, ble parteipolitisch n bet DeulsHnationalen Partei zusammengesaht Snb, sich auf diesem Boten mit den anbeten Rechtsparteien zusammengeschlosfen haben, wirb dabei Willen und Entschluß gestärit und ge­festigt, da, wo die Grenzen erreicht und be­rührt werden, wo nach den nationalen und paal-politischen ®runbauffaffungen dieser Rechts­parteien de« .Rein" ausgesprochen werten muh. dieses Rein auch zu sagen und an ihm fest- . zuhalten. So sieht das Ausland auch in dieser Beziehung ganz klar: die Rotwendigkeiten der l europäischen Friedenspolitik erkennt Deutschlands neue Regierung durchaus, aber man wird von 1 ihr nicht verlangen dürfen, daß es ihnen diene Sbie Lebensnotwendigkeiten unseres Datec- S!

Die Kosten der höheren Schulen in Hessen.

Von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g, Alsfeld.

Schon seit einer Reihe von Jahren kämpscm die hessischen Städte und Landgemeinden, die höhere Schulen besitzen, um eine andere, g-rcch- tere Grundlage des Antcilderhältnisses bezüglich der Kostenverteilung zwischen Staat und Ge­meinden bei der Deckung teS Aufwandes ter Gymnasien, Realgßmna'lcn. Obirr?alfd;u'en und Realschulen und der diesen gleichgestellten anderen höheren Lehranstalten. Dir Rechtsgrundlage für die Tragung der Kosten ter höheren Schulen in Hessen bildet das heute längst überholte und veraltete Gesetz vom 21. März 1914 über die Kosten der höheren Schulen, während für die höheren Bürgerschulen noch daS Gesetz vom 11. Mai 1901 in der Fassung dcS Abänterungs- gesetzes vom 13. Juli 1922 gilt. Bei den nach Dem Kriege zu Vollanstalten ausgebauten Real­schulen wurde bezüglich der Kostentragung von diesen gesetzlichen Bestimmungen abgewichen, in­dem die betreffenden Gemeinden allein mit den durch den Ausbau entstandenen Mehrkosten be­lastet wuroen. Das Gesetz vom 21. März 1914 stellt den Grundsatz auf, daß die oben aufgeführ- ten höheren Schulen Staatsanstalten und vom Staate zu unterhalten sind mit der Maßgabe, daß die Gemeinde, in welcher die Schule Ihren Sih hat, die sachlichen Ausgaben für die Anstalt, also Heizung und Beleuchtung usw. selbst zu tragen, sowie ferner das Schulgebäude zu stellen und auch dessen Alnterhaltung zu übernehmen hat. Don den persönlichen Kosten, soweit diese nicht durch das Schulgeld. Mieteinnahmen aus Dienstwohnungen oder durch Zuschüsse dritter Per­sonen gedeckt werten, haben die Gemeinden zu tragen: 20 Prozent wenn die Zahl der einheimi­schen Schüler am 15. Mai vorhergehenden Jahres weniger als 30 Proz. der Gesamtschülerzahl be­trägt: 25 Proz. Kosten bei 30 bis 40 Proz. Schüler: 30 Pro-, bei 40 bis 50 Proz.: 33 Proz. bei 50 bis 60 Proz.: 40 Proz. bei 60 bis 70 Pro;.: 45 Proz. bei 70 bis 80 Proz.; 50 Prvz. Kosten bei 80 Proz. und mehr Schülern.

Wie im nachstehenden näher nachgewiesen werden soll, ist diese auf dem Gesetz von 1914 be­ruhende Kostenverteilung nicht mehr länger auf­rechtzuerhalten, andernfalls die große Gefahr entsteht, daß eine ganze Anzahl höherer Schulen, besonders in den mittleren und kleinen Städten, der Aufhebung anheimfallen muß. Das Land Hessen galt vor dem Kriege als vorbildlich auf dem Gebiete tes Dildungs- und Schulwesens, und wir waren stc^z auf diese Anerkennung. Alle Gemeinten waren bemüht, ihre höheren Lehranstalten auf dieser Höhe zu halten und sie noch weiter zu fördern. Gern und willig haben sie sich dieser Ausgabe unterzogen, sie waren auch finanziell bei ten wirtschaftlichen und steuerlichen Verhältnisse ter Vorkriegszeit hierzu in ter Laos. Anter» ist es aber nach dem Kriege und nach ter Inflation geworden. In den letzten Jahren sind die Kosten ter höheren Schulen, insbesondere die persönlichen, derartig gestiegen, daß sie die Leistungsfähigkeit ter mitt­leren und kleinen Städte übersteigen. Reucrdings sind an mehreren Orten GemeinderatSbeschlüsse gefaßt Worten, worin sich die Gemeinten außer Stande erklären, für die Kosten ihrer höheren Schulen nach dem gegenwärtigen Derteilungs- maßstab noch weiterhin auszukommen. Wenn z. B. eine mittlere Stadt wie Friedberg jährlich für feine Schulen einen Zuschuß von ICO 000 Mf. oder die kleinere Stadt Alsfeld allein für ihre Oberrealschule jährlich 36 000 Mk. als gemeindlichen Kostenanteil aüfbringen muß, so sind dies Summen, die bei den jedes Jahr noch weiter steigenden Ausgaben der Städte (siehe insbesondere ter Wohlfahrtspflege), bei den schlechten wirtschaftlichen Derhältnissen und ter geschwächten Steuerkraft ter Bürgerschaft nicht mehr länger getragen werten können. Füt die 5 großen hessischen Städte, Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms, Gießen mit ihren Mllllonen- voranschlägen kommt dieser Gesichtspunkt weniger in Betracht, da hier die Kosten der höheren Schulen nicht so entscheidend aus den Etat ein- wirken, wie in ten kleinen und mittleren Städten.

An und für sich ist wohl das höhere DU- dungswcsen genau so eine Staatsaufgabe wie das Dolksschulwesen, man kann sogar noch weiter gehen und behaupten, daß es an sich sogar eine Rcichsaufgabc ist. Andererseits erkennen aber die Städte mit höheren Lehranstalten an, daß

knige ge ^tene ^chwa

Gießener Stadttheater.

Verdi:Die Macht des Schicksals".

Richt immer hat man Derdi als Musik- bramatiler zu würdigen gewußt. Man erkannte hei ihm nur Melodien und übersah die drama­tische Kraft in ihnen. Dazu kam noch, daß die Entwicklung des modernen deutschen MusikdramaS aus ganz andere Dege führte, als Derdi sie bc.chrilten hatte. Die dramatische Situation setzte sich im Tondrama In fortwährende, Immer weiter sich auSwirkende, Spannungen um. Ein­zelne charakteristische Motive wurden im ganzen Werk durchgeführt und spieaelten In ihrer Ab- wandiung den inneren Verlauf teS psychischen dramatischen Prozes.'eS ab. So spannten sich ein­heitliche Organismen über das ganze Werk und gaben ihm eine in die Breite gehende, sich im einzelnen aus'chöpfende Form.

Derdi erfaßt Die einzelne Situation nicht minder scharf. Sie spitzt sich bei Ihm auf einen Brennpunkt zu. Jede Perlon wird nach einer einzigen Seite ihres Wesens und ihres augen­blicklichen Zustandes hin gesehen. Dem gibt er in charakteristi chem Motiv Ausdruck und aus diesem erwachst In sequenzenartiger, motivischer Fortspinnung die Situationsarie. Ein Derfahren. da» gerade bei Derdi dramatUche Berechtigung hat. weil er von einer Situation wirllich den Kern trifft und aus dieser heraus die Musik sich explosiv entfaltet. Das erregt Schwingende seiner Arien steigert sich zu einer letzten Evo­lution im Schluß mit neuen Mitteln In unge­mein gesteigerter Kraft. Damit ist auch die Si­tuation erschöpft, und Beziehungen zu weiteren Szenen geht er meistens nicht nach, sondern gibt diesen dann eine neue charalerißifche Prägung. Während das teutsche Musikdramo durch die

schließen kann. Deshalb muß hier ter Hebel an- geseht werten. Es liegt jedenfalls auf der Linie eines gerechten Ausgleichs und ist keine un­billige Forderung, wenn unter solchen Almständen die Heimatgemeinden der Schüler zu den Kosten derjenigen höheren Lehranstalten, die sie besuchen, herangrzogen werden. Der inneren Berechtigung dieser Forderung hat in analoger Welse bereits das neue Dolksschulgeseh vom 25. Oktober 1921 Rechnung getragen, intern es die Erhebung eines Schulgeldes von den ortsfremden Fortvildungsschülern zuläßt.

Was nun die Frage anlangt, in welcher Weise diese Heranziehung der Heimatgerneinden ter Schüler höherer Lehranstalten möglich ist, so sei darauf hingewiesen, daß unter Almständen daS in Preußen geplante System ter G a st - schulbeiträae In ter einen oder unteren Form angewandt werten kann, wobei zunächst die Frage offen zu lassen ist, ob diese Heran­ziehung der Heimatgemeinten auf dem Dege über die Kreise oder durch Blldung besonderer Schulgemeinschasten am zweckmäßigsten erfolgt. Selbstverständlich ist dabei jedoch Dorauäsehung, daß im $alle der Almlegung eine» entspre­chenden Teile- ter Kosten auf die Heimat gemein­ten die Sitzgemeinte selbst von dieser Umlegung nicht betroffen werden darf, da diese gemäß ihrer Schülerzahl von vornherein im gleichen Ver­hältnis belastet und durch die Aufbringung der sachlichen Kosten besonders verpflichtet ist. Die preußisch e Alnterrichtsverwaltüng Ist zu der Aleberzeugung gekommen, daß anders als durch eine solche gesetzliche Lösung nicht geholfen wer­ten kann. Rur so kann verhindert werden, daß existenzberechtigte höhere Spulen ter Finanznot unterliegen. Die Kreise werten dem entgegen­halten, daß chnrn damit eine neue Ausgabe Im Sinne tes ZinanzauügleichSgesetzes auferlegt wird, sür deren Erfüllung ihnen nach Gesetzes- Vorschrift zuvor eine Ginnahmevermehrung ge­währt werden muß. Dics:r Einwand ist aber weder formell noch sachlich gerechtfertigt. Wenn die Kreise und nicht die einzelnen, oft kleinen Landgemeinden zu Schuldnern des Gastshulbci- trages gemacht werden, so geschieht dies nur, wie der preußische Ministerialrat Lande auf ter letzten M'-tgliederversammlun i des Reichs- städtebundes sehr richtig ausgesühri hat, um statt vieler einzelner V:rpslichteter e nen größe­ren Schuldner zu haben, der diese Derpflichtung

lung wurde in dem Dirbericht daS notwendige gesagt; die Fülle ter dramatisch gespannten Si­tuationen, d.e aus einseitigen, aber doch edel gerichteten Eharal:ercn in ihren Widerstreit her­aus wächst, gibt te;n Komponisten reichliche Mög­lichkeiten zu dramatischen Entladungen, zu glut- Hafter Kantiie e, zu treffender Charakterisierung einzelner Gestalten und wirkungSvol.en Dolls- fzenen und stimmungsvollen Chören.

Es war ein besonderes Merkmal ter Auf­führung durch die Mainzer, daß eine jede Rolle mit durchaus typisch geeigneten D'rtrelern besetzt war und gerade die Träger der kleineren Rollen in sich durchaearbeitcte, abgerunte.c Leistungen boten. Eine Tatsache, der man nicht auf allen Bühnen begegnet.

Wahre Kabinet sigurcn echten BnftostileS in Spiel und Gesang schufen Heinz Prhbit als Fca Mclitone und Paul B.-rger als Mastro Trabuco. Dieser als Maultiertreiber und Hausierer in den von Verdi fein gezeichneten Szenen, jener in seinem leporelloartig?n Gegenspiel zum Peter Guardian und im Eiser der Kapuzinlade Gie seinerzeit auf Verdis Geheiß der Predigt In WallcnsteinS Lager" nachgebilb t wurde).

Den vorn Schicksal Verfolgten war Walter Hagner als Prior ein väterlicher würdevoller Beschützer und Hclfer. Sun seriöser Baß in quel­lender Fülle prädestinierte ihn für diese Rolle.

Alberto ©örter als Preziofilla stellte eine temperamentvolle Wahr ag rin mit ihr wohl an­stehender Keühftt und mit ausgiebiger charak­teristischer Stimmkraft und Höhe dar.

3m Mit elpunkt des Geschehens ter Oper stand das Schicksal de- Hauses C .lalrava: Emil Siegelt cin Marchese voll Standes'ewu'ftfein und aufwollendem Zern, mft atug p ä;.tcr Stimm:.

Lydia Gunkher-Kleinann gestaltet ten Sei- D.tiütocg der Leonore mit eindringlicher Rea­listik. Die einst als Konzertsängerin genugsam