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QM dm Ctattonm Mta hat bet Der. (6d)üttelobÜ) btgon- cn gelernte totrbtn eljentnet bezabll ckm Lrgeniüllt kein M noch sehr viel nach Tafelobst kaum er arößle Teil dn Äeiterobfr abgelrhi.

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>a die Händler schon iben, ist anzunehmm, iemlich flau wird. Im SamMag hielt dir ubach chnSmeml« adele damit ihr 94 \rtbe begründet Dom bad) (H99 bii 18Z2), m Grafen, und um» ch < Laubach, Frei«'. W. öontcre'A'nfrr, Uphk, ?ßrJ«Äot(o\\, t frühen 18.6 mebi»* HM-Laubach. Der beramttüch'« Ilm« irgermeister 25hm, icmtinberal Dithl, sichtSrat bildm Ruppertsburg, 2lt-

i, Trais'Horlvfj,2üf ileen (nuwischm ver- a t), Dvhnbach 2ur« rrfelb. 2ürgermeiflff ermeiitet Lind, Son- 3ia«6, St* e die behenden Lei- «t, DorhanrM war ?.*.g ) mi; der Scheck- und 'f

'manotrt, dem grohen T o Dielen Frauen und wieder entzogen , der "7r / >)., Wandrow , der dort e'M b°-^

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tet Banfterfefrr eine ®mnafcme von 685 976,87 Dari, eine Ausgabe von 632 333,62 Mk. Di« Deraleichang ergab ein« ®elamt«inna&me von 2 113 183 02 JKl . « ne ® e f a m t a u 6 o a b « mm 2 102 730,76 Ml.. |o hab ein Rest von 10 449 26 Mk bleibt. Die Borwattunaskosten be- ttageri: perfönlid>e 10 056 33 Ml . f2ch.uhr 53S4.0V Ottart Di« Geschäft« werden qefufrrt von Lod Kontrolleur Pitz und zwei Schreibern. 3u bemerken ift no$. hab ki« Anschaflung einer foa. Abdiriontmaschine befi-.t4.en tourte. An bic Generaiverfamm.ung. die sehr aut besucht war lch^b sUV ba» üblich- gemc.rjame Sflen unb* fobann i.vch eine g-felli^ Dereinizung. Die Verstciaerung de» Obste» an ten Stroben ter Provtn-salve rvallui»- in ten ®cmarfungen uniert» StLAtchnrs u .5 ter umliegen!-n Orte hatte ein gutes Grgebnt». Der dent.-ter Tafelävlel fam im Durchschnitt auf 6 b.» 8 Mk.. ter jmtner Wirtschaftsüpsel auf 3 bi« 4 Bit Die Dirnen kamen «:toa 20 bi« 30 Prozent weniger. Ein seltene» Jagd­glück hatte ein Detter te- hiesigen Grafen. Prinz Reust jüngere Linie (ein ®n!«l te« ©raren Friedrich, re« ©nUber« de» hiesigen Gymnasiums». <2-5 gelang ihm. m ter Nähe te« Fc rsthau'e » Ruch-r d»Haus en. im Quellengebiet ter Horlofl. einen kapitalen Zwölfender (un- flrab) jur Strecke zu bringen. - D-r neue Fahrplan ändert die Züge in feiner Weise. Desvnter« ist man dadurch befriedigt, daß ter feit Mai eingerichtete Abendzug Laubach 20,18 ab nach Mücke und von Mücke 21.07 ab lAn­kunft in Sauoach 2135) aub für Den Winter bleibt - DU- hiesige Darnvf-Mvlkerei

und Handkäf«- Fabrik von Lorenz St- ling. die vor zwei Jahrzehnten begründet wurde, bat sich in ib~on Einrichtungen neuer- ding« sc ar ecwe.tert Sie erhielt auf uer .Land- wirtschaftlichen Auüstr lung" in Darmstate »weiten Preis, hie Silberne Medaille" mit Bezeichnung: .Sein, für Butter

ilreie -llosclv

X AlSfeld, 3 OIL Am öanwtaa und Sonntag fand dahier eine Xaaung des Lan­desverbände» der hessischen K 11 i n kaliberschüvenvereine statt, dem auch eine Anzahl angrenzender pr.'ußt'cher Kreis« an- acschlossen ist. -'m 6am»ta gnoAr.dt:a-p fand eine Tagung ter Kr.lS'chiaßme ßer statt, abend« war im kleinen Saale des Hotels ./Dcuti'ches Hau»" ein Degrüf.ungS' und Or6ffnung5<tbenb unter Teilnahm ter Iungschütze, ter ein Inen r ex ei-«e. Äür ten Jerban'. »onritan' bcjnifte ©en<ra( Keller- Kasstl die ' ei.nrhmer. r: hrend D-ür- germäfkr Dr DSlsing 6 c (düste im Damen ter StaDt AlSfeld w.likmnmexr lnesf. Anlästl ch te« Geburtstage- teO AeichSprä'itenten wurde mit dem Abend zugleich eine chindenburg- feier perbunten, für welche Den er al Keller- Äaffel eine warnnmvluntene Otnlprache hielt. Am ©onntLigmorgen um 7.30 ilf>r beginn auf den «Schiedständen te« diesaen Schichcnverein»^ die dieser tem Derdante der Kleinkal'-terschühen- vereine in dankenswerter Weise zur Dersügung gesteNt hatte. daS D u n d e S s ch i e ß e n der ein­zelnen Okreine und ter zugelassenen Einzel- schützen, da« gegen 12 Uhr mittag« beendet war. Für die testen Schützen war ein: Anzahl schöner unb wertvoller Prcüe. darunter auch ehr Ehren- prel« der Stadt 'AlSfeld. zur Derfngung gestellt Worten Anfchlicstend an daS S-fst üen fand im .Deutschen Hause" die Prcisvrtteilnn, statt, wo­raus sich die Tc.lnehmcr zu einem gemeinsamen Mittagessen nochmals .zusammensanden. Die Ortsgruppe Alsfeld de» Deutschna- tionalen chandlung-gehilfenver- bande» beging am SamZtagabend in gro'jen Saale te« .Deutschen Haus?» ihr 2 5 j ä 6 r t q c « Stiftung-fest, zugleich mt einer ftin- ter.burgfeicr. Als betonteren Anziehungspunkt für den Abend hatte der Dercm ten Humoristen Fritz Schlotthauer fietoonr.cn, dessen Dar­bietungen stüniischcn De fall fanden. Den mufi- kalifckxn Teil de» Abends teilt tten Mi-ittreter her AeichSwehrlapelle te« Fuldaer Arttllsrie- regimer.ts. Aach Schlust dcS offiziellen TeileS nnd einer Derlofung sand «in Festpall statt, der die Leilnehmer b 8 in die frühen Morgm- flunten zu'ammenhiclL

Starkenburg.

Dar m stad l, 3. Ok!. Am Sonntag hatte der Fuhbollspisler Ticrsch au3 Di.'.gen burd> emen Kopfstvst «>n-' Gehirnerschüt­terung erlitten: er ist i,v jestt im städtischen Kranken paus in Darmstadt erlegen. 3n der Absicht, sich da» Leben zu nehmen, hat «in 'Büfettfräulein nicht weniger als 1 4 Tassen Mokkakaffe« ge nmfen. Sie Wurde in betenklictem Zustand« in da« Kranken- hau» eingeliefert.

e Darmstadt. 3. Oft. Der Direktor ter Hessisch«« landwirtschaftlichen Denos en chaften, Georg D«rg. feierte vorgestern fein 2 5 j ä b - rige» Jubiläum im D.enste des landwirt- scha t -chen D o seischafiLwe er.». D rek o:T « r g ist 1902 al- Aevilor bei den lanLwirl'a-altiichen Scnos'e.ischattcn «ingelrctn wurte bald General­sekretär unb fldlreitretenbct BerbandSdirektor der Landwirtfcha'tlichen Zentralgenofsenfchaft in Darmstadt und 1916 aleichzeitig (Geschäftsführer und spä:er DerbandSdtrektor des DerbanteS ter Hessischen landw.nkchastlichen Genossenschafren.

Preuhen.

«etzlar.

DLA. Wetzlar. 3. Olt. 3m Verlauf von Mieistreitigteiten brachte ein Kostgänger seiner Logi » wirtin und Deren Mann m .t dem Welser schwere Verlegungen an .Tobf und Armen bei. Auch verletzte er die Frau durch Distwunden schwer. Der Wüte­rich tourte verhaftet.

v Wißmar. 3. Ott. 2n ter jüngsten Sitzung te» Gemeinderat» tourte feftgtfteL:. test an Stelle te« von seinem Amte xurucfgclvetenm Ludwig Dillendorf al» nächster Anwärter -Heinrich Mandler in ten Gemeinderat cm;,mieten hat. Herr Mandler wirb in ter nächten Sitzung für da» Amt verpflichtet wer­ten. Kirche. Pfarrhaus und Schulen sollen einer gründlichen Instandsetzung imtertororfen werten. Don ten von dem Ärei*- bauamt terechneten Kosten von 7612 Mk. sollen 2000 Mk aus ten Gtatsmitteln, 600 Mk. au» tem Schu bausammeltonds und 5000 Mk. aus einer Anleihe bei ter SanteSbant bestritten werten, die In den Iah«en 1928, 1929 unb 1930 mit je einem Drittel getilgt werten soll. 5»l: Autolinie W i h m a r G i e he n tourte eingehend besprochen Man bedauert-' allseits, dost di« Linie vorläufig von ter preußischen Re­gierung verboten worden ist. SS vurten aber ine Mittel und 'Dege besprochen, die zu einer recht baldigen Wiener nbetriebsetzung ter Linü« führen sollen. Di« Gemeindejagd soll im Winter neu verpachtet werden. Wegen Sin- tcltimq von Pachtbezirfen will man im nächsten Gerne.nderat unter ter Zuziehung.te» Genreinde- försters verhanteln.

I Dutenhofen. 3. O(* Die Dohrver- suche auf dem Wolf zur Gewinnung von Wasser für die geplant« Wasserleitung sind leitet erfolglos gewe-n. Äürjidj fand un'c. der Zuziehunt te» -Rr;;»bcum:if;etj und t)r3 Ingenieurs Derlich eine eing?hi'.d- Auc- sprache im G-mcintera ur.b drr stvrssrrlUtungS- kommisfion statt. Man eingte sich dahn. de sraglichen Dohrversuch« nicht sorizusetzen. son­dern todt.Te Dorschläge von D;n Sachverstand.g'n über Dot-rverfuche im Wellchbachtal, im K.c.- bachtai, im Seifen oder im Sithbachial abzu- toarten.

O Münchholzhausen, 3. Olt. Don einem schweren älnglückssall tourte die Familie te» Landwirts Otto ÄlthauS heute morgen betroffen. Der 15 Iahre alte Sohn Otto wollte mit einem Pferdegespann teS Da- terS für einen Verwandten einen Wagcn Getreide vom Felde teimfabren; auf dem Heimwege gingen an einer abschüssigen Stelle die Pferde durch, daS Fuhrwerk geriet vom Wege ab auf ein Da um stück und rannte gegen einen Zwet- s chenbaum. AlthauS, der auf dem beladenen Wagcn fast, wurde von diesem herur«.-rgeschleu- dert und zwischen den Wagen^und den Baum eingeklemmt. DaS (bettelte siel zum Teil auf ihn. ®r wurde hierdurch derart schwer verletzt, dah er, kurz nachdem man ibn nach Haufe Erbracht hatte und bevor ärztliche Hilfe eingctroi.en war, verstarb. Zwei gleichfalls auf dem Wagen fitzende Binder sieien von t;ciem herunter, wurden jedoch nur leicht ver­letzt. Die Eltern te» Verunglückten weilten zur Zeit bei IlnglückS^alleS auf der Dragoner- Regiment»-Fei^r in Darmstadt.

Tillkreiv.

bl. Dillenburg, 3. Olt. Die Kartoffel­ernte setzt nun hier allmählich ein. Der Ertrag kann bi» jetzt im Durchschnitt a'.» gut bezeichnet wetten. 3n einzelnen, besonder» gelagerten Flu­ren konnte man jedoch faule Kartoffeln fest- stellen. Die Obftbä ume tragen im all- gemeinen auch ziemlich, Dirnen belfer al» Aepfel. Auf dem Westerwald ist man an der Grummeternte. Sie kann al» gut bezeich­net werden. Hoffentlich hält die Witterung vorderhand eii.mal an.

i Driedorf, 3. Olt. Der heutige K r a m und Zuchtviehmarkt war unoeteutenb Der .billige Iakob" bot mancherlei Gebrauch»- gegenstände, b.e zu Schleuterprei en regen Ab­satz fanden. Sttva 60 Stück Aindvieh fanden

Zwischen siins md sieben

Roman von Lierbei Dill

Copyright bet Morawe & Scheffelt Verlag. Berlin

(Schluh.)

Deshalb hatte fie sich das Leben genommen? Niemand muh:.' eine Enlurung dafür.

Die Gerüchte widersprachen s.ch. Bei Frau Man­fred hatten sich schon in legier Zeit Spuren e.ne, Gemütslc.den» gezeigt, behaupteten Ihre Freunde.

Die Zeitungen brachten die Tatsachen, in Rück- iichr auf Manfred, sachlich und ohne Kommentar. Und der Leiter der Grammophar'gescllschaft sagte zu seinen jungen Leuten:($.n G.iick, cast ich ihre Stimme noch ausgenommen hatte. Die haben wir werigsten» gerettet ..."

Unbegreifliche aber war. als eines Abends CfiJ im Be fein des Intendanten und de» Stapell- m.-fiers Bender die neuen (Biammophonp'aiten spielen liefe unb sich au» weiter Ferne ptetzlich der weiche Sopran Mcutta» erhob:

Du wirst nicht weinen.

Leise, leise wirst du lächeln .. .*

91di Melitta

Woher kam diese mysteriös« Stimme?

Sie schien aus einer fernen Welt zu rufen. Der Intendant, ein großer Slcptiker, rückte an feinem Kneifer beim Klang dieser warmen, leuchtenden Stimme unb ging an das Fenster. Bender, der am Kamm sah, den Kopf in den Händen, sprang auf.

Es ist gräß'ich' ... Lassen w;r cs schwe n n'"

Nein, laßt sie singen," sagte Ethel ...Es ist das einzige, was von ihr bleibt--."

Das glänzend erleuchtete Kurhaus umwogte der Nebel grau und dicht wie ein weifees Meer ... 9n den Garderoben drängten sich die Menschen.

Manfred dirigierte heute abend ... Nein, er hat abgesagt ... Doch, er birig.ert ... So kurz nach dem Tode seiner Frau? ... Unmöglich ... Man fragte es sich, während man die Mäntel in den Garderoben ab gab. An den Litsafesäulcn stand: Dirigent: Musik­direktor Dr. Mansred.Das hat das mit seinen Ge­fühlen zu tun?" meinte eine Dame im Gedränge.

Der Saal war schon lange vor Beginn des Kon­zerts dicht defetzt, man sah Köpfe, die sonst hier sel­ten zu sch.n waren. Die Manfredschen Konzerte zogen alle an, auch die Unmusikalischen Es war immer ein (Erlebnis, wenn er den Dirigentenstab nahm Die Blicke suchten beunruhigt den goldaleifeen- den Marmorsaal entlang. Do ist er? «am er wirklich?

Plötzlich sagte jemand laut:Da steht ja Man- fred!"

Und alles sah nach dem Podium .. Neben der kleinen Türe stand, abgewandt vom Orchester, do- eben seine Plage einzunehmen begann, der Diri­gent, bleich und hager, in le nem Mantel. Es schien, als ob er auf etwas roartetr. Er stand unmittelbar im Lichttegel einer elektrischen Glühbirne, so dost sein Geiicht weife hcrvorleuch'ete au» dem Halb­dunkel. D ejes versteinerte, bleiche Gesicht war von einer mystischen Verschlossenheit, von einer ehernen j.ufoe, u- .ccicgl d). wie aus Bronze gegossen. Kein Muskel bewegte s.ch. Es war das Antlitz eines Künstlers vor der Tat.

Der Künstler fängt täglich neu an. er ist der große Veränderliche, der stets eine cbger»ild)te Tafel mit neuen Ze ch.n füllt ... Stille und Abwehr um­strahlten seine Gestalt, fremd stand er den Meirichen gegenüber, deren Stimmengewirr zu einem Flüster­ton Heroblank. Er Hörle sie nicht, er sah niemand an. Neben ihm Irodclte eine Klarinette, die Gei g;n zupften sich glatt, der Monn rr.t der Pauke legte sein Instrum "t wrecht, die L chicr der Pulte flammten auf, die Musiker nahmen Platz, die groben goldenen Harfen glänsten in der Ecke

schlechten Abgarrg. weil te« HcmtelLleut« wvhl nach tem Gießener Markt gezogen fehl­ten. Gut beschickt war ter Martt mit Fcrlcln. Die Kauflust war jedoch ten schlechten Aru» icheen auf tee Kartoffelernte angepastl

Kreitz Marburg.

fch. Marburg. 3. Ott Gin schwere« Autounglück ereignete flch unterhalb te» nategelegenim Dorfe» Dilfelb « rg Dos Auto mit bret Insassen, da» sich auf ter Sabri nach Marburg befand, fuhr oberhalb te« Dahn Über­ganges auf einen Hausen Pflastersteine, stürzt« um unb wurde voflstänteg zertrüm­mert. Der Führer y>g flch schwere Kopfver­letzungen zu ur.2» nutzte sofort in eine diesige Klimt überführt rverten. Die übrigen drei In­sassen kamen m.t leichten Verlcyungmr davon. DieAachfraaenachObst tst in den tz'.e'i en Dörfern augenblicklich fo gering, dah k-a» Obst in Scheunen und auf 'Böten liegt und verfault. Aach Fallobst wird von den'td'.cm ülevteupt nicht gefragt Gute» Tafelobst kostet 4 bi» 7 Mk. Birnen werten mit 1 Mk. pro Zentner verkauft.

Kreitz Westerburg.

D Westerburg, 3.Ott. Infolge de» weiteren Autdau» ter biefigen Realschule war am 1. April die Anstellung c.ne» Rektor« an ter Bereinigten VvltS- unb Realschule notwendig rworden. Die Schulleitcrstell«. d « schon am

April zur Besetzung ausgeschrieben war. ist durch Verfügung der Reg-erung zu Wiesbaden tem Mittelschullehrcr Quint-Ötcinen mit Wir­kung vom 1. Oktober übertragen worden.

OO Westerburg, 3. Ott. Kreisobcrsekretär Hartenbach am Landrotsomt Westerburg ist mit Wirkung ob 1. Oktober 1927 zum Kreis- infp «ktor ernannt worden. Die Kar­toffelernte Ift In ter b eflgcn Gegend trotz ter naffen Witterung der letzten Zelt noch z u frieden stellend auSgefoslcn. Zum Teil find zwar die Knollen gefault., doch f'nd die übrigen dick und gesund. Run aeten d:e Zwct - fchen der Reise entgegen. Roch ein paar sonn -je Tage täten biefen fe$r gut. da die ersten lehr sauer geraten find.

M.ringau.

WSR. Frankfurt a. M.. 3. Olt. Die Lhesrau de» Öaöatbeiier« Mundschenk, ?ie durch Ccffnen des DaShahn» ihre beiden Kinder mit Leuchtgas vergiftete unb selbst in temufetlofem Zu st and ausgcfunben wurde, ist nun cbenfall« Im Krankenhaus verstorben.

ÄreisobJttau=<Uu5fteöung in Alsfeld.

X Der Ob ft- unb Oactenbauuer- e in für den Kreis Alsfeld, der unter ter Leitung von Kte.«olreltor Dr. Stammler steht, hatte f är Samt tag und Sonntag in der städtischen Festhalle in Alsfeld eine gut gelungene 0 b st a u s st e l l u n g errichtet, w.e sie hier in einer solchen Reichl-attigkeit noch nicht gesehen worden ist. Die Ofliesteliung wurde am Lamvlag vormittag 11 Uhr in Anwe e.chrit einer Anzahl geladener Gäste mit einer Ansprache durch KreiS'flrekior Dr. Stammler eröffnet. AameirS ter Landto rtschaftskammer und des Ausschüsse» für die Proa.nz Otedjeffen sprach Oelonomicrat K o r c I (- Angenrod. Insolge der großen Uebers^chllichkeit des Raumes war die Ausstellung sehr gut gegliedert: sie war in 18 Ausgaben eingeie.lt und von allen Obstzüch­tern aus der Stadt und vom Kreise Alsfeld gut beschickt. Trotz der)lechten Witterung te» Iahres und ter In diesem Iahre besonder» ungünstigen klimatischen Verhälttps« für die Obstzucht im Kreise Alsfeld überraschte die Fülle von wirklich schönem und einwandfreiem Obst, das in der Wetterau nicht besser gewachsen fein könnte. D.e Landtoirtschaftsfchule AlSfeld, der Ob ft- und ©arienbaucercin für AlSseld und Umgegend, di« Freiherrlich Riede'elfche Schloß- gärtneret in dem beanachbarien Altenburg, so­wie die Stadt Homberg hatten besondere Grr: e i ausgestellt Erne Zierde der ganzen Ausße.- (ung war die Dlumenschau der Ächloßgärtnerei Altenburg, die in dem Musikpavillon der 8«st- halle aufgebaut war. und inehvere hundert Sor­ten Dahl.en, Rosen und Chrysanthemen aufw:es. Dem Beschauer bot sich hier ein Dild von seltener Dracht und Mannigfaltigkeit. Wie auf allen Obsteutstellungen, sprach auch da» Zwerg­obst besonder» an. Auch in bet Gruppe Obft- verwertung waren sehr schöne Leistungen aus­gestellt. Der KreiSobst- und Gartenbauverein Als­feld darf auf ein wohlgelungene» Unternehmen zurückdl.cken. um teilen Zultantelommen sich Kultur-Infpektor D uh l-Alsfeld besondere Ve-d enste erworben Hal. Der Besuch ter Aus- stell-ng am Sonntag war recht gut.

Vermischtes.

Der Internationale psychologische ftongrrft In pari»

Der dritte Inlernattonai.« Kongrctz für psy­chologisch« Untersuchungen, Hal bereits eine Reihe von Inlereflonten Sitzungen geboten. In einem Hörsaal der Sorbonne vedammekte sich |eten Vormittag unb Rachmittag ein buntes Publikum bas den Vorträgen, bte teil» in deutscher, teils in französischer Sprach« gcdalt«n wetten, mit austervtben.sicher Qluhncrnamleit folgen. Unter den zahlreichen Gelehrten bemertt man bi« ver­schiedensten Medien, indische Fattre. bte elegant« Pariser Sescllscha't unb jung« ötutenten Auf b«m Auditorium lastet eine nervöse und |rn|a- tiomll« L<ua er. die d.r'.m K ngrefe. an tem ernße Gelehrte, Okkultisten. Spiritisten und Laien teil» nehmen, ein seltsame» Au«sehen gibt Den Höhe punkt der bisherigen Borträ« buteten die Aus- lührungcn des Münchener Prvlessots Frecherr» v. Schrenck-Rvtzing, der den Zuhdrtrn bi# seltsamen Phänomene ein « Oberlehrer» filterte den er unter tem Pscudvimm Kart Wcber ein» sühne Dieses Medium, so . rklärtetet Vvrtragente. bewegt nicht nur die (bogenftante vorn Platz, sondern auch sich selbst tm Raum. Mitglieder bn Münchener philosophischen Safultät hatten fest- gestell!, bafe Weber s:ch vom Boten in ctm sw he von 1,50 Motor erbeten könne, wobei sein Körper eine horizonrale Can« cinnehme Im August 1924 hätte Weber nach einer Erhebung vom Boten sich etwa einen Jllctet in ter Lust fortbetoegt. Dieses Phänomm hätte 25 Sekunden geteuert. Di« befamit» OllulliMn, Gräfin Was- liUo. führte einen Intereisantelt Film über e ter Gle-'-nore Zuguen vor. bi« in der Lage ist, gewisse Zeichen hervorzubnngen. die in Biß- ober Kratztounten befteten. Der Film brachte diese Phänomen« sehr deutlich »um Auf­druck, obgleich er ihre lanqfame ®niftchung nicht toiel'crgeoen konnte, da bte heutig« Fckmtechn'.k tetarügen Aufgaben noch nicht gewachsen ist. Mit betonterem Interesse ertvartet man den Be­richt des Dr. Böhm über Therese Reumann non Konnersreuth und di« Bericht« über di« öententen Tiere, die Pferd« von vlberfeld unb ten Hunb Rolf. Aus Polen trifft ter Fregatten­kapitän Sobowski ein. ber «inen denkenten Hund mit sich bringt. Der Hund gibt seine De- tenken tem Meister nicht durch Klopsen mit ter Pfote, sondern durch rhythmische Stellung bekannt.

ID egen Gattenmordes jum lobe verurteilt.

Der Grundbesitzer Vojtechoosky wurde wegen Giftmorde» an fein er Gattin, deren Lebensversicherung er kurz vor Ihrem Tode l'edeutend erhöhte, zum Tode verurteilt. Die Haupt­frage auf Meuchelmord wurde von den Gefchworc- nen mit acht Ja unb vier» Nein, die Frage ouf ver­suchten Betrug mit neun Ja und drei Nein beant­wortet. Gleichzeitig wurde ausgesprochen, bah der 'Ingeklagtc aus niedrigen, unehrenhaften Motiven handelte.

Da» Hambacher Schlafe In Gefahr.

Da« Hambacher Vchlotz bei Reustadt a. b. H. steht in Gefahr, völlig zu verfallen, wenn nicht in Bälde Maßnahmen getrogen werden, um die alte historische Burg zu sichern. Die Burgruine befintet sich bekanntlich im Besitze de» HauseS Wittelsbach. Da diese» keinen Anlaß sicht, die Burg ter notwendigen Ausbesserung zu unterziehen, w'rd in der Pfal^ und in Baden zur Zeit der Gedanke «rtoogen, dies« Burg vom HauTütteL<bad) käuflich zu erwerben und fie zu einer deutschen Freiheitsburg umzugeslal en.

C eben big verbrannt.

3a Schweigen lPfalz) nahm die 47 Iahre alte Cjcfrau te» Budfteudes» Iob. Deyfe in einem Anfall von Gdstesaestörtheit in Abwesen­heit ihrer Angehörigen brennende Ofen­glut in ihre Schürze und stand tm Ru in Hellen Flammen. Die rasch herbei eil enden Rach­barn rissen der Bedauernswerten die Kleiber vom Leibe un) verbrachten sie in ihre Wohnung. Obwohl schort ärztliche Hilfe zur S'.ellc war, starb die Frau an ihren schweren Verletzungen.

«bschlust

der Grazer Tagung de» Gustav-Abolf Verelns.

Bei dem offiziellen Festmahl, mit welchem die 72. Haup'.ver'ammlung te« Guflav-Adolf-Bereins in Graz ihren Abschlufe fand, sprach ter Bor- sitzend« dc» Zentralvorstandes, Pros. Dr. B c nb- tot f f. den Dank sür di« überau» herzliche Ausnahme aus. die ber Verein in Graz, tn der Steiermark und in ganz Oesterreich gesurrten habe. Unter Hinweis ouf die allseitige Verbundenheit ter stammverwandten Bolflteile tn Oeücrreich und Deutschland gedachte der Redner mit be­sonderem Danke deS Bundespräsidenten Dr. H a i n i s ch und ter österreichischen Regie- rung. Der Präsident de» Gvangelischen Over- kirchenrat» in Oesterreich wie» in feiner Erwide­rung auf die unermeßlichen Verdienste hin, hie terReichspräfident v. Hindenburg flch

Der Saal war überfüllt. Es wogte von Köpfen dort unten und immer noch quollen Menschen zu ter engen Türe herein. Sie standen an den Wan den, auf der (Empore drängten fie sich, Kopf an Stopf, Dauern von Menschen In dem brodelnden Geräusch ber ft mmenben Instrumente, dem Auf unb Nieder der Gesichter unb Köpfe ftanb unbeweglich wie ein Fels ber Dirigent. Do waren seine Ge­danken?

Irrten sie in ber Ferne suchenb umher, ober hatte er sie zur 'Hube gebracht? Die Stimmen ber Jnstru- mente, bie ihn umbrodelten, diese kurzen Versuche icr kleinen Geister, sich noch rasch einzuspielen, schien er nicht zu hören. (Er starrte einen jungen Mar.n an, ber vor ihm in ber ersten Reihe unter ter. zweiten Geigen Platz genommen hatte. Der Geiger brehte ihm ben Rucken zu, man sah nur seine breiten gedrungenen Schultern, bas zurückgestrichene dunkle Haar.

Manfred fühlte eine Hand an ber Gurgel ... Mochte er die Augen ich icfeen ober schlafen, bas D'lb bl-eb Deranbere" mar tr:eberflelommen und faß vor ihm, er lebte, er sprach ... er lächelte in bas Publikum hinein ... seine Augen suchten je» mant. Er starrte ben jungen Geiger mit bem zu­rückgestrichenen dunklen Haar an--.

Wo war ber alte Schm'dt und wo Melitta? Hoch oben auf dem Hügel ber Stabt wölbten sich Gräber, auf denen bie Kränze in der Nässe de» Nebels faulten, zwei frische Hügel . Nein, brel .. Fort damit, fort ...

Der erste Ee-ger heb den Kopf, fein fragender Blick begeanete dcm des Dir aenten Mit einer jähen Bewegung jchod Manfred alles von sich, ('.raffle feine Gestalt, mit der Bewegung eines Schwimmers, ber sich in die Wellen mit ft, 1 er den Mantel über einen Stuhl gleiten ur.ö bestieg das Podium.

j Die Unruhe des Orchesters legte sich.

Atemloses Schwelgen erwartete ihn ... Sein (Bt I sicht wurde grau, losch au«. Mechanisch strich er mit

ber feinen Harfl» bas Haar über der hohen kantigen Stirn zurück Dann erst nahm Aar.sreb den Stab. Lcidenschostlich bewegt setzte das Orchester ein--.

Feierlich langsam unb getragen schwebte da» Abagio burch ben Gaal.

Die goldglänzenden Wände weiteten sich unb verschwanden, bie Decke schien sich zu öffnen, bie Erbe unter den Fußen ber Menichen versank ... Adagio. Ein Gebet, rein unb leuchtenb wie eine Flamme, stieg aus einer leibenschoftsichm, schmerz- zcrwuhlten Seele auf Ein Lieb der Schmerzen, von tausend Stimmen gesunaen Ein Rausch von Me­lodien, ein Zulammenschllefeen der herrlichste» Stimmen, ein einziges großes Gebet .. bas (Er- h^rung forderte, bas bem Schmerz mit offenem Difier bie Stirne bot ...

Das Irbifche versank.--Musik Abagio -

Groß, schmerzvoll unb erschüttert, erhaben unb feierlich wie ein Totenmarsch, ber bie Leiche be­gleitet --.

Als sich Monfreb nach bem Abog o verneigte, würbe fein Pult unter Kränzen unb Blumen be­graben ... Er bankte, bückte sich unb hob einen großen Rosenstrauß auf, der ihm r,u» ber zweiten Reihe zugeflogen kam, blflelben gelben Rosen, die auf einem frischen Grabe oben unter Zypressen im Rebel welkten ...

In seinen Augen funkelte es auf. Ein Zucken lief über sein Gesicht. Er senkte bie Augen

rasch--. Es gab für Ihn keine Gefühle mehr

nur noch Arbeit--Musik---.

Unb das Finale burchbraufts sieghaft, entsch'osien unb feierlich ben goldglönzenben Saal, an desicn Marmorwck^den bie strahlenden Opale schimmerten wie mattr-ichleierte Frauenaugen und die silde.nen Rolle cm Sieaesrocgcn ber Göttin hoch oben n v;-x Decke bühtp.fnlrmten, als würden sie von g'u- henden Peilichenhieben in bie Welt hinabgejam