Einzelbild herunterladen

wj* ,an -ch ÄÄ8» W "fat bon Leb?e SrL L-Zr int.

Swi2

' fcnff 3? "WA _ r ^rtDoKung^ berg er, $t ^'"ung und ließ besondere Shruna ^e mit dem Lite? .^ah&ent t> 0 n

«lotete '^eAen TMm - Lebens.

Md Spiel

wisse rnsest.

Lasten in den '°mmden Spielen * festgestellt: «bis 39 Jahre:

i- Tgm. Eintracht Mer: Turimschaft Saarbrücken. Saarbrücken.

w: Mgan. Tv.

u Handball der i Ergebnisse: Lgm.

4:4 (1:2); Sau- lain-Rheingau 6:1 rauen: Tgm. 6m*

Mainz 2:0 (2:0). KreiSmeister« ittbeteeröen konnten vorjährigen Kreis« rt werden, ausge* tntöufcn. Die 100 n wie seit Jahren Mainz in 11 biw. xmn der Mmeister bürg o. d. H in der et tnapp vor dem m Do. 1860 3c> -J Meter gewann Dad-Äackheim tn i die bei keiner in diejvn Jahre i 1500-Meter^uf mann vom Lv. Mn. 20 Sei). Die Prreh vom Tv. Gaffeln vurdeit

Sieger blieben: Sachsenhausen. 45,4 >1: Tv. MiMmnL Mer-Stasiel: TA

gM- iS'" <ti^ S

von Prich.

«sWÄ£ i^r bcfamtrc

kh, vom Tv. 1860 2299 Meter. 3m

der Hessenturn^ I2d-Äauhenn, mrt

MM. «-r DintersPieM^,

m Ä beliebt sind.

SonntyJ rannen >es TM) unge' , ist b^itunqslunst

äife* ScÄ®« 7 $*£

SZL AZK .ÄS

vom TV. Bechtheim, mit 16,90 Qlteter. SmSpeer- werfen (bestarmig) sah man Kern, T.- u. 6bt>. Mainz. mtt 52,78 Meter in Front, während im beidarmigen Speerwurf ein Hessenturner R. W i e n e r , Tv. 1860 Bad-Nauheim, Kreismerster wurde.

Den deutschen Sechskamp 1 gewann R. Weber, vmn T.° u. Spv. Wiesbaden, mit 650 Punktei, den volkstümlichen Zehnkampf C. Hilles Tv. Oberstem, mit 893 Punkten. Der tzessenturner Malkomesius vom Mw. Gie- st en wurde mit 461,5 Punkten 29. Sieger rm Sechskampf.r ..

Bei den Turnerinnen überraschte Die hervorragende Leistung der jugendlichen ®l|c Bickelhaupt mit 1,45 Meter im Hochsprung. Erna Ql11haus vom Mtv. Gießen belegte mit 1.35 Meter den 3. Plah. Else Dickelhaupt wurde mit 327V8 Punkten auch 7. Siegerin rm -rllstümlichen Turnerinnen-Bierlampf, wahrend ihre Bereinsschwester Erna Qllthaus mit 4,69 Neter noch Vierte im Weitsprung werden konnte.

Die 4 x 1 0 0 - M e t e r - S t a f f e l der Lur- te rinn en wurde von der Vereinsstaffel des Mtv. Gießen (Tilli Esbach, Erna QllthauS, Else Vickelhaupt, Charlotte Amend) in der schönen Zeit non 54,5 Sek. gelaufen; sie wurde zweiter Sieger inter Tv. u. Spv. Wiesbaden (53,8 Sek.).

3m Fechten konnten die Kräfte unseres Heimatgaues gegen die Frankfurter und Osten- bacher bekannten Meister nicht aufkommrn. Rur Karl Mulch vom Tv. Wehlar kam in Flo r e tt- jechten in dre Zwischenrunde und wurde 14. Sieger. Wir nennen in jeder Waffe die drei ersten Sieger. Degen: 1. QL Heim, Tv. Offen­vach a. M., 2. W. Löffler, Tv. 1860 Frank­furt a. M., 3. A. Schieb elhu t h, Tv. Drehen- heim; Florett: 1. L. Sachs, Tv. 1860 Frank­furt a. M, 2. QL Heim, Tv. Offenbach a. M., 3. 3. Eichenecker, Tgm. Eintracht Frankfurt . M.; Säbel: 1. K. Carbow, Tv. 1860 Frankfurt a. M, 2. K. Büdinger. Tv. 1860 Frankfurt a. OIL, 3. 3. Thomson, Tv. Offenbach.

Schwimmen. Wir geben nachstehend nur die Erfolge bekannt. Hauptspringen (Turnerin­nen): 3. Sieg Hannelie Weeg, To. 1846 Gießen, 444 Punkte; 4X100°Meter-Bruststaffel (für Turner): 1. To. Wetzlar, 6 Min. 25,7 Sekunden. Turner-Mehrkampf: 1. S). Geismar, Tv.l846-Giehen, 124) P.; 3. W.Schäfer, Tgm.Fried­berg, 117 Punkte. Streckentauchen (Turner): 1. W. Schäfer, Tgm. Friedberg, 50,5 Meter; 3. !R. Häuser, Tgm. Friedberg, 41,5 Meter. 10 0« Meter-Brustschwimmen (Turner): 1. E. Hübn er, Tv. Wetzlar, 1 Min. 46,7 Sek.; 6. R. Häuser, Tgm. Friedberg, 1 Min. 32,5 Sek.; 8. W. H e p p e r t, Tv. Wetzlar, 1 Min. 34,3 Sekunden. 100 - Meter beliebig (Turner): 3. F. F ö l s ch, Tv. Wetzlar, 1 Min. 17,5 Sekunden. 1 0 0 - Meter - Bru st schwimmen (Turnerinnen): 3. E.

Scheer, Tv. Wetzlar,1 Min. 49 Sek. Strecken- tauchen für Turnerinnen: 1. I. Hauck, Tv. 1846 Giesten, 30 Meter in 30 Sekunden. Die 10X50» Meter-V erbands - Freistilstaffel gewann ter 1. Gauverband, dem auch der Gau Hessen ange- hört, in 5 Min. 52,3 Sekunden. ImWasserball- i P i c I wurde Tv. 1860 Frankfurt a. M. Kreismeister. In sehr spannendem Spiel mit dem Badischen Mei­ster, To. 1846 Karlsruhe, gewann er auch tne Kreis« gruppenmeisterfchaft.

Vereinsriegen. In Ergänzung des bereits veröffentlichten Berichts ist noch zu sagen, daß von

den Turnerriegen 82 mit der Notefehr^fut", 127 mitgut" bewertet wurden. Von den letzteren sind aus dem Gau Hessen noch nachzutragen Tv. Wetzlar und Tv. Griedel.

Schwerathletik.

Gaurneisterschaften deS Gaues Hessen.

Bei der Qlustragung der Gaumeisterschasten des Gaues I (Hessen! 7. Kreis Deutscher Ath­letik-Sport-Verband 1891 am Sonntag in tRci» menrod-Bieben erzielte der I. Kraft» und Sportklub 1893 Gießen außer­ordentlich gute Erfolge.

3m Ving en um die Eaumeisterschaft wurde hart getarnt)ft und dementsprechend dem Publi­kum sehr schöne Kämpfe gezeigt. Die besten Bin­gen auf dem Platze waren H u n st e i n - Gießen und S ch e m b e r ° Alsfeld, deren Leistungen von den zahlreich anwesenden Gästen lebhaft applau­diert wurden.

Auszug aus der S i e g e r l i st e: Hch. Stau­bach (Altersklasse Schwergewicht, KreiSmeister 1926 27) 1. Preis und Ganmeistertitel im Bin­gen, Stemmen, Steinstoßen, Hammerwerfen und Gewichtwerfen. Hch. Hartmann (Altersklasse Leichtgewicht» 1. Preis im Bingen, 2. Pr. im Stemmen. Adolf Schepers (aktiv Schwermittel­gewicht) 1. Preis und Ganmeistertitel im Bingen und Stemmen. Karl Hartmann (aktiv Leicht­mittelgewicht) 1. Preis und Eaumeistertitel im Bingen. Wilhelm Meininger (aktiv Leicht­mittelgewicht) 2. Preis im Bingen. Wilhelm Schepers (aktiv Federgewicht) 1. Preis und Gaumeisterschaft im Stemmen, 3. Pr. im Ringen. Georg Hu n stein (aktiv Federgewicht» 2. Preis im Bingen. WM B e l l o f f (aktiv Leichtgewicht) 2. Preis im Stemmen, 3. Pr. im Dreikamps. Fritz Scheer (Sugend-Federgewicht) 2. Preis im Ringen. Gottl. Volk (Sugend-Leichtgewicht) 3. Preis im Bingen. Willi H e r t r i ch (Zugend- Schwermittel) 1. Preis im Dreikampf und Gau- meistertitel.

Strafkammer Gießen.

Gießen, 2. August.

Der Chauffeur Hermann W. von Ober- Ohmen war von dem hiesigen Schöffengericht wegen fahrlässiger Tötung zu 1 3 ahr G e ° f ä n g n i s verurteilt worden. Seine Berufung wurde nach umfangreicher Beweisaufnahme ver­worfen. Die Strafkammer stellte in lieber- einstimmung mit Dem ersten Richter fest, daß der Angeklagte den Tod eines 7jährigen Kindes da­durch verschuldet habe, daß er bei Eintritt der Dunkelheit in allzu schnellem Tempo und ohne genügend Signal zu geben mit seinem nicht be­leuchteten Motorrad auf der falschen Seite in eine etwas abschüssige Krümmung der sog. Ohm- straße eingefahren sei und dabei das mit seinen Großeltern ganz aus Der linken Straßenseite befindliche Kind derart erfaßt und mitgeschleift habe, daß dessen Tod fast augenblicklich eingelre- ten war.

Von dem Amtsgericht Grünberg waren fünf junge Leute von Göbelnrod wegen gemeinschaft­licher gefährlicher Körperverletzung zu Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die Be­rufungen von dreien der (Verurteilten wurden verworfen. Auch die Strafkammer hielt die Angeklagten trotz ihres Leugnens fiir überführt und wandelte lediglich eine Gefängnis st rafe in eine Geld st rafe um.

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 3. August.

, Ein ungetreuer Beamter ist der Postschaffner W. aus Grebenau, der in zahllosen Fällen an ter Post eingezahlte Gelter im Gesamt­betrag von ca. 1700 Ml., die ihm von den Post­agenturen Grebenau und Dieben auf seinen Bestellgängen übergeben worden waren, unter­schlug und die daraus bezüglichen Eintragmrgen in ten Postannahmebüch er n durch Rasur >oer Herausreihen von Blättern beseitigte. ..ußer- dem eine Reihe von Postsachen, meist auf die unterschlagenen Gelder bezüglich, nicht bestellte, sondern vernichtete. Unter Annahme mildern­der Umstände wurde W. zu 1 3 ahr 6 Mo­naten Gefängnis verurteilt.

Wirtschaft.

DieNeuregelung bLr Sparkassen «Umwertung in Preutzen.

Der preußische Minister des 3nnern hat im unmittelbaren Anschluß an die seitens seiner Vertreter im Rechtsausschuß deS Reichstages bei der Beratung ter Rovelle zum Auswertungs- geseh gegebenen Zusagen eine erhebliche Ver­besserung der Sparkassenaufwertung in Preußen durch eine neue preußische (4.) Durch­führungsverordnung zum Aufwertungsgeseh her­beigeführt. Rach dieser Verordnung erfolgt die Qlufwertung der Sparguthaben bei allen öffent­lichen oder unter Staatsaufsicht stehenden Spar- lassen Preußens zu einem einheitlichen Aufwertungssatz von IbProzent (bis­her 12'/° Prozent). Sofern ein Sparguthaben nach der bisherigen Regelung aufgewertet und durch Erfüllung der entsprechenden Aufwertungs­leistung erloschen ist, gilt es nach ausdrücklicher Vorschrift der neuen Verordnung gleichwohl hin­sichtlich einer Rachtragsaufwertung von 2'/,. Pro­zent (d. H. der Differenz von 12l/2 und 15) als fortbestehend. Während nach der bisherigen Re­gelung ein Drittel des 12' ,,proz. Auswertungs­guthabens am 1. 3uni 1930 kündbar war und die weitere Kündbarkeit späterer Regelung Vorbehalten blieb, wird jetzt je ein Sechstel des Ibprozentigen Aufwertungsbetrages zum 1. Sa­nitär 1928 und 1. Sanitär 1930 kündbar gemacht, so daß bis zu dein letztgenannten Termin bereits 7.5 Prozent kündbar gemacht sind. Die Künd­barkeit der weiteren 7,5 Prozent bleibt Vor­behalten. Die vorzeitigen Ausschüttungen an Per­sonen mit einem geringeren Sahreseinkommen werden insofern verbessert, als sie nicht wie bisher nur Personen mit einem Sahreseiniom- men bis zu 800 Mk., sondern darüber hinaus Personen mit einem Sahreseinkominen bis zu 1000 Mk. zugute kommen. Der früher vor­gesehene Qlusgleichsstock, in den über den Ein­heitssatz auswertende Sparkassen Die Hälfte des Mehrbetrages abzuführen hatten, wird beseitigt und durch einen anderen Ausglelchsstock erseht, in den die Ueberschüsse derjenigen Sparkassen abzuführen sind, deren aufgewertetes Spar- kasfenvermögen ihre Aufwertungsverbindlich­leiten übersteigt, und aus dem entsprechende Zu­schüsse an diejenigen Sparkassen gegeben werden, deren aufzuwertendes Sparkassenvermogen nicht ausreicht, um die letzten 2'/° Prozent ihrer Aus­wertungsverbindlichkeiten zu erfüllen. Zur

Geld und Erfahrung

Novelle von Max Eyth.

7 Fortsetzung Nachdruck verboten

Mister Smilhfon bot uns zwei große, mit braun- rotem Leder überzogene Armstühle, aber keinen Num an. Ich war ihm wahrhaft dankbar dafür, r awrence dagegen ließ seine Blicke fragend im Zimmer umherjchweisen: nirgends die Spur einer Flasche. Die Tatsache war in die Augen springend: Smsthson war nicht bloß ein Pankee, er war ein Mäßigkeitsapostel. Zum erstenmal glaubte ich durch­zufühlen, daß Lawrences überwallcndes Herz ein wenig sank.

Der Redakteur dagegen blieb freudig erregt. ..Dampfpflüge!" rief er, mir nochmals die Hand schüttelnd,und schon auf Dem Wege! Sehr schön! Im Begriff zu arbeiten; ausgezeichnet! Dem un­glücklichen Neger, Dem bedrückten Mitbruder die Last der Arbeit abzunehmen, weich glücklicher Gedanke; welch großes Ziel Ihres Wirkens, Herr Eyth! Die Raste bedarf der Erziehung; unter uns muh ich dies zugeben. Aber wie kann sie erzogen werden, wenn sie nach wie vor vor den Pflug gespannt bleibt, um der allen verkommenen Aristokratie des Landes Sklavendienste zu leisten? Ich frage Sie, Herr Lawrence, als Mann den Mann, als Christ den Christen: Wie wollen Sie den Neger erziehen, so­lange er am Pflug zieht? Da kommt Herr Eyth mit seinem Dampfpflug, und die Sache ist gemacht. Große Gesichtspunkte; ich halte mich an große Ge­sichtspunkte! Nur indem wir an großen Gesichts­punkten festhalten, können wir den fürchterlichen Bürgerkrieg zu einem Segen für unfern teuern Süden ausgestalten. Nur fo wird einem Volke von Brüdern die Kraft wiederkehren, das sternbesäte Banner der Union über dem unteilbaren Kontinent zu schwingen."

Das war Mister Eyths Ansicht schon von Kin­desbeinen an!" rief Lawrence mit Ueberzeugung.

Smithson drückte auch ihm die Hand.Dampf, pflüge!" fuhr er fort, fast ohne Atem zu schöpfen. Ich habe sie längst mit Spannung erwartet. Aller­dings habe ich noch nie einen gesehen, aber in un­

serem Norden, in Philadelphia, in Cincinnati, In Chicago sind in diesem Augenblick Hunderte im Gang! Meine Landsleute, Herr Eyth, sind ziem­lich erfinderisch und warten geroöhnlid) nicht darauf, was Sie Drüben in der Alten Welt machen; Hun­derte!"

Das heißt", begann ich, bestrebt, ein paar Worte einzuschalten, kam aber nicht weiter.

Das soll uns natürlich nicht hindern, den vor­trefflichen Apparat gebührend zu würdigen, Den Sie uns bringen. Sie wünschen natürlich eine prälimi­nare, eine hervorragende präliminare Anzeige Ihrer Bestrebungen im reDaktionellen Teil derCrescent City News". Vortrefflich! Fünfzig Cents die Zeile. Die Sache muß diesen Herren im Süden eindring­lich ans Herz gelegt werden. Wie alt sind Sie? Wo V id Sie geboren? Sind Sie verheiratet?"

Ich kämpfte abermals, und sichtlich ebenso ver­gebens, gegen diese Art, Die Dampfkultur dem Pu­blikum näherzubringeu. Auch hier ließ mich Law­rence völlig im Stich und hetzte den sprechseligen Redakteur nur noch tiefer in seine Forschungen nach meinem Stammbaum und nach anderen Einzel­heiten, die für ihn von Interesse gewesen wären, wenn ich seine Tochter hätte heiraten wollen. Ich ergab mich schließlich und erzählte ihm alles, was mir aus meinen Jugendjahren einfiel. Er schien be­friedigt.

Sehr schön! Höchst interessant!" rief er schließ­lich. Als ich selbst im besten Zuge war und ihm die Herkunft meiner Mutter aus einer Schweizer Adels­familie erklären wollte, glaubte er genug zu wissen und steuerte plötzlich rückwärts.General Longstreet steht an der Spitze der Sache, wie Sie mir sagen; ein vortrefflicher Mann, der leider auf die falsche Seite geraten ist. Nehmen Sie sich ein wenig in acht, Herr Eyth, daß Ihr Dampfpflug nicht allzu konföderiert wird. Mister Lawrence versteht mich; er kennt beide Seiten; ein vortrefflicher Mann, Mister Lawrence! Also Longstreet wird ein gro­ßes Frühstück geben, ehe Sie zu pflügen anfangen. Ausgezeichnet! Wir werden einen Berichterstatter schicken, wenn ich nicht selbst kommen kann. Ich hoffe, ich werde selbst kommen können! Doch möchte ich um Limonade bitten; nur Limonade für mich!

Adieu, Herr Eyth. Time is money! Die Rechnung für die heutige redaktionelle Anzeige werde ich Ihnen schon morgen zusenden können. Es war mir höchst angenehm! Adieu! Adieu!"

Damit komplimentierte er uns durch die Druckerei.

Verfluchter Pankee!" brummte Lawrence schon auf der Prunktreppe.Trinkt nur Wasser und schwatzt wie ein altes Brunnenrohr. Vor dem müssen Sie sich in acht nehmen, Herr Eyth: der regelrechte Reisesackvotitikus. Aber es hilft nichts, wir brauchen sie alle, solange sie mit Kind und Kegel auf unserem Land herumsitzen wie die Heuschrecken. Uff! Mister Eyth, wenn Sie vor fünf Jahren zu uns gekommen wären, hätten wir anders mit dem Herrn geredet. Aber wir brauchen sie, Gott sei's geklagt, wir brau­chen sie alle!"

Lawrence schleppte mich weiter. Wir besuchten die hochdemokrattsche, das heißt aristokratische Biene", Die republikanischenLouisiana Times", die neutralen, leicht nach Süden hängendenCom- mereial News". Mein treuer Führer schien uner­müdlich, bis sie alle wußten, wie alt ich fei, wo ich geboren wurde und daß ich mich vorläufig nicht zu verheiraten gedenke. Zuletzt kamen wir auch über die Kanalstraße, in das alte französische Viertel der Stadt. Dort, vor einem unansehnlichen Hause in der St. Louisstraße, blieb er stehen, wartete, bis ich ihn erreicht hatte, Denn er war mir gewöhnlich zehn Schritte voraus, und sagte:

So! da können Sie allein hinaufgehen, Herr Eyth. Hier hausen Ihre Landsleute, dieDeutsche Zeitung". Ich muß jetzt nach meinem Komitee und nach Ihrem Preis sehen. Die Sache bekommt Hände und Füße, wenn Sie so noch ein paar Stunden fortmachen."

Er trocknete sich den Schweiß von der Stirne, und wahrhaftig, er hatte das Recht dazu. Es war glühend heiß geworden. Sein Eifer hatte mich jedoch angefteeft. Ich wußte jetzt, wie man Redakteure be­sucht, und machte mir nichts daraus, auch meinen Landsleuten die offenbar landesübliche Aufwartung zu machen.

Und glauben Sie wirklich, daß Sie das Preis­ausschreiben seitens Ihrer Gesellschaft so rasch zu-

Dcckung der Vertoaktungskosten darf weder cnrS aufgctocrtctc Sparkassenvermögen, noch der Spar­tassenausgleichsstock in Anspruch genommen wer­den. Sn einem besonderen Erlaß weist der Mi­nister noch darauf hin, daß Die Sparkassen be­sondere Härtefälle frei toi i lüg berücks ich- tig en.

*

* Deutschland und die Vereinig­ten Staaten. Einige Renyorker Blätter be­fallen sich mit der Tatsache, daß es in letzter Zeit gelungen ist, mit Erfolg für ca. 100 Mill. Dollars neue deutsche Anleihen auf dem ameri­kanischen Geldmärkte untcrzuvrrngen. Das zeige, welche Bedeutung Deutschland als Anlagemarkt für amerikanisches Geld zu komme. Deutschlaird stehe da in vorderster Reiche, während andere Länder mehr zurücktreten. Man ist in Finanz­kreisen überzeugt, daß diese Anleihepolitik in den nächsten Monaten fortgesetzt wird, so daß die wirtschaftlichen Bande, welche die Qkretnig- ten Staaten und Deutschland verknüpfen, immer enger werten.

* D i e Wirtschaftslage im 3uli. Rach einer auf Grund von Berichten Der preußi­schen Sndustrie-- und Handelskammern und des Deutschen Handwerk- und Gewerbetages im Mi­nisterium für Handel und Gewerbe zusammen­gestellten Ilebersicht zeigt das Gesamtbild der Wirtschaftslage im Oltonat Suli gegenüber den Vormonaten keine wesentlichen Qlenderungen. Die aute Beschäftigung insbesondere des Baugewer­bes und Der Eisen-, Stahl-, Maschinen- und der elektrotechnischen Sndustrie hält an. Heber Die Preislage Dagegen wird vielfach geklagt. Die Zahl Der Hnterstützungsempfänger hat im Suli eine Senkung erfahren. Die Belebung Des 3n- landsmarktes, besonders des Baumarttes, hat daran neben Den Durch Die Sahreszeit beding­ten Schwankungen den Hauptanteil. Der Aus­landsmarkt ist infolge des Druckes auf Die Preise und Die Schwierigkeiten Der Ablahverhältnisse. welche Durch Die noch immer in vielen LänDern bestehenden hohen Schutzzölle bedingt sind, im allgemeinen wenig befriedigend.

' Wo ch e n a us we i s der Reichsbank. Rach dem Qlustoels der Reichsbank vom 30. Suli hat sich Die gesamte Kapitalanlage in Wechseln, Schecks, Lombards und Effekten um 261,9 Mill, auf 2668,0 Mill. Mark erhöht. Die Bestände an Wech­seln und Schecks für sich allein stiegen um 223,6 Mill, auf 2512,1 Mill. Mark, während die Lom­bardbestände um 38,4 Mill. Mark auf 63,6 Mill. Mark angewachsen sind. Die Bestände an Effekten blieben mit 92.3 Mill. Mark nahezu unverändert. An Reichsbanknoten und Rentenmarkscheinen ins­gesamt sind 604,0 Mill. Mark neu in den Verkehr abgeflösten; im einzelnen hat sich der Hmlauf an Reichsbanknoten um 543,1 Mill, auf 3928,2 Mill. Mark. Derjenige an Rentenbankscheinen um 58,9 Mill, auf 1008,2 Mill. Mark erhöht. Unter Be­rücksichtigung, daß in Der Berichtswoche 4,4 Mill. Mark an Rentenbankscheinen getilgt worden sind, hat sich Der Bestand Der Reichsbank an (Renten­bankscheinen um 63,3 MilL auf 36,0 Mill. Mark vermindert. Die fremden Gelder zeigen einen Rückgang um 260,7 Mill, auf 553,3 Mill. Mark. Die De stände an Gold und deckungsfähigen De­visen haben um 81,5 Mill, auf 1980,1 Mill. QHT. zugenommen.

* Die Lage am Röhrenmark 1. Der Röhrenverband teilt mit: Die bereits im Vor­monat gemeldete Verschlechterung des Röhren- ftanbe bringen werden?" fragte ich Lawrence, ehe wir uns trennten. Ich konnte meine Zweifel noch immer nicht loswerden; es ging alles fo verblüffend geschwind.Man muß doch wohl eine Art Pro­gramm ausarbeiten, Bedingungen beraten, eine Prüfungskommission aufstellen"

Er unterbrach mich:Verlassen Sie sich darauf, Herr Eyth! Morgen früh lesen Sie das Ausschrel- ben in allen Zeitungen. Was wetten Sie?"

Dies zu hören war mir außerordentlich lieb. Wenn ein Amerikaner fo fragt, ist Ihm die Sache ernst.

Zehn Dollar!" sagte ich deshalb ohne langes Bedenken.

Sie scheinen kein großes Vertrauen in Ihre Zweifel zu haben", verletzte er lachend und fuhr bann mit einer gewissen Feierlichkeit fort:Gut, zehn gegen zehn; Sie lesen das Preisausschreiben morgen in allen Zeitungen der Stadt, die täglich erscheinen. Eine ehrliche, gradlinige Wette. Ich kann sie verlieren, wenn ein Drucker Dummheiten macht oder ein Redakteur zu tief in die Whiskyflafche sieht, anders nicht. In Hunderten wäre mir die Wette lieber gewesen."

Er machte mit einem Bleistift von einem halben Zentimeter Lange eine Notiz auf eine feiner Zucker­tüten und war schon um die Straßenecke verschwun­den, als ich die mit Papierfetzen reich geschmückte Treppe derDeutschen Zeitung" hinaufkletterte und mit einer Beilage um das linke Bein oben anlangte. Es war alles etwas klebrig im Hause, trotz der Hitze. In der Druckerei, die kleiner war als die andern, die ich heute kennengelernt hatte, standen die Ma­schinen still. Dagegen schien eine Art Volksversamm­lung stattzufinden. An einen Setztisch gelehnt, stand eine teutonische Gestalt von echtem Schrot und Korn, mit blonden, wallenden Haaren, blauen Augen, einem mächtigen roten Bart. Auch der Schnitt ihres Anzugs,besonders die weiten Beinkleider, ver­riet etwas vom deutschen Studenten der älteren Generation, die noch Ideale kannte. Der Herr schien mitten in einer Volksrede für fünftausend Zuhörer zu schwimmen und ließ sich durch mich, der ich etwa 6er sechzehnte war, nicht unterbrechen.

(Fortsetzung folgt.)

bergen alle Energien einer gütigen Natur zu Wohlbehagen, Kraft und Schönheit, xum Aufbau, aller Körperkreffte !

Sie sättigen und. stärhen wohlfeiler und, nachhaltiger als eine essfertige Kost anderer Art und. beseitigen |ede geistige uhd. körperliche Ermüdung,

Reichardt Spörtkrdft verjüngt und stählt den Körper !