1 nicht dnfü&ter Di« Vorlage bringe aber mbeftrrtbare Fort fa,ritte Auch ba» Zentrum L-olk den Achtstundentag aber nicht ben ff?« matischen.
Aug. Dr. Aabemacher <Dn.) erklärt, in ^rbe.tgeoerkreisen herrsch« lebhafte Beunruhigung. öciI fit in dem Au-gang der Verhandlungen über da» Arbeitszeitnotaefch e.nen ool- len Sieg der Gewerkfchafkn sahen Amerika • et groß geworden durch den Leistungslohn, Len d e Sozialdetnokratie leider ablehn« Werrr. Mir die Droh« Koalition hätten, würde e- von der Sozialdemokratie hier ganz anders Ringen, denn innerlich leien di« Gewerkschaftsführer sicher selbst überrascht gewesen, daß ihre Forderungen durch dieses Gesetz über Erwarten erfüllt wurden Bedenken hat der Aedncr vor allem gegen die Bestrafung freiwilliger Mehrarbeit Aur mit Rücksicht auf d.e Dolwendigkeit des Ar beit-friedend stellt der Aedner seine De« denken gegen das Gd tz zurück.
Weiterberatung Montag.
Deutschlands Kampf um die Nahrungsfreiheit.
Eine IRcbc ac» ViezchsernährnngÄministerö Schiele.
Gelsenkirchen, 3. «priL (ZU.) In ©elfen- Archen sprach Neichsernährungsminister Schiele über die politische Lage. Weite Kreise unserez Volkes seien sich über den schweren Ernst unserer Ernähr ungslage nicht klar, und doch aemlnne man au» ihr den Schlüssel für bas deutsche Bevblke- runflsproblcm und die wichtigsten inner- und außenpolitischen Fragen. Wenn heute ein Drittel des Nohrungsbedarfes aller ständigen Haushaltungen aus einer nach Milliarden rechnenden Ausland- einfuhr gedeckt würden, so bedeute das eine er- liebliche Schwächung unserer außenpolitischen Stellung. ine geordnete Lmähningsgrundlage sei die Vorbedingung oller Machtstellungea m der Welt 'Sie wir auch jetzt und vielleicht noch auf längere Zeit auf Auslandeinfichr rechnen konnten, so sei doch auf sie kein Verlaß. Unsere Politik stehe hier auf tönernen prüften. Jeder außenpolitische und handelspolitische ^rn|/, jer mit einem Ziig'-ständnis non Prhrinipjmit'elcinluh'- errungen mürbe, bedeute eine haltungsgr unblage. in den Bereich rreniber Mächte. Für uns müsse die national« Antarchie. d h nor lUem Nahrungsfreiheit, Herrschaft über unsere eigene öriften^ die nornohmfte politriche Auf gäbe feir. hier fnqen die Wurzeln der deu'.|d,en Pe freiunjtpDßfif. Unsere Handelspolitik müsse deshalb die Ausgeglichenheit der Wirtschaft im eignen Lande berbeifiihren
Auch ooin sozialen ötanbpunli besonders vom eiandpunkt br Arbeitsmarktes aus s-'icn die ^ehrlichen NahningLmltteümporte bedcnN'ch. An der Erstarkung der Landwirtschaft hätten deshalb gerade die Arbeiter das Hauptinteresse. Solange megen unparitätischer LobnVerhältnisse die Landflucht andauere und die Menschen vom Lande in die Industrie und in die Städte treibe, solange wurde auch der Industriearbeiter um Arbeitsplatz ■mb Lohn zu ringen haben. Weiter gehöre auch eine gesunde Siedl ungspolttik zu den wich ligflcn Interessen der großen Städte Keines unter den anderen Völkern sei vor eine so schwierige bevölkerungspolitische, wirtschaftspolitisch« und so- zialpalitische Aufgabe gestellt wie Da* beutfdje, dessen «chicksal in diesen Vollzüge der Arbeit beschlossen sei.
8tl esemaim zur Konforöatsfrage.
Tie Kulturpolitik derDcnIscheit Yolkhpartci.
Berlin. 3. April. (WTB.» In der heutigen Sitzung des fünften allgemeinen Kulturtages der Deutschen Volk-Partei nahm ReichSaußen- minister Dr. Stresemann das Wort. Er führte il n. aus: Ich seh« eine Anfrage vor mir. die dahinaeht. der Auftemninister vielte ein Konkordat au» außenpolitischen Gründen für unerwünscht. Ich habe einen derartigen Satz niemals ausgesprochen. Ich glaube, daß die gan^e Bedeutung dieser Frage aus dem inneren Gebiet des deutschen Geisteslebens liegt Die Frage steckt In ihren Anfängen noch völlig in den Ressort». Vach dem Vorgang In Batzern heißt sie nicht mehr: .Reichs- konkordat oder nicht?" sondern: .Veichskon- kvrdat oder Landeskonkordat?" <38 ist seltsam, wenn die denwkratische Partei im Reich sich an diesem Sturm beteiligt, während ihre Aufgabe doch in Preußen lieat. um hier durch den ihrer Partei angehörenden Kultusminister den Abschluß zu verhindern. Wenn Bavern und Preußen ein Konkordat hoben, dann ist für die übrigen Länder so viel geschehen, daß nur noch wenig zurückgenommen werden kann. Wenn unsere Partei In der Lage gewesen wäre, im Verlaus der letzten Jahre aus die Entwicklung praktisch stärkeren Einfluß zu nehmen, fo wäre die Lage In bezug auf daS preußische Konkordat eine andere al» jetzt (?» fragte fich noch das eine, was von unfl au» beute geschehen kann, um diele Entwicklung au hemmen, die vielleicht für eine ganze geschichtlich« Period? unseres Geistesleben» bestimmend ist.
Ich möchte da» eine sagen Daß diese Fragen ausgetaucht sind, bedauere ich dann nicht, wenn sie auSgefochten werden E» ist auch für die deutsche politisch« Erziehung ein Plus, wenn einmal der deutsch« Bürger erfährt, daß es noch andere Ding« gibt al» Handdsver- fräge, HausAinssteuer ulw Ich weiß nicht, ob wir parlamentarisch stark genug sind, diele Dinge zu uerhindern. aber ich entsinne mich aus der Ge- Ichichte der VationaMberalen Partei, daß einmal ein Schulgesetz gefallen ist. trotzdem die Mehrheit dafür war Da» war. al» Bennigsen dazu auf rief, sich zu einigen und alle» zurückzu- steilen gegenüber dieser Frage Sv sollten wir auch jetzt andere Fragen gering schätzen und die Parteiarbeit einmal ganz bewußt auf diele Frage hmlenfen. Ich bin überzeugt, daß unser Öinfluft n dieser Frag« weit hinausgeht über die Grenzen her Partei, menn Wir durch untere Stellung bestimmen kbnnen. was andere Parteien in dieser 5rage tun. Diese Fragen lind fo bedeutsam, daß ein Parteitag der Deutschen VolkSpartel sich mit ihnen befallen muß
0# wurden bann folgende
Entschließungen
her Kulturtagung der Deutschen Bollspartei gefaßt Für da« au schalt.-nd« K«ich»fchnl- g « setz , dessen baldig« ®inbnngung dringend notwendig ist stellt der AeichStchulau»fchuß der Deutschen Bolksparld folgend« Forderungen
deren nachdrückliche Vertretung er von der Reichs- lagsfraktiou erwartet: Das Gesetz muß
1. die Schulhoheit des Staates unzweideutig zum Ausdruck bringen. Do4 verfas- 'ung»niäftig anerkannte Recht der Ellern findet feine Grenzen an dem überragenden Aecht des Staates 3« muß
2. die Erziehung der deutschen Jugend zur nationalen Bildungseinheit sichern.
3 die unterrichtliche Leistungsfähigkeit der Schule gewährleisten
4. bie Freiheit der Lehrerpersönlichkeit schützen.
5. in Wahrung der Gewissensfreiheit biege- schichtlich gewordenen Schularten in ihrem Bestand und ihrer Wesensart erhalten und in ihrer Entwicklung n i ch t behindern. Die nach Artikel 14» Absatz 1 der Aeichsver- fassung vorgesehene Jür alle gemeinsame Schule" muß ben Charakter einer christlichen Simultan s ch u l e tragen. Die weltliche Schule ist auf gesetzlich« Grundlage zu stellen.
Getreu den liberalen ileberlieferungen bekennt sich der Rcichsschulau»schuß der Deutschen VollSpartei aufs neue zu dem Gedanken der Staatshoheit auf dem Gebiete der Schul- polltik. Mik diesem Gedanken ist der Abschluß eines AeichskonkordatS mit der katholischen Kirche. daS auf das Schulgebiet übergreift, unvereinbar. Der Einfluß der Kirchen auf den Religionsunterricht muß in eine Form gebracht werden, bei der die letzte Entscheidung über Zahl der Rcligionsstun- den. Lehrplan und Lehrbücher und dergleichen dem Staate verbleibt. Insbesondere darf dieser Einfluß bet Kirchen auf den Religionsunterricht nicht zur Kontroll? der Aellgionslehrer übersteigert werden.
Die deutsch-polnischen Handelsvertraysverhandlunqen
Berlin. 4. April iPrivvTel.) Bei den Handelsvertrags^erhandlungen mit Polen, deren beginn nach Abschluß der Erörterung der Frage des Niederlassung# rechtes zu erwarten ist. bandelt es sich in erster Lime darum, ob und in welchem Umfange der polnischen Forderung nach Freigabe her Einfuhr von S chweinen und Kartoffeln Rechnung getragen werden soll Es war Darauf hingewiden .->rden, daß sich bei ber deutschen Landwirtschaft große Widerstände gegen eine solche Einfuhr erheben werden. Heute meldet sich denn nun auch schon die Deutsche Tageszeitung und erklärt, daß auch über de engebeutete Lösung auf einem Mittelwege nicht diskutiert werden könne. In der Scrnbaltung polnischer Schleuder- fnnfurrcnj handele es fich um eine Lebensfrage und zwar nicht allein und nicht fo sehr für der. Offen als insbesondere auch für bi? kleinbäuerlich-' Bevölkerung be* WestenS. die an der 64: cincbeltu -n al? einer ihres Häupter» werbsqurslen entscheidend interetfiert ist. DaS Blatt weist dann noch auf die Ausführungen des Veichsemährungsnrinisters in seiner Etatrede hin, wonach es fich bei den Belangen der Landwirtschaft nicht um daS Interesse eine« einzelnen Berufsstande», sondern um die Ernährung d«S ganzen Volkes, also um ein toichftges Defomt- interesse des Volkes bandelt
Die Freigabe des Memeltransits
Berlin, 4. April. (Priv.-eTl.) Vor einiger Zeit war gemeldet worden, daß Bestrebungen im Dange seien, ein« Annäherung P ölens an Litauen herbeizuführen, und eS war in diesem Zusammenhang insbesondere aüf englische Bemühungen hingewiesen worden, den latenten Kriegszustand zwischen Polen und Litauen zu beseitigen, zur Stärluna der Stellung Polens gegenüber Sowjetrußlctnd Nun kommt aus Kotono die Nachricht, daß von der litauischen Regierung englischen Firmen die Durchfuhr von Holz au» Polen auf dem Memelstrom gestattet worden ist. Die englischen Anstrengungen sind also nicht ohne Erfolg geblieben. 'Vorläufig handelt es sich nur um eine Annäherung auf wirtschaftlichem Gebiete, immerhin um eine Annäherung, die auch für die politischen Beziehungen Ser beiden Staaten nicht ohne Bedeutung sein wird. Außerdem ist e» bezeichnend, daß der neue Gouverneur des Memelgeoietes. Herr GalwanauSkaS. au» London kommt, wo er bisher als Gesandter Litauen vertreten hat.
Eine tschechische Handelsmarine.
vnglischcü Kapitalangebot zum Bau von Lccschiffen.
Prag. 3. April. (WTD.) Rach SlättermelDun- gen ist an bie Tschechoslowakei ein englischer Kapitalangebot von 2 Millionen Pfund Sterling zum Zweck der Gründung eine» tschechoflo- wakifchen Handelsschiffparke» erfolgt. 3m ~ Laus« der Zeit sollen der Tschechoslowakei 5H Schisse von 3tW, 6000 und RUOO Tonnen geliefert werden, welche von Hamburg aus die Verbindung junädjft mit den baltischen Staaten, mit Kanada, mit Südamerika und später auch mit anderen Kontinenten zu besorgen hatten E» würde fich um Auswandereroerkehr sowie um Personen- und Frachttransporte handeln. Der große Umsang des Unternehmens, dos mit einem Zeitraum von 20 Jahren rechnet, macht die tschecho- ilowakiichen inoftgebenden Kreise vorläufig nicht zur vollen Zustimmung geneigt. Man beabsichtigt, nur mit t> r»t Schiffen den Anfang zu machen. (Ingllfdjerfeits wird aber nur von einer größeren Aktion Erfolg erwartet Die e» beht. werden die zuständigen Ministerien in den nächsten Tagen über die Angelegenheit verhandeln.
DieSchuldan denDorfällen in Nanking.
Schanghai. 3 April lReuter > In einer Erklärung <agt bet Außenminister bet Kanttrn- regicruna Lsch « n , der vorläufige Bericht her Unterfuchungskommission für btc Vorfälle in Banking zeige bah kein Kantonele an ben Ausschreitungen teilgenommen habe diese vielmehr reaktionären Elementen zuzuschrri- ben feien bie Nachzügler her Rorbtruppen tmb Mvrbg«sinbek. bas Die Uniform von gefangenen Kanton den trug anftiheten. Gebäude von Ausländem zu plündern und bide selbst anzugreifen. Di« Erklärung bringt das Bedauern über dte Ermordung von etwa lech» Ausländern zum Ausdruck und hebt hervor, daß auf jeden von Chinesen getöteten Fremden 100 E hinrsen kommen, die durch die Be- Idbtefiung durch di« Engländer unb Amerikaner
gelötet oder verwundet wurden. Tfchen weist darau' hin. daß die Ordnung in Nanking bei der Ankunft des Führers der KantSlUrudpen am Nachmittag des 24. Mär; ooHfonrnen wie- berheraestellt »orten fei.
In einer vntgegnunz au( Dit‘t Erklärung des Ministers bat der amerikanische Konsul Da - vis dem Staatsdepartement erneut nachdrücklich erklärt, daß die nationalistischen Soldaten mit Utberlegung und mit Absicht zu töten gesucht bäum. Dem britischen, amerikanischen und japanischen Konsul seien diese Tatsachen bekannt. Alle drei Konsulate feien planmäßig geplündert worden, unb obgleich dies den
Off zieren bekannt gew.scn l'e.. feien keine toirMamcn Maßnahmen zur Befreung der Ausländer getroffen worden, die in dem Gebäude Der Standard Oil Cornpanh Schutz gesucht hätten. DaviS sagte weiter, daß sichere Beweis« Dorftcgcn. daß es sich nicht um Zufälligkeiten handeln könne, bi« von einigen wenigen Soldaten ausgegangen seien.
Kantons Vormarsch auf pefing.
C o n do n . 4. April. (TDIB.-Junfjprud).) „Ihnes" berichtet au* Schanghai. Teile fuDchinc- sifcher Tappen ieftle bei wuhu auf Das Roriwier des gangtf« über. Ein anderer Teil mit Artillerie wird bei Tfchlngkiar.g über ben Jluft gebracht. Di« Ehinefen rrflärttn. bie Sübtruppen würden innerhalb von zwei ZTlonaten in Peking fein unb finb der zuversichtlichen Erwartung, duft die Hauptstadt kampflos besetzt werden kann. Dir maßgebenden ftreife sind der Ansicht, daß sich bldr f)ornunq erfüllt. Die vorhat der Sübtruppen hat auf ihrem Dormarfd) nördlich in Richtung des ßoavgho Jongriang erreicht, einen Ort der nur 25 fliehen von dem Hauptftützpunkte der Tfchangfung-Irup- pen bei Dengpu an der Lifenbahn Tientsin— Pafou entfernt ift. Stretfabtrilungm fallen sogar schon In bas hinter pengpu liegend« Gebiet einAe- orungm fein. Die ausländlfchen fllllltärfachuerftan- blgen nehmen an, daß der Vormarsch der Süb- fruppen in bicfer Richtung bei Hfutfchon auf ernsten widerstand poften wird, denn dieser Ort ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt an her Tlentsin-Pvkau- Elsenbahn unb ist von Derartiger strategischer Wichtigkeit. Saft Ifchang Tso-lln Ihn entweder um jeden Dreis oerteibigen wirb ober feine befjerrfdjenbe Stellung Im norbNchen China aufgeben muft. Jaff die hälfte der Streitkräfte des Nordens verschanzen sich bei Hfutfchou.
Tschanqkaischek legt die Negierunqsgeschäste nieder. Schanghai, 4. April. lDTB. Funkspruch.) Marschall Tiißangkaftcheck. brr Cberbcfehlshawr ber Kantontruppen, erklärte, er beschränke sich von jetzt ab auf ben Oberbefehl bei bem Feldzug gegen ben Narben unb imterprll« bie fRegierungs- aefchäfte unter bie Geltung be» 73orfipenben her fluomintangpartei. Mangschingwri Dies wirb als ein verzweifelter Deriuch T-schangkalschengs ausgelegt, feine erschüttert« Stellung In ber Partei ba- durch zu retten, Daft er sich Die Unterstützung Dang- fchinywei» sichert.
Japans Lhinapoiitik.
ß on Don. 2. April. (WTB ) Der .Daily Telegraph" berichtet aus Tokio, haft bie füpren- ben japanischen Blätter weiterhin nachbrucklich gegen bie Anwendung von Gewalt unb gegen ein bewaffnetes Eingreifen i n » hina schreiben tmb die Ernennung eines gemeinsamen Untersuchungs- unb Verhanblungs-Au-schusses befürworten. Die Politik bes japanischen Auswärtigen Amtes genieße, wie angenommen wirb. Me volle Unterstützung ber Mltgkieber bes ,Ra»S ber Alten", bie bem Thron am nächsten stehen. Der Nat sei gegen bie Methoden bes Säbel- rallclns des BmfsS unb ber Einschüchterung, tote fit früher bei allen Schwierigkeiten in China zur QIntoenbung gekommen Men. Eines ber hervorragendsten Mitglieder des Rats erflärte bem Berichterstatter: Es gibt eine Lösung für die Differenzen mit China, aber nicht unter ber Deckung von Geschützen China ist seit einem Iayrzehnt eine» ber größten Weltprobleme gewesen Japan dars sich nicht durch Leidenschast, Vorurteil« oder Propaganda leiten lasten. Der gegenwärtige Augenblick ist der kritischste in der Gdchichle des Fernen Osten-. Japan Ist durch bi« Entwicklung ber Dinge unmittelbarer unb in lebenswichtigeren Belangen berührt, als trgenb- ein Lanb In der Welt. Nichts auch schreckl che Vorgänge nicht, bad Japan von der Politik der Grschöpsung aller friedsichen und ehrenhaften Mittel, um freunbnaebbarliche Beziehungen mit China herzustellen, abbringen
Landes-Parleilaq der hessischen Sozialdemokraten.
Z Bad-Nauheim, 4. April Die Sozialdemokratisch« Part«i Hessen» hielt ihren diesjährigen ordentlichen Landes-Parteitag gestern und beute unter dem Vorsitz des Parteivvr- sitzenden Weber «Ossenbach a. Ml in ber hiesigen Turnhalle ab AuS 164 Orten des LanbeS toaren tnege’amt 202 Delegierte antoc'«nb lieber bi« Frage der Einheitsstaatsbestr«- bungcn gab Dr Aron <G.eß«n) einen kurzen Bericht, ber auf die Schwierigkeiten hinwies. bk sich der Lösung der Frage entgegenstellen Der 6. Bezirk <Gießen) drang durch feine Sprecher daraus, baß ber Parteiporst and mit allen Mitteln für bie Schaffung bei Einheitsstaates wirken solle, vor allem durch einen Entwurf einer staatlichen Neug:rederung nach Wirtschastspro- vinzen eine sruchtbringenbe CBtörtcnmg Dieter schwierigen Frag« in allen 5olf»?retlen geben möchte. LandtagSaba Sur lAteder-Florstadt) wies auf die finanzpolitische Sette des Problems hin. das wohl mir nach wirtschaftlichen Gdichtspunk- ten beurteilt »erben könne Der Redner streift« auch den mit der Stadt Frankfurt getroffenen Vertragsablchlicki über das Braunkohlenschwel- frafttoerf tn Wölfersheim, der et# erster Schritt der wirtfchaftlichen 'Annäherung an Frankfurt fei imb fich für Oberhdfen vor allem günstig auswirken muff«, würden doch 5 bi» 6 Millionen Mark für ben Au»bau au’gttoanbt unb fänden nach Eröffnung am 1. April 1^28 doch MO bi» 400 Arbeiter bürt ständig« Beschäftigung
Hci4>»tag»aboeorbneter Dr. David verbratet« sich bann über bi« Koalition »Politik Der Vati et. Er hielt es für einen Fehler der Reichstag»fraktion ber Partei daß sie die letzt« R«gicrungsbildung nicht mit mehr fymntdirfrii au verhindern qduchr hab« Dr Ctrdemann# .Führung Der Austenpolittk «rmöglich« durchaus rin 3ufammcr.jrbx’tcn ber Sozialdemokrali« mit ber Deutichen Boll»Partei in einer großen Koali
tion auch in kulturpolitllchen Fragen gäbe ei eir? gemeinsam« Linie mit her Bell-partei. Di« Frrdcrur.g Dr. David» blieb Di« Partei muß als Richtschnur im Auge behalten, möglichst immer an der Regierung bäieiligl zu Iriik
Aus nllet Wett.
Deutsche Feiern In Reu York.
Der Deutsche Verein Reutzork ver- aettaittte unläßlich der le.erl.chen Utbcrqab« c. .ei Billrn.lle» Hindenburgs eint B smarck-Hinden- burg» Feier, an ber cu4> «in« grob« Zahl tn Rruvork anläftiger Re.chsdeurschen teünahm. Der deutsche Geschä'tärtäger tn Wathington. Dr Kiep. beleuchtete in einem gdchichtk chen Rückblick die Bedeutung grober Führer für Die Einigung be» deutschen Bolles Das Amt des Reichspräsidenten fei überparteilich und »erbe tn diesem S nne von d a'identen Hin
denburg ebenso geführt, wie e# fein Amts- Dorgänger Ebert getan habe. Di« Deutfch«« müßten an solchen Vorbildern lernen, ba» Vater- lanb über die Partei zu stellen. Di« deutschen Au»tausch-Student«n veranstalteten tm Internationalen Hau» der 2!euyork«r Studentenschaft ein 5 c ft der deutschen Jugend in Amerika al» Kundgebung dankbarer Anerkennung der von Amerika für Deutschland» Jugend in ben ersten Rachkriegsiahren in Deutschland von Amerika durch efeller-St.'
Studentenaustausch gewährten Hilf«. 44 wurden
:hung»trlearamrre des n Kultn»-
Ministers und der Deutschen Studentenschakt in Berlin zur Verlesung gebracht
IDkDeraufflnDung eines Kometen
Der in diesem Jahre zu rückerwart eie periodische Komet Grigg-Skjellerup Ist am Abend des 31. März aus ber Hamburger Sternwarte burch Direktor Prof. Schorr im Stembilb des Orion sestgestellt worden Das Gestirn, das sich tn nordöstlicher Richtung bewegt und nur bie Helligkeit der 40. Größenkwllen zeigt, wirb nach der Porliegenben Babnbmvchnuna Im Mal sein« Sonnennähe bei entern Abstand von 133 Millionen Kilometern erreichen Di« Um# kausszeik beträgt 4 9 Jahre
Deutsche Zentralasien Ep>«DiN«m.
Die beutlax öcnltckli.n-6rpebtth>n unter Leitung von Dr X r i n ! I e r - Bremen wirb sich am 4. April nach Bomdatz einschifsen. D.« vom Bremer Senat unterstützte Erpebition ift auf eine Dauer von zwei Jahren berechnet. Sie bezweckt bie Ergänzung und Fortsetzung der Forschungen Sven Hedins tm weit! chen chinesischen Turkestan und in den nordwestlichen 5)tmalaiagebleten
Die Rettungsmedaille für flllnlfler a. D. Scholz.
Im Sommer 1924 rettet« Der Kel^sminifter c. D» Dr. Scholz. 'Sorfifienber Der fReidjstaci fraftion ber Deutschen Dolk»partel. unter eigener Lebensgefahr im Ostfecbad Neuhaus ben Burgemieiftrr Augustin vom lobe hre Ertrinken». Heute mittag würbe rr. Schalt für blefe Tat bk Nettungsmebaill« am Danbe burch einen Vertreter be» preuftlfchen Staatsministerium» überreicht.
Jtnpfuna gegen flmralgt«.
In der letzten Rümmer Der lötener Medizinischen Wochens christ berichtet der Direktor brr Wiener staatlichen Impf anstall. Hol« rat Dr. Gustav Paul, über große Heilerfolg«, welche er mit einem neuen, von ihm für b den Zweck speziell her gestellten Impfstoff, Cuttvacei r« Paul, bet mehreren hundert Fällen von Gicht. Rheumatismus. Ischia» unb ähnlichen neuralgischen Krankheiten erzielt hat.
Aerzt« tmb Sozialversicherung tu Oesterreich.
Seit längerer Zeil schweben Verband!ungen zwischen der Aerztdchaft unb der Regierung wegen ber Stellung ber Aerzte zu der neuen Sozialversicherung. Da diese DerHandlungen bi»- her zu keinem örgcbni» gdührt haben, hat sich beule ein Widerstand»komltee lämtlicher österreichischer Aerzl«Organisationen aebilbet. ba» uxntaebenbe Beschlüsse gewerktchastttcher liatuv aesatzt hat. Die Aerzte fordern tn»besvndeee Den Ausschluß aller jener Personen von der Krankenkaslenhilse. die ein Einkommen von über 400 Schilling monatlich haben.
Eröffnung
Des Dlfzlplinaroerfahrens gegen Pfarm Schnoor
Dem evangelischen Prelfedienst zufolge hat ba# Konsistorium gegen Pfarrer Schnorr tn KönigShorlt ba» DisztpUnarversahren eröffnet, aber nicht wegen des gegen ihn an»gesprochen« Mordverdachts, sondern zur Untersuchung ber sonst gegen ihn erhobenen Vorwürfe
„Ersolgrdche" Berufung.
Der Reisende Rvmacztzk. der am 8. Februar in Brieg mit Komplizen einen Einbruch in eine Villa verübt hatte, hierbei bie neunjährige Tochter bt» BejiierS durch Schläge belinnungslvs machte, die Schtoester am Halse würgte unb alsdann die Betten m 11 Petroleum begoß, um Re anzuzün- o en. hierbei aber wohl gdtbrt wurde, hatte gegen da» damals gdäute Urteil von 3 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust Berufung eingelegt. In Der Berufung wurde Rymacztzk zu tz Jahren Zuchthaus. 5 Jahren Ehrverlust und Zulallung der Stellung tmkr Polizeiaufsicht verurteilt e
Jletftnpbuerpibcmi« In (Balljiee.
Aus Pivntczno lKreis Neulanbeg) in Galizien wird cpiN*mifd><# Auftreten des Fleck» tvphu» gcmdbel Die Behörden haben die Schulen geschloffen und den Gottesdienst In den Kirchen verboten. Di« Bauern in bm umliegenden Dörfern haben jeglichen Verkehr mit der betreuenden Stadt unterbrochen. Trotzdem ist bisher ettze rasche Ausdehnung ber Epidemie zu rzetchnen
Schwer« Unwetter in Frankreich
Leit einigen Lagen gehen über ganz Frankreich schwere Unwetter nkber. bk allenthalben großen Schaden angerichtet haben. In ben Vogesen sank bie Temperatur unter den Gefrier- wunkt unb die Höhen find mit Schnee bedeckt. In der Auvergne fällt seit acht Tagen Schnee, ber im Gebirge über einen Meter hoch und den 3ugvcr!ebr zum Teil unterbrochen hat. lieber dem Gebiet von Montpellier wütete ein bdhger Sturm, der auf ben ,ieOkm großen 3d, ihm anrichtete In der Stadt kÜ>st wurden Dächer abgedeckt. Kamine unb Masten der elektrischen Leitung umgeworsen. Bdonders großen Schaden richtet« der Sturm in Gebiet von Revers an. wo er von w? '.kenbruchartt aern R««s und Hagelschauern bealntti war. Dabei wurden Feldscheunen umgettxo: und zahlreiche Bäume rrltpur:«li Auf bem Meer hat der Orkan eine solche L'örkc angenommen, bah Fischerboot« nicht mehr an» tauf en können.


