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Abg. Berndt (Dn.)
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in Angriff genommen.
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Mit dem gleichen Zuge aus
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einem Kastenwagen fori geschasst. De Leiche bis jetzt nicht gesunden worden.
Da» größte Wasserrad Deutschlands.
Der Lohnschiedsipruch für daS Buchdruck- getoerbe ist non beiden Parteien angenom- men worden, so das) er nun ab 1. April in Kraft tritt.
Die Bewilligung für die drei neuen Kreuzer. die vom amerikanischen Kongreß in die Flottenvorlage gegen den Wunsch des Präsidenten Coolidge ausgenommen wurden, erhielt heute die Zustimmung des Präsidenten, der die Vorlage unterzeichnete.
Am Mittwoch begann der Finanzausschuß mit der Beratung des hessischen Staatsvoran- schlagt-. Es kam zu einer allgemeinen Aus- sprache. in der nameMlich dis Fehlbeträge und die Bef?!-: ingslasten besprochen wurden, worüber in Vertretung des durch Krankheit verhinderten Finanz- miniftern Ministerialrat Schäfer Erklärungen ab- gab Am Donnerstag wird das Kapitell des Staats
den Senator Scialoja vertreten werden. Don den drei südamerikanischen Ratsmitgliedern wird, wie bisher. Kolumbien durch den Derner Gesandter. ilrulia, Chile durch den römischen Gesandten Dille gas und San Salvador durch der Gesandten in Paris Gere ro vertreten werden. Den Dor sitz der Tagung wird zum ersten Male Deutschland durchweinen Außenminister Dr. Stresemann übernehmen.
Außer der Ratstagung wird sich der Völkrr- bund in diesem Monat mit den Dorarbeiten für die Abrüstungskonferenz zu beschäftigen haben. Das Ratskomitee, das sich mit dem Studium für die Herabsetzung der Rüstungen, der Kontrolle der privaten Rüstungsindustrie und des Waffenhandels beschäftigen wird, sowie die Kommission für die Kontrolle der privaten Waffeniridustrie treten am 14. März zusammen. Die Unterkommission B der vorbereitenden Abrüstungskonferenz nimmt am 16. März ihre Arbeiten auf. Die vorbereitende Abrüstungskonferenz selbst tritt am 21. März zusammen.
Um den SaarpräsidenLen.
Pot der Genfer Ratstagung.
Genf. 2 März. (TU.) An der am Mou- g den 7. März beginnenden Tagung des Völ- > >sra!e^ werden nad> den bisherigen Mit- ■ <.en wiederum sämtliche ständigen Rats- i? / eher 'eü-.ehme 1. Chamberlain wird
■. ung feiner Frau am Sonntag früh in
der Frau Burmeister fälschlich abgegeben habe. 3n Wirklichk.it habe sie Burmeister tot auf dem Fußboden liegen sehen. Der Schwager des Toten. Paul Verlach, habe die Leiche
forderlichen Räume zur Derfügung gestellt werden. Am Montag hat nun der Magistrat beschlossen. unter Derwendung der architektonisch wertvollen Fassade des ehemaligen Darmstädter Hofes toll em solcher Anbau errichtet und darin dem Archäologischen Institut die benötigten Räume in vollem Umfang seine- Bedarfs bereitgestellt werden. Damit sind alle Hindernisse beteiligt, die dem Derbleib des Archäologischen Insttuts in Frankfurt entgegen- standen
Goldenes Doktorjubiläum.
In Frankfurt begeht der ao. Prof, der Mathematik. Geheimer Regierungsrat Dr. phil. Arthur Scho en flies, sein bdjähriges Doktorjubiläum. Geheimrat Schoenflies. der sich 1884 an der Universität Göttingen habilitierte, wurde als Ordinarius von der Universirät Königsberg 1912 an die Frankfurter Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften berufen und amtierte bei der Eröffnung der Universität als erster Dekan der Raturwisfenfchaftlichen Fakultät. Im Iahre 1921 wurde er emeritiert. Zuvor wurde er für das Amtsjahr 1920 21 von dem Lehrkörper zum Rektor der Universität gewählt.
verkauf der Sammlung £otb Larnavons nach Reuyork.
Die Prioaisammlung ägyptischer Altertümer des verstorbenen Archäologen Lord Earavon, die einen Wert von angeblich 80 000 Pfund Sterling beträgt, ist vom Metropolitan-Museum in Neuyork angekauft worden
Pur wenigen durfte cs bisher bekannt fein, daß sich in Lauerbach bei Erbach im Odenwald eine Sehenswürdigkeit befindet, die bisher nur wenig Beachtung gefunden hat. Diese Sehenswürdigkeit aus alter Zeit ist nämlich das größte Wasserrad Deutschlands. Das gewaltige Rad hat einen Durchmesser von 10,6 Meter. Do? Wasserrad das von einem Bergbach getrieben wird, macht bei jeder Umdrehung einen Weg von 33 Metern.
Baldige Heimkehr des „Meteor".
Das deutsche Permessungs- und Forschungsschiff Meieor. das eine Erpeditions- reise durch den Atlantischen Ozean macht, und bisher die ctrömirnq de; O'.erms durch 14 Proülsahr-
müssen. Für uns ist bad Ideal die grvhdeutsche CinhcitSrepublik.
Abg. Cremer lD.V. P.)
hat den Wunsch, daß zwischen den Ländern und dem Reich eine Verständigung über die Forde- rung der Wirtschaft herbeigeführi werde und die Ander auf die Wünsche des Reick:i in der Ausbildung ihrer eigenen wirtschaftlichen Institute entsprechende Rücksicht nehmen. Be- dauers,'cherweise habe das Reich die Polizei den Ländern überlassen müssen. Die Derwendung der Polizeikosten habe aber nach den vom Reiche ausgestellten Gesichtspunkten zu erfolgen. Ebenso wie die Aufwendungen für das besetzte Gebiet vom Zeitpunkt soiner Befreiung an baldigst ab- gebaut werden müssen, darf auch der Osten keine dauernde Belastung deS Reiches werden. Das MinisterpenfionSgeseh ist dringend erwünscht. Der Redner sordert entschlossene Fortsetzung der D e r e i n h e i t l i ch u n g d e r D e r - waltungSreform und der Reichsnnanz»
Mus aller Hielt
(Eröffnung des deutschen lieber,eefabete Emden—
Azoren.
Am Freitag wird in Berlin die Eröffnung des deutschen Heberseekabels Emden—Azoren durch die deutsch-atlantische Telegraphengesellschaft im Beisein des Reichspostministers S ch ä tz le vor sich gehen. Bekanntlich waren im Laufe des Krieges alle eigenen deutschen Kabellinien durch unseren Gegner z e r st ö r t worden und somit auch die sehr wichtige deutsche Kabelverbindung Emden -Azoren verloren gegangen, so daß wir nach Beendigung des Krieges stets die Kabelleitungen ausländischer Gesellschaften benutzen mußten. Dieser llebelftanb hat jetzt dadurch sein Ende erreicht, daß die deutsch-atlantische Telegraph mgetellschaft ein modernes, technisch hochwertiges Kabel auf der genannten Linie ausgelegt hat. Dieses neue Kabel läuft Emden- Azoren unb erreicht dort zwei direkte Anschlüsse an die Kabelleitungen der Western Union Telegraphen-Gesellfchast und der Comrnercial Gable Company, so daß jetzt wieder Emden—Reu- York direkt telegraphiert werden kann.
Der Reichstag will unter sich bleiben.
Das Reichsministerium hat vor turzem einen Filmstreifen der „Deulig" verboten, der die letzten stürmischen Reichstagssihun- aen im Film fefthielt. Die Filmprüfstelle Berlin hat geltend gemacht, daß der Film technisch sehr schlecht sei und daß er außerdem eine Verhöhnung des Reichstages bewirken könne. In der Begründung des DerboteS wird der Eindruck des Films mit den Worten geschildert: .Die abrupte Darstellung gibt das Bild einer Versammlung von zappelnden und wild gestikulierenden Person e n.“ Die Film-Oberprüfstelle hat sich dem Standpunkt der Film-Prüfstelle Berlin angeschlossen.
Reue Briefe vom letzten Zaren aufgesunden.
In Petershof ist ein geheimer Kellergang von 41 Meter Länge entdeckt worden. In diesem Keller ist u. a. eine Kiste mit Briefen des Zaren Rikolaus II. an den englischen und italienischen König aufgefunden. Ferner sind bisher für verschwunden gehaltene historische Dokumente und Wertsachen gefunden worden.
®igenartiger Erstickungstod.
Während der Bereitung des Abendbrotes erlitt in Wiesbaden eine Hausfrau einen Krampf- I anfall. Sie geriet so in Aufregung, daß sie ihr künstliches Gebiß verschluckte und bald darauf verstarb. Der Arzt konnte nur noch feststellen, daß die Frau erstickt war.
Das Gedächtnis verloren.
Berlin. 2. März. (Priv.-Tel. des G Al Obwohl die Ratstagung noch nicht begonnen hat. auf deren Programm die Saarfrage als einer der wichtigsten Punkte für Deutschland vorgesehen ist. sind ununterbrochen Derhandlungen über die Frage der Umbildung der Saar- icrung im Gange, in denen man sich be» „W5,k, ein Kompromiß zu finden. Aus zuverlässiger französischer Stelle verlautet, daß Frankreich und Belgien bereit seien, das belgisch« Mitglied Lambert zurückzuziehen und bei der Ernennung des neuen Präsidenten dem Wunsch der Saarregierung Rechnung zu tragen. In diesem Punkt scheint, aber die kanadische Regierung erneut Schwierigkeiten zu machen, indem sie großen Wert darauf legt, baj) auch diesmal wieder ein Kanadier die Präsidentschaft in der Saarregierung übernimmt. Man kann annehmen, daß damit die Frage auch schon entschieden ist. und die bereits vorgesehene Wahl des Kanadiers Arnes fichersteht. Heber die Frage der Einführung des internationalen Bahnschuhkorps im Saargebiet gehen hier die Meinungen noch außerordentlich auseinander, es dürfte aber möglich fein, auch darüber in Genf eine Einigung zu finden.
Kunst und Willenschaft.
Das Archäologische Institut bleibt In Frankfurt.
Bekanntlich ist immer wieder davon die Rede, daß das Archäologische Reichsinstitut von Frankfurt nach Heidelberg oder Köln verlegt werden solle, weil es in 5 r a n f u r t in unzweckmäßigen und unzureichenden Räumen untergebracht fei. Der Leiter des Archäologisch m Instituts Prof. Drerel hat vor kurzen, dem Frankfurter Oberbürgerrncister die ausdrückliche Erklärung abgegeben daß jeder Grund für die Verlegung fv. falle, falls kn einem Anbau an
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 3. März 1927.
Die Jagd im März.
Ein Blick in den Schonzeitkatender zeigt fast ausnahmslos schwarze Felder.
Das Rotwild, bei dem in Preußen nun auch der Hirsch Schonzeit hat, ist noch im Geweihwechsel. Die schwachen pirsche folgen dem Beispiel der starken.
Da im Laufe des Monats allenthalben grün« Gräser und Kräuter heroorspriehen, ist das Wild auf Grünäsung nach der trockenen Winternahrung sehr erpicht. Rehwild tritt mit Vorliebe aus die Saaten aus. Für den Gesundheitszustand des Wildes bildet zu starke Grünäsung eine Gefahr, der erfahrungsgemäß besonders männliche Tiere zum Opfer fallen.
Schwarzwild bricht eifrig im aufgetauten Boden. Die Bachen frischen.
Die Hasen Hochzeit geht weiter. Für den Au»- fall des ganzen Hasenjahres ist die Witterung des Monat» von Bedeutung. Denn schon fmben sich die ersten Junghäschen. Wenn sie nicht Kälte und Rässe zum Opfer fallen, dann werden sie selbst noch in diesem Jahre für die Erhaltung der Hasensippe sorgen.
Im alten Mutterbau gibt es Leben. Die Füchsin wölft. Ebenso hat die Dächsin Junge.
Die Rebhübner paaren. Je bester die Deckungsverhältnisse, um so srüher schreitet die Henne zur Brut. Durch Anlage kleiner Remisen aus Dor- nensträu ehern oder niedrigen Fichten kann sie dazu veranlaßt werden. Dadurch wird auch der späteren Gefahr des Ausmähens vorgebeugt.
Auerwild, auf das wir in unserer nächsten Umgebung leider verzichten müssen, tritt Ende de» Monats in die Balz.
In voller Balz steht das H a s e l w i l d , das in unserer preußischen Nachbarschaft noch heimisch ist.
Auch der Fasan läßt schon seinen Balzruf hören.
Okuli, da kommen sie! Die Vögel mit dem langen Gesicht. Gegen Mitte des Monats ist der Rückzug der Schnepfen aus dem Süden im Gang. Der möchte die Poesie des abendlichen Schnepfenstriche» missen? Andere Abschußarten als den Abschuß auf dem Strich sollte man allerdings im Frühjahr unterlassen, um den Bestand nicht zu gefährden, zumal die Schnepfe nach .zahlreichen Beobachtungen offenbar mehr und mehr die Neigung zeigt, bei un» zum häufigen Brutoogel zu werden.
Die Enten haben Schonzeit. Sie sind gepaart, und die Ente beginnt das Legegeschäft.
Alle möglichen Frühjahrsarbeiten sollten den Weidmann recht oft in fein Revier führen Rur dann weiß er, was draußen vorgeht und was feinem Wild not tut.
Auf die große Bedeutung einer nachhaltigen Be- kämvfung der Hauptfeinde der Ntederjagb, der Krähe und des Großwiefels, wurde Im Februar schon hingewiesen. Für die Kurzhaltung des letzteren fei vor allem die sog. Clausiussche Wteselsalle empfohlen. Bei der versteckten, schlüpfenden Lebensweise des Tieres wissen viele Jäger gar nicht, was ihr Revier an diesen Feinden iyres Niederwildes enthält. In einem Nachbarrevier wurden in einem Graben Im Laufe des Sommers 60 Stück gefangen!
Vor allem aber fei heute auf die Bedeutung der Salzlecken hingewiefen. von denen noch zu wenig Gebrauch gemacht wird. Man beobachtet bei Pflanzenfressern, besonders wenn infolge her Bodenbeschaffenheit die Aesungspslanzen wenig Koch- salz enthalten, einen wahren Kochsalzhimaer. E» stellt für den Tierkörper ein wichtiges Nährsalz bar, hat aber daneben noch die Wirkung, daß es den Appetit unb den Durst anregt und die Verdauung sordert. Di eie letztere Wirkung ist besonder» wichtig bei dem Aesungswechfel im Frühjahr, von dem oben schon die Rede war.
Die Ansichten über eine direkte Einwirkung auf die Geweihbikdung find verschieden. Indirekt sind sie bestimmt vorhanden, da unter dem Einfluß des allgemeinen körperlichen Wohlbefindens eine gute Geweihbilbung erfolgt. In den meisten Revieren nimmt Rot- wie Rehwild Salzlecken gern an unb wird durch sie veranlaßt, sich in ihrer Nähe einzustellen, so daß man geradezu von Kirr falzlecken sprechen kann. Wer sein Wild bei sich heimisch machen will, biete ihm Salz. Die Ausgabe ist gering und lohnend.
Di Anlage erfolgt als Lehmfalzlecken, wobei Speise- ober Diehteri mit sanb- unb steinfreiem Lehm vermischt, burd)hwtet unb in von Brettern umgebene Löcher im Boden eingestampft werden. Weiter findei die Stockfulze Verwendung. Baum- stumpfe lStöcke), die im Wald stehen blieben, werden mit Salz bestreut, das, vom Waster aufgelöst, langsam einsickert und den Stock durchdringt. Solche Stöcke werden vom Wild mit der Zeit völlig auf- «leck' Diele Siocksulzen sollen nur für Rehwild
bittet dringend um baldige Borlage des Mtnrster- pensionsgefetzes. Dte sozialdemokratische tfotoc- rung der Aufrechterhaltung des Republikschuh- aesehes müsse zurückgewiesen werben. Wir verlangen. daß die Beamten zum Staat pofitit? eingestellt sind und den Staat bejahen. Bein hung des Staates ist aber nicht das gleiche tote Bejahung der Staatsform. Die Verfassung muß forlentwickelt werden, nur muß dies auf geseh- licl>em Wege geschehen unb nicht gewaltsam.
Abg. Dr. Schreiber sZentr.) erklärte: Wir halten an dem Gedanken des Föderativ st aates fest. Dte bayerische Psyche verlangt eine sorgsame taktvoll« Behandlung. Das Problem des Konkordats verdient jene Beachtung und jenen Ernst, den die große welthistorische Auseinandersetzung von Staat und Kirche verlangt. Das M in d erh e i t enp r o - bi« m bedars der genetischen Vertiefung. Die Errichtung von Studentenhäusern ist eine lulturelle und soziale Rotwenbigkeit. Die Selbsthilfe und der Genossenschastsgedanke müssen beachtet werden.
In später Abendstunde vertagte sich der Ausschuß auf Donnerstagvormittag.
Die Lockerung der Wohnungs- zwangswlrtfchaft in Hessen.
Darmstadt, 2. Mär^ Der G e s e tz g« b u n g s- n u s s ch u ß erklärte zunächst eine Reihe von Eingaben wegen Niederschlagung von Strafen, Rechtsschutzes, Beschwerden usw. durch die von der Regierung erteilten Antworten für erledigt. Hieraus trat der Ausschuß in die Beratung der dem Landtag seit einiger Zeit vorliegenden Anträge der Parteien auf Abbau der Wohnungszwangswirt fchast ein. (Der Inhalt der Anträge ist früher bereits bekanntgegeben worden.) Es handelt sich um Anirage des Zentrums, der Deutschen Volkspartei, der Demokratischen Partei und der Kommunisten, außerdem um eine Eingabe des Vorsitzenden des Hess. Landgemeindetags In Gonsenheim über die Aufhebung der Wohnungszwangswirtschast unb um eine Eingabe bes Landesverbanbes Hess. Mieter- schutzoereine in Mainz über bie Lockerung der Mieterschutzgesetze für möblierte Zimmer, teuere Wohnimgen und gewerbliche Räume. Es folgte eine längere Aussprackx, in der alle Anträge gemeinsam beraten wurden. Während die Vertreter der bürger- tichen Parteien der Meinung waren, daß mit der Lockerung der Zwangswirtschaft der Anfang gemacht werden müsse, waren bie Sozialdemokraten und Kommunisten dagegen. Der TI in ift er für Arbeit und Wirtschaft erklärte, bis jetzt . die Sache mit großer Vorsicht behandelt zu haben, da die ihm von den ßänbem, die bereits eine 7 Lockerung der Zwangswirtschaft durchgeführt l)aben, zugegangenen Mitteilungen nicht g ü n st i g lauten. Der Minister bat, der Ausschuß möchte einen ganz bestimmten Vorschlag in dieser Frage an ihn gelangen lassen, damit er ihn dem Landtag unterbreiten könne. Die Vertreter der Parteien begründeten ihre Anträge, die zur Abstimmung gestellt wurden. Der Berichterstatter Abg. Mann (Soz.) stellte den Antrag, die Anträge der Parteien und di« Eingaben für erledigt zu erklären. Die Angele- genheit solle erst dann geregelt werden, wenn die Wirkungen der Erleichterungen in anderen Ländern bekannt sind Abg. Dr. Werner (Dn) brachte einen Antrag ein, die Regierung zu ersuchen, eine Lockerung der Zwangswirtschaft demnächst in Vorschlag zu bringen. Die Anträge der Parteien wurden ab gelehnt, weil sich für feinen eine Mehrheit fand: auch der Antrag des Berichterstatters verfiel der Ablehnung, ebenfalls der Antrag Dr. Werner. Dieser Antrag wird aber ais Minderheits- anlrag dem Plenum des Landtags unterbreitet und bat Aussicht wegen seines Kompromißcharakters dort eine Mehrheit zu finden. — Der Ausschuß vertagte prh auf unbestimmte Zeit.
■ 'criv’i hier Briand. der japanisch« < Graf Ishli sowie der belgisch« Avne'.'i.inifter Vandervelde eintresfen. Dr. ~ tre ' e m a n n wird nach den bisher hier vor- tegenßen Informationen in Begleitung des Staate iekrctärs von Schubert, der heute in Sa? Remo cingetroffen ift. am Sonntag früh in Ge? erwartet. Während der übrige Teil der deutfcd.'n Delegat ton mit dem Völkerbundsrefc- enten von Bülow und Ministerialdirektor Gauß berei'd SamStag abend hier eintreffen wir, Polens Vertreter im Völlerknrndsrat wird Araäe Minister Zalewski fein. Holland wird dem Vernehmen nach diesmal nicht durch den Außenminister Kaarnebeek, sondern durd- iv-n Berner Gesandten van Troestwijk, tSh'.na durch den Gesandten in Rom Zhu, Rumänien durch den Londoner Botschaf er T i - tuleseu ir nd Italien wie bisher stets durch
ten zwischen Afrika unb Südamerika zu erforschen gesucht hat, wird im Juni dieses Jahres in die Heimat zuruckkehren. Das deutsche Vermessungsschiff hat während seiner Forschungsreise vor allem für bie geographische Wisienschaft eine sehr große Arbeit ge- leistet. Schon Heine läßt sich erkennen, bah bie ozeanographischen, biologischen, geologischen, chemischen, meteoralogiidxn Ergebnisse weil über diejenigen früherer Grpebitionen hinausgehen. Unter etwa 50 000 Tiefenbestimmungen mittels bes Echolots wurde die bisher größte bekannte Tiefe des Südatlantischen Ozeans mit 8050 Meter ertötet.
Das Wasserflugzeug auf der „Luhow".
Der vom Rorddeutschen Lloyd und der Lufthansa ausgeführtc Versuch, den Lloyddampser .Lühow" mit einem Wasserflugzeug auSzurüsten. Hal sich als ein voller Erfolg erwiesen. In Madeira ist die Maschine zu mehreren Rundflügen ausgestiegen, an denen sich über 50 Passagiere beteiligten. Die Flugveranftaltun- gen erregten bei den Landbewohnern und den gerade jetzt sehr zahlreich anwesenden fremden Gästen auf Madeira das allergrößte Intereffe. Das Zuwafserbringen und Wiederanbvrdtragen der Maschine konnte innerhalb ganz kurzer Zeit und ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden.
Sin weiblicher MetzgergeseA.
In Solingen hat ein 16jähriges Mädchen. die Tochter eines Metzgermeisiers vor der zuständigen Prüfungskommission die Gesellenprüfung mit vollem Erfolg bestanden. Man hatte es dem wackeren Mädchen nicht leicht gemacht: als Gesellenstück hatte es ein Stück Großvieh regelrecht zu schlachten und für den Verkauf fertig zu machen.
(Eine Pfarrgehilfin.
Als erste Pfarrgehilfin ist nach bestandenem Katechetinnen-Eramen Fräulein P i ck h a r b t am Magdeburger Dom angestellt worben.
Ausksärung eines verbrechens nach sieben Jahren.
Rach sieben Iahren ift das Verschwinden deS Schlächtermeisters Gustav Burmeister aus kündigt worden. I L i p p e h n e in der Reumark aufgeklärt Worden,
♦ der seit Ende Ma- 1919 vermißt wird. Seine
Nach einer Mitteilung des Allgemeinen Vcrban- Angehörigen verbreiteten seinerzeit, daß er nach
des öcr beut|d)en Bankangestellten hat sein einem Ehezwist davongegangeu fei unb 60 030
Zentraloorstond in einem Schreiben an das Reichs- Mark mitgenommen habe, um nach Amerika
arbeitsminifterium den Schiedsspruch vom 23. Fe- auszuwandern. Der Schwager des Vermißten,
brimr h I. abgelehnt Paul Verlach, hat fetzt dem Unteriuchunas-
1 richt er in Landsberg gestanden, daß er D irmeiner in der Rächt zum 23. Mai 1919 getötet hat. und zwar, wie er behauptet, in Rotwehr. Eine Hausangestellte bekundete, daß sie ihre frühere Aussage, sie habe Vurmeister noch nach dem 28. Mai lebend gesehen. auf Veranlassung
Platz an. e Australische Eingeborene vom Fest-
_ M .. M .. ». x land haben die Millingimby-Mission auf den Kro-
Don selten der Angestellten-Oraantsatlonen sind kodilsinseln am 13. Februar überfallen. Die Missio-
bie Tarifoert rag e im chemischen Kahlenberg- nare brachten ben Angreifern eine Nieberlage bei
bau, in der Kölner Me ta lli n du st ne, i m Kölner Groß- i un& nahmen mehrere von ihnen gefangen.
handel, im Einzelhandel, Buchhcmdelsgewerbe, 3ei« tt'mgsgewerbe und in der Papierinbustrie mit Rücksicht auf bie fommenben Mietssteigerungen und bie andauernde Verteuerung der Levenshaltimg g e -
Bergarbeiter fcunbgebungen gegen Baldwin.
London. 2. März. (WV.) Zu Kundgebungen von Bergarbeitern in Monmouthshire kam es. als Premierminister Baldwin dori aus Cardiff zu einem Beileidsbesuch anläßlich des Zechenunglücks eingetroffen war. Wie die Blätter melden, hatten die Einwohner von dem geplanten Besuch des Premierministers gehört und. strömten in beträchtlicher Zahl zu dem Schacht. Als der Premierminister vorfuhr und aus dein Wagen stieg, wurde er mit H o h n - rufen empfangen, die noch stärker wurden, als er wieder abfuhr. Einige Bergarbeiter riefen. „Wie ist'» mit dem Achtstundentag?", andere „Wo ist Evan Williams?" (der Führer der Zechenbesiher). Der Premierminister war äußerst erregt, verhielt sich jedoch vollkommen ruhig. Wie bie Blätter melden, betrug die Zahl der demonstrierenden Bergarbeiter mehrere hundert. Baldwin war ohne Hut und rauchte Pfeife. Sine Zeitlang standen er und seine Frau g<mz allein zwischen den Bergarbeitern. Die Frau DaldwinS schien dem Weinen nahe und klammerte sich an den Arm Ihres Mannes. — Der Arbeiterführer Tillet erklärte heute nachmittag in einer Rede, er bedauere tief dieses Vorkommnis.
Kleine politische Nachrichten.
Das Befinden des Reichstagspräsidenten Löbe ist befriedigend, Puls und Temperatur sind gut. Die Wunden sondern aber noch reichlich ab, so daß der Patient vermutlich noch längere Zeit in der Klinik verbleiben muß.
Der bisherige Gesandte von Venezuela beim Vatikan, Eduardo Dagnino, wurde zum Gesandten in Berlin ernannt und hat bas Aggre- ment erhalten. Der neue Gesanbte war bereits
früher, und zwar 1914, als Generalkonsul Vene In Turin wurde ein Mann aufgefunben, ber zuelas in Hamburg in Deutschland tätig. vollständig sein Gedächtnis verloren hatte unb sich
* feines Namens nicht mehr erinnern konnte. Es ift
Die Leipziger Sladtverordnetenversamm- festgestellt worden, daß es sich um Dr. Canella, hing lehnte einen sozialdemokratischen Antrag den früheren Direktor des Seminars in Verona, auf Umbenennung des Augustusplahes in Platz handelt. Canella war bekannt geworden durch feine der Republik ab und nahm den kommunistischen religiösen und philosophischen Studien.
Antrag auf Umbenennung in Karl-Mar?- I Mcberfall auf eine Mifsionsslation.


