Ausgabe 
2.9.1927
 
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im Produktionsprozeß", Legationsrat Dr. Bücher. (Dtunbe der Jugend. zert des Hausorchesters:

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Wochenlohn bis zu 30 Mark ist

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49; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis Wicken 22 bis 24; Rapskuchen 15,60 bis 16.

Kurse erlitten die Mehrzahl der Papiere Ein­bußen von 0,5 bis 3 Prozent, wobei besonders am Farben - und Montan markte die Abgaben überwogen. Von B a u w e r t e n lagen Holzmann mit minus 3,75 Prozent stärker rückläufig. Auf­fällig fest blieb die Haltung von Voigt & Hacffner, die erneut um 1,5 Prozent anzogen und einen Kurs

Ein Wiesbadener, der hier überkneipt hatte, er­hielt die übliche G e l d st r a f e von 5 Mark. Er war ferner beschuldigt, auf der Straße einen Schuß in die Luft abgegeben zu haben. Dies konnte ihm jedoch nicht nachgewiesen werden. Insofern wurde er freigesprochen.

Vortrag von wirk!. 15.30 bis 16: Die 16.30 bis 17.45: Kon- Wunschnachmitlag.

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Ansch' richten

Deuische Bank

Diskonte. Gesellschaft Anl-

Dresdner Bunt......

Müteldeutiche Kreditbank

Metallbau!.........

Rcichobank

Rundfunk-Programm

des frankfurter -Tenders.

(Aus der .Radio-Umschau-.)

Samstag. 3. September.

9.30 Uhr: ^Übertragung aus kern Schumann- theater: Tagung des Reichsverbandes der Deut­schen Industrie: 1.Wettbewerb der Volke, um die Qualitätsarbeit", Vortrag von Di>e!t->r Srao mer; 2.Die volkswirtschaftliche Einheit von Wissenschaft. Arbeiterschaft und Llnternehmertam

Letzte Na<Drrchten.

Mord und Selbstmord bei Butzbach.

Buhbach, 2. Sept. (2D5JI. Droh Meldung.) 3n dem benachbarten hochweisel erschoß heute vormittag der 18jährige Schlossccgeselle Albin Jung zuerst die 3 5 Jahre alte Ehefrau des Landwirts Hartmann hell und daraus f i ch selbst. Beide waren sofort tot. Der Beweg­grund zu der Tat steht noch nicht fest. Die Staats­anwaltschaft Hal sich an den Tatort begeben.

17.45 bis 18.05: Die Leseslunde. 18.30 bis 19: Der Briefkasten. 19 bis 20.30: Uebertracung aus der Goethe-Turnhalle in Offenbach: Lieder» tag der Vereinigten Gemaniagesangvercine aus dem Maingebiet. 20.30: Ueuertragung von der Westdeutschen Funkstunde" in Köln: Dunter Abend. Anschließend bis 0.30: Tanzprogramm

fang auf den Stellenmarkt ausgewirkt. Im Klein­handel ist die Lage öfter durch Propagandafeld­züge, Schausensterausslellungen und Inventur- Verkäufe belebt. Personaleinstellungen bei den Banken werden nur zögernd vorgenommen, so daß die Lage der Bankangestellten nach wie vor un­günstig ist. Es läßt sich überhaupt immer wieder feststellen, daß sich Besserungen in der Wirt­schaftslage, die allgemein in der Crwerbslosen- ziffer in Erscheinung treten, sich auf dem Stellen- marlt für Angestellte nur sehr langsam und ver­einzelt auswirken.

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Erweitertes Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 31. Aug. Ein wegen Eigen­tumsvergehen, insbesondere Betrugs vielfach vor­bestrafter Kaufmann aus Osnabrück hat in Gießen, München und Mittenwalde zahlreiche Schwin­deleien verübt und ferner eine 'Unter­schlagung begangen. D.r Schaden war in den meisten Fällen nur gering. Aach bem Gut­achten bes ärz'-lichc.r Sachverständigen handelt es sich um einen tranlhaft veranlagten Psycho­pathen, der indes zurechnungsfähig ist. Er erhielt eine G e s a m t g e f ä n g'n i s st r a f e von einem Jahr.

Um sich kostenlos in den Besitz eines Motor­rades zu setzen, schwindelte ein junger Töpfer aus D ö n st a d t einem Händler vor, er sei der Schwiegersohn eines wohlhabenden Mannes, der für seine Schuld aufkommen werde; außerdem gab er einen mit dem gefälschten Aamen seines Schwiegervaters akzeptierten Wechsel in Zah­lung. Seiner Jugend und bisherigen Unbeschol­tenheit wegen wurden mildernde Umstände an­genommen; die Strafe lautete wegen Betrugs und Urkundenfälschung auf drei Mo­nate zwei Wochen Gefängnis.

Wegen Hehlerei erhielt ein junger Mann von hier drei Monate Gefängnis. Er hat einem Schreibgehilfen, der große Summen Crw'erbslosengelder unterschlagen hat, geholfen, diese durchzubringen, hat sich insbesondere auch Gelb schenken lassen und im Interesse bes Täters mit Summen, die ihm zu diesem Zweck zur Ver­fügung gestellt waren, liederliche Frauenzimmer angelockt und entlohnt. Er mußte sich darüber klar sein, baß der Schreibgehilfe die hohen Be­träge, die er vergeudete, nicht anders als durch strafbare Handlungen erlangt haben konnte.

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Pro

Wirtschaft.

Kaufmännischer Stellenmarkt und Wirtschaftslage im August.

Die Entwicklung ist wie im Vormonat lebhaft. Der Aeuzugang von Bewerbern beträgt bei der Reichsstellenvermittlung des Gewerkschaftsbundes der Angestellten etwa 10 Prozent. Darunter sind viele Bewerber, die in Anbetracht der etwas günstigeren wirtschaftlichen Lage versuchen, eine bessere Stellung zu erlangen. Um ungefähr den gleichen Prozentsatz hat sich auch die Meldung offener Stellen erhöht. Allerdings bezieht sich die Nachfrage nach wie vor überwiegend auf jüngere Kräfte. Bemerkenswert ist die verschie­dene Entwicklung bei den männlichen und weib­lichen Angestellten. Während die Zahl der männ­lichen Bewerber nahezu gleich blieb, ist der Aeuzugang weiblicher Angestellter auf dem Ar­beitsmarkt stellenweise um y3 höher als im ver­gangenen Monat. Zum Teil ist der Zugang auf die Entlassung der während der Sommermonate beschäftigten Aushilfskräfte zurückzuführen. An­dererseits macht aber die Notlage der älteren Angestellten vor den weiblichen Angestellten nicht halt, denn zum großen Teil finden sich unter den Neuzugängen älterer Kräfte, die naturgemäß nur sehr schwer wieder ein Unterkommen finden kön­nen. Da überhaupt die Unterbringung der älte­ren Kräfte nicht in dem Maße möglich war wie bei dem übrigen Bewerberbestand, treten sie innerhalb der einzelnen Altersgruppen stärker in Erscheinung. Es wäre aber ein verhängnis­voller Irrtum, die älteren Angestellten als weni­ger leistungsfähig anzusehen; die Verbandsstellen­vermittlungen verfügen über eine Menge erst­klassiger älterer Kräfte. Die allgemeine Nach- frage auf dem Stellenmarkt weist hinsichtlich der Branchen und der einzelnen Angestelltengruppen besondere Grade auf. Die Nachfrage nach jünge­ren männlichen imd weiblichen Stenotypisten und jüngerem Buchhaltungspersonal hält nach wie vor an und kann an einzelnen Plätzen nicht gedeckt , werden. Ebenfalls sehr gesucht sind eingeführte Reisende mit einem bestimmten Kundenkreis, Ver­kaufspersonal in der Konfektton, Haushaltswaren- und Lebensmittelbranche. Zum geringen Teil wurden auch technische Angestellte seitens der Metallindustrie verlangt. Aeberhaupt ist die Lage der Metallindustrie verhältnismäßig günstig. In Mannheim hat die Metall- und Automobil­industrie sogar Hochkonjunktur. Die Lage des Exports ist nur gering belebt und hat sich in Hamburg und Bremen nur in begrenztem Um-

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von 180,5 Prozent erreichten. Aach Festsetzung ersten Kurse konnte eine festere Stimmung die DI Hand gewinnen, die vom Ekektromarkl ihren Ausging nahm. Elcktrowerte konnten sich bis zu 3 Prozent erholen. Auch I.-G- Farben zogen 2,5 Prozent an. Deutsche und fremde Renten

Vermischtes.

Das bremsende Ttreckcnsignal.

Die Reichsbahnverwaltung ist bekannt.ich seit langem bemüht, die Vorkehrungen zur Sicherste.t des Zugverkehrs auch durch selbsttättge Einrich­tungen, die beim Lieberfahren von Haltesignalen in Kraft treten sollen, zu verstärken. Solche Vorrichtungen werden betriebstechnisch zugbeein- flussende Einrichtungen genannt. Die feit langem vorbereiteten Sicherheitsmaßnahmen war'ea dieser Tage in einer Sonderfahrt auf der Strecke Ber­linDresden einem kleinen Kreise gezeigt. Es handelte sich um die Vorführung dex selbst­tätigen Dremseinrichtung. hie unter dem NamenIndulor" technisch ausprobiert wird. Etwa 285 Meter hinter dem Vorsignal ist ein Streckenmagnet vorgesehen, der, falls der Lokomotivführer das Signal nicht beachtet haben sollte, entsprechend auf einen Lokomottvmagnelen und damit auf die Luftdruckbr.iffe einwirkt und den Zug zum Halten bringt. Die Beachtung des Vorsignals durch den Führer wird durch Be­tätigung eines Wachsamleitshebels im Führer­stand angezeigt, der in jedem Fall zu stellen ist. Die Versuche hatten auch bei 90 bis 100 Kilo­meter Geschwindigkeit besten Erfolg. Die erste Einführung der Neuerung ist für den Spät­herbst zu erwarten. 6

Flicgerdrama in den Alpen

Wie die InnsbruckerNeueste Zeitung" meldet, wurde ein seit Samstag vermißtes jugoslawisches Flugzeug, das an einem Fliegerweltbewerb in der Schweiz teilgenommen hatte, und dann zum Rück­flug in die Heimat gestartet, dort aber nicht ein­getroffen war, am Dienstag nachmittag nach langen Nachforschungen unterhalb der Isabella-Spitze an einem Gletscher nächst der Reutlingerhütte aufge- funben. Das Flugzeug war total zertrümmert. Es Icheint an den Gletscher angeflogen und bei dem Anprall beschädigt worden zu fein. Reben dem Flugzeug lag der Pilot, ein jugoslawischer Ober­leutnant, mit mehreren Schenkelbrüchen; beide Füße hatte er verloren. Etwas abseits lag der Kommandant des Fliegergeschwaders, Oberst Pe­trowitsch, tot, aber ohne Verletzungen. Er hatte an­scheinend Hilfe suchen wollen, war aber in dem Unwetter schließlich zusammengebrochen und ist dann erfroren. Der tödliche Absturz ereignete sich westlich des Arlberg. Man nimmt an, daß das Flugzeug in ein Schneetreiben geriet und infolge­dessen an die Gletscherwa^d anstieß.

Briefkasten der Redaktion.

Hranzostschc Noten......

Holländische Noten.....

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deulsch-Lcsterr., 6100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

lagen bei Fleinern Geschäft Überwiegend schwächer. Nachdem die Deckungskäufe erledigt waren, wurde die Haltung allgemein wieder sehr still, und die Kurse bröckelten leicht ab. Tagesgeld stellte sich auf 7 Prozent. Im Devisenverkehr notierten die Reichsmark gegen Kabel 4,2030, gegen London 20,429, Paris gegen London 124,02, 'jJlailanb 89,40, Madrid 28,75.

Berliner Börse.

Verl in, 2. Sept. Das Geschäft an der heutigen Börse war infolge der allgemeinen Lust- losigleit wieder sehr gering. Von feiten des Publikums lagen Orders überhaupt nicht vor. Die Baissepaptei trat wieder mit Abgaben hervor, da verschiedene ungünstige Momente vor­liegen. So verstimmten die Ernteverichte und das unbefriedigende Röhrengeschäft im August. Die bevorstehende Rede deö Geheimrats D u i s- b c r g bildete das Hauptgefprächsthema der Börse. Trotz der Erleichterung am Geldmarkt (Tagesgeld 6.5 bis 8 Prozent) wird die zukünf­tige Entwickelung weiter pessimistisch beurteilt. Monatsgeld stellte sich unverändert auf 73/4 bis 83/» Prozent. Die ersten Kurse der Effekten­werte lagen 1 bis 2 Prozent unter dem ge­strigen Schlußniveau. Stärker gedrückt waren Hamburg-Süd und Spritwerte. Eine große An­zahl von Werten konnte infolge Auftragsmangels überhaupt nicht zur Erstnotiz kommen. Die Rentenmärkte blieben weiter vernachlässigt. Im Börsenverlaufe machte sich etwas Deckungsbegehr geltend, so daß sich die Kurse teilweise um 0,5 vis 1 Prozent erholen konnten. Schultheiß und Ostwerke konnten 2 Prozent anziehen. Die Stim­mung blieb aber nach wie vor unsicher und zu­rückhaltend.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. QIL, 2. Sept. Die Preis­erhöhungen der Auslandmärlte blieben ohne Ein­fluß auf das Geschäft. Die Notierungen für Weizen wurden um 0,25 Mark ermäßigt, im übrigen blieben sie unverändert. Das Angebot in Weizen und Roggen ist jedoch stärker ge­worden. Die zur Zeit an den Markt kommenden Qualitäten lassen zu wünschen übrig. Roggen­mehl liegt etwas schwächer. Kleie ist gut gesucht. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 28, Roggen, inländ. 24, Sommere erfle für Brauzwecke 26 bis 27,75, Hafer, inländ. 23,50 bis 24,50, Hafer, ausländ. 23,75 bis 25, Mais, gelb 19,50 bis 19,75, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 39,50 bis 40, Roggenmehl 35 bis 35,50, Weizenkleie 13,50, Roggenkleie 13,75.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 1. Sept. Das Ausland brachte wei­ter nachgebende Kufe. Die Cif-Forderungen lauten wenig verändert, nur für Weizen ist eine Ermäßi­gung von 7,5 bis 15 Cents eingetreten. Das An­gebot von Jnlandweizen hält an, aus der Provinz Sachsen ist es noch reichlicher als gestern, dagegen aus der Mark Brandenburg immer noch vereinzelt bei unbefriedigenden Qualitäten. Angesichts der geringen Kauflust der Mühlen zeigen die Preise nachgebende Tendenz, auch für ganz schnell verlad­bare Ware werden kaum noch Aufgelder bewilligt. Die Lisferungspreise waren um 0,50 bis 1,50 Mk. abgeschwächt. Roggen ist in naher Ware immer noch wenig angeboten, es werden gestrige Aufgelder bezahlt. Dagegen wird der Lieserungsmarkt und auch spätere Sichten von der schwächeren Haltung des Weizenmarktes mitgezogen und liegt ebenfalls bis 1,50 Mark schwächer. Weizenmehl fast ohne Geschäft, Roggemnehl bleibt in stetiger Konsum­frage. Mais weiter ruhiger. Für Gerste und Hafer ist die Tendenz als schwächer zu bezeichnen, das Angebot, besonders in mittleren und besten Quali­täten, ist ziemlich erheblich. Es wurden notiert (1000 Kilogramm): Weizen, sächsischer, 262 bis 266, Sept. 277 bis 276, Oft. 275,50 bis 274,25, Dez. 275,50 bis 275 (matter); Roggen, märkischer, 234 bis 238, Sept. 244,50, Oft. 242 bis 241, Dez. 240 bis 239,50 (ruhig); Sommergerste 220 bis 269 (matter); Winter- und Futtergerste 203 bis 209 (matter); Hafer, märkischer 202 bis 218 (matter); Dez. 210 (matter); Mais, La Plata, 198 (still); Raps 295 bis 305 (still); (100 Kilogramm): Wei­zenmehl 34,50 bis 37,25 (ruhig); Roggenmehl 31,85 bis 33,75 (behauptet); Weizenkleie 16 (still); Rog­genkleie 15,25 bis 15,50 (still); Viktoriaerbsen 43

'Brief

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Der Stickstoffmarkt im August. Im Monat August war die Nachfrage nach Stick­stoffdünger im Inland befriedigend. Erzeugung und Versand verlie en ohne Störung. Der Preis für 1 Kilogramm Stickstoff in schwefelsaurem Ammoniak, Leunasalpeter BASF., Kaliammon- salpeler BASF, und Harnstoff BASF, betrug im August 0,86 Mk., im Kalkstickstoff und salz- sauren Ammoniak 0,80 Mk. Im Derichtsmonat hat das Stickstoff-Syndikat eine neue Form von Nitrophoska, nämlich Nitrophoska IG. III. mit einem Gehait von mindestens 16,5 Prozent Stick­stoff, 16,5 Prozent Phosphorsäure (davon min­destens 15,2 Prozent wasserlöslicher Phosphor­säure) und mindestens 20 Prozent Kali, zum Preise von bis auf weiteres 26,70 Mk. für 100 Kilogramm Ware auf den Markt gebracht.

* Weiterer Rückgang der Kon­kurse. Der Rückgang, den die Konkurseröff­nungen bereits seit mehreren Monaten erfahren haben, hat sich auch im August fortgesetzt. Es find in diesem Monat nach einer Zusammen­stellung einer Finanzzeitschrift 421 Konkurse neu verhängt worden gegen 432 im Juli, 430 im 3inii und 472 im Mai. Auch die mangels Masse abgewiesenen Konkursanträge haben sich ermäßigt. (112 im Juli auf 83 im August.) Daß der Rück­gang nicht lediglich eine Folge der Gerichts - fericn ist, geht daraus hervor, daß die Geschästs- aufsichten, die schon im Juli ziemlich stark zu­genommen hatten (von 98 auf 141), eine weitere Zunahme auf 152 erfahren haben.

Berliner Wohnungsbau an leihe in Amerika. Vorbehaltlich der Genehmigung der Stadtverordnetenversammlung ist die Finan­zierung des Berliner Wohnungsbauprojektes nunmehr gesichert. Nachdem die Firmen Philipp Holzmann A. G., die Berlinische Dodengesellschaft G. m. b. H. (Haberland), die Allgemeine Dau- gesellschaft Lenz & Co. QL G., Richter & Schädel und der mit dieser Gruppe zusammenarbeitende Verband sozialer Baubetriebe den Auftrag für den Bau der 8000 Wohnungen erhalten haben, ist jetzt auch eine Klärung der finanziellen Frage erfolgt. Das amerikanische Bankhaus Dillvn Read & Co. in Neuhork wird eine, wie von uns ange­kündigt, Wohnungsanleihe von 30 Mill. Dollar auf 26 Jahre mit einer Nominalverzinsung von 6 Proz. auf legen.

* Westerwaldbrüche A.-G. Die General­versammlung der Westerwaldbrüche A.-G. in Bonn genehmigte die mit einem Verlust von 354 016 Mk. abschließende Jahresrechnung und beschloß, das Grundkapital von 7 Millionen auf 2,8 Millionen Mark herabzusetzen. Die frei werdenden Beträge sollen zur Beseitigung des Kapitalentwertungskontos von 2,3 Millionen Mark zu außerordentlichen Ab­schreibungen und zur Deckung des Verlustes ver­wandt werden. Es ergibt sich somit eine Zusammen­legung der Aktien im Verhältnis von 10:4. Im ab­gelaufenen Geschäftsjahr erforderten Abschreibungen 241 843 Mark.

Motorenwerke A.-G. norm. Benz 6- Cie. Die G. V., die nachträglich noch über die Genehmigung der Bilanz per 31./12. 1926 be­schließen sollte, ist ruhig verlaufen. Nur von einer Seite wurde Aufklärung über die weitere Entwicklung des Geschäfts Der la not Die Bilanz schließt mit einem Verlust von 3,4 Millionen RM. ab, einschließlich des Vortrages von 1 444 044, Reichsmark Verlust aus dem vergangenen Jahre. Durch die inzwischen vorgenommene Herabsetzung des Aktienkapitals von fünf auf zwei Millionen Mart und die Wiedererhöhung auf 5,4 Millionen Reichsmark ist der Verlust auf 409 397, RM. reduziert. Die G. V. genehmigte die Bilanz und den Verlustvortrag.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 2. Sept. Tendenz: schwä­cher. Die Haltung der Börse war auch heute wieder schwächer bei weiter außerordentlich u n - sicherer Grund st immun g. Die Geschäfts­tätigkeit blieb äußerst minimal. Die Aufnahmefähig­keit der Börse blieb daher sehr gering, so daß, als bei Eröffnung das Angebot überwog, die Kurse weiter nachgaben, offenbar unterstützt durch Leer- verkäufc der Baissespekulation. Verstim­mend wirkten die Lohnbewegungen in verschiedenen Industrien und die unbefriedigende Lage des Röh- rengeschäfles im August. Bei Festsetzung der ersten

Frankfurt a.M.

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Berliner Handelöaescllsch. 12

Commerz- und Privat-Bk. 11

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180

Schief. Elektr.......io

Schlickert ........ 7

Siemens Je HaMe .... 16

Tramradio..........8

Ladmever L Lo........s

BuderuS . o

Deutsche Erdöl.......e

Essener Steinkohle.....8

Gelsenkirchener . f. »/, I. 4

Harpcner . . s

Ilse Bergbau.........

Klöcknerwerke...... . .5

Köln-Neuessen .....61/.

Mannesmann . . .f. >/, 8 4

Mans, ldcr.........7

Oberfchles. Eisenb. Bedarf 0 Oberschlcs. KokSlverke . . .0 Pbönir Bergbau. f. V« I 3 Rheinische Braunkohlen . io Rheinftahl.........o

Riebeck Montan.......6

Bereinigte Stahlw. f./» I 3

Otavi 'Dänen.....1 sb

Kali Aschersleben.....10

KaliWestcregeln ... io

Kaliwerk Salzdetfurth . . 12

8 G Warben Industrie. 10 Dynamit Nobel ......0

Scheideanstalt . . ..... .8 Goldschmidt..... .5

Rütgerslverke........ 0 Mctallaesellichaft.....10

Berlin. 1. Seplbr.

| Gelb

Briet

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten......

Dänische Noten ......

Englische Noten .......

| 4,183

58,57

1 112,07

| 20.38

4,203

58,61

112,53

20.46

1. Septbr.

2. Septbr.

Amtliche Noti.rung

Amtliche Notierung

Geld

Bricr

Geld

Brief

Amst.-Rvlt

168,33

168,67

168,23

168,57

Buen.-Aireö

1,792 58,48

1.796

1,791

1,795

Brss.^Autw

»8,60

»8.45>

58,575

Ehristiania

109,84

110,06

109,24

109,44

Kopenhagen

112,45

112,67

112,40

112,62

Stockholm .

112,76

112,98

112,73

112.95

HelfingforZ.

10,574

10,594

10,571

10,591

Italien. .

<2,88

22,92

22,78

22,82

London. . .

0,423

20,463

20,41

20,45

Neuyork . .

1,201

4,209

4,199

4,207

Paris. . . .

Schwei, . .

16,465

16,505

16,455

16,495

>0,98

31,14

80,945

61.105

Spanten. .

70,95

71,09

70,98

71,12

Japan . . .

1,989

1.993

1,987

1,991

'Hio de Jan. Wien in D -

1.4978

U.4998

.497

0.499

Lest, abgcst

59,20

12,449

69,32

59,18

59,30

Prag .... Belgrad . .

12,469

12,444

12,464

7,395

7,403

7,390

7,404

Budapest. . Bulgarien.

<3,49 5.034

73,63 3,üi0

73,44

3,0»5

73,58 o,04t

Lissabon . .

'0,08

20,12

20,03

20,07

Danzig. . . Konstantin.

bl, 44

81,60

81,39

81,55

2,118

2,122

2,123

2,127

Alden. . .

5,494 4.201

5,506

5,514

5,626

Canada . .

4.209

4,199

4,207

Nru,.uay. .

4,196

4.-04

4.176

4.184

Cairo . . .

20.94

20.98

20.93

20.97