Ausgabe 
29.4.1926
 
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Tellus Bergbau

75,5

Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann . . .

98,5

Wirtschaft

51,5

108,5

126,12

136'

133

135,5

132,5

126

59,25

131*

62

96'

98,5'

108,5'

150,5*

86

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

74,5

80

149

84,75

79

149,62

105

126,5

125,5

121,5

107,12

150,5*

85

66,75

79

112

106

105,5

100

93

129,50

58,75

65

85,75

36,75

125,75

51

12 42,75 149,5

91,5

126,5

125

87 121,12

92

104

7.37 '

151,4* 105,4*

I 127* 126*

122*

108

130 1

57.5 I

65

29

37,5 1

geworden, die Nachfrage konnte aber glatt befrie­digt werden. Tagesgeld 4 bis 6 Proz.. Monats- geld 51/» bis 6 Proz.

Dörsenkurfe.

Hamburg-Amerika Paket. Norddeutscher Llovd Kheramische Werke Albin

91,5

60

55

94,2.5

108,62

129.25

132

36

52

79.37

92,75

93

25 40,25 107,5

86 36.8 3.87

126,5 58,5

58.12

12,121 12,

42,87 1

1106,5*

100,5*

93,87*

129,5*

62,75

67,25

79,25*

93,87*

Metallbank......

Mitteldeutsche Kreditbank . Ocfterrcichische Kreditanstalt

105,75 | 100 .

98,1 ao

93,2.5 | 93,7

105,4*

126*

121,3*

93.75 104* 7,25

Phönix Bergbau Ryeinstabl . . . . Niebeck Montan.

P.'eguin

Motorenwerke Maunbetm

136,3*

133

92.5* ; 61,62

56

96* 98,25* 1108,8* 1131,1* | 37,75

52*

79* 94..5* ' 95,25

60,5

55

94.25

95,5

108.25

131

131.5

36 ;

50.12

79.2.5

93,5

93,5

60,37

135,75

131,75

50 i

96;

75,37 |

80

148,87

83,75

67

79,5 108,75

Zellstoff Walddos . . Zuckerfabrik Frankenthal Zuckerfabrik Waobäulel

<e/o Zolltürken 5*/0 Gold Mexikaner

Berliner Handelsgesellschaft Kommerz- and Prtvat-Bank Tannft und Nationalbank Deutsche Bank. .......

Denlsche Vereinsbank . . . .

Disconio Kommandit

d>e Bahnhofsräume und holen mit sicherem Blick olleHeringsdörfer" zusammen in die- Vorhalle. Auch meine Kleine verschwindet. Ich lasse sie mit 'Absicht allein fertig werden. Sie kommt wieder mit strahlendem Gesicht und hat ihren Transportschein mit ihren Personalien umhängen. Nun gibt es kein beschauliches Zusammensitzen mehr. Befreundete Fa­milien finden sich zusammen. Man sitzt und steht und wartet. Die Kinder kommen sich alle sehr wich­tig vor. Auf vielen Gesichtern steht die Erwartung der kommenden Dinge, auf vielen rechte Reiselust und auf vielen, mühsam oder herzhaft bekämpft, das Heimweh, das als Abschiedsschmerz sich meldet. Die begleitenden Schwestern haben alle Hände voll zu tun und müssen noch hundert Fragen von Eltern beantworten und ebensoviele Wünsche und Rat­schläge entgegennehmen. Es wird Zeit. Die Scharen gehen ouf den Bahnsteig. Der Zug kommt. Der reservierte Wagen wird von dem drängenden jungen Volk in heftiger Eile besetzt. Väter und Mütter, die sehen wollen, wie ihre Kinder sitzen, gehen noch einmal in den v-Zug-Wagen hinein und bringen das Köfferchen oder den Karton mit den Siebensachen. Nun stehe ich wieder draußen neben den vielen andern, deren Kinder durch die Fenster sehen und

Pfänder.

* Limburger Bank. Das abgelaufene Ge­schäftsjahr 1925 brachte der Genossenschaft der Limburger Bank eine weitere gesunde Entwicklung, bemerkenswert ist, daß die Bank keinerlei Ein­bußen aus Geschäftsaufsichten und Konkursen er­

litten hat. Wie sehr sich die Geschäftstätigkeit gegen das Vorjahr erhöht hat, läßt sich aus den nach­folgenden Zahlen ersehen: Die Bilanzsumme erhöhte sich von 582 333 RM. im Jahre 1924 aus 863 973 Reichsmark in 1925 und der Bruttoumsatz von 31 Millionen RM. auf rund 48 350 000 RM. Er­freulich ist die Zunahme der Spareinlagen, die sich gegen das Vorjahr um 136 977 RM. auf 199 545 Reichsmark erhöht haben. Der Reingewinn aus 1925 beträgt 26 184 RM. und wird folgendermaßen verteilt: 10 Prozent Dividende auf 1924/25 ein­gezahlten Geschäftsguthaben je 10 000 RM. lieben Weisung an Reservefonds und Aufwertungsrücklage, die sich somit auf 38 671 RM. erhöht.

* D i e Notlage der Zigarctten- i n d u st r i e war Gegenstand einer Interpella­tion des Abgeordneten Prof. Dr. Kastner im sächsischen Landtage. Eine Industrie, die ca. 500 Millionen Mark Tabaksteuer aufbringen soll, liecht großenteils still und weist 60 bis 68 Prozent Arbeitslose und Kurzarbeiter auf. Die Ursache, die seit Oktober 1925 bestehende Materialsteuer, muß sofort mit rückwirkender Kraft beseitigt und ein gesetzlicher Schuh der Hersteller geschaffen werden. Vertreter sämtlicher Parteien pflichteten mit seltener Einmütigkeit den Ausführungen und Anträgen Prof. Dr. Kastners bei, und auch ein I herrschte in Börsenkreisen eine Zuversicht- Negierungsvertreter hat Schritte zur steuerlichen lich e Stimmung, die erneut zu einem an« Entlastung der Zigarette zugesagt. geregten Geschäftsverlauf führte. Die

* Maschinenfabrik Dadenia 21.®., Erklärung des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht,

Weinheim i.D. Non der Gesellschaftsaufsicht öa$ eine weitere Herabsetzung des Reichsbank­verlautet laut5.3., daß es nunmehr gelungen piskontsahes erst nach Eintritt einer weiteren

sei, zu einem für die Dadenia und die Gläubiger Besserung der Wirtschaftslage erfolgen könne,

annehmbaren Vergleich zu kommen, dessen Ein- konnte die optimistische Stimmung nicht beein-

zelheiten binnen kurzem bekanntgegeben werden trächtigen Man tröstet sich damit, daß eine

sollen. Es ist vorgesehen, daß die Hessische Giro- Herabsetzung des Diskontsatzes in

zentrale im Verein mit öer DcHischen Giro- Aussicht genommen ist, wobei es schließlich auf

zentrale unter Garantie der Stadt Weinheim der ^en kürzeren oder längeren Sennin nicht

Dadenia einen Kredit einräumen wird. ankommt. Die Spekulation be tätigte sich

«nv?«» auf den führenden Werten in Rück-

-oex-liner iOVMt. käufen und Deckungen, wobei besonders F arben-

(Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigers".) werte größere Deachtung fanden. Die Derlin, 29. 2lpril. Die heutige Dörse eröff- Kursbesserungen waren aber zunächst nicht be- nete bei sehr ruhigem Geschäft. Die Sen- deutend. Das Publikum blieb dem Markte denz blieb freunblid) unter dem Einfluß der be- I weiterhin fern, so daß sich das Geschäft nur friedigenden Auslassungen auf dem Industrie- unter Epekulationskreisen abwickelte und bald wie- und Handelstag, wurde während der ersten der zum Abflauen kam. Farbenwerte zogen Stunde dann aber unsicher, da die innerpolitische um 1,25 Prozent an. Goldschmidt plus 1 Prozent, Lage sehr vorsichtig beurteilt wurde und durch dagegen Holzverkohlung minus 0,75 Prozent, die Ultimo-Dispositionen noch einiges Material Am Montanmarkt bestand Interesse für herauskam. Außerdem verstimmt die seit gestern I Rheinstahl, Gelsenkirchen und Deutsch-Lux, die nachmittag eingetretene stärkere rücklä ufige befestigt aus dem Verkehr hervorgingen. Bewegung des französischen Fran- Elektrowerte setzten sich in der Aufwärts- t end. Paris gab infolge der Verzögerung der bewegung fort. D an kak tien lagen be» französisch-amerikanischen Schuldregelung gegen I festigt. Eine bemerkenswerte kräftige Er- London auf 147,75 nach und erholte sich dann auf holung zeigten die Aktien des Met all- 147,20. Auch Drüssel war erneut stark rückgängig I bank-Konzerns: Scheideanstalt plus 2,5 und stellte sich auf 138,50 gegen London. Durch Prozent, Metallbank plus 1,75 Prozent, diese Momente gingen die anfangs auf den Metall - Gesellschaft plus 1 Prozent. Schiff- Altienmärkten erzielten Kursavancen von etwa fahrtsaktien verkehrten ruhig und neigten 1 Proz. wieder verloren. Am Geldmarkt ist zum Nachgeben. Von Autoaktien waren Kleher der Dedarf infolge des Ultimos etwas stärker I kräftig gesteigert (plus 2,5 Prozent). Zucker-

Preußen und die Dergwerksge- ftranffurtn Armaturen . . sellschaft Georg von Giesches Erben. I

Von amtlicher preußischer Seite wird mitgeteilt: ajct Union . *.

Die seit Ende vorigen Iahres zwischen der Derg- edjubmbrif ^cr, werksgeselischaft Georg von Giesches Erben und I Sichel. der W. A. Harriman & Co. Inc. einerseits und der preußischen Regierung andererseits geführten Verhandlungen über die Lage, die sich aus dem zwischen Giesche und Harriman am 4. November v. I. geschlossenen Vertrage ergeben hatte, sind zu einem gewissen Abschluß gelangt. Preußen hat sich im Benehmen mit dem Reich bereit gefunden, Giesche das für den regierungsseitig gewünschten Dau und Dctrieb der Hütte erforderliche Kapital darlehnswei/e zur Verfügung zu stellen, und zwar zu ermäßigten Bedingungen, da Giesche in Pol- nisch-Oberschlesien eigene Hütten besitzt, die mit geringen Kosten für die zusätzliche Verhüttung der Erze aus den Deutsch-Bleischarley-Feldern ein­gerichtet werden könnten. Die Sicherung des Darlehens erfolgt durch Stellung geeigneter

ihre Hände heraushallen. Blitzartig tauchen andere Bilder in meiner Seele auf. Ich seh' mich im Zuge. Die Zwölfjährige ist ein kleines Kind und zu Hause. Westbank .......

Aber vor dem Fenster steht ihre Mutter. Der Urlaub Bochumer Gaß ist aus und es heißt: Abschied genommen. Der Zug g£60cru5

will fahren und zwei Hände müssen sich lassen . . Deutsch-Luxemburg

Vorbei. Heut' ist auch Abschied, aber es ist ein lusti- @c(icntird)cner äcrotoerfe. ger Abschied. Lebhaftes Rufen und Winken. Immer §Xcde aT&rSieb^. .i wieder reichen die kleinen Hände heraus nach un- Kaliwerk Westeregeln...»- seren, weil der Zug noch hält. Gute Ermahnungen

klingen hinaus:Jung' sei tapfer!"Nur kein Heim- I S.bnbedarf . weh!"Bleibt schön beisammen ihr Grünberger!" Eine biedere Landfrau tröstet ihre schlanke Toch­ter:Alf Eul, was heulst denn." Und war ihr doch selber das Heulen nicht weit. Der Zug fährt. Ein langes:Ah, ah!" Und dann hallt es hundertmal: Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen!" Tücher win­ken und wehen. Junge Kehlen singen im Zug. Jetzt,

wo der Zua fort ist, brauchen sich die Alten nicht Anglo-Cout.-Guano mehr 3u bedingen Mancher Mutter liefen die M'KLLN..«: Tranen: denn 6 Wochen wird der Liebling fort fein. ftolbfäimibt Eine lange Zeit. Aber darinnen waren wir uns HoUvcrkohlung einig.Wir wollen froh fein für unsere Kinder, an ft alt.

daß ihnen eine solche Erholung gewahrt wird . . . @iettrtittät3«®efenfdmft

Es ist -jl2 Uhr. Das Leben und der Lärm hat sick K

verloren. Die Bahnhofshalle liegt still. Draußen Mainkraftwerke fährt der Zug. Wir hoffen er bringt nach sechs Schucks * ....

Wochen d,e Kinder neu gekräftigt zuruck. | Mna

Daimler Motoren. ......

Hepligenstaedt . . .......

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlug t-Uhr- ftur» | fiurs

Schluß. Kur»

Aman« Otirc

Datum:

28.4 1 29 4-

28 4

29 4.

1 5% Deutsche Rcichs-mleche 4% Deutsche Rcichsauleihe

Deullche Rcichscmletde 3% Deutsche Rcichsanleihe Deutsche Evarprämienaulcihe 4% Preußische KonsotS 4° o Hessen.......

3*/«% ........

I 3°/0 Hessen

Deirrsche Wertd. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schav-Anweisua.*>

rfk W IC A. w

1Sl1SSriSSl i i i i i i i i i i

0,415

0,3925 9,4825 0,2525

0,4

0,4

0,43 0,39 90,25

0,4125

0,395

0.3875

0.480

28 April.

29 April.

Auikliche Noti rung

Amtliche Notierung

(»cld i

Bries

Geld

Briet

Amik-Ntoit

168,01

169.06

168,71

169,13

Buen.-AircS

1,684

1,688

1,669

1,673

Brss Antw

14,99

15,03

14,47

14,78

Ebristiania.

91,02

91,24

90.49

90,71

Kopenhagen

109,81

110,09

109,78

110,06

Stocklrolm

112.29

112,57

112,28

112.56

Helfingfors

10,547

10,587

10,547

10,587

galten. .

16,855

16,895

16,855

16,895

Loudon. .

20,397

20,449

20,40-1

20,456

stteuyork . .

Paris. . .

13.90

13,94

13,84

13,88

Schweiz .

81,09

81,29

81,07

81,27

Spanten

60,77

60,93

60.67

60,83

Japan . . .

1,992

1,996

1,993

1,997

Bto de Jan

0.602

0,604

0.603

0,605

Wien in D--

Ceft abgest

59,22

59,36

59,25

69,39

Prag ....

12,417

12,457

12,417

12,457

Äelzrad . .

7,39

< ,41

7,39

7,41

Budapest. .

5,865

5,885

5,865

5,885

Bulgarien

3,044

3,054

3,042

3,052

Lissabon

21.455

21,505

21.425

21,475

Danstg. .

80,92

81,12

80,92

81,12

stonstanttn.

2,16

2,17

2,17

2,18

Atben

5,24

5,26

5,24

5,26

Kanada.

4,20

1,21

4,20

4,21

Uruguav

4,33

4.34

4.305

4,315

Banknoten.

Berlin, 28 April

Geld |

Briet

Amcrilanische Note» ..... Belgische Noten . ...... Dänische Noten . .......

4,186

14,935

109,51

4,206

15,015

110,05

Englische Noten........

Franzosssche Noten ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten......

20,368

13,94

168,25

16,87

20,468

14,00

169,09

10,95

Norwegische Noten...... Dcutsch-Ocsterr., 5100 Lrone» Rumänische Noten......

Schwedische Noten ..... Schwerer Noten......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Roten . . Ungarische Noten . . . . ,

90,87

59,10

111,97

80,92

60,60

12,40

5 84

91,33

59,40

112,53

81,32

60,90

12,46

5.88

Arankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 29. April. Tendenz. Fest. Auch zu Beginn des heutigen Verkehrs

Schach-Ecke.

Beaibeiiel von W Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 59.

Bon C. Dething, Riga.

Schwarz.

8

7

6

5

4

3

2

d

8

6

5

4

3

2

Wz.'

L____h

a v

Weiß.

Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. Weih: 4 Steine Ka8, DH7, Tbl, Lh3.

Schwarz: 3 Steine Kg3, Bf4, Bf5

Eine besonders elegante und wendungsreiche Aufgabe.

Partie Nr. 45.

Gespielt im Vereinsturnier des Gießener Schachklubs am 18. Ianuar 1926.

Damenbauernspiel.

Weiß: Dr. Rothenberger.

Eine veraltete Spielweise, welche die Punkte

Ein guter Zug, der viele Verwicklungen her-

15. e6Xd5

16. Sd7-f6

17. De7-d6

18. Tc8-e8

19. g7g6

aufbeschwört.

15. d4-d5

16. e4xd5

17. Tfl-el

18. Ld3 f5

19. Tel-dl 20. Sf3-h4?

1. d2-d4

2. c2-c4

3. Sbl-c3

4. Leig5

5. e2-e3

6. Sgl f3

Schwarz: Dr. Leyser.

1. d7-d5

2. e7-e6

3. Sg8-f6

4. Lf8-e7

5. Sb8-d7

6. b7-b6

Ein schwacher Zug, der nur auf das Schlagen des Lf5 berechnet ist. Ld3 nebst Lc4 kam in Frage, obwohl dann Schwarz auch wahrschein­lich sein Bauernplus behaupten wird. 20 21. Tc3-g3

Ein sehr feiner Zug.

22. Tg3-e3

23. Lf5-d7

a6 und c6 schwächt

und schon von Pillsbury

entscheidend widerlegt

wurde.

7. Lfl-d3

7. Lc8-b7

8. 0-0

8. Ta8-c8

9. Tal -cl

9. c7-c6

10. c4xd5

10. Sf6xd5

11. L<>5 e7

11. Sd5xc3

12. Tclxc3

12. Dd8xe7

13. e3-e4

13. 0-0

14. Ddl -c2

14. c6-c5

20. Sf6xd5

21. Sd5-f4!

22.

Dd6-c6

Allzu ökonomisch gespielt. Die Qualität spielt in solch einer verwickelten Partie keine große

Rolle. 23 24. Ld7xe8 25. Le8-d7 26. Te3-g3

Schwarz spielt ragend.

27. Dc2-d2

28. Dd2-e3

29. TdlXd5

30. Tg3-h3

31. De3xe4

32. Ld7-b5

33. Lb5 f 1

34. f2-f4

35. Th3-f3

23. Dc6-f6

24. Df6Xh4

25. Lb7Xg2

26. Lg2-e4!

die ganze Partie hervor-

27. Tf8-d8

28. Sf4-d5

29. Le4Xd5

30. Dh4-e4

31. Ld5xe4

32. Td8-dl4-

33. c5-c4

34. Le4-d3

35. f7-f5

Unö Schwarz gewinnt nach dem Figuren- tausch durch seine Bauernmajorität. Derselbe^ hat in dieser Partie bewiesen, daß er ein beträcht­liches Maß an Kombinationstalent besitzt.

Lösung des Problems Rr. 57.

Don P. A. Larsen.

1. Ta2-a4, Kb5xc5 2. c2-c4 Kc5-d4 3. Dh6- e3-fj-.

1 Kb5xa4 2. Dh6-b6, Ka4-a3 3. Db6- b3-fV-

Richtige Lösungen sandten ein: Zu den Pro­blemen Nr. 57 und 58 Herr Professor W zu 57 Herr Lehrer Dr., beide von Gießen.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedattionSttsch.

Gespräch.

Ach, guddn Moorschn, Frau Aewrdn! Nu, wie gehd's denn?"

Scheen guddn Daach, Frau Sckniebsn. Nu, wie sullsn gehn, ähmd wie's gehd.^

Hammse's schunn gehährd, de qle Lehmann doch gestern geschdor'm!"

Ae gar! Nee, so was! 's is nich meech- lich! Nu, wie gahm denn das? so bläddslichl"

Nu, denknse nur ä mal an! Abends is je noch gesund un frieh liechdse dohd in Bädde!"

Nee, was Sie nich saachn! Denknse nur ä mal! Na, Sie, ich weeß nich, das muß ä närrsches Gefiehl sein, wenn mr so frieh in Bädde liechd und is dohd!"

Ranke-Anekdote.

Der Theologe Willibald Anschlag hörte während seiner Berliner Studienzeit (Anfang der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts) auch Leopold R a n - k e s Vorlesung überEuropäische Geschichte seit 1814". Er bedauert in seiner Autobiographie den Mangel an Freimut und dievornehme Neutrali­tät" in Rankes Geschichtsbehandlung und fährt dann fort:Den Mangel an Schärfe des Urteils ersetzte einigermaßen die formale Lebhaftigkeit. Der sitzend lehrende kleine Mann sprang alle Augenblicke gesti­kulierend auf; einmal griff er auch über das Kathe­der hinaus, um einen unmittelbar davor sitzenden schnarchenden Schläfer aufzuwecken mit den unbe­schreiblich wirksamen Worten:Bitte, mein Herr, nicht fo laut!"

Sport.

... Deim Geschwindigkeitsfliegen in Texas hat gestern der Pilot Fairfax mit 492 Kilometer pro Stunde den Weftrekord und das Genick ge­brochen. (Lustige Blätter.)

Fortschritt.

Aus Amerika wird berichtet, daß sich ein Paar kürzlich im Flugzeug verlobte. Man sieht, daß der Luftverkehr noch nicht sicher ist.

" ' ----S.

aftien gebessert. Auch Bauaktien ziemlich fest. Die übrigen Werte des Kassamaicktes lagen ruhig und wenig verändert. Heimische Ren­ten verkehrten in schwankender Haltung. Aus­ländische Renten lagen ruhig. Der Frei- verkehr tendierte etwas fester. Decker Stahl 40, Decker Kohle 53,5, Denz 67,5, Drown Doveri 76, Entreprise 10, Growag 56.5, Ufa 52, Ufra 76 Prozent. Der weitere Verlauf der Dörse war freundlich gehalten, das Geschäft ruhig und nur in Farbenwerten etwas lebhafter. Am Geld­markt war infolge des Ultimos eine Verknap­pung zu verzeichnen. Sagesgeld 5,5 Prozent, Monatsgeld 5,5 bis 6,5, Prozent. Privatdis­konten 4,75 Prozent. Industrieakzepte 5,5 Proz. Im Devisenverkehr lagen die west­lichen Frankenvaluten erneut schwä­cher. Paris gab gegen London auf 147,65 und Drüssel aus 138.75 nach. Mark und Pfund liegen dagegen sehr fest.

A*anffutter Getreidebörse.

Frankfurt, 29. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 3030,50, Roggen, inländi­scher, 20, Sommergerste für Brauzwecke 22,75 bis 24,75, Hafer, inländischer, 23,2524, Mais (gelb) 18,5019, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 42,2542,75, Roggenmehl 2929,50, Weizenkleie 10, Roggenkleie 1111,50. Tendenz ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 28. April. Die Berliner Produkten­börse blieb auch heute durchaus im Zeichen ge­ringer Umsätze. Das Ausland mit seinen un­veränderten Preisen übte auf Berlin keinen Ein­fluß aus. In Weizen fehlte es fast gänzlich an Angebot, während andererseits aber manche Deckungssrage besonders im Zeitgeschäft für spätere Monate besteht. In Roggen zeigt sich die Haltung schwach, da gegenüber verschiedener Reali­sationen die Käufer sehr zurückhaltend waren. Gerste ist reichlich verfügbar, das Geschäft aber still. In Hafer mangelt es fast vollständig an Aufnahmencigung, so daß auch hier ermäßigte Kurse notiert werden mußten. Mehl nach wie vor ruhig, auch Futtermittel ohne beachtens­werte Umsätze. Im Lieferungsgeschäft eröffnete Mai-Weizen unverändert, während die übrigen Monate bis 1.50 Mark zurückgingen. Roggen fast durchschnittlich 2 Mark schwächer. Es no­tierten pro Sonne: Weizen (märt.) 296 bis 299 Mark, Roggen (märt.) 173 bis 178, Sommergerste 195 bis 210, Winter- und Futtergerste 173 bis 190, Hafer (märt.) 192 bis 202; pro Doppel­zentner: Weizenmehl 37,50 bis 39,75, Roggen­mehl 25,25 bis 26,75, Weizenkleie 11,25, Roggen­kleie 11,90 bis 12,25, Viktoriaerbsen 29 bis 39, kleine Speiseerbsen 24 bis 28, Futtererbsen 22 bis 26, Peluschken 22 bis 25, Ackerbohnen 22 bis 24, Wicken 29 bis 32, Lupinen (blau) 11,75 bis 12,75, Lupinen (gelb) 14 bis 14,75.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt, 29. April. Auftrieb: 4 Kühe, 1305 Kälber, 197 Schafe, 1036 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: feinste Mastkälber 7075 Mk mittlere Mast- und beste Saugkälber 6169, ge­ringere Mast- und gute Saugkälber 5260, geringe Saugkälber 4550. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 4550, geringere Masthämrnel und Schafe 4044, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 3439. Schweine: vollfleischige von 80100 Kilo 7073, unter 80 Kilo 6569. von 100120 Kilo 7074, von 120150 Kilo 7073 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schafe bei lang­samem Handel ausverkauft, bei Schweinen ruhiges Geschäft und etwas Ueberstand.

Bücherttsch.

Zu Hindenburgs 60jährigem Mllitärjubi- läum bringt die Nummer 4230 der Illustrier­ten Zeitung (Verlag I. I. Weber, Leipzig) eine neue Radierung von E. Heermann, auf der der greise Heersiihrer als Generalfeldmarschall dargestellt ist, und würdigt auch noch mit wei­teren Abbildungen und einer textlichen Notiz das Iubelfeft unseres Reichspräsidenten. Zur 650-Iahrfeier der Bestätigung Augsburgs als Freie Reichsstadt zeigt ein dreiseitiger Beitrag die Schönheiten der alten Stadt und interessante historische Bilder. Es folgen ein Beitrag über die Erziehung des Hundes, ein Beitrag über eine seltsame naturwissenschaftliche Erscheinung: Die Veränderungen bei Pflanzen, und ein Bei­trag über den aussterbenden Wiener Fiaker.

D i e Kunst", Monatshefte für freie und angewandte Kunst (Verlag F. Bruckmann A.-G., München). Das Aprilheft der präch­tigen Zeitschrift wird durch einen herrlichen Farbdruck nach einerBöhmischen Landschaft" von Caspar David Friedrich eingeleitet und dieser Reproduktion als sinniges Geleitwort künstlerische Bekenntnisse Caspar David Friedrichs gegenüber» gestellt. In einem kurzen, sehr lehrreich illustrier­ten Aufsatz über Picassos Klassizismus wird ein heute unsere künstlerisch schöpferischen Kreise tief­bewegendes Shema an einem besonders markanten Beispiel behandelt. Der reich illustrierte Aufsatz des Heftes ist der über den Maler Max Oppen­heimer. Besonderes Interesse wird man seinen musikalischen Darstellungen beimessen. Als Archi­tekten kommen Erich Mendelssohn, einer der Führer der jüngeren Architekten-Generation, mit dem Einsteinturm zu Wort, dann der Wiener Prutscher mit Möbeln, Arbeiten in Keramik, Silber usw., alle von bewährtestem Geschmack, edelster Form und ausgezeichneter Beherrschung des Handwerkes. Einige der originellen und reizvollen Bronzen von ©Untermann und Gärten des bekannten Garten-Architekten Gildemeister in Bremen vervollständigen den reichen und ab­wechslungsreichen Inhalt des Heftes.

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