Ausgabe 
28.12.1926
 
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über die einzelnen Industrien der Weiteroerarbei» tung exakte Statistiken aufzuweisen. Bekannt ist, daß die Weiterverarbeitung in der Eisen- i n d u st r i e noch heute ziemlich notleidend ist. Erst in allerjüngster ^cit machen sich auch hier Merkmale einer Besserung geltend. Achnlich liegen die Verhält­nisse in der Textilindustrie, die während des größten Teiles des Jahres schwer darniederlag, und die auch den größten Prozentsatz zu den Zusam- menbrüchen beigesteuert haben dürfte. Will man hier von einer Besserung reden, so muß man die Konfektionsbranche ausnehmcn, wo sich noch kei­nerlei Zeichen einer Besserung bemerkbar machen.

Schon das Jahr 1925 brachte die Erkenntnis, daß ohne eine völlige Umstellung der deut­schen Industrie, ohne Einstellung auf die durch Krieg und Inflation geschaffene ganz neue Lage an einen wirtschaftlichen Wiederaufbau nicht gedacht werden könne. Es kam schon damals das Schlagwort von der Rationalisierung und Typisierung auf, und Projekte, die in dieser Beziehung im Jahre 1925 erdacht wurden, sind in dem nunmehr vergangenen Jahre nach vielen Rich­tungen hin zur Ausführung gekommen und be­ginnen bereits, sich auszuwirken. Es galt in erster Linie, unsere Produktionsfähigkeit mit dem möglichen Absatz in besseren Einklang zu bringen. Dies war nur möglich durch einen horizon­talen Zusammenschluß gleichartiger Betriebe, der die Möglichkeit bot, diejenigen Produktionsstät­ten, die nach Lage und technischen Aufbau nicht wirtschaftlich zu arbeiten vermochten, stillzulegen, die Produktion auf die unter wirtschaftlich günstigen Bedingungen arbeitenden Werke zu konzentrieren. An der Spitze in dieser Bewegung marschierte die chemische Industrie. Ihr folgte die Eisen­industrie. Weiterhin kam diese Bewegung bei allen Industrien in Fluß, nachdem die Hemmnisse, die in steuerlicher Beziehung im Wege standen, aus- geräumt worden waren. Diese Zusammenschlüsse sind jedoch nicht immer aus freien Stücken zustande gekommen, vielfach wurden sie aus der Rot des einzelnen Werkes geboren, und es ging nicht immer ohne kräftigen Kapitalschnitt ob. Eine günstige Wir­kung dieser Zusammenschlüsse, auf die nur wenig hingewiesen wird, liegt in der Verminderung der Vorratshaltung. Dies ist aber augenscheinlich auch unabhängig von- den gesamten Rationolisierungs- maßnahmen durchgeführt worden, und dieses Mo­ment dürfte nicht zum mindesten mit dazu beige­tragen haben, die Grundlage für den Wiederaufbau der beutfchen Wirtschaft zu verbessern. Eine Folge dieser Politik war der Rückgang in der Einfuhr von Rohstoffen und Halbwaren, die in den ersten elf Monaten um rund 1 Milliarde geringer war, als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Allein auf die Tendenz der Verringerung der Vorräte ist na­turgemäß der Rückgang der Rohstoffeinfuhr nicht zurückzuführen, sondern in erster Linie spricht si.ch hier, wie bereits eingangs erwähnt, die Krise aus.

'Borlentane.

(Ohne Gewähr.)

Frankfurt a.M.

Berlin

S»lu ,.l t.Uhe.

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5% Deutsche ReichSan!eibe .

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0.7825

0,7.5

0,74

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3V,0/n Deutsche Neichzanlethe

#

0.7402

0 765

3% Deutsche Rcichsanleihe . Deutsche Evarvramicnanleihe

0.78

0.795

0.81

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4°/n Preußische KonsolS . . .

0 725

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<° n Hessen...........

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3% Hessen...........

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Deutsche Wend. Dollar-Anl.

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99.8

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dio.Doll.-Schatz-Anneting. .

4% /tontürten.........

16

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5% Goldmcfikaner.....

44.5

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Berliner HandclSqcsellschast.

277 5

--

277

277,5

Kommers und Pnoat-Bank.

22'.

218.5

223

218 5

Darmst. und 'Jlaiionaloant .

266.-5

265,75

266

263,75

Deutsche Bank.........

191.62

191.5

191 75

Diskonto Commandit

179

18»

180.5

180

Dresdner Bank........

171

174

173 4

172

Mctalldank...........

179.75

181,5

179

Mitteldeutsche Credilbank. .

174

175 5

177.75

Ocsterreichische Kreditanstalt.

MeichSdank...... . . .

7.75

84

7.9

7 9

164 25

165,25

164.75

164

c Bochumer Guß........

174.75

178.75

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180

r BudcraS......... .

115

119

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117,5

' Caro .............

-

Teutsch-Lurcmburg.....

Gelsenkirchener Bergwerke. .

174.5

179 25

175

180

177.5

181.75

176.13

180 5

Harpcncr Bergbau ... . .

191 75

191 5

191.5

193.25

Kaliwerke Aschersleben. . . .

161.75

159.5

156

Kaliwerk Westeregeln.....

10« 25

168

167

165 5

Laurahutte...........

83

84.5

82.5

84

ManneSmann....... .

209.75

214.5

209.5

215

ManSielder. ..........

139

143

150.5

143

Lberdedarf ..........

120.5

20.75

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119.5

Phönir Bergbau .......

>32 75

130

132

1?8

Rheinische Braunkohlen . . .

246

247.5

244

247

M.einstnhl...........

Riebect Montan........

197

182

199

181

196

182,5

198

TclliiS Bergbau.......

1)7,5

111

Bereinigte Stahlwerke ....

149,4

154

148 9

154

Hamburg Amerika Paket. . .

Norddeutscher Lloyo . .

166.5

166

167

166,5

165,9

165,25

167

165,75

Chernniische Werke AlbM . .

*

Zemcnllvcrk Heidelberg . . .

NO 75

111

Phjlivv tzolzmann ...

168.5

169

168.5

171,25

Anglo l£oni Guano.....

107

Chemische Mader Alaptn. . .

.

Goldschmidt . ....

142

143

143

143,25

Holjvertohlung...... .

72,9

K G ^arocn-Judustrie. . .

117,5

18.25

116.5

317.13

RntgerSwerke........

134 4

134 5

133,9

136

Scheid anUalt..... .

195

207.5

Alla. ElcktrtjiiätS-Gcsellschaft

164.75

165.6

164.75

165.5

Bergmann ..........

El ktr. Licsernngcn......

162 5

164

162

161

155

157

162

Licht und Kraft.........

161,5

160

166

158

Mainkraillvcrkc...... .

127

EchUtkrri......... .

Siemens & HalSke ......

164.5

165.25

.671,75

14,

2v0

202.25

199

201.75

Adlenvcrke Kleger......

112.5

112

112

115

Dainilcr Motoren.......

87

88

88

88

Henligcnstaedt ........

-

P,eguin. ... .......

52

52.75

Mannheimer Motoren ....

44,73

frankfurter Armaturen . .

16

Konservenfabrik Braun . .

59

Melallgesell chofk Frankfurt .

18i

186

*

Pet. Union A -G......

Schnh'abrik Her« . . ....

129

127.5

62.75

61

Eichel............ .

4.5

.Zellstoff Aschaffenburg....

155

156.25

154

155,9

Zrklsloä Datdhof......

-34 9

2735.5

233.ö

.33.5

-jucker obrik Frankenthal . .

106.5

1'19,77)

105,5

Zuckerfabrik Waghaulel . . .

134

135 5

132,5

* Bamag-Meguin A.-G. Soeben gibt die Firma Bamag-Meguin ihre Bilanz für das Jahr 1926 heraus. Darnach beträgt der Geschäftsverlust 845 166 Reichsmark. Die Gesellschaft btrfiljt als Aktiva Fabrikgebäude im Werte von sechs Millionen Mark. Wohngebäude im Werte von 1 635 000 Rm., Maschinen und Fabrikeinrichtungen 4 Millionen, Grundstücke 5 673 000, Vorräte und Rohmaterial und h-lbfertige Waren 5 710 000 Rm. Das Stamm­kapital beträgt 16 000 000 Rm. Der Geschäftsgang, der in den beiden letzten Jahren sehr darniederlag, scheint jetzt wieder auszuleben.

E i n Konflikt in der Cornelius Hehl OLG. in Worms. Freiherr Cornelius Hehl zu Herrnsh.nn, der älteste Sohn des im Jahre 1923 verstorbenen Frriherrn Cornelius Wilhelm Hehl zu Herrnsheim, hat vor ein gen Wochen gegen die von feinem Vater aufgestellten

Testamentsvollstrecker, den Syndikus Lahm, den Direktor Dehner und den Vcichswirtschaftsminister a. D. Dr. Decker den Antrag auf Entlassung beim Aachlahgericht in Worms eingereicht. Die hierfür vorgebrachten Gründe sind nicht bekannt. Da­gegen wurde in der Oeffenllichkrit bekamrt. daß Freiherr Cornelius von Heyl auf Grund dieses Antrags vom Aufsichtsrat der Cornelius Hehl QL®., Worms a. Ah. (AK. 15 Mill. Mark), dessen Vorsitzender Dr. Decker ist, von feiner Stellung als Vorsitzender des Vorstandes der QL®, suspendiert tourt)?. Diese Suspendierung erregte in Hessen und darüber hinaus großes Aufsehen. Aunmehr hat das Aachlahgericht ent- spreckend dem Antrag des Freiherrn Cornelius von Hehl die drei genannten Testamentsvoll­strecker entlasten. Freiherr Cornelius v. Hehl hat die Geschäfte als Vorsitzender des Vorstandes der Cornelius Hehl AG. wieder übernommen.

<5 a r o 111 AG., Berlin. Da s h das Gcschäft im laufenden Jahre befriedige, d ent­wickelt hat ist mit einiger Sicherheit anzuneh- men, daß tür das abge au ene Geschältejahr eine Dividende verteilt wird, die die des Vorjahres (12 Proz.) nicht unterschreiten wird. Definitive Angaben stnd allerdings vor Beendigung der umfangreichen 3ntenturarbei!en nicht zu machen.

' Entdeckung von Phosphorlagern in Polen. 3m Kreise 3anoto in der Wojewod­schaft Lublin wurden Phosphorlager entdeckt. Die Llnterfuchung hat ergeben, daß sie 20 Proz. Phosphor enthalten. Zur Ausbeutung der Lager wird eine besondere Gesellschaft gebildet, die bei der Landwirtschaftsbank wegen eines Dar­lehens vorstellig werden wird.

' A e u e 20--G ulden-Scheine in Hol­land. DerHolländische Staatsan eiaer" gibt begannt, daß die Direktion der A.ederlandischen Bank entsprechend Art ! 7, Abs. 1 des Dankgesetzes von 1919 ab 27. Dez. 1926 20 Hfl.-Danknolen in Umlauf bringt.

* Deutsche Lokomotiven nach Süd­afrika. Rach einer Reutermeldung aus Pretoria gab der Eisenbahnminister bekannt, daß die Ver­träge über die Lieferung von 55 Lokomotiven mit deutschen Firmen am 22. d. M. abgeschlossen worden waren, bevor die öffentliche Ausschreibung erfolgte. Das Abkommen sei fest abgeschlossen.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

27. Dezbr.

28 Dezbr.

AmtlicheJiotf tung

Amtliche Notierung

Kcld

Brief

t^eld

Briet

Amst- :)iou

167.53

167,95

167,68 1,731

168.iO

Buen. Airet

1,733 58.30

1.7'17

1,735

Brn-Antlv

58,44

58.30

o8 44

Christiania.

105.87

106.13

106.07

106.33

ikopenhag.'ii

111.66

111.94

111,79

U2.07

Llockbolm

111.99

112.27

112.04

112,12

HelstNgiorS.

10,545

10,585

10,.545

10,585

Italien. .

18.90

18 94

19,09

19.13

London. . .

-0.328

50,378

4,199

4). 336

20.386

9icui)ork . .

1.149

1,1895

1.1995

Baris. . .

16.59

16.63

16,61

16 65

Schweiz . .

*0,97

61.17

61,03

61,23

Svantrn.

13.98

64.40

64.13

64.29

Iavan . . .

2,046

2.050

2,050

2.054

Hio de Ian Wien in D--

'.498

0.500

9.501

1.503

£tft. abgcsl

)9,16

o9,3<l

69.17

59.31

Prag ....

12,407

12,417

12,406

12.446

Belirad . .

7,395

7,415

7,392

7,412

Dudav.-lt.

»,«7

6,89

0.86

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Bulgarien

3,027

3,037

3.035

3.045

Lissabon .

21.645

.1,595

21,545

41,595

Danzig. . .

»1.40

11,60

81,40

81.60

.Ilonstuntin.

2.095

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2,092

2.102

Athen. . .

5,29

5.31

5.29

5 32

Canada

i,lb7

4,197

1.187

4.19?

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20,916

20,886

20.912

Banknoten.

Berlin, 27 Dezbr

lÄeld

Brie'

Amerikanilche Violen.....

Belgische Noten........

Dänische Wotcn ....... Englische Noten........

Französische Noten......

-volländische Noten .... itkalienische Noten......

Nonvegische Noten.....

Deutsch Ocsterr x 100 Kronen rilumäuüche Noten ...... Echwcdilchc Noten . . ... Schweiler Noten.......

Svanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . .

4.178

58. IS 111.37 40.291

16.60 167.08

18 87 105.59

59.01

2.19 111,62 61.02 63.64

12.382

5,83

4,198 58,45

111.93 30,391

16,68 >67.113

18.07 106,11

59.31

2.2d 112.20 81.42 63.96 12.442

5.87

Franksurtcr

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger-".) Frankfurt. 23. Dez. Tendenz: Freund­liche, Montanwerte fest. An der heu­tigen Efseitenborfe traten wieder Montan- a k t i e n in den Vordergrund, die die Gesamt­tendenz günstig beeinflußten, so daß die Stim­mung durchaus freundlich blieb. Das Haupt­interesse konzentrierte sich auf Mannesmann und Stahl-Verein auf unkontrollierbare Gerüchte von einer Angliederung von Mannesmann an den Stahltrust hin. Diese beiden QLtün konnten sich stark befestigen, Mannesmann plus 3,25 Proz.. Stahl-Verein plus 2,75 Prozent. Bedeutende,» Kursgewinn erzielten ferner Phönix (plus 5 Proz.). Deutsch-Lux (plus 4,25 Proz.), Gelsen­kirchen (plus 3,25 Proz.) und Mansfelder (plus 5,5 Proz.). Kalialtien dagegen eher schwächer. Westeregeln minus 0,25 Proz. Oberschlesische Montanwerte unverändert. Kohlenwerte bis minus 2,5 Prozent höher. Die Rachfrage nach Scheideanstalt blieb in großem umfange bestehen, das Papier konnte auf 207,5 Proz. anziehen. Die bisherigen Konzernwerte lagen ebenfalls fester. Metallgesellfchaft plus 3 Proz., MetalBank plus 1,5 Prozent. Farbenaktien traten heute stärker in den Hintergrund: der Ansangsgewinn von 0,75 Prozent ging im Ver­laufe wieder verloren. Elektroaktien still, doch freundlich. Desonders gesucht waren Lah- meyer bei Kursbesserungen bis 3 Prozent. Sie­mens plus 2,25 Prozent, Schuckert plus 0,75 Pro­zent. Am variablen Markt setzten Bauaktien bei lebhafter Aachfragr ihre Aufwärtsbewegung fort. Wayß R Freytag plus 4 Prozent, Dcker- Hofs plus 4,25 Prozent, Holzmann plus 1 Prozent. 21 u t o a f t i e n gut behauptet. Maschinen- a f t i e n still und ohne besondere Veränderungen. Süddeutsche Z u ck e r a k t i e n bei stil em Ge­schäft feft Waghäusel plus 1,5 Prozent Schiff, fahrtsaktien bei unveränderten Kursen vernachlässigt. Am Anleihemarkt siimu-- tierten für Kr egsan eihe verschiedene Ge­rüchte: so soll zu Beginn des neuen

Jahres eine neue Regierungsvorlage über einen nochmaligen ilmtaufa) in eine neue An­leihe erwartet werden, um d n Schlußstrich unter die A fwertung zu ziehen. Kr -gsänke ^0,783^ i, Sch' tzgebiet 15,4. Ausländische Renten geschäftslos und unverändert. Der weitere Ver­laus brachte durch Gewinnrealisat onen der Spe­kulation für die Favor ten mäß ge Rückgänge. Am G e l d m ar k t ist die Lage toe ter l icht. Tages­geld auf 5 Proz. ermäßigt. Monatsgeld dagegen

Schach-Ecke.

.Bearbeitet von 255 Orbach

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des ..Gießener Anzeigers"

Problem Nr. 93.

Don QL Urslg.

8

t

2

Schwarz.

U

8

e

3

Weiß.

Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt.

g h

Weiß: 8 Steine Kd8; Dt5; Tg6; Lb4; Sa3; Ba5, d7, f2.

Schwarz: 5 Steine Kd5; Sf6; Be4, e5, g7.

Spiel

diese Damenstellung

evtl.

den

war usw.

und g2 ausüben konnte, exponierten Stellung kaum

Ti>8c8 Dc7-b8 Db8-a8?

13.

14.

15

17. KgSxf?

18. Ki 7-^7

19. Sd7-c5

20. Kg7 - f8

1. d2-d4

2. Sgl -13

3. e2-e3

1?26) spielte Schwarz nach 7. C3, Schwarz 9. Lb2, Sf4 einen to.

mit ein gutes 7. b2-b3

8. e3xd4

Immer noch Fortsetzung Sb4 9. Lcl-b2

10. c2-c4

11. Tal -cl 12. Tfl-el

13. Ddl-e8 14. Sd2-fl

15. Sfl g3

Der Druck,

übersehen.

17. . . .

18. De2xe64-

19. d4-d5

20. Sg3-f5+!

XL g.) 20. Sh 6 + nebst Lh7 oder Sgl7 matt. Lf8 war am besten.

17. Sg5xf7!

Dies dürfte Grün seid nicht überraschend ge­kommen sein, aber das Opfer im 20. Zuge hatte er bei seiner Vorausberechnung wahrscheinlich

auf die Punkte f3 läßt sich Mit ihrer vereinbaren.

. Si3-g5!

den ergeben.

3. .. .

4. Lfl-d3

5. Sbl-d2

6- 0-0

In der Partie

Bei richtiger Behandlung des schwarzen Spie­les dürste diese Einschließung des weißen Samenläufers leinen Vorteil für den Anziehen-

3. b7-b6

4. Lc8-b7

5. c7-c5

6. Lf8-e7 Rubinstein-Kmoch (Budapest

hier besser 6..., Sc6. da mil Sb4! 8. Le2, Sbd5. Läufer tauschen und so- erlangen konnte.

7. c5xd4

8. d7-d6

Sc6 mit der intendierten vorzuziehen.

9. Sb8-d7

10. 0-0

11. TI8-e8

12. Dd8-c7

Unregelmäßig. Weih: E. Colle. Schwarz: E. Grünfeld.

1. Sß8-

2. e7 eb

Partie Nr. 67.

Gespielt im Berliner Melslerturnier.

16. g7-g6

16. ..., Lxg2 führt zum Verlust wegen 17. d5!, exd 18 Sf5', Lf8 19. Dh5!, Sxh5 (g6 20. Sh6+

Den Springer kann der Schwarze wegen 21.

D/35 nebst D^hZ-r oder TxeZ-f- nicht schlagen.

21. De6-e3 21. gb^fb

Auf 21.....Sg4 entscheidet 22 Df3.

22. De3-h64- 22. Kf8-f7

23. Ld3xf5 Mit der Drohung l xe7-s- usw.

23. . . 23. Lb7xd5

24 TelXe7+ 24. TeSxe?

25. Dh6xf6+ 25. Kf7-e8

26. Df6-h84- 26. Ke8-f7

27. Lf8xc8

Aufgegeben.

Eine von dem jungen belgischen Meister glän­zend und stark gespielte Partie.

Lösung des Problems Dr. 91. Don Dr. G. Wiarda.

1. Tf2-f5!, Dg8-a2+ 2. Se3 - c2 matt.

1. ..., Kd4-c5 2. Se3-g4 matt.

1. ..., Th4-h2-|- 2. Se3-g2 matt.

1. .. ., D 6eL 2. Sc7-e6, bezw. Se3c2 matt.

1. ..., Le5-f4 2 Dgl - al matt.

1.....bei. 2 Se3 c2 matt.

Lösung der Selbstmatt-Aufgcb? Qir. 1.

Don C. Dreidecker, Eirßen.

1. Lf6-c7+, Kc5-d5 2. Lb5-d3+, c7-c5 3. Da4-d3+, Kd5-e5 4. Dd8-d4 + !, -T5^d4 matt. Originell.

Richtige Lösungen zum Problem Dr. 91 sand­ten ein die Herren: Lehrer Breidecker-, Diplorn- vollswirt G. Weber, hier: H. Kappes, Langs­dorf: Dx. in ©.; D. O. Schm.

Schachbriefkasten.

Dx. in G. Sie ziehen bei der Selbstmatt- Aufgabe Dr. 1 im dritten Zuge c8D, dies ist jedoch unmöglich, der Bauer zieht entgegen­gefetzt.

Aus Der Schachwclt.

Im internationalen Schachturnier zu Meran wurde der belgische Meister E. Colle erster Preis­träger.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom DedakttonSttsch.

Heimgrzahlt.

Der Flötist des großen KammerorchesterS schuldet dem Paukisten seit langem 5 QKarL Eines Tages sagt der Flötist:Du, wenn ich dir morgen die 5 Mark gebe und du nimmst sie nicht, darf ich sie dann behalten?"6ei ohne Sorge," meint der Paulist,ich nehme sie so­fort."

Am nächsten Qlbend hat der Paukist eben einen großen Wirbel zu schlagen, da tritt der Flötist heran und will chm die fünf einzelnen Markstücke auf die Pauke zählen. Entrüstet flü­stert dcr Paukist:Weg mit dem Geld!" und lächelnd steckt der Flötist das Geld wieder ein und sagt:Wir sind nun quitt."

Der Paukist sinnt nach Rache. TagS da­rauf setzt der Flötist eben seine Flöte zu einem großen Solo an, da beißt der Paukist in eine Zitrone hinein, dem Flötisten läuft das Wasser derart im Munde zusammen, daß er keinen Ansatz findet, das Flötensolo flöten geht, und er vom Kapellmeister einen Rüffel erhält. Der Paukist aber flüstert:Dun sind wir quitt."

(Lust. Bl.)

Wörtlich genommen.

Lind dann habe ich hier noch einen hübschen aufgeschlagenen Hut, kostet nur 60 Mark."

Donnerwetter, wieviel haben Sie denn da aufgeschlagen!"

Kleiner Irrtum.

Hast du aus der Jagd etwas geschossen?" 3a, gewiß."

Aber dein Rucksack ist doch leer.

3a, der Treiber ging nicht hinein."

gesucht. Erste Adressen 7, zweite Adressen 83/< Prozent. Geld für einige T.rge über d:.i AI tt.no I1/1 bis 8 Proz. W-rentoech el gefugt 55/s P.'vz. Bank-Akzepte 47 '8 Proz. 3m Devisen ver­kehr Paris gut b.hauptet mit 122,40 gegei London, d. geg.n Mai and mäßig sch ä 'e.- mit 106,40 gegen das Pfund. London-Kabel 4,8-35.

Berliner Börse.

«Eigener Drahtbericht desGtehener Anzeigers".)

Berlin, 28. Dez. Die Börse eröffnete freundlicher und fester. 3m Vordergrund standen Montanwerte unter Führung von Vereinigte Stahl und Mannasmaan-Röhren. Diese beiden Papiere setzten 4 bis 5 Prozent höher ein, wobei erneut auf die Möglich.eit der Angliederung von Mannesmann an den Stahl­trust verwiesen wurde. Lebhafte Beachtung fan­den ferner Phönix, Buderus, Mans,eil.er, Rhei­nische Braunkohlen, Dechumer und Deutsch-Lux, die Kursbefestigungen von 2 bis 4 Prozent auf« wiesen. Die Aufmerisamieit der Spekulation war völlig von den Vorgängen am QILnrtamnartt in Anspruch genommen. Van den übrigen Werten wurden nur® lektroaktien, einzeln eC hemie- toerte, Hypothek enbank-Aetien und Ba u - aktien gefragt. Sonst überwogen leichte Reali­sationen, durch die namentlich Kali aktien, Bankaktien und die meisten Sieben toerte c.was nachgaben. Trotzdem war dir Grundstim­mung freundlich. Sehr beruhigt zeigte sich die Börse über die Einschränkung der Rekord­gelder. Prolongationsgeld stellte sich auf acht Prozent, Geld für einige Tage über den Ultimo auf 8 bis 9 Prozent, Monatsgeld auf 7*4 bis 81 > Prozent, Tagesgeld 41/2 bis 6 Prozent. 'Die Rachsrage nach Rekordgeld war recht rege, tourte aber in der bisherigen Höhe glatt befriedigt. 3m Devisenverkehr lagen das englische Pfund, die Reichsmark und die Lira fest. Paris gegen London kaum verändert.

frankfurter Getreidebörse.

(®igenei- Drahtbenchi des ..Gießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 23. Dez. Cs wurden notiert: Wetterauer Weizen 29,25 bis 29,50, Roggen, inländ. 24.50, Sommergerste für Brau- zwecke 25 bis 26.50, Hafer, inländ. 19 bis 19,50, Mais (gelb) 19,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 41 bis 41,50, Roggenmehl 35 bis 33, Weizenlleie 11,75, Roggenkleie 12. Tendenz stetig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 27. Dez. Im Berliner Produkten­handel konnte sich nadj der Feiertagsruhe heute eine belebtere Geschäftstätigkeit nicht entwickeln, da ^ein­mal das Ausland mit feinen kaum veränderten For­derungen keinerlei beachtenswerte Anregungen nach Berlin brachte, andererseits aber auch Dffertenmate- rial aus dem Inland fehlt. Der Lokomortt bewegte sich in denkbar tleinften Grenzen und in den Preisen kaum verändert, während im Lieferungshandel nur für Dezembertermine sich in Auswirkung größerer Deckungen befestigtere Notierungen durchsetzten. Weizen wurde 1 Mark und Roggen 25 Pfennig höher, Frühjahrsmonate fest, ohne Umsätze. In Gerste und Hafer hält das Kaufinteresse für erste Qualitäten an, während sonstige Sorten recht ver­nachlässigt liegen. Von Hilfsfutterstosfen Kartoffel- flocken gut behauptet. Mchle ruhig. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 264 bis 267 Mark: Roggen, märkischer, 233 bis 238; Sommer­gerste 217 bis 245; Wintergerste 192 bis 205; Hafer, märkischer, 176 bis 186; Mais, loko Berlin, 194 bis 196; (100 Kilogramm): Weizenmehl 34,75 bis 38; Roggenmel 32,75 bis 34,50; Weizenkleie 13; Rog­genkleie 12; Diktoriaerbsen 51 bis 61; kleine Sveise- erbfen 31 bis 33; Futtererbsen 21 bis 24; Peluschken 20 bis 22; Ackerbohnen 21 bis 22; Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau, 13,50 bis 14,50; Lupinen, gelb. 14,50 bis 15; Serradelle, neu, 21,50 bis 24; Raps­kuchen 16,40 bis 16 50; Leinkuchen 20,80 bis 2120; Trockenschnitzel 9,60 bis 9,80; Soyaschrot 19,30 bis 19,90; Kartoffelflocken 27,20 bis 27,50 Mark.

Rundfunk-Programm

des Frankfurt?? Senders.

(Aus der .Radio-Umschau".)

Mittwoch, 29. Dezember:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Neue Tanz­musik. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Bücherstunde. 6.30 bis 7 Uhr: Die Schachstunde. 7 bis 7.30 Uhr:Die großen Metropolen" (Ständige Sonderberichte des Frankfurter Senders aus den Welthauptstädten): 1. Londoner Bericht. 8 bis 8.15 Uhr: Senckenberg­viertelstunde.Die Ordnung des Lebens", Vortrag von Dr. W. E. Ankel, Gießen. 8.15 bis 10.15 Uhr: Uebertragung von Staffel: Das SendespielProst Neijohr" in vier Begebenheiten.