Ausgabe 
28.12.1926
 
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Städte untragbar gewordene Last endlich erleichtert wird, um diese Schulen im Interesse von Staat und Volksgesamtheit weiter am Leben erhalten zu können.

Im übrigen muß die Gesetzgebung endlich die Tendenz aufgeben, den mittleren und kleinen Städten, die vor dem Kriege, im Kriege und nach dem Kriege mit den ihnen zur Verfügung stehenden bescheidenen Mitteln aus eigenen Kräften und mit eigener Initiative beste Selbstverwaltungs- arbeit geleistet haben, die Selbständigkeit auf wich­tigen Kommunalgebieten zu entziehen und sie all­mählich zu Hilftorganen der Landkreise in wesent­lichen Angelegenheiten der Selbstverwaltung herab-

zudrücksn. Durch eine solche Gesetzgebung wird so­wohl der Verwaltung, wie den Gemeindevertretun­gen der mittleren und kleinen Städte die Freude an der Selbstverwaltung genommen.

Im allgemeinen geht mein Wunsch dahin: Möge das neunte Nachkriegsjahr 1927 das endgültig letzteUebergangsjahr" bleiben, damit wir endlich aus dem unerträglichen Zustand ständig wechselnder Gesetzgebung herauskommen und stabile Grund­lagen für Reich, Länder, Gemeinden und Wirtschaft gewinnen, welche für einen planmäßigen Wieder­aufbau der öffentlichen und privaten Wirtschaft tue erste Vorbedingung bilden.

Turnen, Sport und Spiel.

Vom Frauenturnen im Mittelrheinkreis der D. T.

7 Wohl kein Geoirt der körprrlichen Ertüch- tigu-.g ist so sehr umstritten, als grradr das Frauenturnen. W.nn auch in den Vereinen t>2c D. T. bereits in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts A sähe zum Turnen des Leiblichen Geschlechts vorhanden war n so hat dieses Gebiet des Turnens um die Jahrhundert­wende erst 5-ift gefaßt; aber erst die Zeit nach dem Kriege brachte der Bewegung den so sehr beachtlichen Zuwachs. Jedoch mit der Ausbrei­tung des Frauenturnens setzte auch der Kampf der Anschauungen ein. System auf System tauchte auf; jeder glaubte, das Alleinrichtige entdeckt zu haben Noch dauert die Gärung an. noch ist der Streit nicht zu End:, aber die Wellen gehen nicht mehr so hoch. Nachdem nun ver­schiedene Neuerungen feit ms der D. T. geprüft sind, kommt diese große Organ sat on dazu, Nichtlinien Hera- sz ' arbeiten, di: dnAnttr- verbänden (d. s. Kreis. Verband. Gau) die Arbeit erleichtern sollen. In diesem Sinne w'rd auch der Fortbildungslehrgang, den mrer Kreis (Mittelrhrin) vom 27. d. Mts. bis zum 31. d. Mts. in Koblenz abhält, zu arbeiten haben. Ms cha ptarbeitLf ld wird man Wohl d'e Einführung in das .Gebiet der neuzeitlichen Fr i- ubungen" arsehen können. Ebenso wird derAll­gemeinen Körperschule" die ißt gebührende Be­achtung geschenkt werden. Auch dem .Gerät­turnen". demVolkstanz" u. a. in. wird ein gewisser Teil der Zeit gewidmet sein. Aaser Gau Hessen wird durch den Gauwart für das Frauen­turnen. sowie durch Turnerinnen aus Wetzlar. Grünberg. Friedberg vertreten fein.

Die Feier!ags^prele im Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Gießen I gegen Sprendlingen I 1:9.

£. Ein Spiel, zu dem am besten nicht viel gesagt wird. Gießen stellte eine Mannschaft mit reich! chem Ersatz, die dem blendenden Spiel der Sprendlinger, die im Vorjahre Kreismeister waren, fast verständnislos gegenüberstanlen. Der Gießener Tormann hatte ein gerüttelt Maß von Schuld an der Höhe der Niederlage. Das an­genehmste am Spiel war die beiderseits beobach­tete Fairneß unb Ruhe. Durch sein ausgezeich­netes Zuspiel hatte Sprendlingen das Spiel stän­dig in der Hand unb stellte bis zur Pause ein 5:0°Srgebnis her. Hiervon waren minbeftenä drei Lore haltbar. Bei einem Vorstoß nach der Dause kam Gießen zu seinem Ehrentor, es war Lies eine Glanzleistung des Gießener linken Sturmflügels. Doch mit überraschender Selbst- verständlich-keit stellten die Sprendlinger das obige Resultat her. Gießen war mehr und mehr zu­sammengeklappt und brachte kaum noch die not­wendige Energie zur Gegenwehr auf.

Gießen Ib gegen Sprendlingen II 2:2.

Vorteilhaft hob sich dieses Spiel ab. Hier zeigte Gießen ein zusammenhängendes Spiel, in cem man einen Willen sah. Der unentschiedene Ausgang gibt in der richtigen Weise den Spiel­verlauf wieder.

Vor dem Kreismeisterschaftsspiel standen sich die 2. Mannschaften Gießens und Friedbergs gegenüber. Hier siegte der ent­schlossenere Sturm Friedbergs, des bis Halbzeit 3 Tore verlegte, Gießen errang nur das Ehren­tor. Rach dem Wechsel bewährte sich die Arnstel- hmg bei Gießen, das Resultat konnte gehallen werden.

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Aus der Geschichte des Schneeschuhiaufens.

Von Dr. Karl Walbrach. Gießen.

Mit gutem Grund spricht die Aebrrschrift vom Schneeschuh-Laufen, nicht vom Schneeschuh- Sport wenn auch der Schneeschuh in un­seren Gegenden fast nur zum Sport benutzt wird, denn ursprünglich hat der Schnee­schuh nicht zu Sportzwecken gedient, ist nicht zum Sport erdacht worden,

Zweifelios ist der Schneeschuh nur eine Ab­art des Schuhes, der ersten schützenden und Lärmenden Bekleidung des Fußes.Am im Schnee obenauf bleiben zu man", verbreiterte man Lie Sandale und versteifte sie durch Holz o.jeT Reisen. Am welche Zeit der Mensch auf Liefen Dedancken gekommen ist, wi.sen wir nicht. La Liese ersten Abarten der Schuhe als Schneeschuhe darf man sie noch nicht bezeichnen, da sie auch im Sumpsgelände Verwendung fan­den aus wenig widerstandsfähigen Stoffen hergestellt waren; doch vermutet ein englischer Etymologe, Laß dieser Zeitpunkt einige Lausend Jahve vor Christus festz^setzen sei. Das Gle.ttn ter ehemals nur zum Gehen bestimmten Schnee­reifen wurde wohl durch einen Fellüberzug, dessen Haare nach rückwärts gerichtet waren, erreicht. Da die Felle sich bald abnutzten und man ge­legentlich auch feststellte, daß man nach Be­schädigungen des Fells auf dem uaeften, nun offenliegenben Holz vorwärts kam, mag man auf Liefern Wege zum Holzschncechuh gekommen fein. Eine Aebergangsform nach anderen eine selbständig entwickele Form bildet der ungleiche Ski; am linken Fuß trug man einen langen Holzsli, am rechten einen kurzen Frllski und bewegte sich in dec Art fort, wir heute bei den Rollern üblich ist. Dies: in die Vor­zeit zurückreichenden Zusammenhänge restlos auf- zuLären, wir) kaum noch möglich fein.

Außerordentlich zahlreich sind die Belege für die Benützung von Schneereifen und Schnee­schuhen in der Llleratur. Die erste Erwähnung des Gedankens, sich durch Verbrellerung des

Am Vormittag begann die Jugend Len Fußballreigen und konnte gegen die 1. Jugend Vilbels ein 4:3-Ergebnis h:rausholen. Die Gießener Jugend war hier der bessere Teil.

Um die äreismeifteri^aft im Arbetter-Turn- und Sporlbund.

Gießen und Friedberg spielen unrntschleten.

£ Mit besonderem Jntere'se wurde diesem Spiel entgegengesehen, dies Le gt: sich schon äußerlich in der großen Zuschau'.rzcchl. Der Ver­laut des Spiels entsprach den Erwartungen, es war ein Punktspiel mit all seinen unangeneh­men Nebenerscheinur.gen, dafür sorgten die Gäste in höherem Maße als die Einheimischem Das Schlußergebnis entsprach dem Spielverlauf. In der ersten Halbzeit waren die Gießener im Vor­teil und legten 2 Tore vor, die von den Fried­bergern nach dem Sritenwechscl prompt auf­geholt wurden. Beide Gegner stellten sich kom­plett dem Schiedsrichter. Nach e.toa 15 Minuten Spielzeit gelang ein Alleingang des Gießener Mittelstürmers zum Führungstor. Das Spiel wurde nun schwungvoller, Friedberg erzwang eine ergebnislose Ecke, die Angriffe Gießens wur­den stürmifcher, besonders das Jnnentrio zeigte recht schöne Leistungen, unermüdlich und plan­voll schaffte der Mittelläufer. Bald arbeitete auch Gießen eine Ecke heraus, die zwar elenfalls abgewehrr, vom Gießener linken Läufer aber mit prachtvollem Fernschuh ins Netz befördert wurde. Gießen führte 2:0. Leicht hätte der letzte Erfolg vom Torhüter Friedbergs verhindert wer­den könnem Nach der Pause änderte sich Das Bild. Wie mit einem Schlage zeigte Friedberg ein gutes StellungLspiel, leider auch eine größere Rücksichtslosigkeit. Gießen immer mehr tn die Defensive zurückdrängend. Nach 7 Minuten führte eine Ecke zum ersten Erfolg der Fried­berger. ein unschöner Zwischenfall endigte mit der Plahverweisung eines Friedberger Spielers. Nur noch mit 10 Mann spielend, büßte die Mann­schaft nichts von ihrer Aeberlegenheit ein, sie zwang den Gießen rn noch eln ge E.en auf.be: ei letzte den Ausgleich brachte. D.e letzten 20 Mi­nuten wurde nochmals hart um die Entscheidung gerungen, wobei die Chancen mehr auf der Friedberger Seite lagen. Der Schiedsrichter war der rechte Mann. Durch diesen einen Punkt­gewinn blieb Gießen der Abstieg an die letzte Stelle erspart, den nun vorläufig noch Friedberg inne hat.

Mörfelden verliert gegen Wiesbaden 0:2.

Ebenso wie am Varsonntag überrascht die abermalige Nied:rlage Morfel ens, Li^rnal auch noch auf eigenem Platz Bst überlegen durchge­führtem Spiel scheiterten alle Argriffe des Mor- f eiben er S.urm an ter au'o^fern'. en Tätigkeit von Wiesbadens Tormann. Auf der anderen Seite endigten die wenigen Besuch-e Wiesbadens beim Tore Mörfeldens mit jedesmaligem Torerfolg.

Bornheim befestigt seine Spitzenstellung.

Erwartungsgemäß tonnte der V. f. 2. Born­heim gegenüber den Hanauern siegreich bleibem Das 3:1-Resultat stand f;ton bei Halbzeit fest. Nach dem Seitenwechsel spielte Bornheim nur noch mit 9 Mann, vermochte aber trotzdem seinen Vorsprung zu hatten und sich der zahlreichen An­griffe Hanaus zu erwehren.

Wetzlarer Fuhbav.

B. L. Spv. 06 Alsfeld 1:3.

tz. Die Gäste spielten einen gleichwertigen, tech­nisch sogar etwas besseren Fußball. Dafür halle B. L. die Feldüberlegenheit für sich, nutzte seine

Schuhes gegen das Einsinken im Schnee zu schützen, findet sich in Tenophons Anabaiis (370 vor Ehr.). Weitere Quellen sind Strabo (18 n. Ehrst, Arianos (zur Zeit Kaisers Tra­jans), Theophanes (710 n. Ehr.) un> der Ar­menier Artfruni (852 n. Ehrst. Schneereifengeher kannte man demnach sogar in südlicheren Ländern.

Der Gleitschneelauf wird zum erstenmal in Verbindung mit den Sistdfinnen erwähnt, d e ihn auf der Jagd benützten. So werden die Finnen, taten Merkmal für die anderen Völker der Gleitschnecschuh war, vom Mönch Jordanes (552 n. Ehrst, von Prokopios (zur selben Zeit), Warnefridus (720 bis 790), Astam von D.enen (um 1070), Saxo Gcarn natious (um 1200) und in den Historiae Nonveaiae (1200) genannt. Aber nicht nur über den nor ischen Schnerlauf haben wir Quellen in der Llleratur, sondern auch über den der Ehinesen (während der Tang-Dynastie, 618 bis 907 n. Ehr.), Kirgisen, die man nach den mit Holzpferden bezeichneten Schneeschuhen nHolzpserdetürtcn" nannte, und der Ja uten. Das bedeutendste älteste Buch über den Schnee- schuhlauf ist die 1555 in Rom erschieneneHistoria de gentibus septentrionalibus des Erzbischofs Magnus von Apsala: daneben wäre noch Val- vasors Buch über das Herzogtum Krain (1689) zu erwähnen, aus dem sich ergibt, daß die nor­dischen Schneeschuhe auf irgendeinem Wege in tiefes Alpengebiet gelangt sind. Daß auch die Schrifttumsdenkmäler der germanischen Vorzeit (Edda, Heimskringla usw.) Zeugnis vom Alter und der Bedeutung des Schneelaufs geben, darf nicht unerwähnt bleiben. Besonders wichtig sind Me Schneegötter All und Slade, durch die ein Zusammenhang des Schneelaufs mit der Religion unserer Vorfahren hergestelll wird. All istDer Ahnherr aller Schneeläufer. Pfeil und Bogen sind seine Waffen, unzählige blitzende Pfelle (Schneeflocken) sendet er au3, und so schnell ist sein Lauf, daß sein Wundersll zur Tarnkappe wird, mit der er sich den Blicken entzieht". Skate ist dienordische Diana mit Ski, Pfeil und Bogen".Sie ist der Aebergang vom Winter zum Frühling", während All .rauhfrostig, f.Iber- hlond und windschne l' die weiten Schneefelder des Nordens beherrscht.

Chancen aber nicht im geringsten aus. Alsfeld schoß drei klare Tore, denen B. C. nur durch einen Der- teidigerfehler das Ehrentor entgegensetzen konnte. Die B. C.er errangen sieben Ecken gegen zwei für Alsfeld. Erstere verschossen sechs von den sieben hinter das Tor. lleberhaupt waren die B. C.er vor dem Tore derart unsicher, daß sie auch keinen Sieg verdient hatten, der dem Feldspiel nach hätte fällig sein müssen. Angenehm berührte der faire Charakter des Spiels. Die Gäste waren hierin von vorbild­lichem Auftreten und gaben ein nachahmenswertes Beispiel.

Ein neuer Schwimm-Wettrekord

vo. Der bekannten Amerikanerin Wartha N o r e l i u s ist es jetzt in Nouyork gelungen, einen neuen Weltrekord im 220-Vards- Freistilschwimmen aus^ustellen. Sie ver­mochte die bishrrigr Leistung auf 2:43,4 zu ver­bessern. Alte Rekordinhaberin war die Eng­länderin Miß James, welche ihre Weltbest­leistung in Manchester mit 2:46 6 erzielte. Martha Rorclius schwamm schon einmal unter Weltrekord und zwar er'.reltr sie die Zeit von 2:44,6, doch hat ihre Leistung bisher keine An­erkennung gesunden.

Der Wintersport in der Schweiz.

vo. Die schweizerischen Winterkurorte weisen meist eine günstige Schneelage auf. In Grau­bünden haben Arcsa und Klosters 50 bis 75 Zen­timeter Schneehöhe. Davos 30 bis 40. St. Moritz und Pontresina 20 bis 30. In der Zentralschweiz erreicht Andermatt mit über 1 Meter die größte Schneehöhe. Rigi Kaltbad meldet 30 bis 40 Zen­timeter Schnee. Im Berner Oberland haben Grindelwald, Dstaad. Durnigel, Kandersteeg, Zweisimmen 40 bis 50 Zentimeter Schneedecke. Die Temperaturen betragen im Berner Oberland bis zu 13 Grad, sind jedoch in der Regel geringer und betragen in einigen Orten sogar 0 oder einige Plusgrade.

Berufsbox-Europameister.

vo Das Sekretariat der Internationalen Doxunion gibt folgende Liste der jetzigen Europa­meister bekannt: Fliegen: El'y Clark (Eng­land). Bantam: S e i l l i e (Belgien). Feder: R u i z (Spanien). Leicht: D i n e z (Franireich). Welter: Besisio (Italien). Mittel: Devos (Belgiens Halbschwer: Delarge (Belgien). Schwer: P a o l i n o (Spanien).

Ein neuer Flugrekord.

vo. Der bekannte italienische Flieger Pas­saleve, der besonders in der letzten Zeit durch Aufstellung mehrerer er neuer Weltrekorde be­kannt geworden ist, hat abermals eine neue Welthöchstleistung erzielt. Es gelang chm, den Höhenrekord für Wasserflugzeuge mit 500 Kilo Nutzlast auf 5930 Meter zu verbes­sern. Der alte Rekord wurde von dem Deut­schen Tornberg mit 5731 M:ter gehalten, aus­gestellt am 10. November 1926.

Oberhessen.

Landkreis Gießen

CO Klein-Linden, 27. Dez. Die Weih- nachtsfeiertage brachten hier gut besucht« Gottesdienste. Am ersten Feiertag wirkte der M ä n- nergesangverelnEintracht" (Dirigent Musiklehrer Schöttler von Gießen) mit. Zwei sehr gut vorgetragene ChöreDie Himmel rühmen" undein Kirchlein steht" trugen zur Verschönerung des Gottesdienstes bei. Am 2. Feiertag brachten der Posaunenchor und der Gemischte Chor, beide unter Leitung von Herrn Germer, rechte Weihnachtsstimmung in die Festgemeinde. Wie alljährlich üblich, fanden an den Feiertagaben­den die Weihnachtsfeiern bzw. Abendunter- hattungen der hiesigen Gesangvereine statt. Der Ge­sangvereinHarmonie" feierte am ersten Feiertag­abend in dem GasthausZur Burg", der Gesang­vereinEintracht" im Saale derDeutschen Eiche". Am zweiten Feiertagabend versammelten sich die Mitglieder und Gäste des GesangvereinsArion" im Saale derDeutschen Eiche" zur gemeinschaft­lichen Feier. Sämtliche Veranstaltungen nahmen einen schönen Verlauf.

X A l l e n d o r f (Lahn), 27. Dez. In unserem Kirchlein fand am ersten Weihnachtsabend eine stark besuchte Weihnachtsfeier statt, die einen sehr stimmungsvollen Verlauf nahm. Obwohl unser Ort eine immer größere Ausdehnung annimmt und der

Friedhof außerhalb des Dorfes auf einer steilen Anhöhe liegt, war es leider wegen Mangels an Mitteln noch nicht möglich, einen Leichenwagen zu beschaffen. Diesen Uebelsland zu beseitigen, ist man schon lange bemüht, jedoch kann die Beschaf- fung der Mittel nur durch freiwillige Gaben er­folgen.

z. Ullendorf a. d. L d a., 27. Dez. Der hie­sige Turnverein von 1907 beging am zweiten Weihnachtssciertage seine diesjährige Winteroeran- staltung. Dabei konnte der verdienstvolle Leiter des Vereins, Sattlermeister F a u l st i ch, darauf hin- weisen, daß der Verein in diesem Jahre bei ver- schiedenen turnerischen Veranstaltungen 60 Preise, darunter erste und zweite Preise, erringen konnte. Außerdem ist der Verein im Besitze der Gau- meisterschaft für Faustball.

t Grünberg, 27. Dez. Die Weihnachts­feier des hiesigen Turnvereins hatte einen starken Besuch aufzuweisen: gute turnerische Darbietungen sowie eine Theateraufsührung fanden lebhaften An­klang.

t Grünberg, 26. Dez. Wie alljährlich, fand auch diesmal die Weihnachtsbescherung der Kleinkinderschule am 1. Feiertag nachmit­tags in der Stadtkirche statt: da es die 50. Weih­nachtsbescherung war, fielen die Geschenke reichlicher aus als sonst in den Vorjahren. Der hiesige Männergesangoerein, der fast 100 Jahre besteht, hat gestern abend einen stark besuchten Fa­milienabend mit Weihnachtsbescherung veranstaltet. Die Feier verlief in dem schön geschmückten Saale in ernster und würdiger Weise zur^votten Zufrie­denheit aller Anwesenden.

4 L i ch, 27. Dez. Der hiesige Gesangverein Cacilia" veranstaltete am zweiten Feiertag eine Weihnachtsfeier, die^sich eines guten Be- suche- zu erfreuen hatte: im Mittelpunkt des Abends standen eine Operettenaufführung und die Darbie- tunaen von zwölf zusammen 900 Jahre tüten San­gesbrüdern, die mit lebhaftem Beifall begrüßt wur­den. Die hiesige Großbrauerei Ihring-Melchior begann heute auf ihrem Teich in der verlängerten neuen Bahnhofstraße mit dem Einbringen des Eises. Infolge der letzten kalten Tage hat das Eis schon eine Stärke von etwa 12 bis 14 Zentimeter erhalten. Da die für die Brauerei be­nötigte Menge sehr groß ist, so haben für die nächsten Wochen viele Leute Beschäftigung und Der- dienstmöglichkeit gefunden.

tL L i ch, 27. Dez. Die WeihnachtS- g o t t e s d i e n st e in LerMarirnsttftSk rche waren durch den Kinderchrr unter her Leitung des Stiftsorganisten Lehrer Stein und durch den Prsaunrnchor unter der Lotung vorn Stiftsdechant Lenz festlich ausgrstaltel. Eine besondere Wcih- nachtSfreude für die ganz« Gemeinde mar auch diesmal wieder tie »Lichterckrch«' am Ab nd des ersten Feiertages, die zugleich die We.hnachts- feier Les Kinderaottesdrenstes ist. 3m städti­schen Spital sand am Ehristabend eine Weihnachtsbefcherung statt, gleichzeitig kam daS Christkind zu der jubelnden Kinderschar im Rettunngshaus zu Kloster Arns­burg. Die katholische Gemeinde hiett ihre feierliche Christmette in der heiligen Nacht, morgens um 5 Ahr, ab. Da die Feiertage star­ken Frost brachten, tummelten sich auf dem Teich im Schloßgarten die Schlittschuhläufer.

L4- D e t t e n h a u f e n, 27. Dcz. Die kirch­liche Feier deS Heiligen Abends er­hielt in Liefern Jahre durch die Aufführung des KrippenspielsDeutsche Weihnacht" von Pfarrer Wllhelm Schreiner eine besondere Weihe. In dankenswerter Weise hat sich unser Lehrer Schieferstein in den Dienst der guten Sache gestellt und das Spiel cingeübL Es war eine Freude, mitanzufehen, wie die Schüler mit ihren: Lehrer gemeinsam dies Krippenspiel zur TtuffübruTig brachten, ein Genuß, der unserer Gemeinde noch nicht geboten wurde. Cs ist wahr, was der Verfasser in feinem Vorwort sagt:Cs ist nötig, daß wir wieder lernen, die Feiertiefe unserer Feste nicht nur durchs Ohr. fontern auch durchs Auge der ganzen Gemeinde zu vermitteln". Solche Weih:s>iele sind ein Ge­nuß für groß und klein. Der Gesangverein unter Leitung von Lehrer Schiefer st ein trug ebenfalls zur Verschönerung der Weihnachtsfeier bet Er trug den Chor vor:Horch die Weih- nachtsglocken Hingen. Untere kleine Dorf- kirche erhält nun auch elektrische Beleuch­tung. Durch freitoilüge Spenden kam der Be­trag von 120 Mk. zusammen, der zur Anschaffung des Materials dient. Herr Hofmann von hier bat sich bereit erklärt, dir Installation un­entgeltlich vorzunehmen.

SchneelaufbilLer sind in ziemlicher Menge erhalten. Las älteste auf einem um 1050 un­weit Apsala errichteten Runenstein. Sie lassen ebenso wie die vielen BrmerTungen in den Sagen und geschichtlichen Darstellungen dir Dr- beutung der Schneeschuhefür das häusliche und gesellschaftliche Leben, für den wirtschaft- llchen Verkehr, für die Staatsverwaltung in Frieden und Krieg" erkennen. Dor allem fand der Schneeschuh Verwendung zur Jagd und in den Feldzügen, wo er nachweislich zuerst in ter Schlacht von Isen (1200) gebraucht wurde. Der Zusammenhang zwischen Jagd und Sport ist uralt, und so erklärt es sich, daß schon in früher geschichtlicher Zeit der Schneelauf als ritterlicher Sport geübt wurde. Das erste Preis­ausschreiben für den sportlichen Schneelauf der SrlLaten zu derenQlneiferung" stammt aus dem Jahre 1767 (in Christiania).

Während Ler sogenannten Ritterzeit hatte der Schneelauf nur noch Bedeutung als not­wendiges Verkehrsmittel unb darüber hinaus für die Jäger.Erst im 18. Jahrhundert finden wir Zeichen eines WieLeraufblühens dieses nor­wegischen Nationalsports". Den bedeutsamsten Anteil an Lieser Entwicklung hatten die Eki- kompagnien (im Anfang deS 18. Jahrhunderts): und deren Auflösung konnte die Ausbreitung des Schneelaufs nicht stören, da die Städte- bewvhner schon auf ihn aufmerksam geworden waren Das erste allgemeine Preislaufen fand 1843 statt, und 1835 konnte man lesen: »Der Skilauf ist ein in manchen Städten wieder be­liebter Sport geworden, und die Wettläufe locken viele Zuschauer an, daß sie wie Volksfeste sind." In Len siebziger Jahren setzte ein starker Auf­schwung ein; die ersten Lelemarker 6a Lauf er traten auf undwirkten wie eine Offenbarung'*. Die Telemarker Dauern hatten in ihrer Ab­geschiedenheit eine besondere Säart (in der Mitte schmäler als vom und hinten) erfunden und sind Ladurch die Schöpfer des Schneeschuh-.Sports" geworden.

Außerhalb Skandinaviens und Rußlands wurden zuerst in Oesterrnch und England, um 1880 auch in säst allen deutschen Mtttelgebirgen

anfangs von Förstern und Jägern, bald ab j: auch zu Sportzwccken Schrreeschuhe bmützt. Ab.-r erst nach 1831, als Naisens BuchAuf Schnre- sch hen durch Grönland" erschien war, begann das Interesse an diesem Sport so zu wachsen, daß bald die Ski-Einfuhr aus Siaudinovien den Bedarf nicht mehr decken konnte. Doch kam wenige Jahre später ein Rückschlag. Wohl hatte Nansen die Echne schuhe gebracht, aber k ine Anle tung zu ihrer richtige:: Benutzung. Ein mnrr Aufstieg begann, nachden 1838 tüchtig: alpine Läufer ihre Erfahrungen veröffentlichten, Norwe"er als Lehrer nach D:utschla::d kamen, und di: Moment- Photographie die unvollkommenen Zeichnung:n ersetzte.

UeberaH entstanden nun Ski-Vercine, und wurden Wettläufe und Wetts-ringen veranstaltet. An welche Namen und Creianisse sich die Wetter- entwicklung deS Schneeschuhlaufs bis h.ul- knüpft, kann hier ebensowenig ausgeführt w:rden wie der Streit zwifche: norwegischer und m tieleuropäisch- alpiner Skitechnik. Der 1903 gegründete Deutsche Sll-Derband hat vor allem Aitteil an der starken Verbreitung. And im Zusammenhang mit ihm muß auch der während des Weltkrieges in den Vogesen. Alpen und Karpaten tätig gewe'encn deutschen Eki-BAaillon: gedacht werden. Heute ist der Schneeschuhlauf beinah: in allen Welt- aegenden bekannt: wir finden ihn nicht nur in Nord- unb Mitteleuropa, sondrn auch in Italien unb Spanien, in Nordamerika und salbst in Japan, wo der erste Sprunihügel den deutsch ausgesprochenen NamenSilberschanze" führt.

ES mag noch erwähnt werden, daß man Skier nicht nur im Schnee verwendet hat, und daß f:e auch tn neuerer Zeit praktisch von Bedeutung waren. Sie sand n Verwend nz bei cin-r Wande­rung durch den Sand ter Sahara, bet der Bestei­gung des Kilimandscharo, des Pic von T:n:risfa. hn Atlas (Nordafrika), tn Australien, Neuseeland imb Arn-e ien. .Den bedrutungsvollstau SNweg hat Roald Anundsen eingelchiag-rn. als er den Südpol erreichte. Mach seinen Angaben hat er den für Scott so tragisch e-röenben W-ttllauf zum Südpol getoonnen. weil er Ski^ a aber keine benutzte "

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