Ausgabe 
28.6.1926
 
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Nebenstellen der Hessischen Handwerkskammer.

Mit Beginn dieses Jahres sind sechs Beben- stellen der Hessischen Handwerkskammer (Sitz Darmstadt) ins Leben gerufen worden mit fol­gender Bezeichnung und für nachstehende Be­zirke: 1. Handwerkskammernebenstelle Darm­stadt: für die Kreise Darmstadt, Groh-Gerau, Bensheim u. Heppenheim. 2. Handwerkskammer­nebenstelle Offenbach: für die Kreise Offenbach, Dieburg und Erbach. 3. Handwerkskammerneben­stelle Grehen: für die Kreise Giehen, Als- feld und Lauterbach. 4. Handwerkskammerneben­stelle Friedberg: für die Kreise Friedberg, Büdingen und Schotten. 5. Handwerkskammer­nebenstelle Mainz: für die Kreise Mainz und Bingen. 6. Handwertskammernebenstelle Worms: für die Kreise Worms und Oppenheim.

In einer Verordnung des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft ist über diese Bebenstellen u. a. bestimmt worden:

Die Handwerkskammernebenstellen sind Ab­teilungen der Hessischen Handwerkskammer, Sitz Darmstadt. Die Handwerkskammernebenstellen haben die Ausgabe, die Interessen des Hand­werks ihres Bezirks im Bamen der Handwerks­kammer zu vertreten. Insbesondere liegt den Bebenstellen für ihren Bezirk nach Anweisung der Handwerkskammer ob: 1. die Führung eines Handwerkerkatafters. sowie die Führung der Lehrlingsrolle und der damit zu- sannnenhängenden Arbeiten; 2. die Heber» wachung der Durchführung der von der Hand­werkskammer erlassenen Vorschriften zur Begelung des Lehrlingswesens: 3. die Unterstützung der Kreis- und Gemeindebehörden in der Förderung des Handwerks: 4. die Erstattung von Vierteljahr» llchen Tätigkeitsberichten an die Hand­werkskammer: 5. die Förderung des Ausbaues der handwerklichen Organisationen und die Beratung dieser auf allen Gebieten ihrer Tätigkeit; 6. die Bearbeitung der von der Handwerkskammer im Bahmen ihrer Befug­nisse und im Interesse der Förderung des Handwerks zugewiesenen Auf­gaben. Außerdem haben die Bebenstellen die handwerklichen Organisationen in ihrer Geschäfts­führung zu unterstützen, die einzelnen Handwerker ihres Bezirks in Rechtsangelegenheiten, Steuer­fragen usw. zu beraten. Hierfür steht ihnen das Recht einer Gebührenerhebung nach Maß­gabe eines von dem Minister für Arbeit und Wirtschaft zu genehmigenden Gebührentarifs zu. Der Vorsitzende einer Handwerlskannnerneben» stelle wird von dem Vorstand der Handwerks­kammer auf Vorschlag der vereinigten örtlichen Organisationen des Bezirks der Bebenstelle ge­wählt. Er muß ein Handwerker fern, der möglichst an der Spitze der Dezirksorganisation steht und den Vorschriften des § 103b der Reichsgewerbe­ordnung entsprechen. Der Geschäftsführer einer Handwerkskammernebenstelle wird von dem Vor­stand der Handwerkskammer auf Vorschlag der vereinigten örtlichen Organisationen des Be­zirks der Bebcnstelle gewählt und von der Voll­versammlung bestätigt. Der Geschäftsführer sowie das Personal der Bebenstellen sind Angestellte der Kammer, die auch die persönlichen und sach­lichen Kosten der Bebenstelle trägt. Die Vorsitzen­den sowie die Geschäftsführer der Handwerks­kammernebenstellen bleiben für ordnungsmäßige Führung der Dienstgeschäfte der Handwerks­kammer verantwortlich.

Amtsgericht Giehen.

* Gießen, 18. Juni. Zwei Familien K. und W. wohnen seit einiger Zeit mit mehreren anderen Familien in einem städtischen Gebäude auf demselben Flur. Während sie anfangs einig miteinander waren, kam es im Laufe, der Zeit wegen der Tochter des K. zu Steitigkeiten unter ihnen, die mit Beleidigungen und mit Tätlichkeiten endeten. Als zur Zeit der großen Kälte im letzten Januar die Tochter K. an der gemeinschaftlichen Zapfstelle das Wasser laufen ließ, und die Frau W. sie deshalb zur Rede stellte, gab es einen Wortwechsel unter ihnen, in dessen Ver­lauf die Frau W. der K. verschiedene Schimpfworts zurief und ihren Mann ausforderte, der K. doch eine herunterzuhauen. W. kam dieser Aufforderung auch prompt nach und versetzte der K. mit einem harten Gegenstand einen Schlag auf den Kopf, daß eine blutende Wunde entstand. Bei einer anderen Ge­legenheit rief die Frau W. der Frau K. eine Beleidi­gung zu. Auf die erhobenen Privatklagen hin wurde der Ehemann W. wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 30 Mark und die Frau W. wegen zwei Beleidigungen zu Geld st rasen von 15 und 20 Mark verurteilt. Dazu kommen noch die beträchtlichen Kosten.

* Gießen, 19. Juni. Ein Reisender aus der Provinz Hannover, der seit längerer Zeit stellenlos ist, kam Ende Mai hierher und fragte in einer Reihe von Geschäften um Beschäftigung nach. Diese erhielt er zwar nicht, wohl aber kleinere Geldbeträge zur Unterstützung, so daß er schließlich im Besitz von etwa 8 Mark war. Anstatt dieses Geld zu seinem Unterhalt zu verwenden, ging er von Wirtschaft zu Wirtschaft und setzte es in Bier und Schnaps um. Schließ­lich kaufte er von einem Unbekannten auch noch eine Flasche Doppelkümmel, den er größtenteils ebenfalls zu sich nahm. Dann ging er in ver­schiedene Häuser, um sich Essen zu erbetteln. In einem Hause in der Liebigstraße stand auf dem Treppenabsatz vor der Mansarde ein verschlosse­ner Kleiderschrank, in dem ein Dienstmädchen seine Kleider und Wäsche aufbewahrte. Diesen riß er mit Gewalt auf und nahm sämtliche darin befindlichen Gegenstände im Werte von etwa 300 bis 400 Mark an sich. Als er sich am Bahnhof von einer Frau Packpapier geben lassen wollte, wurde diese mißtrauisch und lehnte sein Ansinnen ab. Darauf verpackte er die ge­stohlenen Sachen in einen Koffer, gab diesen als Handgepäck auf und löste sich eine Fahrkarte nach Grünberg. Als ein Polizeiwachtmeister, der auf ihn aufmerksam gemacht worden war, seine Personalien feststellen wollte, versuchte er aus­zureihen, wurde aber bald wieder eingeholt und festgenommeii. Die Sachen konnten dem Dienst­mädchen, das von dem Diebstahl noch gar keine Ahnung hatte, alsbald wieder zurückgegeben wer­den. Der Täter wurde wegen Einbruchsdieb­stahls zu 5 Monaten Gefängnis und wegen Bet­telns zu 2 Wochen Haft verurteilt.

Gerichtssaal.

Bestätigung eines Todesurteils.

WSB. Frankenthal, 26. Juni. Wie aus Leipzig gemeldet wird, hat das Reichs­

gericht gestern die von dem Separatistenführer I r m s ch e r gegen das über ihn verhängte Todesurteil eingelegte Revision ver­worfen. Irmscher wurde bekanntlich wegen Erschießung dreier Einwohner von Lambrecht und Schifferstadt vom Frankenthaler Schwur­gericht am 5. Mai dreimal, zum Tode verurteilt.

Wirtschaft.

Von den Schlachtviehmärkien.

Auf den nachstehenden Märkten wurden in der vorigen Woche für ein Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:

Rinder Kälber Schafe Schweine

Berlin Bremen Breslau Chemnitz Dortmund Dresden Düsseldorf Elberfeld Esten FrankfurtM. Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kastel Kiel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau

2163 40-68

30-60 33-65

22-56 48-68

22-56 45-68

2063 40-70

25-61 40-72

20-63 30-63

20-64 45-72

28-62 40-90

15 - 62 40 - 69

15-60 28-70

15-63 30-70

21-57 6070

20-60 50-68

17-53 29-91

15-62 40-90

24-59 36-63

20-62 30-115

14-88 45-74

19-57 52-78

12-57 30-67

14-56 50-70

15-57 45-70

28-60 70-79

45-63 67-78

32-52 58-73

38-54 70-82

35-55 73-80

25-63 57-79 65-78 65-79

30-54 65-78

30-50 60-79 28-63 60-79 2060 68-76

- 74-80

65-80

32-60 45-77 62-81

30 - 63 60 - 82 25-53 65-79 40-44 58-79 58-82

18-58 65-74

- 68-79

40-56 70-80

' Siegerländer Eisensteinverein. In der Mitgliederversammlung des Vereins wurde berichtet, daß im Siegerländer Bergbau die erwartete Besserung eingetreten sei. Mehrere größere Bergwerke, die längere Zeit stillagen, haben den Betrieb bereits wieder auf genommen, andere werden in Kürze folgen, so daß eine erfreuliche Abnahme der Arbeitslosigkeit bei der Bergarbeiterschaft eintreten wird.

* 21. Riebecksche Montanwerke in Halle. Bekanntlich ist die Aktienmajorität dieser Gesellschaft aus dem Stinnesbesitz an die I. ©.» Farbenindustrie über gegangen, lieber das am 31. März abgeschlossene Geschäftsjahr ist noch nichts Bestimmtes mitzuteilen, doch kann mit einer Dividende bestimmt gerechnet werden. Zur Zeit sind alle Betriebe voll beschäftigt, nur der Absatz an Rohbraunkohle läßt zu wünschen übrig. Auch der Absatz an chemischen Produkten ist zufrieden­stellend. Durch die Errichtung des Großkraft­werkes Theihen wird der Gesellschaft eine große Absatzmöglichkeit der Ro> braunkohle eröffnet. Von den Oeiintereffen, mit denen die Gesellschaft durch Hugo Stinnes stark verbunden war, war eine .Loslösung bereits im vorigen Jahre ge­plant. Die inzwischen erfolgte Trennung führte das Unternehmen wieder der reinen Draun- kohlenwirtschaft zu. DieBeteiligung der Ge­sellschaft an der Gasolin G. m. b. H. ist an die I. G.- Farbenindustrie üb er gegangen.

Der amerikanische Anteil der Stahlwerke-Anleihe überzeichnet. Rach einer Beuhorker Kabelmeldung des DHD. ist die von einer amerikanischen Bankgruppe unter Führung von Dillon Read & Co. am Samstag in Reuyork zur Zeichnung aufgelegte Tranche der Anleihe der Bereinigten Stahlwerke überzeichnet worden.

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

Sd)lu,.|

Kurs !

i-Uhe.

Schlug. I

Ansang

Kur»

Kur» !

Datum:

26.6 |

28 6

26 6 |

28 6

5% Deutsche Rcichsanletbe

4% Deutsche Rcichsanleiye

0.425

0.4315

0.42

0.4025

0,435

0,415

3'/,°/» Deutsche Rcicheanlethe 3% Deutsche Neichsanleihe Deutsche Svarprämienan leihe

0,38

0,41

0.417

0.47

0.55

0,575

_

3,2425

4% Preußische Konsols

0,382

1,4025

0.415

4% Hessen..... .

0,35

3'/$% Hessen........

3% Hessen..........

0,39

0.375

Deutsche Wcrtb. Dollar-AnL

96,5

dto- Doll -Schav-Anweilng.'i

4e/0 Zolllurken.......

13,25

12,75

12,8

5% Goldmexikaner .

-

33,62

Berliner Handelsgesellschaft

171

170'

180*

Lommerj- and Privat-Bank

121.75

123'

122'

122,7* 169*

Darmst. und Nationalbank

166

169'

163,5'

Deutsche Bank.......

148

154'

148,5*

152 5'

Deutsche BereinSbank ....

84.5

Disconko Lommandit . .

142,5

145'

142

145*

Melallbank. ....

116

117,5

Mitteldeutsche Kreditbank .

113

-

112,5'

_

Oestcrreichischc Kreditanstalt

7,3

7,35

7,75

Weltbank ......

Bochumer Guß ......

132.5*

145*

136*

142'

Buderus .........

78,5

81,5

78,5

81,75

Caro .......... .

63,8

64.5

Deutsch-Luxemburg .....

Gelsenkirchener Bergwerke.

134,25 153.5

143,5'

156'

134,7' 152'

141*

157,5'

Harvencr Bergbau . .

Kaliwerke Aschersleben....

144,5

146

141'

145*

143.5

154,5

143'

152,5

Kaliwerk Westeregeln ...

155

158

154

161,5*

linurahükte ........

39,25

43

41

44

Oberbedari ........ ,

Phönix Bergbau ......

GO

65

61*

112

119*

114,6*

___

Rheinnahl .......

135,25

138,9'

135*

138*

Niebcck Montan.......

132,5

130,75

135

Tellus Bergbau .....

73

_

Hamburg-Amerika Paket. . .

153.5

155,5'

154,2'

155,7*

Norddeutscher Llovo . . .

146,25

149

148'

148.2

Lheramische Werke Albin .

47.5

-

Zementwerk Heidelberg . .

103,5

_

-

Philipp Holzinann .....

75,5

78,25

72

-

Anglo-Cont-Guano.....

77

_

Chemische Mayer Alapin . .

_

I. G .rarbenindustrie, A.-G.

243'

247.1'

243*

247,7'

Goldiwniidt.........

Hotzverkohlung........

89.5

92,5

90,25

93,5

54

Nütgerswcrkc . . ......

113,5

113,5

113

_

Scheideanstalt .......

148,25

149,9

-

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft

139.5

142,5'

140*

142,5'

Bergmann ......

129

129'

129,4*

Mainkraftwerke...... .

102.5

102.5

Ccbuckerl .........

124

123.9*

124'

Siemens L Halske ......

173,25

174,1*

173

173,2-

Adlcrwcrke Kiener......

79

79,5

78

77,25

Daimler Motoren.......

73

73,75

75

Heyligeniiaedi........

Mcguin...........

Motorenwerke Mannheim

22.5

37,75

-

50,5

Frankfurter Armaturen .

15

Konservenfabrik Braun . .

41

-

Metallgesell'chaft Frankfurt.

Pct. Union A.-G.....

134.75

86,5

84,75

Cchuhtobrik Herz . ,

33

_

Sichel .......

3,5

^eüftoii Waldbos ....

157,5

154

150,5

157

Zucker,abrik Frankenthal . .

Zuckettabrik Waghäusel .

62

73,4

62

Berliner Börse.

Berlin, 25. Juni. Die Börse eröffnete die neue Woche in außerordentlicher Leb­

haftigkeit, wobei Montanwerke wieder die Führung hatten. Die Rachricht, daß der amerikanische Teil der Stahlwer^anleihe stark überzeichnet sei, sowie die angestellten Berech­nungen über den inneren Wert der der Ver­einigten Stahlwerke A. G. angehörenden Gesell­schaften, führten diesem Markt erneut große Käuferschichten zu. Auf der anderen Seite schritt die Spekulation in ganz erheblichem Maße zu G e w i n n s i ch e r u n g e n, so daß die Ten­denz anfangs nicht ganz einheitlich war. Stark gesteigert waren Bochumer, Gelsenkirchen und Phönix. Der Abschluß der Russenkredite wirkte auf die Werte des Banken- und Elektromarktes befesttgend, ebenso auf einige Werte des Maschinenmarktes. Die anderen Favoriten der letzten Tage, wie Far­benwerte, Deutsche Erdöl usw., lagen dagegen eher etwas schwächer. Recht fest tagen Kaliaktien auf die Erwartung der Kali- preiserhöhung. Kriegsanleihe verkehrten weiter lebhaft und fest. Am Geldmarkt war tägliches Geld infolge des kommenden Ultimos etwas gesucht, doch blieb das Angebot noch reich­lich. Der Sah schwankte zwischen 4 und 6 Pro­zent. Im Devisenverkehr waren die la­teinischen Valuten nur wenig verändert. Paris gegen London 167,25, Brüssel gegen London 169,25, Mailand gegen London 133,25.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 28. Juni. Tendenz: Sehr fest. Die Börse setzte auch zu Wochen- beginnn die Aufwärtsbewegung fort, doch ließ sich erkennen, daß angesichts der un­klaren parlamentarischen Situation die Unter­nehmungslust etwas zurückgedrängt war, so daß sich das Geschäft anfangs in engem Rahmen hielt. Auch blieb anfangs die Qlbgabeneigung vorherrschend, so daß die Kurse gegenüber den erhöhten Vorbörsekursen um etwa 2 Prozent zurückgingen. Im Verlaufe bewirkten aber in verstärktem Maße eingehende Auslands­kaufaufträge ein ganz erhebliches Aufleben des Geschäftes, womit eine neue Hausse verbunden war. Im Vorder­grund standen M on t a n a 11 ie n, die durch die nunmehr perfekt gewordene Anleihe der Verein. Stahlwerke A.G. Anregung boten und sehr stark umgesetzt wurden. Auch für I.-G.° Farbenindustrie lag eine neue Anregung vor dadurch, daß die I. G. ein dem japani- Nischen Kampfer konkurrenzfähiges Präparat demnächst auf den Markt bringen wird. Die Kurssteigerung betrug etwa 2 Prozent. Elektro- und Schiffahrtsaktien schlossen sich der Aufwärtsbewegung an, auch Bank­aktien strebten in scharfem Umfange nach oben. Der variable Markt tendierte in fester Stimmung. Besonders bevorzugt waren wieder Erdölaktien bei Kursgewinnen von 2 Pro­zent. Auf dem heimischen 2ientenmarf stellte sich eine mäßige Belebung ein, Kriegs­anleihe konnten sich auf 0,431 befestigen. Aus­ländische Renten lagen ruhig und kaum verändert. Der Freiverkehr zeigte bei ge- Prozent, Benz 72 Prozent, Brown-Boveri 120 ringen Umsätzen feste Haltung. Beckerstahl 21 Prozent, Benz 72 Prozent, Brown-Boveri 120 Prozent, Entreprise 7,5 Prozent, Growag 60,5 Prozent, Krügershall 110 Prozent, Ufa 39 Proz., Ufra 35 Proz. Der weitere Verlauf brachte eine neue Steigerung der Ilmsatztätigkeit, so daß die Kurse mit kleinen Schwankungen fast stetig aufwärts strebten. Der Geldmarkt behielt seine leichte Verfassung, obwohl die Nachfrage mit Rücksicht aus den im Gange befindlichen Ultimo etwas größer geworden ist. Tagesgeld 4V2 Proz., Mvnatsgeld 5V< bis 6 Proz. je Adresse. Im Devisenverkehr waren die westlichen Frankenvaluten leicht erholt. Paris gegen London 167, Brüssel 169.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

26 Juni-

28 Juni.

Amtliche Geld

Hoti rung Brief

Amtliche Geld

Kotierung Brief

Amst.-Ron

168.51

168.93

168,53

168.95

Buew-Aires

1,689

1,693

1,689

1,693

Brss.-Antw

12,06

12,10

12,02

12,06

Christiania -

92,23

92,47

92,03

92,27

Kopenhagen

111,26

111,54

111,25

111.53

Stockholm .

112,58

112,86

112,56

112,87

Hclsingfors.

10,55

10,59

10.548

10.588

Italien. .

15,32

15,36

15,25

15,99

London. .

20,414

20,466

20,413

20,467

Neuyork . .

4.195

4.205

4,195

4,205

Paris. . .

12,14

12,19

12,21

12.25

Schwei; -

81,18

81,38

81,20

81,40

Spanien

67,57

67.73

67.40

67,56

Japan . . . Nio de Jan Wien in D--

1,964

1.968

1,964

1,968

0.661

0.663

0,66t

0,662

£?eft. abgest

59,36

59,50

59,33

59,47 12,458

Prag ...

12,422

12,472

12,418

Belzrad . .

7.41

7,43

7,422

7,442

Budapest. . Bulgarien

5,865

5,885

5,87

5,89

o,022

3,032

3,022

3,032

Lissabon

21.375

'1,425

21,365

21,415

Danzig. .

Konst-.nftn.

81,05

81,25

81,06

81,26

2.235

2,245

2,225

2,235

Athen

5,29

5,31

5,29

5,31

Uanada. .

4,20

4,21

4,199

4,209

Cruguan

4.215

4,225

4.195

4.205

Banknoten.

Berlin, 26 Juni

Geld

Briet

Amerikanische Note» .....

4,181

4,201

Belgische Woten ......

12,27

12,33

Dänische Polen .......

111,07

111,63

Englische Noten........

20,39

20,49

Französische Noten ......

12j37

1243

Holländische Noten ......

168,15

168,99

Italienische Noten......

15,70

15,78

Norwegische Noten......

9247

93,63

Deutsch'Oeslerr-, 5100 Kronen

59,42

59,72

Rumänische Noten......

1,85

1,89

Schwedische Noten.....

112,27

112,73

Schweizer Noten......

81,34

81,84

Spanische Noren ......

67,48

67,82

Tschechoslowakische Noten . .

12,407

12,467

Ungarische Noten . . .

5.83

5,87

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 28. Juni. Auftrieb: 1234 Rinder (darunter 338 Ochsen, 56 Bullen, 840 Färsen und Kühe), 485 Kälber, 27 Schafe, 2798 Schweine. Rinder (Ochsen): Vollsleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 56 bis 64, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 48 bis 55, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43 bis 46; (Bullen): Vollst, ausgemästete Färsen höchsten Schlacht- Werts 50 bis 55, vollfleischige jüngere 40 bis 49; (Färsen und Kühe): Vollfleischige aus- gemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 56 bis 62 vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlacht- Werts bis zu 7 Jahren 48 bis 56, wenig gut entwickelte Färsen 45 bis 55, älter: ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis 47, mäßig genährte Kühe und Färsen 30 bis 43, gering genährte Kühe und Färsen 18 bis' 23. Kälber: Feinste Mastkälber 65 bis 68,

mittlere Mast- und beste Saugkälber 56 bis 64, geringere Mast- und gute Saugkälber 47 bis 55, geringe Saugkälber 40 bis 46. Schafe: Mast- lämmer und Masthämmel 44 bis 50. Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kilo­gramm 80 bis 82, unter 80 Kilogramm 74 bis 79, von 100 bis 150 Kilogramm und Fettschweine über 150 Kilogramm 79 bis 82, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 71. Markt- verlauf: Bei Rindern und Schweinen lebhafter, bei Kälbern und Schafen ruhiger Handel. Sämt­liche Viehgattungen ausverkauft.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 28. Juni. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 31,25 bis 31,50, Roggen, inländ. 22 bis 22,25, Sommergerste für Drauzwecke 22 bis 24, Hafer, inländ. 21 bis 23, Mais, gelb 17,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 42,25 bis 42,75, Roggenmehl 30,50 bis 31, Weizen­kleie 8,50 bis 8,75, Roggenkleie 10,50 bis 10,75, Erbsen 32 bis 45, Linsen 45 bis 75, Heu, süd­deutsches, gut, trocken 9,75 bis 10,25, Wetzen- und Roggenstroh 6 bis 6,50, Treber, getrocknet 14,50 Mk. Tendenz leicht abgeschwächt.

Büchertisch.

Tiertafeln für Sch n*e und Haus. Aus dem naturwissenschaftlichen Unterrichtswerke von Prof. Dr. D. Schmeil mit Text von 2r. I. Kühlhorn. 78 farbige und schwarze Tafeln nebst 81 Seiten erläuterndem Text. Preis in Leinenband 4.40 Mk. Verlag von Quelle 8: Meyer in Leipzig. Das bekannte Schmeilsche Unterrichtswerk verdankt seine Beliebtheit nicht zum letzten der Schönheit und Reichhaltigkeit seines Abbilduncsmaterials. Um dieses wertvolle Material noch mehr, als es bisher möglich war, für die Belehrung der Jugend zu ver­werten, erscheint jetzt neben der bereits vorhandenen Zusammenstellung der Pflanzen- eine solche der Tier­tafeln. Durch die Zusammenarbeit von Naturforscher und Künstler entstanden, zeigen sie feinste künstlerische Durcharbeitung und technisch vollendete Wiedergabe. Wir sehen die Tiere in ihren natürlichen Farben und ihren Lebensfunktionen dargestellt. Sie erzählen uns von ihren Lebensbedingungen, von ihrem Kampfe ums Dasein und ihrer Anpassung an ihre Um­gebung. Jeder Tafel entspricht eine Textseite. Die knappe, jedoch erschöpfende Beschreibung führt den Leser auf kürzestem Wege in das bunte, vielfältige Leben unserer heimischen sowie der fremdländischen Tierwelt ein. 336

Das Leben (Reiseheft, Br. 1, 4.Jahr­gang, Leipziger Verlagsdruckerei G. m. b. H.). Gut ausgemachtes, abwechslungsreiches Magazin (ist diese Rachkriegsgattung doch schon, nach unge­sunder. tropischer Blüte, im Absterben?) mit smarten Erzählungen, ein paar guten klassischen Gedichten und ausgezeichnetem Bildmaterial. Wir neunen nur die Tierskizzen der Erna Pinnev und die Iagdphotos aus der afrikanischen Steppe.

Im neuenDaheim (Rr. 39) hat der bekannte Leiter des Berliner Zoologischen Gar­tens, Prof. Dr. L. Heck, zu einer bunten Reihe von Abbildungen neueGedanken über die Tier­plastik" niedergeschrieben. Ein sachkundiger Auf­satz unterrichtet über Wert und Wesen der Kin­derbäder, ihren Ruhen und ihre möglichen Ge­fahren: Dr. A. Dix behandelt in scharfer Ab­lehnung der amerikanischen Arbeits- und Ge­schäftsmethoden für Europadie Kehrseite der Mechanisierung. Die jüngsten politischen Er­eignisse in Aegypten finden ihre Darstellung und Erklärung. Das Frauendaheim plaudert über reizende neue Bademoden, über Hand­arbeiten, allerlei praktische Erfahrungen in Haus und Garten, neue Frauenbücher u. a.

Spielplatt der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Dienstag, 29.. abds. 7.30 Hhr: Mignon". Ende 10.30 AUjr. Mittwoch, 30.. abds. 5.30 Hhr:Götterdämmerung". Ende 10.30 ilfjr. (Schluß der Opernspielzeit.) V o r a n z e i ge. Sonntag, 11. Juli:Die schöne Adrienne". (Be­ginn der Sommerspielzeit.)

Schauspielhaus. Dienstag. 8Hhr:Or­pheus in der Hnterwelt". Ende 10.30 Hhr. Mitt­woch. 30., abds. 8 Hhr:Orpheus in der Unter­welt". Ende 10.30 Hhr. Donnerstag, 1. Juli, abds. 8 Hhr:Week-end". Ende 10 Ähr. Frei­tag, 2., abds. 8 iUjr:Week-end". Ende 10 Hfjr. Samstag, 3.. abds. 8 Hhr:Krieg der Frauen". Ende 10 HIjr. Sonntag, 4., abds. 8 Hhr:Or­pheus in der Hntertoelt". Ende 10.30 Hhr.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus der .Radio-Umschau-.)

Dienstag, 29. Juni:

4.30 bis 5.45 Hhr: Konzert des Haus» orchefters: Mendelssohn. 5.45 bis 6.05 Hhr. Ausbildung der landwirtschaftlichen Jugend- Vortrag von Ferdinand Teuter. 6.15 bis 6.45 Hhr:St. Pauli, Hamburgs Verbrecherviertel''', Vortrag des Kriminalschriftstellers Ernst Engel­brecht-Berlin. 7.45 bis 8.15 Hhr: Stenogra­phischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 8.15 bis 9.15 Hhr: Schubert-Zyklus des Arnar- Quartetts. Vierter Abend. 9.15 bis 10.15 Hhr: Konzert des Dessoffschen Frauenchors.

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