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3m., 2. Ruderverein Mssels- 3. Offenbacher Rudergefefl'chasi in. - Oberrad führt bei 1000 mt in schönem Stil.
Fi scherseld.Junwc-Rchtcr für Wassersport 6:012 Min fernerem 6:01,8 Ulin,, 3. Fran!- Hast Germania aulgcgeben. - ie Spitze und gewinnt knapp laufenden Ruderverein.
der Gerdermühle. Erster ffurter Ruderverein (Mtr In. 2. Frankfurter Rudrrgesell- lLeu?) 1:05,4 Mm. 3. Ruder- ls (Sari Dolf) 7:28. - Domr wahrend sich Eermamcr und 'hartes Rennen tiefem Leu, auf, kann aber «ltusch mch! n Sachsenhausen. Tiere: 2. (Siebener 0.3. Ta®' §aS Rennen wurde nicht y-
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Anfänger-Preis. — Vierer 1. Offenbacher Ruderverein 6:45. 2 Akademische Ruder- Verbindung Rheno-Frankonia Frankfurt 6:48,8. 3. R. SP. V. Teutonia Frankfurt 6:55.
Germania-Preis. — Achter. 1. Mainzer R. D. 5:48,8. 2. Offenbacher R. G. „llnbinc“ 5:50,6. 3 Kölner Club für Wassersport 5:51,2. — Scharfes Bord-an-Bord-Rennen.
Schwimmen.
Berges schlägt Lauster.
Die Internationalen Schwimm- Wettkämpfe des Hellas Magdeburg brachten eine Sensation,, nämlich die Niederlage deS Amerikaners L a u f f e r im 400-Metcr- Freistilschwimmen durch Vergess Darmstadt mit 5:24 (Lauffers Zeit 5:31,2). Lauffer hat damit in Deutschland seine erste Niederlage erlitten, bei deren Beur- teilung allerdings zu berücksichtigen ist, daß er in der letzten Woche recht häufig in den verschiedenen Städten startete. Er gewann dagegen eac- 100-Meter-Nüchenschwimmen in 1:12,3 gegen Frölich 1:14,7 und den Ungarn Bartha, am Samstag war er sowohl im 100-Meter- Freistilschwimmen in 1:5 gegen den Ungarn (3 a b o r f f h als auch im 200-Meter-Rückenschwimmen siegreich. Erich Rademacher gewann das 200-Meter-Trustschwimmen unange- soch len in 2:59,8. 3m Masserballspiel schlug der Deutsche Meister Hellas Magdeburg den N. S-C. D u d a p e st 2:0 (abgebrochen), am Vortage hatte er sich einen 12,0-Sieg gegen eine Leipziger Städtemannschaft geholt.
Vom Gießener Schwimmverein.
Der Erste Franksurtcr Schwimmklub veranstaltete am gestrigen Sonntag int Rahmen des allgemeinen Frankfurter 3ugend-estes im F r a n 1- furter Stadion gauofsenc 3 u g c n b » Schwimmwettkämpfe, zu denen die namhaften Vereine des GaueS zahlreiche Meldungen abgegeben halten. Etwa 3000 Zuschauer hatten sich dazu eingefunden. Die crziellen Leistungen standen zum größten Teil immer noch- unter dem Zeichen der für das Training äußerst ungünstigen Witterung. Der Gießener Schwimmtier- e i n war mit einem Teil seiner Iugendmannschaft vertreten, die mit recht guten Erfolgen zurück-- lehren konnte. So siegte die Mannschaft Stahl, Zimmer, Schaum, Rau in der Jugend- la genstaffel 4x100 Meter mit 6 Min. 8 Sek. 3m Damenjugendbrust schwimme it (elf Meld.) wurde Emmi Schüler Erste in 1 4 Min. Lenka Handrich vom Gießener S. D.. dir einer jüngeren Altersklasse angehört, konnte sich in diesem Rennen noch nicht durchsetzen. Ebenso erging eS Schwarz und P. Schneider im Änaben-Dru st schwimm en, 100 Meter. Einen überlegenen Sieg errang Willi Rau, Gießener S. V.. im Knaben- Freistil- schwimmen, 100 Meter, das er in 1 Min. 22 Sek. gewann, nachdem er kurz vorher in der Lagenstaffel für dieselbr Strecke 1 Min. 19 Sek. benötigt hatte.
Da auf der Gießener Dahn infolge der Strömung eine Feststellung von einwandfreien Zeiten nicht möglich ist. schwamm Fritz Pascoe im Stadion 200 Meter Brust im Alleingang und erreichte mit 3 Min. 9,9 Sek. eine Zeit, die zu den besten Hoffnungen auf Plah- chreu bei den Deutschen Kampf spielen in Köln berechtigt. Kr.
Motorsport.
Süddeutsche Tourenfahrt.
vo. Die dritte Etappe der Süddeutschen Tourcnsghrt führte die Teilnehmer in den Schwarzwald. 3edoch konnten sich die Fahrer nicht allzusehr den landschaftlichen Schönheiten des Landes widmen, dem die zurückzulegenden 474,9 Km. stellten an f Wagen und besonders an die Motorräder .'-ordentlich hohe An- lorderungeu. Die Straßenverhältnisse waren be- iriedigend. Bon Mannheim ging es über Bruchsal — Bretten — Pforzheim — Wildbad- Gernsbach — Baden-Baden — Steinbach — Renchen - - Oppenau — Kniebis Freudenstadt - Schiltach Schramberg — Rottweil—Oberndorf — Horb - Pforzheim — Vaihingen nach Stuttgart. Bei den Wagen schieden an die-
Der dritte Schutz.
Kriminalroman von Die Stesani.
23 Fortsetzung. Nachdruck verboten.
„9a, ich war überrascht. Sandberg erinnerte mich an einen Lehrer, den ich in Warschau gehabt Hatte und der aus politischen Gründen damals die Stadt -icrkiffcn mußte. Bei näherer Betrachtung wurde mir klar, daß ich mich gründlich getäuscht hatte."
„So? Wurde Ihnen das klar? Also ist Sandberg auch keinesfalls der Mann, dem Sie seinerzcit nachts auf der Treppe Ihres Hauses begegneten?"
„Aber Nein!" sagte Molinski nachdrücklich. „Er sah ganz anders aus. Der Fremde trug außerdem einen Bart!"
„Einen Bart?" sagte Kramer überrascht. „Davon haben Sie aber damals nichts gesagt!"
„Doch! Ich erinnere mich bestimmt, ihn so beschrieben zu haben!"
In diesem Moment trat Franz vor Kramer hin und machte eine kleine Verneigung.
„Sie wollen mich sprechen?" fragte der Anwalt und ging mit dem Gärtner einige Schritte seitwärts.
„Ja — verzeihen Herr Rechtsanwalt. Ich möchte Sic bitten, mir eine Frage zu beantworten. Fräulein Grete mag ich heute nicht stören, und die Schwester von Herrn Kommissar ist mir ganz fremd."
„Ja — bitte?" •
„Was geschieht nun hier, Herr Rechtsanwalt? 3d) meine, was wird mit dem Halis und so."
„Nun —" sagte der Anwalt etwas erstaunt. Das wird so: Frau Weimer" — so hieß des Kommissars Schwester — „wird morgen Fräulein Srentheim mit sich nach Ostpreußen nehmen und mit ihr ein paar Wochen dort bleiben, damit sich Fräulein Grete ein wenig erholt. Gleichzeitig wird Frau Weimar alles zu ihrer lleberfieblung hierher i’orbereitcn. Wie Sie wohl wissen, ist sie Witwe. 3m Herbst, denke ich, werden die beiden zurück- !ommen und bann in der Villa Grete bleiben. — Für den Rest des SomMers ftcht die Villa leer und vird Ihrer und Marias Obhut nuDertraut. ‘
Franz machte ein recht bekniffenes Gesicht. „So, io!" sagte er und kratzte sich verlegen die Hand- slächen. „So soll das also werden!"
fern Tage wei weitere Fahrer aus. Bei den Motorradfahrern erwiesen sich die gestellten Anforderungen wieder als außerordentlich hoch. Ein kleines Versäumnis bedingte Tempvfahren, das zu Stürzen führte. Don den sieben gestarteten Fahrern blieb keiner davon verschont. Rur drei Teilnehmer erreichten das Ziel. Nach der schwierigen Prüfung von Mannheim nach Stuttgart folgte am Freitag ein Ruhetag.
Die legte Etappe führte am Samstag die Teilnehmer von Stuttgart nach München. 17 Autos von 37 und 2 Motorräder von 15 bei Beginn gingen aus dem Gesamtwettbcwerb straf- punktfrci hervor, was angesichts der schweren Prüfung für Maschinen und wahrer ein recht günstiges Ergebnis ist.
Reitsport.
Das deutsche Derby 1926.
Das Deutsche Derby 1926 (2400 Meter, in Hamburg wurde am gestrigen Sonntag bei gutem W-tter und sehr gutem Besuch von Stall Haniels „F e r r o" (Williams, mit dreioier tel tätige vor Stall Weinbergs „Aurelius" (D. Schmidt) und Gestüts Altefclds „Hödur" (Braun) gewonnen. Toto: 18 Sieg, 13, 13, 39:10 Platz.
Oberhessen.
Landkreis Gießen.
sm. Londorf, 26. 3uni. Unser Ort rüstet sich zu einem großen Fest: Das 34. Bundesfest des Lahntalsängcrbundes. verbunden mit der Feier des 65jährigen Bestehens des GesangvercinL Frohsinn' Londorf findet am 3.,4. und 5.3uli hier statt. Die Sängerhalle bietet für 1000 Festgäste Raum, die mit einer Muschel überwölbte, erhöhte Sängerbühne läßt auch die größesten Bundesvereine bequem sich ausstellen. Auf dem Festplay ersteht ein Muftk- und Süngerpodium, von dem aus die Maffenchöre der vereinigten Bundesvereine (etwa 1000 Sänger) und Sie Borträge von Cinzelliedern der Bundes- und Gastvereine erschallen, auch die Weisen der Kapelle Topp aus Gießen. Die Errichtung zweier großer Zelte und zweier Tanzböden ist im Freien geplant. Das Festbuch ist mit 12 lünstlerischen Ausnahmen und wertvollen Beiträgen dorf-, bundes- utf\> vereinsgeschichtlicher Art ausgestattet. Die Festgäste aus der Ferne (der Bund erstreckt sick, bis Dillenburg, Weilburg und Kirchhain) werden gastliche Bewirtung finden. Durch Sonde rzüge am t. Juli ab Gießen 8.10 vormittags (fährt durch) und 12 Uhr (hält an allen Stationen! ist für gute Verbindung gesorgt. Abends 9.20 Uhr fahren Sonderzüge ab Londorf in den Richtungen Gießen und Grünberg. Der Begrüßungsabend am 3. Juli wird schon zahlreiche Gäste vereinigen. Arn Sonntag, dem 4. Juli wird das Wertungssingen von 16 Gesang vereinen in der akustisch guten Sängerhalle ftatt- finben. Der Festzug hat als besondere Zierde einen Festwagen mit einer Spinnstube und Trachten — Burschen und Mädchen — auszuweisen. Ein großes Feuerwerk beschließt den festlichen Tag. Am Montag wird vor dem Frühkonzert ein Gang durch den Festort den Gästen zeigen, daß ein schmuckes, ländliches Dorf auch Städtern ein angenehmer Aufnlhaltsort fein kann.
t ©rünberg, 27 .3uni. 3n einer Sitzung des erweiterten Vorstandes der Mittel- standsvereinigung beschäftigte man sich mit Maßnahmen, die- der Hebung unseres Gallusmarktes dienen sollen. Es wurde beschlossen, erneut an die Bürgermeisterei heranzutreten mit dem Ersuchen, ungesäumt die zur Erweiterung des Marktes notwendigen Schritte in die Wege zu leiten. Weiterhin beschäftigte man sich in entgegenkommender Weise mit dem projektierten Neubau des Finanzamtes, ebenso mit dem notwendigen Anbau an die Oberrealschule.
Kreis Büdingen.
Aus dem Niddatal, 26. 3uni. Die ersten acht Heutage haben den größten Teil des Wiesenplanes zu-ammengerissen. Der von 3ahr zu 3ahr größer werdende Einzug von Grasmähern verkürzt die Heuernte und macht sie weniger mühsam. Nur der kleinste Teil wird noch mit der Sense gemähl. Die neuen Heuwender, die auch nebenbei das Heu auf Schwaden zusammenrollen, Und äußerst praktisch. Die Menschen haben eigentlich nur das Auf- und
„Warum fragten Sie, Franz?"
„Ja, Herr Rechtsanwalt, ich will et Ihnen man sagen. Nämlich: die Marie und ich — wir wollen für den Ersten kündigen!"
„Waaas? Jetzt gerade wollen Sie weg? Aber Franz — das hätte ich von Ihnen beiden nicht gedacht!"
Jni Gesicht des Gärtners zuckte cs. „Herr Rechtsanwalt — et tut uns ja selber leid — aber wissen Sie — et is hier zuviel im Haus gescheh», Maria is et immer unheimlich, sobald daß et dunkel wird, sie is richtig krank seit dem Abend, das geht doch auf die Dauer nit. Und ich selbst — wissen Sie, Herr Rechtsanwalt, ich habe vielleicht Gelegenheit, eine kleine nette Gärtnerei in Bonn zu kaufen, die könnte ich aber nur gerade setzt kriegen, und dann könnte ich die Marie heiraten, und dann würden mir eben nach Bonn ziehen."
„So?" sagte Kramer und lachte kurz auf. „Na — dann lassen Sie uns das Weitere nach dem Begräbnis besprechen!"
Verärgert ging er fort. Dor der Gartentür erschien der Wachtmeister Dietzenschmidt und salutierte.
„Was Neues?"
„Jawohl, Herr Rechtsanwalt. Gegen Esser ist heut morgen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gemacht worden!"
„Ach nein! Warum denn?" fragte Kramer interessiert.
„Als es heute morgen in Bonn bekannt wurde, daß Esser auf und davon fei, liefen io verschiedene Gerüchte um, daß er große Schulden hinterlassen haben solle. Die Polizei wurde andauernd angeklingelt. Es stellte sich dann heraus, daß Esser fein ganzes Geld hatte flüssig machen lassen."
„Aha!" sagte Kramer, der sich an das Tele- phongespräch erinnerte.
„Ja — seltsamerweise Hai er es aber bis jetjt noch nicht abgehoben! — Es ist übrigens nicht genug, um die Zahlungen zu leisten, die seit ein paar Woche» verfallen sind und die man ihm mit Rücksicht auf seinen soliden Ruf und seinen Grundbesitz gestundet hat. Jedenfalls haben seine Hauptgläubiger heute bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet und es ist auch schon Verhaftsbefeyl liermts!"
Abladen zu übernehmen und vermögen spielend ihre Ernte zu bergen Die Talwiesen. von denen man sich nur geringe Erträge versprach, haben angenehm enttäuscht. Sie haben 'ich in den letzten Wochen gut erholt und liefern mittlere Erträge. Die Dauern sind mit ihrer Ernte recht zufrieden.
Mvcie Lchotten.
td. Gebe r u. 26. 3uni. Nachdem vor kurzem durch einen FerkeltranSport die Maul- und Klauenseuche in die Ulrichsteiner Gegend eingelchleppt wurde, wurden jetzt ebenfalls durch von einem Händler bezogene Schweine Gehöfte in Gedern. Kaulstoß und E i ch e l s a ch f e n verseucht. Cs wäre zu wünfchen. daß die Krankheit auf ihren Herd beschränkt bliebe, denn ein Umsichgreifen der Seuche würde sich in den landwirtschaftlichen Betrieben des Vogelsberges, in denen man meistens Rindvieh als Zugtiere benutzt und auf den Weidegang des Viehes nicht verzichten kann, äußerst unangenehm bemerkbar machen.
ld. Ans dem V o g e l s b e r g e. 27. Juni. Schon während des Krieges bürgerte sich in vielen Dörfern des Bogelsberges Die llnfittc ein, am Sonntag vormittag an die Weide zu fahren, um dann meist wenn die Glocken zur Kirche riefen oder gar während des Gottesdienstes zurückzukehren. Da dies eine empfindliche Störung des gottesdienstlichen Lebens und der Sonntagsruhe dieser Orte bedeutete, gibt das Kretsamt Schotten bekannt, daß es nunmehr unnachsicht- lich gegen diesen Unfug einschreitet.
- - Aus dem Vogelsberg. 26. 3uni. Es dürste wohl nur wenigen bekannt sein, daß sich an einzelnen Stellen unseres Gebirges lso bei A l r i ch st e i n und oberhalb O b e r s e e m e n) ein etwas selten gewordener Vertreter unserer Dogclwelt tiorfinb'.t. der durch seine Vertilgung von allerlei schädlichem Ungeziefer (Insektenlarven. Schnecken nsw.) als einer der nützlichsten gefieberten Freunde des Landmannes anzuspre- chen ist, und öeffen sich die Dogelschutzvereine und jeder Naturfreund besonders annehmen sollten. Es ist der Kiebitz, der sich schon im zeitigen Frühjahr einstellt und über den sumpfigen Wielen sein „Kruitt kiewitt" ertönen läßt, welchem Rufe er auch feinen Namen verdankt. Dem Wanderer fällt der seltsame Gaukelslug des mit einer 'pitzen Federhaube gezierten Vogels auf. der sich in der Luft hin und her wirft, sodaß man bald seine weiße Bauchseite, bald seine schwarzgrüne Oberseite zu sehen bekommt. Sind unsere Sumpfvögel ohnehin schon hart bedrängt durch die Entwässerungen der von ihnen bewohnten Gebiete, so trifft dies auf den Kiebitz in ganz besonderem Maße zu, da feine recht schmackhaften, bimförmigen Eier von Delikatessenhandlungen und Feinschmeckern stark begehrt werden. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, daß die wenigen Exemplare dieses Vogels in unserer Gegend den erforderlichen Schuh genießen, damit er nicht vollständig aus unserem Landschaftsbilde verschwindet.
Rheinhessen.
WSN. Mainz, 26. Juni. Im hiesigen Pro- o i n z i a l a r r e st h a n s versuchte gestern nachmittag ein Insasse, der vor einigen Tagen wegen eines Sittlichkeitsvergehens zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, sich das Leben zu nehmen, indem er sich aus einem Fenster des vierten Stockwerkes herab stürzte. Er wurde in das städtische Krankenhaus verbracht.
Starkenburg.
WSN. Offenbach, 26. Juni. Wie uns von Niverlässiger Seite mitgeteilt wird, soll jetzt die St a { e r n e der Maschinengewthrabteilung ehemaliger 168er mit Schutzpolizei belegt werden, die bisher in Babenhausen gelegen hat. — Am Freitagabend gegen 7 Uhr hat sich auf dem Main ein Bootsunfall ereignet. Als eine Mannschaft des hiesigen Arbeiter-Ruder- und Schwimm- uereins vom Bootshaus aus in einem log. Renngig stromabwärts ruderte, stieß das Boot mit dem Anhänger eines aus dem Schleusenkanal kommenden, stromaufwärts fahrenden Transportdampfers zusammen. Der Zusammenstoß war so heftig, daß das Ruderboot in der Mitte glatt durchschnitten wurde. Die Mannschaft hatte nur noch so viel Zeit, aus dem Boote zu springen und sich durch Schwimmen
„Gut!" sagte Kramer kurz. „Ich bitte mir alle weiteren Nachrichten über Esser, die etwa einlaufen sollten, sofort zu melden." —
Ein klares, ruhiges Wetter herrschte während der Bestattung. Ein Quartett, das Lachner zusam mengeftellt hatte, sang beim Grabe. Grete konnte sich iaum auf den Beinen halten und mußte vom Rechtsanwalt halb getragen werden. Im Hintergrund unter den vielen Menschen, die auf dem Friedhob^tanden, bemerkte er Oelschers bleiches Gesicht.
Die Damen fuhren dann im Wagen heimwärts.
Auf dem Nachhausewege ging Kramer mit Lachner voraus, Oelscher folgte mit Schulz.
Der alte Musiker sagte mit leiser Stimme: „Eigentlich ist so eine Zeremonie grausam für die Leidtragenden. Als zwinge man sie, ihren Schmerz so recht auszukosten!"
„Das ist manchmal sehr gut!" sagte Oelscher finster. Da sie knapp vor der Villa Grete waren, verabschiedete er sich kurz.
Auch Lachner ging von ihnen. „Ich werde doch wohl eher von hier fortfahren, als ich dachte!" sagte er vorher. „Mein Agent hat mir geschrieben. Ich fahre vielleicht schon morgen oder übermorgen. Ich komme aber noch vorher, mich von Grete und Ihnen zu verabschieden."
Mit etwas bedrückten Gefühlen sahen Schulz und Kramer ihm nach.
„Wieder einer, der fortfährt!" sagte der Anwalt. „Erst Oelscher — aber der ist ja wiedergekommen —, dann Esser, jetzt wollen Maria und Franz weg und nun geht auch Lachner. — Ja, ja, Schulz, es ist schon jo: der Kapitän ist tot, das Schiff fängt an zu sinken und ein Mann nach dem anderen geht von Bord."
„Und einer von ihnen hat es zum Sinken gebracht!" wiederholte Schul; hartnäckig. —
Im (Barten trat ein Gendarm auf Kramer zu und nahm eine dienstliche Haltung an.
„Was Neues?"
„Soeben ist nach Godesberg telephoniert worden: der Mercedeswagen des Weinhändlers Ester ist in der Garage eines Hotels in Düsteldor: auf- gefunden worden. Gleichfalls das Hausmädchen. Es wird dort ieftgehalten. Von Ester selbst feine Spur!"
3 u retten. Don dem gesunkenen Boot konnte bisher nur die eine Hälfte geborgen werden. Die verlautet, soll der Zusammenswß deshalb erfolgt sein, weil auf dem « chifs niemand zur Bedienung des Steuers anwesend war.
Preuhen.
Eberlnhntrcie.
£ Dränen eck, 27. 3uni. Es ist recht erfreulich. zu sehen, wie gut sich das Wtnter- g e t r e i ö e entwickelt hat. Das Korn erreicht aus guten Aeckern eine Halmlange biS zu 2,20 Meter. Auch der Weizen steht durchweg recht gut. Die Heuernte ist voll im Gange und Liefert ausreichendes Futter für den kommenden Winter. Die Kartoffeln hat sich sehr gut entwickelt und sind fast alle gehäufelt.
Qberwesterwaldkreis.
• Hachenburg, 27. 3uni. Am 3. und 4. 3uli findet hier der Gautag des West er- waldvereins statt. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung stehen eine Kundgebung am Samstagabend und ein historisches Festspiel auf dem oberen Marktplatz am Sonntag und Montag Man rechnet aus einen eindrucksvollen Verlaus der Tagung.
Kreis Westerburg.
* Westerburg, 27. 3unt Der Land rat fordert in einer Bekanntmachung die Bürgermeister des Kreises auf. bei der Bevölkerung auf d i e Beseitigung des Doppeljoches bei Rindvieh-Gespannen hinzuwirken. Diese Bespannung stellt nach Ansicht vieler eine Qual für die Tiere dar. Wenn auch die Schwierigkeiten, die der sofortigen Abschaffung des DopveljocheS entgegenstehen, nicht verkann! werden sollen, ist doch eine allmähliche Besei tigung dieser Despannungsart sehr erwünscht.
- Die Heuernte hat jetzt auch auf dem Westerwakd begonnen. Die Wiesenbesiher sind mit dem Ertrag im allgemeinen zufrieden, sie hoffen jetzt nur auf gutes und beständiges Wetter, damit das Einbringen flott vonstatten geht.
Maingau.
WSR. F ran l f ur t'a. M.. 27. 3uni. Heute nachmittag 4 Ahr sand die feierliche Grundsteinlegung der St. Bonifatius-3u- biläums- und Gedächtniskirche in Sachsenhausen an der Holbeinstraße statt. Die Beteiligung der kacholischen Bevölkerung Sachsenhausens war sehr rege. Die Festpredigt hielt Stadtpfarrer Dr. Herr, der in markanten Worten den Zweck und die Bedeutung dieser sich im Entstehen befindlichen Kirche darlegte. Die Kirche ist zum 1000. 3ubiläum und Andenken des Bonifatius' benannt worden, und foll in einer besonders eingerichteten Kapelle dem Gedächtnis der Gefallenen im Weltkriege dienen. Sie ist für ungefähr 800 Sih- und fast ebenso- viele Stehplätze berechnet. Sie wird ca. 52 Meter lang und 20 Meter breit. Unter dem Schisse sind Räume für kirchliche Vereine vorgesehen, während sich unter dem 34 Meter hohen sechseckigen Turm die Gedächtniskirche für die Gefallenen befinden soll. Der Raum ist für die Abhaltung von Gottesdiensten für die Gefallenen bestimmt. — Die Arbeitslosigkeit ist auch in der vergangenen Woche wieder etwas großer geworden. Zu Beginn der Woche standen 24 955 Arbeitsuchende zur Verfügung. Dazu kamen 1718 Neumeldungen, so daß die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Arbeitslosen 26 673 betrug. Am Schlüsse der Berichtswoche standen noch 25173 Arbeitsuchende zur Verfügung. Die Zcchl der angebotenen und besetzten Stellen ist ungefähr die gleiche geblieben. — Bei den heutigen Elternbeiratswahlen an den hiesigen Mittel- und Volksschulen wurden gewählt: 369 Vertreter der christlich-unpolitischen Liste, 181 sozialdemokratische und 69 kommunistifche Vertreter. An 42 Schulen wurde nicht gewählt, da eine Einheitsliste ausgestellt worden war. Die Wahlbeteiligung war sehr schwach.
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„Banfe!" sagte Kramer. .Schul; — was meinen Sie zu einer neuen Autotour?"
„Warum nicht? Das wird sich bei uns zu einer täglichen Gewohnheit auswachsen!"
„Also los! Das Auto fertiqmachen! Und tüchtig Benzin auffüllen!"
„Ich glaube, Herr Rechtsanwalt," tagte Schlitz und holte tief Atem, „wenn wir Esser in der Hand haben würden — dann hätten wir ein Endchen der Schnur gefaßt, die uns zum Knotenpunkt führt. Dars ich Ihnen eingestehen: ich hatte von Anfang an was gegen diesen Biedermann. Wer weiß, was hinter ihm steckt. Mir kribbelt es in den Fingern, ihm nachzufahren!" —
Um Mittag schon kreuzten sie die Geleise der Eisenbahn in der Nähe einer kleinen Station. Vor der Bahnhofswirtschaft machten sie halt, um etwas zu essen.
Em Mann in bäurischer Kleidung lungerte an der Tür. Er ging um das Auto herum und Schulz bemerkte, daß er ihnen heimlich spähende Blicke zuwars. Schon wollte er den Anwalt fragen: „Was will der von uns?", da trat der Mann auf ihn zu und rückte an feiner Mütze.
„Gun Tag, Herr. Sie komme gewiß weit her?"
„Ja!" sagte Kramer erstaunt, der eben die Tür des Wagens schloß.
„Aaach, nemme Se mers net fer iwwel, Herr, kenne Se ’n Herrn Schulz aus Berlin?"
„Waas?" fragte Kramer. „Wen?"
Und Schulz sah den Mann mit offenem Munde an.
„Ja — das is e Herr von der Berliner Polizei — kenne Se den net?"
„Ja aber — was wollen Sie denn von ihm?"
,34 soll ihm einen schönen Gruß bestellen vom Kriminalassistenten Hannemann aus Frankfurt!" lachte der Mann mit veränderter Stimme, t
„Da hört doch alles auf!" Schulz schlug sich auf das Knie. „Ja, was tun Sie denn hier, Herr Kollege? Woher kennen Sie mich denn?"
,Lch habe Sie einmal in Frankfurt bei uns auf dem Präsidium gesehen, S n sich sicher nicht befiinnen."
„Na, das ist gut! — Gestatten Sie, was tun Sie denn hier?"
(Fortsetzung folgt.)


