zu einem Objekt der Wirtschaft wird. Cs ist vor allem der Arbeiter, der von den Wandlungen der Technik und im Maschinenwesen am schwersten betroffen wird, und zwar in ökonomischer und Psychologischer Hinsicht. Diesem Problem ist der vorliegende zwanzigste Band der bekannten Sammlung ..AuSgewShlte Lesestücke zum Studium der politischen Oekonomie", der den Titel Arbeiter und Maschine sührt, gewidmet. Abschnitte aus Gustav Schmvller und Karl Marr führen zunächst in das Wesen und in die Entwicklung des Ma» schinenzeitalters ein. Cs kommt dann eine zweite Gruppe von Schriftstellern zu Wort, um den Einfluh der Maschine auf Arbeitslohn und Ar- beitsmarkt zu schildern. 3m Hinblick auf die rein ökonomischen Wirkungen hat sich heute im allgemeinen eine optimistische Auffassung durch- gesetzt, welche besonders in der Stellung der Gewerkvereine zum Ausdruck kommt, wie sie sich aus den Darlegungen ergibt, die auS dem berühmten Buche der Engländer Sidney und Beatrice Webb über Theorie und Praxis der Gewerk- vereine abgedruckt sind. 3m Gegensatz zu dieser rein ökonomischen Wirkung von Technik und Maschine hat man nun neuerdings immer mehr aut ihre so verderblichen vshchologisch-seelischen Wirkungen hingewiesen. Mit dieser Frage beschäftigt sich der letzte Teil des Bändchens. So führt dieser Band in überaus aktuelle und wichtige Probleme der heutigen Soziologie und Sozialpolitik hinein. Cs find das Fragen, die heute nicht nur jeden denkenden Menschen beschäftigen, sondern die für diejenigen ein ganz besonderes Interesse haben müssen, die als Unternehmer, Betriebsleiter oder Arbeiter diese ganzen Probleme selbst miterleben. 253
Rundfunk-Programm
deS Aranksnrtrr SenderS.
lAus der.Radio-Umschau-.)
Jteilag, 28. Mai:
3.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bi» 5.45 Uhr: chaussrauemRachmittag: „Praktische Winke für die Einmachzeit", Vortrag von Frau Müller- Wagner. 5.45—6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radio- Clubs. Dr. P. Verles: „Steuerung und Modulation von lelephoniejenbem". 6.45—7.15 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben auswärts). 7.15—7.45 Uhr: Leamlenfottbildungskursus. „Die Organisation der Reichsverwaltung und die Kosten beziehungsweise Ueberschüsse der einzelnen Dermal» tungszweige", Vortrag von Dr. Fritz Neumark. 8.15 bis 10 Uhr: Zwei Komödien von Ludwig Thoma» 1. ..Die Medaille". 2. „Erster Klass«". 10-11 Utza Reue Schallplatten.
Zeichenunterrichts sich eianeten, durch Ausstellungen die Freude der Kinder und das Ontcrelie der Eltern an der Schule zu mehren, um so Schule und Elternhaus einander näher zu bringen. An schließend sprach Lehrer Metz- Westerburg über den „Turnunterricht". Nach den Empfehlungen des Redners muß die Turnstunde in zwei Teile zer iaHen. Sie muß beginnen mit Antreten. Marschieren n naturgemäßem Schritt (wichtig für die Mädchen, die oft viel au kleine Schritte machen) unter dem Qlang eines Marschliedes, um bann zu den rhythnu 'chen Uebungen (Körperschule) zu kommen. (Die uorgemadjten Uebungen zeigten, wie wertvoll rur den Körperbau und den inneren Organismus die neuzeitliche Körperschule Ist.) Nach den rhythmischen Hebungen beginnt das Leistungsturnen. Bedingung für wertvolles Leisumgsturneit ist. daß die Riegen 'lein sind, deshalb ist es nötig, sich im Laufe der ,\>lt Riegenführer heranzubilben. Die Stunde wird mit einem Spiel, Marsch und Lied enden, und so .-ine Stunde der Erholung, der Freude und der Kräftigung von Körper und Geist gewesen fein. Um -.(len Lehrpersonen die Uebungen zu zeigen und sie sie zu lehren (denn lernen kann man sie nur durch eigene Hebung) sollen demnächst Kurse In verschiedenen Teilen des Kreises abgehalten werden. Nachdem Schulrat Stähler den Rednern gedankt hatte, forderte er die Lehrerschaft des Kreises auf, wieder für Blurnenpslege leitens der Kinder zu sorgen, damit schon von außen das Zchulhaus einen freundlichen Eindruck Hervorrufe, ’lud) innen sollen Anstrich und Schmuck den Stirn >crn das Klassenzimmer als ein Raum erscheinen lassen, in dem man sich mit Freuden aushält. Tamil hatte die Versammlung ihr Ende erreicht.
Maingnu
WSR Frankfurt a. M . 26. Mai. Sie Chefrau Katharina Hohler, geb. Strauß, wohnhaft Rödelheimerlandstraße 30, hat beute gegen 11 Uhr vormittags ihren im gleichen Hause in Aftermiete wohnenden Bruder Anton Strauß, her als ein sehr gewalttätiger Mensch bekannt ist. mit seinem eigenen Revolver in her Rotwehr durch einen Schuß in die linke Brustseite oberhalb der zweiten Rippe lebensgefährlich verletzt. Der 'Berichte wollte unter Anwendung von Gewalt in die Wohnung seiner Schwester eindringen, um. wie schon öfters, diese zu mißhandeln. Sie warnte ihn diesmal mit der Drohung, daß sie schieße, trotzdem hat er die Scheiben der Borplahtüre ein.ie chlo- oen, um in die Wohnung einzubringen. Die Spuren einer früheren rohen Mißhandlung, die her Verletzte seiner Schwester zufügte, find heute noch sichtbar, henu der Frau . fehlt auf hem Kopf ein Büschel Haare, das er ihr seinerzeit ausgerissen hat. — Die A e v i s i o ns Verhandlung im Mordprozeß Flessa findet am 1. 3 uni vor dem Reichsgericht in Leipzig statt. Die Revision wird Per önlich von Professor Dr. Sinzheimer vertreten. Au) seinen Antrag - Prof. Dr. Sinzheimer ist Offizialverteidiger - ist neben ihm Frl. Anna Schulz, die bekannte demokratische Stadtverordnete, durch Gerichtsbeschluß als Wahlverteidigerin zugelassen worden.
Wirtschaft.
Berliner Börse.
।Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 27. Mai. Das Herannahen des Ultimos machte sich nach der bisherigen festen Tendenz stärker fühlbar. Die Plotzspekulation neigte zu Realisationen, die auf das Niveau drückten. Die Kurs- Verluste betrugen am Montanmarkt 1 bis 2 Prozent, für 3. (9. Farben 3 Proz. und für Schiffahrtoaktien bis über 5 Proz. Eine Ausnahme machten nur russische Renten, die bei regem Geschäft sehr s e st lagen, und E1 ek troaktien. die zum Teil die Höchstkurse dieses Jahres erreichten. Am Geldmarkt machte sich der Ultimo kaum bemerkbar. Die Flüjsigkeit wurde unvermindert aufrecht erhalten. Tagesgeld war zu 3,5 bis 5 Proz. reichlich angeboten, Monatsgeld 5,5 bis 6 Prozent. 3m Devisenverkehr hatte die Beendigung des Marokkokrieaes eine wesentliche Befestigung der spanischen Währung zur Folge. Madrid erholte sich gegen London von 33,80 auf 32,50 und zog im weiteren Verlaufe auf 32,10 an. 3m Gegensatz hierzu war Paris gegen London nur mäßig befestigt mit 146.75.
^rantfiuifr Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers" )
Frankfurt a. M.. 27. Mai. Tendenz: Clektrvak.ien fest, sonst schwächer. Die schon wirksam getocienen Me.düngen über die guten Geschäftsaussichten in der Elektroindustrie brachten diesem Markte heute einen Zustrom von Käufern und bewirkten eine recht ansehnliche Fortsetzung der Aufwärtsbewsgung her dabei in Betracht kommenden Papiere. Auch die Ämsoptättgkcit erfuhr eine Steigerung. Bon dieser zuversichtlichen Strömung vermochten jedoch die anderen Märkte kaum etwas zu profitieren. Die Tendenz war hier mehr oder weniger nach unten geneigt. Stark vernachlässigt waren besonders 3. G. F a r b e n, die volle 4 Prozent nachgeben mußten. Bielfach konnte man Versuche beobachten, die Aktien der 3. G. Farben gegen Clektroaktien zu tauschen. AEG. waren 1.75 Prozent, Schuckert 2 Pro ent, Siemens 1,5 Prozent und Bergmann 3,5 Pro-,ent höher. Scharf gedrückt waren vor allem Schiffahrtswerte, von denen Hapag 3 Prozent, und Rord- loyd 2 Prozent einbüß en. Der Bankaktien- -narkt hatte bei geringem Geschäft gehaltene Kurse. Autoaktien gaben weiter nach, nährend Maschinen zum Teil gehalten blieben. Zuckeraktien neigten zum Rachgeben. Bon 71t o n t an a f 11 en konnten Riebeck-Montan 2,25 tetoinnen, während die übrigen Werte dieser Gruppe, mit Ausnahme von Harpener. die be- tzauptet lagen, schwächer wurden. Deutsche Anleihen verkehrten ohne jede Anregung bei wilkommen stillem Geschäft. Bon ausländischen Renten waren Türken etwas gefragt und besonders Russen begehrt. Der Freiver- (ehr hatte stilles Geschäft, Deckerstahl 35. Benz 71, Brown-Boveri 77, Cntreprise 9, Growag 60. Krügershall 100, Ufa 51. Ufra 78. 3m weiteren Beriaufe steigerte sich die Kaufbewegung in Clektroaktien, wodurch auch die übrigen Märkte beeinflußt wilden. Teilweise konnten die Einbußen etwas ausgeholt werden, doch blieb das Dill» ziemlich uneinheitlich. Am Geldmarkt hält das Angebot an. Tagesgeld 4 613 41 t Proz., Monatsgeld 5 bis 6» - Proz. 3m Devisenverkehr konnte sich Paris auf 147 leich erholen. Brüssel blieb dagegen unverändert mit 152,50 gegen London. Mark und Pfund liegen weiter f*
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Börsenkurse.
(Cbne Gewahr.)
Ban 1 no 1 en. (Ohne Gewähr.)
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81.55
Spanische 'Xotcn ....
Kcherdoslowakische Noten . .
Unaartlche Roten . ,
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61.27
12.405
5.83
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5.81
Schach-Ecke.
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Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen ulw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem 9ir. 63.
Don M. Joseph.
Schwarz
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Weiß.
Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt.
Weiß: 10 Steine Kcö, Db7, Tfb, Lbl, Lc3. Se2, Ba5, Bc5, Bf6, Bg4.
Schwarz: 9 Steine Kc4 Dd3, Ta4, Th3, LI8, Sa8, Sg2, Be3, B17 >
Partie 9ir. »8.
Gespielt in her 2. Runde des SemmeringwrnierS.
Holländische Parti:.
Weiß: Gilg.
Schwarz: Dimzowitsch.
1. d2-d4 1. n-f5
2. g2-g3 2. d7-d6
3. Lfl — g2 3 Si'8-f6
Die holländische Partie ist für den Rach- ziehenden keineswegs leicht zu behandeln: sie wird in den modernen Turnieren nur äußerst selten angewandt. Aber gerade deswegen wählt sie ja Rimzowitsch.
4 c2 - c3 4. Sb8-c6
Zu stark auf Berteidigung gespielt. Schwarz
sollte feine Figuren rascher mobil machen. 5. S? 1-113 Sf3 ist jedenfalls vorzuziehen. 5. . . . 5. e7 - e5
Weiß hat sich äußerst ungeschickt aufgebaut, kein Wunder, daß Rimzowitsch sofort die 3nitia-
tive ergreift.
6. 0-U
7. f2-ß
8. Kgl -hl Warum
6. h7-h6
7. d6-d5 nicht e4.
8.....
9. d4xe5
10. Sbl-d2
11. e2-e4
12. f3xe4
13. Tfl-el Schwarz opfert
im
8. Lf8-d6
9. Sc6xe5
10. 0-0
11. f5xe4
12. Se5-g4
13. Dd8-e8
Interesse des Angriffs
diesen Dauern.
14. e4> di
15. Sd2-tl
Die Läuferentwicklun
14. De8-h5
15. Ld6-c5 g nach dz war richtiger.
16. Lcl-e3
16. Lc5xe »
17. Sflxe3 17. U8-d7
Schwarz hat nun ein starkes Spiel.
18. Ddl-d4 18. Ta8-e8
19. Se3-fl?
Bester 19. Sxg4 Sxg4 20. Kgl
19. . . . 19. ß--t5
2a ShJ-ul? 2a Sl6-e4!
21. Sgl -10 21. So4-(6!
22. UxxA 22. Sfaxc4
23 Sn3-gl 23. Se4-f2 +
24 Khl -g2 24. Ld7-h34-
25. Sglxh > 25. Dh5-f3+
Aufgegeben. "
eine von Weiß sehr zahm gefpielte aPrtte.
Lösung des Problems Ar. 61.
Don O. Brenaoder.
1. Dd7-e6! 14-13 2. Sg4 -12, Kg5-f4 oder h4 oder h5-h4 3. St"2- h3 matt oder De6xe7 matt oder De6—c5 matt.
1. .... Kg5-b4 2. Sg4-e5 nebst 3. Se5-f3 matt- 1 h5x-g4 2. Oed- gö nebst 3. Dg6-h6 matt
•
Richtige Lösung zu Problem Rr. 61 sandw ein: Herr Br. au- Gießen.
Die Narrenkappe.
Splitter und ©parren vom Redaktionstifch.
Das Kind spricht...
Fritz wird in der Schule gefragt: .Was ist «in Sbcv?“ „Cin Ober ist her Mann von einem Schwein, aber etwas verwildert '
*
Der kleine Willi ist bei Großmutter auf dem Lande zu Besuch. Gines Tages ist er ungezogen und die Großmutter will ihn gerade dafür bestrafen. Sein Freund und Kumpan Hans, der jenseits des Wege« steht und Ausieht. rüst ihm zu: „Du, Willi, lauf schnell durch den Dreck, die Großmutter hat Filzschuhe an.“
Dies irae.
„Sine erstaunliche darstellerische Leistung war das heute wieder! 3hre Tochter ist eine große Künstlerin!“ sagte Kuno.
„Sie haben sich in her Adresse geirrt,“ entgegnete Frau S., „meine Mama sitzt da brühen -1“
Da lachte der Doktor M.: „Wie können Sie so kurzsichtig sein, mein Liebster! Das ist Frau S. selbst, unsere allverehrte Heroine!"
Da sah Kuno ein, daß nur ein kürbisdickes Kompliment ihn einigermaßen rehabilitieren könne. Mnh seine Stimme vibrierte vor Treuherzigkeit. als er sagte: „Gespielt haben Sie heute! Gespielt!! Mit einem Elan, mit einem Feuer, wie seit 3ahrzehnten nicht ...“
Juwelen.
„Ach, Sie sind doch 3uwelier, wie interessant. Dann könnten Sie über einen Streit entscheiden. den ich mit meinem Mann gehabt habe. Sehen Sie mal diesen Ring hier. Mein Mann tagt „Türkis" auf die Steine und ich tage» „Türkisen". Was ist richtig?"
„Gnädige Frau, nach genauerer Besichtigung würde ich Vorschlägen, das Wort wie „®ladd auszusprechen."
Boshaft.
„Herr Pahlke Hai gestern alle meine neuesten Frühltnasgedichte gelesen."
„Seyen Sie, ich hatte schon immer eine Ahnung, der Mann würde sich mal ein Leid antutii.“
Kurz und bündig.
Das Finanzamt in T. beanstandete die Steuererklärung eines Dankdirektors und schrieb u. a.: „Wir vermissen den Gewinn aus Spekulationsgeschäften Im Cinfchähungsjahre."
Der Dankdirektor onwortete nur: „3ch auch."
beachtenswerte Bewegung. 3m Lieferungsci?fchäft stellte sich Weizen für lausenden Monat etwa 2 Mark höher, 3uli- und September-Termine 1 bzw. 1,50 Mark gebessert. 3n Mairogaen lagen erneut größere Andienungen vor. Herostmoiate 1,50 Mark fester Cs notierten per 1000 Äüo: Roggen, märt., 176 bis 181; Sommergerste 187 bis 200; inlänb. Gerste 169 bis 182; Ha, er. märt, 197 bis 208; per 100 Kilo: Weizenmehl 36,75 bis 39,50; Roggenmehl 25 dis 26,50; Weizen- klcie 10,50; Roggenklcie 11,50 bis 11,60; Biktoria- erbsen 33 bis 43; kleine Speiseerbfen 25 bis 26; Suttererbfen 20 bis 25; Peluschken 20 bis 23; Ackerbohnen 22 bis 24; Wicken 28 bis 31; Lupinen, blau, 12.50 bis 13; Lupinen, gelb, 15.50 bis 17; Serradelle, neu, 39 bis 45; Rapsiuchen 13.80 bis 14; Leinkuchen 17,60 bis 18; Trocken- schnitzel 9,80 dis 10,20; Svyaschrvt 19,20 bis 19,50: Kartoffelstöcken 17.40 bis 17.50 Mark.
.•anfTurtcr Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 27. Mai. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer. 29,75 30.25 Mk.: Roggen, inländifcher, 19,50—19.75; Sommergerste für Brarlzwecke 22 24; Hafer, inländifcher. 21.50 bis 23; Mais, gelb, 17,75—18; Weizenmehl, inländisches. Spezial 0, 42,50—43; Roggenmehl 28,50—29; Weizenkleie 9,25—9.50; Roggenkleie 11 Mk. Tendenz; fest.
Franksurter T^lachtv.chmaitt.
Frankfurt a. M., 27. Mai. Auftrieb: IRind. 668 Kälber, 50 Schafe, 522 Schweine. Kälber: Feinste Mastlälber 72 bis 78. mittlere Mast- und beste Saugkälber 63 bis 71, geringere Mast- und gutt Saugkälber 55 bis 62, geringe Saugkälber 45 big 54. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50. geringere Mast Hammel unö Schafe 40 bis 44, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe 30 bis 34. — Schweine Bollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 76 bis 80, unter 80 Kilogramm 72 bis 75, von 100 bi- 150 Kilogramm 76 bis 79. unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 70. — Marktverlauf: Langsamer Handel, bei Schweinen etwas Hebcrftanb.
Büchertifd).
— Der fünfte Band des 3ahrbuchs der Sammlung Kippenberg, ist wiederum ein wahres Schatzläst ein neuer Funde aus der Goethezei:, deren titcrarifdjer Erschließung ja die ganze persönliche Liebe Anton KippenbergS. des 3nhabers des berühmten Leipziger 3n!cf-CBer- lags gehört. Briese von, an und um Goethe. F. W. Riemers Tagebücher, ein zeitgenössischer Bericht über den Erfurter Kongreß, ein Aufsatz Kippenbergs über die erste englische Ausgabe des „Werther", das sind unter man dem andern mehr die Ergebnisse eines emsigen Suchens und Forschens. 902
Bon her bekannten Sammlung .Wie baue ich mir selbst?" liegt Dd. 21213: „M o 1 vrra d", Teil 1 vor. Der Berfalser, 3ng. Walter Höfling nn bringt im vorliegenden 1. Teile auf 48 Seiten Te»t und an Hand von 38 Abbildungen und einem Modellbogen die Anleitung zum Selbstbau eines 2 '4,5-P. S.-Tliertatimoiors. ES hart natürlich nicht verkannt werden, daß einige Teile belfer getauft werden weil die Selbsther- stellung nicht gut möglich ist oder kaum lohnt. Liber auch in solchen Fällen sind Fingerzeige für eine billige Beschaffung gegeben. — Der Preis des Doppelbandes beträgt 1.60 Mark. 248 — Diehl-Mombert: Arbeiter und Maschine. Ausgewählte Lesestücke zum Studium der politischen Oekonomie. Herausgegeben und eingeleitet von Pros. Karl Diehl und Prof. Paul Mombett. Band XX. Karlsruhe 1925. Berlag G. Braun. VIII. 216 ®. Leinen Mk. 4.—. — Mehr als je empfinden viele von uni heute die Tatsache, welche Simmel einmal als »Der» wirtschaftlichung der Kultur" bezeichnet hat, die (ich vor allem in der Gefahr zeigt, daß der
Berliner Produktenbörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin. 26. Mai. Die Grundtendenz im Berliner Produktengcschäft bewegte sich bei Beginn für Weizen in festen Dahnen, für Roggen dagegen blieb hie ^linfaytätigkeir tuyig. Die leicht befestigten Depeschen vom Weltmarkt boten beiden Preisen eine mäßige Anregung, zumal für prompte Au^landware befriedigender Absatz an die deutschen Mühlen besteht. Gerste ruhig, nur in Futtersorten vereinzelter Absatz. Hafer behauptet, Mehl still, auch Futtermittel ohne
Menfch unter dem Einfluß der Technck, Maschine und Großbetrieb immer mehr aus einem Subjekt


