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Wirtschaft.

Das internationale Äohlenproblem.

Mit dem Ende des englischen Bergarbeitersireik» üitrb die Lösung des mlcrnationnlen Kohlenpro dlems demyächst vermutlich wieder größere Bedeu­tung gewinnen. Sie ist eine vornehmlich £uro« päische Angelegenheit, weil die Bereinigten Stan- ten an dem internationalen Markt weniger inter­essiert sind als die großen europäischen Kohlenei zeuger.

Schwierig wird eine uucrnationuly Bereinva- tung durch das Zujammentressen verschiedener Pro bleme. So hat z. B. England nicht nur Absagnote. sondern auch finanzielle Sorgen- beide.sind durch den Bergarbeiterstreik nicht erleichtert, sondern sogar noch verstärkt morde". Aehnlich liegen die Verhält­nisse für den deutschen Bergbau. Die Aufnahme­fähigkeit des Inlandes beträgt knapp dreiviertel des Friedens. Daß durch den englischen Bergarbei,er­streik die Finanzverhültnissc der Zechen sich grund­legend gebessert haben, muß bezweifelt werden. In der letzten Zeil war z. B. der Absatz in das sog. bestrittene Gebiet viel hoher als in das unbestrittene Gebiet, während sonst nur etnja ein Drittel der För­derung in das bestrittene (Bebtet geht. Da die Preise des bestrittenen Gebietes unter dem Inlandpreis liegen, hat der Durchschnittserlös der ^cheu je Tonne gegenüber der Zeit vor dem Streik vermutlich eher eine Senkung als eine Erhöhung erfahren.

Dir Bereinigung des internationalen Kohlen- problems ist in erster Linie eine Angelegenheit zwi­schen England und Deutschland. Bekanntlich haben zwischen diesen beiden Ländern bereits Verhandlun­gen stattgefunden, die sich hauptsächlich auf die inner- englischen Verhältnisse bezogen und die vornehmlich nur informatorischer Art waren Inwieweit die im Anschluß daran in England selbst ausgenommenen Verhandlungen über eine Reorganisation des Berg­baues und des Kohlenhandels während des Streiks gefördert worden find, läßt sich schlecht übersehen. Bei diesen Dingen ist nicht zu vergessen, daß eine Umarganisatiou des englischen Kohlenbergbaues schon deshalb sehr schmierig ist. weil in England von mehr als 1500 Gesellschaften ungefähr 5000 ein­zelne Gruben betrieben werben. Auch aus der f)änb lerfrage und aus der vwtmendigkeit der Stillegung vieler Gruben find sicher Komplikationen zu erwar­ten. Daß durch den Streik die sozialpolitischen Ver­hältnisse eine Zuspitzung erfahren haben, und daß der englische Bergbau inzwischen Gegenstand der Parteipolitik geworden ist,- trägt auch nicht gerade zur leichteren Klärung der Probleme bei. Was Frankreich angeht, so wird das Verhältnis zwischen dem französischen und dem deutschen Bergbau stark durch die Reparationskohlenlieferungen kompliziert. Diese werden vermutlich in der nächsten Zeit eine Aenderung insofern erfahren, als die französische Regierung auf den Bezug von Reparationskoks teil­weise verzichten wird, wodurch sich die Rolwendig- kei> einer stärkeren Belieferung der sranzösischeu Eisenindustrie mit deutschem Koks auf dem Wege freier Vereinbarung ergibt. Für Frankreich ist ebenso wie für Belgien wichtig die Tatsache, daß für diese beiden Länder in der .Hauptsache maßgebend sind die inländische Produktion und der Inlanbab- satz. Diese Fragen müßten selbstverständlich eben­falls in den Bereich der Erörterung gezogen wer­ben, was natürlich nicht leicht sein wird. Schließ­lich ist auch der polnische Bergbau nicht ,)u ver­gessen. Die Zerschlagung Oberschlesiens hat ein ganz neues europäisches Produktionsgebiet gcfchaffkU. das Mengen erzeugt, die voit Polen bei weitem nicht verbraucht werben tonnen unb bic bic anbcre euro­päische Kohlenprobuktion beshald bauernb bebrohen.

Ausschlaggebend bei allen diesen Dingen ist die Tatsache, baß die Verschiebungen auf bem Welt­kohlenmarkt fast ausschließlich zu Lasten Europas erfolgt sind. Ob durch internationale Vereinbarungen

dieser Zustand geändert werden kann, ist zweifelhaft, Es wird schwer sein, die Kohlenproduzenten des Auslandes an die Gedanken der Betriebseipschrän.

kungen und Stillegungen zu gewöhnen, bic sich selbst in Deutschland mit seiner straffen syndikat- lichen Regelung nur sehr schwer cinbürgcrn konn­ten. Auch bic Verteilung der Absatzgebiete wirb nicht leicht zu regeln sein, zumal bie früheren na­türlichen Absatzreviere eine weitgehende Verschie­bung erfahren haben.

* D e r f e ft e Dollarkurs aufgehoben. An der Berliner Börse wurde die feste Relation zwischen dem Dollar und der Mark erstmalig auf­gehoben, und der Dollarmittelkurs auf 4,199 fest­gesetzt. Damit hat die Reichsbank ihre vor einigen Tagen angekündigte Absicht, and) den letzten Pfeiler der aus der Inflationszeit ftammenben Devisen­regelung zu beseitigen, ausgeführt. Mit her Wieder­einführung des natürlichen, sich nach Angebot und Nachfrage richtenden Wechfelkurses ist der öffentliche Charakter auch an diesem Markt wieder hergestellt. In Zukunft wird fid) ungefähr übersehen lassen, welche Dollarumsätze an der Börse ftattfinben, was bisher nicht möglich mar. Die letzte Kursfeststellung ergab jedoch insofern noch keine nennenswerte Ab­weichung von der bisherigen Relation, als sich der Dollarkurs unter Hinzurcdmung der Courtage- gebühren bei der oorliegMÄn Notiz praktisch auf 1,201 stellt.

* Dor japanischen Schiffsbestel- Lungen in Deutschland? Die Direktion der groben japanischen Schiffahrtsgesellschaft Nippon Bushen Kaifha fat beschlossen, in Europa vier grobe Schiffe für den Passagierverkehr von Japan nach Europa zu bestellen. Diese Be­stellungen Werben wahrscheinlich nach Deutschland vergeben. Die japanische Presse äußert sich sehr günstig üher die letzten Errungenschaften der deut­schen Technik. Die japanische Regierung wird voraussichtlich den Bau der Schisse unterstützen, und es ist anzunehmen. dab die Bestätigung der Bestellung in der nächsten Zeit erfolgen wird.

Russische Zuchtvieheinläuse in Deutschland. Das Volkskommissariat für die Landwirtschaft ha. beschlossen, in Ostpreußen 400 Zuchtstuten und 5 Zuchthengste des ostpreubifchen Schlages, die zur Hebung der Pferdezucht ün Süden Rußlands bestimmt sind, einzukaufen. Die Einkäufe Werden von der Königsberger Handels­vertretung geleitet Die Republik der Wolga­deutschen soll ein Drittel der gekauften Pferde er­halten. Ferner werden Derhandlungeit mit den Züchtern des schwarzbunten Milchviehes in Oft- srtesland über größere Einkäufe geführt

Keine Erhöhung der Kalipreise

Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, hat der Rcichswjrtschastsministcr die durch seinen Be» vollmächtigien ausgesprochene und begründete Be­anstandung des Beschlusses des Rcichs'alirates. die Kglipreife mit Wirkung vom l. September 1926 um 12 Prozent zu erhöhen, aufrechierhalten. Der beanstandete Beschluß tritt jnfolgede'fen nicht in Kraft. Eine Erhöhung der Kalipreile erfolgt somit nicht.

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Debisenmarll BerlinFrankfurt a. OIL Telegraphische Auszahlung.

25 August.

26. August.

Amtliche Notierung wc(t> Bncr

Amtliche Notierung

Geld Brief

Sünfi.-lHon Böen.-Aires Brss-'Antw ChvisUania. .Roponbaivn 6todl)olnt . ßelfingforS. Italien. . lrondon - . Nenvork . . 'Boris. . SrhweÜ - Spainrn - Aavan - - . ililo de Ian. Wien in D » Ceft abgeft. Bwa . - . Belgrad . . Subapeft . . Bulgarien . Bifinbon Dawia - . . Konganttn. Äthfii Canoda. . Urununi

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Norwegische Noten.....

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Schwedische Noten ..... Schwejur Noten ....... Svanilche Noten.......

Tsch.-cdoilowatiiche Noten . . Unoansche Noien .....

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5.W5

Frankfurt a. M., 26. Qlug. Tendenz: Weiter ichwnch und unsicher. Der schon wahrend der ganzen Woche aus den bekannten Gründen vorherrschenden Ansicherheit und schwa­chen Haltung entsprach auch der heutige Börsen­verkehr. Bei dem Mangel einer nennenswerten Beteiligung außenstehender Kreise und im Hin­blick auf den bevor ft ehendonAltimo voll­zog sich das Geschäft in ruhigen Bahnen. Obwohl anfangs die Abgaben infolge der Ultimo-Glatt- stellungen überwogen, war doch im Verlaufe eine Besserung insofern zu verzeichnen, als diese Ab­gaben weniger scharf hervortraten. Die Ab­schwächungen bewegten sich in dem Rahmen von 1 bis 2 Proz.; vereinzelt stellten sich auch ferchte Befserungen ein. Stahlwerksaktien gingen im Frciverkehr vorbörslich mit 142 Proz. um. senkten sich bann auf 140.5 und konnten sich schließlich auf diesem Stande behaupten. Am M o n t a n m a r k t e waren Bochumer 1.75 Prozent gebessert auch Riebeck waren leicht befestigt Buderus und Phvnif blieben ge­halten, dagegen schwächten sich ab: Geilen-, kirchen minus 0,75 Prozent, Mannesmann unb Harpener je minus 1 Prozent, Rheinische Braunkohlen minus 3 Prozent, Rheinstaht minus 1,75 Prozent- Don Chemiewerken waren 3. G. Farben anfangs infolge von Stühungs- kaufen um etwa 2 Prozent gebessert, der Kurs senkte sich aber im Verlaufe auf 284,25 Prozent. Scheideanstalt minus 1 Prozent, Goldschmidt minus 1,5 Prozent, Holzverkohlung minus 1.4 Prozent. Clektroaktien Waren Überwiegend stark gedrückt. Felten minus 5 Prozent, Berg­mann und Lahmeyer je minus 3 Prozent, Schuckect minus 1 Prozent: aber Siemens plus 1 Prozent. Am Bankenmarkt setzten sich die Rückgänge fort. Berliner Handel minus 5 Pro­zent, Darmstädter minus 2,5 Prozent, Disconto minus 2 Prozent, Commerz minus 1 Prozent. Schiffohrtsaktien blieben knapp gehalten.

'Auto- und Ma s chin«n-Aktien Waten

r»cyacy-<Lüre.

(Bearbeitet von W. O r b a ch.

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen, Lösungen ufw. find zu richten an die Schachredaktion des ..Gießener Anzeigers".

Problem Nr. 76.

Von Ethelbert Holt.

6

D

3

4

2

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8

6

3

3

Weiß.

Schwarz.

d e

Weiß zieht und setzt in drei Zu gen matt. Weih: 5 Steine Kb2; Db5; Lg5; Sd7; Bf2 Schwarz: 2 Steine Ke4; Be7

Ein sehr geschickt konstruiertes Problem.

(Endspiel Nr. 19.

(Q.) Schwarz.

a b c d (i

(6t.)

Weiß.

8

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6

6

5

2

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3

Weih: 7 Steine Kgl; Dd2; Tg7; Lb5; Bb3. g3, H2. Schwarz: 9 Steine Kh5; De5; Ta8; Ld5; Ba5, f4, f6, g4, h6.

Weiß am Zuge gewann.

Durch welchen interessanten Zug kann Weiß sofort das Spiel zu seinem Gunsten entscheiden?

Lösung des Problems Nr. 74.

Don Prof. Weihgerver, Gießen

1. Db5-e8! mit der Mattdrohung auf f5. 1 Ld5-e4 2 Th5xf5-' . Ke5xf5 oder Le4xf5 3. De8-h5 ober De8 - d5 matt

1. . Sd2-e4 2. Th5xf5 KebXfö 3. De8-h5

matt.

1 Te2-e4 2. L)e8-e7 nebst unbedbatcr Matt­drohung auf d6 oder g7. 1x15+ geht jetzt nicht an, weil die Dame ci l nun das Feld h5 beherrscht-

Lösung beS Endspiels Nr. 18.

Don D. Horwitz.

1 Df2-d4-i-, Kb2xbl 2. D(HXc5» döxcb 3- Se8 -d6. Kbl-b2 I.Sdö-c4- , I<b2-bl 5. Kd2

dl, a6-a5 6. Kdl -d2, a5-a4 7. Kd2-dl, a4 - a3 8. Kdl -d2, b3-b2 9. Sc4-a3 matt.

Richtige Lösungen zum Problem Nr 74 sandten ein bie Herren Ober'etunbaner V. Loos. Lehrer E. Simon. A. Schröber. Gießen: H. Nanz. Steinbach Problem Nr. 73 wurde nachträglich richtig gelöst von H. Nanz.

Ans dcr Lchachwclt

Das Endergebnis des Kaiserslauterner Sdzachturniors war folgendes: 1. Preis Dr. von Rüst, Düsseldorf. Rheinmeister 1926 9Vi P- 2. Preis W. Orbach, Frankfurt a. M. 9P 3 Preis Ruchte, Mannheim, 8' . P. 4. Preis Weihgerber, Saarbrüden. 8 P. 5. Preis Rutz. Karlsruhe. 5' ... P. 6. Preis Schaibe, Karls­ruhe 5 P. 7. Preis Fleißner, Ludwigshafen. 5 P Es folgen: Heider - Platz. Köln, mit je 4' P. Schmähst Elberfeld, 3 .. P.. öetn- pelius, Neuwied. 2 P., Jost. Saarbrüden. 1 P. Orbad), welcher den 1., 3. und 4. Preisträger schlug, und nach der 7. Runde 7 Punkte auf­zuweisen hatte, verlor gegen Ende des Turniers infolge Kranlheit gegen einen Außenseiter, wo­durch er durch einen halben Zähler Unterschied um den 1. Preis kam

Im Schachturnier zu Hannover siegte Nstnzo- Witfd) vor Rubinstein, sowie v. Holzhause«, welcher den 3. Preis errang.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedattionStifch.

Die Glatze.

Vater:Soll ich mitspielen, großer Siouk- häuptling?"

Sohn:Rein, Vater, das geht nicht, bu bist ja schon skalpiert."

Auskunft.

Was haben Sie denn für eine Auskunft über die Firma Meyer erhalten?"

Sehr mies, sehr mies."

Was haben Sie denn für diese Auskunft bezahlt?"

Kunststüd! Wie können Sie für so neu Preis eine gute Auskunft verlangen?"

Starkes Stück.

In einem literarischen Kränzchen lieft eine liebenswürdige Fünfzigerin mit noch jungen Augen ihr jüngstes GedichtIch möchte einmal deine Hände küssen". Die Sekundenpawe der Ergriffenheit nach dein Vortrag Wird jäh durch die siebzigjährige Rätin B. unterbrochen, die streng lorgnettierenb zur Verfasserin also spricht. Man darf doch wohl annehmen, meine Liebe, daß diese Verse an Ihren verstorbenen Gatten gerichtet sind?"

weiter rückgängig. Karlsruher minus 1 Prozent. Auch Zellstoff- und Baustoff-Aktien tendierten schwächer und büßten 1 bis 2 Pro­zent ein. Wayß & Freytag stärker gedrückt minus 3 Prozent. Zement Heidelberg minus 1,5 Prozent, Zuckerakt ien schlossen fid> der Abwärtsbe­wegung an. DeutscheAn leihen waren kaum üeränbert. Von ausländischen Renten flanken Türken weiter im Vordergründe bei ziem­lich fefter Haltung. Der weitere Verlaus brachte leichte Erholungen, die Amsahtätigkeit blieb je­doch minimal. Der Freiverkehr war ge­schäftslos. Benz 83 Proz.. Brown Boveri 121 Prvz., Growag 60 Proz.. Entreprise 7,5 Prvz.. Asa 43 Prvz., Afra 91,5 Proz., Frankfurter Han- delsbank 90 Proz. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld flüssig, während die Sätze für Termin- gelo weiter anzogen. Monatsgeld 5J , bis 7'-.. Proz. je Adresse. Warenwechsel 5> , bis 5> _ Proz. Bankakzepte 4s/ bis 4' , Proz 3m D e - visenverkehr Wandte sich die Aufmerksam­keit den großen Devisen-Abstohungen gegen die Reichsmark zu. Der Dollar schwächte fid) auf 4,1955 ab. Die westlichen Frankenvaluten lagen kaum verändert- Paris gegen London 170, Brüssel 176.40. Mailand 147,50 gegen das Pfund.

Berliner Börse.

Berlin. 26. Aug. Die bisher noch zuver­sichtliche Grund st immun g der Börsen­spekulation hat durch die Ermattung der Aktien­märkte feit der Einführung der Stahlwerks- a k t i e n eine starke Erschütterung erlitten. Rach bem gestrigen Rückschlag blieb eine Rervojität zurück, bie das Esselteugeschäft während der ersten Börsenhälfte stark einschrünkle Bei l n st l o s e r Stimmung neigte bie Tenbenz Weiter n a ch unten, namentlich in einigen Spezialpapieren. Die Verstimmung wurde durch Besürchtungen über eine Geldknappheit verstärkt Tagesgeld war heute teuerer und stellte sich auf 4 bis 6 Prozent. Stark gesucht War Monatsgeld, das gus 5.5 bis 6,75 Prozent anzog Die Aktien der Vereinigten Stahlwerke gingen im Freiverkehr mit 141 bis 143 Prozent um. 3m Devisen- verkehr lag die Reichsmark international fehr fest. Der Dollar ging auf 4,195 zurück London lag schwach mit 4,857 gegen Kabel. Die Diskont­rate der Bank von England hat in der heutigen Wochensihung keine Aenderung erfahren. Schwä­cher lag auch Spanien, während die lateinischen Valuten sich leicht befestigen konnten. Paris gegen London 169,50, Mailand 148.

Kranlsnrter Getreidebörse.

Frankfurt a. M, 26. Aug Es wurden notiert: Weizen Wetterauer (neue Ernte), 29,75; Roggen, inländ. (neue Ernte) 21,50 bis 22; Sommergerste für DrauzWecke 23 bis 26; Hafer, inländ., 19,25 bis 20; Hafer, ausländ.. 20,50 bis 21,75; Mais (gelb) 19,25; Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 41,50 bis 42,50; Roggenmehl 32 bis 33, Weizenkleie 9; Roggenklele 10,50 Mk Ten-

frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 26. Aug. Auftrieb: 3 Färsen und Kühe, 992 Kälber. 330 Schafe. 248 Schweine Kälber Feinste Mastkälber 75 bis 80. mittler^ Mast- und beste Saugkälber 64 bis 74, geringere Mast- und gute Saugkälber 50 bis 63. Schafe Mastlämmer und Mast- hämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 38 bis 44, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Werzschafe) 30 vis 37. Schweine: Vollsleifchige von 80 bis 100 Kilogramm 84 bis 86, unter 80 Kilogramm 75 bis 83 von 100 bis 150 Kilogramm 84 bis 86 Markt­verkauf: Kälber und Schafe bei anfangs leb­haftem, zum Schluß abflauendem Handel aus- verkauft. Schweine hinterlassen bei mäßig regem Handel etwas Aeberstcmd.

Verlegung der Aranksurler Schlachlviehmärkte.

Der israelitschen Feiertage wegen werden im kommenden Monat die Donnerstags stattfindenden Viehmärkte für Rinder, Kleinvieh und Schweine vom 9. September 1926 auf Mittwoch, den 8. Sep­tember. vorn 23. September auf Mittwoch, den 22. September und vom 30. September auf Mitt­woch. den 29. September verlegt

Rundfunk-Programm.

Freitag, 27. August.

3.30 bis 4: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45: Hausfrauen - Nachmittag. 5.45 bis 6.05: Die Lefestundc. 6.30 bis 7. Die Bücherstunde. 7 bis 7.30:Neues aus dem Zoologischen Gar­ten", Vortrag von R. Wieschke. 7.30 bis 7.50: Zwanzig Minuten Umschau über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 7.50 bis 6: Film- Wochenschau 8: üebertragung aus dem Fest­spielhaus Salzburg (im Rahmen der Salzburger Festspiele): Orchesterkonzert der Wiener Phil­harmoniker. Fällt die llcbertragung infolge tech­nischer ober atmosphärischer Störungen ungenü­gend aus. so tritt folgende Aenderung im Pro­gramm ein: 8 llcbertragung aus dem Kurhaus Wiesbaden Konzert des Städtischen Kur­orchesters Anschließend: Vorfeier zu Goethes Geburtstag.

Geschäftliches.

Blauband wie Butter, die weltbe­kannte, hochwertige Margarine bedient sich des Ausdrucksfrisch gekirnt" (Kirnen heißen die Maschinen, in denen die gereinigten Fette und Oele mit Frischmilch zusammen gebuttert werden), um damit anzudeuten, daß die Frische, Wie übri­gens auch im Falle aller anderen Speisefette, ein Qualitätsmerkmal vonBlauband" rst. Frisch kommt sie in die Hände des Konl,'menten, frisch soll fie aber auch die Hausft .-halten, indem sie für trockene, kühle und möglichst dunkle Auf­bewahrung sorgt Die Beachtung dieser Winke, sowie schließlich ein NichtzusammenbnnAen mit anderen starkriechenden NahrungsmitteÄ^ tsägt viel zur Zufriedenheit bei.'