i
ü r Hen -
2. Fortsetzung.
Nachdruck verboten.
Ä
.. „..asseler Poft" zufolge hat die Verwaltung der Südafrikanischen Eisenbahnen der deutschen Industrie einen Auftrag von 20 schweren Lokomotiven erteilt. Von diesem Auftrag sind zehn Lokomotiven bei der Kasseler Lokomotivenfabrik Henschel & Sohn in Kassel bestellt worden, während der Rest an die Lokomotivenfabrik Maffei in München vergeben worden ist. Dem Werke ist durch diesen Auftrag Gelegenheit gegeben, seinen seit langem schlecht beschäftigten Lokomotiv- bau zu erhalten.
• * Mansfeld-A. -G. für Bergbau und Hüttenbetrleb, Cisleben. Dank >der älmstellungsmahnahmen im Erzbergbau und Hüttenbetrieb konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 1925 nicht nur den Verlust des Vorjahres wieder einholen, sondern kann sogar auf 'das Stamm-A.-K. von 32 228 550 Rm. eine Dividende von 8 Prozent zur Verteilung bringen.
* Zuckerfabrik Frankenthal, 21.»®., 'n Frankenth a l (Pfalz). In der H.-V. wurde der Abschluß genehmigt und beschlossen, den Reingewinn von 120 807 Rm. vorzutragen. Eine Dividendenverteilung erfolgt demnach nicht. Der in seiner Gesamtheit zurückgetretene A.-R.
Das lachende Haus
Roman von Sophie K l o e r ß.
Wirtschaft.
* Eine 13,5-Millionen-Gulden-An- leihe der Rheinprovinz. Wie der „Jndu- dustrie- und Handelsztg." aus London berichtet wird, sind die unter Beteiligung des Londoner Bankhauses Iaphet & Co. geführten Verhandlungen über eine Anleihe der Landesbank der Rheinprovinz von 13,5 Millionen Gulden abgeschlossen worden. Die Anleihe soll in Amsterdam, der Schweiz und Schweden aufgelegt werden. Sie wird von der Rheinprooinz garantiert und hat eine Laufzeit von 20 Jahren bei 7 Prozent Verzinsung und einem Ausgabekurs von 97,5 Prozent.
* Frankfurter Hypothekenbank, Frankfurt a. M. Das Institut bringt nach zwei erträgnislofen Iahren wieder eine Dividende
Trotzdem bestand der Name noch zu Recht; denn man sah von droben weithin über Deich und Flut, und wenn es nur fünfzehn Meter höher waren — sie waren in diesem flachen Lande schon etwas.
Die drei Bunsenmädchen saßen auch ebensoviel in den Hinterzimmern, mit dem Blick über Garten und Strom, wie vorn, wo man die Wanderer und Fuhrwerke der Landstraße vor sich hatte. Auf dem Hofe vor dem Haus war ja kein Leben, seit Polemotz Pächter war. Die Scheune wurde wenig von ihm benutzt, und die alten Ställe standen leer, wenn nicht Ille ihre Hühner und Enten dort unterbrachte, und die eine Kuh, die die Äatenfrau molk.
Das Dorf lag ein bißchen landein. Nur fünf Minuten, aber im Winter bedeutete das allerlei. Und dann, hinter dem kleinen See, der nur ein Kilometer lang und breit war, grüßte das weiße Herrenhaus von Gottesgabe, in zwanzig Minuten zu erreichen. Dahinter und nach allen Seiten blaue Ferne, weite Aecker und Wiesen, Holzungen, die Linie des Bahndammes — zwei Kirchtürme mit altmodischen Wetterhähnen auf dem Knauf--alles
schlichte Linien voll Frieden und Wohlhabenheit.
Das Leben lag an der Hinterseite des Hauses auf dem gewaltigen Strom, wo die Weltumsegler ihre Bahnen zogen, der Wind sang, Ebbe und Flut im ewigen Wechsel die Wogen schwellen und sinken ließen, Fischerboote den ganzen Tag kreuzten, die Anlegebrücken von Ausflüglern wimmelten — am schmalen weißen Strand badende Jungens mit ihren hellen Stimmen die Luft schwingen machten — dort, wohin die Herzen all des Jungvolks strebten, all die heißen, stolzen Herzen, die in Luft und Flut weit und hell werden.
Mitten durch das ganze Haus ging die große Diele. Rechts lag ein Vorderzimmer und dahinter die Küche mit den Wirtschaftsräumen, links drei Stuben. Und dann waren oben in den Giebeln noch Zimmer genug, wenn es einmal so kam, daß unten em junges Paar wohnte und Frau Margrit nach oben ziehen mußte. Sie dachte jetzt oft an diesen Fall. Zum Herbst erlosch die Pacht. Pachtete Pole-
Düchertisch.
— In der Sammlung Erinnerungsblätter i eutscher Regimenter des Verlages G. Stalling in Oldenburg i. O. erschien als neuer Band unter dem Titel „Standhaft und treu!" die Geschichte des Reserve-Infan- terie-Regiments 2 21, nach amtlichen und privaten Kriegstagebüchern bearbeitet von dem ehemaligen Dataillonsadjutanten III, 221 Lt. d. R. O. Hirschel, herausgegeben von Dr. 2D. Meißin- ger, 3./221. Das Regiment, das wie sein Dri- gadereNment R.2.R. 222 aus dem hessischen Kontingent, und zwar in Darmstadt, 2Dorms und Offenbach in den Augusttagen 1914 aufgestellt wurde, hat mit dem Reservekorps XXIV und der 48. Reserve-Division eine wechselvolle und ruhmreiche Feldzugsgeschichte, von der der stattliche Band auf mehr denn 300 Seiten, vielen Karten und schönen Bildern beredte Kunde gibt. Da eine große Regimentsgeschichte unseres Gießener Reserve-Regiments, R. I. R. 222, noch nicht zum Abschluß gelangt ist, in dieser Geschichte des R. I. R. 221 aber viele Kämpfe geschildert sind, die beide Regimenter Schulter an Schulter gesehen haben, wird das vorliegende Buch hier in Gießen auch über den engeren Kreis der Regimentsangehörigen lebhaftes Interesse finden.
— Hm das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kameraden des ehemaligen hessischen Reserve- Infanterie-Regiments Rr. 222, das bekanntlich als Tochterregiment der 116er in den Augusttagen 1914 in Gießen aufgestellt wurde, zu stärken, gibt Bankdirektor L. Griehbauer, Oberlt. d. 53. a. D. ein Regimentsblati heraus: „Das Blatt der 222“, dessen erste Rümmer uns vorliegt. Einer kurzen Einleitung des Herausgebers, in der Zweck und Ziel des neuen Organs dargelegt werden, folgt eine zusammenfassende Darstellung der Geschichte des Regiments in Form eines Gefechtskalenders. In einem weiteren Artikel werden die bisher erschienenen Veröffentlichungen über die Feldzugstaten des Regiments registriert. Durch rege Mitarbeit der Kameraden ließe sich das Blatt sicherlich auch zu einer Sammlung von Einzeldarstellungen ausbauen, die man später zur Abfassung der leider immer noch fehlenden Regimentsgeschichte benutzen könnte.
von 4*/o Prozent auf Stammaktien und 6 Pro> zent auf Vorzugsaktien zur Ausschüttung.
* Großer Auslandauftrag f schel & Sohn in Kassel. Der „Kaß
Die De
nr.
ssfc
^it -c oW^. W Schn'l-lW lag nkS
M värtlge neuen deut'. Seftim?hSrm als Ilch daw Md in KM M eme tot vah vir uns streiten, auf •Sag g" Osten. 6eden keien, die ar weil fie 'N ÖtM an. dc jedem Falle g> d'e ßQfleA' damals durch was ein EM Mißerfolg vci durste mast v eingekitet toe die Mögstcktel Scheitern der herein M'-M Zweideutigkeit
Genau so mit dem M nicht aus de Vertrag ist c war nötig. ' eurokäischcn ;ui>alanciercn. hätte verschob rig, weil d wertergeh einen Bündni eben, von iHv daraus ab, i wickeln, die Politik überh vir abgelchnl Morden, unb hatten, dah fit drängen tonnt« dvn Angebot, gänzung b der Lage toai liner Terttag
Grausten anders barst . Regierungen, aber willen, . das Gesckäft wendige Herr nähme. Er fr Berlin anzufr nutzt, gegen fr kann es i daß Prag nun er fürchtet, das an die Dand starkes Mrcffi kckächligcm au Sendest bat v Lmn schließli ftnn der deutsk E in den Völk peinlichst die Vi Vocamo übern on Gegenseite nicht torfung noch ir J® m den Ac Men aber bishi reuen Geistes, Jaber nur sehr
gegangen -Qumung des Ä der Best Marlontrolle ? gar von einer
Snnr. Uebl *Mnb fein
’A Volltische VM zu'bes ''sche Der Ltoachnnge^ L°len und ;
'toetief 1
Mi?; > 6enLhleftc bleibt ^.Nch vosste'm •? lvächst tjlvn3' anet ® dc ieUng Qjnur **
/uslvör
matz wieder, dann würde er den Preis sehr drücken. Ging sie nicht darauf ein, mußte sie mit einem Inspektor wirtschaften. Und ein junger Mann im Hause zwischen ihren drei Mädchen,--! Denn wer hier
herging als Inspektor, der' wollte natürlich Herr werden. Das kannte man. Wurde er es nicht, konnte sie alle halbe Jahre wechseln.
Wenn doch Thora — — Heider Steffen war wirklich ein anständiger Mensch und ein tüchtiger Landmann dazu. Daß er nicht so sehr viel Lust hatte, bei den Verwandten auf Gottesgabe zu wirtschaften, wo doch alles an den Kieler Brockdorf fallen mußte, weil das Gut Majorat war, das konnte man ihm nachfühlen. Sein Herz war nicht bei der Sache. Aber einmal im Eigenen —.
„Thora," sagte sie, als sie beim Abendessen saßen, „ich hab' es Frau Brockdorf versprochen, daß du morgen hinüberkommst und hilfst, ihren Obstwein abzapfen. Sie rief vorhin an."
Thora sah die Mutter von unten her an, aber öie tat, als verstände sie den Blick nicht.
-j&er Zwergobstbaum mal wieder eine schlechte Mamsell?" fragte Ille. „Wenn Thora sich nicht entschließt, da noch mal Haustochter zu spielen —"
„Danke. Ich lasse dir den Vorrang."
„Kann denn das lange Laster nicht den Wein abziehen?"
"Zlle, ich will diesen Namen nicht hören."
„Na, Mamutschka, wenn wir unter uns Dasto- rentochterw sind —"
„Liebes Kind, es ist dir doch ganz einerlei, ob mir allem sind oder nicht. Du schwatzt deine Dummheiten überall aus."
mri?U,e, die Lippe vor und warf Thora einen Slltt 3U. Das dulde ich um dich, sagte der Blick.
, ter, wir müssen wirklich an die Spar- ' mnf-c, ?^ora ob. „Sie sind zu Ende. Ich llob mir Preislisten kommen lassen--"
x » tQnI! m diesem Frühling nicht daran ?in*€hn?aS ^eIbJftr fef)r knapp. Und wenn Ille nun Ä ro Rosenrondell anlegen will und im ^^°^shaus neue Fenster sein sollen —" q£dl* bloß nicht immer um das dumme Geld! Das findet sich schon."
„Liebes Kind, das findet sich nicht. Tischler Neu- halben tolU" °Ud) baS Treppengeländer bezahlt
Die drei Töchter waren schon aufgestanden. Geldsachen liebten sie nicht. „Es ist ja noch immer alles bezahlt worden. Darum nur keine Bange nicht. Mahlzeit!" Da waren sie hinaus, und draußen hötte man sie mit Mutter Piepenstehl, der Katenfrau, lachen. Dann klapperten in der Küche die Schüsseln und Teller.
„Ich weiß nicht," meinte Rose, „ich glaube, es wird Mutter doch sehr schwer, immer das Geld zusammenzubringen."
„Dann soll sie Polematz mal ordentlich deutlich werden. Der wird immer dicker und das Schaukelpferd auch. — Kinder, wenn ich mal heirat', nehm' ich nur einen Millionär. Und wenn er Klütersupp heißt. Auto ist das Mindeste. Und dann reisen. Ihr kommt mit! Alle beide. Klütersupp lassen wir zu Hause, der muß Geld verdienen. Und wir drei hinaus in die schöne Gotteswelt — das malt euch mal aus."
„3a, Ille, wenn er das nur tut. Mucki, nach wem siehst du?"
„Das lange Laster macht unten fein Boot los. Will auf Entenjagd."
Sie sahen beide Thora an und lachten. Mutter Piepenstehl, die Messer putzte und vor der sie sich so wenig genierten wie vor der Hauskatze, griente vergnüglich vor sich/hin.
„Ja," sagte Thora, „in meinen schlaflosen Nächten hab' ich es immer wieder überlegt. Aber er hat ja nichts als feine Länge und sein Laster. Jagen, zechen, herumstrolchen — damit kann er unseren Kohl auch nicht fett machen." ,
„er ist doch der Neffe von der reichen Frau von Brockdorf, warf Rose ein. Rose hatte gar keinen Sinn für praktische Dinge.
»Na und? — Er ist eben ihr Neffe, und fein Neffe erbt Gottesgabe. Und so leidend wie der alte Herr ist — das kann jeden Tag kommen. Nein, Mucki, als Vernunftheirat kommt Heider Steffen schon gar nicht in Betracht."
„Was gibt’s Vernünftigeres, als aus Liebe heiraten?" deckte Ille.
„Und was gibt es Ungeschickteres als dich? Da ich dacht' es mir doch, wie du vorhin mit den Milchtöpfen knufftest: Ausgerechnet der neue Rosenpot hat einen Riß im Henk."
„Himmel noch mal' hab'dich doch nicht um einen alten Milchpotl Na, wenn du mal heiratest, der
3m Keller zu Gottesgabe zogen sie den Fruchtwein ab. Goldenen Apfelwein und hellroten von 3ohannisbeeren, und Kirschwein, der dunkel war wie schwarzroter Purpur, und durch die gewölbten Kellerfenster fiel ein verirrtes Sonnenlicht und malte Regenbogen an die Wand.
Thoras Haar war wie Feuer in dem Strahl und Thoras Schürze wie frischer Schnee, und die Hellen Farben ihres Gesichts blühten gleich Rosenblättern. 3hre frische Stimme hallte in dem Gewölbe. Frau von Brockdorf, der kleine, verkümmerte Zwergobst- baum, begann zu blühen vor Freude über so viel 3ugend und Kraft. Ganz strahlend ward das Run- zelgesichtchen.
An der Tür lehnte Heider Steffen und schob feine langen Beine immer ein bißchen weiter in den Weinkeller hinein. Da bekam er auch schon ein paar Flaschen in die Hände gedrückt, und Thora befahl! „Verkorken! Mamsell, zeigen Sie mal Herrn Steffen, wo alles steht und liegt."
(Fortsetzung folgt)
Mann kann sich gratulieren! Der darf die Sachen wohl nur mit Glacehandschuhen anfassen? 2)er reine Hausdrachen wirst du."
_ „Wenn du dich hier mausig machen willst, liebe toeele, mach', daß du aus der Küche kommst. Mutter Piepenstehl, fegen Sie sie mal raus. — Ueberhaupt, dein ganzer Bast liegt wieder auseinandergezottelt in Mutters Webstube, den kannst du auch mal aufräumen, und in der Schlafftube--" Ille warf die
Küchentür zu, daß es dröhnte.
„Siebenmal Zank am Tag, das reicht nicht für euch beide", sagte Rose. „Was ihr nur davon habt!"
„Fängst du auch schon an, du Küken? Das wird ja alle Tage schöner."
„3ch geh' schon, ich geh' schon. Wiedersehen, große Schwester."
Dann saß jede die nächste Stunde für sich, und es wurde gar nicht gelacht. Als aber Frau Margrit die Lampe auf der Diele anzündete, alle drei mit ihrer Näherei tarnen und die Muter fragte: „3hr habt euch wohl mal wieder gezankt?" sah fie erstaunte Gesichter. „2ßir? Uns gezankt? Nein, keine 3dee. Warum denn?" Sie hatten es tatsächlich schon wieder vergessen.
wurde wiedergewählt und die Verschmelzung des Unternehmens mit den anderen süddeuffchen Zuckerfabriken genehmigt. Der Absatz der Zuckerfabrik Frankenthal sei in letzter Zeit um etwa ein Drittel zurückgegangen. Mit der Genehmigung der Fusion durch diese H.-V. ist eine Verschmelzung der Zuckerfabriken nunmehr von allen beteiligten Unternehmungen rechtskräftig beschlossen.
Börsenkurse.
Frankfurt a.M
Berlin
Sd)IU3« Kur»
1 I-Uhr. | fiur»
Schluß» Kur»
jAufang
1 ttu-s
Datum:
24. 4
26 4
24 4
26 4
5% Deutsche Rcichsanleibe ■ 4% Deutsche ReichLanlcihe . 8'/a% Deutsche Reichoanleihe 3% Deutsche Reichsanleide . Deutsche Svarpräoncnan leihe 4% Preußische Äousols ■ . . 4% Hessen........
3*/t°/n Hessen...... ...
3% Henen...........
Deutsche Wertb. Dollar-Aul. dto. Doll.-Schatz-Aulreisng.'l
4% Zolltürlen.........
5% Goldmerrkaner ... .
Berliner Handelsaesellschast Commerz- und Privat-Bank Dannst. und Nalionatbani Deutsche Bank.........
Deutsche Bereinsbank .... Disconto Commandit Metallbank..........
Mitteldeutsche Lreditbank. . Ocsierreichische Kreditanstalt Wesibank .......
Bochumer Gnh ...... Buderus ..........
Taro ............
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke . . Harvencr Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln. .... Laurahüttc . ......
Oberbedars..... • • • •
Phönir Bergbau.......
Rheiustahl...........
Riebeck Montan........ Tellus Bergbau. ...... Hamburg-Amerika Pak«. . . Norddeutscher Llovd . . . Theramifche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Pbilipv Holzmann......
Anglo-Tont-Guano.....
Chemische Mayer Alapin . .
9- (9- Farbcnindusirie, A.-G- Goldschmidt..........
Holzverkohlung........
Rütgerswerke.........
Scheideanstalt.........
«llg- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann .........
Mamkrastwerke........
Schmiert...........
Siemens & Halske ......
Adlcrwerke Klcyer ...... Daimler Motoren. ...... Heyligeustaedt.........
Meguin. . . ......
Motorenwerke Mannheim Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . Pketallgesell^chast Frankfurt. Pet. Union A.-G.....
Schuhfabrik He« . . .... Sichel. ..........
Zellstoff Waldhof...... Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . , .
0.415
0,400 0,480
0,255 0,395
0,430
100
1 12,4
1 42,5
150,75
106.75
127,5
125,5
87
122,37
93
104
7.05
91
60,25
55
95
97
109
130
134,5
37
52
79
94
94
135,75
133,62
99.5
78,75
82
147,25
83,1
66
80,75
110
104,25
99
98
90,5
123 |
58
64,5
30
40,5
25 |
42,25 i
107,5 1
86
126.25 । 52.3
56,87 !
8 § S g 835 a» 8- S° -----
8^*1 । 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 °-'S 1 5 1 1 | Sg“ 1 | | I «5 | | 1 | | | | iii | =>£ | | । | । 'co । | g» | | | | | | | | |
0,410 0,390
0,390 0.480 0,250 0,390
97,5
1 12,5
1 46
1.50,75 106.60
128 126
122
107 7
91,25
59,5
56
95,12
96,5
110
130.5
134,25 36,5
53
78,60
92.5
134.25 132,75
77,5
80
147,87
83,50
81
101,5
98,25
90,75 122,12
57
65
54,25
-
86,87
37
127,25 53,87
sS 55s sH sIs £ AN s S -Bis
1 1 öl 1 1 1 1 1 1 1 1 »2 | | s 1 a°3 1 II 1 1 1 1 | 1 1 M 1 1*31 | | | | | | | | | | | §=
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 26. April. Tendenz: lustlos. — Die Effektenbörse zeigte auch zu Wochenbeginn keine Merkmale einer Besserung. Der Orderseingang war weiterhin unbedeutend. Die Spekulation verhält sich sehr reserviert, so daß bei der herrschenden 3ntereffelofigteit nur geringe Veränderungen eintraten. Unter diesen Umständen bewegten sich die Umsätze in engen Grenzen. Die Lustlosigkeit konnte auch durch das Anhatten der Geldflüssigkeit nicht verdrängt werden, dagegen wurde auf die Nähe des Ultimos verwiesen, der zur Zurückhaltung mahnte. Verstimmend wirkten die außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten, für die ich noch keine Lösungen zeigen. Die Stimmung neigte daher anfangs zum Nachgeben, wenn auch die eintretenden Kursschwankungen unbedeutend blieben. Einen stärkeren Druck übte die Meldung einer Börsenzeitung aus, daß zu Ultimo 2 Millionen Schiffahrtsaktien nicht prolongiert würden, für die allerdings eine Bestätigung fehlt. Schiffahrts- a f t i e n fetzten infolgedessen mit Verlusten von etwa 3 Prozent ein. Am Montanmarkt waren die Einbußen nur bei führenden Werten feftzustellen, sie betrugen 1 bis 1,5 Prozent, Die Wette der I. G. Farben blieben gehalten. Der Elektromarkt
hatte Feine nennenswerten Umsätze aufzuweisen, wie überhaupt infolge der großen Geschäftslosigkeit für eine Reihe von Werten keine Notiz zustande kommen konnte, Bankaktien blieben zumeist gehalten. Von Autowerten konnten Neckarsulmer um 1,8 Prozent anziehen. Von Z e 11 st o f f a k t i e n lagen Waldhof um 2,25 Prozent fester, während Aschaffenburger um 0,25 Prozent nachgaben. Zucker- a k t i e n bewegten sich auf der Basis der Samstagnotierungen. Die übrigen variablen Werte wiesen nur geringe Veränderungen auf. Von B a u a 11 i e n lagen Wayß & Freytag 1 Prozent niedriger, während Zement Heidelberg um 0,5 Prozent anzogen. Heimische Renten waren nahezu umsatzlos, die Kurse gehalten. Ausländische Renten schlossen sich der nachgebenden Tendenz an. Der Freiverkehr lag still. Becker Stahl 40, Becker Kohle 54, Benz 66,5, Brown Boveri 54, Entreprise 10, Growag 60, Krügershall 97, Rastatter Waggon 23, Ufa 54, Ufra 74 Prozent. Der weitere Verlauf gestaltete sich etwas freundlicher infolge von Deckungen, die durch die Spekulation in geringem Umfange getätigt wurden. Die Kurse schwankten aber nur für I. G.-Farben, für die sich stärkeres 3ntereffe bemerkbar machte, erheblicher. Die Flüssigkeit des Geldmarktes ist weiterhin vorherrschend, doch machen sich infolge des heranrückenden Ultimos bereits Anzeichen von etwas stärkerer Nachfrage bemerkbar. Die Sätze für Monatsgeld sind unverändert 5,5 bis 6,5 Prozent. Jndustrieakzepte 5,5 Prozent, Privatdiskonten 4,75 Prozent. 3m D e - vifenoerkehr find nennenswerte Veränderungen nicht eingetreten. Paris notierte gegen London 145,50, Brüssel gegen London 137,25. Mark und Pfund sind unverändert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt cu M. Telegraphische Ausza h l u n g.
Berliner Börse.
Berlin, 26.April. Die Lustlosigkeit der letzten Zeit hat sich auch auf die neue Woche übertragen. Das Geschäft setzte ungemein ftill ein, da sich die Spekulation und das Publikum vom Geschäft zurückhielt, und Anregungen nur für einzelne Papiere, nicht aber für die Gesamtheit der Aktienmärkte Vorlagen. Bei der Stagnation der Börse waren die Kursveränderungen in der Hauptsache geringfügig. Die am Samstag etwas freundlichere Strömung konnte sich nicht halten, da die absolute Geschäftsunluft auf die Stimmung drückte und schon kleine Verkäufe das Kursniveau nach unten beeinflußten. Bei denkbar geringsten Umsätzen eröffnete die Börse somit in überwiegend schwächerer Tendenz. Die G e l d s l ü s s i g k e i t besteht weiter. Tagesgeld war zu 3 bis 4 Prozent und darunter an- geboten. Im Devisenoerkehr traten nennenswerte Veränderungen nicht ein. Die westlichen Franken- Valuten neigten eher nach unten.
24 April.
26. April.
Amtliche Geld
Koti rung Brief
Amtliche Notierung (Selb i Brief
Amst.°r)iou
168.76
168.34
168,54
168.96
Buen.-Aire-
1,707
14,90
1.730
1,693
1,697
Brss.-Antw
11,86
15,115
15,155
Chrisiiania. Kopenhagen
90.56
90,34
90,67
90,98
110,06
109,78
109,86
110,14
Stockholm .
112,52
112.24
112,31
112,59
Hclsingfors
10,585
10,545
10,-545
10,585
Italien. .
16,90
16,86
16,865
16,905
London. .
20,445
20,333
20,400
20,452
Neunork . .
—
_
Poris. . .
13,98
13,14
14,09
14,13
Schweiz . .
81,205
81,005
81,02
81,22
Spanien .
60.43
60.27
60,44
60,60
Japan . . .
1,991
1,987
1,983
1,987
Rio de Jan Wien in D--
0,591
0.581
0,599
0,601
Ceft. abgest
59,305
59,165
59,18
59,32
:
12,46
12,42
12,417
12,457
7,41
7.39
7,385
7,405
Budapest. . Bulgarien
5,875
5,855
5,865
5,885
3,06
3,05
3,045
3,055
Lissabon
21.405
21,355
21.395
21,445
Danzig. .
81,17
80,87
80,91
81,11
Konstantin.
2,20
2,19
2,163
2,173
Athen
5,31
5,29
5,24
5,26
Canada. . .
Uruguah
4,209
4,199
4,20
4,21
4.34
4.33
4.33
4,34
Danknoten.
Berlin, 24 April
Geld
Brief
Amerikanische Note« . . .., Belgische Noten . ...... Dänische Noteu . ....... Englische Roten........
Französische Noten ...... Holländische Noten.....
Italienische Noten ...... Norwegische Noten......
Aeuksch-Oestm-., * 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noteu.......
Spanische Noten ....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noteu . ...
4,185 14,81
109,58 20,374
14,09 168,13
16,88 90,24 59,03 1,625
111,94 80,81 60,45
12,408
5 83
4,205
14,89
110,12
20,474
14,17
168,97
16,97
90,74
59,33
1,665
112,50
81,21
60,75
12,468
5,87
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt, 26. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 30—30,50, Roggen, inländ., 20, Sommergerste für Brauzwecke 22,75—24,75, Hafer, inländischer, 23,25—24, Mais (gelb) 18.50—19, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 42,25—42,75, Roggenmehl 29—29,50, Weizenkleie 10—10,25, Roggenkleie 11,25—11,50, Erbsen 26—34, Linsen 40 bis 70, Heu, süddeutsches, gut, trocken, 9, Weizen- und Roggenstroh 6—6,50, Treber getrocknet 16—16,50. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a.M., 26. April. Auftrieb: 1415 Rinder (darunter 376 Ochsen, 52 Vullep, 987 Färsen und Kühe(, 561 Kälber, 112 Schafe, 3172 Schweine. - Rinder (Ochsen): Vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlawtwerts 53 bis 58, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 45 bis 52, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35 bis 44; (V u l - len): vollfleischige ausgeinäftete Färsen höchsten Schlachtwerts 48 bis 52, vollfleischige jüngere 41 bis 47; (Färsen und Kühe): vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 52 bis 57, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Iahren 43 bis 48. wenig gut entwickelte Färsen 44 bis 51, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis 42, mäßig genährte Kühe und Färsen 28 bis 42, gering genährke "Kühe und Färsen 15 bis 27. — Kälber: Feinste Mast- kälber 72 bis 77, mittlere Mast- und beste Saugkälber 63 bis 71, geringe Mast- und gute Saugkälber 53 bis 62, geringe Saugkälber 45 bis 52. — Schafe: Mastlämmer und Mast- hämmel 45 bis 50. geringere Masthämmel und Schafe 40 bis 44. — Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 80 bis 82. unter 80 Kilogramm 75 bis 79. von 100 bis 120 Kilogramm 80 bis 82, 120 bis 150 Kilogramm 80 bis 81, Fettschweine über 150 Kilogramm 80 bis 81, unreine Sauen und geschnittene Eber 65 bis 70. — Marktverlauf: Bei ruhigem Handel ausverkauft.
Rundfunk-Programm.
Dienstag, 27. April.
4.30—5.40 Uhr: Konzert des Hausorchesters: W. A. Mozart. 5.40—6 Tlhr: Die Lesestunde: Aus dem Roman „Pitt und Fox" von Friedrich Huch. 6—6.10 Llhr: Llebettragung von Kassel: Vortragszyklus des Kasseler Stadtgesundheitsamtes anläßlich der Reichsgesundheitswoche — Turn- inspektor Buchenau spricht über „Wandern". 6.15 bis 6.45 LIHr: Direktor Herberg. Leiter der Henschelschen Geflügelfarm Heckershausen, spricht über: „Mittel und Wege zur Hebung der deutschen Geflügelzucht". 6.45—7.15 Llhr: „Eine geo- Polttische Wettung der deutschen Kolonialfrage", Vottrag von Prof. Dr. Maull. 7.15—7.45 Llhc: Funkhochschule Frankfurt: „Reue Wege der ge- gentoärtigen Philosophie. V. Husserl (Die Wesensschau)", Vottrag von Privatdozent Dr. Heinemann. 7.45—8.15 Llhr: Schachstunde. 8.15 bis 10,15 Llhr. „Gyges und sein Ring", Drama von Friedrich Hebbel. 10.15—11 Llhr: Reue Schall- platten.
UsftrMer him! Etittoie
Elasiic ”H°re5fenm
„Fahr' Conti, und Du bleibst dabei!“
ist der Con ti-Eies ticreif en. Seine unvergleichliche Elastizität wird erzielt durch die erprobte Konstruktion seiner Hohlräume und ermöglicht schnellste Fahrt.


