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2.

Kammer- und fünf Senatsmandate. Die B u l- > n in der Dobrudfcha erhalten fünf Kammer­

mandate.

3.

4.

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Stockholm, ftederin Ellen K e

aller Welt

Ellen fiey f-

Kleine politische Nachrichten.

Wie amtlich mitgeteilt wird, wird Reichs­präsident von Hindenburg der thüringi­schen Staatsregierung am 10. Mai 1926 seinen Besuch machen. Er wird gegen Mittag in Wei­mar eintreten und im Verlaufe des Abends die Stadt wieder verlassen.

Die Genfer Wirtschastskonferenz

® e n f, 26. April. (SIL) Zu der heute, Mon­tag, beginnenden Tagung der Kommission für die Vorbereitung einer Weltwirtschaftskonferen- sind 30 Delegierte der verschiedensten Staaten von Eu­ropa eingetroffen. Die größte Gefahr für die Konferenz liegt in ihrer völligen Prvgrarnm- lvfigkeit und damit der Möglichkeit, die De­batten ins llserlose auszudehnen. Cs ist selbst­verständlich, das) fast alle Wirtschaftsprobleme zur Sprache kommen, die die einzelnen Völler bedrücken und die sie ohne fremde Hilfe nicht lösen tonnen. 3m Mittelpunkt der Erörterungen wird anscheinend das Problem einer Zoll­union stehen. Es ist die Frage, ob diese ohne oder mit England verwirklicht werden soll. Weitere wichtige Verhandlungsgegenstände sind die Kohlensrage, die Eisenfrage und die Zucker­frage.

Eingabe ist an die Äkchizmiuisterien der Länder gerichtet und dem Reichstag, sowie den politischen Parteien zugeleitet worden.

Deutschnationale Partei und Kabinett Luther.

Eine Rede des Grafen Westarp.

Auf dem Parteitag des deutschnationalen Landesverbandes Potsdam II hielt der Partei- vorsihende Gras Westarp eine Rede über die Ziele der Partei. Er sagte u. a.:Wir wollen uns mit dem der Gröhe und Bedeutung der Partei entsprechenden Einfluß den unmittel­baren Anteil an den Regierungs­geschäften erringen. Unser Ziel kann jedoch

Wie derLolalanzeiger" meldet, hat der türkische Botschafter in Rom eine offi­zielle Demarche bei Mussolini unter­nommen, um sich darüber zu vergewissern, ob die Gerüchte von einer kurz bevorstehenden Aktion gegen das türkische Territorium tat­sächlich den Absichten der italienischen Regierung entsprechen. Mussollni hat dem türkischen Bot­schafter erklärt, daß Italien den Wunsch habe, seine wirtschaftlichen Beziehungen zu der Türkei zu verbessern.

Rumänische rNin-erheitenpolitik

Ein Wahlpakt des Kabinetts Averescu

Bukarest, 26. April. (TU.) Ministerpräsident Averescu hat mit den Ungarn, den Sachsen und den Bulgaren einen Wahlpakt abgeschlossen, der vor allem für die Ungarn einen außerordentlichen Erfolg bedeutet. Diese erhalten allein 28 Parla­mentssitze garantiert, davon 15 für die Kammer und 13 für den Senat. Ferner ist ihnen zugestanden worden, daß die von den Liberalen herrührenden Schulgesetze abgeändert werden. Ihre Kirchen und konfessionellen Schulen sollen von Staats wegen unterstützt und die Aemter der lokalen Verwaltung durch Magyaren besetzt werden. Endlich verpflichtet sich die Regierung, es den Behörden zur Pflicht zu machen, daß in allen Orten, die nach der Statistik zu mindestens 51 Prozent von Ungarn bewohnt werden, dw Beantwortung von Eingaben in unga­rischer Sprache auf ungarisch erfolgt. Ausgenommen hiervon sind gerichtliche Angelegenheiten.

Die Sachsen erhalten auf der Regierungsliste elf Kammermandate und sechs Senatsmandate, fer­ner ein Pflichtmandat für den evangelischen Bischof in Siebenbürgen. Von diesen Mandaten gelten ein Kammer und ein Senatsmandat für Bessa­rabien, em Kammermandat für die Buko­wina und für das SiebenbürgenerBanat

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Wupeisu die Regierungsbildung überlassen. Wu° peifu kann nid)t nach Peking kommen wegen der ernsten Unruhen, die in der Provinz Honan ausgebrochen sind und wegen der Intriguen, die in Hankau gegen ihn geschmiedet werden. Die Truppen der Mukden-Armee sehen ihren Feld­zug im Rorden gegen die Kuomintschung-Armee fort, die hinter bcr Großen Mauer wieder or­ganisiert wird.

Die Luge der Türkei.

Einr beruhigende Erklärung der türkischen Botschaft.

Berlin, 25. April. (WTD.) Die türkische Botschaft in Berlin teilt mit: 3n den letzten Tagen wurden durch die europäische Tresse alar­mierende Rachrichten über die Türkei verbreitet. Darauf Bezug nehmend, legt die türkische Bot­schaft zu Berlin Wert darauf, die wirkliche Sach­lage folgendermaßen darzustellen: Die gegen­wärtigen internationalen Beziehungen der türki­schen Republik sind normal und vorn Geiste der Freundschaft getragen. Die Türkei unterhält mit allen ihren Rachbarn und allen Mächten freundschaftliche 'Beziehungen. Die Rachrichten über eine angebliche Mobilisation in der Türkei treffen nicht zu. Es finden nur die all­jährlichen großen Manöver statt, die jetzt nach Westanatolien verlegt worden sind. Man hat zu diesem Zweck nur zwei Reserve­jahrgänge einberufen. Die alarmierenden Mel­dungen dürften wohl auf dieses normale Unter­nehmen zurückzuführen fein.

Wettervoraussage.

Wollig mit zeitweiser Aufheiterung, stellenweise kurze Regenfölle, Temperaturen niedriger als an den Vortagen.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 26,5 Grad Celsius, Niederschläge 0,1 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 12,7 Grad Celsius.

Endgültige Besetzung strategisch wichtiger Punkte (teilweise bereits durchgesährt).

Entwaffnung der Stämme.

- J ubian J MS

25. April. (WB.) Die Schrift» y, die seit längerer Zeit schwer krank barnieberlag, ist in der vergangenen Nacht in Strand (am Wettersee) g e ft o r b t n.

Unterstützung der jetzigen Regierung, die es ihr ermöglicht, außenpolitisch mit den So­zialdemokraten und innenpolitisch in diesem oder jenem Fall mit uns zu regieren, führt nicht zum Ziele. 3n der Außenpolitik halten wir an der Opposition fest. Die Gründe, aus denen wir noch vor kurzem die Politik von Gens bekämpft und die Zurücknahme des Antrag auf Eintritt Deutschlands in den Völkerbund gefordert haben, sind inzwischen nicht beseitigt, sondern ver­schärft worden. Mag man an die Besatzungs­last oder an die Wilitärkontrolle. an Ehamber- latnS Ablehnung jeder Verkürzung der Be­ hungsfr ist en oder an die fortgesetzten Be­mühungen bcnten. Deutschlands Aufnahme in den Rat durch dessen Erweiterung zu entwerten. Der jetzt bekannt gewordene deutsch-russi­sche Reutralitätsvertrag ändert an un­serer Lokamopvsitil nichts. Zu dem Fürst en- kompromih erklärte Graf Westarp: Bei den Verhandlungen über diese- Kompromiß werden wir uns nicht durch die Peitsche des Volks­begehrens von unseren Grundsätzen abbringen lassen.

Die neue preußische Städte­ordnung.

Berlin, 24. April. (TA.) Der Preu­ßische Städtetag beschäftigte sich in seiner letzten Vorstandsfitzung mit der Frage, ob man eine neue Städteordnung schaffen könne, solange die großen Fragen der Berwaltungsre- f o r m noch nicht geklärt seien. Dem Landtag liegt zur Zeit der Entwurf einer Städteordnung vor. den er bereits in zweiter Lesung behandelt hat. Der Dtädtetag war nach wie vor der Mei­nung, daß dieser Entwurf nicht Gesetz wer­den dürfe, weil er den an eine moderne Städte- orbnung zu stellenden Anforderungen mcht ent­spreche, für die Entwicklung der- Eelliftverwaltung I eine schwere Hemmung bedeute und auch nicht die im öffentlichen Interesse unbedingt ge­botene Vereinfachung der Verwaltung herbeiführe. Vor allem aber könne ein großer Wurf einer neuen Stadteordnu ig überhaupt nur im organischen Zusammenhang mit einer allge­meinen preußischen Verwaltungs- I refvrm gelingen.

men hat. und wird am Donnerstag nachmittag wie­der vor die Kammer gebracht werden.

Der neue Schah von Persien. Riza Khan Pählävi. wurde mit großer orientalischer Pracht gefrönt

Bildung von gemischten Polizeikräften.

Daran werde sich die Debatte über die poli­tischen 5 ragen anschließen, nämlich:

1. Anerkennung der Souveränität des

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nicht durch den Eintritt in die jetzige Regierung erreicht werden. Auch " **

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Hessischer Landtag.

Darmstadt, 24. April. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9.45 Uhr. Die Bera­tungen des Staatsvoranschlags für 1926 werden bei Kap. 18 (ßanötag) aufgenommen. Das Kapitell wird mit 10 Mk. Einnahme und 291 641 Mark Ausgabe genehmigt. Es werden auch ver­schiedene Anträge dazu in Heberelnfthnmung mit dorn Finanzausschuß erledigt.

Hierauf wird die 9. Hauptabteilung des Staatsvoranschlags,

TNinisterium der Finanzen .beraten (Kapitel 108 bis Kapitel 117).

Finanzminister Henrich wendet sich gegen verschiedene Abbaumaßnahmen: für einen or­ganischen Abbau, jedoch nicht für einen Abbau, 7 wie er hier in verschiedenen Anträgen Borge- schlagen werde, könne man eintreten.

Es werden mehrere Anträge und Ausschuh­berichte verlesen.

Bei Kap. 112 (Bauwesen) weist Staats­rat Kratz auf die verhängnisvollen Folgen eines Abbauantrages Dr. Leuchtgens-Glaser hin. Es sei bereits im vergangenen Jahre ein Abbau vorgenommen worden. 3n der Bauabteilung feien die Beamtenzahlen von 1914 bereits er­reicht Bei den Baumeistern wäre der älteste Anwärter 42 3ab re alt und bei den mittleren Baubeamten der älteste Anwärter 37 Jahre.

Auch die zehnte Hauptabteilung: Aus­leihungen und Staatsschuld (Kap. 118) wird zur Beratung gestellt Das Kapitel wird mit 433 448 Mk. in Einnahme und 456 585 Mk. Ausgabe genehmigt.

Hierauf werden die Kapitel 119 bis 148 angenommen, die im Staatshaushalt den 2. Teil FürdasDermögen" bilden. Die wichtigsten Bewilligungen sind 308 500 Mk. Ausgabe für die Forst- und Kameralgüter, für Reste aus früheren 3ähren 1 888 850 Mk. in Einnahme und Ausgabe für Bodenverbesserung und Wasserversorgung 261 666 Mk. in Ausgabe, für Ausleihungen und Staatsschuld 1 719 966 Mk. in Einnahme und 95 020 Mk. in Ausgabe.

Runmehr wird über die Kapitel des Staats­haushalts abgestimmt, die zurückgestellt waren Es wird das Kapitel 88 (Erwerbslosen­fürsorge. Arbeitsnachweise usw.) ange­nommen mit einer Ausgabe von 3 953 000 Mk. S>ie Anträge hierzu werden fai Hebereiaftimnumg mit den Ausschußanträgen angenommen. Ferner werden die Kapitel 89 bis 107 bewilligt. Die Anträge der Oppositionsparteien wurden abge­lehnt mit Ausnahme eines Antrages Schott. Dingeldep und Genossen auf Wiederbesehung des 2. Rotariates in Wörrstadt.

Es folgen die Abstimmungen für das Mi­nisterium der Finanzen (Kapitel 108 bis 117); darin werden angenommen Äapitel 108 (Ministerium b e r 3 i n a n 8 e n) mit 37 770 Mark in Einnahme und 897 137 Mark in Ausgabe, Kapitel 109 (B a u - Verwaltung) mit 2500 Mark in Einnahme und 107112 Mark in Ausgabe, Kapitel 110 (Haupt- staatskaffe) mit 600 Mark in Einnahme und 446 249 Mark in Ausgabe, Kapitel 111 (Landes- vermeffungswesen) mit 732100 Mark in Einnahme und 1383 606 Mark in Ausgabe, Kapitel 112 (Bauwesen mit 243 708 Mark in Einnahme nnb 1 114342 Mark in Ausgabe, Kapitel 113 iB rucken und lleberfahrten) mit 175594 Mar kin Einnahme und 118 561 Mark in Ausgabe, Kapitel 114 (Landesanstalt für Wetter- nnb Gewässerkunde) mit 2650 Mark in Ein. nah ne und 28 975 Mark in Ausgabe, Kapitel 115 (Prioateisenbahnen und Kraftwagen-

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 26. April 1926. >

Die Neichsgesundheitswoche.

Am Freitagabend sprach als zweiter Redner Privatdozent Dr. Rothman über:

Die soziale Bedeutung der Geschlechtskrankheiten.

Zn den Mittelpunkt der Erörterungen wird die Rotwendigkeit gestellt, die Geschlechtskrank- Herten als Infektionskrankheiten, als gemein« gefährliche Seuchen zu betrachten und zu behandeln. Das Beispiel der nordischen Länder hat uns gelehrt, daß ganz einfache Maßnahmen, wre man sie bei Infektionskrankheiten sonst auch zu ergreifen pflegt, vollauf genügen, um die Ge­schlechtskrankheiten erfolgreich zu bekämpfen. Zn diesen Ländern siird die Geschlechtskranken ver­pflichtet. sich auf Staatskosten ärztlich behandeln zu lassen. 3n Deutschland sind ähnliche Maßnah­men vor allem aus wirtschaftlichen Gründen vorerst rroch nicht möglich, und so kommt der Aufllärungsarbeit eine besondere Bedeutung zu.

Rach kurzer Besprechung des Weichen Schan­kers werden die Erscheinungen der männlichen und weiblichen Tripperkrankheit und ihre soziale Be­deutung geschildert. Besonders verhängnisvoll ist der Tripper der Frau, weil er schweres Siechtum mit sich bringen kann. Der Tripper befällt außer den Geschlechtsorganen auch Herz. Gelenke und Augen. Der Augentripper führt oft zur Erblin­dung. Kurz vor dem Kriege war ein Viertel aller Erblindungen durch Augentripper bedingt. Der Verlust an Arbeitskraft und der Kostenaufwand, den die Behandlung der Tripperkranken erfordert, ist, enorm. Die größte soziale Bedeutung des Trippers ergibt sich aus denjenigen Komplika­tionen, die zur Unfruchtbarkeit führen. 3n 70 Proz. aller kinderlosen Ehen ist der Tripper des Mannes oder der Frau Llrsache der Kinder- loftgkert. Die ärztliche Behandlung kann die An­steckungsgefahr beim Tripper rn kurzer Zeit be­seitigen. so daß es gar nicht schwer wäre, der weiteren Ausbreitung der Tripperkrankhett Halt zu bieten, wenn nur die Kranken rechtzeitig in ärztliche Behandlung tarnen.

Die schwerste Geschlechtskrankheit ist die Shphllis. Diese Krankheit tritt noch Zahrzehnte nach der Ansteckung, nach längeren Ruhepausen und nach scheinbarer Ausherlung mit erneuter Heftigkeit auf, und zerstört edle Organe. Auch auf nichtgeschlechtftchem Wege kann die Syphilis über­tragen werden. Dank den Errungenschaften der Wissenschaft ist die schrecken erregende Syphilis hellbar. Ze früher die Behandlung einsetzt, um so günstiger sind die Hellungsaussichten. Be­sonders günstig sind sie in der ersten Periode der Krankhell, solange der Gesamtkörper noch nicht durchseucht ist. Zn späten Stadien vermag die ärztliche Behandlung zwar keine restlose Aus­heilung. wohl aber einen Stillstand herberzu« upren. 3m Kampfe gegen die Syphilis ist das Salvarsan unsere mächtigste Waffe.

Obwohl zur erfolgreichen Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten manche Aenderung der wirtschaftlichen und sittlichen Zustände erwünscht wäre, ist schon heute die Möglichkeit gegeben, der Geschlechtskrankheiten Herr zu werden, wenn man jeben Geschlechtskranken sobald als möglich der ärztlichen Behandlung zu führt.

Kreisarzt, Medizinalrat Dr. E. W a I g e r sprach am Samstag als erster Redner über

»Die Gefahren und die Bekämpfung der Volksseuchen und Infektionskrankheiten". Der Redner ging aus von einem lieberblick über die Geschichte und einer kurzen Darlegung der markanten Erscheinungsformen der wichtigsten und ;efährlichsten epidemischen Krankheiten, als da sind Aussatz (Lepra), Heiliges Feuer (Feuerpest), Schwarzer Tob (Lungenpest), Englischer Schweiß, Syphilis, Pocken (Blattern), Cholera und Grippe (Influenza). Der Redner ging sodann auf die außer­ordentliche soziale Bedeutung der Volksseuchen ein; vor allem fällt da der ungeheure Einfluß ins Ge­wicht, den diese Krankheiten auf die allgemeine Sterblichkeit haben. Dies wurde an einer Reihe von erschreckenden Ziffern aus der Statistik verdeutlicht.

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Zur Eröffnung der großen Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Für­sorge und Leibesübungen, verbunden mit der großen Düsseldorfer Kunstausstellung, werden am 8. Mai Reichskanzler Dr. Luther, Reichsinnenminister Dr. K ü l z, preußi­scher Ministerpräsident Broun und der preußische Wohlfahrtsminister H i r t s i e s e r nach Düsseldorf kommen.

3n dem seit dem 8. März tagenden großen Betrugsprozeß gegen den Kaufmann Heinrich Sklarz beantragte der Staatsanwalt die Ver­urteilung des Angeklagten in sechs Fällen wegen Betruges. Untreue und Erpressung zu Gefängnis­strafen von drei bis neun Monaten und Geld­strafen bis zu 10 000 Mt. Aus den Einzelstrafen hat der Staatsanwalt eine Gesamtstrafe von zwei Zähren Gefängnis und 15000 Mk. Geldstrafe zuzubilligen und dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte für drei Zähre abzu­sprechen.

T Ts chechoflowakei sind 93 deut­

sche Elleirbahnbepienstete ohne Pension und Ent- schädrgung von der tschechischen Bahnverwallung entlassen worden. An Stelle der deutschen Arbeiter wurden tschechische angenommen.

r lranzö sische K ammer hat die Ge­samtheit des Budgets für das Etatsjahr 1926 Ei 427 gegen 153 Stimmen angenommen. Das Budget acht an den Senat zurück, da die Kammer wieder einige Abänderungen vorgenom-

Folgenschweres Autounglück.

Ein folgenschweres Automobilunglück, das drei Todesopfer forderte, ereignete sich zwischen Groß-Sachsen und Lautershausen bei Mann- heim. Ein in der Richtung Heidelberg fahrendes, mit fünf Personen besetztes Auto wollte ein anderes Auw überholen. 3n der Nähe der Stelle, wo die Ladenburger Straße auf die Landstraße Heidelberg Weinheim trifft, kam dem Auto ein Motor'- radfahrer entgegen und drohte so unter die Näder des Autos zu fommen. Bei dem Versuche, rasch zu halten, geriet das Auw m die Schienen der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft und über» u Millich, die Insassen unter sich begra­

bend. Zwei Frauen und ein junger Mann waren soiort tot, während die anderen zwVi -mitfahrenden Herren schwer verletzt wurden.

Dom Vlih erschlagen.

3m Dorfe Kublau' bei Schwerin wurde ein der mit vier Pferden aus dem Felde beschäftigt war und den ein Gewitter über­raschte, vom Blitz getroffen. Knecht und Pferde waren sofort tot

Sturm im fianal.

London. 26. April. (WTD.°Funkspruch) Der Kanal- De r k e h r wurde gestern durch einen flirtbaren Sturm ernstlich gestört. . Einige Passagierdampfer konnten nicht abfahren. Der Dienst von Ostende nach Dover mußte ge­stern früh eingestellt werden.

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Sultans.

2. Entfernung 2t bb el firims.

3. Berroaltungsorganifafion des Rifgebiets.

Rach einerTemps"-Meldung aus Lldijda hatte eine französische Persönlichkeit ein Inter­view mit Abd el Krim, in dem Abd el Krim u. a. folgendes erttärte:Ich habe dreimal den Frieden vorgeschlagen, das eine Mal P r i m o de Rivera, ein zweites Mal dem französischen Marschall Lyautheh und schließlich dem fran­zösischen Generalgouverneur Steeg. Eine Ant­wort auf meine Angebote habe ich nicht erhalten. Heute haben die Ereignisse im Rifgebiet einen mächtigen Wiederhall auch außerhalb Marokkos gefunden Zch wiederhole, ich wünsche aufrichtig den Frieden. Der einzige, der einen aufrichtigen Friedens wünsch hat. ist der gegenwärtige General- gvuverneur Steeg. Gegen ihn aber erhoben sich Widerstünde in den Mllitärttreisea." (Die daraus folgende Stelle der Erklärung Abd el Krims wurde durch die französische Zensur unterdrückt.) Abd el Krim fuhr dann fort: Wir haben Gewehre und Munition und formen uns noch lange Zeit verteidige n. Wenn die Rifstämme mich nicht als ihren rechtmäßigen Verteidiger und Hemm betrachteten, so würden sie mich schon längst erschossen haben. Sie haben mich sowohl als ihren Kriegsherrn wie auch als den Führer eventueller Kriedensverhandlun- gen anerkannt." Abd el Krim mißbilligte weiter die ihm von den sranzösischrn und spanischen De­legierten unterbreiteten W as fen stillst onds bedin- gungen. Er erklärte weiter, für den Fall, daß Frankreich und Spanien von einem aufrichtigen Friedenswillen beseelt seien, würden sie ihm, Abd el Krim, eine Derhandlungsfrist von einem Monat zubilligen müssen. 3n dieser Zell würde bann eine Entscheidung in dem einen ober anderen Sinn getroffen werden. Bei einer eventuellen Wiederaufnahme der Feindseligteiten wurde der Kampf der Rifstämme unter feiner Führung bis aufs Messer und bis zum letz­ten Blutstropfen fortgesetzt werden. Französische Offensive in Syrien.

Paris, 26. April. (Tll.) DerTemps" meldet aus Bellut, daß die französische Offen­sive gegen Sueida günstig fortschreite. Zwei Ko­lonnen rückten in Eilmärschen gegen die Stadt vor. Durch die Vereinigung der beiden Kolonnen die bereits erfolgt fei. wäre Sueida völlig ein geschlossen. Die Drusen seien bisher jeber Fühlungnahme ausgewichen. Die Frage wäre, ob es unter den Mauern von Sueida zu enter Entscheidungsschlacht kommen werde oder ob dte Drusen sich in der Stadt einschließen tayen oder den Rückzug weiter fortsetzen würden.

Die Lage in Peking.

London, 26. Aprll. (SU) Wie die Dlät- ^ berichtm, herrscht zurzeit in Peking ein politisches Interregnum. Trotzdem das Komi- r cn*Ij<be Sich erheit, unter- Jfüljt von den beiden siegreichen Generalen W u p ei f u und Tschangtsoli n, die Macht fest rn der Hand hält, ist eine Regierung nicht vorhanden. Don der Tuantschjui-Regierung be- ftnden M gegenwärtig nur noch der älnterrichts- und der Außenminister im Amt. Die alte Zen- tralregierung ist vollständig verschwunden 2llle Parteien und interessierten Kreise bemühen sich dre freigewordenen Posten wieder zu besehen' r» LaH der Bewerber ist jedoch viel größer i die der zu vergebenden Posten. Gerüchtweise verlaute, daß Sowjetbotschafter K a r a ch a n ferne Abreise aus Peking vorbereitet. Die alliier­ten Befehlshaber treffen die strengsten Mah- nahmen, um Plünderungen in Peking zu ver­hindern Zur Warnung wurden am Samstag einige hundert Personen standrechtlich er­schossen.

<^chdM -DaiW Telegraph" befinden sich 280 000 Flüchtlinge m Peking. Die Lebensrnittel werden knapp. Der Sohn Tschangtsolins machte berfäiebenea Mttgliedern des diplomatischen SSt suche, aber nicht der russischen

Bottchaft. Die Trrchpen der Mukden-Armee habrni alle RegierungSamter beseht, sie wollen jedoch *

Verbindungen) mit 25 000 Mark in Einnahme und 21 000 Mark in Ausgabe, Kapitel 116 (Stell­vertretungen usw.) mit 112 700 Mark in Aus­gabe, und Kapitel 117 (P o st g e b ü h r c n) mit 161 000 Mark in Ausgabe. Unter den Bewilligungen sind 40 000 Mark für das L u st s a h r 1 w e s e n. Auch die Sechserausschußanträge zu den erwähnten Kapiteln werden mit einer Ausnahme angenommen.

Das Haus stimmt dem bereits mitgeteilten An­trag der Koalitionsparteien auf Abänderung des Ministerpensionsgesetzes zu. Den Beschlüffen des Finanzgesetzes wird sodann in zwei­ter Lesung zugestimmt: damit ist der Staatsvor­anschlag für 1926 auch in zweiter Lesung angenom­men. Es werden noch einige Beratungsgegen­stände, die auf der Tagesordnung stehen, in lieben cinftimmung mit den Ausschußanträgen erledigt. Darunter ist auch die Regierungsvorlage, durch deren Annahme 75 000 Mark für die Sicherung des Mainzer Domes bereitgestellt werden. Der An­trag Dingeldey, der eine Arbeitspflicht für d i e Erwerbslosen fordert, wird abge­lehnt. Angenommen wird dagegen die Regierungs­vorlage eines Gesetzes über die zehnte Ergänzung des Besoldungsgesetzes vom 14. Oktober 1921. Präsident 21 d e I u n g schließt um 12 Uhr die Sit­zung und teilt mit, daß die nächste Sitzung voraus­sichtlich am 1. Juni stattfindet.

Marokko.

Beginn der offiziellen Verhandlungen mit den Rifdelegierten.

Paris, 26. April. (WTB. Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter von Haoas in Udfchda teilt mit, die französische Delegation sei von der fran- 'zösischen Regierung ermächttgt worden, heute in lldschda mit den Rifdelegierten die offiziellen Frie- densoerhandlungen zu eröffnen. Die Zustimmung der spanischen Regierung stehe noch aus, sei jedoch zweifellos. Für heute nachmittag 3 Uhr sei eine Sitzung anberaumt worden. Die militärischen Be­dingungen lauten:

1. 2t u stau f ch der Gefangenen mit so­fortiger Entsendung einer Roten-fireuz-Mis- sion ins Rifgebiet.