Einzelbild herunterladen

Nt.

®n9tr?r

°u°8liuk.

^NM<t hn

ßnete

us-n ö M« Selber? I?t'r-

der Oberes

Wtr<ÄJ* Jt ein e,ber9 )rohte 01 o r.

tn die eA.örrl"d)t,

* L yw.

rr^L

naL

/l'ch fleßiTt t®* *«£ D°ver mute £ »en.

läge.

^vwkis, n ntebrt9er °ls an

n^-?apnu® %5

lhaiipWt.

m 26. April 1928, , heitswoche. als Wr R dner i über:

eschlechKKmkheiieu. Erörterungen wird ne TeschlechtsKanI- ien, als gemein- i betrachten und zu nordischen Länder rfache 2Baßnahmen, feiten fonft auch lägen, um bk ffe« zu betämtfen. 3n zlechtZKanKn x>et- anM behandeln ähnliche Maßnah-

östlichen Gründen und so kommt der bete Bedeutung zu.

des Weichen Tchan- ; der männlichen und nd ihre soziale Be- s verhängnisvoll ist »r schweres Kiechlum lripper befällt außer Herz. Gelenke und jrt oft zur Srbliu- oar ein Mertel aller chper bedingt. Ser der Kostenaufwand. Mranten erfordert, nie BedeMug des mjemgen Komplika- atfeif M«n. 3n chen ist der Ln-per Ursache der Kmdet' dlung kann die 2n- - in kurzer Zeit « )f«IW'JS riv^ankheü Huu ranken rechtzeitig m tskrankheit ist die itt noch ^^rzevute ingaen W* ,(»« mit er» ,OW«. Nf

erregende vYMi» 5SSr***-S mgsausfchten der ersten Peno^ °Ges°mtkörpern^ ten ss-f ^^äinpfung da

der fltit6rben9öenn man j?S>* ^.V°lgel!p^ er über sZr- e'"^ Biegung wen AAen Z i der rn'HuS' fia inkheite"- ,^licrp^ EnglM ^ @nrr< s'-k; "AS! >*

Auch psychische Momente sind begreiflicherweise in Rechnung zu stellen. Besonders interessant war die zahlenmäßige Gegenüberstellung der Folgeerschei­nungen solcher Epidemien mit jenen aus den großen Feldzügen (1870 z. D). Geradezu furchtbar sind die Wirkungen, wo Krieg und Seuche sich miteinander verbinden. Außerordentlich eindrucksvoll wurde das statistische Bild bei Tuberkulose und den verbreiteten Geschlechtskrankheiten. In einem weiteren Abschnitt des Bortroges wurde die Seuchenbekämpfung be sprochen. Auch hier gab der Redner zunächst einen kurzen historischen Rückblick. Die erste große wirk­same Maßregel zur Seuchenbekämpnmq ist die -chutzpockcnimpsung, deren Erfindung dem Englän­der William Kenner zu danken ist. Sie ist bis heute die wirksamste gewesen. Bei uns Hal man die Bedeutung dieser Erfindung bald erkannt: das Jahr 1 -74 bringt das Reichsimpfgeseß. Rach einigen Be­merkungen über Blatternsterblichkeit, Wieder- i pfung, angebliche Jmpsschädigungcn und die sog. Gcivissensklausel (die in England besteht) besprach der Bortragende den Stand der Cholerobekämpfung. 14 sprach der Göttinger Anatom Henle zuerst s-n Gedanken aus, daß die Infektionskrankheiten k rcb belebte Kronkheilskeime erzeugt würden.

ettenhoier und Virchow haben den bahn- brechenden großen Entdeckungen, von Robert Koch u.id Pasteur (in Frankreich) oorgearbeitet. No- I<* iiicfj die Arbeiten Kochs find in der Seuchen- I ekämpsimg von unschätzbarem Wert gewesen. Wich- I g firh die beiden Prinzipien, von denen die mo- d :ue Seuchenbekämpfung ausgeht: 1. Der oer- 1 chie Mensch ist die Haupkquellc aller Infektionen. 2. Rur Erstickung der Infektionen im Keim gewährt Aussicht auf Erfolg. Im Anschluß hieran wurden gewisie Schutzmaßnahmen besprochen, die sog. Ba­zillenträger in ihrer gefährlichen Bedeutung gekenn­zeichnet und die Erfolge der Seuchenbekämpfung dorgelegt. Der Redner schloß seine bemerkenswerten Ausführungen mit der Feststellung, daß unsere Stadt die ungeheure Belastungsprobe des Krieges glän­zend bestanden und alle Ausbreitung von Epidemien stets schon im Entstehen unterdrückt habe.

Die Reihe der Redner schloß Zahnarzt Dr. Raum mit einem Dortrag über

Zahn- und Mundpflege".

68 ist eine unvermeidliche Folge der fort- schreitenden Kulturentwicklung und Zivilisation, daß der Mensch die Widerstandskraft und Ge­sundheit seines von Ratur aus kräftigen und gesunden Gebisses verliert. Zivilisation und Zahn- karieS sind parallele Erscheinungen. Für die Besserung des menschlichen Gebisses im Sinne der Rassehhgiene ist von besonderer Wichtigkeit die Ernährung des Säuglings durch Muttermilch.

An Hand von Lichtbildern wurde die Ana- tomie, dir Entwicklung und die Funktion der Zähne besprochen. Der Zahn dient dem Men­schen zu dreierlei Zwecken: der Sprache, der Kau- funtiion, der Zierde. An den Zähnen stnden wir zwei Krankheiten: die Zahnfäule (Karies) und die Zahnbetterkrankungen (Zahnlockerung, Paradenlosen). Die Zahnfäule entsteht dadurch, daß die zwischen den Zähnen haftenden Speise- teste durch die Einwirkung von Bakterien in Fäulnis und Gärung übergehen. Hierbei wird Milchsäure gebildet, die die harte Zahnsubstanz zur Entkalkung bringt. Die Fäulnis des Zahnes führt zur Rervenentzündung, zur Wurzelhaut­entzündung und schließlich zur Eiterung im Kieferknochen. 3n Verbindung mit den Mund'- erfranhingen wurde klargelegt. in welch engem Zusammenhang die Zahn- und Mundleiden mit de:i Krankheiten des Allgemeinorganismus stehen. Andrerseits wurde festgestellt, das schlechte Zähne d e Ursache von mancherlei Allgemeinkrankheilen fein können.

Zur Verhütung und zur Heilung der Zahn­krankheiten sind regelmäßige Untersuchungen durch ccn Zahnarzt notwendig: besonders wichtig sind d'ele während des schulpflichtigen Alters (Schul­zahnpflege!). Die verschiedenen Behandlungs­methoden des Zahnarztes, wie Füllungen, Wurzelbehandlung. Kronen- und Brückenersatz, Ersah durch herausnehmbare Platten, sowie die Zohnrichtkunde wurden besprochen. Bon größter Bedeutung ist eine regelmäßige, peinliche fach­gemäße aktive Zahn- und Mundpflege, die min­destens einmal am Tage, und zwar abends, aus­geführt werden soll. Als Mundpfiegemiltel ge­nügen drei einfache Dinge: lauwarmes Wasser, eine Zahnbürste und Schlemmkreide.

Der Abschluß.

In einem ganz kurzen Schlußwort wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, die nunmehr zu Ende gebrachte Reichsgesundheitswoche möge zum erstreb­ten Ziel im Sinne jenes antiken Schönheitsideales führen, das einen gefunden Geist im gesunden Kör­per fordert. Der Redner dankte ferner namens des Kreifes und der Stadt Gießen allen Vortragenden, die sich dankenswert in den Dienst der guten Sache gestellt haben, hob rühmend den ausgezeichnten Be­such der Veranstaltungen hervor und schloß mit dem eindringlichen Appell an die Versammelten, sich zu­sammenzuschließen in einer großen Gemeinschaft zur tätigen Mitarbeit an den verantwortungsvollen Ausgaben der deutschen Dolksgesundheitspflege.

Vovnotizen.

Tageskalender für Montag. Gießener Freiwillige Feuerwehr: 8 Uhr Haupt­übung. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Die tolle Herzogin". Astoria-Lichtspiele.Auf ge­fährlichen Spuren".

** Die Sonder-Gebäude steuer. Dom Presseamt des Hess. Staatsministeriums wird uns mitgeteilt: Die Höhe der Sonder- Gebäudesteuer für das Steuerjahr 1926 erregt vielfach Befremden. Ohne an dieser Stelle in

den Streit der Meinungen eingreifen zu wollen, darf auf folgendes zur Aufklärung hingewiefen werden: Durch die sogenannte 3. Sieuemot-Der- ordnung des Reiches in der Fassung, die sie durch etn Re.chsgc'etz vom 10. August 1925 er­halten hat find die Länder verpflichtet, einen erheblichen Teil der Mieteinnahmen weg- zusteuem. D:t Regel nach fallen es fein 20 bis 30 Prozent der Friedensmiete zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs der Länder und Ge­meinden und 15 b's 20 Prozent der Fricdens- miete zu Bauzwecken D e Höhe der Sonder- Gedäudesteucr ist mithin innerhalb e.nes ge­wissen Spielraums durch Reichsgeseh fetz- gelegt und insoweit der Gestaltung durch die Regierungen unk d e Bolksvertretungen der Län­der entzogen. Es wäre zu begrüßen, wenn bei den Erörterungen über d e Sonker-Gebäudesteuer dieses Grundfä.;liche nicht außer a_)t gelaßen würde.

Sonder st euer 1926. Von zuständiger Stelle wird uns mitgeteilt, daß ein Erlaß der Son­dersteuer im Rechnungsjahr 1926 wegen Hilfsbe- dürstigteil nicht in Betracht kommt, ußer infolge chilfsbedürstigseit die Steuer nicht bezahlen kann, muß die öffentliche Fürsorge in Anspruch nehmen. Für Gießen kommt dabei da- städtische Wohlfahrts­amt in Betracht.

Die Beitragspflicht der Haus­ange stellten zur Erwerbslofenfür- sorge. Dom D. rsicherungsamt der Stadt Gie­ßen wird uns geschrieben: Zum Eingesandt von Pros. Dr. Ebel in der Rununer 92 des _Dieß. Anz." vom 21. April ist zu bemerken: Cs ist richtig, daß Hausangestellte von den Beiträgen zur Erwerb-lvsenfürforge befreit sind, wenn vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein gemeinsam unterschriebener Antrag entsprechend dem bei der Krankenkasse erhältlichen Dvrdruck gestellt wird. Das Dersicherungsamt hat darauf in den Zeitun­gen wiederholt hingewiesen, als diese Regelung eingeführt wurde, und es ist gut, daß jetzt noch einmal daraus hingewiesen wird. Rur insoweit bedarf es einer kleinen Richtigstellung, als auch Hausangestellte Erwerbslosenunterstühung erhal­ten. wenn sie erwerbslos werden und die sonsti­gen allgemeinen Voraussetzungen vorliegen, ohne Rücksicht darauf, ob sie Beiträge bezahlt haben oder nicht. Der Arbeitgeber setzt also den Haus­angestellten auch durch Stellung jenes Antrags nicht der Gefahr aus, im Felle der Erwerbslosig­keit^ ohne ilnterftüt)ung zu fein. So ist die Rege­lung augenblicklich. Das künftige Arbeitslosen- versicherungsgeseh, das allerdings anscheinend noch in weiter Ferne liegt, wird voraussichtlich eine andere Regelung bringen, da die jetyge mit dem Versicherungsgedanken nicht vereinba. und noch dem Fürsorgegedanken entsprungen ist.

** Das 1. Bataillon 15. Infanterie- Regiments ist gestern mittag mit seinen drei In santeriekompagnien nach Grosenwöhr abgerückt, nachdem die M.-G.-Kompagnie bereits am Freitag dorthin vorausgefahren war. Den Ausmarsch beglei­tete natürlich eine riesige Menschenmenge. Die Trup­pen werden bekanntlich vier Wochen von hier ab­wesend sein.

** Gin selten schöner Frühsommer- t a g war uns gestern beschieden. Die Sonne meinte es recht gut, vielen sogar schon zu gut Kurz na der Mittagsstunde rumpelte zwar ein Gewitter kurz und leicht aus der Ferne herüber: es kam aber zu keiner Störung des Sonntagsspazierganges, der na­türlich mit großem Behagen genossen wurde.

Ein Hartes Gewitter entlud sich heute früh kurz nach 8 Uhr über unserer Stadt. Die atmosphärischen Entladungen waren zum Teil heftig. Der Blitz schlug in das Gebäude des Ziegenzuchtveretns am Anneröder Weg ein, be­schädigte das Dach erhebltch und zündete. Die Hausbewohner formten das Feuer schnell löschen, so daß die alarmierte Feuerwehr bei ihrem Ein­treffen nicht mehr in Tätigkeit zu treten brauchte. Der ausgiebige Regen wurde vorübergehrnd zu einem richtiggehenden Platzregen, immerhin hat er den Saaten sicherlich gut getan. Die feit gestern stark erhöhte Temperatur hat 'ich wieder ab- gekühlt.

** Fällung von zwei Kastanien- bäumen am Seltcrstor. Die am Selterstor befindlichen Kastanienbäume sind schadhaft, und wurden vor kurzem, um die Sicherheit der Fuß­gänger nicht zu gefährden, einer besonderen Unter­suchung durch einen Beamten des Forstinstituts Gießen unterzogen. Es stellte sich dabei heraus, daß zwei Bäume derart morsch sind, daß die Entfernung unbedingt erforderlich wird. Die abgängigen Bäume werden durch Reupflanzungen ergänzt werden.

"Beratungsstelle für Geschlechts kranke kn Gießen. In der von der Landes- versich-rungsonstalt Hessen eingerichteten Beratungs­stelle für Geschlechtskranke in der Universitäts-Haut­klinik zu Gießen. Klinikstraße 40, werden Rat­suchende kostenlos und streng vertraulich ärztlich un­tersucht und beraten. Gegebenenfalls wird kosten­freie Behandlung vermittelt. Sprechstunden: Jeden Werktag vormittags von 10 Uhr bis 12 Uhr und Dienstags und Freitags nachmittags von 5 bis 6 Uhr.

* Vorsicht bei Kaufangeboten aus dem Auslande. 3n letzter Zeit mehren sich die Fälle, wo aus dem Auslcmde zurückge- kchrte Ausländsdeutsche in der Heimat ihr nord- oder südamerikanisches Besitztum an Grund und Boden, Häusern usw. zum Kauf anbieten. Der­artige Angebote erscheinen häufig billiger, als sie tatsächlich sind, weil heimatliche Maßstäbe angelegt werden und weil Grund und Boden in den amerikanischen Eiedlungsländern im all­gemeinen billiger zu haben ist als in Deutsch­land. Derartige Angebote sollten, ehe man daraus

eingeht, stets erst an Ort und Stell« forglältig nachgeprü't werden. Schon mancher hat sich durch einen solchen .Kauf aus der Feme" schneit um sein letztes Kapital gebracht. Das Deutsche Aus- londsinst'ttut in 'Stuttgart ist in der Lage, der­artige Angebote in möglichst kürzester Frist an Orr und Stelle prüfen zu lassen und steht für solche und ähnliche Ertundigungrn jedermann un- entgeltlich zur Verfügung

Erste Hilfe bei Unglücfsfällen. Unter diesem Titel ließ die Freiwillige Sanitäts» lolonne vorn Roten Kreuz gestern in den Palast- Lichtspielen einen ganz vortrefflichen Lehr- und Auf- ttärungsfilm vorfuhren. Unter hervorragender ärzt­licher Beratung zustandege.'ommen, bietet der Film in vielfältigster Hinsicht sehr gute Anleitung, wie man sich bei Unglück, fällen, von den einfachsten bis zu komplizierten, bis zum Eintreffen bzw. zur In­anspruchnahme des Arztes zu verhalten hat, räumt ei mit mancherlei verfehlten und veralteten An­sichten über Wundbehandlung usw. auf und emp­fiehlt er eindringlich Vorsicht und Ueberlenung bei der Anwendung der ersten Hilfe. Die Freiwillige Samtätskolonne vom Roten Kreuz hat sich mit der Vorführung dieses Films ein großes Verdienst er­worben. Leider fand die 23eran|taltung bei der Ein­wohnerschaft nicht die verdiente Würdigung, sonst hätte der Besuch der Vorführung nicht fo gering fein können. Den säumigen Mitbürgern ist aus dieser Interesselosigkeit mit Recht ein Vorwurf zu machen, und übrigens hoben sie sich selbst durch das Fern­bleiben von dieser Belehrung benachteiligt.

" Sin Echwimmsportwerbesilm des Deutschen Schwi rmvcrbandes läuft von heute bis Mittwoch im hiesigen Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße. 3n anschaulicher Wei'e werden die einzelnen Gebiete des Schwimmsports gezeigt, zuur Tell unter Mitwirkung hervorragender Schwimmer und Springer, wie Rabemacher, Skamper, Dr. Lechnir. Wohlfeld il a., sowohl die für den Echulschwimmunterricht grundlegenden Trockenübungcn, wie auch die wesentllchen für das Rettungsschwimmen in Frage kommenden Hebungen. Der zweite Teil des silms umfaßt das Springen und dürst: besonders durch die zahlreichen Zeitlupenaufnahmen belehrend wir­ken. Di: Bilderreihe, die gestern schon in den Palast-Lichtspielen gezeigt wurde, wird außerdem auch im Anschluß an die für die Schulen statt- findenden Vorführungen des Films ..Erste Hilfe bei Hnglücksfällen" in den Palast-Lichtspielen am Montag und Dienstag vorgeführt.

** V. H. E. Man fchreibt uns: Am 13. Mai (Hinnnelsfahrtstag) findet die Enthüllung des Denk- mals für die gefallenen Mitglieder des Vogelsberger Hohenclubs und die Einweihung des Jugendheims auf der Herchenhainer Höhe statt. Die Feier beginnt vormittags 11.30 Uhr: u. a. wird ein Heimatstück Die Priesterin" aus altgermanischer Zeit zur Auf­führung gelangen. Es sind Sonderzüge von Frank­furt a. M. und von Gießen aus geplant. Der Sonn- derzug von Gießen, ab 13. Mai, vormittags gegen 8 Uhr, soll über Lich, Hungen, Ridda, Stockheim, Ortenberg, Hirzenhain, Gedern nach Hartmannshain fahren: Ankunft gegen 10.30 Uhr. Die Rückfahrt erfolgt gegen 8 Uhr abends von Hartmannshain aus, Einkunft in Gießen um 10-30 Uhr. An der Feier können auch Gäste tellnehmen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige des V. H. C. Gießen zu ersehen. Ec- wäre erwünscht, wenn auch die Bevölkerung Oberhesiens sich lebhaft an der Feier beteiligen würde, da der Sonderzug nur bei einer Beteiligung von mindestens 500 Personen gefahren wird.

** Der Reichsoerband Deutscher Dentisten, Bezirksgruppe Oberhes­sen, veranstaltet vom 8. bis 11. Mai in Gießen eine Ausstel 1 ungUnsere Zähn e". Die Ausstellung, die ursprünglich im Rahmen der Reichs- gesundheitswoche geplant, aber schon für Frankfurt am Main reserviert war, bezweckt die Aufklärung der "Allgemeinheit über rationelle Zahnpflege, Zahn- behandlung, Zahnersatz unter ganz besonderem Hin­weis auf die Wichtigkeit gesunder Zahn- und Mund- verhältnisse für den Gesamtorganismus. Zum allge­meinen Verständnis werden noch ein bis zwei öffent­liche Vorträge gehalten werden und fachmännische Führungen stattsinden Der Besuch der Ausstellung scgoie der Vorträge ist unentgeltlich.

** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Echlachtviehmarkt: 376 Ockfen. 52 Dullen. 987 Färsen und Kühe, 351 Kälber, 112 Schafe. 3172 Schweine.

Preußen.

Arcie Wetzlar.

00 Aus dem Kreise Wetzlar, 24.April. Die Kulturarbeiten bei den Gemeinde- Waldungen des Kreises, die jedes Jahr um diese Zeit ausgeführt zu werden pflegen, sind augenblicklich im Gange, -um Teil sogar bereits beendet. Verrichtet werden diese Arbeiten in der Regel von jungen Dauernmädchen. den sogenann­ten ^Pflanzeusehern", die sich diese alljährliche Frühlingsarbeit nicht entgehen lassen. Die Auf­sicht obliegt männlichen Vorarbeitern, den soge­nannten Kulturmeistern". Die Löhne, die den Kulturarbeiterinnen gezahlt werden, sind ver­schieden und richten sich nach den Leistungen und nach dem Alter, sie bewegen sich zwischen 25 und 45 Pfg. je Stunde Die männlichen Vorarbei­ter erhalten eine entsprechende Zulage. Die waldbesitzenden Gemeinden des Kreises schreiten in der jetzigen Zeit zum Verkauf ihrer in diesem Jahre anfallenden Cichenlohrinde. Während die Gemeinden in früheren Jahren aus dem Lohrindenverkauf wesentliche Einnahmen er­zielten. dürfte dies in diesem Jahre nicht der Fall sein, well bei den bisher anderweit statt-

gesundenen Verkäufen keine allzu hohen Preise erzielt wurden. Den Gemeinden wird üch daher die Frage aufdrängcn. ob sie nicht besser tun. die Lohe in diesen, Jahre nicht zu schälen und bderc Zeiten abzuwarten. Die Rückzah­lung der Saalgutkredite fällt den Land­wirten. die fast ausnahmlos stark unter der Geld­knappheit zu leiden haben, sehr schwer. Bis zum 31. Dezember war das erste und bis zum 15. Fe­bruar das zweite Drittel der Kredite zurückzu- zoblen. Soweit diese beiden Drittel pünkt­lich zurückge:ahlt worden stnd. kann das letzte Drittel aus Antrag vorläufig gestundet werden. Stundungsonträge können bei den Bürgermeister­ämtern oder beim Kreisausschuß gestellt werden. Der Zinssatz für die noch nicht zurückgezahlten Kredite beträgt vom !. Januar d. I. ab 12 Proz.

t Weidenhausen, 25. April. Die hiesige Ge­meinde bildet zusammen mit der Gemeinde Volpertshausen einen Gesamtschul­verband. und zwar handelt es sich hier um den einzigen Gesamtschulverband im Bezirke ber Bürgermeisterei Rechtenbach. Es sind nun seit einiger Zeit Bestrebungen von hier aus im Gange, den Gesamtschulverband aufzulösen und ans der hiesigen Gemeinde einen | c fb ft ä n - big en Schulverband zu bilden. In einer der Schllauss.ch sbehörde unterbreiteten Eingabe hat der größte Teil der hiesigen Einwohnerschaft diese Bitte ausgesprochen. Llllerdings wird die Gemeinde zunächst nicht in der Lage sein, sich ein eigenes Schulhaus zu erbauen Man hat daher füt die Zwecke der HnterrichtSerteilung ein größeres Zimmer einer früheren Gastwirt­schaft in Aussicht genommen, das die Gemeinde vorläufig mieten will. Eine Regierungslommis- sion hat dieser Tage an Ort und Stelle geweilt, um sich über die vorliegenden Verhältnisse 3n- forinaiion zu verschaffen. Heber den Antrag der Gemeinde dürste daher in Kürze Entscheidung zu erwarten fein.

O Riederklee n, 24. April. Der Bau der Wasserleitung der hiesigen Gemeinde macht gute Fortschritte. Die Leitungsrohre sind bereits gelegt imSchneiderberg", in der Durg- gasse und in der Kirchgasfe. Die Robrlegungen in der Kreuzgasse sind augenblicklich im Gange. Roch anzufchliehen sind die Schießecke und der nach Oberlleen führende Teil der Dorfstratze. Der Hochbehälter geht seiner Vollendung ent­gegen. Aach ein großer Teil der Hausanschlüsse ist bereits ausgeführt. Wenn die Arbeiten in der bisherigen Weise ihren Fortgang nehmen, wird in nicht mehr allzu langer Zeit mit der Inbetriebsetzung der Leitung gerechnet werden können. Eine Anzahl Einwohner, deren Haus- anschlüsse bereits hergestellt urti> die an fertig- gestellte Teilstrecken des Leitungsnetzes ange­schlossen sind, können schon Wasser zapsen. Die Gemeinde hat beschlossen, die bisher noch nicht ausgebaute Teilstrecke des Verbindungs­weges von hier nach Oberkleen noch in diesem Jahre auszubauen. Der Ausbau ist eine dringende Rotwendigkeit, weil der Weg in seinem bisherigen Zustande, besonders bei nasser Witterung, kaum passierbar ist. Sämtlrches zu dem Wegebau ersorderliche Steimnaterial wird aus den Steinbrüchen der Gemeiick>e dem Distrikt ^Mühlberg" entnommen werden. Zum großen Teile sind die Stettie bereits angefahren. Es dürfte zu erwarten stehen, daß die Arbeit als Rötst andsarbeit anerkannt und der Ge­meinde zu ihrer Ausführung Mittel aus der produktiven Erwerbslosenfürsorge zur Dersügung gestellt werden. Den Erwerbslosen der hiesigen Gemeinde würde sich hierdurch bte Möglichkeit der weiteren Beschäftigung nach Beendigung des Wasserlettungsbaues bieten.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 22. April. Wahrend des M'ttel- rheinischen Turnfestes im vorigen Jahr hatte ein Gastwirt vorn Rhein des Guten zuviel getan und fing in seiner Trunkenheit an, sich auf der Straße seiner Kleider zu entledigen. Als ein Soldat hinzu- fam, lief er weg und ließ seine Sachen, ein Paar Schuhe, eine Jcuke, eine Uhr mit Kette und einen Sportstrumpf liegen. Der Soldat nahm die Sachen an sich und frug mehrere vor einer Wirtschaft in der Kaiserallee stehende Personen, ob sie nicht wüßten, wem die Sachen gehörten, und wo ihr (Eigentümer hingekornrnen sei, er könne sich der Sachen nicht länger onnehmen, da er in die Ka­serne müsse. Was es mit den Sachen gegeben hat, konnte zunächst nicht festgestellt werden. Erst spater ergab sich, daß ein Arbeiter von Wetzlar sie im Be­sitz Hobe. Dieser hatte während des Turnfestes in einer Wirtschaft in ber Kaiferallee als Kellner ge­arbeitet und sie angeblich von dem Soldaten er­halten. Er will die Anzeige bei der Polizei angeblich um deswillen unterlaßen haben, weil er sich den Finderlohn habe sichern wollen, er hat aber keinerlei Schritte getan, um den Namen des Eigentümers festzustellen. Er hat dies auch dann unterlaßen, als er von Bekannten hörte, daß ein anderer Arbeiter von Wetzlar, der ebenfalls in Gießen als Kellner tätig gewesen war, den Namen des Eigentümers wisse. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen Diebstahls angeklagt, da sie annahm, er habe sich eigenmächtig in den Besitz der Sachen gesetzt. Dies war jedoch nicht festzustellen. Dagegen nahm dos Ge­richt Unterschlagung an und verurteilte den wegen Diebstahls, Bettugs und Unterschlagung bereits mehrfach Dorbeftraftcn Angeklagten zu 1 Monat Gefängnis.

Wer ist der größte Attentäter?

|iagipU3»O?/K 9(^13111)3(1$ -2T

T

Hin Fru Jii I Färberei Gebr. Rover

D Q Damen- u. Kinder-Garderobe,

l Gardinen, Vorhänge, Decken, Teppiche usw. am besten chemisch reinigen oder ChSRI» Rcini§lingSWGrk©

| färben. Die Gegenstände lassen sich fast immer wieder wie neu Herstellen. S2**id Laden: Marktplatz 8 :: Telephon 1459

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der hiesigen Ge­meinde für Rj. 192b liegt vom 27. April bis 3. Mai d- I., aus unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Allertshausen, den 24. April 1926.

Bürgermeisterei Allertshausen-

Reinhardt. 3733D

Bekanntmachung.

Der vom Gemeinderat beratene Vor- anschlag der Gemeinde für 1926 Rj. liegt vom Dienstag, dem 27.d.Mlä-, bis einschl. Montag, dem 3. k. Mts., auf unserem Bureau zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschloßen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden.

Allendors a. d. Lumda, 24. April 1926. Hesi.Bürgermeisterei Allendors a.d. Lumda.

Rein. 3743O

KoionialwarenfiroDhandiung in hl per iofort nichttoen jüngeren

Reisenden

für eingefübrte Touren.

Ausführliche schriftliche Angeboie unter 02940 an den Gießener Anzeiger erbeten. Drucksachen aller Art Udert tn jeder cewünschtai Ausstattung stilrein und preiswert die BrühJ'sche Untv.-Druckerei. B. Lauge.

öekMleSiWmtzröskeiel nicht nichtigen und fletnigen

Vertreter

der bet der einschlägigen Kundschaft bestens etngefübrt itt

Schriftliche Angebote unter 374ID an den Gießener Anzeiger.

IIIIIIIHIUIIliHllliniUlllllllllliyillllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIU

Vertreter

von leistungsfähiger Kakao-, Schvkvladen- und Zuckerwarenfabrik für Gießen und Umgegend gesucht.

Herren, die bd den in Frage kommen­den Geschäften gut eingeführt und rührig sind, wollen fchrifillche Angebote mit Refe­renzen unter 36550 an den Gießener An­zeiger richten.

lißllllllUßßßlilMIßßWlWsWllllUUMMililRI