Ausgabe 
26.3.1926
 
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fang.

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Oberhessen.

Landkreis Gietzen

nisten aufzurämnen. Er entfaltet daher überall die größte Propaganda gegen den Kommunismus und droht seinen Anhängern schwere Strafen an. Auch in den Südprovinzen sind die mit Wupeisu und Tschangtsolin verbündeten Generale dabei, die sogen. Aationaltruppen. die unter sowjet- russischem Einfluß stehen, zu vernichten. Sogar die rein kommunistische Kantonregierung ist Tin Begriff, sich aufzulösen, da die Stadt Kanton in der Hand zweier Generale ist, die das Hauptquartier der Boykotteure und den Russischen Klub aufgehoben haben. Auch in den Südprovinzen werden die Anhänger des Kom­munismus aufs schärfste verfolgt. Damit scheint der japanische und englische Einfluß endgültig die Oberhand gewonnen zu haben.

1''** Gambach, 25. März. Dienstag abend

sand im Saale der Gastwirtschaft Weisel hierfelbst ein L i ch t b i l d e r v o r t r a g über das Lebens- wcrk des Grafen Zeppelin statt. In etwa Uftünbigcm Bort rag sprach Lehrer L i l l e r über die Entwicklung des ^ppelin-Luftschiffbaues seit 1900 und zeigte dazu eine Menge Lichtbilder, die von der Landesgeschäftsstelle Hessen des Reichsaus­schusses für die Zeppelin-Eckener-Spende in Darm­stadt zur Berfügung gestellt waren. Der Gesang« verein Harmonie unter der Leitung seines Dirigenten. Herrn Sarnes (Holzheim), brachte einige Chöre stimmungsvoll zum Vortrag und trug dadurch erheblich zum guten Gelingen des Abends bei. Aus der Mitte der Versammlung wurde der Vorschlag gemacht, um auch unser Scherflein zur Eckener-Spende beizutragen, eine Haus- s a m m lang zu veranstalten. In den nächsten Tagen werden auch Erwachsene mit den Samm­lungen beginnen.

ö Steinfurth, 25. März- Großen Anklang fand hier ein Konzert, das das Bad-Nau-

Heimer Doppelquartett im Hengftschen Saale gab. Unter Leitung von Lehrer Diehl

told an Ostern von unserer Gemeinde Abschied, um in sein Heimatsdorf Eckartsborn (Kreis «Bü­bingen) überzusiedeln. Sein Weggang wird allge­mein bedauert, verliert doch die Gemeinde in ihm einen tüchtigen Lehrer und der hiesige Gesangver­ein seinen bewährten Dirigenten. Auf Veranlassung des Gesangvereins findet zu Ehren des Scheidenden am nächsten Freitagabend eine Abschiedsfeier statt, an der sich die ganze Gemeinde beteiligen wird.

Starkenburg.

blicke wird er sichtbar und schon ist er wie­der weg. Dun war er aber nicht senkrecht über dir, daß du ihn voll sehen konntest, nun weiht du aber nicht: flog er halbseitlich, auf bich zu oder von dir fort und wenn du wirklich die Umrisse erkannt hast: bist du dann sicher, daß daS, was du für einen Sperber hieltest, nicht der Habicht war? Der hat die gleichen Ilmrisse nur die Größe unterscheidet diese wie viele andere Formen!

Verkennung der Gröhe macht jede Höhenbe­rechnung durchaus wertlos. Das gibt Spill selbst zu. Zur Beurteilung der Dätkeschen Angaben waren seine Werte nicht mit Sicherheit zu brauchen.

.., ?er Vogel, den der Zugtrieb erfaßt, schwingt sich stolz hinauf in den Aether und läßt den erdgefesselten Menschen unter sich. And der be­obachtet:Wie hoch mag er jetzt fein? And

:Ob es auch stimmt? Ja, wenn man nur mit hinauf könnte!

Aber es gab doch Glückliche, die hinauf rnwen ms Reich der Lüfte! 3'm Freiballon unö dann in von Jahr zu Jahr wachsender -Anzahl im Flugzeug. Die muhten doch droben den gefieberten Wanderern begegnen!

... Oberstleutnant von Lucanus, heute Dor- schender derDeutschen Ornithologischen Gesell- ivca veranstaltete eine Umfrage. Die Preu- EU* X bayerischen Luftschiffer-Abteilungen, -«Ä^^ch^Eäiibische, wurden um Beobachtung ziehender Vögel gebeten.

®rgcbniffc waren höchst merkwürdig: d->??Äbert, dreihundert, fünfhundert, neunhun- $. ^vd die Höhen, in denen von

f<SLi (unb Niegern Zugvögel ge- N/u wurden. Einmal begegnet bei 1900 Meter

f "ne Feldlevche. einmal bei 1400 cm Trupp Krähen - alle anderen Be° von vielen Hunderten von Fahrten liegen unter tausend Meter relativer Höhe-

lich denn überhaupt der Vogel unter ÄftLJLebensbedingungen größerer uk tann vor allem ben stark verminderten Luftdruck ertragen?

A l I e n d o r f (Lahn), 26. März. Am kommen­den Sonntag, 28. März, begehen Jakob Hahn II. und Frau Sophie geb Weigel das Fest derqolde - . , - ^... ,, , . n, . ,

neu Hochzeit. I brachte die Sangerschar in feiner Auswahl oolks-

al. Allendorf (Lahn), 25. März. Die tümliche Lieder äußerst klangvoll zum Vortrag. All- mitten im Dorfe stehende 500 dis 600 Jahre ! gemein besteht der Wunsch, die Sänger aus der alte Linde, die in früheren Fahren eine Nachbarstadt bald wieder hier hören zu können. Zierde des Ortes war, ist von dem letzten Sturm I sämtlicher 21 c ft e beraubt worden. Es steht .

nur noch der 21/o bis 3 Meter hohe Stamm. wg. Büdingen, 2a. Marz. In iörperlicher Die Fcldbe re inigungsarb eiten sind heftiger Frische konnte heute Fräulein Luise im steten Fortschreiten. Die Verschleifungs- ??.^er, die Tochter unseres früheren hochge arbeiten gegenüber dem neuen Friedbof sind schätzten Pfarrers, Kirchenrats und Dekans Meyer, beendet. Die Verschleifmig der Raine'in ben °JC 'VP,er ,|)re9 9u- Geburtstages begehen. Fuchsgraben unb kalten Gehrn ist jetzt ebenfalls -tle hochbetagte und dabei noch sehr rüstige Dame in Angriff genommen. Wenn mehr Kapital vor- L c,.nc.. ber ältesten Emwohnermnen der Provinz Hauben wäre, könnten noch viele Verbesserungen Oberhefsen.

zum Ratzen der Allgemeinheit ausgeführt wer- L, !! Büdingen, 25. Marz. Aus der jüngften ben. Daß die Felbbereinigung ein großer Vorteil I Erne» nderats fitz ung ist zu berichten: Die für die Felbbestetlung ist. leuchtet jetzt schon Erhohung ber Ge we r b e st e u e r für 1925 jebem klugen Lanbwirt ein. Hoffentlich werben wurde abgelehnt. Die Ortssatzung betr. die An­in diesem Herbst die neuen Grundstücke zugeteilt. I ste llu n gs- und Bcsolbungsverhält-

Anser Storch ist am Dienstag wieder hier n1i!'c der Gemeinbebeamten mußte in eingetroffen. einigen Punkten abgeandert werden. Die Aenbe-

t. Reiskirchen, 25. März. Zur Beschäfti- pingen sollen mit Wirkung vorn 1. April 1926 in gung der Arbeitslosen wurden in unserer Gemeinde r trc£e-. ~ ®er über die Höhe der Mieten Notstandsarbeiten eingerichtet. Der Feld- n st a dt, s ch cn H a u s e r n am 7. Dezember - i 1925 gefaßte Gememderatsbeschluß wurde, weil ge- setz- und rechtswidrig, aufgehoben. Dem neuen Bürgermeister Htldner soll die bei dem Finanz­amt Büdingen und als Versicherungsoberinspektor verbrachte Vordienstzeit entsprechend den gesetz­lichen Bestimmungen angerechnet werden. Der Sportplatz auf der Bruchwiese, der jetzt drai­niert ist, soll mit Beschleunigung fertiggestellt wer­den. Der erforderliche Kredit wurde genehmigt. (fa wurde angeregt, darauf hinzuwirken, daß die Schafzucht in Büdingen wieder gehoben wird. Der ^ikmeinberat bildete eine Kommission, die mit der Schäfereigesellschaft verhandeln soll.

Deutsche

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Mchdruckveöolg frage jur W geben zu können.

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Ser ftändi 6(9531 Köpfe in Gebilligt wurde 1. April vvrgelch! kenversicher beamte, die öt männlichen Reil rungspflichtigen angehörihen toe lchuh zu den K freie Arznei- u: Behandlung un Kosten bei Ärar W unb einen Riebet und feine

weg vorn Kirschberg zur Hattenröder Straße wurde ausgebaut. In dieser Woche werden die Arbeiten beendet, so daß die Arbeitslosen wieder der Für­sorge anheimfallen. Die Zahl der Arbeitslosen be­trägt zur Zeit etwa 30.

T Grünberg, 25. März. Der hiesige Män­ner-Gesangverein veranstaltete zu Ehren seines ^scheidenden Dirigenten, Lehrer L a u b c r, einen Familienabend. Der Scheidende, der nahezu 28 Jahre die gesangliche Leitung des Vereins inne hatte, wurde von dem dankbaren Verein zum Ehrendirigenten ernannt, außerdem wurde ihm als Andenken ein wertvoller Sessel überreicht. Der Hessische Sängerbund ehrte Herrn L a u b e r durch die Ueberreichung einer schön aus- gestatteten Urkunde.

> verzögert, die drohenden Nachtfröste halten auch hier ! von der Aussaat ob.

Kreis Alsfeld.

(-) Ermenrod, 25. März. In unserem Dorfe ist ein Schützenverein ins Leben gerufen wor­den, dem bis jetzt etwa 40 Mitglieder angehören. Der junge Verein lehnt sich an den Krieger- verein an, um mit dessen Hilfe sein Ziel besser zu erreichen. Im Zeichen der großen GeId­ar in u t stand dieser Tage eine Versteigerung von A e rf e r n und Wiesen. Das Angebot war außerordentlich gering, so daß fast fein Gebot ge­nehmigt werden konnte. Selbst schöne Aecker, ganz in der Nähe des Dorfes gelegen, konnten nicht ver­kauft werden, obwohl genug Liebhaber vorhanden waren. Zu dem hier stattfindenden Bundes- f c ft der Schwalm-Antrift-Sänger- Vereinigung, das in diesem Sommer hier stattfindet, haben sich bereits nahezu 30 Vereine angemeldet. Der Rabfohrerverein von Groß-Felda, der Kriegerverein Zeilbach und die Turnvereine von Groß-Felda und Ober-Ohmen werden das Fest durch Teilnahme am Festzug verschönern. Der Radfahrer- I verein hat Reigenfahrten in Aussicht gestellt.

Kreis Schotten.

: 1 Schotten, 25. März. Am Dienstag­abend sand im Gasthaus »Zum Anker" eine Ver­sammlung der Ortsgruppe Schotten des Ob st­und Gartenbauvereins statt. Geheimrat Boeckmann leitete die Versammlung. Land- wirtfchaftsdirektor Dr. H e l f c r t hielt einen Vor­trag über Kartoffelanbau. Die Zuhörer lauschten gespannt den interessanten Ausführungen des Vortragenden. Verschiedene Teilnehmer beteilig­ten sich an der sich anschließenden Aussprache. Hierauf wurde eine Gratisverlosung von Ge­müsesämereien vorgenommen.

Laubach, 25. März. Zu der Schluß- feier der Realschule, einem Vo ! kslie - derobend, der im großen Saale desSolmser Hofes" stattfand, hatte sich eine stattliche Zuhörer­zahl von Angehörigen und Freunden der Anstalt eingefunden. Mit großem Interesse folgte man der einleitenden Rede des Direktors Dr. Hainer, die in anschaulicher Weise die Entstehung und das Wesen des deutschen Volksliedes behandelte. Er schloß mit dem Wunsche, daß dem im Herzen des deutschen Volkes sestwurzelnden Volksliede eine neue baldige Blütezeit beschieden sein möge. So­dann folgte die Vorführung der meistbekannten Volkslieder; sie waren emgeteilt in einzelne Grup­pen: Kinder- und Weihnachtslieder; Wander- und Jägerlieder; Soldatenlieder. Mit passenden Vor- spruch eingeleitet, erschienen in reizvoller Abwechs­lung künstlerisch zusammengestellte Bühnen­bilder sowie im Lichtbild bärge ft eilte Volkslieder mit ansprechender Musikbegleitung. Den stimmungsvollen Schluß bildete als letztes Bühnenbild derWächterruf zur zehnten Stunde".

== Gedern, 25. März. Hier war am Dienstag eine kleine Abteilung des 1. Batls. 3m f.-R e g t 9. Nr. 15 aus Gießen gntergebracht, die in der Umgebung Geländeübungen und -erkun- bungen vornahm.

* Die amt1 31 f f c r. Die auf nefc Großhand '.Reidjsamtes hat U. März (117,8) ireibepreife um 1

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* Arbeite, ®ie Wagners < fahrt, hat bie o & Co. in Mannhc ?er Absatz in t K-Ht ist, für bei 350 Arbeitern an . Sudin aelbrrg. K bei der Gefells SS Mchast hatte vahnderwaltuna jWn erhallen

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Ulfa, 25. März. Die Felbbereinigung hat einen großen Teil bes Gelänbes, bas früher als Schaf weide benutzt wurde, oerfchleift ober in Ackerland verwandelt. Deshalb sieht sich die Gemeinde gezwungen, den Bestand an Scha - en he rabzu setzen unb statt der seitherigen zwei Schafherden nur noch eine zu unterhalten. Auch in dem benachbarten Unter-Schmitten ist die Schafzucht stark zurückgegangen, was aber mehr auf wirtschaftliche Ursachen zurück- zuführen ist. Da die kleine>afherbe die Unter­haltung einer eigenen Schäferei nicht lohnt, gedenkt die Gemeinde, die noch vorhandenen Schafe mit der Herde in Ober-Schmitten zu vereinigen. Weidegelände soll in entsprechender Ausdehnung zur Verfügung gestellt werden. Die Regulie­rung s a r b e i t e n an der nach E i ch e! s d o r f ührenden Straße sind b e e n d e t und die S p e r r e aufgehoben. Das Postauto konnte jetzt fahren, aber bie Postverwaltung lehnt es noch ab, eine Autolinie einzurichten.

I Ober-ßat6, 25. März. Die Zahl der unterstützten Erwerbslosen hält sich hier eit einigen Wochen auf ungefähr gleicher Höhe. Gegenwärtig empfangen 12 Leute Erwerbslosen- Unterstützung. Sie gehören fast ausschließlich dem Baugewerbe an, dessen Aussichten in un­trer Gegend außerordentlich ungünstig ind. Leider sind die finanziellen Verhältnisse unserer Gemeinde derart, daß sie nicht in der Lage ist, an sich dringend notwendige Arbeiten, wie Wegebauten. ausführen zu lassen.

> Köbbingen, 25.März. Nach langjähriger Wirksamkeit nimmt der hiesige 1. Lehrer, R. Bech-

Darmstadt. 25. März. Der hessische Landesverband der Freundinnen Jäbdjen hielt im Feierabendhaus hrerselbst feine erste Landes-Mitglieder- 2 f.u n 9 ab>. Ms Gäste waren geladen- das Ministerium des Innern, das Landeskirchen- amt, Vertreter der Stadtverwaltung, das Wohl- Myrtsamt, der Alice-Frauenverein und das Bote "r£u8- kurzer Begrüßungsansprache und Gebet durch die ,Vorsitzende. die Groß­herzogin Eleonore, entrollte Frau Ae- gierungdrat Keller in ihrem Vortrag ein klares Bild über Zwecke und Ziele des Vereins und beantragte, als AotwendiqWit und feste Grundlage für die sichere Weiterentwicklung, rach Verlesung und Genehmigung der Satzungen die Eintragung ins Vereinsregister. Die folgenden Berichte der Ortsvereine über ihre Tätigkeit im verflossenen Jahre waren ein Zeugnis von treuer unermüdlicher Pflichterfüllung. Gießen hat die ersten Vorarbeiten für die Errichtung eines Z u - flucht Heims geleistet. Die Darmstädter Bahn­hofsmission brachte erstaunlich hohe Zahlen der Fürsorge für Durchreisende, lleberall sind neue Arbe.tszweige auf genommen worden, und ein ständiges Wachstum der Mitgliederzahl ist zu verzeichnen. Der hessische Landesjugendpfarrer, r-ic. v. d. A u, brachte eine Einführung in die Aufgaben des Landesjugendpsarramts,eine Drücke zu schlagen zwischen Kirche und Jugend unb Jugend und Kirche". Es wird versucht durch Freizeiten, Dibelstunden, Jugendgottesdienste. Kurse und Vorträge neues christliches Leben unter unserer Jugend zu entfachen, alte Formen wieder neu zu entdecken und mit neuem Geiste zu be­fielen und dadurch der Jugend den Weg vor­wärts zur Kirche zu zeigen. Mit Dankesworten; für alles Gebotene und besten Wünschen für eine gedeihliche Weiterarbeit schloß die Vorsitzende die durch reiche Anregungen, belohnte Versamm-

L 92 i b b a , 25. März. Die Stafselsche Papierfabrik in Unter-Schmitten ver­kaufte gestern ihre hiesige Villa an der Salz- Hauser- unb Bismarckstraße an Zahnarzt Dr. Rie­fe w a l b bahier für 18 200 Mk. Um bie hier immer noch sehr große Wohnungsnot einigermaßen zu linbern, kaufte gleichzeitig bie Stabt Ribba von ber Firma Staffel ben bei ber genannten Billa gelegenen Garten als Baugelänbe, etwa 3400 Quabratmeter ä 2 Mk. Da biefes Grund­stück zwischen ber Salzhäuser- unb Bismarckstraße liegt unb zwei Fronten bietet, läßt es sich zu meh­reren Bauplätzen einteilen, zu denen keine kostspie- i l'gen Wege-, Wasserleitungs- unb Lichtanlagen er­forderlich sind. In ber ebenfalls im Besitze der Stabt besinblichen ehemaligen K r a f t s ch e n Brauerei werben, wie schon kurz berichtet, im Brauhaus brei Wohnungen errichtet, während bas dazu gehörige Wohnhaus zu Unterrichtsräumen für die hiesige Realschule umgeänbert wirb.

?" Aus bem Nibbatal, 25.März. In den Vortagen mit ihren kalten Winden unb Frost- nachten konnte sich unsere Lanbwirtschaft nur ver­einzelt entschließen, bie F r ü h j a h r s b e st e l - lang vorzunehmen. Das als Zugtier verwenbete Rinbvieh wagte man gleichfalls nicht einzuspannen, weil man für bie Gesunbheit ber währenb des ^'nkers in ben Ställen verweichlichten Tiere fürchtete. Dafür setzte eine äußerst starke Abfuhr x .uni Steigerungsholzes aus bem JBalbe em. Der weitaus größte Teil bes in den Wölbungen sitzenden Holzes wurde in diesen Tagen abgefahren, gespalten unb aufgesetzt. Den Fuhr- leuten kamen die trockenen Wege unb Straßen gut

s Jetzt setzt langsam das Säen ein. Da ber scharfe Wmb ben Ackerbobea stark ausgetrocknet wäre ein burchweichenber Regen nur zu be- ^^llew-Di^Arbeit in ben Gärten würbe gleichsalls kommt als Maler auf die Insel dasHlllige^ Lunn macht ihn zum Dogeiforscher.

. ^59 dreißigjähriger Arbeit legte er 1890 in

&em 'BertDie Vogelwarte Helgoland" seine Beobachtungen und ihre Auswertung nieder. ^Es SS?* Vtn«x eeben Nichts ferner gelegen haben, als der Gedanke, ein Buch zu schreiben IeIbft mit die Feder in die ^"^edruckt . versichert er in der Einleitung ungeheuren Höhen muß für ge° 1>Dr sich gehen. Etwa 30

?00? Su6.ülfo 13000 und mehr Meter hoch Äranl^e über die Erde, llkur ber ungunfhgftein Wetter, in unsichtigen Dächten tommen |ie tiefer herab. Die Höhenzahlen sind ntorkÄmJf? senauester Beobachtungen unb Der gleichsmessungen errechnet.

Ungeheures Aufsehen erregte das Buch in ber wissenschaftlichen Welt. Gätke selbst macht darauf aufmertsam. daß nur eine uns unbekannte gehemmisvolle Bauart die Vögel befähigen könne in derartigen Höhen zu ziehen, wo eisige Tempe- yrnnSh-nf wUetf f^an0eI äußerst geringe der dünneren Lust jeden Aufent- lebenden -Ittelen« aufs Schwerste behindern.

~ vielm Snten stürzte man sich auf die Nachprüfung der Gatkeschen Angaben. Ein hef­tiger Streit um Für und Wider entbrannte,9 '

Der deutsche Astronom Spitt ergreift au* daS Wort. Er, der Dacht für Dacht Z auf die Mondscheibe richtet, siebt ofb- 'nalsVogel durch das Gesichtsfeld ziehen. Der^ Flughöhe errechnet er und kommt doch auf m e b r als 700 0 Meter, wenn auch achtzig von Hundert der Beobachtungen Höhen unter zwei­tausend Meter ergeben. Die Geschichte hat aber einen Haken. Ilm die Hohe ausrechnen zu kön­nen, muß man dieLinearausdehnung" deS Vo­gel» kennen. Auf deutsch: man muß wissen tote lang er ist und wie weit er klaftert. Sieh tn diesen Dächten, mit freiem oder be- toaffnetem Auge, nach der Mondscheibe! Da ae- N, bl,cl dazu einen Vogel sicher nach Art und Große anzusprechen! Ein, zwei Augen-

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öltet en «htI

6*;* Sali' i" I* Mel« *

lallen.

Dillkreis.

bl. Dillenburg, 25. März. Die Gesamtzahl der Vollerwerbslosen im Dillkreis beträgt nach dem neuesten Stand 2225 Personen.

Räume mit niedrigem LuftdruckHiiHan künstlich Herstellen. Der Franzose Bert setzte Vögel Sperling, Lachmöve und Turmfalke unter die Glasglocke einer Luftpumpe. Eine Durchlüftungseinrichtung sorgt dafür, dah ver­brauchte Luft das Ergebnis nicht fälscht. Jetzt muh sich zeigen, waS der Vogelkörper leisten kann. Ganz langsam wird der Luftdruck ver­ringert. Sechs-, fünf-, vierhundert Millimeter Barometerhöhe die Vögel, die anfänglich recht unruhig waren, werden immer stiller, kauern sich zusammen, schrecken beim Klopfen an die Glasglocke nicht mehr auf. Bei 350-380 Milli­meter Druck, entsprechend einer Erhebung von fünf- bis sechstausend Meter, erfolgt bei Möven und Sperlingen Erbrechen alles Zeichen des völligen älngewohntseins solcher Lebensumständc.

Die Vögel können also gar nicht in solchen Höhen leben!

Ein Tunnsalk zeigt allerdings erst bet einer Luftdruckerniedrigung, die etwa 7500 Meter ent­spricht, die groben Störungen seines Wohlbe­findens. Das sagt aber nicht, daß er sich ohne Schaden so hoch erheben könne.

Dach Berts Versuchen setzt schon eine Kätte- znnahme von nur zehn Grad die Widerstands­kraft der Vögel gegen verminderten Luftdruck auffällig herab.

Die Kältewerte höherer Luftschichten kennen toir. lieber Mitteleuropa herrschen in 4000 Meter Höhe schon nahe bis zehn Grad unter Aull und die Lustschichten von 10 000 bis 12 000

1r wl ?7ätf<Luen Hauptvogelzug verlegt, weisen 4b bis 57 Kältegrade auf.

Strenge Winter haben gezeigt, daß auch 6ut genährte Vogel schon bei viel geringerer Kalte einfach erfrieren die Luftdruckerniedri- gung kommt schon garnicht mehr bt Betracht. &alldem soll der Vogel in den großen Hohen noch die Flugarbeit leisten. Hermann Sch l a g tn toe i t, einer der berühmten fünf Münchener Brüder, erzählt höchst anschaulich, wie sie sich im Himalaya am Jbi Gamin fang- fam hinaufarbeiten völlige Ermattung faßt jeden Versuch weiteren Vorbringens scheitern.

Preußen.

Ärcis BicdenLopf.

XX Kinzenbach, 24. März. (Ein erfreuliches Zeichen für ben kräftig einsetzenben Wieberaufbau unserer länblichen Genossenschaften bilbete bie am Sonntag bei Gastwirt Peusch tagenbe Haupt- Versammlung unb 25jährige Jubi­läumsfeier ber hiesigen Spar- und Darlehenskasse. Als Gäste waren von ber Kreiszentrale bie Herren Kraus unb Wald- schmibt aus Wetzlar erschienen. Es war im Jahre 1900, als auf eifriges Betreiben bes Leh­rers A. Eberhard unb bes Winterschulbirek­tors Persike-Wetzlar hierselbst eine Sparkasse icks Leben gerufen werben konnte. Aus kleinen An­fängen ist diese zu einem segensreichen, gemein­nützigen Institut herangewach en, bas jetzt 130 Mitglieder zählt. Aus bem Ge chäftsbericht ist zu erwähnen, baß sich ber Umsatz im Jahre 1925 gegenüber bem Vorjahre bebeutenb erhöht hat. Bemerkenswert ist ferner bie Zunahme ber 'Spar­einlagen; 1924 würben nur 1800 Mk., im letzten 2ahr aber 19 900 Mk. eingelegt. Nicht unerwähnt dürfen gerade bei ber hiesigen Kaffe bie Einlagen bleiben, bie in jeder Woche durch ben feit bem Jahre 1906 eingeführten Sparkartenverkauf fließen. Dor allem finb es Kinber unb jugenbliche Arbeiter, bie schon früh auf biefe Weise ans Sparen gewöhnt werben. Die ausfcheibenben Vorstanbsmrtglieber wurden wiedergewählt. Vier treuen Genossenschaft­lern des Vorstandes konnte für ihre 25jährige er­sprießliche Tätigkeit bie Verbanbsdienstmebaille durch Herrn Kraus im Namen unb mit herzlichem Glückwunsch bes Verbanbsvorstanbes überreicht werben. Es finb bies bie Herren Heinrich Schä­fer, Emil Pfaff, Lubwig Peusch unb Georg Pfaff. H-Nr. 52. Aus Anlaß bes 25jährigen Jubiläums ber Kasse fand noch eine gemütliche Nachversammlung bei einem kleinen Imbiß unb Glase Bier statt.

* Lich, 25. März. Mit ber Wünschelrute stellte Oberstleutnant a. D. Heinemann auf bem Fürstlichen Hofgut Mühlsachsen eine Wasser­quelle fest, bie nach ihrer Erbohrung bem Hofgut reichliche unb gute Wafsermengen liefert.

Ärcis Friedberg.

Sf. Friebberg, 25. März. In dieser Woche sanben hier zwei Versammlungen statt, in ber Steuerfragen zur Beyanblung kamen. In ber von der Hanbelskammer einberufenen, beson­ders für bie Gewerbetreibenden bestimmt, sprach ber wissenschaftliche Hilfsarbeiter ber Handelskammer, Dr. Göbel, überEinkommen- unb Körper- ichaftssteuer". Die Versammlung fanb unter ber Leitung bes Hanbelskammerpräsibenten Langs- borf statt. Es würbe beschlossen, demnächst eine Prote st Versammlung gegen den allzu hohen Steuerdruck einzuberufen. In ber zweiten Versammlung, die für ben Handwerkerstand bestimmt war, sprach Regierungsrat Schmidt vom hiesigen Finanzamt ebenfalls über dieEin­kommen- und Umfahfteuer". Er richtete an die Handwerker die Aufforderung, über ihren Betrieb eine genaue Buchführung zu üben, da dies bei der Lteuerfestsetzung für sie von großem Vorteil sei. Beide ^Versammlungen waren stark besucht.

WSR. Bad-Nauheim, 25.März. Vor kur­zer Zeit trieb hier eine Schwindlerin ihr Un­wesen, indem sie bei Geschäftsleuten Waren auf den Warnen von Pensionsinhabern erschwindelte. Als sie dieser Tage wieder in einem Geschäft ben Trick ver­suchte, gelang es ber hiesigen Kriminalpolizei, bie Person festzunehmen. Es handelt sich um die stellen­lose L. aus Friedberg.

Wie hoch zieht der Doge!?

Don WernerPanzer, Heidelberg,

Kaum vier Monde find vergangen, seit die letzten beschwingten Sänger unsere ungastlich wer­denden Gefilde verlassen haben, und schon kehren die härtesten unter ihnen zurück In die Heimat, bie die ersten Versuche macht, ihr freundlicheres Sommerkleid wiederzugewirmen.

Wochenlang schon haben Meisen und Über- wmlernde Buchfinken mit den Amseln zusammen das Morgenkonzert bestritten, gut bestritten, da mngt plötzlich ein neues Lied auf und macht den Ehor voller: Die Singdrossel ist da. Hast du ge­sehen. wie sie fam? Ist dir aufgefallen, wie die Bachstelzen heranzogen? War dir bemerkbar wie die Feldlerchen wieder einrückten? Dein nichts von alledem. Sie waren plötzlich da. wie sie im Herbst plötzlich verschwunden waren. Und alle bie in nördlicheren Breiten wohnenden Vögel?

Einzeln, in kleinen Trupps, in großen Scha­ren. in ganzen Wollen sind sie zwölf lange Herbst­wochen hindurch Stunde um S-tunde, Tag und Dacht über uns h'.nweggezvgen - Hunder- tausende unb Millionen und doch vollziehen sich diese Riefenwanderungen der Zugvögel, die nun bis in den Maien hinein wieder über uns hinweg gehen, so still und unauffällig, daß selbst ber Landmann, der sich ben ganzen Tag im Freien aufhält, kaum etwas gewahr wird. Hier unb bo ein TruppSchneeganse", in wolkenverhangener Vacht ein paar Singvogelrufe auS den Lüften, da« t|t alles, was bemerkbar wird.

Und all die Hunderttausend andern? Die müssen in so gewaltigen Höhen über uns hinweg geflogen sein, daß sie sich jeder Beobachtung entzogen.

Heinrich Talke auf Helgoland ist der erste, der für diese Annahme auch die wissenschaft­lichen Grundlagen liefern zu können glaubt. Bei bem Zug übers weite Meer, zumal wenn ein Wettersturz eintritt, ist das einsame Elland ben Vögeln Wegweiser und rettende Zuflucht. In großartigerer Weise al« irgendwo anders wird dort da« Ziehen ber Vögel sinnfällig Gärt"

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