Ausgabe 
26.1.1926
 
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Motten uor|to|i gegeben habe, erllftrt der ;{eime 'Hart) 9ltit>briirf) her Unruhen war der Borstütz na« türlid) mimäallch aemorben. Der nach Berlin ge­schickte Itopllan u) Iab i f ch hat bein schon zu Bett liegenden Kanzler Prinz Mw, die Sache oorae« tragen und in der Meldung, hie er mir nachher erstattete, hat er tnit feinem Wart ermähnt, hast Prinz Max gelinster! habe, er wisse nirt)1e von dein Vorstvst.

Aus die tlfdfli des Ada. iHofeiifclb (Komm,) erwidert bei selige, hast die FtlittenleittiNg der sirt)eren UederzeugNNg gewesen sei, bah mir mit einem Vorstoft her englischen Seemacht einen ganz gewaltigen Sivtz versetzt hätten.

Auch der englische Minister Churchill hat erklärt, Dah die Entscheidung in den letzten Tagen an einem dlinnen Faden gehangen Hai. Lrr Faden sei zugunsten England« getiisen, weil drliden die DolkSstimmung nicht zusammenhielt.

Der Sachverständige Gen-tal h. ftiibl führte ans, bah hie Ärcre-lellung immer eine Landung der Engländer an der holländt- ' scheu Küste befürchte! hätte, Iva- für den bciü- schen rechten Flügel geradezu fafaprnph.il ge wirft babPn wurde. (Iht Flotlenvorstoh 1018 sei eine ausjerordenillche Beruhigung und Ent- l a st u n g gcivcfen. -)ätte b!c flotte zum Schlup nn tz gezeigt, hab Ile kampfsätzig ist, k hätte das ein andere- Bild gege! en. (Vcbbaffcr Bei­fall 'kchl-.s

Der Sachi erständig' D>. tz e i z teilte mit, her i amallne Stant-selretitr und Dizekan.flkk von '1'0 1)0 1 habe Ihm geschrieben, er habe von dem P'an einer nrhfjcn Seeschlacht gegen England e st a s dem Mtinch ner Dolchstohprozetz Aennt- ilifl c. halten.

Abg. BrÜningtzaus l'D Vp.) stellte fep, Las) nach den An-sage,) n. iTtotha- Die Flotte 1164) nie ft> stark gewesen sei al- In dem Augen­blick, da her Borgos) geplant war.

5)er Saclsvci ständige Delbrück führte au#. Van bisher noch nicht der geringste TJ.ivel# dafür erbracht worden sei, bah baß geplante Flotten- nntei i lbmen durch die Zusttttzmung des Dtronl- lt>nrfHeben Aeich-kaiizscrS gedeckt worden sei. 3m übrigen sei er Der Auffassling: Vic(w die ganze Flotte in Grund geschossen, al# sich so zu ergeben, iri ebn- nachher geschehen seil

fc^ine neue Sihung Mit Hinzuziehung non Pressevertretern wird voraussichtlich erst in vier­zehn Tagen stattsinden.

(Ein deutschnalionales Wirlschastsprogramn.

Berlin, 25. 3<iii. (ZU.) Die deulschnallv- na le Volkspartei veröffentlicht ein umsangreiches Wirtschaft-progtamm, beni wie folgende- entnehm men:Die Grundlagen de- Za mc#blanel haben fick al- haltlos erwiesen Wirtschaft und Lebenshaltung in Deutschland sind in Immer stärkerem Maste zurückgeganaen Gin furchtbares Kennzetchen hierstlk ist die Ardeit-losigkeit. Die La st. en be - Reichs- Haden ftch In einem einzigen Fahre infolge be- Dawe-planeS um über 1900 Millionen erhöht Wir fordern die Aeich »regteruna auf, entscheidende Han- delSpvlitifch« Maßnahmen zu treffen, um die deutsche Arbeit und die deutsche Produk­tion vor völligem Erliegen zu schützen Ausgabe der AcckchSbank wäre eS gewesen, der graften .Kapitalarmut der heimischen Pro­duktion durch angemessene Wirtschatt-kredite i zu erträglichem Zlnsfuft zu Helsen. wähncngS- irnb AelchSbankpalittk müssen von ausländischem f Einflust befreit und wieder organischeöp* standtelle der deutschen Wirtschaft ' werden Die LebenShaUimg brt deulschrn Tkr- brmid-'rfehah wird in dert nächsten Fahren davon abhängeii, das) die Preise der Agrar- Produkte In ein gesundes Verhältnis zu beit Preisen der Produktionsmittel kommen ®ln Grunstproblem ist die Lösung befJt t c bl tf fa ae. Tic produktionshemmende Last der fchwebenoen Wechsettchuld must durch schnelle Umwand­lung In langt -istige Kredite zu mäfttt flem ZlnSfuft tragbarer gemacht werden.

Auf die Dauer kann die Krcdltnot n u v o il 6 einen er Kraft durch FlisammeNtvlrken yon IL-irlschast und (Staat behoben werben. Als ein Hauptzweck aller öffentlichen Verwaltungen muh die P r o d u l t i on s s ö r d e i u n g erkannt wer > den. Wir fordern Beschränkung de - äffen 11 leben D n s w n n d c s. Den Anfang hierzu erblicken wir In einer erheblichen Verein­fach una der Steuern und der Steuerverw.altuiig. Die ossentlichen V e r k e tzr - u n 1 c r n c st m u n - Men mässen wieder zu Instrumenten bet heul« leben Wirtschaft werben. Die überspannende Aus- aabeii'irtschasf hat ihren inneren Grund In den Ansprüchen des parlamentarischen StzstemS. Wir verlangen die G r h a l t u n g e I n e - u n a b h ä n- la «'n B e r u s » b e a nt t en k u m Elngrel fenbe Verfassungsänderungen werden in Aelch mib Ländern nicht zu umgehen sein. Eine gründ fäHlch durchgelührte Sparsamkeit erfordert auch eine Beschränkung der Zahl der Abgeord­neten in den vielen Parlamenten. Die Sozial- fürforfle und die Sozialpolitik muh unter Berücksichtigung der L e 1 st u n g - f S ft i g k tl t unlerer Wirtschaft fortgeiehf werden."

Veutschlan-5 Auhenhandel.

Pao Statistische >lelchoantl neiäslemiichl nun mehr hi io wi'lamtergebnio beo beiil|d)ru Auftenhiin hds für 1125. (Bgl. bpu gestiigei! Wittschastst-.Il.) Wir ii)i||rn nun, hah her Auftenliandel Im ?,»;em ber 1925 mm erstenmal leit bei 3tlslatlonsz-!t tnlc her a I 11 n gewesen Ist. Gründ zur lNenugliumn '!> darüber Nicht vorhanden, da der Anssuhrälier schuft nur durch ft a r t r Drosselung hei i? | n fuhr erziell werden konnte In den ersten zehn '.Uloiialcn h)2a wurden Im Diiichsdmlo für 107h Millionen Mark Waren eingesührt. Die rückläufige Beinegung trat im November ein, um Pdu Im £e .U-inber fnrtzu setzen, än die »IN Mdnai belief sich der Einfuhrwert auf 7ßN Millionen, während der Ausfuhrweri auf 7IH .Ntttlioncn Mm' niificigen foitnle, Ou ist zu benchlen, bah der 'llückgfllig her (Einfuhr am stärksten bei den mn h |t n f f e n i|i.

vetrachtunflen darüber anzusteflen. haft sich Larin die AuSlandlrebÜe ausw'.iken, h.n wenig dtoed. Die AuSlanbkreblto sind in vornehmlich Aohslosskredlte gewesen. Io dal) die 'XnbfLiff- 'hihihr znnächst unvo bältnlsiiiästlg hoch fein muhte. Für d.e deutsch' Zahlungsbilanz ist c* nun wichtig, bah die Auss u h r steigt um durch Ihren Wert den Fehlbetrag h.-. .iah lungSbllaNz aUSgleichen zu können Aus e r Aktivseite der Zahlungsbilanz stehen anher hem Aussubrweri ber Lrti.ig ..u« b. i <b i | l a h i sdwie Lis Summen, die an Au-läudkreoi-

len Hereintonuncn Auf der Passivseite steht der Einfuhrwert mit 12,4 Milliarden, hl? Belastung auS dem Dawesplan mit 1 Milliarde Mark sowie Zinsen für Auslandanlclhen usw. mit ftOO Mill. Mark. Das ergibt insgesamt 14 Milli.irden Mark. Da wir auS der AuSsühr nur 8,7 Milliarden, aus der Schiffahrt und anderen Diensten vielleicht 700 Millionen Mark hereinbekommen, muh der Fehlbetrag von 4,tz Mtlltarben durch Ausland- Irediie Und Beikauf von Devisen bcschnssi wer­den DaS ist nicht nur das Problem Ver> Austen' handel-, da- ist auch das Problem der deutschen Wirtschast.

Wir sind durch den Versailler Frieden so start' von der au>jlänbi|d)cii BoHstoffolnsuhr abhängig ge luoi'Deit, bah her Nlickgong der NobstösfeinfuHr eher alo fir I f e tu e I rl) e n , beim als bas Gegen- teil bewerten Ist. ;ie geringer bie stiohstosfeln- suhr, bcflo geringer bie Ausfuhr vieler fertig- fabrifate. Nun hat bic Ausfuhr gerabc von Fertig- fabriltilen gegen Echtuft bes Wahres 1925 zage udmmcii. Das erklärt sirl) ganz einfach baraild, bah die früher elngeftihrten Avhftoffe Infliülfdjen Im Berebetungsverkehr zu Fertigfabri taten ii m g e m a ii b c 11 worben find. Soll sich bieses Berhaltnis 1926 fortsetzen, so ist bie Steigerung der ^iohstosfeinfuhr imuertnciblid). (5s Hängt von der Aufnahmefähigkeit d e s Inlandes und ber nu slän discheu Markte ab, ob sich im Verhältnis zur Nvhstvsselnflihr bie Fertige warendusfuhr steigern läftt. Das beeinflußt cm- scheidend, ob mir 1926 die Zahlungen gemäs; dem Dawesplan leisten können oder nicht.

Kundgebung der Gemein­nützigen Vauvereinigunqen.

Berlin, 26. Qan. (klNe Auubgebung der Ge, meiNNWgkN Baliuereinlgungen Deutschlands fand am Man lag iln Blenarsltzungssaal des Aeichvivirl- kbafb ralpo slatl. Der Burschende des chauplverhaw bro Deulfdier Baugenossensrliasten. Prosessor A l - b r e rl) 1 - Berlin betonte u. n., es seien Gesetzesvor. lägen ehigcbrarf)!, bie ber jtiligreit der gemein- iillbigeli Baugenossensrt;asten den letzte,! Stotz ver­setzen Mühlen. Der ^weck ber heutigen Ber|anun- lurtfl sei Die Stellungnahme gegen diese Gesetzes- Vorlagen. Narl) einer regen Aiwfpkache würbe eine (' ntschliesmng aitgenomnien, brr wir folgenbco enl nehmen: Nack, beni Kriege sind in Denlschlanb im- irlähr 851)001) Wohnungen geschnfseti tuorbeh; läyrllll) etwa 120 000. Die Zahl allein der Cheschlie- tzungen beträgt aber sährlirt) burchsämlttOch etwa 700 000. Der Grund zu dem Versagen der bis­herigen Wohnungsvollill' liegt In bem Fehl e n einer kraftvollen A e 1 ch » z e n 1 r a l c , die planmäßige "Wohnungsgolitik betreiben kann. Von bei Gelbe,itiverttiiigsstelte mässen mlnbeftens 20 n. .f). brr Friebensmlete bem Baumarkt zuflieften. Die für Aenhaiiztvecke versligboren öffentlichen Mittel lollten vorzug»wei|e Baugenoffenschasten zti- aeiuenbel merbeii. Zwecks Anreizes iNM Banen wer­den geforderte iveitgehenbe steuerliche Erleichterun gen und bic reich-rechtliche Begelimg des Begrisses Der Gemeinnützigkeit. Die Behörben ale Arbeitgeber Mussen von brm Verlangen unbilliger Auswertung ultet Arheitgebrrbarlehen ubgepen. Mli allen Mtl teln find für bei, einheimischen Wohnungsbau wich ausländische (Wbquellen zu erschürften, da das ttzelb hierburch seinen sofortigen Umlauf weitesten Strei­fen unserer Gesinntwirtschaft befruchtet.

lknlschädigungsklag- der Firma Himmelsbach. Aach Blältermekdungen aus München hat Me Hvlzflnna Gehr. AimmelSbart) In Freiburg gegen da- AelchSwlrtfchaftSminIfterium. da- Aeich-eniährungSministerlum, Die preuhifche, Die bäuerische und Die hessische @fnnlflreqic- tu n g und schliehlich auch gegen tmß Auswärtige Amt beim Landgericht I Berlin Klage erhoben. Die Klage verlang! EtnsteIlung d eS B o D- f o U #, den bic AcichSregierung und die ge­nannten Vänberrcflkrimßcii gegen Die Firmi HlMMelölach verhängt Imbc. unb Grsah aller Schüben, bic her Firma durch den Botzlolt cnl- flanbcn sind. Die SUage gegen bas Auswärtig« Amt richtet sich bagegen, bah gegenüber her Firma das Londoner AinnesticatOommeii nicht ongetceuhrf worden fei. Die Sch.ikcneilahsorve rund del Finna Ihll flch auf rvnb 12 Millionen: Goldmarl belaufen. Bclannlllch hat mau der Firma vorgewoisen. mährenh de- passiven Wider- flaiihcc) In bayerischen. preukNschen unb Hessischen StaalSsorsten wertvollste Hotzbeftände für die BesaOimgstnächte geschlagen zu haben.

Die MMtäfKontrolls.

Dsr Bericht dr- «rctt-rakS Wälslf.

Pari s, 25. 3'an. Der Berichierstattec der chuvasagenlur in London befchäftigt sich mit 0cm Bericht des Borfltzenben her interalliierten 'TUillfärfontrollfbinmiHion in Berlin, General M a I s h, art den Borsitzcnben d.s interalliierten Militätischen Komitees In Bcrsail e>, Alarschall F v ch, hinsichtlich der schwebenden Enlwafsnnnas' sragen, libci M? |m Monat 71ovember 1925 mit der Botschaflci lonsereuz verhandelt wurde, ffr stellt fest, das, die in den ersten beiden yifkit enthaltenen 'Bcrpflld)Tungeii erfüll I ftnb. näbrenh bk Erfüllung her in Liste III enthaltenen MrLslich'ungcn viel -u wünschen ilbilg Iflffc unb bic erzielten Fortschritte nicht genügte», um zu dem Urteil zu lammen, das) Deutschland seine Bcrfprechungen sär den 15. Aorember 1925 gehalten Habe ,.äglich bev Liste l\ feien bic alliit" leu Sionlrollorganc dar­über einig, b.if; bie Port Dculfchfand erwarteten Boikehriingen so verzöqc11 worben feint, haft man den Grad b-r Erfüllung ber Klauseln, bio Im Aoveinbe, vorlaev Sah re., den Graeniland einer bcfonbeien Dlsfusflon bildeten, für den Augenblick gleich Aull betrachten könne. Die Liste IV um so sl bic Organisation her Polizei, bie bes Ob?i lommanbo-, har 'Verbot des Ge brauch < gewisser Waffen -il AbbilbungSzwecken, bic Artilletl? von Königsberg unb bic militärt sch.'n Bereinigungen.

Detin man auch hen Gebanlen. bah her gute Wille Deutschlands nicht vollständig fei, nicht ganz attsschllcs en könne, fei in.in doch der An. fld i. hah das A 1 chtv 0 r h anbenseI n eines Al Inistekt u M - in Detttschlanb als eine Qmt- schUldigung angefchen werden könne, die zum Dell .'n Bcrzng Deuifchlanbs rechtsei llge Dav Mlnlslerlnm fei erst am 20. ilnnliai* gebildet wvr ben und den B arnten wäre eS bis zu Diefcm Qlufleiiblid In gewissem Maile unmöglich gewesen, eine Beranttvoktung zu übernehmen. Die- fei hie Ansicht her ^ufrralllicrten MllitiirkotUroil orqain Die heutschen Behörden Hätten sich zwar nid), svstcinatisih gcircignt, über Einwendungen, erhoben oder uitgcnügeiibc Anerbieten gemacht

und sich gesträubt, sich Lurch gesetzliche Texte zu binben.

Der deutsche Widerstand bestehe in der Tat noch bei den Punkten, von denen gewisse am 15. Aovember hätten geregelt werden mässen, also zu einem Zeitpunkt, als bas Ministerium Lulber-Stlescmaun und) am Ander qelvefen sei, denn es fei erst am 3. Dezember zurückgetreten. Ze de Ufa US sei nnzu Ne Hillen, bah wegen bet Ver­zögerung Deutschland-, 61c zwischen ihm und den Alliierten Im Aovcntber gettosfencii Verein­barungen auSzusilhten. die InteralUicrt? KoN^ trollkommislion werde warten müssen, bis die deutschen Behörden sie in den Stand setzen, eine Ausgabe zu erfüllen, deren fompH-Jettc Fragen eine ziemlich beträchtliche Verlange« r ii n fl de- ÄUsenthalte- der Kontroll- Offiziere in Berlin verwutett lasse, ein Ausenlhalt, ben bic alliierten Aeglerungen flch bemüht hätten, adzulurzen, indem sie bie Zurück­ziehung der Kontrolltomiuifsion sär einen Zeit» punkt InS Auge gesaftt hätten, ber mit ber A ü ti mung ber Kölner Zone zusammen­fallen sollte.

Die Räumung Kölns.

Köln, 25. 3an. (111.) Die englische Vesatzungs- behörbe hat der SlaViverwaltung amtlich mitgeteiit, bah die englische Flagge des groften t)aupl- quartiers am 30. Januar, nachmittags um 3 Uhr, ein gezogen wirb. An bl?,em läge werden auch die letzten englischen Truppen Köln verlassen. Aach diesem Vorgang Ist jedoch Köln und die sonstige 1. Zone noch nicht alö Unbesetztes Gebiet fu betrachten, so bah also die Ordonnanzen der Mterallierlen Aheinlanbrommission noch In firdft bleiben. Den Zeitpunkt, an welchem die erste Zone imb damit auch flöht al» unbesetztes Ge­biet nnzusehen sind, bestimmt der Votschafkcrrak In Paris.

Teilnahme Deutschlands an der Abrüstungskonferenz.

Berlin, 29. Jan. (1BXB.) Nachdem bas neue Kabinett gebildet Ist, hat ber Kelchs m INI ft er des Auswärtigen bem Generalsekretär bes BÖlfrrüunbee, burch Schreiben vom 22. Januar ttill- gelellt, baft bie Kelchsrenleruug ber Llnlabung pt der Tagung bes vorbereitenden -ittsschusses für die Abrlistuugokonseren, in Gens t?oige leisten wird unb sich die venennung ber oeuIschen Deicgkr- teh sttr diese Tagung vordehött.

Volksschule und Deutschtum im Auslände.

Bettln, 25. Fan. 1TL1. i Der Acichs- verband deutscher Volksschu lichte rinnen veranstaltete Im ehemaligen Herrcnhaus elnc Kundgebung unter hem LcitwortDas Deutschtum int Ausland und die deutsche Volks­schule'. Den Dauptvorlrag hielt der frühere preuftischc Kultusminister Dr. Voelltz über ..Da- ?hi»(anbhcuf|dbhun und die Heimat". Weit stärket alS jemals Irtibec habe sich jetzt", fo füprie der Aedner aus.im dcutfcheu Volke die Aeberzeugung durchgesetzt, d.isi die 40 Mil­lionen Au-landdcutfchen mit im- üerbimben seien. 3h dieser Frage bestehe letzt auch In den Datla- menten eine Vlnheltsstont von den Gozlal- dernoktalen biS zur äuftersten Aechten.

Durch einen (Stlah d^- prettftischeu Kultus­ministeriums seien im Dezember 1921 Schul- gruppen und Vereine für das Deutschtum im AuSlanbe unter Leitung von Lehrern und Lehre­rinnen gegründet worden, die besonders In höhe­ren Schulen sich schon sehr scgciiSreich entwickelt hätten. Eine st örtere Pflege mässe nun a u ch in ben Volksschulen erstrebt ir'tbch. dm iln« Icrrid)! müsse der Grund sär diese Ärorlt da­durch gefegt Iverden, fcnh die Schüler i h r eige­ne- Volk b c f f e r kennen lernen, ober auch die Kultur fremder Völker mühten sie bester vetsteh-n leinen, Ön b;r fltoheit gei­stigen AuSelüand-'rsetzung werde eS Verhängnis' voll sein, li'2iiii die auS Unkenntnis stammende U n tetf4)ä hfl der französischen und eng- lilchen Kültnr besteh, n bleibe, die fid) vor dem Kriege in linkten Schulen und alljcmein im deutschen Volke gezeigt habe. Andekerkits müsse auch bei heil AuSlandheütscheN gröhercs V e r ft ä n d n i - für das neue Deutsch­land geweckt Ii'.rden, dem fic Heute vielfach mit einer gewisten Adnclgung und Fkcmdhstt gegen- Überstehen.

Um die mandschurische Bahn.

Aus hem fernen Osten liegen zahlreiche wider spicchende Meldungen not, VON denen aoev wohl leblglid) die bic Lage richtig (d)ilberti, die von einein Nachgeben Vcs chinesischen Generals Tscha n g tso ' lin, bes Beherrschers ber Mandschurei, spre­chen. Das ist schon aus bem Grunde als sehr wahr scheinlich attzuNehtnen. als ein militärifches Vor« gehen Vuftlaubs Unbedingt zu cihem Ztisammen stutz mit Japan hätte führen müssen, in dessen Dienst General 1 schling stellt.

Denn Im Grund? genommen ist ja dieser Clrci um bie Ost bahn auch gar fein chinesisch- ruffl d>er Konflikt. Vcun im Zahre 1924 bat Tschanglsoliii ousbrücklich dem Vertrage zuge­stimmt, der der Eowietiegierung hat) Eigentum an der Ost bad i übertrug, ganz gegen den Protest ber andercu Mächte. Zapan bat den Erfolg bei Sowjetlegierung im Zabrc l924 mit größtem Alitztta'il ii beobachtet, da- auch tiOtz der Aus - nähme des diplomatischen Verkehrs zwischen To- fio und Moskau nicht herabgemindert oi'er gar beseitigt worden ist.

3dtnu Hal jedoch ?,ur Zeil lein Cnileteffz davon, sich in bie ostasiaiischen Vorgänge stärker hinrinzlel'. n zu lassen, al» das unbedingt not wendig ist. Deswegen bat bie Doliver Aeflie- vung es vorgezogen, den General Tschang-tso-liu anzuHalten, daS Vkoslauer iUtimaiuni zu er­füll eit. Tschang wird alto nicht nur hl? vev- hasteten Aussen freigeben, sondern auch für die Wiederherstellung her Ordnung Sorge tragen, iri-iui <r ; rrsönllch auch gerne einen anderen Kurs ei »schlage n möchte. Er bezieht aber au» Japan Geld und Wossen und wird sich hüten, diese Quelle versiegen zu lassen. Deshalb macht er bi? Jabiv nIsche Politik wohl ob?i Übel mit. Der japanische Arche nm in 10. r hat auch gleichzeitig vor dem Par­lament ctrtalt, hast zwlscl'.'n Zapan unb Anft- lanh ein freuNoschastlichkS Verhöttnio bestehe und lein An last zu irgendeiner Beunruhigung vvr- Hege.

Dddel legte vt sich sogar für bic Sowjet Aussen int- Zeug tun'* in»'?* alle Gekuchie über ein bea Vf Ich! igle- MiNtäLtscheS VodgeDen Aust land- gegen die Mandtd/urel zurück. Akc>-kliu kann *

WettcrvorauHjage.

Meist bedeckt, westliche Winde, mildrr, Aic-- ^^4!ogsiiklgunfl und Aebelbildung.

W äh kenn ber äusterft? Au-lünser ds- nor bisch-en Fallgebietes sich abgefpalten Hai unb über Finnland welker in Ostrichtung wandert, zieht der choilptieil des Wirbels hi Nordöstlicher Aichtung wslter Ans der Südseite dieser Ties- druckset le liegend, hoben wir mit Fortdouer der tegnekisch/i! Witterung unter tvzltem <8rn>är- mung zu rechnen. (Das Tage-mittel beträgt heute bereits 5,4 Grad Gelsius.)

Gestrige TagestemperatUren: Ma^inium: 7,6 Grad Celsius, Minimum: 4,5 Grad Celsius. Äie- derschläge: 1,3 Millimeter. Heutige Morgen»nn- peratur: 6,5 Grad CelsiuS.

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also zufrieden sein, wenn c8 auch bestimmt weift, da st die japanische Politik daraus blnou-läuft, auf dem chinesischen Festland Besitz für hk Unter­bringung de- BePötterungSübei schusfes Japan- 3» erwerben. Auhland wiederum W**ltt Inter­esse daran, die Japaner auf ihren Inseln zu wissen. Wenn auch der jetzige Konflikt zwischen MoSkau und Tschang. der in Wirklichkeit ein russisch-japanischer war, als deigelegt angesehen werben kann, so werden doch bald neue Streit­sragen auftauchen, die fich nun einmal nicht ver- tnelbeh lässen. da beide Staaten in der Man­dschurei herrschen möchten.

Beilegung des ruMch- chinefischen Konflikts.

M vskau , 26. Ixjah. l'BZTB. ^unkfpruch.) Wie die Tck'flraphcnnqpnfur der Sowjetunion aus offi­zieller Duelk erfahrt, wurden atn 24. Qanuar noht fomjetritsflschen Generalkonsul In Mnkden und dem AUftetlkoinmissar her drei chinesischen Ostprovinzen knrzgesaftte Grtinvsätze eines Abkamtnens unter- zeichnet, deren wesentlicher Inhalt folgender ist: Der Direktor der OstchlnabahN, Iwanow, sowie alle Angestellten und Arbeiter der Ostchinabahn, die von den mandschnrl d)cn Behörden anläftlich des Klinsllkts bei der O tchinabahn verhaftel wurden, werden frelflelaf en. Der normale Cllenbahn- ucrCehv wird wieder hergestellt. Militär und Schutzlrnppentransporte ersolgen auf Grund der bisherigen BeftimtNUttgeN. Die Frage ber Ent- rt)äblguitfl für die burd) Maftnahmen manb- thttrl|d)cr Benärbcn während des Konfliktes an- ierlchlelen Schäden wird ben Gegenstand für mei­ere getneittsame Besprechungen bilden. Das Volks- foinmlHatiat des Auswärtigen erhielt bereits bie Mitteilung, baft die threilasjunq Iwanows erfolgt ist.

Die polnische Finanzmiftwirtschast.

Warschau, 2:>. Ian. 1WTB./ Der Konflikt zwischen den verschiedenen Parteien der polnischen Negierung über bie Möglichkeit der Nebuzio - r ii h g des polnischen B ii d g c t o ist durch cih Komprmnift gelöst worben. Dabei bleibt aber bie Uicduzlerung weit hinter ben nrfprünfl- 11 d) c n Plänen z u r it ck. Der Voranschlag weift trotz ber Herabsetzung des A) e e r e e b ti b g c 1 6 von 692 auf 565 Millionen unb des Ä u I tu 0 6 u b - g e t 6 von 325 auf 27t) Millionen Gesamtausgaben in Höhe von 1720 Millionen und Gesamteinnahmen von 1530 Millionen Zlott) aus. Das Defizit vdh naheiu 2oo Millionen soll durch Neorgamflerung der |laallld)en Ilnlernchinungen, insbesondere ber Staatseisenoahnen geded't werben. Ob diese Deckung des Defizits möglich ist, scheint fraglich. Außerdem sst damit der Grundsatz, ben ber polnische Finanz- minisier bei seinem Amtsantritt ausstellte, daß das polnische Budg-l um Bhoooni) Zlott) uerrlngert werben müsse, schon preiogegeben, ein Grunbsatz, ben auch der amerikanische Finanzsachvcrstänbigc Sie liiitl er er kürzlich als richtig anerkannte. Eine Sanierung her pvlnisdieu Finanzen dürfte fich bal)kr auf blcfeih Wege n i cyt erzielen lassen.

Gespannte Lage in Spanien.

-£il. M .1 b r i h, 25. IttN. K bnjg Alf 0 n « XHl. hdtte zu dem grosten Bankett an feinem 'AanicnSlag die fvühci.n Mttllstcrpräsldrnten Gras A o m o n o u e s. Führer ber liberdlEN Opposition, den Marquis von Alhuee m a s. fotilc Sirch.'z Gei- ra unb Sanchcz dc t öt ft cinqcladen. Die vier H-i ren haben Iht.r Oppo­sition gegen h':c gegenwärtige Diktatur Ausdruck gegeben unb die Einladung ostentativ abgelehnt. Der Heitere Umstand, hast mehrere Generäle, bte als Gegner PrlMo de TtlberaS bekannt find, vom Ä b n i d in A udIen z e in pfftngc h Ituvben, bif Veranlassung gegeben, von eihein Ihmmcnbeit ÄekVNltstiejch gegen Primo De Alvern zu sprechen. In gewissen Milt- täi ischcu Kreisen ist die Opposition stark litt Wachsen, ein neuer DlacttSstreidi erschetttt nicht unmöglich

Aus aller Mell.

Ein neuerStegemann".

D a s Trugbild von Versailles'' heif)l ein neues, demnächst erscheinende- Werk von Hermann Stegen! a n n I Deutsche Ver­lags Anstalt, Stuttgart), das sich organisch feinen bcldnntcn WerkenD e r Kampf um ben Atzet 11" unbGeschichte de» KriegeS" aiireihl. Stegemanns Buch Ist der glänzende Versuch, die In Versailles geschaffene Wettokd iiung aukuhellcn und die Innere Univahrhtti des in Ihr bpgrünbeten Svsiems aufzuzelgen. das einem Fluch, gleich übei Europa liegt. Slegeinann? Buch ist <lh Schlüffe! zur Erkennt - ms der Gegenwart und zur Ersaffung her Zu­kunft, der Erkenntnis vor allem der zukünftigen deutschen Politik.

Bel einer Schlittenfahrt ertrunken

Ain Sonntag nachmittag wollten sich vier Töchter und der einzige Sohn eine- Ko u sm an n- aus Karlsrodc bei Labiau tOstpr.> mit einem Schlittenfuhrwerk über das MmonIeneiS zu einem Besuch nach Gilgc begeben. Bei der «ächt» un- ternonunenen Aückfahrt geriet dnS Fuhrwerk in eine offene Sielte und versank Bort den 3itfanen konnte nur Mc eine Tochter gerettet werden. Die Übrigeii Teilnehmer an der Fahri sind ertrunken.

Mordanschlag.

Auf den Breslauer Dentisten Pachm wurde SUmStag nacht zwischen 11 und 12 Uhr i it feinem Laboratorium von einem oder mehreren Tätern, die sich ei »geschlichen hatten, ein Moihanschlag verübt. Pachur war bereits. in Drohbriefen hie E r m o r h u n g a n g c k ü u digt worden. Als er zur genannten Zeit noch