Ausgabe 
25.11.1926
 
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I

I

Berlin. 25. Rov. An ben

Effekten-

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

Devftemnartt BerlinFrankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.

lObne Gewähr.)

Loldmark - Emission der Preuhifchen Zentrak- bvdenkredrtanstalt privat zum Kurse von 96% Prozent untergebracht werden. Die Pfandbriefe ftnd mit 1 Prozent verzinslich und sollen an der Londoner Effektenbörse eingeführt werden. Gleic^erttg werden weiteve 1 Million Goldmark- Pf andb riefe in Holland und Schweden aufge­legt.

' Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik sRheinmetall) AG. Düsseldorf. Wie die Verwaltung dem DHD. mitteilt, sind die Abschluharbeiten noch nicht beendet' Die Aussichtsratssitzung wird erst Ende nächster Woche stattfinden, während die ordent­liche Hauptversammlung um die Iahreswenüe Unberufen werden dürfte. Der Geschäftsgang hat ich im Zusammenhang mit der allgemeinen Besse­rung der Wirtschaftslage auch bei dieser Geiell- 'chaft gebessert.

Börleukurle.

(Ohne Gewähr.)______________

Licht und grast........

Mamkrastwerke........

Schlickert............

Siemens <fc Halske......

Adlerwcrke.filetier ...... Daimler Motoren. ..... Hetzligenstaedt.........

Megutn.............

Wannbehner Motoren . . . . Frankfurter Armaturen . . . fiouservcnfabrik Braun . . Metallaesell'chatt Frankfurt. Pkt- Union A.-G........

SchulNabrik Her; . . . . . . Sichel.............

Zellstoff Aschaffenburg. . . . Zellstoff Daldbof.......

Zuckerfabrik Frankenthal . .

Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Märkten hielt die seit einigen Tagen hervor­getretene Stagnation an. Das Publikum und die Spekulation zeigten nicht die geringste Auf­nahmelust. An den führenden Terminmärkten, die Kursverluste von durchschnittlich 3 bis 5 Pro­zent aufzuweisen hatten schritt die Baisse­spekulation unter Ausnutzung dieser Lage zu Vorstößen. Die Stimmung war daher all­gemein gedrückt. Das Geschäft hielt sich im ganzen nach wie vor in engen Grenzen. Auch der Rentenmarkt zeigte bei lustlosem Geschäft schwächere Faltung. Eine Ausnahme bildeten

Datum:

5°/, Deutsche Reichsanlcibe . 4% Deutsche Retchsanleibe . 3'/2°/o Deutsche Reichsantzlh-

Deutsche Reichsauleibe . Deutsche Svarprämienanleihe 4% Preußische LonsolS . 4% Hessen 3J/,% .Hessen..........

3% Hessen «".* Deutsche Wertb- Dollar Anl- t>to. Doll.-Schay-Anweisng. .

4o/o Zolltürken £>/0 Äoldmexikaner Berliner Handelsgesellschaft. (Lommerz- und Privat-Bauk. Tarmst. und Nationalbank . Deutsche Bank.........

Di5lonto Commandtt .... Dresdner Bank........

Metallbank........- -

Mitteldeutsche Kreditbank. . ^esttLreichiscye Lreditanstalt. Retchsbank...........

Bochumer Guß BuderuS............

Caro..............

»-Luxemburg......

irchencr Bergwerke. . Harpener Scrgbait......

ilaltwerke Aschersleben. - . . .fialitoerf Westeregeln Laurahüttc Äiannesmann.........

ManS leider...........

Obcrdedars...........

Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen . . . Rneinstahl...........

Rtebeck Montan........

TelluS Bergbau........

Bereinigte Stahlwerke.... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....

Cheraniische Werke Albin . . Zementwerk -Heidelberg . . . Philivv Holzmann......

Anglo Cont Guano Chemische Mayer Alapin. . . «Goldschmidt..........

Holzverkohlung F G Farbrn-Ioduftrie. . . Rütgerswerke Schetdeanftalt Allg- Elektrizitäts-Gesellschaft

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlui,»1 ßur»

l-Uhl. Kur,

Schluß. Kur»

Anfang 'iur'.

24. 11.

25. 11.

24. 11. |

25. 1(

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.

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189.75

185

189.75

186

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254

180

175.75

18.1.12

177

173

170.5

172.5

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160.5

157,12

I6O

157,5

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174

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8.10

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130,12

238

241

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198.6

203.5

195

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174

178,5

174,5

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195

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119,9

24. Novbr.

25. Novbr.

Amtliche Rott runa

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

SBncr

Ämft - Sott

168,21

168,63

168,21

168,6:;

59uen-3ke6

1,708

1,712

1,708

1.712

Ärfi.eflntYn

58,54

58,68

58,52

58,6b

ffhriftianffl .

107,57

(07,83

107,52

107,78

fiopenhaacil

112,09

(12,37

112,08

112,36

Stödbolm

112,21

112.49

112,21

112,41

Helsingfors.

10,578

10,618

10,578

10,6(8

Italien. . .

17,68

17.72

17,80

17,84

London. . .

41,401

20,453

10,402

20,431

Neovork . .

4,2075

4,2175

1,2075

4,2175

TariS....

14,53

14,57

(5,16

15,20

ÄÄwest . .

81,10

61.30

81,10

81,30

Spanien .

63,74

83.90

63.86

64,02

Cfajjan . . .

2,067

2.071

2.007

2,071

Aio de Jan

0.520

0.522

0.512

0.514

Wien In D. Ceft- abgest Prag . - - . Reibrad . .

59,37

12,457

59,51

12,497

59,37

>2,455

59.51

12,495

7.422

7,442

7.426

7,446

Budapest. .

o,888

5,908

5,89

6,91

Bulaärien Lissabon . .

3,037

21,525

3,047 21,575

8.04 21,525

3.05

21,575

Damia. . .

61,64

81,81

81,65

81,85

Konstantin-

2,12

2,13

2,115

2,125

Athen. . .

5,23

6,25

5.23

5.25

Canada . .

4,212

4,222

4.212

4.222

Uraqnat). .

4.175

4.185

4.175

4,185

Cairo . . .

20,924

20,970

20,921

20,976

Berlin, 24. Novbr.

Geld

Stier

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten........

Dänische Noten........

Englische Noten........

französische Noten......

Holländische Noten......

sttalicnischc Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Ocsterr , ik 100 Sronen

Rumänische Nolcn......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . ilngattsche Roten.......

Ber!L::er

4,198 68,40

111,79

20,362

14,55

167.88

17.61

107,45

69,22

111,92

80,75 63.51

12,425 6.852

Börse.

4,218 58,70

112,48

20,46-:

14,63

168,72

17,69

107,99

59,52

112,48

81,2.5

68,83

12,485

5.892

Pfandbriefe, die sich befesrigen konnten. Am Geldmarkt ist die Lage unverändert flüssig. Tagesgeld 4V- bis 5 Prozent angeboten und kaum unterzubringcn. 3m Devisenverkehr unter­lag Paris wieder starken Schwankungen, zeigte aber im großen und ganzen eine festere Ten­denz als gestern Paris-London 135,65. Auch Mailand lag mit 114,90 gegen das Pfund freund­licher. Oslo stellte sich unverändert auf 18,98 gegen London Die übrigen Valuten wiesen nennenswerte Veränderungen nicht auf.

frankfurter Börse.

Frankfurt, 25. Rov. Tendenz: Flau. Die Nervosität und Geschäftsunlust hielt auch heute unverändert an und bewirkte eine wei­tere Senkung des Kursniveaus. Irgendwelche Anregungen lagen nicht vor. und die dadurch verschärfte Lustlosigkeit verhinderte jede Belebung des Börsenverkehrs, der sich nach wie vor nur unter der berufsmäßigen Speku­lation abwickelte. Bei dem Mangel an Aus­nahmelust konnte es nicht ausbleiben, daß das angebotene Material nur zu stark ermäßigten Kursen Aufnahme finden konnte, wobei das Fehlen nennenswerter Aufträge aus privaten Kreisen die abwartende Haltung forderte. Be- onders stark waren I. G. F a r'b e n angeboten, die zum ersten Kurs auf 320 Prozent nachgeben mußten und im Verlause einen Rückschlag bis auf 317 Prozent erlitten. Die Einbuße beläuft sich nach dem Stande vom Vorabend auf 9,25 Prozent. Empfindliche Kursverluste erlitter ferner Mon­tan a k t i e n . die bereits zur ersten Rottz 3 bis 4 Proz. schwächer lagen. Die Rückgänge be­trugen bei: Bochumer 2,5, Buderus 2,25, Deutsch- Lux und Harpener je minus 1,5 Proz., Gelsen­kirchen und Rheinische Braunkohlen je 3, Mans- elder und Phönix je 2, Riebeck 2,25, Stahlverein 5 Riebeck-Montan 5, Laurahütte 2, Klöckner 2,5 Proz. Auch am Elektromarkt nahmen die Rückgänge ein größeres Ausmaß an. So verloren: Licht und Kraft 5,5, Sienrens und Schuckert je minus 2,5, AEG. minus 1,75 Proz. Der Ban­ke n m a r k t stand wieder im Zeichen größeren Angebotes bei stark gedrückten Kursen. Commerz minus 4, Darnat minus 5, Deutsche minus 4,25, Disconto minus 2,5, Dresdner minus 3, Metall­bank minus 4,7 Proz., Reichsbank minus 2 Proz. Schiffahrtsaktien schwäch,er. Norddeutscher Lloyd minus 3 Proz. Motvrenaktien stär­ker gedrückt. Daimler minus 4,25 Proz.. Kleyer minus 1,5, RSDl. minus 2 Proz. Bauaktien angeboten, besonders Heidelberg-Zement minus 4,5, Wahß & Frehtag minus 0,75, Dyckerhoff da­gegen anfangs plus 1 Proz. Zellstoffaktien mußten ihre letzten Gewinne wieder hergeben. Waldhof minus 4 Proz. Zuckeraktien er­mäßigten sich um etwa 1 Proz. Rur Badischer anfangs plus 0,25 Proz. Oelaktien stärker abgeschwächt. Rütgersweüe minus 4,75, Deutsche Erdöl minus 2 Proz. Der deutsche Anleihe- markt tag ruhig, aber gleichfalls schwächer. Kriegsanleihe zunächst 0,755, später 0,745. Schutz­gebiet 15,8. Auslandrenten waren zumeist nur wenig verändert. Türken etwas niedriger. Im Freiverkehr hörte man: Drown Boveri 155 Proz.. Becker Stahl 48 Proz., Growag 70, Frankfurter Handelsbank 89, Ufa 44,5 Proz. Im späteren Verlaufe wurde die Tendenz all­gemein noch schwächer, gegen 1 Uhr konnte sie sich jedoch etwas freundlicher gestalten, indein I. G. Farben auf 319 Prozent anzogen. Die bes­sere Stimmung hielt aber nicht lange an und es kam zu einer neuen Abschwächung, bei der I. G. Farben wieder aus 3,17,5 Prozent nach­gaben. Am Geldmarkt hält trotz verschiedent­lich auftretender Rachfrage die Flüssigkeit im allgemeinen an. Tagesgeld 4,5 Prozent, Mo­natsgeld 5,75 bis 7 Prozent, Privatdiskonten 4,5 Prozent, Industrieakzepte 4,87 Prozent. Im De­visenverkehr sind nennenswerte Verände­rungen nicht eingetreten. Paris lag etwas sveund- licher mit 137,50 gegen London, Mailand mit 115,50. Die Mark war dagegen leicht abgeschwächt auf 4,2160 gegen Kabel. London-Kabel unver­ändert 4,8492.

ovanffutter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 25. Rov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,75 Mk.; Roggen, inländischer, 24,75; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26,50, Hafer, inländischer. 19,50 bis 20; Mais, gelb, 19,50; Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41,50 bis 41,75; Roggenmehl 35 bis 35,75; Weizenkleie 11,50; Roggenkleie 12. Ten- denz: Ruhig.

3 rauf futter SchlachtviehinarLt.

Frankfurt a. M., 25. Nov. Auftrieb: Rinder 44, Kälber 850, Schafe 610, Schweine 174 Stück. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 73 bis 78, mittlere Mast- und Saugkälber 62 bis 72, geringe Kälber 54 bis 61. Schafe: Mastläm­mer und jüngere Masthämmel, Weidemast, 38 bis 43, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 32 bis 37, fleischiges Schaf­vieh 28 bis 31 Mk. Marktverlauf: Kälber und Schafe bei lebhaftem Handel ausvereauft. In Schweinen unterblieb die Notiz wegen des geringen Auftriebes.

Frankfurter Häute-Auktion.

WSR. Frankfurt a.M., 24.Rov. Bei legem Besuch und guter Kauflust nahm die heutige Häute-Auktion bei steigenden Qloticrun- gen einen flotten Verlauf. Für Großviehhäute wurden z. L. bis 5 Prozent mehr erzielt, auch Schaf- und Kalbfelle konnten größtenteils 5 Pro­zent im Preise steigen. Die offiziellen Verbands- notierungen ohne bzw. mit Kopf lauten: Kuh­häute 30 bis 49 Pfund 62,5 bis 71,5 bzw. 58,5 bis 62, von 50 bis 59 Pfund 81 bis 83,75 bzw. 71 bis 75,75, von 60 bis 79 Pfund 88 bis 93,5 bzw. 77 bis 84, von 80 bis 99 Pfund 94 bis 96,75 bzw. 83. Ochsenhäute von 30 bis 49 Pfund erzielten 70,25 bzw. 65, von 50 bis 59 Pfund 75.25 bis 88,25 bzw. 77, von 60 bis 79 Pfund 88 bis 93,25, von 80 bis 99 Pfund 85 bis 91,25 bzw. 73,75 bis 80,75 und über 100 Pfd. 88 bis 91 bzw. 79, Rinderhäute von 30 bis 49 Pfund 83 bis 91,5 bzw. 72 bis 73,75, von 50 bis 59 Pfund 89,25 bis 94 bzw. 72,25, von 60 bis 79 Pfund 94 bis 99,25 bzw. 80 bis 86 und von 80 bis 99 Pfund mit Kopf 80.Süllen- häute von 30 bis 49 Pfund 67 bzw. 65,25, von 50 bis 59 Pfund 68,75 bis 70 bzw. 53.5,

von 60 bis 79 Pfund 60,75 bis 69 bzw. 53,5,

von 80 bis 99 Pfund 57 bis 60 bzw. 53, von

100 und mehr Pfund 57 bzw. 53. Für Kuh-,

Rinder- und Ochsenhäute Klasse II erzielte man in der Gewichtsklasse 30 bis 49 Pfund ohne Kopf 57 bis 62,75 und 50 und mehr Pfund eben­falls ohne Kopf 61 bis 66. Für Schußhäute alle Gewichte mit Kopf wurden 50,5 Pfennig erzielt, von Roßhäuten standen nur die ganz

großen mit 220 und mehr Zentimeter zum Ver­kauf. die mit Kops 19,90 erzielten. Rote Kalb­elle bis 9 Pfund ohne Kopf erzielten 145 bis 160, über 9 Pfund 126 bis 128. schwarze bis 9 Pfund wurden mit 111 bis 117,75 und über 9 Pfund mit 102 bis 105,5 Pfennig bezahlt. Fresserfelle ohne Kopf brachten 90,25. Schaf­felle vollwollig mit Kopf erzielten 60,5 bis 65,25, halbwvllig 61,25 bis 63, kurzwollig 62. für Blößen zahllc man 51 und für Lammfelle 46.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 24. Rov. Die Grundstimmung im Berliner Getreidehandel war heute für Weizen und Roggen fester. Die argentinischen Forderun­gen wurden infolge angeblicher Frachtenerhöhung befestigt, während andererseits das Inland zu teils behaupteten, teils nachgiebigeren Forderun­gen anbot. Loko-Weizen eröffnete gut behauptet, während im Zeitgeschäft Dezember und März eine halbe Mark höher wurden, Mai eine halbe Marl schwächer. Im Roggengeschäft brachte sich erneut das anhaltende Deckungsbedürftns in einer kräftigen Steigerung des Dezember - Termins gum Ausdruck, zumal das Inlandsangebot ziem­lich klein blieb. Die Steigerungen betrugen an­nähernd eine Mark, Frühjahrsmonate etwa eine Mark über gestern. In Gerste und Hafer hat sich die Lage bei genügendem Angebot und sehr vorsichtiger Kauflust kaum verändert. Weizen­mehl ist im Verkauf unrentabel, Roggenmehl etwas mehr gefragt. Futterstoffe und Oelsaaten, owie sonstige Artikel ruhig. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 274 bis 277 Mark; Roggen, märllscher, 228 bis 234; Sommer­gerste' 218 bis 248; Wintergerste 193 bis 206; Hafer, märkischer, 175 bis 186; Mais, loco Ber­lin 195 bis 199; (100 Kilogramm): Weizen­mehl 35,75 bis 38,75; Roggenmehl 32,75 dis 34,50; Weizenkleie 12,25; Roggenlleie 12 bis 12 25 Diktoriaerbsen 56 bis 60; kleine Speise­erbsen 32 bis 35; Futtererbsen 21 bis 24; Pe­luschken 20 bis 22; Ackerbohnen 21 bis 22; Wicken 23 bis 25; Lupinen, blau, 14 bis 15; Lupinen, gelb. 14,50 bis 15,50; Serradelle, neu, 21 bis 22,50; Rapskuchen 15,80 bis 16; Lein­kuchen 20,50 bis 20,70; Trockenschnihel 9,50 bis 9 60- Sohaschrot 19 bis 19,70; Kartoffelflocken 25 ins 25.50 Mark .

Büchertisch.

- Rheinisches Land und rHeini- ch e Leute. Erzählungen von Heinrich Bech° t o l s h e i m e r. 176 Seiten .8°. mit einem Bilde des Verfassers. Geh. 2 RM. Verlag Emil Roth, Gießen 1926. Der Autor erweist sich mit diesem neuen Buche wiederum als der vortreff­liche Erzähler, als der er in weiten Kreisen eit langem bekannt und geschäht ist. Die schlichten Geschichten von Land imb Leuten am Rhein er­halten ihren Wert durch die Wahrhaftigkeit, Echtheit, Heimatfarbe und sittliche Reife, die man auf jeder Seite unaufdringlich und wohltuend empfindet. Die Ereignisse und Gestalten, denen man hier begegnet, sind aus lebendiger Erinne­rung, aus Menschenkenntnis und nahem Ilmgang mit demgemeinen Mann", aus tiefer Liebe zur heimatlichen Scholle und Landschaft erwachsen. Die Erzählungen Bechtolsheimers sind echte und gefunbe Volkskunst, ganz einfach und unver- Jünftelt im Stil, aber mit offenem Blick und warmem Herzen geschrieben. Das Bändchen kann auch als weihnachtliches Angebinde aufrichtig empfohlen werden und wird sich gewiß viele Freunde erwerben. 471

Die Iagd nach dem Rordpol. Von Roald Amundsen. (Verlag Allstein, Berlin ) Der berühmte Arktisforscher Roald Amundsen gibt in diesem Werke, das mit vielen guten Abbil­dungen nach Originalaufnahmen der Expedition und mit verschiedenen Kartenskizzen vortrefflich ausgestattet ist, eine eingehende Schilderung seines ersten Polarfluges, bei dem er bekanntlich bis zum 88. Breitengrade vorstoßen konnte. Wenn Amund­sen bei biefem Fluge sein eigentliches Ziel bis zum Pol zu gelangen nicht erreichen konnte, so hat dieses Llnternehmen doch wesentlich dazu beigetragen, vor allem technische Erfahrun­gen zu sammeln, die bei späteren Polarflügen nutz­bringend verwertet werden können. Blieben also die rein wissenschaftlichen Forschungsergebnisse leider hinter den Erwartungen zurück und kommt dieser Expedition daher mehr eine flugsportliche 'Bedeutung zu, so darf der kühne Forscher mit seinen Begleitern doch den Ruhm für sich in An­spruch nehmen, ein Wagnis unternommen zu haben, dessen Ausgang mehr als ungewiß war. Amundsen schildert in seinem Buche ausführlich die verschiedenen Etappen und den Verlauf der Flugexpedition, an der zwei Flugzeuge beteiligt waren, und bietet damit dem Leser einen ausge­zeichneten Originalbericht. Das Buch zeichnet sich vor allem durch seinen flüssigen Stil und die allgeineinverständliche Ausdrucksfonn aus, die es zu einer guten und fesselnden Lektüre machen. 225

Wolfgang Bruhn: Das Moden- b i l i>. Delhagen & Klasing, Bielefeld, Leipzig, Berlin und Wien. Ein entzückend ousge- stattetes Bändchen gibt der Verlag Velhagen & Klasing in seiner unverkäuflichen Werbegabe heraus. Wolfgang Bruhn schildert kurz und gewandt das Werden des Modebildes, wie wir es jetzt vor uns haben. Richt der phantasie­losen Klischees der Modezeitungen, sondern der künstlerischen Modelle, die etwa aus dem Atelier Haas-Heye oder von Ludwig Kainer kominen. Das Modebild entsteht gleichzeitig mit der Mode um 1430 in der sog. Burgundischen Tracht. Von da an haben wir in ununterbrochenem Fluh die Entwicklung der modischen Linie von namhaften Künstlern im Rokoko ist es beispielsweise Watteau ausgezeichnet in allerliebsten, dabei schneidermäßig genauen Bildern. Vom einzelnen Bild zum Heft ist es nur ein Schritt, eines der­er st en erscheint alsGalerie" zur Zeit Marie Antoinettes, der Modekönigin. -Um die Mitte des 19. Iahrhunderts fristet das Modenbild ein trostloses Dasein in Äaritaturenfolgen und Witz­blättern. Erst kurz vor dem Kriege seht ein neuer Impuls ein in Paris, das fast immer in diesen Dingen führend ist. Die Idee wird in Deutschland aufgenommen und jetzt mit beson­derer Liebe in den Kunstschulen als Fach ge­pflegt 32 kolorierte Tafeln und viele kleine Bildchen im Text illustrieren die Darstellung und geben dem Bändchen seinen besonderen Reiz. 496

Der I. G. Cottasche Verlag in Stuttgart ist sich seiner hohen Aufgabe als Treuhänder von Bismarcks literarischem Werk bewußt, wenn cr des KanzlersGedanken und Erin­nerungen" nun nach der großen Original­ausgabe und einer wohlfeilen Vollsausgabe sämtliche drei Bände auf Dünndruckpapier in einem handlichen Bande erscheinen läßt. In

dieser neuen Form wird sich die politische Bibel des deutschen Volkes gewiß sehr schnell überall dort einbürgern, wo man heute schon auf Bis­marcks Gedanken und Erinnerungen in seiner Arbeit, sei cs als Berufspolitiker oder einfacher Staatsbürger, zurückgreifen muß. Der mit einem Bildnis von F. von Lembach geschmückte bieg- amc Leinenband kostet 8 Mark. 688

Hölderlins Schicksalsweg. Ro­man von Maria Schneider. Verlag von Adolf Don; & Co.. Stuttgart. Hölderlins Leben wird in der nachfühlenden Gestaltung dieses Romans gegenwärtig, seine Beziehungen zu Goethe und Schiller werden tragisch lebendig, ferne Hemmun­gen verständlich, seine Befreiung zum mitreißen­den Aufschwung. Die Gestalten sind mit Folge­richtigkeit geschaut und dargestellt; neben Höl­derlin ist Diotima (Susette Gontard) die ragende und leuchtende Erscheinung in dieser Menschen- geschichte. $38

Postauto und Publikum im Vogelsberg.

L Mücke, 24. Rov. Der Pvstautobe^ trieb auf den Linien des Vogel s - berget bringt manche Pinannehmlichkeiten mit ich, sowohl für die Reisenden, als auch für die von der Postverwaltung angestellten Kraftfahrer. Ein großer Teil der Passagiere ist rasch bei der Hand, an allem Kritik zu üben. Bald kommt das Auto zu früh, bald zu spät, einem ist der Sitz­platz nicht recht, einem andern riecht es zu ehr nach Benzin, wieder anderen dauert es zu ange, bt£ das Auto abfährt. Es würde zu wert ühren, noch andere Teile der Wünsche und De- chwerden gewisser Reisenden hier aukFuzahlen. Es ist klar, daß ein geordneter Betrieb unmög­lich wäre, wenn die Kraftfahrer oder die Post- verwaltung all den vielfachen Wünschen Nach­kommen wollten. Berechtigte Wünsche werden jederzeit Berücksichtigung finden, oft muß man aber die Geduld und die Rachsicht der Post- kraftfahrer betounbern, die manchmal Dutzende von unnötigen Fragen über sich ergehen lasse« und alle mögliche Vorwürfe ertragen müssen. Trotzdem bewahren sie ihre Ruhe und erweisen ich dem Publikum gegenüber höflich, gefällig rmd hilfsbereit. Das Publikum tut gut, diese Leute in der Ausübung ihres Berufes zu un­terstützen. Wenn natürlich die Wagentüren mit dem Füße geöffnet werden, wenn trotz Verbotes geraucht wird oder große Gepäckstücke im Wagen verstaut werden, so zeugt das nicht von richtigem Ver­ständnis. Einige Burschen stellen sich auch oft auf die Trittbretter der Wagen und springen während der Fahrt ab. Sie müßten zur An­zeige gebracht werden. An einer Haltestelle stehen abends häufig mehrere junge Burschen, die über die Reisenden besonders über Frauen und Mädchen ihre Glossen machen. Das ist wenig manierlich. Die Postautos übernehmen auch das Mitbringen von F r ach t - u n d G ep ä ck- stücken von der Bahn, was für die abge­legenen Dörfer sehr wertvoll ist. Bei loschest Inanspruchnahme der Postautos muß aber der Empfänger an der Haltestelle zugegen sein, um seine Sendung in Empfang zu nehmen. Oder verlangt man von dem Kraftfahrer, daß er die Sendung ins nächste Haus trägt? Für Verluste wird dann gewöhnlich, aber durchaus falsch, die Post oder der betr. Kraftfahrer verantwortlich gemacht. Kürzlich kam an einer Haltestelle eine Kiste mit Wein abhanden; in einem an­deren Falle hatte der Kraftfahrer eine Kist« Bier abgestellt. Als sie der Empfänger abholen wollte, war das Bier getrunken und meh­rere Flaschen fehlten. Da sich dadurch Un- Zuträglichkeiten ergeben haben, hat die Postverwal- tung angeordnet, Daß Bahnsendungen, die von dem Empfänger bei Ankunft des Autos nicht an der Haltestelle in Empfang genommen werden, nach der Endstation mitzunehmen sind, worauf sie mit dem nächsten Auto zur Bahn zurückgebracht werden und evtl, zurückgehen. Das Publikum, das nur zu leicht bereit ist, seine Ansprüche allzu hoch zu schrauben, sollte sich die Ansicht angewöhnen, daß die Autos nichts Vollkommenes sind und daß kleine Unannehm­lichkeiten mit in Kauf genommen werden müssen, daß man aber selbst auch keine unnötigen Schwierigkeiten und Verärgerungen schaffen darf. Wie die Dinge hier oben liegen, sind die Autolinien für die ab­gelegenen Gegenden trotz mancher Mängel eine Wohltat, die nur der recht ermessen kann, der die früheren Verhältnisse gekannt hat.

Gerichtssaal.

Diebstahle in einem Konfektionsgeschäft.

WSR. Frankfurt a. M.. 24. Rov. Dor dem Schöffengericht hatte sich heute wegen fort­gesetzten Diebstahls und Urkunden- s ä l s chu n g der volle 3 0 Iahre bei einer hie­sigen Konsektioiisfirma beschäftigte Expedient HugoStrauß zu verantworten. Strauß hatte große Mengen fertiger Konfekttonsanzüge in die Versandabteilung eingeschmuggelt, die er ge­flößten hatte. Den Schmuggel verdeckte er da­durch. daß er aus den Postbüchern Seiten heraus­riß, Quittungen entfernte und schriftliche Aende- rungen vornahm. Insgesamt hat er Waren im Gewicht von mindestens 460 Kilo und im Werte von 14 000 Mark auf diese raffinierte Weise unterschlagen. Er wurde zu drei Iahren Zuchthaus und fünf Iahren Ehrverlust ver­urteilt. Das Schneiderehepaar Schlewiezki aus Offenbach, das die Anzüge hehlte unb zu Schleuderpreisen solange verkaufte, bis die Sache ans Tageslicht kam, erhielt 15 Monate bzw. zwei Iahre Zuchthaus. Für alle Ver­urteilten wurde Polizeiaufsicht für zulässig er­klärt.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Isr. Religionsgemeinde. Gottesd. i. d.Shnagoge (Südanlage). Samstag, den 27. Rov. 1926.Vorabend: 4.30, morgens: 9.00, abends: 4.40 und 5.20.

Gottesdienst der isr. ReltgionSgesellschaft. Sabbatfeier, den 27. Rov. 1926. Freitag abend 4 05, Samstag vormittag8.30,nachmittag 3.30, Sabbataus­gang 5.20, Wochengottesdienst: morgens 7.00, abends 4 00.

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