eine andere Stelle des Bahnkörpers Iri die Nähe de» Stationsgebäudes gelegt wird.
" Bellersheim, 23. Öuni. Unsere Einwoh- nerschalt rüstet gegenwärtig eifrig für das am nächsten Samstag, Sonntag und Montag hier stattfindende Zängerfest. Der hiesige Gesang- u erein „Germania" begeht an diesen Tagen fein SOjähriges Jubiläum, verbunden damit ist da» diesjährige Bundesfest des Wetterauer Sängerbundes. Es werden etwa 1300 Sänger zu der Veranstaltung erwartet, tim Sonntag früh 8 Uhr beginnt das Wertungssingen der Bundesoereine, um 1 Uhr soll der Festzug seinen Marsch durch den Ort antreten. Int Anschluß an einen Festakt wird das Singen der Gastvereine Minden. Abends soll ein Feuerwerk abgebrannt en. Nach den umfangreichen Vorbereitungen zu urteilen, ist auf eine genußreiche, allen Wünschen Rechnung tragende Veranstaltung zu hoffen.
Mrcis Friedberg
-f. Friedberg, 23. Juni. Ein Kunstgenuß erieicner Art war-es, die dem Friedberger mnsik- iiebenden Publikum durch das zweite Schüler- konzert der 'Augustinerschute geboten wurde. In feinsinniger Weise hatte der VeranstaUer und Leiter des Konzerts ein Programm zusammeN- gcsteilt, das „Geistliches und Weltliches aus dem 16., 17. und 18. Inyrhundert" brachte, tiusführeudc waren ein Ehor. bestehend aus Friedberger Musikfreunden, und ein Orchester unter Mitwirkung von Mitgliedern des Frankfurter Symvhonieorchesters. Besonderen Anklang in dem reichen Programm sanden die deutichen Volkslieder aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die von dem Gemischten Chor trefflich zu Gehör gebracht wurden. Wenn auch der Besuch des Konzertes ein recht guter war, so muß inan sich darüver wundern, daß bei derartigen Konzerten, die der Zuhörerschaft kostenlos geboten werden, der Raum nicht bis zum letzten Platz gefüllt ist.
OÖ Friedberg, 23. IuNi. Der erste Aor- sttzendc des Hessischen Landes-Lehrer- veteins, Rektor Reiber- Darmstadt, sprach in einer gut besuchten Krelslehkerversamm- l u n g übet Fragen, die die Lehrerschaft als Berufsorganisation sehr interessieren. Eingangs gab er einen Ueberblick über den Stand der Bssol - dungvfrnge, die Schwierigkeiten und Hindernisse, die der Lösung im Sinne der Forderungen entgegenstehen. Die Frage der Amtsbezei ch - n u n g e n wurde gestreift und die Regelung der Beäussichtigung des Religionsunterrichtes besprochen, um dann zu den Verhältnissen bei der B e n M t e n k r a n k e n k a s j e iibcrzugehkn. Das Defizit ist von der Lehterjchast Nicht verschuldet, Venn sie zahlt fast die Hälfte aller Beiträge und ist nur zu i an den Leistungen beteiligt. Es muh festgestellt werden, welche Gruppen die Kasse in unverantwortlicher Weise ausgenutzt haben, lieber die Auszahlung des erhöhten W o h - nungsgeldes atuh an Staatsbeatnte konnte der Redner keine bestimmten Angaben machen. Räch der Wiedergabe von Eindrücken und Erlebnissen auf der Tagung des Deutschen Lehrervereins in Dan Zig besprach er die INnglehrernot und die Schritte, die zu deren Linderung Unternommen worden sind. Die Ausführungen gaben den Zuhörern einen Beweis dafür, daß der Vorstand In allen Fragen gut Gearbeitet hat, urtb der teilweise Mißerfolg iil den Verhältnissen begründet ist. Dle sehr lebhafte Aussprache umfaßte alle angeführten Punkte. Sie brachte sehr beachtliche Vorschläge, die vom Redner als Material angenommen wurden, da es ihm darauf onkam, die Stimmung eines großen llnterverbandes in den noch Ungeklärten Fragen erneut tennnen zu lernen.
MSR. Friedberg, 23.Juni. Beim Benzin f ü l l e n an einer Tankstelle auf der hiesigen Kaiserstraße lief durch Unvorsichtigkeit der Behälter über. Das überlaufende Benzin ergoß sich ntif die brennende Karbidlaterne, wodurch das Motorrad sofort in Flammen geriet und bis auf die Eisenteile verbrannte.
Ql uö der Wetteraü, 23. 3uni. Zu großen Hoffnungen berechtigte im Frühjahr die O 6 ft b a u nt b I ü 1 c, aber das kalte Wctler hat nach der Blüte riesigen Schaden angerichtet. Aepfel und Pflaumen werben — mit Ausnahme einiger ApselsorteN - eine geringe @tnte liefern, dagegen versprechen Vie Birnbäume mit ihrem reichen Behang recht gute Erträge. Die Obstbäume leiden gegenwärtig stark durch dle RaUpen- nester, ein großer Teil der Blätter ist bis zmw Gerippe abgeweidet. Das gefräßige Insekt ist die "Raupe der A p f e l g e f p t n st m o t t e.
00 Rieder-Flor st adt, 23. Juni. Das Regenwetter hatte die Heuernte etwas verzögert. Nun ist sie in vollem Gange. Der Ertrag ist, besonders auf höher gelegenen Wiesen, an Menge und Güte sehr befriedigend. Die tiefen Wiesen stehen 10 bis 15 cm unter Wasser. — Der Sauerbrunnen in Staden wird setzt wieder sehr viel benutzt, tins den umliegenden Orten kommen Kinder mit Handwagen, um das köstliche Naß in mitaebrackten Flaschen heimzuholen. Das Wasser ist stark kohlensäureyaltig. Die Quelle Ist eine Der Gelen Säuerlinge, die am Rande der Wetierau Vorkommen. — Bei der Heugrasversteige- r u n g auf den Gemeindewiesen wurden durchschnittlich für den Morgen 50 Mark bezahlt.
Kreis Büdingen.
Id. Ni d d a , 23. Juni. Die F r o st s ch n d e N , die der strenge Winter 1924/2 5 an den Obstbau m e n anrlchtete, treten in diesem Jahre immer mehr zutage. Allenthalben fahn man an Apfel- Birn- und Zwetlchenbäumen dürre Spitzen oder Aelle bemerken, Vorboten gänzlichen Abslerben^ der damals vom Frost schwer mitgenommenen 'Bäume Auf einer Wanderung talaufwärts ist zu beobachten daß In tiefergelegenen Strichen viel mehr Däuwe der Vernitchung verfallen sind als in den Ambergen des Gebirges, iveil sich hier in strenger Winterkälie immer noch ein Bergrüäen oder Hochwald findender einigen Schutz gewährt. Rach der Abernlung der Dbftbfluine tragenden Recke r müßten, um nicht Schädlingsunlerichlupfe für den kommenden Winter zu schaffen, alle biirren tiefte vol den Bäumen entfernt werden. Die kreisamtlichen Aufforderungen, dürre tiefte zu beseitigen, sind vielfach nicht befolgt worden, da sie nur unter Verursachung großer Flurschäden hätten durchgeführt werden können. Einer Wiederholung der Verfügungen dürfte zu gegebener Zeit besserer Erfolg beschieden sein. Nachdem ole Sensen rauschen, die Mähmaschinen rattern und die ersten fieuroagen in die Scheunen schwanken, lassen sich Schlüsse über den Ausfall der Heuernte schließen. Auf B e r g w i e s e n , die im Nachwinter ober Frühjahr eine sachgemäße DünaUng erhielten, ist diese fürs Hcugras weit bester angeschlagen als in Jahren mit normalen Witte-
rungsverhältniss?n. Sie liefern eine Ti oller nie. Wenn sich auch aus den Tal wiesen in letzter Zeit Vie Untergräser noch etwas dichter gestellt haben, werden die „Gründe" doch nur mittlere Erträge liefern. Wenn der Wettergott ein Ein- sehen hat, wird wieder, wie man hierzulande sagt, »)cu für ein Iaht geben.
Mrcie Alsfeld.
Alsfeld, 23. Juni. Stadtvorstands- siftung. Als erster Punkt der Tagesordnung stand die Angelegenheit bett. AUsschlag der Steuersätze der Gemeindeumlagen für das Rj. 1926 zur Erörterung. Das Ministerium erachtete den Steuersatz für die Gewerbesteuer, wie er beschlossen ist, als eine einseitige Begünstigung der Gewerbesteuerpflichtlgen und regte eine andere Verteilung an. Der Vorsitzende widerlegte die Aus- sühkUNgen des Ministeriums hinsichtlich der Gewerbesteuer. Entsprechend dem Vorschläge der Fi itanzkommission wurde beschlossen, die Anregung bezüglich stärkerer Heranziehung der Gewerbe [teuer als untunlich obziilehnen. — Abänderung Der Ortssatzung über bis Anstellung eines Berufsbürger Mei st er s: Die vom Ministerium zu der im vergangenen Herbst beschlossenen titnberung gemachten RütkÜußenmgen wurden besprochen. Diese rourben zum Teil angenommen, znm Teil abgelehnt. — Ermäßigungen der 3 o n b e r ft e il e r vom b e bauten Grundbesitz: wurde in
llebereinstintMUNg Mit den vvm .'hessischen FinaNz- miniftet IjefdUdgegebcncn Richtlinien beschlossen, auch für die gemeindliche Sondergebäudesteuer eine entsprechende Ermäßigung für den Fall eintreten zu lassen, daß zwischen der Friedensmiete und einer slinfprozenligen Verzinsung des Friedeitswrrles ein erheblicher Unterschied besteht, wenn z. B. die FriedeNsMiece rtld)t mehr als 4 Prozent des Steuer- wertes beträgt. — In der Angelegenheit der 51 o - ft en der Katastervermessung des von her Feldbereinigung ausgeschlossenen Stadtteils erstattete der Vorsitzende Bericht über den Stand bet Angelegenheit, aus bent hervorging, daß sich die beteiligten Gemeinden zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen bas Ländesvermessunasmut zulatmnen- geschlosten haben und ein fachjuristisches Gutachten durch Rechtsanwalt Engifch in Gießen haben erstatten Insten, wonach bi» AufsteUung und Berechnung ber Kosten ber Katastervermessung in der aN- gefötbetlen Höhe als unrichtig nachgewiesen wird. Man wird es schließlich auf eine Klage des Lan- desvermessungsamtes ankvmmen lassen, wenn dieses auf seiner Gebührenrechnung in der aagefotverten Höhe beharren sollte. Die Versammlung billigte einstimmig die von der Bürgermeisterei unternommenen Schritte. —Das Gesuch des K l e i n k a l i b e r- GchützenvereiNs uw ttkberlnssung der F e st h a l l e zu Uebungsschießen an den SonNtag- uormitlagen wurde unter den üblichen Bedingungen genehmigt. — Dem Alsfelder Radfahrer- uerein 1 89u wurde anläßlich des vom 2(1. bis 28. Juni stattfindenden Gau-Somme rsS st ßs ein Ehrenpreis der Stadt Alsfeld gestiftet. — Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende bekannt. daß die Lieferung der vom Staotvorstand bewilligten Mvtokfeu er spritze der Firma Magirus zum Preise von 8400 Mark mit komplettem Schlauchmaterial übertragen worden sei. Zu den Kosten tragen hie Brandoersicherungskammer und der Kreis Alsfeld je ein Drittel bei. Fetner wurde mitgeteilt, daß die Beschwerde der Bürgermeisterei an das Landesamt für das Bildungswesen wegen der Festsetzung der Höhe des Schulgeldes füt d i e ortsfremden Fortbildung ss chsi le r abschlägig beschieden worden fei. Es bleibt bei dem vom Kreisschulamt festgesetzten Satze von 10 Mark für den Schüler. Die Stad^ hatte 15 Mark beschlossen. Weiter wurde bekannt- gegeben, daß den Erwerbslosen auf ihr Ge- juch wegen Gewährung einer Milchbeist i l f e von der Finanzkommission bewilligt worden sei, daß den kinderreichen Familien von'Erwerbslosen unter Prüfung eines jeden einzelnen Falles eine Beihilfe von einem halben Liter Milch für jedes Kind gewährt werden soll. In besonders ve- dütftlgen Fällen kann die Beihilfe bis auf eilten Liter pro Tag erhöht werden. Schließlich wurde noch ein Dankschreiben des Geschichts und Altettum sve rein s der Stadt Alsfeld für die im Voranschlag für das Heimatmuseum bewilligten 1000 Mark bekanntgegeben.
—A ! ssel 8, 23. Juni, ©in f u r ch t - bares Unglüd ereignete sich in dein B a ° s a l 1 st e t n b r u ch bei drin Nachbarort Ottrau. Aus dem abschüssigen Anschlußgleis löste sich eilt schwer beladener Wagen und rauhte mit großer Geschwindigkeit zurück In das Maschinengebäude. Der hier beschäftigte Arbeiter Euler wurde von dem Wagen erfaßt und sd schwer verletzt, daß her T t> k» auf her Stelle eintrat. Dek Wogen durchschlug die Wand des Gebäudes und stürzte in den 13 Meter tiefen Stein- b r u ch. Der getötete Mann ist 45 Jahre alt und hinterläßt Frau und Kinder.
Kreis Lauterbach.
4k Lauterbach, 23. Juni. Gestern abend gegen 7 Uhr brach in dem Anwesen des Häfner- meiftets Johann Erwin Euler, dahier, in der Ronelsgasse, ein Brand aus. Durch das rasche und tatkräftige Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand innerhalb einer Stunde gelöscht werden. Dabei wurde die neue Motorseirer- spritze erstmals verwandt, wie auch die Feuerwehr erstmals durch die kürzlich angeschasste Feueralarmsirene alarmiert wurde. Die Entstehungsursache ist nicht bekannt. Der angerichtete Schaden Ist gering und durch Versicherung gedeckt.
—Schlitz, 23. Juni. Die Stadt S ch l i h plant, gemeinsam mit den Gemeinden des Schlitzeclandes. die Anschaffung einer M o - t o r s v r i tz e. Gestern wurde eine solche im Beisein des Kreisseuerwehrkommanbanten Bechtold (Lauterbach), des Bürgermeisters Dr. Riepoth (Schlitz» und dec OrtSoberhöupter her Dörfer des Schlihcrlandes in Tätigkeit borge« führt. Die Probe fiel zur allgemeinen Zufriedenheit aus. so daß her Anschaffung wohl nichts mehr im Wege stehen durfte.
Rheinhessen.
WSR Mainz, 23. Juni. Sin schweres Autounglück ereignete sich gestern nachmittag am Bahnübergang 31 auf her Straße Mainz— Gonsenheim. Bin französisch es Lastauto, has mit mehreren Soldaten besetzt war. suhr gegen einen Baum und geriet hierdurch auf den Fußweg. Hierbei wurde der t 9 j ä h r I g e Landwirt Grahingek aus Gonsenheim erfaßt und derart schwer verletzt, hiß der Tod Wort eintraf.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orb ach
Alle für die Rehailion bestimmten Mitteilungen, Losungen usw. floh zu richten an hie Schachrehaktion he» „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 67.
Don S). QL L. Kuskop.
Schwarz.
ab C d e f t? h
ä B 6 S I f g li Weiß.
Weift zieht und seht in drei Zügen matt. Weiß: 3 Steine Xa5; DfO; Tdl.
Schwarz: 1 Stein Ke3.
Partie Nr. 51.
Gespielt int Semmeringschachturnier.
Abgelehntes Damengambit.
Weiß: Rubinstern.
Schwarz: Spielmann.
1. c2-c4 1. ei-66
2. d2-d4 2. d7-d5
3; e2-e3 3. Sg8-f0
Die Verstellung des Damenläufers ist jetzt moberri; derselbe soll in ber Diagonale al h8 Derwendung finben.
4. Sgl-43 4. c7-c6
5. Sbl-d2
Rubinsteins neueste Marke: Er will ble c-Ctrtie
sofort offen halfen unb ben Vorstoß e4 erleichtern.
5. g7-g6
6. Dd8 - a5
5.....
0. b2-b3
De? nebst Lp? unb späterem c5 verbient hier Den Vorzug. Mle Dame steht aus a5 erponlert Und droht .üchis.
7. Lfl-62 7. LfB-g7
0. (h-ö 8. 0-0
9. Ddi-t2 i. Sb8-d7
10. Lcl-b2 10. TfS-dfe
Desfere EntWicklungsM.vgltchkelfen gewährte Schwarz hier die Fortsetzung
10....., c5 11. cxd5, Sxd5 12. Sc4, Dc7 ; Schwarz
hüt freieres Spiel.
1L ä2-a3 11. Sf6-e8
12. Tfl-cl
13. b3 —b4
14. a3-a4
15. Sd2xc4
16. Dc2xc4
17. Sf3-e5
18. b4-b5
12. Da5-c7
13. Sd7-b6
14. Sb6Xc4
15. d5x^4
16. Lc8-d7
17. Ta8-c8
18. Sc8-d6
Wenn Schwarz Ausgleich erzielen wollte, bann hätte er hier lieber cxb spielen sollen.
19. Dc4-b3 19. Ld7-e8
20. Tel - c2 20. SdG —f5
21. b5xc6 21. b7xcö
22. Tal -cl 22. Sf5-c7
23. Lc2 -f3
Weis wirst sämtliche Figuren aus htn schwachen Punkt c6.
23..... 23. Tc8-b8
24. E)b3-a2
24. Lg7xe5
25. d4xe5
25. Se7-d5
26. I.f3xd5
26. Td8xd5
27. Lb2-d4
27. Dc7-a5
28. h2-h3
28. Da5-a6?
Schwarz muhte hier c5 versuchen, wenn er auch nach 29. Txc5, Txc5 30.Txc5, Dxa4 31. Dx 4, Lxa4 durch 32. Ta5 den Dauern a7 verliert, so behielte er doch wegen des ungleichen Läufers gute RemisauSsichten.
29. Tc2-c4 29. h7-h5?
Diese Schwächung ber Rochabcstellung wird von Rubinstein energisch unb fein ausgenuht.
30. Da2-a3 ' 30. Tb8-b7
31. e3-e4 31. Td5-d8
32. Da3-c3 32. Tb7-d7
33. Dc3-e3 33. KgS-h7
34. Ld4-c5! 34. Td7-dl-h J
Ein Fehler, ber zu einem raschen Ende führt. Verloren war aber Schwarz auf jeden Fall. 35. Kgl -h2 35. TdlxcL-'
36. Lc5-f8! Aufgegeben.
Dies ist die einzige Verlustpartie cbicl- mann» au8 dem Semmeringturnier.
Lösung de» Problem» Rr. 85.
Don 3. Cram.
1. Sb5-c7, Kf6-e6 2.Dh5-g5, Kc6-d6 oder d7 oder f7-f5 3. Dg5 - e7 matt. 2....., f7- fö
3. Dg5-d5 matt.
Richtige Losungen zum Problem Rr. 65 sandten ein bic Herren: Lehrer Breihecker. Oberreallehrer Kl.. Lehrer E. Sinwn, O. Stumpf, Prof. W., au» Gießen.
Berichtigung. Bei dem Problem Rr. 63 von M. Joseph, wurde hurch eine Verwechslung bk Lösung falsch tolebcrgcgcbcn. Der 1. Zug ist Lc3—c5. Die angegebene Losung scheitert an 1..... Ta4—b4! Eine richtige Lösung hierzu
fanbte ein Herr Lehrer Breihecker, Gtehen. Eben'o wirb in Problem Rr. 64 von O. Remo 1. La3 c5 durch 1.....a4—a3 widerlegt, unb nicht hurch
d?xe6.
Schachbrlefkaften.
Amtsgerichtsral <5.©.. hier: Ihre Losung zum Problem Rr. 63 scheitert nach 1. Lb2. an Db1Ebenso spielen Sie im Problem Rr. 65 nach 1. Sd4, Keß??, hie» ist jeboch ein unmöglicher Zug.
Aus der Schachwelt.
Seit einigen Monaten befinbet sich her frühere Weltmeister Dr. Emanuel Lasker auf einer Simultanteise hurch hie Vereinigten Staaten von Rorhameriko. Gr hotte bisher in verschlebenen größeren Klubs ausgezeichnete Erfolge aufzu- toclfen.
Dom 18. Juli bi» 1. August veranstaltet ber Deutsche Schachverein in Wien haselbst einen Schachiongreß. Derselbe ist verbunhen mit einem Meistetturnier, einem Runbenturnier, in welchem 12 bl» 14 Vertreter heutscher Lanhesverbänhe zugelassen werben, sowie einem österreichischen Hauptturnier. Anschlteftenb hieran, am 1. unb 2. August soll her Länherwettkamps Deutschlanh gegen Oesterreich auSgetragen werden.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonSlifch.
Beruhigend.
^Rehmen Sie sich doch in Acht," ruft der Gast dem Kellner zu. »Sie haben mit ja die ganze Suppe über den Anzug gegoßen. “ — „Oh, ha» macht nichts," sagt der Kellner begütigend. „Ich kenne die Suppe in diesem Lokal: nach 2 Ahr macht sie keine Flecken mehr."
Dichtung unb Wahrheit.
Zwei Kollegen telephonieren abends einem jungen Arzt, doch noch ein Stündchen in die Kneipe zu kommen, um einen Skat zu dreschen, worauf sich zwischen dem Arzt und seiner Frau folgendes Gespräch entspinnt. Gatte: „Leider muh ich noch, mal aus dem Hause, ich werde eben telephonisch abgerufen." Gattin: „Ist denn ber Fall so drin- genb?“ Gatte : „Sicher. Zwei Aerzte sind schon ba.“
Starkenburg.
ID o t m », 23. Juni. (WSR.) In der Rocht zum Montag entstaub hier in her belebten Ro- Metstraße noch Schluß her Bekanntgabe ber Ergebnisse der Abstimmung über den Volksentscheid zwischen Anhängern links- und rechtsgerichteter Parteien eine größere Sch lägerel, an ber sich bald etwa 100 Personen beteiligten. Einem herbeigerufenen Polizeiaufgebot gelang es nach einiger Zeit, bic Streitenden auseinander zu jagen unb hie Ansammlung nach kräftiger Anwendung von Gummiknüppeln zu zerstreuen.
WSR. Heppen hei nt, 23. Juni. Arn letzten Sonntag wollte hier ber Arbeitergesang-' verein auf dem von her Schulbehörde zu diesem Zweck zur Verfügung gestellten Schulhof der hiesigen Oberrealschule fein» Fahnenweihe be* gehen. Als morgens die ersten Festgäste Den Platz betreten wollten, fiel ihnen ein widerlicher, penetranter Gestank auf, ber ben ganzen Platz und hie ilmgcgenb betartig verpestete, daß ein Aufenthalt hort gänzlich unmöglich war. Bei ben sofort eingeleiteten Nachforschungen gelang es. den Täter in flagranti zu erwischen unb seine Personalien festzustellen. Es handelt sich um den Leiter bet chemischen Tlbteilung ber Heppenheimer Oberreallchule, elubienrat Ql au- inan n, ber den ganzen Platz mit Butter- saure feinem chemisch herzustellen den Mittel, das u. a. in Holzessig, in der Düngerjauche usw. vorhanden ist) getränkt hatte. Der Festgäste bemächtigte sich eine gewaltige Erregung, unh der Täter, her zur Ausübung leinen Tat noch einen seiner Schüler mitgenommen hatte, konnte nur mit Mühe unb Rot dem Schicksal des Gelyncht- toerben» entgehen. Das Fest mußte schließlich abgesagt unb auf einen späteren Tao gelegt werben. Auch am Montag war ber Genonk im Schulhofe und im Innern der Schule noch so stark, baß ber 11 ri t e r r i d> t a u » f a (l e n muhte. Seit Verübung her Tat war Rau;nonn ver- f ch w u n b» n. Erst nach längeren Rochfvrschmt- gen wurde er in ber Rächt zum Dienstag in seinem Laboratorium etfch offen aufgefunben. Es toi-b allgemein angenommen, bah Raumann, ber Mitglied einer rechtsradikalen Organisation war, aus Scham und Reue über seine Handlungsweise feinem Leben ein Ende gemacht hat, Die Leiche wurde gerichtlich beschlagnahmt.
Preußen.
Kreis Biedenkopf.
T Waldgirmes, 23. Juni. Nach mehreren Sitzungen hat Öle Gemeindevertretung ein Ortsftatut über den Verbrauch aus der W a s serleltuug aufgestellt. Grundtare für jedes Hmis find 20 Mk., auch wenn der Anschluß nicht vollendet Ist. Es werden roeiter berechnet: Pro Kopi 1 Mk., mehr als drei Kinder unter 14 Jahren sind frei. Für ein Stück Großvieh 2 Mk., Kleinvieh (Schweine, Schafe, Ziegen, Kälber) ist frei. Mei, ger und Wirte zahlen 15 Mk., Bäcker 10 Mk., für Badeanschluß 5 Mk. und einen Krahnen im Garten bis zu einem Ar 2 Mk. Der tägliche Verbrauch für Dorlar stellt sich bis jetzt zwischen 22 bis 28 Kubikmeter, das sind 1,10 bis 1,40 Mk. Einnahmen. Man hatte jährlich mit mindestens 1000 Mk gererii net. Noch nicht die Hälfte Des Wassers, das bic Quelle ergibt, wird verbraucht.
XX Biedenkopf, 23. Juni. Wie sorglos die Gemeindearchive mancherorts behandelt werden, ist auf tiner Versammlung des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung zur Sprache gebracht worden. So sei z. B. in einer Gemeinde der ganze Bestand an Archioalien durch einen Einwoh ner vernichtet worden, der damit Feuer anzumachen pflegte. Wenn auch bei einem großen Teil der Landbevölkerung für die Erhaltung alter Schriften wenig Interesfe besteht, so sollte das doch kein Grund fein, Werte, wenn auch nur von ideeller Art, gänzlich der Vernichtung anheirnsallen zu lassen. Da fast in jeder Gemeinde die alten Flurbücher, Stockbücher, Gerichtsbücher, die für die Flurnamen sammlung unschützbaren Wert haben, Gemeinde- rechnungen, Hypothekenbücher, Urkunden, Verordnungen und Einwohneroerzelchnis noch vorhanden imd, ersuchen die Landräte die Gemeindevorsteher fOrtegeridjtsmänner) in Gemeinden, in denen eine solche Einrichtung nicht besteht, jetzt Gemeindearch-ve anzukeyen.
Kreis Wetzlar.
S. tiu s dem Kreise Wetzlar, 23. Juni Der Ausschuß zur Festsetzung der d u r ch j ch n i t I litten Iahresorbeitsverdiensle land und forstwirtschaftlicher Arbeiter -m Bereiche der Regierung, Abt. für Domänen und Forsten, hat mit Genehmigung des Oderversich-: rungsamts zu Koblenz als solche Jahresarbeilsver-


